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1 Districurement Titel des Lernmoduls: Districurement Themengebiet: New Economy Gliederungspunkt im Curriculum: Zum Inhalt: Durch www-orientierte Beschaffungsansätze und Kooperationen mit den Partnern, kann eine Zusammenschmelzung des Procurement des einen Unternehmens mit der Distribution des anderen Unternehmens zu einem gemeinschaftlichen Districurement erricht werden. Stichwörter: Online Procurement, eprocurement, www-orientierter Ansatz, Procurement, Distribution, Districurement Bearbeitungsdauer: 30min Schwierigkeit: mittel Zielgruppe: Lehrstuhl: Lehrstuhl Prof. Thome -Uni Würzburg Professor: Prof. Dr. R.Thome Autoren: lpt Inhalt: Kernaussagen: Warum EAI? Kernaussagen: Ein neuer Ansatz zur Anwendungsintegration Kernaussagen: Vergleich zweier Integrationsarchitekturen Kernaussagen: Architektur - Funktionale Sicht Vertiefung: Funktionale Sicht - Adapter Kernaussagen: Funktionale Sicht - Middleware Kernaussagen: Funktionale Sicht - Transformation Kernaussagen: Funktionale Sicht - Prozessmanagement Kernaussagen: Funktionale Sicht - weitere Komponenten Kernaussagen: Potenziale einer EAI-Lösung Kernaussagen: Grenzen und Risiken Kernaussagen: Gelerntes Wissen testen... New Economy Districurement Page 1

2 Kernaussagen: Warum EAI? Ausgangssituation E-Business ist der momentane Trend in der IT-Community. Um dies ernsthaft betreiben zu können, muss man sich jedoch mit einigen Problemen auseinandersetzen: Interne Schwierigkeiten Externe Schwierigkeiten Es existieren einzelne, isolierte Anwendungen im Unternehmen. Daten werden doppelt und in verschiedenen Formaten geführt. Datenaustausch ist nicht oder nur schwer möglich. Funktionen verschiedener Anwendungen können nicht kombiniert werden. Kommunikation mit Fremdfirmensystemen ist oftmals schwierig. Es existieren heterogene Datenformate zwischen den Unternehmen. Innerhalb der jeweiligen Unternehmen laufen isolierte Anwendungen. Weil Daten mehrfach geführt werden, liegen verschieden aktuelle Versionen in den jeweiligen Unternehmen vor. Kernaussagen: Ein neuer Ansatz zur Anwendungsintegration Definition Unter Enterprise Application Integration (EAI) versteht man die Schaffung von betrieblichen Anwendungssystemen durch die Kombination einzelner Anwendungen unter Verwendung einer gemeinsamen Middleware. Middleware bezeichnet dabei anwendungsunabhängige Technologien, die Dienstleistungen zur Vermittlung zwischen Anwendungen anbieten. Dabei verbirgt Middleware die Komplexität der zugrunde liegenden Betriebssysteme und Netzwerke, um die einfache Integration verschiedener Anwendungen zu erleichtern. Das grundlegende Ziel von EAI ist es, Organisationen die schnelle und einfache Integration von Anwendungen zu ermöglichen. Merkmale New Economy Districurement Page 2

3 EAI stellt kein Produkt dar, sondern wird als Ansatz zur Entwicklung integrierter Anwendungssysteme verstanden. EAI ist eine Kombination aus verschiedenen Elementen: Technologie, Architektur und Methodik. EAI erlaubt nicht nur Integration auf Daten- und Objektebene, sondern erweitert sie - im Vergleich zu traditionellen Methoden - auf die Ebene der Prozessintegration. Ziele von EAI sind z. B. die Wiederverwendbarkeit sowie die Verteilung von Prozessen und Daten. Auch Nutzern ohne detailliertes technisches Know-how soll es möglich sein, Anwendungen zu integrieren. [Kaib, 2001] : Flashanimation ' AIDAZE23D.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: Vergleich zweier Integrationsarchitekturen Im folgenden soll gezeigt werden, dass nicht jede Art von Anwendungsintegration eine ausreichende Lösung darstellt. Zwar existieren neben den zwei vorgestellten Architekturen noch andere (z: B. ERP-basierende oder Middleware-basierende Architekturen), um aber den Vorteil von EAI zu verdeutlichen, wird nur auf die zwei Gegensätzlichsten eingegangen. Point-to-Point-Verbindung (noch kein EAI) Unter einer Point-to-Point-Verbindung versteht man die Integration zweier gleichberechtigter Systeme bzw. Anwendungen über eine eigene Verbindung. Sind nur eine geringe Anzahl von Anwendungen miteinander zu integrieren, so scheint eine Point-to-Point-Verbindung eine einfache und leicht zu realisierende Lösung zu sein. Bei der Implementierung von weiteren Systemen entsteht aber eine unübersichtliche Systemlandschaft, in der jede Anwendung eine jeweils eigene Schnittstelle zu jeder anderen Anwendung besitzt. Die entstandene "Spaghettilandschaft" bringt viele Nachteile Nachteile sind z. B. - hoher Aufwand bei Integration neuer Systeme, New Economy Districurement Page 3

