Emil der kleine Elch

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1 - 2 - Emil der kleine Elch Darsteller: Emil ein kleiner Elch, der unbedingt größer werden will Lasse Biber sehr selbstbewusst, versucht Emil zu helfen Sascha Hahn sehr eitel und arrogant Ivan Elch Fitnesstrainer für Elche, entwickelt für Emil ein Trainingsprogramm 4 Kaninchen Opa Kaninchen Erzähler Statisten/Ballet: Elchfamilie Vater, Mutter, 2 Brüder, Schwester 3 Hühner bei Sascha Hahn Fuchs rennt mit Emil um die Wette 6 Fische schwimmen mit Emil um die Wette Trolle, Zwerge, Elfe, Hexe, Eule, Sonne, Sterne, Mond div. Fantasie- und Fabelwesen Eichhörnchen, Frosch, Murmeltiere, Mäuse, Rehe, Fischreier

2 - 3 - Inhalt: Im Wald 4 Meine Familie und ich 6 Liebe Birke / Lied der Birke 7 Ich bin zu klein 8 Am Fluss von Lasse Biber 7 Nagen, nagen 9 Hurra, heut ist mein großer Tag 10 Ballett: Stelzentanz 11 Auf dem Bauernhof von Sascha Hahn 12 Kikeriki, Kikeriki 12 Nicht auszuhalten 13 Ivan Elch, der Fitnesstrainer 14 Du must stark sein 14 Alles im Leben würde ich dafür geben 15 Ballett: Emil der Elch 16 Meditation: 16 Träume werden wahr 16 Finale Habt Ihr schon gehört 18 Träume werden wahr (Finale) 19

3 - 4 - Im Wald Kaninchen (Olli, Molli, Dolli, Bolli) langweiligen sich. Opa Kaninchen ist am Rand und liest gerade ein Buch. Mir ist langweilig. Mir auch! Mir auch! Mir auch! Was können wir bloß machen? Weiß nicht! Ich auch nicht! Ich auch nicht! Opa Kaninchen räuspert sich. Die Kaninchen schauen zu Opa Kaninchen. Wisst ihr was! Nöö! Nöööö! Nöööööö! Wir fragen Opa Kaninchen. Vielleicht fällt dem ja etwas ein. Au ja! Super! Ja klasse. Während sie zu Opa Kaninchen laufen necken sie sich gegenseitig. Opa Kaninchen liest weiter in seinem Buch. Als die kleinen Kaninchen ankommen schaut er hoch. Alle: Alle: Opa, Opa, Hallo Opa Kaninchen (aufgeregt durcheinander) Hallo Ihr Lieben. Na, was treibt euch zu mir. stammeln verlegen durcheinander Wir äh... Weißt du, mmmmh... Es ist so, äh... Nun mal raus mit der Sprache. Ich versteh ja kein Wort. Uns ist so schrecklich langweilig. Ja genau. Weißt du nicht, was wir machen können. Du weist doch sonst auch immer alles. Ja genau. Mmmmh (zustimmend)

