Perspektiven der Lehrerbildung

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1 Perspektiven der Lehrerbildung Das Beispiel Kristina Reiss Heinz Nixdorf-Stiftungslehrstuhl für Didaktik der Mathematik 1

2 Bildung im 21. Jahrhundert: Qualität von Schule Leistung Vielfalt Unterricht Verantwortung Schulleben Schulentwicklung Prenzel et al. (2011) 2

3 Bildung im 21. Jahrhundert: Einige (unsortierte) aktuelle Schlagworte Kompetenzen Selbststeuerung Motivation und Interesse Bildungschancen Heterogenität Inklusion Globalisierung 3

4 Bildung im 21. Jahrhundert Wie bereiten wir (zukünftige) Lehrkräfte auf diese Anforderungen vor? 4

5 Heinz Nixdorf-Stiftungslehrstuhl für Didaktik der Mathematik "Teaching is properly done by hunch, by intuition, by experience, by ideology; what it also needs is a basis in scientific research. Nathaniel L. Gage Stanford Center for Research and Development of Teaching

6 Anforderungen Lehrerinnen und Lehrer sind Fachleute für das Lehren und Lernen erziehen und beurteilen planen, organisieren, gestalten und reflektieren Lehr-Lern-Prozesse KMK-Standards zur Lehrerbildung (2004) 6

7 Die Anforderungen umfassen entsprechend und aufeinander abgestimmt das Fach die Erziehungswissenschaft die Fachdidaktik 7

8 Ziele der Eine berufsfeldbezogene wissenschaftliche Lehrerbildung im Sinne einer abgestimmten fachlichen fachdidaktischen und pädagogischen Qualifizierung für einen inhaltlich anspruchsvollen, kognitiv unterstützenden und motivational anregenden Unterricht, sowie für professionelle Zusammenarbeit und Qualitätssicherung an Schulen 8

9 Organisation Die verwaltet alle Ressourcen für die Lehrerbildung trägt die Verantwortung für Studierbarkeit, Kohärenz, Relevanz und die Qualität der Lehre pflegt systematisch den Austausch mit Schulen ist professionelle Heimat für die Lehramtsstudierenden initiiert und fördert Bildungsforschung 9

10 Ausrichtung auf das Berufsfeld auf den Wissensbedarf für die Handlungsebene von Lehrkräften auf ein Verständnis der Bedingungsfelder von Unterricht und Schule auf wichtige und häufige Entscheidungssituationen auf typische, gravierende Problemkonstellationen auf zentrale Aspekte der Professionalität von Lehrkräften (z.b. Standards, Zusammenarbeit, Qualitätssicherung) 10

11 Wissenschaftliche Fundierung und Forschungsbasierung Aktueller Erkenntnisstand und Orientierung am besten verfügbaren Wissen Professionelle Fachsprache Erfordernisse des Schulfachs (z.b. Propädeutik) Verständnis einer kumulativen Kompetenzentwicklung im Fach Grundlage für die Reflexion des professionellen Handelns Anschlussfähig für neue Entwicklungen Voraussetzung für Lernen über die Lebensspanne Bessere Chancen für das Lösen von Problemen 11

12 Ein akademischer Beruf. Wie viel Forschung darf/muss sein? Wissen über Forschung im Fach und in den Berufswissenschaften (z.b. Methodologie) Kleine Forschungsprojekte (exemplarisch Erfahrungen machen, Interesse entwickeln, Grenzen erkennen) Fundierung der zentralen Kompetenzen anhand aktueller Methoden und Erkenntnisse Unterstützung einer epistemischen Orientierung Zugehörigkeit zu Scientific Community Möglichst spezifische Forschung (vgl. Medizin) Lernen, mit Evidenz für Handeln produktiv umzugehen 12

13 Ein akademischer Beruf. Wie viel Forschung darf/muss sein? Wissen über Forschung im Fach und in den Berufswissenschaften (z.b. Methodologie) Kleine Forschungsprojekte (exemplarisch Erfahrungen machen, Interesse Konsequenzen entwickeln, Grenzen für erkennen) Fundierung der den zentralen Ort der Kompetenzen Lehrerbildung anhand aktueller Methoden und den Erkenntnisse Umfang eines Studiums Unterstützung die einer Gewichtung epistemischen von Orientierung Fach- Zugehörigkeit und zu Scientific Berufswissenschaften Community Möglichst spezifische Forschung (vgl. Medizin) Lernen, mit Evidenz für Handeln produktiv umzugehen 13

