ONbackup Server V4 - Administration. Stand

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1 ONbackup Server V4 - Administration Stand ONbackup GmbH

2 Administration des ONbackup Server V4 1. Einführung Vererbung Organisation von Gruppen und Benutzern Der Weg vom Client zum Server Grundlagen Systemvoraussetzungen Betriebssystem Hardware Sizing Lizenzmodell ONbackup USB-Lizenzschlüssel ONbackup Lizenz-Server Konfiguration Grundeinstellungen Anmeldung Wachdienste Überwachung Storages Benutzerverwaltung Einstellungen auf Server-Ebene Sicherungskonto Sicherungszeitplan Sicherungseinstellungen Sicherungsverzeichnisse Einstellungen auf Gruppen-Ebene Einstellungen auf Benutzer-Ebene Gruppen anlegen Neue Gruppe erstellen Gruppen im File-System verschieben Benutzer anlegen Benutzer automatisch registrieren Benutzer manuell anlegen Benutzer im File-System verschieben ONbackup Server im Cluster Betrieb als Sicherungsserver für Kunden (ISP-Version) Anhang-A Einrichtung der Anwendung in der Clusterverwaltung Anhang-B Migration von Vorprodukten (ONbackupV3, Secure Data Collector) Migration vom Secure Data Collector Migration vom ONbackupServerV Anhang-C Automatisierte Installation der Clients

3 10.1. Standard-Client ISP-Client Anhang-D Anbindung des ONbackup-Servers an Active-Directory Grundeinstellungen AD-Gruppen für automatische Kontoerstellung anlegen AD-Benutzer manuell anlegen Sicherung von Microsoft-Exchange OpenSSL Lizenz

4 1. Einführung Der ONbackup Server V4 ist auf einen minimalen Administrationsaufwand und größtmögliche Kontrolle der Benutzer-Backups ausgelegt. Um die verschiedenen Bedürfnisse unterschiedlicher Einsatzszenarien abzudecken, gibt es oftmals mehr als einen Weg, eine bestimmte Backup Situation administrativ zu lösen. In dieser Serverdokumentation werden alle wichtigen Funktionen des Servers behandelt und klassische Business-Szenarien beispielhaft erläutert. Wenn der Server nicht als unternehmensinternen Sicherungsserver betrieben werden soll, sondern als Sicherungsserver für Kunden, so lesen Sie bitte auch das Kapitel 7 Betrieb als Sicherungsserver für Kunden (ISP-Version) auf Seite 43. 4

5 1.1. Vererbung Generell baut der ONbackup Server V4 auf einem 3-stufigen, kaskadierenden Konfigurationsmodell auf. Dieses Design ermöglicht dem Administrator eine sehr effiziente Administration des Servers. Die drei kaskadierenden Ebenen der Client-Konfiguration: Server-Ebene Gruppen-Ebene Benutzer-Ebene Jede Einstellung kann nun entweder von einer oberhalb liegenden Ebene geerbt oder gesetzt werden. Wurde beispielsweise in den Servereinstellungen ein maximales Sicherungsvolumen von 5GB festgelegt und auf Gruppenebene wird 10GB angegeben, so gelten für alle Benutzer innerhalb der Gruppe 10GB und nicht 5GB. Für Benutzer in anderen Gruppen gelten womöglich die 5GB der Servereinstellung, vorausgesetzt, der Wert wurde in den Gruppeneinstellungen nicht ebenfalls überschrieben. Dies ist aber nur eine Art der Vererbung, eine andere Art gilt beispielsweise bei der Festlegung, welche Verzeichnisse eines Benutzers gesichert werden sollen. Hier werden die Pfade und Filter nicht überschrieben, sondern vererbt und zusätzlich gesetzt. Es wird also die Vereinigungsmenge der angegebenen Pfade in den unterschiedlichen Einstellungsebenen gebildet. Mit Hilfe des Vererbungssystems können also alle wichtigen Benutzereinstellungen auf höchster Ebene gesetzt und nur die Ausnahmen oder Erweiterungen für Benutzergruppen oder einzelne Benutzer in tieferen Ebenen eingestellt werden. 5

