Was ist los an den Finanzmärkten?

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1 Was ist los an den Finanzmärkten? Erlen, 27. Oktober 2011 Karel E. Ehmann Leiter Portfolio Management Thurgauer Kantonalbank

2 Aktuelle Rahmenbedingungen der Märkte Konjunkturmotor stottert aber läuft noch. Ein Land mitten in Europa steht vor dem Konkurs: Totale Überschuldung! Von der Bankenkrise zur Staatskrise zur Bankenkrise (via Staatsanleihen waren mal mündelsicher!) Bankenrettung II treibt Bürger auf die Strasse. Notenbanken als einzige aber umstrittene Retter. SNB mit drastischen Massnahmen zur Bekämpfung von Deflation und damit tiefer Rezession. Seite 2

3 Konjunkturerholung wird harziger (BIP-Wachstum in %, gg. Vorjahr) Seite 3

4 Vorauslaufende Indikatoren südwärts Seite 4

5 Schwellenländern abgebremst durch restriktive Geldpolitik (Inflationsproblem!) Seite 5

6 Die Arbeitslosigkeit sinkt, aber langsam! Seite 6

7 Deutschland auch mit Kopfweh! ZEW auf Rezessionsniveau; Ifo zeigt nur Abschwächung an Seite 7

8 Und der Kapitalmarkt merkt es! Versicherungsprämie gegen einen Ausfall Deutschlands steigt rasant! Seite 8

9 Europäische Schuldenkrise Schuldenschnitt: wann und wie hoch?: Wenn nur private Gläubiger abschreiben (weder IMF noch EZB), dann würde griechische Staatsschuld bei Haircut von 50% um 22% verringert Wichtiger Nachteil: Griechenland weist keinen Primärüberschuss aus Integraler Bestandteil: Banken-Rekapitalisierung; bekommen Banken frisches Kapital in Höhe von ca. EUR 250 Mrd.? Oder werden Aktiva abgebaut und damit Kreditvergabe verringert? Folge: Staatsanleihen sind nicht mehr mündelsicher! Ansteckung Spaniens und Italiens MUSS verhindert werden! EFSF steht; reicht Kapazität EUR 440 Mrd.? Ca. EUR 200 Mrd. bereits für Griechenland, Portugal und Irland reserviert; Hebel wird kommen (als Ausfallgarantie für Käufer von PIIGS-Anleihen) Risiko: Griechenland gibt auf und verkündet einseitig den Konkurs Chaos! Seite 9

10 Das Griechenland-Fiasko Griechenland kommt nicht um Schuldenschnitt herum! Alle zahlen für die Schlamperei! % Seite 10

11 Ansteckungsgefahr ist real! Eine Ansteckung muss unter allen Umständen verhindert werden auf Länder- (Spanien, Italien) und auf EU-Ebene! % Seite 11

12 Notenbankzinsen - Industrieländer Noch nie so lange so tief definitiv im Krisenmodus! Seite 12

13 Notenbankzinsen - Schwellenländer Steigende Inflationsraten zwangen zu höheren Zinsen Rohstoffe sind die letzten Monate aber zurückgekommen, sollte Spielraum geben! Seite 13

14 Inflationsraten ziehen langsam an In Schwellenländern ist Inflation bereits ein Problem; harter Schweizer Franken verhindert Inflation in der Schweiz! Preisstabilität Seite 14

15 Rohstoffe geben nach Gute Nachrichten für Inflationsbekämpfung in Schwellenländern; USD allerdings in den letzten Wochen stark angestiegen Seite 15

16 Der starke Schweizer Franken Geht die Schweiz am Erfolg zugrunde? Kämpferisch angekündigter Gang der SNB gegen Frankenstärke; realistisches Ziel, Chancen intakt, aber extrem hohes Risiko! Quelle: Gut, NZZ Seite 16

17 SNB: die Intervention (1/3) Das glaubwürdige Auftreten der SNB liess den Schweizerfranken kontinuierlich abbröckeln und die 1.20 zum Euro hält Quelle: ZKB, SIX Seite 17

