VERGLEICH DER CFD-BROKER PLATTFORMEN

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1 6 derivate titel VERGLEICH DER CFD-BROKER PLATTFORMEN Das 7% per annum Märchen... Schlechte Nachricht für Investoren: Im letzten Jahrzehnt hat ein simples Festgeld-Sparbuch die Rendite des Deutschen Leitindexes übertroffen. Wer vor 10 Jahren - im Juni 1998 von steigenden Aktienkursen angesteckt wurde und sich zum Kauf entschied, konnte den DAX-Index mit 5750 Punkten in sein Depot buchen. Der Aktienboom hielt bis ins Jahr 2000 an - der DAX stieg auf über 8000 Punkte und markierte dort sein bisher unerreichtes Alltime-High. Der von 2000 bis 2003 anhaltende Abverkauf schickte den DAX auf eine Talfahrt bis unter 2300 Zähler. Damit waren nicht nur die Gewinne aus der Boomphase wieder dahingeschmolzen, sondern auch ein Drawdown von weit mehr als 50 Prozent (!) auf das Initalinvestment nach 5 Jahren Haltezeit entstanden.

2 derivate titel 7 Erst in den letzten 5 Jahren ( ) konnte sich der deutsche Bluechip-Index erholen zuletzt auf einen Stand von rund 7000 Zählern. Eine DAX Buy-And-Hold Strategie brachte in den letzten 10 Jahren somit eine kumulierte Rendite von knapp 22% ein. Ein Sparbuch, bei einer angenommen durchschnittlichen Verzinsung von 3.5% p.a., kommt dank Zinseszins-Effekt beinahe auf den doppelten Ertrag. Wer auf seinen Bankberater oder den Investoren-Volksmund gehört hat, dass Aktien eine durchschnittliche Rendite von 7% per annum abwerfen, der durfte in den letzten 10 Jahren sein blaues Wunder erleben. Obwohl unter Berücksichtigung von Dividendenausschüttungen und deren Re-Investment der DAX gegenüber dem Sparbuch im direkten Renditevergleich Boden wettmachen kann, so steht der Ertrag des Leitindexes in keinem gesunden Verhältnis zum Risiko. Ein Drawdown von weit über 50% erfordert bei jedem Investor Nerven aus Stahl, um nicht aus der Emotion heraus falsch zu handeln. Und obwohl der DAX in den letzten 10 Jahren enttäuschte, so bleibt das Interesse für die Aktienmärkte weiterhin hoch. Statt dass Investoren nach schmerzlichen Verlusten der Risikoaversität verfallen, springen sie auf die nächste Welle auf: das Trading. Man muss doch nur wissen, wann man etwas kauft, wann man etwas verkauft und schon ist man reich. So steht es zumindest in der Werbung für diverse Broker-Angebote insbesondere CFD-Broker posaunen ihre Botschaft gerne laut und immer wieder durch die Finanzmedien. Ganz klar, es sind nicht mehr die langfristigen Renditen, die zählen. Investieren ist out trading ist in. Obwohl jedes Sparbuch den DAX auf die letzten 10 Jahre alt aussehen lässt, so haben Investoren, die vor 5 Jahren auf den Zug aufgesprungen sind, ein ganz anderes Lied zu singen. Eine Rendite von über 100% kann hier verbuchen, wer im Juni 2003 gekauft hat. Da hält kein Sparbuch mehr mit einen Drawdown gab es in den letzten 5 Jahren praktisch nicht zu verzeichnen selbst die Subprime-Krise konnte den bereits hoch angelaufenen Gewinnen nicht viel anhaben. Zu gut war der Einstiegszeitpunkt im Juni Aus diesem Beispiel geht eines klar hervor: Market-Timing ist wichtig, Haltedauer vollkommen irrelevant. Wer sich aktiv um seine Investments kümmert, der kann eine bessere Rendite erwirtschaften als der Investor, der sich eine Aktie kauft und schlafen legt. Ein Investment vor 5 Jahren in der Krisenzeit hätte weit besser performed als ein Kauf vor 10 Jahren in der Hypezeit. Der Kauf im Hype wird sogar durch das Sparbuch überfl ügelt. Nicht nur bei der Rendite, sondern auch beim eingegangen Risiko. In den letzten Jahren hat sich ein ganzer Industriezweig um hartgesottene Börsinaer aufgebaut. Es sind die privaten Trader, die nun immer mehr ins Augenlicht der Marketing-Kampagnen der Broker gelangen. Insbesondere das Akronym CFDs taucht immer wieder in Anzeigen auf. Dort werden all die Vorteile propagiert, mit denen es privaten Tradern nun (angeblich) möglich ist, die Märkte zu schlagen: Handel auf Margin (=Hebelwirkung), die Möglichkeit, Long- und Short zu gehen, kostenlose RealTime-Kurse, geringe Startkapitalanforderungen und vieles mehr. Dank der CFDs können Trader nun selbst auch komplexe Strategien wie Pair-Trading, Sektorrotation oder Long/Short Strategien ausführen, die noch vor 10 Jahren nur stark kapitalisierten Tradern und Hedge-Fonds Managern zugänglich waren. Mit einem Heim-PC und einer Internetverbindung (neuerlich kann allerdings auch schon vom Handy getradet werden) ist man bereits (in)offi zieller Trader. Trader können mit dem Einsatz von CFDs einfach komplexe Strategien umsetzen, Diversifi zierung betreiben oder ohne Rücksicht auf Risiko-Management und Verluste einfach mit viel zu hohem Hebel ein Spiel auf s Glück betreiben. Glaubt man den Anzeigen der Broker, dann kann jetzt nicht mehr viel schief gehen. Doch es gibt auch eine andere Trader-Volksweisheit: Hin und her macht Taschen leer. Denn obwohl CFDs sicherlich die logische Weiterentwicklung der Optionsscheine und Knock/Out Produkte der Emittenten sind, so sind auch CFDs OTC Produkte. Es handelt sich also um Over-The- Counter Produkte. Orders werden nicht direkt an die Börse weitergeleitet, sondern werden abseits von dieser abgewickelt. Die Plattform, für die man sich entscheidet, ist also, wenn man so will, der Börsenplatz, den man sich aussucht. Slippage, Ausführung, Kosten und Ausfallsicherheit bei Daten und Orderplatzierung sind die wichtigsten Punkte.