6 1.2. Organisation von Gruppen und Benutzern Der ONbackup Server organisiert Benutzergruppen und Benutzer durch das File-System von Microsoft Windows. Dies bedeutet, dass Gruppen durch Verzeichnisse auf der Festplatte und dass Benutzer als Unterverzeichnisse in einem Gruppenverzeichnis repräsentiert werden. Eine neue Gruppe kann also beispielsweise im Verzeichnis C:\Sicherungen\Personalabteilung angelegt werden. Der Benutzer Mustermann an Maschine PC-4711 innerhalb dieser Gruppe wird dann durch das Unterverzeichnis repräsentiert. Der ONbackup Server unterscheidet vier verschiedene Konten-Arten: Interner Benutzer an bekanntem Arbeitsplatz Ordner: Windows Interner Benutzer (an einem beliebigen Arbeitsplatz) Ordner: Windows Interner Computer (mit beliebigem Benutzer) Ordner: Externer Benutzer (Kunden) Ordner: Kennung Weitere Informationen zu Benutzerkonten finden Sie im Kapitel 5 Benutzer anlegen auf Seite 34. 6

7 Durch die transparente Organisation der Benutzer ist es sehr einfach möglich, Benutzer von einer Gruppe in eine andere zu verschieben. Ziehen Sie einfach mit Windows- Bordmitteln (zum Beispiel dem Windows-Explorer) den Ordner des Benutzers von einer Gruppe zu einer anderen. Die Änderung wird nun unmittelbar wirksam und es ist keine weitere Konfiguration notwendig. Aber nicht nur Benutzer, sondern auch ganze Gruppen samt Gruppeneinstellungen können beliebig verschoben werden. Anders als bei den Benutzern muss dem ONbackup Server nun aber das neue Verzeichnis der Gruppe mitgeteilt werden. Weitere Informationen zu Benutzergruppen finden Sie im Kapitel 4 Gruppen anlegen auf Seite 30. 7

8 1.3. Der Weg vom Client zum Server In der Regel findet der ONbackup Client den ONbackup Server von ganz alleine. Dazu sendet der Client beim Start einen Broadcast in das Netzwerk und wartet auf Antwort von einem ONbackup Sicherungsserver. Wer als erstes antwortet, bekommt den Zuschlag. Auf diese Weise wird stets der am schnellsten erreichbare Sicherungsserver gefunden und auch verwendet. Wenn das automatische Auffinden des Sicherungsservers nicht gewünscht oder nicht möglich ist (weil beispielsweise ein Router die Weiterleitung des Broadcast verhindert), kann der Sicherungsserver selbstverständlich auch manuell am Client konfiguriert werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Handbuch des ONbackup Clients. 8

9 2. Grundlagen 2.1. Systemvoraussetzungen Betriebssystem Der ONbackup Server lässt sich auf allen Microsoft Betriebssystemen ab Windows XP SP3 installieren. Aufgrund der beschränkten Anzahl von gleichzeitigen Verbindungen bei Workstations wird jedoch dringend empfohlen, einen Windows 2003 Server oder höher einzusetzen Hardware Sizing Es wird empfohlen ein Dual-Prozessor-System einzusetzen. Der Arbeitsspeicher sollte auch mindestens 2GB betragen. Die Performance des Client Backups hängt jedoch weniger vom Arbeitsspeicher als von der CPU-Leistung des Servers sowie der I/O Performance des Disk Arrays ab. Es wird empfohlen, dieses auf schnelles Schreiben, z.b. durch eine RAID 1-Konfiguration zu optimieren. Eine RAID5 Konfiguration ist ebenfalls möglich, schöpft die Geschwindigkeit des Servers aber nicht optimal aus. Hinweise zur maximalen Nutzung des Arbeitsspeichers: ONbackup Server V4-32Bit-Edition auf Windows 32 Bit-Server: ONbackup Standard-Edition: max. 1,5 GB ONbackup Premium-Edition: max. 2,0 GB bzw 3,0 GB (bei Verwendung von 4GT) ONbackup Server V4-32Bit-Edition auf Windows 64 Bit-Server: ONbackup Standard-Edition: max. 1,5 GB ONbackup Premium-Edition: max. 4,0 GB ONbackup Server V4-64Bit-Edition auf Windows 64 Bit-Server: ONbackup Standard-Edition: max. 1,5 GB ONbackup Premium-Edition: max. 8,0 TB 9