4 - hoher Aufwand bei Wartung der Schnittstellen, - inkonsistente Daten und - keine optimale Nutzung der Ressourcen mit sich. EAI-Architektur "Hub&Spoke" Im Gegensatz zum oben genannten Integrationsbeispiel verbindet eine Hub&Spoke-Architektur alle Anwendungen gleichermaßen mit einem zentralen Integrationspunkt. Jede Anwendung besitzt so nur eine einzige Schnittstelle. Durch den Hub ("Mittelpunkt der Kommunikation") kann sie aber mit allen anderen Anwendungen auf einer Ebene kommunizieren. [Kaib, 2001] Kernaussagen: Architektur - Funktionale Sicht New Economy Districurement Page 4

5 EAI stellt eine Erweiterung der klassischen Middleware dar. Während es sich bei der klassischen Middleware um die Integration auf Datenebene handelt, umfasst das Konzept der EAI darüber hinaus auch die Integration auf Projekt- und Prozessebene. Die unten abgebildete Grafik soll die Architektur einer EAI-Lösung im Ganzen veranschaulichen. [Nussdorfer, 2000] Vertiefung: Funktionale Sicht - Adapter Adapter, auch Konnektoren genannt, stellen - vereinfacht gesagt - standardisierte Schnittstellen dar. Ihre Aufgabe ist es, durch Zwischenschaltung die Kommunikation zwischen der EAI-Software und den einzelnen Anwendungen zu ermöglichen. Viele EAI-Lösungen halten eine große Anzahl an vorgefertigten Adaptern bereit, so dass die Kommunikation mit fast allen gängigen Systemen gewährleistet ist. Wie ein halbiertes Puzzle-Teil sitzen die Adapter - schematisch gesehen - zwischen EAI-Lösung und Anwendung mit der Puzzle-Seite zur zu integrierenden Applikation. [Pietsch, 2001] : Flashanimation ' AIDADJ2DE.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: Funktionale Sicht - Middleware Die Middleware, als eine Kommunikationssoftware zwischen zwei Anwendungssystemen, stellt einen zentralen Bestandteil einer EAI-Lösung dar. Sie unterstützt die Integration auf Datenebene. Mit Hilfe der Adapter extrahiert die Middleware Informationen aus einer Applikation und überträgt sie in die Nächste. Auch die Art der Kommunikation ( synchron oder asynchron) wird von der Middleware bestimmt. [Kaib, 2001] : Flashanimation ' AIDAJK2DE.swf ' siehe Online-Version New Economy Districurement Page 5

6 Kernaussagen: Funktionale Sicht - Transformation Der Transformationsservice (oder auch Mapping) sorgt für die Integration auf Objektebene. Hier werden Daten vom Ausgangsformat einer Anwendung ins Zielformat der anderen Anwendung konvertiert. Erst durch diesen Schritt können Anwendungen problemlos Daten untereinander austauschen. Eine weitere Aufgabe ist die "Identifikation und Validierung von Datenflüssen". Auch der zeitliche Ablauf bei der Bearbeitung von Transformationen wird hier gesteuert. [Winkeler, 2001] : Flashanimation ' AIDAFL2DE.swf ' siehe Online-Version Kernaussagen: Funktionale Sicht - Prozessmanagement Das zentrale Element einer fortschrittlichen EAI-Lösung stellt das Prozessmanagement dar. Seine Aufgabe ist es, den Datenaustausch bzw. die übergeordneten Geschäftsprozesse zu steuern und zu organisieren: "Welche Daten müssen wo und wann abgeholt werden? Wie müssen sie konvertiert und wohin müssen sie übergeben werden?" Das Prozessmanagement ermöglicht somit, komplexe Geschäftprozesse über mehrere Systeme hinweg zu automatisieren (Bsp. Automatisierung einer Auftragsbearbeitung vom Auftragseingang über Auftragsbearbeitung bis hin zur Buchhaltung). [Winkeler, 2001] Kernaussagen: Funktionale Sicht - weitere Komponenten Entwicklungsunterstützung Wo Standardlösungen zur Integration nicht ausreichen, wird die Entwicklung und der Ausbau von eigenen Komponenten zur Erfüllung von Integrationsanforderungen unterstützt. New Economy Districurement Page 6