3 8 derivate titel Doch der Broker verdient fl eißig am Kunden mit. Obwohl der CFD- Broker dem Kunden den Traum vom schnellen Geld, dank Hebelwirkung, Leerverkaufsmöglichkeit und einer kostenlosen Plattform verspricht, so wird der Kunde im Regelfall sein blaues Wunder erleben. Denn die intrinsischen Kosten können höher ausfallen, als dem Trader lieb ist. Werfen wir dazu einen Blick auf folgende Kostenvergleichstabelle: Gehen wir von einem durchschnittlichen Trader aus, der rund 20 Trades pro Monat generiert, mit einem Handelsvolumen von Euro. Ein Handelsvolumen von Euro entspricht bei einer Marginanforderung von 5% exakt 500 Euro an Positionsgrösse. Keineswegs ein riesiger Betrag. Weiterhin sind wir davon ausgegangen, dass der Trader einen Trade pro Tag eingeht, was circa 20 Trades pro Monat entspricht. Bei diesem simplen Beispiel ist der Kosteneffekt bei den unterschiedlichen Brokern folgendermaßen verteilt: Man sieht schnell, dass IG Markets zwar die höchsten Minimumanforderungen hat, jedoch aufgrund der geringen Finanzierungskosten sehr schnell den Kostenvorteil ausnutzen kann. CMC Markets legt das Hauptaugenmerk beim Verkaufsargument Preis auf die Transaktionskosten, wohl in dem Wissen, dass die meisten Kunden die Broker nur nach diesem Kriterium vergleichen werden. Bei den Kostenberechnungen werden keine unterschiedlichen Spreads zwischen Bid und Ask berücksichtigt, da diese nicht quantifi zierbar sind (wenn auch real vorhanden und sich von Broker zu Broker unterscheiden können)! Mit der Angabe einer (subjektiven) Prozentangabe zum durchschnittlichen Transaktionsvolumen kann man die Slippage/Spread-Kosten jedoch mit berücksichtigen. Als Default kann man bei allen Broker ohne echte Live-Kurse 0,1-0,15% ansetzen, bei Brokern mit echten Live-Kursen weniger bzw. 0 Prozent. Wir wollen jedoch einen genaueren Blick auf die Software werfen und sehen, wie sich die einzelnen Plattformen unterscheiden. Getestet haben wir MarketsPro vom MarketLeader CMC Markets, PureDeal vom aufsteigenden Stern IG Markets und FEXTrader von FXDirekt. Wer konstant den Markt schlagen will, der braucht einen starken Partner.

4 derivate titel 9 IG MARKETS - PURE DEAL IG Markets bietet für das CFD-Trading gleich zwei Handelsplattformen an: die sog. Pure Deal Plattform zum Handel zu Level 1 Marktkursen und den sog. L2-Dealer zum Handel mit Level 2 Kursdaten mit direktem Marktzugang. Im Folgenden wird die Pure Deal Plattform beschrieben. IG Markets bietet auch eine mobile Version namens Mobile Dealing für Handys/Smartphones an. Auf sie wird hier nicht eingegangen. Installation und Applikationsstart Pure Deal ist eine Browser-Applikation. Sie läuft unter aktuellen Browsern unter den Betriebssystemen Windows (von 95 bis Vista), Linux und Mac OS X. Unterstützte Browser sind der Microsoft Internet Explorer, Netscape, Mozilla Firefox und Apples Safari, jeweils in einer aktuellen Version (Details dazu s. Homepage). Um einen einwandfreien Betrieb mit der Software zu gewährleisten, sind auf der IG Markets Seite hilfreiche Hinweise zu Sicherheitseinstellungen und zum Zusammenspiel mit verschiedenen Firewalls angegeben. Der Autor hatte zum Testzeitpunkt keinerlei Probleme bei der Benutzung der Software bzgl. des Internetverkehrs. Die Browser-Applikation hat den ungemeinen Vorteil, dass keine separate Software zu installieren ist. Sobald man sich für einen Demo-Zugang registriert und die Zugangsdaten per Mail erhalten hat (was umgehend, weil automatisiert, geschieht), kann man mit

5 10 derivate titel Abb. 1 Abb. 3 Abb. 2 großzügigen Euro virtuellem Startkapital in max. 14 Tagen sofort loslegen. Da die Applikation im Browser läuft, kann man sich auch von beliebig anderen Orten dieser Welt (mit Internetzugang) einloggen, z.b. aus dem Urlaub (Will das wirklich jemand?). Voraussetzung ist dann nur ein aktueller Browser und passende Sicherheits- und Firewall-Einstellungen auf dem Rechner. Offensichtlich gibt es kein Handbuch zur Software, aber eine kurze, durchaus informative Online-Hilfe und kostenlose Seminare, inkl. einem Einsteiger-Paket ( Tradesense ). Auf der Webseite sind viele weitergehende Informationen, u.a. eine FAQ und die schon beschriebenen technischen Installationshinweise, zu fi nden. Man startet die Applikation, indem man sich einloggt. Nach dem Start fällt auf, wie aufgeräumt es dort aussieht (s. Abb. 1), obwohl der Arbeitsbereich nicht leer ist. Funktionsumfang und Konfiguration Darstellung Pure Deal kann man auf die passende Bildschirmaufl ösung skalieren. Eine gewisse Mindestaufl ösung ist anzuraten. Links oben wird immer der aktuelle Kontostand und die in Anspruch genommene Gesamtmargin (Sicherheitsleistung für alle laufenden Positionen) angezeigt. Die verschiedenen Bereiche sind durch eine Buttonleiste rechts oben schnell erreichbar (s. Abb. 2). Durch einen einfachen Klick blendet man die jeweiligen Bereiche ein und aus. So verschafft man sich schnell die nötige Übersicht und kann bei Bedarf alles Irrelevante ausblenden (und wieder einblenden). Ein eigentliches Menü (wie z.b. in Windowsprogrammen üblich) ist nicht vorhanden, man vermisst es aber auch nicht. Die Anordnungen der Bereiche bzw. Listen auf dem Desktop sind unter eigenem Namen speicherbar und später auch wieder ladbar. So lassen sich verschiedene Arbeitsumgebungen ( Layouts ) einsetzen, z.b. ein Layout für kurzfristiges Index-Trading und eines für längerfristiges Positionstrading mit Aktien-CFDs samt passender Watchlist (dazu später mehr). Etwas störend an der Software ist, dass nicht alle Fenster skalierbar sind (d.h. sich in der Größe ändern lassen). Das Hauptfenster ist skalierbar, aber vereinzelte Dialoge (z.b. Tickets, v.a. die Online- Hilfe) sind nicht in der Größe änderbar. Die Software ist nicht besonders konfi gurierbar (Aussehen, Schriftarten, etc.), aber dies wird auch nicht besonders vermisst, da alles an seinem richtigen Platz zu liegen scheint. Die jeweiligen Dialoge und Listen sind sinnvoll vorkonfi guriert und bieten eigentlich keinen Anlaß zur Kritik. Man erkennt, dass sich Gedanken zur Usability gemacht und auffällige GUI-Fehler (GUI = Graphics User Interface) vermieden wurden. Der Finder Im sog. Finder sind alle verfügbaren Handelsinstrumente zu fi nden (s. Abb. 3): Alle handelbaren Titel werden in einer hierarchischen Baumstruktur (Navigationsbaum) klassifi ziert. Deutsche Aktien sind z.b. nach dem Alphabet eingruppiert. Beim Durchblättern fällt die ungeheuere Auswahl auf, die zu handeln ist. Laut Angabe auf der Homepage sind mehr als 8000 Aktien-CFDs, über 30 Indizes, über