10 2.2. Lizenzmodell Jedes am Server erstellte Sicherungskonto benötigt eine Client-Lizenz. Dabei unterscheidet der Server zwischen eine Standard- und eine Premium-Lizenz. Letztere ermöglicht dem Client zusätzliche Fähigkeiten wie beispielsweise die Sicherung von Exchange-Systemen oder die Sicherung von mehreren Netzwerkpfaden. Weitere Informationen zu den Möglichkeiten im Premium-Modus finden Sie im Handbuch des ONbackup Clients. Achten Sie bitte darauf, dass der am Server vorgegebene Client Modus mit der Einstellung am Client übereinstimmen muss. Ferner ist darauf zu achten, dass Sie nicht mehr Standard- oder Premium- Lizenzen vergeben, als Sie erworben haben. Eine Übersicht über die erworbenen Lizenzen erhalten Sie im Bereich Konfiguration Lizenzen, sowie unter Überwachung Konten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Kapitel 3.3 Einstellungen auf Benutzer-Ebene auf Seite 28 und im Kapitel 5 Benutzer anlegen auf Seite 34. Erworbene Lizenzen können alternativ über einen persönlichen USB-Lizenzschlüssel oder aber über den ONbackup Lizenz-Server bereitgestellt werden ONbackup USB-Lizenzschlüssel Verfügt Ihr Sicherungsserver über einen freien USB-Port oder verfügt Ihr Server nicht über eine ständige Internet-Verbindung, so haben Sie die Möglichkeit, die erworbenen Lizenzen mittels eines USB-Dongles zur Verfügung zu stellen. Damit ist der Betrieb des Servers unabhängig von anderen Komponenten. Wenn Sie Ihre Lizenzen oder aber die Laufzeit Ihrer Software-Protection erweitern möchten, so kann dies in einem einfachen Prozess und ohne Ausfallzeiten erfolgen. Senden Sie einfachen einen aktuellen Export Ihres Lizenzschlüssels via an Ihren ONbackup-Service- Partner und erhalten Sie unmittelbar danach das zugehörige Update, welches Sie dann wiederum importieren können. 10

11 ONbackup Lizenz-Server Noch einfacher als mit dem USB-Lizenzschlüssel geht es mit dem ONbackup Lizenz-Server. Der Sicherungsserver bezieht, nachdem Sie Ihren Lizenzschlüssel eingegeben haben, die von Ihnen erworbenen Lizenzen automatisch und zeigt diese an. Voraussetzung für den Betrieb im Lizenz- Server-Modus ist eine ständige Verbindung mit dem Internet, da der Sicherungsserver regelmäßig den Lizenz-Server kontaktiert und die Lizenzen aktualisiert. Kommt es während des Betriebs mal zu einer Kommunikationsstörung mit dem Lizenz-Server, so gehen Ihre Lizenzen nicht direkt verloren. Ihr Sicherungsserver behält die Lizenzen 30 Tag lang, bevor diese wirklich verloren gehen, vorausgesetzt, dass der Server von Ihnen nicht neu gestartet wird. Bei einem Neustart des Servers muss der Lizenzserver unbedingt erreichbar sein, damit ein Betrieb mit allen Ihren Lizenzen möglich ist. Sollte es einmal zu den genannten Kommunikationsproblemen kommen, so werden Sie rechtzeitig von Ihrem ONbackup-Sicherungsserver darüber informiert. Wichtige Hinweise: 1. Die Verbindung zum ONbackup Lizenz-Server erfolgt via TCP-Port 443 (https). Dieser muss von Ihrem ONbackup-Server aus ansprechbar sein. 2. Die erworbenen Lizenzen sind an die verwendete Hardware Ihres Sicherungsservers gebunden. 3. Wenn Sie die Hardware Ihres ONbackup-Servers verändern wollen oder aber den gesamten Sicherungsserver auf eine andere Maschine umziehen möchten, müssen Sie die Lizenz zuvor von Ihrem Sicherungsserver trennen. Verwenden Sie dazu den Button Trennen neben der Lizenznummer. Der Server kontaktiert den Lizenz-Server und trennt dabei die Lizenz von der bisher verwendeten Maschine und fährt den ONbackup Dienst herunter. Danach können Sie die Änderungen vornehmen und die Lizenz später wieder aktivieren. 11

