Wie weiter in den nicht kotierten Märkten?

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1 Wie weiter in den nicht kotierten Märkten? Frühstücksveranstaltung Dr. Benita von Lindeiner, Senior Consultant c-alm AG Juni 2011

2 Agenda Kotierte versus nicht kotierte Märkte Gebühren in nicht kotierten Märkten Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Schlussfolgerung Seite 2

3 Kotierte versus nicht kotierte Märkte Globales Anlageuniversum Globales Anlageuniversum Kotierte Märkte Nicht kotierte Märkte Aktien Obligationen Geldmarkt Rohstoffe Immobilienfonds Hedge Funds Private Equity Private Debt Private Infrastructure Private Resources Private Real Estate Direktliegenschaften Die Liquidität oder Handelbarkeit eines Produktes/einer Investition ist ein klar definiertes, eindeutiges Abgrenzungskriterium! Seite 3

4 Kotierte versus nicht kotierte Märkte Transparenz und Kontrollmöglichkeiten Warum entscheidet man sich für eine Investition in nicht kotierte Märkte? Auf den ersten Blick viele Nachteile: geringere Transparenz und weniger Kontrollmöglichkeiten. Veröffentlichung Jahres- und Halbjahresberichte Kotiert (SIX) Nicht kotiert Bewertung Täglicher Marktpreis Jahresrechnung Corporate Governance Richtlinie n.a. Ad-hoc Publizität Kursrelevante Information Offenlegung Managementtransaktionen Offenlegung von Beteiligungen Liquidität Täglich Stark eingeschränkt Bieten nicht kotierte Märkte eine Liquiditätsprämie? Seite 4

5 Kotierte versus nicht kotierte Märkte Globales Anlageuniversum Globales Anlageuniversum Kotierte Märkte Nicht kotierte Märkte Aktien Obligationen Geldmarkt Rohstoffe Immobilienfonds Hedge Funds Private Equity Private Debt Private Infrastructure Private Resources Private Real Estate Direktliegenschaften Private Markets Modell Seite 5

6 Nettorendite (in %) Kotierte versus nicht kotierte Märkte Historische Renditezahlen Private Markets Für Buyouts ist eine Liquiditätsprämie scheinbar vorhanden auch nach Berücksichtigung aller Gebühren Nettorenditen Buyout Funds und MSCI World (in %, ) Jährliche Rendite11.3% Jährliche Rendite 8.9% MSCI World Buyout Vorbehalt: Rendite Zahlen in privaten Märkten beruhen auf freiwilligen Angaben der Fonds Manager und unterliegen insofern einem Auswahl Bias. Quelle: Bloomberg, Preqin, c-alm Berechnungen, Mai 2011 Seite 6

7 Nettorendite (in %) Kotierte versus nicht kotierte Märkte Historische Renditezahlen Private Markets Dachfonds Für Dachfonds hingegen scheint trotz längerer Kapitalbindung keine Liquiditätsprämie feststellbar zu sein Nettorenditen Private Equity Dachfonds und MSCI World (in %, ) 10 0 Jährliche Rendite5.7% Jährliche Rendite4.6% MSCI World Fund of Fund Quelle: Bloomberg, Preqin, c-alm Berechnungen, Mai 2011 Seite 7

8 Kotierte versus nicht kotierte Märkte Historische Liegenschaftsrenditen Liegenschaften rentierten in der Vergangenheit gut, aber nur knapp über den entsprechenden Aktienmärkten. Nettorenditen KGAST Immo-Index, SXI Real Estate Fund (TR) und SPI (in %, ) % p.a. 4.4% p.a. 3.1% p.a KGAST Immo-Index SXI Real Estate Funds TR SPI Vorbehalt: KGAST ist den freien Marktkräften entzogen. Sollten alle Investoren gleichzeitig aussteigen wollen, kann es zu einem massiven Preisverfall kommen! Quelle: SIX, KGAST, c-alm Berechnungen, Mai 2011 Seite 8

9 Agenda Kotierte versus nicht kotierte Märkte Gebühren in nicht kotierten Märkten Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Schlussfolgerung Seite 9

10 Gebühren in nicht kotierten Märkten Gebührenbegriffe Private Markets Private Markets Modell Management Gebühr Hurdle rate Carry (Carried Interest) Jährliche Gebühr, auch Flat Fee genannt, die auf das gesprochene Kapital erhoben wird. Zwischen % p.a. Mindestrendite, die der Investor erzielt haben muss, bevor der Manager eine Renditebeteiligung erhält. Zwischen 8-10%. Renditebeteiligung, die nach Erreichen der Hurdle Rate an den Manager gezahlt wird. Typischerweise 20%. Catch Up Renditeaufteilung nach Erreichen der Hurdle Rate: Volles Catch Up bedeutet, dass der Manager so lange 100% der zusätzlichen Rendite erhält, bis er 20% der Gesamtrendite erhalten hat. Danach Aufteilung gemäss Carry (meist 80/20). Kein Catch Up bedeutet, dass nach Erreichen der Hurdle Rate die zusätzliche Rendite sofort gemäss Carry (meist 80/20) aufgeteilt wird. Investitionsperiode und Laufzeit Normalerweise Jahre Laufzeit mit 3- bis 5-jähriger Investitionsperiode. Seite 10

