Redwood Cronacle und REALTECH theguard! Integration

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1 Redwood Cronacle und REALTECH theguard! Integration

2 Einleitung Redwood Software und REALTECH haben gemeinsam eine Lösung entwickelt, die die Systemverfügbarkeit von SAP und mysap Systemen signifikant erhöht. Die integrierte neue Lösung der beiden Produkte Cronacle (Redwood) und theguard! Application Manager (REALTECH) ermöglicht die Bestandsaufnahme aller SAP Prozesse in Echtzeit, die zur Hintergrundverarbeitung zur Verfügung stehen. Diese Informationen werden für eine intelligente Verteilung der anstehenden SAP Jobs genutzt. Jobs werden dadurch sowohl schneller als auch stabiler verarbeitet. Beides ist ein wesentlicher Beitrag für eine signifikant erhöhte Verfügbarkeit aller SAP und mysap Systeme in einem Unternehmen. Cronacle für SAP von Redwood ist eine Software für das Real Time Job Scheduling. Mit Cronacle können Unternehmen mehrstufige Arbeitsabläufe effektiv organisieren und so für komplexe Scheduling-Aufgaben zuverlässige Prozess-Abläufe erstellen. Insbesondere für Firmen mit mehreren Unternehmens-Applikationen für jeweils unterschiedliche Aufgabenbereiche, wie z. B. SAP oder mysap, stellt die Automatisierung durch Cronacle eine wesentliche Erleichterung dar. Der theguard! ApplicationManager ist das Herzstück der theguard! System Management Suite. Die Suite ist eine integrierte System Management-Lösung zur Überwachung und Optimierung der kompletten IT-Infrastruktur inklusive Betriebssystem, Netzwerk, Datenbanken und ERP-Systeme wie SAP oder Siebel (CRM). Durch die Integration der Job Scheduling-Funktionalitäten von Cronacle in den theguard! ApplicationManager garantiert die System Management Lösung eine signifikant erhöhte Verfügbarkeit aller SAP und mysap Systeme. Copyright REALTECH 2002 Page 2 of 9

3 Einführung in das SAP Batch Scheduling: Ein Batch-Job wird innerhalb eines SAP Systems identifiziert durch SAP-SID (z.b. C11) - prozessiert. Ein SAP System besteht i.a. aus mehreren Instanzen (z.b. C11_00, C11_01, wobei die zentrale Instanz C11_00 immer den SAP Message- and Enqueue-Server enthält. Dialog und Batch-Prozesse können pro Instanz konfiguriert werden. Dialog-Prozesse können automatisch zu Batch-Prozessen und umgekehrt durch das System gewandelt werden. Dies erfolgt in derregel durch eine Betriebsartenumschaltung. Daher ist die statistische Information auf Basis der Startprofile oder Instanzdefinitionen wie DVEBMSG unzureichend, um den aktuellen Zustand aller Batch-Prozesse zu ermitteln. Das SAP Load Balancing für die Job-Verarbeitung arbeitet wie folgt: Es gibt einen Batch Scheduler pro SAP Applicationsserver (Instance), der alle 60 Sekunden (Default) aufwacht und die in der Job Queue anstehenden Jobs nach folgendem Algorithmus verteilt: Regel 1 (Job Klassen): Jobs des Typs A haben Priorität gegenüber Job Typ B Jobs des Typs B haben Priorität gegenüber Job Typ C Regel 2 (Jobs mit gleicher Klasse mit/ohne Spezifikation des Ziel-Servers): Jobs mit spezifiziertem Ziel-Server haben Priorität gegenüber Jobs ohne Ziel-Server Regel 3: Batch-Prozesse können exklusiv für Jobs des Typs A reserviert werden und dies auch abhängig von der Betriebsart. Die Reservierung bezieht sich immer auf die FREIEN Prozesse. Daraus resultiert folgendes Verhalten: Fall a: Annahme: 10 Jobs seien in der Job-Queue und es gäbe 10 freie Batch-Prozesse innerhalb einer SAP Instanz. Folgerung: Wenn ein Scheduler aufwacht, verteilt er alle Jobs sofort auf die 10 freien Batch- Prozesse. Wird eine andere SAP Instanz mit neuen Batch-Prozessen gestartet, laufen diese leer. Nachteil: Keine dynamische Auslastung Copyright REALTECH 2002 Page 3 of 9

