EINKAUF PRODUKTION VERKAUF

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1 1.2.Prozessaufbereitung Prozessabläufe und betriebliche Problemstellungen Betrieblicher Prozess: inhaltliche und logische Folge von Funktionen zur Erzeugung von Produkt oder Dienstleistung Verknüpfung der Prozesse bilden Wertschöpfungskette(n) Wertschöpfungsketten vom Zulieferer bis zum Endprodukt Kerngeschäftsprozesse Wareneingang, Produktion, Warenausgang, Vertrieb Unterstützungsprozesse Personalabteilung, Buchhaltung, EDV, Controlling Zulieferer Systemanbieter Unternehmen Kunde dessen Kunde EINKAUF PRODUKTION VERKAUF Entscheidend: Wertschöpfungsbeitrag des jeweiligen Prozesses zuerst Optimierung des höchsten Beitrages usw. Ein Geschäftsprozess ist wiederholbar, mit Wertschöpfung verbunden und nutzt die Ressourcen einer oder mehrerer Organisationen. Er kann Teil eines anderen Geschäftsprozesses sein oder andere Geschäftsprozesse enthalten bzw. diese anstoßen. Geschäftsprozesse gehen oft über Abteilungs- und Betriebsgrenzen hinweg und gehören zur Ablauforganisation eines Betriebs. (wikipedia) Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten -

2 1.2.Prozessaufbereitung Prozessabläufe und betriebliche Problemstellungen https://www.bsi.bund.de/de/themen/itgrundschutz/itgrundschutzschulung/webkurs1004/3_businessimpactanalysieren/1_geschaeftsprozessebestimmen/geschaeftsprozessebestimmen_node.html; wikipedia

3 1.2.Prozessaufbereitung Prozessabläufe und betriebliche Problemstellungen Kurzerklärung Wertschöpfungskette: Managementkonzept von Porter (amerik. Betriebswirt, geb. 1947). Die Wertschöpfungskette stellt die zusammenhängenden Unternehmensaktivitäten des betrieblichen Gütererstellungsprozesses grafisch dar. Ausführlich: Alle Aktivitäten eines Unternehmen im Vermarktungsprozess eines Produktes. Unternehmen entwickeln nicht in allen Beschaffungs-, Produktions-, Marketings- und Vertriebsfunktionen herausragende Leistungsfähigkeit, um den Wettbewerbsanforderungen zu genügen. Die Wettbewerbsfähigkeit ergibt sich aus der optimalen Umsetzung einer jeden einzelnen Aktivität der Wertschöpfungskette. Bei der Wertschöpfungskettenanalyse zeigt sich, bei welcher Aktivität jeweils das Unternehmen Kernkompetenz verfügt, also aus der Kunden-beziehungsweise Marktperspektive eine überragende Effizienz erreicht. Die Positionierung umfasst sowohl die Primäraktivitäten, die Prozessabschnitte, als auch die Sekundäraktivitäten, also die Aufgaben, die für die Abwicklung des Gesamtsystems notwendig sind. Im nächsten Schritt werden in Form einer Stärken- /Schwächenanalyse die weniger ausgeprägten Kompetenzen dahingehend untersucht, ob es sich rechnet, diese aufzubauen oder ob es wirtschaftlicher ist, auf die Kompetenzen von Dienstleistern zurückzugreifen (Outsourcing) Outsourcing: Auslagerung von bisher in einem Unternehmen selbst erbrachen Leistungen an externe Auftragnehmer oder Dienstleister (DUDEN) Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten -

4 1.2.Prozessaufbereitung Grundlagen des Supply Chain Management Eine Supply Chain wird gekennzeichnet durch den Informations-, Material- und Wertefluss, der in jeder Supply Chain in der letzten Stufe einen Endkunden erreicht. Dabei werden in einer oder mehreren Stufen von der Grundstoffindustrie über die verarbeitende Industrie und den Handel eine Reihe von Unternehmen durchlaufen. Diese Kette ist für jedes einzelne Produkt genau definiert. Somit ist jedes Produkt einer Supply Chain zugeordnet, die alle Unternehmen, die zu dessen Wertschöpfung vom Rohstoff bis zum Endprodukt beitragen, und alle Kunden bis hin zum Endkunden umfasst. Jedes produzierende Unternehmen kann demzufolge, je nach Art und Umfang der von ihm hergestellten Produkte, Teil einer oder mehrerer Supply Chains sein [vgl. Pfohl (2000), S. 165ff]. Supply Chain Management Supply Chain = überbetriebliches Produktions- und Logistiknetzwerk, umfasst alle Beschaffungs-, Produktions-, Lager und Transportaktivitäten vom Rohstofflieferanten bis zum Endkunden. Aufgabe: sämtliche Material- und Informationsströme innerhalb einer Supply Chain zu planen, zu steuern und zu koordinieren, Ziel: Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Supply Chain, z.b. durch verbesserten Kundenservice oder Kostenreduktionen, zu sichern [vgl. Christopher (1992), S. 12ff.] 1. Erklärung: Aufbau und Verwaltung integrierter Logistikketten (Material- und Informationsflüsse) über den gesamten Wertschöpfungsprozess, (Rohstoffgewinnung -> Veredelungsstufen -> Endverbraucher) = die aktive Gestaltung aller Prozesse, um Kunden oder Märkte wirtschaftlich mit Produkten, Gütern und Dienstleistungen zu versorgen. EDV-gestützter Austausch von planungsrelevanten Daten zur Abstimmung von Beschaffungs-, Produktions- und Vertriebsplanungen, Unternehmen können auf Störungen unmittelbar mit Planänderungen reagieren. 2. Ziele: Optimierung der Leistungen und Services der Supply Chain in Bezug zu den eingesetzten Kosten. 3. Voraussetzungen: a) Integration der Informationsverarbeitung zwischen den Partnern der Supply Chain; Schaffung geeigneter Schnittstellen oder Services zum Informationsaustausch zwischen den Stufen der Supply Chain b) Notwendigkeit, Zulieferer und Abnehmer über Störungen in der eigenen Logistikkette zu informieren; setzt ein hohes Maß an Vertrauen zwischen den Partnern der Supply Chain voraus. Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten - wirtschaftslexikon.gabler.de/archiv/56470/supply-chain-management-scm-v11.html