12 2.3. Konfiguration Grundeinstellungen Die hier voreingestellten Werte können in der Regel bestehen bleiben. Bitte bedenken Sie, dass ein nicht konfigurierter Client die hier angegebenen Ports benutzt, um bei der automatischen Benutzerregistrierung den Server zu finden. Eine Veränderung kann aus Sicherheits- oder technischen Gründen (z.b. einer Firewall) sinnvoll sein, bedeutet aber eventuell erhöhten Konfigurationsaufwand in der Zukunft. Über die maximale Anzahl an gleichzeitigen Verbindungen können Sie die Auslastung des Server regulieren. Beachten Sie in diesem Zusammenhang bitte auch die Speicherlast des Servers. Diese hängt im Wesentlichen von der Anzahl der Dateien ab, die die aktiven Benutzer in Ihren Sicherungssätzen haben. Hat ein Benutzer beispielsweise Dateien mit einem Gesamtvolumen von 1 GB in seinem Sicherungssatz, so benötigt dieser deutlich mehr Server- Arbeitsspeicher, als ein aktiver Benutzer mit Dateien mit einem Volumen von 8 GB. Maßgeblich ist also die Anzahl der Dateien und nicht das Volumen. Aktiver Benutzer bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Benutzer derzeit am Server angemeldet ist. Benutzer, die nicht angemeldet sind, benötigen keinen Arbeitsspeicher. Konfigurieren Sie die maximale Speichernutzung des ONbackup-Servers. Der Server reserviert pro Verbindung und je nach Anzahl der Dateien des jeweiligen Benutzers eine gewisse Menge Arbeitsspeicher. Wird durch eine Anmeldung eines Benutzers die maximal eingestellte bzw. mögliche Speicherlast erreicht bzw. überschritten, so wird die Anmeldung des Benutzers vom Server verweigert. Weitere Informationen zur maximalen Speichernutzung entnehmen Sie bitte dem Kapitel Hardware Sizing auf Seite 9. 12

13 Der ONbackup-Server kann Sie ferner über aktuelle Server-Updates per informieren, sobald diese verfügbar sind. Es wird dringend empfohlen, stets die aktuellen Versionen einzusetzen, um ein Höchstmaß an Sicherheit gewährleisten zu können. Mit jeder Installation des ONbackup Servers werden auch automatisch die aktuellen Client Versionen des ISP- und Standard-Clients installiert. Sie können das automatische Update der Clients verbieten, wenn Sie den entsprechenden Haken im zugehörigen Steuerelement setzen. 13

14 Anmeldung Der ONbackup Server ermöglicht zur Erleichterung der Benutzerverwaltung die automatische Erstellung von Benutzerkonten. Sie müssen also nicht jedes Sicherungskonto vorab erstellen, sondern können einfach jede Maschine in Ihrem Netzwerk sichern. Mit der ersten Anmeldung des Clients erstellt der ONbackup-Server automatisch ein passendes Konto. Dabei kann die Authentifizierung von Benutzern entweder vom ONbackup-Server selbst oder aber durch einen in Ihrem Netzwerk bereits verfügbaren Active-Directory-Server (AD) durchgeführt werden. Der ONbackup-Server übermittelt dabei die Anmeldedaten des Benutzers an den hier definierten AD- Dienst. Weiter Informationen zum Thema Active-Directory (AD) finden Sie im Anhang. 14

15 Wachdienste Der ONbackup Server ist in der Lage, nach jeder Sicherung eine an den Benutzer und den Systemverwalter zu versenden. Geben Sie dafür einen SMTP Server mit DNS-Namen oder die entsprechende IP-Adresse ein. Der SMTP Port ist in der Regel der Port 25. Weiterhin bestimmen Sie, mit welcher Absender Adresse der Server seine s versenden soll. Der ONbackup Server unterstützt optional auch die folgenden SMTP-Authentifizierungsprotokolle: LOGIN, PLAIN, CRAM- MD5. Sollten Sie einen Syslog Server im Einsatz haben, kann der ONbackup Server Warnungen oder Fehler zusätzlich an den Syslog Server senden. Konfigurieren Sie in diesem Fall auch diesen Abschnitt. 15