11 Gebühren in nicht kotierten Märkten Private Markets in der Gebührenfalle? 25% Gebührenbestandteile Private Markets 20% 15% 10% MF Zielfonds; 4.1% Carry; 2.20% MF Dachfonds; 2.6% 90 bps Catch Up Effekt MF Zielfonds; 4.1% Carry; 1.30% MF Dachfonds; 2.7% 410 Basispunkte renditeunabhängige Flat Fee bei 5- jähriger Investitionsperiode 5% Nettorendite; 11.1% Nettorendite; 11.90% 0% Full Catch Up No Catch Up Annahmen Laufzeit: 15 Jahre Investitionsperiode: 5 Jahre 20% jährliche Bruttorendite 5 Zielfonds 2% Management Gebühr Zielfonds, 1% Dachfonds Stepdown von 10% nach der Investitionsperiode bei den Zielfonds 8% Hurdle Rate 20% Carry Bei erfolgreicher Investitionstätigkeit Gebühren von fast 1000 Basispunkten! Quelle: c-alm Berechnungen Seite 11

12 Gebühren in nicht kotierten Märkten Gebühren Direktliegenschaften Gesamtkosten = TER (Betriebsaufwand) + TTC (Transaktionskosten und Steuern) + SC (Zusatzkosten) TER = PF + AF + MF + VF PF: Managementgebühren für die Bewirtschaftung des Liegenschaftsportfolios AF: Gebühr für die Fondsleitung, Depotführung und Administration MF: Kosten für Liegenschaftsverwaltung VF: Kosten im Zusammenhang mit der Schätzung und Revision der Liegenschaften 6% Gebührenbestandteile Immobilien-Anlagestiftungen 5% 0.51% 4% 3% 2% 4.80% 1% 0% Rendite Anlagestiftung Nettorendite TERAST Quelle: c-alm Berechnungen Seite 12

13 Agenda Kotierte versus nicht kotierte Märkte Gebühren in nicht kotierten Märkten Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Schlussfolgerung Seite 13

14 Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Unterschiedliche Organisationsformen In der 2. Säule ist in den nicht kotierten Märkten eine deutliche Präferenz für Direktliegenschaften festzustellen: 13.3% des gesamten Anlagevermögens ist in Direktliegenschaften investiert; lediglich 1.4% in Private Equity. Beide Organisationsmodelle unterscheiden sich in grundlegenden Eigenschaften: Private Markets Modell Modell Direktliegenschaften Transparenz Gering hoch Nähe Meist global Meist lokal Einflussnahme / Kontrolle Gering Möglich Kosten Hoch bis sehr hoch Moderat Der Erfolg des Private Markets Modells hängt vollständig vom Manager ab! Seite 14

15 IRR (in %) Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Private Markets: eine Blackbox? Die hohen Kosten des Private Markets Modell ergeben sich als Folge der Delegationsentscheidung. Wie wichtig die Wahl des richtigen Managers ist, zeigt auch die starke Streuung der Buyout Renditen. Direktliegenschaften erlauben nicht nur, die Kosten besser unter Kontrolle zu halten, sondern ermöglichen Eingriffe in kritischen Situationen. 100 Starke Streuung bei den Buyout Renditen IRR Max IRR Min IRR Median Direktliegenschaften sind offener, spezialisierter und investorenfreundlicher! Quelle: Preqin, c-alm Berechnungen, Mai 2011 Seite 15

16 Agenda Kotierte versus nicht kotierte Märkte Gebühren in nicht kotierten Märkten Organisationsmodelle in den nicht kotierten Märkten Schlussfolgerung Seite 16

17 Schlussfolgerung Das Direktliegenschaftsmodell ist dem Private Markets Modell aus Gründen der Transparenz, Kontrolle und Kosteneffizienz vorzuziehen. Ein direkter Übertrag des Modells auf Private Markets ist aufgrund von regulatorischen Bestimmungen und organisatorischen Schwierigkeiten nicht möglich. Bei Investitionen in Private Markets sollten Investoren 1. wie bei Direktliegenschaften Spezialistenteams einsetzen, die die Märkte und Manager kennen und verstehen; 2. sich auf Geschäftsfelder und Gegenden konzentrieren, in denen sie auch ein gewisses Knowhow vorweisen können; 3. die Kosten und Eingriffsmöglichkeiten kennen und aushandeln, um unmittelbarer beteiligt zu sein und Kontrollmöglichkeiten zu haben; 4. darauf achten, dass im Fall einer Delegationsentscheidung Anreize richtig gesetzt werden. Seite 17

18 Martin Walser Unsere Sicherheiten dürfen nichts Starres werden, sonst brechen sie c-alm AG Zwinglistrasse St. Gallen Tel Fax Seite 18

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