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7 12 derivate titel Abb. 4 Abb Rohstoffe, 30 Sektoren-Indizes, 16 Anleihen und um die 60 Währungspaare handelbar. Binäre Optionen hat IG Markets auch im Angebot. Dazu kommen noch spezielle Instrumente wie Karbonemissionen oder britische Hauspreise in London die Produktpalette kann man also durchaus als sehr breit bezeichnen. Für das Demo-Konto gibt es eine eigene Rubrik Demo Märkte, die eine kleine Auswahl an Titeln enthält, mit denen man üben kann. Auch andere Werte sind handelbar, aber nur während der Börsenöffnungszeiten. Titel werden während der Eingabe im Suchfeld live gesucht; es wird sofort eine einschränkende Auswahl angezeigt. Hat man einen Titel gefunden, was durch die Suchfunktion sehr schnell geht, kann man diesen komfortabel in seine eigene Watchlist übernehmen. Dazu benötigt es nur zweier Klicks und einer Bestätigung. Preisfenster Will man einen ganzen Markt beobachten bzw. sich einen schnellen Überblick über dessen Preise verschaffen (z.b. alle Rohöl-Werte), reicht es, im Finder einen Markt zu selektieren, und durch einen Klick darauf öffnet sich das Preisfenster. Darin werden alle verfügbaren Einzeltitel mit ihrem Preis (Bid/Ask), ggf. Fälligkeit (z.b. bei Forward- Titeln wie bei Edelmetallen), ihrer Veränderung und ihrem Tages- Hoch/-Tief angezeigt. Dazu ist es also nicht notwendig, sich eine Watchlist anzulegen (das geht natürlich auch, s.u.). Dieses Preisfenster kann leider nicht mehrere Märkte gleichzeitig anzeigen. Bei Selektion eines anderen Marktes werden die Einzeltitel ersetzt. Zudem funktioniert die Anzeige nur auf der zweituntersten Hierarchieebene (z.b. alle Gold-Titel, aber nicht alle Metalle). Dennoch ist die Preisliste sinnvoll, um sich schnell einen Markt anzeigen zu lassen, quasi als Instant-Watchlist. Watchlisten und Alarme Wenn man sich individuelle Werte zusammenstellen will, muss man die eingebaute Watchlist-Funktion verwenden. Man kann eigene Watchlisten anlegen. Zudem gibt es vordefi nierte Listen wie populäre und zuletzt gehandelt. Watchlisten kann man sich in Listenform und in der sog. Paaransicht anzeigen lassen (s. Abb. 4 und 5). In einer Dropdownbox kann man schnell zwischen verschiedenen Watchlisten wechseln. In Listenform werden u.a. der Titel, ggf. die Fälligkeit, der An- und Verkaufspreis, die Veränderung (absolut und in Prozent, durch Klick wechselbar, aber nicht gleichzeitig darstellbar), die letzte Kursfeststellung (update) und das Tages-Hoch/-Tief angezeigt. Somit eignet sich die Watchlist als Ausgangspunkt für alle weiteren Aktionen, die man mit dem Titel vornehmen will (z.b. Chart, Order-Auftrag, etc.). Für die Watchlist selbst sind keine Spalten deaktivierbar/ausblendbar, und sie ist auch nicht weiter konfi gurierbar (z.b. Schriftarten, Aussehen). Die Listen sind durch einen Klick in den Spaltenkopf (auf- und absteigend) nach einzelnen Spalten sortierbar (jedoch nicht nach allen Spalten). Durch einfaches Drag und Drop sind Einzelwerte jederzeit neu anordbar, falls man genügend Unordnung angerichtet hat. Jedes Element hat verschiedene kleine Icons beigefügt, die weitere Optionen anbieten. Zudem hat jeder Wert ein eigenes Kontextmenü (Mehr), über das man sich z.b. den Chart anzeigen lassen oder einen Auftrag erteilen kann. Ein Icon vor einem Titel gibt den Status des Marktes an: Man sieht durch die unterschiedliche Farb-

8 derivate titel 13 gebung sofort, ob der jeweilige Markt offen oder geschlossen ist. In geschlossenen Märkten sind nur neue Aufträge und Änderungen möglich, in offenen kann natürlich gehandelt werden.man kann in den Einstellungen eine Kurz-Hilfe aktivieren. Dann wird über jedem Punkt/Icon ein kurzer Hinweistext angezeigt (sog. Tooltipp), wenn man mit der Maus darüber stehenbleibt. So lässt sich die Software schnell erschließen, ohne je ein Handbuch durcharbeiten zu müssen. Man kann sich auf Entdeckungsreise begeben und lernt die Software immer besser kennen. Einzelne Kurse kann man sich durch einen sog. Abrisskurs darstellen lassen. Dann löst sich das Fenster (in der Paaransicht) vom Browser und kann außerhalb davon platziert werden, z.b. wenn man Kurse im Auge behalten will, aber nicht die ganze Applikation sichtbar sein soll. Besonderheit: Kurse von vielen CFDs werden ohne Dezimaltrenner angezeigt und müssen auch so in den Aufträgen eingegeben werden. Das macht am Anfang kurz stutzig, z.b. wenn man eine BMW-Position zu 3811 eingehen will, der Kurs steht dann bei 38,11 Euro. Andere CFDs wie Währungspaare werden dagegen mit Dezimaltrenner (Punkt statt Komma, z.b. EUR/ YEN zu ) angezeigt. Auf jeden Fall sollte man sich vor dem Eingeben einer Position informieren, wie groß genau eine Kontraktgröße ist, sonst steht man plötzlich mit einer viel zu großen Positionsgröße da (dazu der wichtige Hinweis aus der kurzen, aber informativen Online-Hilfe: Wenn Sie eine bestimmte Anzahl von Kontrakten handeln, sollten Sie sich vergewissern, dass Sie die relevante Kontraktgröße für den Markt kennen ). Das Order-Ticket sollte aber Schlimmeres verhindern, da z.b. die Margin vor jedem Abschluss angezeigt wird (dazu weiter unten noch mehr). Eine besondere Watchlist ist die offene Positionen -Liste (s. Abb. 6): Darin sind übersichtlich alle aktiven Positionen aufgelistet. Bei den angezeigten Werten fällt auf, dass man nicht sofort erkennt, ob es sich um eine Long- oder Short-Position handelt. Man sieht u.a. den Einstandskurs, die Positionsgröße, den aktuellen Gewinn/ Verlust (mit vorangestellter Währung), das Limit und den Stopp- Kurs, aber nur indirekt, ob es eine Long- oder Short-Position ist und zwar anhand des vorangestellten Plus/Minus-Zeichens (sowie durch unterschiedliche farbliche Darstellung) in der Positionsgrö-