4 Fall b: Annahme: Mehrere SAP Instanzen (und damit mehreren Schedulern) und freien Batch- Prozessen innerhalb diese Instanzen. Folgerung: Da alle Scheduler unabhängig voneinander arbeiten, werden Jobs ohne Ziel- Server gleichverteilt über alle Batch-Prozesse über alle Instanzen Nachteil: Gleichartige Verteilung ohne Berücksichtigung der Stärke von Maschinen oder der Job Kategorie Fall c: Annahme: Es gibt 5 Batch-Prozesse. Zwei seien bereits belegt durch Jobs des Typs A (in process) und drei seine reserviert für Jobs des Typs A. Folgerung: Die noch verbliebenen Job-Prozesse können dann nur Jobs des Typs A prozessieren, da sich die Resevierung immer auf die FREIEN Job-Prozesse erstreckt. Nachteil: Jobs mit Typ B und C warten Fall d: Jobs, die zu periodischen Zeiten eingeplant sind, können je nach Zeitverhalten des Schedulers - immer durch denselben Batch-Prozess bearbeitet werden. Dies kann nachteilig sein, kann aber durch die Konfiguration de SAP Parameters rdisp/btctime vermieden werden Alle Fälle können kritische Performance hervorrufen, besonders Fall b). Aus diesen und anderen Gründen ist ein externer Job-Scheduler wie z.b. Cronacle für die Zeitssteuerung und Lastverteilung von Vorteil. Dies aber nur, wenn zum Zeitpunkt der Verteilung aktuelle und detaillierte Informationen (Verfügbarkeit, Reservierung) über die Batch-Prozesse vorliegen. Diese Informationen liefert der theguard! ApplicationManager. Copyright REALTECH 2002 Page 4 of 9

5 Schnittstelle des theguard! ApplicationManagers Der theguard! ApplicationManager besitzt eine 3-stufige Architektur, die erlaubt, dass der oder mehrere zentrale ApplicationManager Server, mehrere SAP Systeme bzw. deren Instanzen überwacht: Copyright REALTECH 2002 Page 5 of 9

6 Durch die umfassende Überwachung aller IT Ressourcen durch das Agent/Datenkollektor Konzept können alle Typen von Software pro zu überwachendem Rechner (ManagedNode) überwacht werden. Der SAP Datenkollektor überwacht und steuert alle SAP spezifischen Werte und liefert unter anderen ein zeitaktuelles Abbild aller Batch-Prozesse aller überwachten SAP Systeme. Die neue Kommandozeilenschnittstelle tggetbatchstate erlaubt eine ad hoc Anfrage dieses Gesamtzustandes an den/die ApplicationManager Server, wobei das Ergebnis in Form eines Output-Streams (Datei, Standard-Out) ausgegeben wird. Copyright REALTECH 2002 Page 6 of 9

7 Die Detail-Parameter dieser Kommandozeilenschnittstelle sind im Anhang beschrieben. Als Resultat wird eine Liste der Batch-Prozesse mit Detailinformationen pro SAP Instanz und Batch-Prozess ausgegeben: Diese Daten werden von Redwood Cronacle zum Zeitpunkt der Verteilung entsprechend ausgewertet und für die Verteilung der Jobs mit Ziel-Server Spezifikation verwendet. Copyright REALTECH 2002 Page 7 of 9

8 Mit diesen Daten ist es Cronacle möglich, die Jobs zur am besten geeigneten Instanz zu schicken und dadurch für den besten Datendurchsatz und Ressourcenauslastung zu sorgen. Copyright REALTECH 2002 Page 8 of 9

9 Release 1.0: Das erste Release ermittelt das Rating der Batch-Prozesse nach folgender Formel: BtcTotal = Summe alle Batch-Prozesse pro SAP Instanz ungeachtet deren Status BtcFree = Summe aller Batch Processes pro SAP Instanz mit STATUS WAITING Rating: ROUND (BtcFree/BtcTotal * 100) Die anderen Parameter wie Status des Prozesses werden neben dem Rating ebenfalls zur Bestimmung des Ziel-Servers hinzugezogen. Release 1.1: Das zweite Release wird die Reservierung in Abhängigkeit des Betriebsart für Job Typ A berücksichtigen und drei Einträge (Ratings) je nach Job Klasse A, B, und C ausgeben. Plattform Verfügbarkeit: SAP-Plattformen: SAP 4.0, 4.5, 4.6 auf allen von ApplicationManager unterstützten UNIX/Linux und Microsoft-Plattformen Betriebsystem-Plattformen des ApplicationManager Servers: Windows NT Server, Windows 2000 Server (englische Versionen) Knowledge powered by REALTECH For additional information about REALTECH s software solutions: REALTECH AG Industriestr. 39c Walldorf Germany Tel.: +49.(0) Fax: +49.(0) Copyright REALTECH 2002 Page 9 of 9

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