16 Überwachung Der ONbackup-Server kann Sie und / oder den Benutzer über fällige Sicherungen, ablaufende Konten und Gruppen informieren. Ferner können Sie hier angeben, ob abgelaufene Gruppen und Konten automatisch vom Server gelöscht werden sollen. Der ONbackup-Server informiert Sie desweiteren täglich über zur Verfügung stehende Ressourcen und Probleme, um drohende Störungen oder gar drohende Datenverluste rechtzeitig erkennen und vermeiden zu können. Zur eigenen Sicherheit beendet sich der ONbackup-Server auch selbst, sollte auf einem verwendeten Festplatten-Laufwerk nicht ausreichender Speicherplatz zur Verfügung stehen. Dabei werden zwar alle aktiven Verbindungen kontrolliert beendet, jedoch sollte ein solche Notsituation unbedingt vermieden werden. 16

17 Storages Definieren Sie, ob der ONbackup-Server die Kontendatenbank eines Benutzers nach jeder Sicherung reorganisieren soll. Diese Einstellung wird dringend empfohlen, damit nicht mehr benötigter Speicher aus den Datenbanken gelöscht und die Datenbanken somit performant gehalten werden können. Ferner kann auf Wunsch nach jeder Sicherung eine Sicherheitskopie der Datenbank erstellt werden. Normalerweise legt der ONbackup-Server die gesicherten Dateien der Clients im Ordner Storage innerhalb des Kontos ab. Diese Vorgehensweise kann in größeren Umgebungen zu Problemen führen, da im Laufe der Zeit Festplatten voll laufen und große Datenmengen verschoben werden müssen. Um diesem Problem zu begegnen wurden sogenannte Storages eingeführt. Sie können hier beliebig viele NAS-Systeme oder Freigaben definieren, die von ONbackup verwendet werden. Beginnt ein Client eine Sicherung, prüft ONbackup, auf welchem Storage am meisten Speicherplatz zur Verfügung steht und wählt dieses Storage für die kommende Sicherung aus. Auf diese Weise verteilen sich Sicherungen auf unterschiedliche Systeme. Die Storages füllen sich im Laufe der Zeit nun gleichmäßig. Wird eine kritische Marke überschritten sollten neue Storages an das System angebunden werden. ONbackup wird diese sofort nutzen und die Gefahr von voll laufenden Festplatten ist gebannt. Sobald mindestens ein Storage definiert ist, wird das Konto selbst nicht mehr zur Ablage von Dateien verwendet. Dort bereits abgelegte Dateien bleiben erhalten und von ONbackup auch verwendet. Wird ein Storage vom Status aktiv in den Status auslaufend gewechselt, so wird dieses Storage für neue Sicherungen NICHT mehr verwendet. Bedenken Sie aber, dass die auf dem Storage bereits abgelegten Sicherungen erhalten bleiben müssen. ACHTUNG: Entfernen Sie kein Storage, auf dem noch Sicherungen abgelegt sind! 17

18 3. Benutzerverwaltung Der ONbackup Server arbeitet für einen minimalen Konfigurationsaufwand mit einem dreifachen, kaskadierenden Konfigurationssystem. Sie können alle Einstellungen auf Server-, Gruppen- und Benutzer-Ebene durchführen, wobei die tiefste Einheit stets Vorrang hat, sobald dort Werte gesetzt werden. Die Einstellung <Übernehmen> zeigt dabei an, dass der jeweilige Wert aus einer höheren Ebene (Gruppe bzw. Server) übernommen wird. Es wird empfohlen, auf Server-Ebene alle grundlegenden Einstellungen zu setzen, da der Server sonst intern festgelegte Basiswerte verwendet Einstellungen auf Server-Ebene Auf der Seite Server haben Sie zunächst die Möglichkeit, einen individuellen Namen für Ihren Sicherungsserver einzugeben. Diesen Namen können Sie frei wählen z.b. Musterfirma Sicherungsserver oder ähnlich. Der ONbackup Server verwendet den hier definierten Namen beispielsweise beim Versenden von s. Die Auswahl der Client-Konfiguration bestimmt, wie der Client konfiguriert werden soll. Dabei werden vier verschiedene Stufen angeboten: Administrator bestimmt alles: Sämtliche Einstellung werde vom Server aus festgelegt. Am Client sind nur Basiseinstellungen wie beispielsweise die Netzwerk-Einstellungen - möglich. 18