14 Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Die Schule in anderer Rolle sehen und verstehen Die relevanten Handlungen lernen (vom Kennenlernen bis Planen und Ausführen) Im Labor und vor allem im echten Kontext des Berufsfelds (einer Klasse und Schule) Mit Begleitung und Absicherung (Modell, Coach) Üben, Feedback nutzen, Routinen entwickeln Kooperation Eignungsvergewisserung Reflexion 14

15 Praxis in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung Die Schule in anderer Rolle sehen und verstehen Die relevanten Handlungen lernen (vom Kennenlernen bis Planen und Ausführen) Konsequenzen für Im Labor und Vor- vor allem und Nachbereitung im echten Kontext des Berufsfelds (einer Klasse und Schule) Mit Begleitung und Absicherung (Modell, Coach) Üben, Feedback nutzen, Routinen entwickeln Kooperation Eignungsvergewisserung Reflexion Auswahl der Praktikumsorte Betreuung/Abstimmung Curriculum Übergang in den Beruf 15

16 Student Assessment and Admission Center Besondere Anforderungen an das Studium und den Beruf der Lehrerin/ des Lehrers transparent machen Individuelle Stärken und Motivation klären Neue diagnostische Verfahren entwickeln und erproben Empfehlungen treffen Erstberatung 16

17 Auswahl und Zulassung Der Beruf Lehrerin/ Lehrer stellt besondere Anforderungen (Kompetenzmodell!) Diese besonderen Anforderungen sollten vor Beginn des Studiums transparent gemacht werden Es gilt Individuelle Stärken und Motivation zu klären, Empfehlungen zu treffen, Erstberatung zu leisten Wenn Abstände zu Anforderungen unerreichbar zu sein scheinen, Ablehnung (ggf. Auswahl) Es sind neue diagnostische Verfahren zu entwickeln Generell: Lehrerbildung über die Berufslaufbahn mit systematischer Personalentwicklung 17

18 Auswahl und Zulassung Der Beruf Lehrerin/ Lehrer stellt besondere Anforderungen (Kompetenzmodell!) Diese besonderen Anforderungen Konsequenzen sollten vor Beginn des Studiums transparent Auswahlgespräche gemacht werden Es gilt Individuelle Diagnostische Stärken und Verfahren Motivation zu klären, Empfehlungen zu treffen, Erstberatung zu leisten Studienbegleitende Beratung Wenn Abstände zu Anforderungen unerreichbar zu sein scheinen, Ablehnung Auswahlverfahren (ggf. Auswahl) Es sind neue Personalentwicklung diagnostische Verfahren zu entwickeln Generell: Lehrerbildung über die Berufslaufbahn mit systematischer Personalentwicklung 18

19 Was bedeutet Exzellenz in der (fachbezogenen) Lehramtsausbildung? Fachliches Wissen und Können Fähigkeiten der Vermittlung von fachlicher Kompetenz Sinn für einen qualitätsvollen Unterricht Verantwortliches Handeln im ganzheitlichen Kontext Fähigkeit zu Kooperation und Diskurs in der Schule Fundamente für ein lebenslanges Lernen 19

20 Förderung professioneller Kompetenzen: Curriculum Mathematik Lehramt an Gymnasien 20

21 Förderung professioneller Kompetenzen Verzahnung von Fachwissenschaft und Fachdidaktik im Hinblick auf Schule und Unterricht 21

22 Fachbezogene Abstimmung von Curricula (am Beispiel Mathematik/Physik) 22

23 Förderung professioneller Kompetenzen Verzahnung von Erziehungswissenschaft und Fachdidaktik anhand konkreter Fragestellungen 23

24 paedagogicum Frühzeitiger, angeleiteter Kontakt mit dem Berufsfeld Die TUM Referenzschulen bieten ein anregendes und hochwertiges Umfeld für das Praktikum Mentorensystem im Aufbau (Alumni) 24

25 Die (ganz simple) Philosophie der Exzellente Absolventinnen und Absolventen Lehrerinnen und Lehrer Motivierte Studentinnen und Studenten Interessierte Schülerinnen und Schüler 25

26 Danke fürs Zuhören! Österreichischer Wissenschaftsrat Wien, 15/

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