4 - 5 - Oder kannst du uns nicht eine Geschichte erzählen? Au ja eine Geschichte. Das wär s! Das kannst du doch so gut. Bitte Opa (flehend) Sie bedrängen Opa Kaninchen immer mehr. Schließlich lässt er sich überreden. Naja, eigentlich wollte ich noch...aber weil ihr mich so nett bittet, will ich mal überlegen, ob mir etwas einfällt. (Pause, er überlegt) Alle durcheinander: Opa, bitteeeee, erzähl uns doch etwas, bitte Opaaa, los Opa bitteee Ja aber wenn ihr so die ganze Zeit auf mich einredet fällt mir ja gar nichts ein. Seid still! Da war doch die Geschichte von dem kleinen Elch. Der hieß Emil, glaube ich. Der war genauso alt wie ihr... Alle durcheinander: Au ja Opa, erzähl die Geschichte von Emil dem kleinen Elch. Super! Ruuuuheeee! So könnt ihr ja gar nichts verstehen. Also seid leise und setzt euch dort hin. pssssst.. Nun seid schon leise. Kommt wir setzen uns. Sie setzen sich hin und sind absolut still so dass Opa Kaninchen ganz verdutzt ist. Mmmh, wie war das noch. Opa, nun mach s doch nicht so spannend. Psssst! Also: Weit draußen im hohen Norden lebte einmal in einem riesigen Sumpfgebiet ein kleiner Elch. Er hieß Emil. Nun erscheint Emil und trottet ein wenig niedergeschlagen durch den Wald. Bis zum Beginn des Liedes erscheint auch seine Familie zu der er sich gesellt, wenn er das Lied singt. Das wissen wir doch schon! Psssst! Nun seid doch mal ruhig. (nach einer kurzen Pause mit strafenden Blicken) Sein Vater war sehr groß. Seine Mutter war ziemlich groß. Und auch seine drei Geschwister waren größer als er. Emil fand das ganz schlimm. Immer, wenn er mit einem aus seiner Familie sprach, musste er aufblicken. Ja das kenn ich. Ich bin auch immer der Kleinste. Aber du bist doch auch der jüngste. Dann ist das ganz normal. Psssst. Seid leise. Ja aber bei Emil war das noch etwas anderes. Er war eben nicht der Jüngste, aber trotzdem war er der Kleinste. Also, wie ich schon sagte, er musste immer zu den anderen aufblicken. Und nichts hasste er so sehr wie immer aufblicken zu müssen.

5 - 6 - Lied: Meine Familie und ich Mein Vater ist ein großer Elch, so stark wie hundert Bären. Er ist sehr mutig und auch schnell und kann sich gegen jeden wehren. Auch meine Mutter ist sehr groß, dabei so sanft und still. Und böse wird sie immer bloß, wenn ich mal tu, was sie nicht will. Refr. Nur ich bin zu klein, möchte gerne größer sein Die ander n sind so groß und stark, und doch, obwohl ich sie gern mag Bin ich ganz traurig dann und wann, weiß nicht, wie ich noch wachsen kann Mein großer Bruder ist echt gut, mit ihm da hat man Spaß Er springt in jeden Fluss im Wald und ist er noch so nass. Mein an drer Bruder ist wie auch größer als Mama Und geht es bei uns mal hoch her ist er als erster da... Refr. Nur ich bin zu klein... Doch was ich nicht begreifen kann, es ist so fürchterlich. Meine Schwester, die viel jünger ist, ist größer als ich... (Refr.) Emils Familie geht nach dem Lied ab. Emil bleibt und trottet traurig weiter. Problem. Alle: Wenn Emil besonders verzweifelt war, ging er zu seinen Freunden, den Kaninchen. Ich würd auch gerne so einen Freund haben. Elche sind so tolle Tiere (schwärmerisch..) Psssst! Nun seid leise. Wie geht s denn weiter Opa? Emil genoss es sehr mit den Kaninchen zu sprechen. Denn sie verstanden sein Auch sie mussten immer zu den anderen Tieren aufblicken. Ihnen konnte er ja erzählen, dass er sich einfach viel zu klein findet. Sie lachten niemals über ihn. Der tut mir wirklich leid, der arme Emil! Über mich lachen auch immer alle, nur weil ich der Kleinste bin. Aber du bist ja auch der jüngste. Dann ist das ganz normal. Müsst ihr denn immer dazwischen quatschen. So erfahren wir nie, wie s weiter geht. Opa erzähl doch weiter. Bitte, wir sind auch ganz leise. (durcheinander) Jedenfalls ging Emil jeden Tag zu seiner Lieblingsbirke. An den unteren Zweigen konnte er messen, ob er schon ein wenig gewachsen war.