19 Benutzer bestimmt Sicherungszeitplan und Sicherungseinstellungen: Der Benutzer bestimmt zahlreiche Sicherungseinstellungen sowie den Zeitpunkt der Sicherung selbst. Der Administrator am Server legt jedoch weiterhin fest, welche Verzeichnisse gesichert werden sollen. Bei Auswahl dieser Einstellung verschwinden am Server die Register Sicherungszeitplan und Sicherungseinstellungen. Die entsprechenden Einstellungen gehen aber nicht verloren. Benutzer bestimmt Sicherungsverzeichnisse: Der Benutzer bestimmt bei dieser Auswahl nur noch, welche Verzeichnisse gesichert werden sollen. Wann und mit welchen Einstellungen dies geschieht bestimmt weiterhin der Administrator. Bei Auswahl dieser Einstellung verschwindet am Server das Register Sicherungsverzeichnisse. Die entsprechenden Einstellungen gehen aber nicht verloren. Benutzer bestimmt alles: In diesem Fall bestimmt der Benutzer nahezu alle relevanten Einstellungen. Dazu zählen Sicherungszeitplan, Sicherungseinstellungen und Sicherungsverzeichnisse. Der Administrator bestimmt aber weiterhin die Kontoeinstellungen also beispielsweise die maximale Größe der Sicherung. Bei Auswahl dieser Einstellung verschwinden am Server die Register Sicherungszeitplan, Sicherungseinstellungen und Sicherungsverzeichnisse. Die entsprechenden Einstellungen gehen aber nicht verloren. 19

20 Sicherungskonto Auf der Seite Sicherungskonto beginnt nun das kaskadierende Konfigurationskonzept. Die hier vorgenommenen Einstellungen gelten für alle Gruppen und Benutzer, die auf diesem Sicherungsserver definiert sind. Auf der Gruppen- bzw. Benutzer-Ebene müssen Sie dann nur noch individuelle Abweichungen von den Server-Einstellungen konfigurieren. Anmeldung erlauben: Wenn hier Nein gesetzt ist, kann sich kein Mitglied dieser Gruppe mehr am Server anmelden. Dies ist entweder auf Client-Ebene sinnvoll oder für Wartungsarbeiten am Server auf höchster Ebene. Anmeldung benötigt Kennwort: Diese Einstellung gibt an, ob für die Anmeldung am Server das Vorhandensein eines Kennworts zwingend nötig ist. Wird hier Nein gewählt, so erlaubt der Server auch ein leeres Kennwort. Server-Systeme zulassen: Gibt an, ob die Sicherung von Server-Systemen erlaubt ist. Über diese Einstellung können Sie Clients, die auf einem Server ausgeführt werden, verbieten oder erlauben. Auf diese Weise können Dienstleister eine andere Preispolitik für Server-Systeme gestalten. Exchange-Sicherungen zulassen: Ermöglicht die Sicherungskonfiguration von Exchange Storage Groups am Client. Wird hier ja eingegeben, so erscheint am Client im Setup-Bereich eine neue Registerseite mit Sicherungseinstellungen für Microsoft Exchange. Die Exchange-Sicherung setzt voraus, dass der Benutzer seine Sicherungsverzeichnisse selbst bestimmt - siehe 3.1 Einstellungen 20