9 14 derivate titel Abb. 6 ße. Diese eher unscheinbare Unterscheidung weist lediglich darauf hin. Zu eröffnende Orders listet alle zukünftigen Orders auf, u.a. mit dem geplanten Einstandskurs, der Größe und der Art des Stopps. Auch hier zeigt nur das Vorzeichen eine Long- oder Short- Position an. Man sollte also schon wissen, was man da so traden will... Zu Alarmen (Signalgenerierung bei Über-/Unterschreiten eines defi nierten Kurses) kann man sich kurz fassen: Nur im Live- Chart sind akustische Signale vorhanden. Weder im Chart noch sonstwo. Da muss man auf andere Software oder Dienste im Internet ausweichen (z.b. unter fi nanztreff.de). Für manche Trader sind Alarme irrelevant, der Autor setzt sie verstärkt ein, also subjektiv ein echtes Manko (und eine Anregung für kommende Versionen). Extras gibt s auch noch... Hinter dem Button Extras verbergen sich besondere Dienste wie Marktanalysen, Signale etc. Diese erweitern die Software und werden von Drittanbietern angeboten. Handel und Order-Aufträge Eine Order wird in einem sog. Ticket erstellt, z.b. durch Doppelklick auf einen Einzelwert in einer Watchlist oder im Preisfenster (bzw. über die Dropdownbox Mehr ). Sobald ein Ticket aufgeht, wird dieses unter dem Button Tickets in der oberen Buttonbar aufgeführt, so dass man sicher nie ein offenes Ticket-Fenster verlieren kann, selbst wenn andere Dialoge dieses verdecken sollten. Auch sog. Abrisstickets, die außerhalb der Web-Applikation laufen, lassen sich so schnell anwählen und fi nden. Das Ticket besteht aus zwei Reitern, die Orders entgegennehmen. Wenn der Markt für den Titel gerade offen ist, steht man automatisch auf dem Reiter Handel, bei geschlossenem Markt auf dem Reiter Zu eröffnende Order. Eine Besonderheit muss man wissen, wenn man eine offene Position drehen will (also von Long auf Short oder umgekehrt) oder Positionen reduzieren will (z.b. um das Risiko einer laufenden Position zu verkleinern). Dazu muss man den sog. Force Open-Schalter richtig setzen. Dazu aus der Online- Hilfe: Wenn Sie eine neue Position in die gegenteilige Richtung im selben Markt eröffnen möchten, sollten Sie das Feld Force Open markieren. Dadurch haben Sie nun zwei einzelne Positionen offen. Andernfalls würde die neue Handelsposition mit der existierenden verrechnet werden. Also: wenn man seine laufende Position verkleinern will, muss der Schalter Force Open aus sein. Alles klar? Handeln wir mal, aber... Bei offenem Markt (also auf dem Reiter Handel, s. Abb. 7) gibt man zuerst seine gewünschte Anzahl ein. Die dazugehörige Währung wird mit angezeigt, des Weiteren der Kauf- und Verkauf-Button mit dem jeweiligen Preis. Bis hierhin ist die Order eine Market- Order. Durch das Ausfüllen der unteren Felder Stopp und Limit wird diese einfache Order aber umgehend zu einer erweiterten Order, bei der man wahlweise den Stopp oder das Kursziel oder beides setzen kann. So kann man eine If-Done- (Kettenorder) oder OCO-Order (one cancels the other) aufgeben. Dem unscheinbaren Ticket sieht man auf den ersten Blick seine Möglichkeiten nicht unbedingt an, aber man kann damit komplexe Orders aufgeben. Auf dem Reiter Zu eröffnende Order sind ebenfalls kombinierte Orders möglich. Bei der Eingabe des Stopps/Limits fällt eine Besonderheit auf, an die man sich erst einmal gewöhnen muss: Man gibt dort keine absoluten Kurswerte ein (z.b. Stopp 38,01), sondern Distanzen: Stopps und Limits werden nicht absolut, sondern im relativen Abstand zum aktuellen Kurs in Punkten eingegeben (also z.b. 200 Punkte für 2 Euro bei einem BMW Long-Trade). Die absoluten Kurse werden dann in Klammern angegeben, inkl. dem Mindestabstand in Prozent oder Punkten. Im Beispiel heißt dies (s. Abb. 7): Bei Klick auf Kauf: Kaufe 100 BMW CFDs bis max (=

10 derivate titel 15 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 38,31Euro) und setze dann den Stopp 200 Punkte entfernt auf 3611 (= 36,11 Euro) vom aktuellen (!) Kurs. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus plausibel, wenn man einmal weiß, wie es geht... Ob einem das geläufi g vorkommt, hängt wohl davon ab, ob man z.b. seine Kursziele/Stopps durch eine Distanz berechnet bzw. in festen Abständen festlegt (Dann kann man sich die Addition/Subtraktion zum aktuellen Kurs sparen und kommt mit dem Verfahren wohl gut zurecht) oder, wie es der Autor macht, Kursziele und Stopps am Chart abliest und dann eingibt (Damit muss man den Abstand berechnen und diesen dann eingeben). Komischerweise werden, wenn man später aktive Positionen bearbeitet und ggf. ändert, absolute Kurse verlangt, z.b. wenn man nachträglich einen Stopp setzen will (Stopp-Level bzw. Limit-Level)... also konsequent ist das nicht. Als Zusatzinformation vermisst man das bewegte Kapital, aber dafür wird die Margin stets angezeigt (was eine zu große Kontrakgröße verhindern soll, s. Hinweise oben). Das Volumen ließe sich durch die Margin selbst ausrechnen, wenn man den genauen Hebel des Titels kennen würde, der bei IG Markets von Wert zu Wert abweicht, sogar innerhalb des gleichen Marktes. Die Margin verringert sich umgehend, wenn man einen Stopp setzt. (Das ist eine sehr sinnvolle Konditionierung des Händlers, um den Stopp stets zu setzen) und zwar in Abhängigkeit der Distanz des Stopps zum Einstandskurs. Wenn man den Punkt Garantierter Stopp aktiviert, kann man sofort sehen, wie sich die Margin weiter verringert (s. Abb. 8). Garantierte Stopps sind ein besonderes Merkmal bei IG Markets. Diese sind bei fast allen Titeln, auch bei Aktien-CFDs, möglich und sind direkt in der Software einggebbar. Das ist zumindest im deutschsprachigen Raum ein Alleinstellungsmerkmal. Natürlich lässt sich IG Markets das auch bezahlen (ab 0,3% vom Transaktionsvolumen), aber immerhin kann man garantierte Stopps nutzen, wenn man unbedingt auf Nummer sicher gehen will: Ein garantierter Stopp schließt solche Risiken wie Gaps (Kurslücken), die gegen einen laufen und den Stopp überrennen, komplett aus. In Zeiten hoher Volatilität und/oder enger Stopps sind garantierte Stopps besonders sinnvoll. Nach dem durchgeführten Handel wird eine Bestätigung angezeigt, und die Position erscheint unter der Liste Offene Positionen (s. Abb. 6, s. vorige Seite). Dann hat man unter dem Kontextmenü Mehr verschiedene Optionen, u.a. kann man die Position glattstellen oder die Stopps/Limits anpassen. Jede Position wird mit aktuellem Gewinn/Verlust und seinen Limit/Stopps aufgeführt. Der aktuelle Gesamtgewinn/-verlust über alle Positionen wird in der Statusleiste angezeigt. Doch lieber erst später handeln... Will man seine Orders unabhängig von der Marktöffnung aufgeben, d.h. nicht sofort in einen Trade einsteigen, dann muss man die Order über den Reiter Zu eröffnende Order (s. Abb. 9) eingeben. Hier gibt man unter dem sehr allgemeinen Begriff Order-Level den gewünschten Einstandskurs ein. Je nachdem ob der Kurs unter oder über dem aktuellen liegt und ob man kauft oder verkauft, wird dann unter Art angezeigt, ob damit eine Limit-Order oder Stopp-Order eingegangen wird.