6 - 7 - Lied: Liebe Birke Liebe Birke hoch und schön, kann ich dich was fragen? Bin ich schon ein bisschen größer? Kannst du mir das sagen. Liebe Birke mach mir Mut. Ich kann s kaum erwarten. Wie weit bin ich wohl gewachsen, lass es mich mal raten. Liebe Birke sicher sind s ein paar Zentimeter. Sag ob ich gewachsen bin, jetzt sofort nicht später. Und? Ist er ein bisschen gewachsen. Dolli (nervend), so schnell geht das doch gar nicht. Opa, was hat die Birke gesagt? Na ja, Olli hat schon recht. So schnell, wie Emil es wollte ging das nicht. Er war kein Stück gewachsen. Armer Emil! Wieso? Na weil er bestimmt ganz traurig ist. Nur weil er ein bisschen kleiner ist als andere. Da gibt s doch wirklich Schlimmeres. Du hast gut reden. Du bist überall der Größte. Na und! (Schnippisch) Nun hört doch auf zu streiten. Ich kann ja sonst gar nicht die Geschichte weitererzählen. Opa hat Recht. Jetzt seid doch endlich mal ruhig. Wir tun doch gar nichts. Ist ja schon gut. Opa, wie geht s denn weiter?...jedenfalls hatte Emil einmal von alten Elchen gehört, dass man im Mairegen größer werden kann und er stellte sich stundenlang in den Regen. So n Quatsch! Wieso? Hat das denn geholfen? Ich meine: der Regen. Das einzige, was Mairegen kann ist: nass machen! Genau! Emil wurde pitsche patsche nass. Er bekam einen schlimmen Schnupfen und musste einige Tage im Bett bleiben. Die alten Elche haben ihn bestimmt angeschmiert. Nein, ich meine, ist Emil denn gewachsen? Nein. Emil konnte nicht feststellen, auch nur einen Zentimeter gewachsen zu sein. Er Trottete weiter durch die Sümpfe und wünschte sich nichts sehnlicher als größer zu sein.

7 - 8 - Lied: Ich bin zu klein Refr. Ich bin zu klein, möcht größer sein, wie kann es sein, dass ich so klein bin. Gibt s auf der Welt denn keinen Held, der mir erzählt wann ich groß bin. Ich würd dafür alles tun: Rennen ohne auszuruh n, ja sogar wie Kühe muh n, wie Frösche quaken und ich würd auf Schnecken warten. Fleißig, wie die Bienen sein, Laufen nur auf einem Bein. Wenn ich doch nur wüsste, wie s die anderen geschafft haben so groß zu sein. Refr: Ich bin zu klein... Für mich wär s der schönste Traum, groß zu sein so wie ein Baum Ich könnt in die Ferne schau n, alles entdecken, ohne mich so lang zu strecken. Wann ist endlich dieser Tag, an dem ich voll Freude sag: Ich bin so, wie ich es mag, denn ich ertrag es nicht mehr so klein zu sein Ich bin zu klein. Emil tut mir Leid. Kann denn niemand Emil helfen? Opa, bleibt Emil so klein? Bestimmt nicht. Irgendwann wird er schon wachsen. Eines Tages ging Emil wieder durch den Wald. Er war sehr betrübt, denn das mit dem Wachsen funktionierte nicht so, wie er sich das vorstellte. Am Fluss von Lasse Biber Emil trottet traurig durch den Wald. Er kommt an einen Fluss, an dem ein Damm aus Bäumen und Ästen gebaut ist. Aber sonst ist niemand zu sehen. Emil: Komisch, dieser Damm war doch gestern noch nicht hier. Wer den wohl gebaut hat? Hallo! Ist da jemand? Plötzlich hört man das Geräusch eines fallenden Baumes. Als der Baum krachend zu Boden fällt, erschreckt Emil ganz fürchterlich. Emil: (ängstlich) Was war das denn? Lasse Biber kommt mit einem gerade gefällten Baum zu dem Damm und versucht ihn in den Damm mit einzubauen. Er ist so in seiner Arbeit vertieft, dass er Emil zunächst gar nicht bemerkt.

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