Probleme? Mechanik. Ventilation. Medikation. Prognose. Lagerung, Transport, Punktion. Lagerung, Beatmungsdruck. Verteilungsräume, Resorption

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1 Probleme? Mechanik Lagerung, Transport, Punktion Ventilation Lagerung, Beatmungsdruck Medikation Verteilungsräume, Resorption Prognose Wie schlecht? Venus von Willendorf Österreich, v. Chr

2 BMI und ICU-Outcome 2148 Patienten in 5 BMI Gruppen BMI < 19.0 (n = 350) > 19.0 bis < 25.0 (n = 663) > 25.0 bis < 29.9 (n = 585) > 30.0 bis < 40.0 (n = 396) > 40.0 (n = 154) Vergleichskriterien APACHE II, Mortalität, ICU-Aufenthaltsdauer, stationäre Aufenthaltsdauer, Anzahl Beatmungspatienten, Dauer der Beatmung, Komplikationen (nosokomiale Pneumonie, Reintubation, Katheterinfektionen ) Signifikante Unterschiede besonders häufig übergewichtig waren junge Frauen keine weiteren signifikanten Unterschiede Ray et al, Chest, 2005

3 BMI and Outcome Patienten in 5 BMI Gruppen Untergewichtig: < 20 kg/m2 Normal [Kontrolle]: 20 bis 25 kg/m2 Übergewichtig: 25 bis 30 kg/m2 Fettleibig: 30 bis 40 kg/m2 Extrem fettleibig: > 40 kg/m2 Vergleichskriterien Mortalität, Funktioneller Status bei Entlassung, ICU- Aufenthaltsdauer, stationäre Aufenthaltsdauer Signifikante Unterschiede Untergewicht: erhöhte Mortalität, schlechterer funktioneller Status Extrem fettleibig: Aufenthaltsdauer erhöht (Übergewichtig und Fettleibig: Tendenz zu verbesserter Mortalität) Tremblay et al, Chest, 2003

4 Überleben in Abhängigkeit vom BMI 2 Gruppen je nach Verfügbarkeit von SAPSII (simplified acute physiologic score) oder MPM (mortality prediction score) Tremblay et al, Chest, 2003

5 BMI und akute Lungenschädigung 1488 Patienten mit ALI in 5 BMI-Gruppen Risk-adjusted odds ratio for continuous body mass index (BMI) model and hospital mortality BMI < 20 ist mit schlechterer, BMI > 20 ist mit besserer Überlebenswahrscheinlichkeit assoziiert O Brien, Crit Care, 2006

6 BMI und posttraumatisches ARDS 1291 Patienten mit ALI in 5 BMI-Gruppen 30% BMI >30 Kein Unterschied in Bezug auf Pneumonierate Tracheostomiehäufigkeit ARDS-Häufigkeit Dossett, Chest, 2008 BMI und Intensivbeatmung 82 Patienten mit BMI > 42 Mindestens zwei Tage beatmet Kein Unterschied zu gematchten Patienten in Bezug auf Intubationsprobleme Mortalität Frat, Int Care Med, 2008

7 und sonst Übergewichtige Kinder haben nach schweren Unfällen seltener schwere Schädelverletzungen, benötigen aber einen längeren Intensiv- Aufenthalt und haben mehr Komplikationen (Brown, 2005) Übergewicht erhöht die Mortalität nach LTX (Hillngso, 2005)

8 Magenbypass 253 Pat. mit Gewicht unter 227 kg vs. 25 Pat. mit Gewicht über 227kg Mittlerer BMI Studiengruppe 78kg/m² Vergleichskriterien Aufenthaltsdauer, Tage auf der Intensivstation, Mortalität, Tiefe BV-Thrombose, Lungenembolie, Anastomosen-Leck, postop. Beatmung, operative Revision Signifikante Unterschiede Aufenthaltsdauer, Tage auf der Intensivstation, postop. Beatmung mit Nachteil für die Patienten mit Gewicht >227 kg Shuhaiber et al, Obes Surg, 2004

9 BMI als Risikofaktor bei ACVB Patienten mit Arteriokoronarer Bypass-OP Untergewichtig: < 20 kg/m2 Normal [Kontrolle]: 20 bis 25 kg/m2 Übergewichtig: 25 bis 30 kg/m2 Fettleibig: 30 bis 40 kg/m2 Extrem fettleibig: > 40 kg/m2 Vergleichskriterien Mortalität Signifikante Unterschiede keine Jin, Circulation, 2005

10 BMI als Risikofaktor bei ACVB Patienten mit Arteriokoronarer Bypass-OP Patients with low BMI are at higher risk after cardiac surgery than obese or severely obese patients. We hypothesize that a preoperative focus on avoiding and/or reversing cachexia may be more efficacious than reducing obesity in reducing the overall risk associated with heart surgery. Potapov, Eur Heart J, 2003

11 annual adjustet death rate Dialyse und BMI dialysepflichtige Patienten small vs medium vs large BMI URR = urea reduction ratio je höher der BMI, desto (signifikant) länger die Lebenszeit Port, J Am Soc Nephrol, 2002

12 Reverse Epidemiologie? Übergewicht macht krank ist aber bei Krankheit scheinbar ein Vorteil fürs Überleben? Ist Hibernation von Übergewichtigen leichter zu überstehen? Ist die schlechtere Glukosetoleranz sogar ideal für die Intensivstation?

13 Was sollen Sie vom Arzt NICHT erwarten? Arroganz Nicht-merken und Nicht-wissen sind nicht Arroganz Menschenverachtung Situationsverkennung ist nicht Menschenverachtung Verantwortungslosigkeit Entscheidungsgewalt kann die Entscheidung selbst beeinflussen

14 Gutes Outcome der Dicken diese Ziele wurden und werden nur dank der Kooperation von Pflege und Ärzten erreicht Kooperation setzt Kommunikation voraus Es ist doch schön, wenn man sich versteht

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