5 Analyse der Rahmenbedingungen Funktionsbereiche einer ERP-Software: - sollten weitgehend alle Geschäftsprozesse abbilden; - durchgehende Integration (Abkehr von Insellösungen) führt zu einem ganzheitlichen ERP-System zur unternehmensweiten Ressourcenverwaltung - - verbessern den Kommunikationsfluss, können im Sinne von E-Collaboration* die Zusammenarbeit im Unternehmen effizienter gestalten. * (dezentralen computergestützten Zusammenarbeit von zeitlich oder räumlich getrennten Teams und Gruppen) Ein ERP-System ist eine komplexe Anwendungssoftware zur Unterstützung der Ressourcenplanung eines gesamten Unternehmens. Enterprise-Resource-Planning (ERP) = unternehmerische Aufgabe, die in einem Unternehmen vorhandenen Ressourcen (Kapital, Betriebsmittel oder Personal) möglichst effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen zur Optimierung der Steuerung von Geschäftsprozessen. Typische Funktionsbereiche von ERP-Systemen: - Materialwirtschaft (Beschaffung, Lagerhaltung, Disposition) - Produktion bzw. Produktionsplanung und steuerung - Bedarfsermittlung - Finanz- und Rechnungswesen - Controlling - Personalwirtschaft - Forschung und Entwicklung - Verkauf und Marketing - Stammdatenverwaltung - Stückliste - Produktdatenmanagement - Dokumentenmanagement Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten -

6 Analyse der Rahmenbedingungen Enterprise-Resource-Planning (ERP) - System Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten - Screenshot einer sog ERP Software; SOG Business Software GmbH

7 Analyse der Rahmenbedingungen Aufbau eines Prozesses: Ein Objekt als Ergebnis eines Vorgängerprozesses liefert einen INPUT Dieser wird durch die Prozessfunktionen bearbeitet. So wird ein OUTPUT erzeugt Enterprise-Resource-Planning (ERP) Um Software im Unternehmen nutzen zu können müssen alle Geschäftsprozesse beschrieben und modelliert (abgebildet, dargestellt) werden. Verwendung von Referenzmodellen aus der jeweiligen Branche als Prototypen, müssen individuell auf den Bedarf des Unternehmens angepasst werden OBJEKT INPUT Prozess-Funktionen OUTPUT OBJEKT Objekt: Ergebnis eines Prozesses, das einen Input für den nächsten Prozess gibt. Input: Auslöser eines Prozesses Prozessfunktionen: die einzelnen Bearbeitungsschritte Output: Ergebnis des Prozesses, gegenüber dem Input besteht ein Wertzuwachs Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten - wikipedia

8 Analyse der Rahmenbedingungen Soll-Analyse: Anforderungskonzept auf Basis bisheriger Analysen als Grundlage für das Pflichtenheft als Teil des Vertrages. - Verständliche Erläuterung der Anforderungen und Funktionen (notwendige und gewünschte Kriterien, auch bestehende Standards o.ä.) - Einsatzbedingungen (Anwenderbereiche, Zielgruppe der Anwender; wichtig: Kompatibilität mit vorhandener Software - Datenmodell: Beschreibung bestehender und zu erstellender Daten (Datenaustausch!) - Informationsfluss: zwischen Programmteilen und mit anderen Programmen, Beschreibung der Schnittstellen mit anderen Prozessen - Ergonomie: Benutzeroberfläche, Bedienungselemente, Eingabemaske usw.) - Lieferumfang: Mitlieferung der Quelltexte (Grundlage für weitere Entwicklung)? - Termine: Meilensteine, Endtermine - Ansprechpartner: im Pflichtenheft zu nennende Projektleiter, Entwickler usw. Enterprise-Resource-Planning (ERP) Ist-Analyse: Dokumentation der Einsatzprozesse, für die die ERP geplant werden soll; Ermittlung von Stärken und Schwächen der bisherigen Vorgehensweise; wenn bereits EDV-gestützt: Hardware, Netzwerke, Schnittstellen, Betriebssysteme, Standard-/Individualsoftware, Daten, Datenformate, Beschreibung des Datenflusses Konzepte zur Überführung vorhandener Daten in den Rechner zur Verwendung mit dem neuen Programm Pflichtenheft: beschreibt in konkreter Form, wie der Auftragnehmer die Anforderungen des Auftraggebers lösen will wie und womit. Lastenheft: möglichst präzise Beschreibung der Forderungen des Auftraggebers was er entwickelt oder produziert haben möchte. Wenn der Auftraggeber das Pflichtenheft akzeptiert sollte die eigentliche Umsetzungsarbeit beim Auftragnehmer beginnen. (Wikipedia) Realisierungsphase: Softwareentwickler setzt das Konzept um in ein lauffähiges Programm Einführungsphase: Installation und Tests durch Händler, Systemhaus, Hersteller oder eigene Mitarbeiter Rainer Heinrich 2014, Nachdruck verboten - IHK

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