Weniger, bunter, Zukunft ist nicht die Fortsetzung der Vergangenheit

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1 Weniger, bunter, älter Zukunft ist nicht die Fortsetzung der Vergangenheit

2 Zukunft?

3 Zukunft?

4 Herausforderungen der Zukunft Drei große gesellschaftliche (globale) Herausforderungen Sanierung der öffentlichen Haushalte Klimawandel Demografischer Wandel

5 Staatsfinanzen Öffentliche Schulden: Euro Mio. Einwohner (2010) = ,15 Euro Schulden pro Kopf Mio. Einwohner (2060) = ,93 Euro Schulden pro Kopf

6 Klimawandel Petermann-Gletscher 5. August 2010

7 Klimawandel Gesichertes Wissen Die Eisfläche der Arktis schrumpft viermal so schnell wie erwartet. Erderwärmung um mind. + 2 Grad; wärmstes Jahrzehnt seit Wetteraufzeichnung Trockenere Sommer, nassere Winter Häufiger heftigere Regen- und Schneefälle Mehr Herz-/Kreislauf-Probleme in einer älter werdenden Gesellschaft

8 Demografischer Wandel Quelle: Landesamt für Statistik NRW

9 Demografischer Wertewandel

10 Demografischer Wertewandel

11 Demografischer Wertewandel

12 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

13 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

14 Demografie 3 Bunter 1 Wanderungsbewegungen Bevölkerungsrückgang 2 Weniger Sinkende Geburtenzahlen und weniger junge Menschen Älter Steigende Lebenserwartung und mehr ältere Menschen

15 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

16 Daten / Fakten Bevölkerungsvorhersagen basieren auf drei Indikatoren Geburtenrate / Fertilität Lebenserwartung / Mortalität Zuwanderung (Binnen- und Außenwanderungsbewegungen)

17 Geburten I Zur Zeit gebärt eine Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren 1,39 Kinder in Deutschland Problem: Kinderlosigkeit als Lebensperspektive Trend: mehr kinderlose Männer als Frauen Ausgefallene Generation, die keine Kinder mehr zeugen kann

18 Geburten II

19 Geburten III Geburten 1964: : : : : erstmals mehr Ü-65 als U-20

20 1. Kernbotschaft Wir brauchen jedes Kind. Wir können es uns nicht mehr erlauben, auf ein Kind bzw. ein Talent zu verzichten.

21 Lebenserwartung Lebenserwartung hat sich seit 1871 verdoppelt Jeder zweite neugeborene Junge wird im Durchschnitt 95 Jahre alt, jedes zweite neugeborene Mädchen sogar 100 Jahre Verdoppelung der Hochbetagten bis 2020 (Basis 2000)

22 Lebenserwartung Unterscheidung der Menschen über 50 in vier Altersgruppen: 50 + : die reifen Erwachsenen 65 + : die Senioren 80 + : die Hochbetagten : die Langlebigen

23 Lebenserwartung

24 Lebenserwartung

25 Bevölkerungsstruktur

26 2. Kernbotschaft Wir brauchen ein neues Bild vom Alter, von den Alten und vom Altern. Ab 2020 liegt die strukturelle Mehrheit bei jeder Wahl bei den Menschen über 50 Jahre.

27 Zuwanderung 7,2 Millionen Menschen mit nichtdeutscher Staatsbürgerschaft (= 8,8 %) 16,0 Millionen Migranten (= integrationspolitischer Bedarf; = 19,6 %) Ausländische Frauen bekommen 1,6 Kinder; Migrantinnen: 1,9 Qualität der Zuwanderung steuerbar

28 Demografie

29 Quelle: Die Welt vom Demografie

30 3. Kernbotschaft Wir brauchen die Potenziale der zugewanderten Menschen und der künftig Zuwandernden. Es gilt die Chancen zu kommunizieren, nicht die Defizite.

31 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

32 Handlungsfelder... Arbeitsmarkt Infrastrukturplanung Finanzen Freiwilliges Engagement Lebenslanges Lernen Entwicklung kommunenspezifischer Strategien Zusammenarbeit der Generationen Bindung an den Betrieb: Altersvorsorge und Pflege Vereinbarkeit von Familie/ Pflege und Beruf Mobilität in Stadt und Land Barrierefreiheit Zusammenarbeit der Kulturen

33

34 Gesundheit Finanzierung des Gesundheitssystems Rund 170 Mrd. Euro im GKV-System Rund 263 Mrd. Euro für Gesundheit pro Jahr Euro zahlen die Kassen pro Versicherten jährlich statistisch; für einen 85-Jährigen Euro, für einen Demenz-Kranken Euro 2040: 170 Mrd. Euro nur für altersbedingte Erkrankungen

35 Gesundheit Multimorbiditätsprognose 2050 Diabetes mellitus (+ 20 Prozent) Herzinfarkt (+ 75 Prozent) Schlaganfall (+ 62 Prozent) Demenz (+ 113 Prozent) Herausforderung: aktive Vorbeugung

36 Gesundheit Akteure der Gesundheit Durchschnittsalter eines niedergelassenen Arztes 2008: 51,61 Jahre Krankenhausärzte und Niedergelassene fehlten bundesweit : Medizinstudenten, 2006: Erstsemester, davon 70 % weiblich 40 % brechen ab, nur 60 % derjenigen, die ihr Studium beenden, lassen sich nieder deutsche Ärzte im Ausland

37

38 Gesundheit Versorgung im Alter: Pflege 2,2 Mio. Pflegebedürftige ,5 Mio (= 6,0 %) 1,0 Mio. Demenzkranke, 2050: 2,1 3,5 Mio. 68 % werden familiär betreut; über 90 ist jeder zweite stationär pflegebedürftig 2020 fehlen rund Pflegekräfte, 2030 bereits Kultursensible Alterspflege steckt noch in den Kinderschuhen

39 Gesundheit Paradigmenwechsel Gesundheitsprävention und Gesundheitserhaltung stehen im Mittelpunkt Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsbildung werden entscheidend lebenslang

40 Gesundheit Kommunale Bündnisse für Gesundheit 1. Positives und aktives kommunales Gesundheitsklima schaffen 2. Alle gesundheitsorientierten Akteure auf kommunaler Ebene vernetzen. Gemeinsame Ziele entwickeln. 3. Kommunalpolitische Einflüsse konsequent zugunsten gesundheitsorientierten Handelns nutzen. 4. Handlungsfelder vernetzen. 5. Attraktive Standorte für gesundheitliche Professionen bieten. 6. Stadtteilmanager finden, qualifizieren und nutzen.

41 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

42 Prozessgestaltung

43 Inhalte Was heißt demografischer Wandel? Daten und Fakten Handlungsfelder Beispiel Gesundheit Prozessgestaltung Agenda Dietzenbach

44 Agenda Dietzenbach Demografische AGENDA DIETZENBACH sensibilisieren und informieren aus den Akteuren in der Kommune Verbündete in der Sache machen Ziele definieren und Prioritäten festlegen Bürger/innen aktiv einbinden

45 4. Kernbotschaft Wir müssen lernen, in Zielen zu denken, nicht mehr nur in Maßnahmen. Wir müssen lernen, in Funktionen zu denken, nicht mehr nur in Einrichtungen. Wir müssen den Mut haben, aus bestehenden Denksystemen herauszutreten.

46

47 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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