21 auf Server-Ebene auf Seite 18. Ferner ist die Sicherung von Exchange nur den Client, die im Premium Modus laufen, vorbehalten siehe 3.3 Einstellungen auf Benutzer-Ebene auf Seite 28. Netzwerk-Timeout: Bestimmt den Abbruch der Session nach x Sekunden ohne Kontakt zwischen Client und Server. Dieser Wert ist relevant, wenn Außenanbindungen über ISDN/UMTS/GPRS für das Backup genutzt werden. Im LAN kann der Default-Wert stehen bleiben. Maximale Sicherungsgröße: Bestimmt, wie groß das maximale Backup Volumen ist, welches der Benutzer an Festplatten-Platz auf dem Server bekommt. Darin enthalten sind ebenfalls die aufbewahrten, gelöschten Dateien sowie die veränderten Daten, wenn diese Option gewählt wurde. Nicht gesendete Dateien protokollieren: Der ONbackup Server sichert keine vom Benutzer oder vom System geöffneten Dateien. Kommt es während einer Sicherung dazu, dass der Client eine vom Server angeforderte Datei nicht übertragen kann, so wird dies im Serverprotokoll vermerkt. Dies führt später dazu, dass auf Grund dieses Fehlers ältere Sicherungen am Server aus Sicherheitsgründen nicht gelöscht werden. Mit dieser Einstellung haben Sie jedoch die Möglichkeit, Einfluss auf diesen Verhalten zu nehmen: Nie Im Fall einer Aktualisierung Immer Der Server protokolliert nicht gesendete Dateien vom Client niemals. Die Sicherung wird, sollten keine anderen Fehler auftreten, später als erfolgreich eingestuft. Ältere Sicherungssätze am Server werden entsprechend der Aufbewahrungszeit - gelöscht. Der Server protokolliert nicht gesendete Dateien vom Client nur dann, wenn die entsprechende Datei in einer früheren Sicherung schon einmal erfolgreich übertragen wurde. Dies verhindert, dass Dateien, die systembedingt immer geöffnet sind, nicht unnötig als Warnung protokolliert werden, da dies das Löschen älteren Sicherungssätze stets verhindern würde. Der Server protokolliert nicht gesendete Dateien vom Client immer. Sie müssen sicherstellen, dass keine geöffneten Dateien gesichert werden. Sicherungsberichte an Administrator senden: Sendet Sicherungsberichte an den Systemverwalter. Dazu muss dessen Adresse im Bereich Konfiguration angegeben, sowie ein SMTP-Server zum Versand von s konfiguriert sein. Überfällige Sicherungen melden: Der ONbackup Server kann Sie - den Administrator - aber auch die Benutzer über überfällige Sicherungen informieren. Legen Sie hier den Zeitraum fest, ab dessen Überschreiten eine Sicherung als überfällig gilt. Der Server prüft jeweils zur vollen Stunde auf überfällige Sicherungen und versendet dann ggf. s. Der Administrator erhält eine Liste aller überfälligen Sicherungen, der Benutzer nur die Meldung für seiner ausstehenden Sicherung. Entsprechende s werden im Intervall der Überfälligkeit und nicht etwa stündlich gesendet. Dies 21

22 bedeutet, dass wenn eine Sicherung beispielsweise nach 3 Tagen als überfällig gilt, alle 3 Tage ein Warnhinweis via versendet wird. Erhält der Administrator nun eine mit überfälligen Sicherungen, so enthält diese immer alle überfälligen Sicherungen. 22

23 Sicherungszeitplan Der ONbackup Server ist so ausgelegt, dass er Eskalationsszenarien für den Fall von fehlenden Sicherungen bietet. Wenn der Client auf einem System gestartet ist, wird er sich nach voreingestellten Zeiten (Default: alle 5 Minuten) beim Server melden und die Konfigurationsdaten auf Aktualität überprüfen. Client sollte Server alle Minuten kontaktieren: Gibt an, in welchem Intervall der Client den Server kontaktieren soll. Mit jedem Kontakt empfängt der Client vom Server die aktuelle Konfiguration. Erzwinge Sicherung täglich um : Gibt den festen Zeitpunkt an, zu dem eine Sicherung durchgeführt werden soll. Zur weiteren Einschränkung können die Wochentage bestimmt werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Sicherungen am Wochenende vermeiden. Erzwinge Sicherung Stunden nach der letzten Sicherung: Gibt an, nach wie vielen Stunden nach einer Sicherung ein neues Backup durchgeführt werden soll. Sicherung beim nächsten Kontakt: Gibt an, dass eine Sicherung unmittelbar durchgeführt werden soll, sobald sich der Client beim Server meldet. Direkt nach dem Start des Clients also in der Regel beim Einschalten des Computers versucht der Client seinen Sicherungsserver zu finden. Danach wird der Server je nach Einstellung Client sollte Server alle Minuten kontaktieren in regelmäßigen Abständen kontaktiert. 23