7 Management Service Die Hauptaufgabe des Management Service besteht in der Administration des EAI-Systems. Außerdem werden dort die Metadaten und das Load Balancing verwaltet. [Winkeler, 2001] Kernaussagen: Potenziale einer EAI-Lösung Informationen können automatisiert an andere Anwendungen weitergegeben werden. Informationen werden sofort verstanden und können weiterverarbeitet werden. Mittels Automatisierung wird eine Reduzierung bzw. Eliminierung der Medienbrüche und manuellen Eingriffe in die Geschäftsvorgänge erreicht. "Legacy"-Anwendungen erhalten durch Integration längere Lebenszyklen. Die Kommunikationsfähigkeit auf der Anwendungsebene wird verbessert. Die Verwendung des Best-of-Breed Ansatzes wird möglich. Kernaussagen: Grenzen und Risiken Entscheidungen müssen oft über Abteilungs- und Bereichsgrenzen hinweg getroffen New Economy Districurement Page 7

8 werden; eine intensivere Zusammenarbeit ist nötig. EAI-Tool Markt verändert sich hochdynamisch Eine weiche Migration sollte einer Big Bang Lösung vorgezogen werden. EAI (und z. B. XML) ist nur ein Hilfsmittel, nicht die Lösung der Schwierigkeiten. Bei der Verlagerung von vielen zentralen Funktionalitäten auf eine EAI-Plattform kann es zu Problemen kommen. Datensicherheit und Zugriffsschutz (offene Schnittstellen, Standardisierung) müssen gewährleistet sein. Kernaussagen: Gelerntes Wissen testen... : Flashanimation ' AIDACJ3DE.swf ' siehe Online-Version Glossar Erläuterungstext Nachteile Nachteile sind z. B. - hoher Aufwand bei Integration neuer Systeme, - hoher Aufwand bei Wartung der Schnittstellen, - inkonsistente Daten und - keine optimale Nutzung der Ressourcen klassischen Middleware Middleware bezeichnet eine anwendungsunabhängige Technologie, die Dienstleistungen zur Vermittlung zwischen Anwendungen anbietet. synchron Synchrone Kommunikation bedeutet, dass der Sender einer Anfrage erst auf die Reaktion / Antwort des Empfängers warten muss, bevor er mit weiteren Aufgaben fortfahren kann (z. B. Kommunikation über Telefon). asynchron Asynchrone Kommunikation bedeutet, dass der Sender einer Anfrage sofort mit weiteren Aufgaben fortfahren kann. Er muss nicht die Antwort des Empfängers abwarten (z. B. ). Load Balancing Load Balancing verteilt die Arbeitslast je nach Systemauslastung auf verschiedene Server, um die Überlastung einzelner Server zu verhindern. Automatisierung Durch Automatisierung erlangt das Unternehmen Zeitgewinne und einen verbesserten Kundenservice durch schnelle Reaktionen, Flexibilität durch Änderungsfreundlichkeit (Generieren statt Codieren) und Kostenreduktion im IT-Bereich wegen strukturierter Kommunikationssoftware. Best-of-Breed Ansatzes Das Unternehmen muss nicht mehr die Software auswählen, die das höchste Maß an Interaktion mit bestehenden Systemen bietet, sondern kann sich die beste Software aussuchen, da durch EAI die Interaktion mit quais allen bestehenden Systemen gesichert ist. New Economy Districurement Page 8

9 Literaturverweis [Kaib, 2001] [Kaib, 2001] [Nussdorfer, 2000] [Pietsch, 2001] [Kaib, 2001] [Winkeler, 2001] [Winkeler, 2001] [Winkeler, 2001] Literaturangabe Kaib, Michael / Booz, Allen / Hamilton (2001). EAI. Universität Marburg Kaib, Michael / Booz, Allen / Hamilton (2001). EAI. Universität Marburg Nussdorfer, R. (2000). Das EAI-Buch, E-Business und EAI. CSA Consulting GmbH Pietsch, Sebastian (2001). Enterprise Application Integration / Begriff,Technologie,Einsatzpotenziale, Universität Dresden, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik Kaib, Michael / Booz, Allen / Hamilton (2001). EAI. Universität Marburg Winkeler, T. / Raupach,W. / Westphal, L. (2001). EAI-Enterprise Application Integration. PricewaterhouseCoopers Unternehmensberatung GmbH, Frankfurt am Main Winkeler, T. / Raupach,W. / Westphal, L. (2001). EAI-Enterprise Application Integration. PricewaterhouseCoopers Unternehmensberatung GmbH, Frankfurt am Main Winkeler, T. / Raupach,W. / Westphal, L. (2001). EAI-Enterprise Application Integration. PricewaterhouseCoopers Unternehmensberatung GmbH, Frankfurt am Main New Economy Districurement Page 9

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