11 16 derivate produkte Abb. 10 Damit kann man nun wohl bei offenen Positionen beruhigter in den Urlaub fahren... Interessant ist auf jeden Fall, dass in Schrittgrößen und nicht in Prozent angepasst wird, was den Trailing Stopp intelligenter macht, wenn man solche Orders überhaupt verwenden will (z.b. werden damit keine charttechnischen Marken wie Widerstände/Unterstützungen berücksichtigt). Unter Gültig bis legt man fest, wie lange die Order gültig sein soll: bis auf Widerruf (GTC = good till canceled) bzw. wenn der Markt abläuft (z.b. bei Future-Kontrakten, z.b auf Rohstoffe, die nicht gerollt werden) oder bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Unter Stopp und Limit ist wieder der Abstand (nicht die absoluten Kurse) einzugeben. Sobald man einen Stoppkurs setzt, verringert sich die Margin wie beim normalen Handelsticket. Nach der Bestätigung wird die Order unter der Liste Zu eröffnende Order eingetragen (Die Liste ist wie üblich sortier- und eingrenzbar, z.b. auf max. 20 Zeilen/Seite). Danach kann man die Order auch wieder löschen oder ändern, sofern sie noch nicht ausgeführt wurde (z.b. bisher nicht angegebene Stopps neu hinzufügen oder Limits ändern, die Margin-Änderung wird stets angezeigt). Weitere Order-Arten Eine besondere Order-Art ist der sog. Trailing Stopp, den die Software bei Forex- und Haupt-Indizes unterstützt. Dazu sagt die Online-Hilfe: Mit einem Trailing Stopp müssen Sie einen Schritt- Abstand angeben, der die Änderungen Ihres Trailing Stopps hinsichtlich des Markts regelt. Wenn Sie eine Schrittgröße von 5 Punkten setzen, passt sich Ihr Trailing Stopp um 5 Punkte an, sobald Ihr Schlusspreis sich mehr als 5 Punkte zu Ihren Gunsten ändert. Dazu ein Beispiel: Will man im DAX-Index long gehen zu 7000 und setzt man beim Trailing Stopp den Schrittabstand auf 6 und die Schrittgröße auf 5, würde sich der ursprüngliche Stopp z.b. von seinen 6994 alle 6 Punkte (7000, 7006, 7012, etc.) um die Schrittgröße 5 erhöhen, so dass der Stopp sich bei günstiger Kursentwicklung kontinuierlich anpassen würde und Gewinne sichert, hier also auf 6999, 7004, 7009, etc. (Anpassung immer um die Schrittgröße 5). Nachrichten Zu jedem Titel auf der Watchlist, im Preisfenster oder im Navigationsbaum lassen sich durch Eingabe eines sog. Newscodes (GOL für Gold und Edelmetalle oder NGS für Erdgas sind in der Online- Hilfe beispielsweise genannt.) zugehörige Nachrichten anzeigen (s. Abb 10). Wenn es zu einem Wert in der Watchlist eine Nachricht gibt (durch Icon hervorgehoben), gelangt man durch einen Klick zur Nachrichtenübersicht zu diesem Titel, was sehr intuitiv und schnell zu verwenden ist. Zu jedem Titel ist ebenfalls ein Info-Feld verfügbar: Bei Klick werden Handelszeiten, die erforderliche Margin für die Transaktion (wichtig, da sich die Margins unterscheiden), die Risikobegrenzungsprämie, der Reuters-News-Code und das Ablaufdatum angezeigt. U.a. sind dort ein sog. Slippage-Faktor und die Mindestabstände bei garantierten Stopps angegeben, sie sind wohl unterschiedlich für verschiedene Werte. Mit dem schon erwähnten Newscode kann man gleich in den Nachrichten blättern. Die Nachrichten sind in verschiedenen Sprachen, z.b. Deutsch, Englisch und dem erwähnten Newscode fi lterbar. Unklar ist, wie weit die Nachrichten zurückreichen. Charts Prinzipiell kann man mit der Software auch Charting betreiben. Die CFD-Broker bieten dazu mehr oder weniger umfangreiche, integrierte Chart-Module an, die sich teilweise ähneln. Das in Pure Deal eingebaute ist nach kurzem Überblick eines der besseren. Zu jedem Titel ist durch einen Klick ein sog. Quickchart aufrufbar (Zeitraum: Tick-Chart bis wöchentlich, s. Abb. 11). Die Kursdaten sind verzögert, aber man kann den Daten-Feed (also v.a. Realtime- Kurse) unter Einstellungen separat bestellen und bezahlen. Der Quickchart ist wohl für die schnelle Kontrolle vor/in einem Trade

12 derivate produkte 17 ANZEIGE

13 18 derivate titel Abb. 11 Abb. 12 Abb. 13 gedacht. Dennoch ist er schon recht leistungsfähig: Als Chartarten werden Liniencharts (mit Open-, Close-, High- und Low-Kursen), Bar-, Candlestick- und ein Mountain-Chart (gefüllter Linienchart) angeboten. Unter Optionen kann man sich vorgegebene Indikatoren mit ihren Parametern sehr schnell zusammenklicken. Die üblichen sind auf jeden Fall mit dabei (s. Abb. 12). Hat man seine Einstellungen einmal vorgenommen, kann man sich den Stand als Schablone abspeichern und bei jedem neu geöffneten Chart anwenden, was sehr praktisch ist. Mit weiteren Charting-Werkzeugen wie Fibonacci-Retracements, horizontalen Widerständen/Un terstützungen und Trendlinien ist das Modul erst einmal ausreichend (wobei die Linien in Aussehen wie Dicke und Farbgebung nicht konfi gurierbar sind). Seine eigenen Charts kann man ja auch mit anderer Software oder im zweiten angebotenen Chart-Modul namens Profi -Chart erstellen: Dies ist eine eigene Java-Applikation, die dem integrierten Chart-Tool bei CMC-Markets ähnlich ist (s. dort). Sie ist sehr umfangreich, auch in Bezug auf Indikatoren. Mit der angebotenen Option Backtest und vorgegebenen Handelssys temen, die auch verändert werden können (Programmierkenntnisse erforderlich), kann man damit sogar eigene Handelsysteme entwickeln und backtesten. Ein aktives Handeln ist damit aber (noch) nicht möglich. Negativ zu den Charts fällt auf, dass man weder seine offene Positionen noch seine Stopps oder Limits im Chart selbst sieht. Aus dem Chart Trading ist ab Juli 2008 möglich! Reporting Unter dem Button Aktivität werden alle Transaktionen aufgelistet, die man in der Handelssitzung oder an dem Tag durchgeführt hat, sprich: erteilte, geänderte, stornierte Aufträge etc. Unter Mein

