FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT

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1 FERNUNIVERSITÄT IN HAGEN FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT MATRIKELNUMMER: NAME: VORNAME: UNTERSCHRIFT: KLAUSUR: Marktversagen TERMIN: :00-11:00 Uhr PRÜFER: Prof. Dr. A. Endres Aufgabe Summe maximale Punktzahl erreichte Punktzahl Note: Datum: Unterschrift des Prüfers:

2 Marktversagen Hinweise zur Klausur 1 Hinweise zur Klausur - bitte unbedingt beachten! 1. Die Klausurunterlagen, die verteilt worden sind, bestehen aus 20 Seiten (Deckblatt, 2 Seiten mit Hinweisen, 2 Seiten mit Aufgabentext und 15 Lösungsbögen). Bitte kontrollieren Sie sofort, ob Sie ein vollständiges Klausurexemplar erhalten haben und tragen Sie auf dem Deckblatt Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer ein und unterschreiben Sie. 2. Es empfiehlt sich, dass Sie auf jeden Lösungsbogen Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer schreiben. Wenn Sie dies nicht tun, tragen Sie das Risiko, dass sich Seiten aus der Heftung lösen und hinterher nicht mehr Ihrer Klausur zugeordnet werden können. Sie dürfen die Seiten mit den Hinweisen und die Seiten mit dem Aufgabentext aus dem Klausurheft heraustrennen (nicht jedoch das Deckblatt). 3. Die Verwendung eines Taschenrechners ist dann und nur dann erlaubt, wenn dieser einer der drei folgenden Modellreihen angehört: Casio fx86 Texas Instruments TI 30 X II Sharp EL 531 Die Verwendung anderer Taschenrechnermodelle wird als Täuschungsversuch gewertet und mit der Note nicht ausreichend (5,0) sanktioniert. Ob ein Taschenrechner einer der drei Modellreihen angehört, können Sie selbst überprüfen, indem Sie die vom Hersteller auf dem Rechner angebrachte Modellbezeichnung mit den oben angegebenen Bezeichnungen vergleichen: Bei vollständiger Übereinstimmung ist das Modell erlaubt. Ist die auf dem Rechner angebrachte Modellbezeichnung umfangreicher, enthält aber eine der oben angegebenen Bezeichnungen vollständig, ist das Modell ebenfalls erlaubt. In allen anderen Fällen ist das Modell nicht erlaubt. Des Weiteren sind nur Schreibgeräte und Zeichenmaterial als Hilfsmittel zugelassen. 4. Formulieren Sie Ihre Lösungen auf den Lösungsbögen Nr. 1 bis 15. Wenn Sie mehr Platz benötigen oder wenn Sie für Grafiken unliniertes Papier benutzen wollen, können Sie auch die Rückseiten der 15 Lösungsbögen verwenden. Nur Ihre Ausführungen auf den Vorder- und Rückseiten der Lösungsbögen Nr. 1 bis 15 werden bewertet. 5. Wenn Sie eine Aufgabe mehrmals bearbeiten, streichen Sie alle Versionen bis auf eine durch. Andernfalls gilt immer die erste Version im Dokument. Die Folgenden werden unkorrigiert durchgestrichen. 6. Sie haben für diese Klausur 120 Minuten Zeit. Pro Punkt sollten Sie also ungefähr 72 Sekunden Bearbeitungszeit ansetzen (insbesondere bei Reproduktionsaufgaben).

3 Marktversagen Hinweise zur Klausur 2 7. Die Klausur besteht aus vier Aufgaben. Es sind alle Aufgaben zu beantworten. Die maximal erreichbare Punktzahl beträgt 100. Die Klausur ist bestanden, wenn Sie mindestens 50 Punkte erzielen. 8. Der Rechenweg, mit dem Sie auf Ergebnisse kommen, muss nachvollziehbar sein. Ist dies nicht der Fall, werden diese Ergebnisse nicht oder nur mit Punktabzug gewertet. 9. Schreiben Sie Antwortsätze. Das Fehlen von Antwortsätzen wird mit Punktabzug bewertet. 10. Definieren Sie kurz von Ihnen verwendete Symbole, die nicht in der Aufgabenstellung genannt wurden, z. B. G = Gewinn. 11. Anträge auf elektronische Einsichtnahme in die Klausur müssen innerhalb von 2 Wochen nach Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse beim Dez Klausurservice- gestellt werden. Anträge auf Nachkorrektur müssen innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe der Ergebnisse beim Prüfungsamt gestellt werden. Anträge auf persönliche Einsichtnahme müssen innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses beim Lehrstuhl gestellt werden. Spätere Anträge können nicht berücksichtigt werden! Bitte stellen Sie Ihren Antrag auf persönliche Einsichtnahme in die Klausur an: FernUniversität in Hagen Lehrstuhl für VWL, insb. Wirtschaftstheorie Dipl.-Volkswirt Malte Martin Universitätsstr. 11 (TGZ) D Hagen oder per an: Geben Sie bitte Ihre Telefonnummer und möglichst auch Ihre -Adresse an. Es wird Ihnen dann ein Termin mitgeteilt, zu dem Sie Ihre Klausur in Hagen einsehen können. Über das Ergebnis einer Nachkorrektur werden Sie schriftlich unterrichtet. Viel Erfolg!