18 SNB: die Intervention (2/3) Mögliche Nebenwirkungen: ansteigende Inflationserwartungen? 2.5% Differenz! Seite 18

19 Historie der Schweizer Konsumentenpreise Die normale Inflation in der Schweiz? steigende Inflation! Quelle: SNB Seite 19

20 SNB: die Intervention (3/3) Mögliche Nebenwirkungen: ansteigende Zinsen am langen Ende? % Seite 20

21 Differenz zwischen Euro- und CHF-Zinsen Intervention der SNB führt noch nicht zu einer Aufgabe des Zinsvorteils Quelle: Gut, NZZ Seite 21

22 Schweizer Zinsen im Langfristvergleich Pfeil zeigt die Phase der Anbindung des Schweizerfranken an die DEM Quelle: ZKB, SIX Seite 22

23 Kaufkraftparität EUR/CHF liegt höher Fundamental ist der Schweizerfranken auch bei heutigen Niveaus von 1.24 EUR noch immer teuer! Seite 23

24 Aktienmärkte in Ausverkaufsstimmung Schwachwährungsmärkte ebenfalls unter Druck; Bodenbildung? Seite 24

25 Aktienmärkte in Ausverkaufsstimmung Zwei völlig getrennte Marktphasen Währungsentwicklung als Hauptgrund Seite 25

26 Gewinntreiber ist Kostenkontrolle Absurd hohe Gewinne pro Arbeitnehmer, die nicht in neue Jobs münden! Quelle: Sageworks Inc. Seite 26

27 Nochmals Schub von Helikopter Ben? Nach QE1.0 und QE 2.0 jetzt auch noch QE 3.0? Quantitative Easing 3.0? Quantitative Easing 2.0 ca. USD 600 Mrd. ca. USD Mrd. Quantitative Easing 1.0 Quelle: Sageworks Inc. Seite 27

28 Chancen im 4. Quartal 2011 Börsen eskomptieren bereits eine Rezession und einen möglichen Default Griechenlands. Notenbanken der Industrieländer halten an tiefen Zinsen und an unkonventionellen Massnahmen fest. Europa: erste Schritte zur Banken-Rekapitalisierung bzw. Systemstabilisierung eingeleitet: Tätigkeitsausweitung EFSF, Bereitschaft der Politik Banken zu unterstützen, Schuldenschnitt rückt näher. Notenbanken der Schwellenländer bekommen durch tiefere Inflation Spielraum für Zinssenkungen. Last but not least: die Unternehmen haben ihre Kosten im Griff. Seite 28

29 Kompetenz in Sachen Kapitalmärkte Bernhard Eugster Reto Keller Andreas Stieger Karel E. Ehmann Seite 29

30 Rechtliche Hinweise Diese Dokumentation wurde von der Thurgauer Kantonalbank mit grösster Sorgfalt erstellt. Die Thurgauer Kantonalbank kann jedoch keine Zusicherung oder Garantie hinsichtlich Aktualität, Richtigkeit sowie Vollständigkeit der Informationen und Meinungen abgeben. Sämtliche Informationen und Meinungen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern. Die Thurgauer Kantonalbank übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste, die aus oder im Zusammenhang mit der Nutzung dieser Dokumentation und deren Inhalt entstehen können. Diese Dokumentation dient nur zur Information und begründet weder eine Aufforderung noch ein Angebot oder eine Empfehlung zum Erwerb oder Verkauf von Anlageinstrumenten oder zur Tätigung sonstiger Transaktionen. Lassen Sie sich deshalb bei entsprechenden Entscheiden von einer qualifizierten Fachperson beraten. Die Zahlen zur Performance beziehen sich auf die Vergangenheit und sind keine Garantie für laufende oder zukünftige Ergebnisse. Diese Dokumentation darf ohne schriftliche Genehmigung der Thurgauer Kantonalbank weder auszugsweise noch vollständig vervielfältigt werden. Seite 30

31 Besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit Thurgauer Kantonalbank Karel E. Ehmann Bankplatz Weinfelden (0) Seite 31

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