14 derivate titel 19 Konto werden alle Berichte/Reports erstellt. In dem Unterpunkt Transaktionen kann man sich über alle Kontobewegungen informieren, eingrenzbar auf den Zeitraum und nach Art der Transaktion, z.b. auch nach Prämien zur Risikoeingrenzung. So kann man sich sehr detailliert zu einzelnen Posten informieren und dies sehr übersichtlich. Damit sind auch weiter zurückliegende Kontobewegungen schnell spezifi sch auffi ndbar. Alle Bewegungen (auch die im Folgenden beschriebenen) sind als.csv Datei (Textformat mit defi niertem Trennzeichen) zum Import in Texteditoren oder Tabellenkalkulationen wie Microsoft Excel downloadbar, so dass man sie auch außerhalb der Applikation speichern und auswerten kann. So kann man sie u.a. auch drucken. Dies geht wohl in der Applikation selbst nicht, jedenfalls war kein Druckbutton auffi ndbar. Unter Aktivität sind die eigentlichen Handelstransaktionen auswertbar, eingrenzbar nach dem Zeitraum (s. Abb. 13). Unter Kontoauszug erreicht man einen ausführlichen Kontobericht (Kontostand, Margin, offene Positionen, abgeschlossene und geplante Handelsbewegungen) im PDF-Format, der dann natürlich auch gespeichert oder gedruckt werden kann. Kontoübersicht zeigt eine einfache Übersicht mit dem gesamten Gewinn/Verlust und Margin. Alles in allem sind die Informationen in den verschiedenen Berichten völlig ausreichend. Zudem sind manche speicher-/druckbar (als PFD-Dokument) und exportierbar. Besonderheiten Abschließend ein paar Besonderheiten von Pure Deal bzw. IG-Markets, die eine zusätzliche Erwähnung wert sind: > 1-Klick Handel: Mit einem Klick wird sofort eine Order eingegangen oder geschlossen, ohne Bestätigung. Damit kann man also noch schneller als bisher sein Geld verspielen... Es versteht sich von selbst, dass nur Händler diesen aktivieren sollten, die genau wissen, was sie tun und sich der Konsequenzen bewusst sind. Er dürfte somit v.a. für Kurzfrist-Trader (Daytrader, Scalper, etc.) sinnvoll einsetzbar sein. > Tradesense-Programm: kostenloser CFD-Einsteigerkurs in den ersten Wochen zu besonderen Handelsbedingungen (1.-2. Woche 1 Euro minimum fee Woche 3 Euro Woche 5 Euro) > täglich kostenlose technische Analysen (durch Drittanbieter) > kostenlose Seminare > unterschiedliche Marginsätze für unterschiedliche (Aktien-)CFDs > Auto-Logout aus Sicherheitsgründen nach einstellbarer Zeitperiode Fazit Positiv hervorzuheben: > sehr breite Palette an Handelsinstrumenten > installationsfreie, übersichtliche, einfache und intuitiv gut bedienbare Software (mit Einschränkungen, s.o.) > prinzipiell überall mit Internetzugang nutzbar > echte Live Kurse (XETRA) > (kostenpfl ichtige) garantierte Stopps bei vielen Werten, auch bei Aktien-CFDs > ausreichend viele Order-Arten inkl. intelligenten Trailing Stopps > auch komplexe Order-Arten wie OCO, if-done einfach eingebbar > eigene Layouts/Arbeitsumgebungen konfi gurier- und speicherbar > ausreichend leistungsfähige Watchlisten > unterstützende Newsfunktion > funktionelles (Quickchart) bis komplexes Chart-Modul (Profi-Chart) > übersichtliche Darstellung der GUV-Berechnung Negativ hervorzuheben: > ungewohnte Ordereingabe bei Stopps/Limits (Distanz statt Absolutwerte) > mangelhafte Alarmfunktion > keine Alarme, offenen Positionen und Aufträge im Chart sichtbar > kein Trading aus dem Chart heraus möglich (erst ab Juli 2008) > nicht bei allen Aktien-CFDs kann man short gehen > Minimum Anzahl CFDs, die erworben werden müssen, je nach Titel/Markt

15 20 derivate titel CMC MARKETS MARKETS PRO CMC Markets bietet ihre mehrfach preisgekrönte Plattform Markets Pro zum Traden mit CFDs an. Kurse werden vom Market Maker gestellt, es wird also OTC (over the counter) gehandelt. CMC liefert sogar für ausgewählte Aktien Level 2 Kursdaten. Neuerdings bietet CMC Markets eine abgespeckte, weniger spekulative Variante ihres CFD Tradings namens Investment mit CFDs (im Gegensatz zum Trading mit CFDs) an: Der Hebel ist auf maximal 4 begrenzt (= Margin 25%) und ist zudem variabel. Man kann ihn selbst anhand der Menge des hinterlegten Eigenkapitals festlegen. Dadurch reduzieren sich anteilig auch die Finanzierungskosten, die bei Volleinzahlung (= 100% Margin) ganz entfallen (gut, dann könnte man die Aktien/Werte auch gleich so kaufen, allerdings nicht unbedingt shorten...). Long- und Short-Positionen sind weiterhin möglich. Durch das begrenzte Verlustrisiko sind Verluste auf den eigenen Kapitaleinsatz beschränkt, aber nicht beim Trading-Konto. Die Finanzierungskosten sind geringer und können ganz entfallen. Zielgruppe sind damit wohl weniger Trader, sondern Investoren, sprich: eher langfristig anlegende Marktteilnehmer. Zudem ist die Anlage unter dem Investment-Konto weniger spekulativ, da der Hebel begrenzt wird (Indizes, Rohstoffe etc. mit normalerweise üblichen Margin-Sätzen von 1-3% sind mit mindestens 25% Margin dann wohl nicht mehr sehr attraktiv, so dass wohl v.a. mit Aktien- CFDs gehandelt werden wird). Damit stellt das Investment-Konto ein Konkurrenz-Produkt zu KnockOut/Hebelzertfi katen mit moderaten Hebeln (bis zu 4) dar. Generell konkurrieren die Produkte CFDs und Hebelzertifi kate/knockout-scheine ja miteinander.cmc Mar-

