Batman lebt! He, Flatter, pass doch auf! Du fliegst schief!, rief einer seiner Brüder, als er wieder einmal fast mit ihm zusammengeprallt wäre.

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1 Batman lebt! Kopfüber hing die Fledermaus ganz oben in nem alten Haus. Und unter ihr, in seinem Bett, schlief Klaus und träumte gar nicht nett: von Ungeheuern und Bösewichten, die vermögen Schlimmes anzurichten. Das muss doch jemand melden! Ich brauche einen Helden!, dacht am Morgen dieser Bube. und hängt sich Batman in die Stube. Während Klaus schlief und schlecht träumte, flog ein kleiner Fledermausjunge er hieß übrigens Flatter durch die Nacht und fing Mücken. Seine zahlreichen Geschwister waren alle älter, größer und flinker als er. Egal, wie sehr er sich anstrengte, er konnte nicht so schnell fliegen, nicht so viele Mücken fangen, nicht so tolle Loopings drehen. Im Gegenteil irgendetwas mit seinem Radar stimmte nicht er stieß öfter mal gegen eine Mauer oder einen Ast oder verfehlte ein Insekt. He, Flatter, pass doch auf! Du fliegst schief!, rief einer seiner Brüder, als er wieder einmal fast mit ihm zusammengeprallt wäre. Flatter landete unter einem Dachvorsprung und zog den Kopf unter die Flügel. Ich bin so dumm! Nichts kann ich richtig machen, alle lachen nur über mich. Ich bin eine Schande für die Familie!, fiepte er verzweifelt. Dann fiel sein Blick zufällig in Klaus Zimmer. Dort an der Wand hingen Poster von einer Fledermaus einer seltsamen Fledermaus! Der untere Teil ihres Gesichts war hell und wirkte anders als bei den Fledermäusen, die Flatter kannte.

2 Die sieht aber komisch aus!, dachte Flatter und setzte sich auf das Fenstersims, um sie genauer zu betrachten. Dabei schlug er mit den Flügeln, um nicht hinunterzufallen. In diesem Moment wachte Klaus auf. Gerade noch hatte er geträumt, dass finstere Schurken die Weltherrschaft an sich reißen wollten und dass nur Batman die Menschheit retten konnte. Nun öffnete er die Augen, blinzelte und sah Batman an der Wand. Nein, nicht auf seinem Poster! Ein lebendiger Batman schlug mit den Flügeln. Es gibt dich wirklich!, rief Klaus begeistert und schaltete die Nachttischlampe ein, worauf Batman von der Wand verschwand. Halt, bleib hier! Klaus sah sich in seinem Zimmer um. Wo bist du hin? Dann entdeckte er einen schwachen Schatten an der Wand. Rasch löschte er das Licht ja! Batman war irgendwo da draußen auf der Straße, um das Böse zu bekämpfen. Du bist mein Vorbild!, seufzte Klaus glücklich und war schon wieder eingeschlafen. Am nächsten Tag in der Schule beobachtete Klaus, wie drei große Burschen auf einen kleinen losgingen und ihn bedrohten. Was würde Batman jetzt machen?, fragte er sich. Bevor er handeln konnte wovor er sich eigentlich fürchtete, läutete es zur nächsten Stunde. Am Nachmittag durchwühlte Klaus Mamas Stoffkiste und jauchzte, als er einen weiten, alten, schwarzen Rock entdeckte. Mit einer Schere zerschnitt er ihn, nähte aus einem Teil des Bundes zwei Schulterriemen und schlüpfte dann hinein. Ich bin Batman und rette die Welt vor den Bösewichtern! Er sprang vom Bett und breitete dabei seine Flügel aus, dann kletterte er auf den Schreibtisch und sprang von dort auf den Boden.

3 In der Nacht hatte er einen Alptraum: Er sah wieder die großen Burschen, doch diesmal bedrängten sie ihn und drohten ihm Prügel an. Schweißgebadet wachte er auf und sah erneut den Schatten von Batman dem echten, dem richtigen Batman an der Wand. Er sprang aus dem Bett, schlüpfte in den schwarzen Stoff und bat: Zeig mir, wie ich kämpfen kann! Flatter, der vor dem Fenster saß, staunte. Vor seinen Augen hatte sich ein Mensch in eine Fledermaus verwandelt. War das etwa die Große Fledermaus, von der berichtet wird, dass sie nur alle hundert Jahre erschien und auch dann nur ganz besonderen Fledermäusen? Er erschauderte. Bitte, Große Fledermaus, lehre mich, wie ich schnell fliegen und viele Mücken jagen kann!, bat er, dann schlug er mit den Flügeln. Klaus sah, wie Batman mit den Flügeln schlug, und machte es ihm nach. Mein Wunsch wurde erhört! Flatter schlug wieder mit den Flügeln und die Große Fledermaus tat dasselbe. Klaus war so glücklich, dass er einen Freudentanz aufführte: eine Mischung aus Moonwalk und Breakdance. Flatter riss die Augen auf: Wow! So also jagt die Große Fledermaus! Er schlug einen Rückwärtssalto und kippte dabei vom Fenstersims. Danke, Batman!, rief Klaus, legte den Umgang ab und kroch wieder ins Bett, wo er mit einem Lächeln auf dem Gesicht einschlief.

4 In seinem Traum tanzte er mit Batman, dann flogen sie gemeinsam über die Stadt und er half ihm, die Bösewichter zu besiegen. Während Klaus schlief und dabei mit den Armen und Beinen zuckte, flitzte Flatter durch die Nacht. Immer wieder wechselte er die Richtung, flog mal aufrecht, mal kopfüber und drehte sich dabei um seine eigene Achse. Dabei erwischte er erstaunlich viele Mücken und wich wie durch ein Wunder jedem Hindernis aus. Seine Brüder kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Flatter, was ist in dich gefahren? Woher kommen plötzlich all die Kunststücke? Einer fragte spaßhalber: Hast du die Große Fledermaus getroffen? Flatter nickte nur stumm und stürzte sich dann in die Tiefe. Über eine so besondere Begegnung wollte er nicht sprechen das war etwas ganz Persönliches und Privates. Danke!, flüsterte er nur und versuchte einen doppelten Salto rückwärts der ihm sogar gelang.

5 Dein Ausmalbild. Wenn du möchtest, kannst du das Bild anmalen oder mit deinen Ideen noch weiter ausschmücken. Die Figuren freuen sich über deine Beachtung und werden mit deinen Farben noch fröhlicher und lebendiger.

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