24 Sicherungseinstellungen Im Register Sicherungseinstellungen kann die Art und Weise der Sicherung beeinflusst werden. So können beispielsweise die Aufbewahrungszeiten ältere Sicherungen bestimmt oder auch ganze Verzeichnisse und Dateien von einer Sicherung ausgeschlossen werden. Sicherungen verschlüsseln: Legen Sie fest, ob der Client seine Dateien verschlüsselt oder unverschlüsselt auf dem Sicherungsserver ablegen soll. Dabei geht es hier nicht um eine sichere Kommunikation zwischen Client und Server (Stichwort: SSL-Verbindungen), sondern darum, dass die Dateien am Client verschlüsselt und erst beim Restore durch den Client wieder entschlüsselt werden. Der Benutzer am Client muss im Falle einer Verschlüsselung einen sogenannten Verschlüsselungstext angeben, mit dessen Hilfe die Dateien (und Dateipfade) verschlüsselt werden. Eine spätere Wiederherstellung ohne diesen Verschlüsselungstext ist NICHT möglich. Sobald einmal Daten auf dem Server abgelegt sind, kann der Verschlüsselungstext nicht mehr geändert werden. Sollte dies einmal notwendig werden, so müssen zuvor alle Sicherungen des Clients auf dem Server entfernt werden (siehe Reiter Sicherungssätze ) im jeweiligen Client-Konto. 24

25 Bereinigen: Der Server löscht automatisch nach einer erfolgreichen Sicherung ältere, abgelaufene Sicherungen. Dabei können Sie wählen, ob die letzten X-Versionen (Sicherungen) aufbewahrt werden sollen oder alle Sicherungen der letzten X-Tage. Im Normalfall werden ältere Sicherungen nur nach einer fehlerfreien Sicherung gelöscht. Dieses Verhalten kann ebenfalls angepasst werden, falls Sicherungen technisch bedingt niemals fehlerfrei durchlaufen. Standardfilter für Dateien und Verzeichnisse: Bestimmte Dateien oder auch ganze Verzeichnisse können von Sicherungen ausgeschlossen werden. Als Platzhalter können hier wie gewohnt <*> und <?> eingesetzt werden. Möchten Sie grundsätzliche alle Bilddateien vom Typ GIF ausschließen, so geben Sie hier einfach *.gif an. Mehrere Filter werden mit Semikolon getrennt. Zum Ausschluss eines Verzeichnisses geben Sie dieses mit einem beginnenden und endenden Slash an. Beispiele: */Temp*/ */Testdaten/ C:/Test/ Schließt alle Verzeichnisse aus, die mit Temp beginnen. Schließt alle Unterverzeichnisse mit dem Namen Testdaten aus. Schließt das Verzeichnis C:\Test aus der Sicherung aus. Suche nach ähnlichen Dateien verhindern: Diese Einstellung verhindert für die hier definierten Dateien, dass der ONbackup Server nach ähnlichen Dateien sucht, um diese als Basis einer Aktualisierung heranzuziehen, was die Aktualisierung einer Datei ggf. deutlich beschleunigen kann. In der Regel muss hier kein Filter eintragen werden. Datenbank-Dateien: Der ONbackup-Server kann Datenbank-Dateien auf Grund ihrer internen Struktur deutlich schneller aktualisieren als herkömmliche Dateien. Die hier definierten Dateien werden als Datenbank-Dateien interpretiert. 25

26 Sicherungsverzeichnisse Auch die zu sichernden Daten können über das kaskadierende Modell konfiguriert werden, wobei die tieferen Ebenen in diesem Fall zusätzlich Angaben enthalten können. Die zu sichernden Pfade der höchsten Ebene werden also auch berücksichtigt, wenn in tieferen Ebenen weitere Informationen eingetragen werden. Mit Filtern können Sie wie in der Abbildung beschrieben entweder bestimmte Dateien, Dateiendungen oder ganze Pfade aus der Sicherung ausschließen. Beispiele: *\Temp\ *\Temp*\ *.mp3 Test* Verhindert die Sicherung des Unterverzeichnis Temp Verhindert die Sicherung aller Unterverzeichnisse, die mit Temp beginnen. Verhindert die Sicherung alle Dateien mit der Endung mp3 Verhindert die Sicherung alle Dateien, die mit Test beginnen. 26

27 3.2. Einstellungen auf Gruppen-Ebene Die Register auf Gruppen-Ebene sind abgesehen vom Register Gruppe mit denen der Server-Ebene identisch. Name: Name des Gruppe frei wählbar. Pfad: Pfad der Gruppe im File-System. Im dem hier angegeben Verzeichnis befinden sich die Benutzerverzeichnisse der Gruppe. Client Konfiguration: Diese Einstellung wurde auf in Kapitel 3.1 Einstellungen auf Server-Ebene auf Seite 18 bereits ausführlich beschrieben. Server-Systeme zulassen: Gibt an, ob Microsoft Windows Server in dieser Gruppe gesichert werden dürfen. 27

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