16 derivate titel 21 Abb. 1 versuchen, dieses zu vermehren. Warum dies so wenig ist, auch im Vergleich zu anderen CFD-Brokern, ist unklar. Bei Markets Pro wird man durch gleich zwei Kenner identifi ziert: eine sog. User ID (Nummer) und durch den Usernamen. Da die Anmeldemaske maximal die Benutzerkennung (ID) speichert, muss man neben dem Passwort also immer noch den Usernamen eingeben. kets bietet auch eine mobile Version namens Mobile Markets Pro für Handys/Smartphones an. Auf sie wird hier nicht eingegangen. Installation und Applikationsstart Markets Pro ist eine Java Applikation. Damit sollte sie prinzipiell betriebssystemübergreifend laufen. Dennoch wird in den Systemvoraussetzungen nur Microsoft Windows angegeben, d.h. die Software läuft nicht unter Linux oder Apples Betriebssystem Mac OS X. Windows wird ab der veralteten Version 98SE unterstützt. Der Download des 27 MB großen Installationspakets dauert nicht lange (mit schneller DSL-Leitung). Auf der Platte belegt die Software dann ca. 57 MB Plattenplatz. Da die Software sich über eigene IP-Ports mit ihren Servern verbindet, muss man diese dann in seiner eigenen Firewall freischalten, ein Proxyserver stellt kein Hindernis dar. Damit kann man die Software nur dort einsetzen, wo man selbst die Kontrolle über die Firewall hat. Will man überall traden, muss man auf andere Alternativen wie UMTS oder das mobile Trading via Handy/Smartphone ausweichen. Das Problem hat allerdings nicht nur Markets Pro, auch andere installierte CFD-Broker-Software hat damit zu kämpfen, solange sie nicht über i.d.r. freigegebene Standard-IP- Ports Daten kommuniziert, z.b. IP-Port 80 für http Anfragen (= Webzugriffe). Auf der Homepage kann man ein Demo-Konto beantragen, allerdings wird der Account nicht automatisch generiert, sondern manuell. So kann man z.b. am Wochenende nicht sofort loslegen, da man keinen Account bekommt. Hat man die Zugangsdaten erhalten, kann man mit nur 5000 Euro Spielgeld 10 Tage lang Um die Software vollständig nutzen zu können, gibt es gleich mehrere Hilfen/Anleitungen: Auf der Homepage sind unter Handelsplattform > Demosoftware > Starthilfe gleich vier Dokumente zu fi nden: zwei sog. Software-Guides in unterschiedlichen Aufl ösungen (gemeint sind die darin enthaltenen Grafi ken/ Abbildungen) als PDF-Dokumente, ein Dokument zu der neuen, kommenden Version 5.4 und ein Dokument mit Hinweisen zur Benutzung der Software unter Microsoft Windows Vista. Dazu kann man sich noch durch einen virtuellen Rundgang klicken, um einen ersten Eindruck von der Software zu bekommen. So kann man gut vorbereitet starten und hat die ausführliche Hilfe stets parat. Die Software selbst verzweigt ebenfalls auf eine Online-Hilfe (unter Hilfe > General Help), die allerdings nicht den o.g. Software-Guides entspricht. Zum integrierten Chart-Modul ist eine separate Anleitung verfügbar.auf der Webseite sind ansonsten weitergehende Informationen zur Software und dem CFD-Angebot zu fi nden. Nach dem Start der Software werden schon 170 MB an Arbeitsspeicher verbraucht. Dies ist aber nur der Startwert. Vor allem, wenn man einige Charts offen hat, steigt der Speicherverbrauch schnell an. Ausreichend Arbeitsspeicher im PC ist also kein Nachteil, wie eigentlich immer... Funktionsumfang und Konfiguration Darstellung Die Applikation sieht nach dem Start sehr jungfräulich aus, um nicht zu sagen: karg (s. Abb. 1), was kein Nachteil ist. Man sieht links den sog. Instrumentenbaum (in Baumstruktur, ausblendbar), in dem alle handelbaren Titel übersichtlich klassifi ziert sind, die Buttonbar zur Abkürzung von Menübefehlen und das Menü selbst. Das Hauptfenster lässt sich beliebig skalieren, einzelne Unterfen-

17 22 derivate titel ster und Dialoge lassen sich alle von der Applikation abtrennen, d.h. man kann sie außerhalb davon platzieren. Das ist wiederum praktisch, wenn man nur an einzelnen Kursen interessiert ist und nicht die ganze Applikation sehen will. Der Kontostand, die in Anspruch genommene Margin, das freie Kapital und alle laufenden CFD-Positionen sind erst nach Auswahl der Kontoübersicht unter Menü: Handel > Aktuelle Kontoübersicht sichtbar. Diese Anzeige sollte man also permanent irgendwo auf dem freien Desktop platzieren, damit man diese wichtigen Daten immer im Blick hat. Auch dieses Fenster ist außerhalb der eigentlichen Applikation platzierbar. Markets Pro kennt unterschiedliche Arbeitsbereiche (Layouts), die jeweils separat unter eigenem Namen speicherbar sind. Man kann bequem durch Auswahl in einer Dropdownbox zwischen verschiedenen Arbeitsumgebungen wechseln. Übergreifende Einstellungen wie z.b. Alarme (dazu später noch mehr) werden nicht mit dem Arbeitsbereich gespeichert, d.h. diese gelten sinnvollerweise arbeitsbereichsübergreifend. Alle Fens ter/dialoge inkl. der eigentlichen Auftragsmasken sind innerhalb und außerhalb der Applikation beliebig platzierbar und alle in der Größe veränderbar. Zudem sind diese durch das Fenster-Menü horizontal, vertikal und kaskadierend anordbar. Vorbildlich. Die Software ist bedingt konfi gurierbar: Außerhalb des Chart-Moduls lassen sich v.a. die Preisänderungen (aufblenden, aufblinken, aus) und die Art der Preisanzeige (Spread- oder als Geld/Brief- Kurs) einstellen. Weitere Einstellungen zu Schriftarten etc. sind nicht vorgesehen. Allerdings lassen sich einzelne Spaltenelemente in Listen (z.b. im Gruppen-Preisfenster) deaktivieren, am Platz verschieben und in der Größe verändern, so dass man sich gut seine eigene Auswahl relevanter Informationen zusammenstellen kann. Die Gruppen-Fenster (s. Abb. 2) sind so aufgebaut, dass der Platz Abb. 2 möglichst sinnvoll genutzt wird. Wenn man z.b. nur wenige Spalten einblendet, werden die Elemente ab einer reduzierten Fenstergröße nebeneinander angeordnet, so dass möglichst wenig Platz verschwendet wird. Dies ist vor allem bei kleineren Bildschirm- Aufl ösungen sehr hilfreich. Der Instrumentenbaum Der Instrumentenbaum fasst wie bereits beschrieben alle handelbaren Titel übersichtlich zusammen. Auf der Hauptebene wird zwischen CFDs und Forex Exchange unterschieden. Deutsche Aktien-CFDs fi nden sich dann unter CFD > CFD-Europe > CFD Germany. Darunter gibt es die Gruppe CFD Germany Shares (nach Durchsicht wohl alle Werte aus dem HDAX, also DAX, MDAX und TecDAX) und CFD Germany Other Shares. Zudem sind dort Sektorenindizes wie z.b. der Banken-Sektorindex zu fi nden. Diverse Rohstoffe sind unter CFD Commodities zu fi nden. Im Demo-Konto kann man alle Werte handeln, es gibt keine Einschränkung. Kennt man den gewünschten Titel (wenigstens partiell) mit Namen, kann man diesen auf dem Reiter Suche eingeben. Während der Eingabe im Suchfeld wird live gesucht; es wird sofort eine einschränkende Auswahl angezeigt. Ist der Titel in der Kandidatenliste enthalten, kann man diesen in die eigene Watchlist (die hier Favoriten heißt) übernehmen oder sofort handeln. Diese Favoriten werden im dritten Reiter des Instrumentenbaumes verwaltet. Watchlisten bleiben ebenso wie Alarme Layout-übergreifend bestehen. Gruppenfenster, Watchlisten und Alarme Durch Rechtsklick auf eine Gruppe oder einen Markt über das eingeblendete Kontextmenü im Instrumentenbaum öffnet man ein Gruppen-Fenster, in dem sogleich alle Werte aufgelistet werden (s. Abb. 2). Wie bereits erwähnt, lassen sich einzelne Spaltenelemente deaktivieren, am Platz verschieben und in der Größe verändern. Damit sind diese Listen individuell anpassbar. Es lassen sich beliebig viele solcher Gruppenfenster gleichzeitig öffnen und entsprechend anordnen. Individuelle Listen lassen sich über die bereits genannten Favoriten (Watchlisten) generieren. Einzeltitel kann man über das Kontext-