4 Marktversagen Aufgabenblatt 1 Aufgabe 1 (23 Punkte) Ein Monopolist bietet ein homogenes Gut xx auf zwei Märkten an. Es fallen bei der Produktion nur variable Kosten an. Die Grenzkosten sind konstant und betragen GGGG = 80. Die Nachfrage auf dem ersten Markt ist durch xx 1 (pp 1 ) = 200 pp 1 gegeben. Auf dem zweiten Markt gilt für die Nachfrage xx 2 (pp 2 ) = 100 pp 2. a) Wie hoch ist der maximale Gewinn des Monopolisten, wenn beide Märkte getrennt sind? (8 Punkte) (Hinweis: Arbitrage zwischen den Teilmärkten ist nicht möglich.) b) Nun sind den Konsumenten Arbitragegeschäfte zwischen den Teilmärkten kostenlos möglich. Bestimmen Sie die abgesetzte Menge xx und den einheitlichen Preis pp bei Gewinnmaximierung des Monopolisten. Wie hoch ist der maximale Unternehmensgewinn? (15 Punkte) Aufgabe 2 (28 Punkte) Ein Monopolist kann in einer Periode genau eine Einheit eines Gutes herstellen. Abhängig von seinem Typ bietet er das Gut entweder in hoher (H) oder in niedriger (N) Qualität an. Der Monopolist kann somit die Qualität nicht selbständig wählen. Der Typ ist die private Information des Monopolisten. Aus Sicht der Konsumenten beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass der Monopolist vom H-Typ ist PP(HH) = 1. Die Zahlungsbereitschaft der risikoneutralen Konsumenten sei p H = 7 für die hohe und p N = 0 für die niedrige Qualität. Die Produktionskosten 2 für eine Einheit des Gutes betragen beim H-Typ k H = 5 und beim N-Typ k N = 2. Der Zinssatz sei r = 10% pro Periode. a) Erläutern Sie bitte kurz, was unter Moralischem Risiko und Adverser Selektion zu verstehen ist. Um welchen Fall handelt es sich hier? (6 Punkte) b) Angenommen, der Monopolist sei vom H-Typ und möchte dies den Konsumenten in der ersten Periode mittels eines Einführungspreises in Höhe von p E = k N ε signalisieren. Berechnen Sie die Unternehmensgewinne nach einer, nach zwei und nach drei Perioden Wie viele Perioden muss der Monopolist mindestens am Markt sein, damit er positive Gewinne erzielt? (9 Punkte) c) Betrachtet sei weiterhin die oben geschilderte Situation. Die Periodenzahl sei nun allerdings auf zwei begrenzt. Lohnt es sich in diesem Fall für einen Monopolisten des H-Typs sein Produkt anzubieten und wie lautet gegebenenfalls seine gewinnmaximale Preissetzungsstrategie? (13 Punkte)

5 Marktversagen Aufgabenblatt 2 Aufgabe 3 (20 Punkte) In der folgenden Modellökonomie existieren zwei Unternehmen, wobei die Unternehmen die Gütermengen xx 1 und xx 2 produzieren. Es herrscht vollständige Information und die Gewinnfunktionen der Unternehmen haben die folgende Form: GG 1 (xx 1 ) = 15xx 1 xx 1 2 0,1xx 2 2 und GG 2 (xx 2 ) = 11xx 2 xx 2 2 a) Welche Mengen xx 1 und xx 2 produzieren die Unternehmen, wenn sie individuell ihre Gewinne maximieren und wie hoch sind die Gewinne der Unternehmen? (6 Punkte) b) Mit welchen Steuer- bzw. Subventionssätzen müsste die Produktion der Güter (pro Produktionseinheit) belegt werden, damit die externen Effekte vollständig internalisiert werden? Zeigen Sie, dass es auf diese Weise möglich ist, den externen Effekt zu internalisieren. (14 Punkte) Aufgabe 4 (29 Punkte) Zwei benachbarte Städte wollen jeweils am gleichen Tag ein Feuerwerk veranstalten. Die Einwohner haben allerdings unterschiedliche Zahlungsbereitschaften für ein Feuerwerk. Abhängig von der Qualität q des Feuerwerks ist die Bevölkerung von Stadt 1 bereit, ZZZZ 1 (qq) = 450qq 1 2 qq2 zu bezahlen. Die Zahlungsbereitschaft von Stadt 2 ist durch die Funktion ZZZZ 2 (qq) = 90qq 1 4 qq2 von der Qualität ab. gegeben. Die Kosten KK(qq) = 2qq 2 eines Feuerwerks hängen ebanfalls a) Erläutern Sie durch welche zwei Eigenschaften sich ein reines öffentliches Gut von einem privatem Gut unterscheidet? (6 Punkte) b) Nehmen Sie an, dass die beiden Städte getrennte Feuerwerke für Ihre Bevölkerungen veranstalten und somit jeweils nur die eigenen Einwohner das Feuerwerk sehen können. Welche Qualitäten fragen die beiden Städte im Pareto-Optimum nach? Wie hoch sind ihre Zahlungsbereitschaften für diese Güter? (9 Punkte) c) Die Städte haben beschlossen, ein gemeinsames Feuerwerk zu veranstalten. Bei dem Feuerwerk handelt es sich nun um ein öffentliches Gut. Welche Qualität wird im Pareto- Optimum nachgefragt? (8 Punkte) d) Angenommen, die Zahlungsbereitschaften der Bevölkerungen seien private Informationen. Erläutern Sie das Trittbrettfahrer Problem bei der Bereitstellung von öffentlichen Gütern. Nutzen Sie dazu das obige Beispiel. (6 Punkte)

6 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 1

7 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 2

8 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 3

9 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 4

10 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 5

11 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 6

12 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 7

13 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 8

14 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 9

15 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 10

16 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 11

17 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 12

18 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 13

19 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 14

20 Marktversagen Lösungsbogen Nr. 15

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