18 derivate produkte 23 ANZEIGE

19 24 derivate titel Abb. 3 Abb. 5 Abb. 4 menü jeweils in eigene Favoriten einfügen und auch wieder daraus entfernen. Man kann Favoriten anlegen, löschen, ändern und hierarchisch gruppieren, d.h. es sind verschachtelte Listen möglich, was das Ganze sehr übersichtlich macht. Eine Ticketansicht gibt es bei den Favoriten nicht, es werden immer Zeilen in Listenform angezeigt. In der Ansicht werden die üblichen Inhalte angeboten, also z.b. neben dem Titel und dem Bid/Ask-Kurs auch das Tages-Hoch/-Tief und die Veränderung (absolut und prozentual). Es lassen sich alle Spalten einzeln deaktivieren, so dass man sich seine eigene Liste individuell zusammenstellen kann. Was fehlt, ist jedoch eine Vorlage, in der die einmal gemachten Einstellungen auf neue Listen angewendet werden können. Man kann nur die ganze Liste innerhalb der aktuellen Umgebung (Layout) speichern, nicht aber die einzelne Darstellung einer bestimmten Liste. Alle Elemente lassen sich durch Klick auf die Spaltenüberschrift auf- und absteigend sortieren, nicht aber individuell anordnen. Dazu müsste man sich jeweils eine neue Favoriten-Liste mit einer Untermenge davon erstellen. Aus einem Gruppenfenster oder einer Favoritenliste heraus kann man alle weiteren Aktionen über das Kontextmenü ausführen, z.b. den Chart öffnen, Nachrichten zu dem Titel lesen, zwei Varianten von Preisfenstern aufrufen (ein einfaches und ein sog. Einzel-Instrument-Fenster), Aufträge erteilen (zwei Varianten), sich die Markttiefe anzeigen lassen (wenn verfügbar), einen Preis-Alarm setzen oder den Wert in andere Favoriten einfügen. Das Einzel-Instrument-Fenster stellt ein Kombinationsfenster aus dem Kurs, zum Wert zugehörige Nachrichten und dem Chart dar (s. Abb. 3). Einzelne Bereiche wie z.b. die Nachrichten kann man ausblenden oder in der Größe verändern. So hat man alles Relevante auf einen Blick parat. Wenn man dies noch mit mehreren Titeln seiner Watchlist durchführt, alles einmal in der Anordnung und Größe konfi guriert und dann das Ganze unter einem eigenen Layout abspeichert, hat man quasi seine individuelle Arbeitsumgebung immer parat. Seine offenen Positionen sieht man in der Kontoübersicht gelistet (s. Abb. 4). Die Aufträge kann man unter dem Menüpunkt Protokolle ansehen. Dort wird nach aktuellen, offenen, Folge-, allen und ausgeführten Aufträgen unterschieden, teilweise eingrenzbar nach Zeitraum. Die Listen sind wiederum konfi gurierbar, z.b. sind einzelne Spalten deaktivierbar. Es empfi ehlt sich, auch manche Fenster (z.b. mit den offenen Orders) ständig offen zu halten und auf dem Desktop (oder außerhalb) zu platzieren. Das Fenster aktualisiert sich dann selbständig bei jedem Neustart einer Sitzung. Alarme kann man in Markets Pro setzen, indem man z.b. in einer Favoritenliste über das Kontextmenü den entsprechenden Punkt auswählt (s. Abb. 5). Auch bei Rechtsklick auf eine Preisanzeige lassen sich Alarme setzen, z.b. auch im schon erwähnten Einzel-Instrumenten-Fenster. Leider lassen sich keine Alarme direkt im Chart selbst setzen. Dort werden sie auch nicht angezeigt, wenn sie gesetzt sind. Schade.

20 derivate titel 25 Alarme lassen sich für Kursniveaus auf den Geld/Brief-Kurs setzen: In Relation zum aktuellen Preis kann man ein unteres und oberes Kursniveau festlegen, zu dem der Alarm ausgelöst werden soll (nicht gleichzeitig eingebbar). Ebenso kann man eine Fälligkeit, bis zu welchem Zeitpunkt der Alarm gültig sein soll, setzen. Die Signalgebung kann visuell mit Dialoganzeige, akustisch mit einstellbarem Audio-Geräusch oder einfach nur durch einen Beepton oder per mit separat einstellbarer Mailadresse, jedoch ohne einen Defaulteintrag erfolgen. Auch alle drei Kombinationen sind möglich. Eine Mailbenachrichtigung funktioniert auch dann, wenn die Software nicht läuft, d.h. die Alarme werden serverseitig angestoßen. Der visuelle und akustische Alarm wird nur dann auftreten, wenn die Software läuft. Falls man sich nach einer Abwesenheit in Markets Pro neu anmeldet, werden alle Alarme angezeigt, die aktuell ausgelöst werden. Unter dem Menüpunkt Ansicht > Alarm- Übersicht werden alle aktiven Alarme mit ihren Kursniveaus und Fälligkeiten angezeigt. Wurde ein Alarm ausgelöst, verschwindet er von dieser Liste, d.h. er wird automatisch gelöscht. Falls man einen ausgelösten Alarm also anpassen will, muss man diesen komplett neu eingeben. Es ist auch möglich, Alarme auf Orders zu erteilen. Dann wird ein Alarm generiert, sobald ein Ereignis bei dem Auftrag auftritt, z.b. eine Orderausführung oder -streichung. Die Optionen zur Alarm-Generierung sind die gleichen wie bei den Preisalarmen. Die Alarme tauchen ebenfalls in der Alarmübersicht Abb. 6 auf. Alarme auf Zeichenelemente im Chart sind nicht möglich, man kann also z.b. keinen Alarm auf den Durchbruch einer Trendlinie einrichten. Alles in allem ist die Alarm-Handhabung aber sehr brauchbar, vor allem, wenn man schnell über einzelne Kursniveaus informiert werden will, um darauf gezielt reagieren zu können. Auch die Alarme auf Orders sind sinnvoll zu verwenden. Handel und Order-Aufträge Aufträge werden in zwei verschiedenen Varianten aufgegeben: in einer einfachen Version des Tickets, Auftrag genannt und in einer erweiterten Version, Strategie-Auftrag genannt (s. Abb. 6 und 7). In beiden sind alle üblichen Order-Arten (Market, Limit, Stopp, If-Done, OCO) möglich, werden aber unterschiedlich dargestellt. Im Strategie-Auftrag kann man z.b. noch den Titel wechseln, zu dem man den Auftrag erteilen will. Zudem wird das Volumen für den Auftrag angezeigt. Obwohl das Volumen sichtbar ist, fehlt die mindestens genauso wichtige Angabe der Margin. Da im einfachen Auftrag weder das Volumen noch die Margin angezeigt wird, weiß man somit nie vor dem Eingang einer Position, wie groß die Margin ist. Das ist ein Manko. Klar, man kann sich die Margin auch selbst ausrechnen und das Volumen noch viel einfacher, aber wenn doch sowieso schon alle Parameter vorhanden sind, könnte man diese doch auch dazu verwenden, diese wichtige Angabe anzuzeigen. Außerdem läuft man Gefahr, bei einzelnen Titeln, die eine besonders hohe Margin verlangen, plötzlich deutlich mehr Kapital als geplant gebunden zu haben, z.b. wenn anstatt einer erwarteten 10% eine 20% Margin notwendig sein sollte. Zu einem Titel kann immer nur maximal eine offene Auftragsmaske Abb. 7

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