Handbuch ECDL 2003 Basic Modul 2: Computermanagement und Dateiverwaltung Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen

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3 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung - Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen Inhaltsverzeichnis 1 EINLEITUNG DAS VIRUS UND SEINE AUSWIRKUNGEN DIE VERBREITUNG VON VIREN SCHUTZ VOR VIREN BEISPIEL: SCANNEN EINER DISKETTE ZUSAMMENFASSUNG... 11

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5 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen 1 Einleitung In dieser Lerneinheit beschäftigen Sie sich mit Computer-Viren und deren Auswirkungen auf Ihren Rechner. Sie lernen Möglichkeiten kennen, wie Sie sich vor Viren schützen können und benutzen anschließend in der Simulation ein Viren-Scan-Programm. 1

6 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung 2 Das Virus und seine Auswirkungen Die zunehmende Anzahl an Computern weltweit und die Vernetzung über das Internet lässt die Gefahr für die Verbreitung von Computer-Viren stark ansteigen. Sie denken bei dem Wort Viren an biologische Krankheitserreger? Im übertragenen Sinn gibt es tatsächlich eine Gemeinsamkeit: Sowohl das Computer-Virus als auch das biologische Virus suchen einen Wirt, um ihn zu infizieren und sich zu vermehren. Viren sind Schadprogramme und verfolgen hauptsächlich den Zweck, den Betriebsablauf eines Computers zu stören oder zu zerstören. Harmlose Viren spielen zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Musik ab, öffnen das CD-ROM-Laufwerk oder verändern die Bildschirmoberfläche. Bösartige Vertreter führen dazu, dass der Rechner nicht mehr gestartet werden kann oder die Daten Ihrer Festplatte komplett gelöscht werden trat der erste Computer-Virus auf. Er hieß "Pakistani Brain" und betraf nur Disketten. Sie waren damals noch das gebräuchliche Medium für den Datenaustausch. Bekannt wurde auch im Mai 2000 das Virus namens I LOVE YOU, das Schäden in Milliardenhöhe verursachte. Inzwischen wächst die Anzahl der Viren kontinuierlich und auch ihr Gefährlichkeitsgrad variiert. Datenverluste- oder beschädigungen sind bei Virenbefall also keine Seltenheit. Um so wichtiger ist eine regelmäßige Datensicherung Ihrer Daten von der Festplatte auf externe Datenträger wie beispielsweise Zip-Disketten oder Streamer-Cassetten. Dieses so genannte Backup dient dazu Ihren ursprünglichen Datenbestand wiederherzustellen. 2

7 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen 3 Die Verbreitung von Viren Sie kennen nun einige Virenarten und ihre Verbreitungswege. Lesen Sie sich die zusammengefassten 'Infektionswege' noch einmal in Ruhe durch. 3

8 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung 4 Schutz vor Viren Der wirksamste Schutz gegen Viren wäre also folgerichtig, keine fremden Daten und Programme auf Ihrem Computer zu nutzen. Aber in Zeiten globaler Vernetzung ist dieser Rat unvorstellbar. Sinnvoller erscheint es Daten aus fremder Hand wie dem Internet sowie Datenträger vor der ersten Benutzung mit dem so genannten Virenscanner zu überprüfen. Außerdem sollten die gesamten Daten auf Ihrem Computer regelmäßig einem Komplett- Virenscan unterzogen werden. 4

9 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen Der Virenscanner ist für das Aufspüren der digitalen Angreifer zuständig. Dementsprechend können Sie davon ausgehen, dass die namhaften Virenbekämpfungsprogramme auf dem neuesten Stand unterschiedlicher Prüfverfahren sind. Die besondere Stärke der Virenscanner liegt folglich in der Erkennung und Bekämpfung bereits bekannter Viren. Wird ein Virus identifiziert, dann gibt der Scanner eine Warnmeldung aus und übergibt das Ergebnis an den Desinfizierer. Nun wird die Datei, je nachdem wie der Virenscanner konfiguriert ist, entweder vom Virenprogrammcode gereinigt, isoliert oder ganz gelöscht. 5

10 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung Führen Sie nun anhand eines Übungsbeispiels ein Viren-Scan-Programm aus, und überprüfen Sie bitte in der folgenden Simulation das Laufwerk (A:) auf Viren. 6

11 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen 5 Beispiel: Scannen einer Diskette Rufen Sie bitte das Kontextmenü des Disketten - Laufswerks auf und lassen Sie anschließend den Virenscanner nach Viren suchen. > Klicken Sie zum Öffnen des Kontextmenüs mit der rechten Maustaste auf. > Wählen Sie den Eintrag aus. 7

12 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung Der Virenscanner zeigt Ihnen, dass die Virenprüfung auf Laufwerk (A:) abgeschlossen ist. Und tatsächlich: Eine virulente Datei namens Geburtstag.bmp wurde entdeckt! Gleich neben dem Dateinamen sehen Sie auch den Virennamen. > Klicken Sie in den freien Bereich der Bildlaufleiste. 8

13 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen Neben der Bezeichnung des Computers, dem Benutzernamen und der Information, dass die Virenprüfung auf dem Laufwerk (A:) stattfand, ist vor allem von Interesse, dass die Datei isoliert wurde. Sie kann nun keinen Schaden mehr anrichten. Es ist also unbedingt notwendig, Anti-Viren-Programme zu benutzen. Weil immer wieder neue Viren auftauchen, müssen die Anti-Viren-Programme regelmäßig mit den neuesten Virendefinitionen zur Erkennung dieser Viren aktualisiert werden. Je nach Konfiguration des Virenprogramms erfolgt eine Aktualisierung entweder automatisch oder manuell über das Internet. > Schließen Sie das Fenster über die Schaltfläche. 9

14 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung Mit der erfolgreichen Durchführung eines Virenscans haben Sie die Lerneinheit beendet. Um sich die wichtigsten Lernziele noch einmal zu vergegenwärtigen, schalten Sie bitte weiter zur Zusammenfassung. 10

15 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen 6 Zusammenfassung Das Virus und seine Auswirkungen Die Anzahl der Viren wächst kontinuierlich und ihr Gefährlichkeitsgrad variiert. Dies ist auch als Folge der internationalen Vernetzung über das Internet zu sehen. Viren verfolgen hauptsächlich den Zweck, den Betriebsablauf eines Computers zu stören oder zu zerstören. Dabei kann es zu Datenverlusten oder zu Datenbeschädigungen kommen. 11

16 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung Die Verbreitung von Viren Es gibt eine Vielzahl an Viren und Verbreitungswegen: - Boot-Viren befallen die Systemstartbereiche auf Festplatten und Disketten. Jeder nicht schreibgestützte Datenträger wird nach dem Befall infiziert. Nach jedem Start (Booten) des Computers wird dieser Virus-Typ wieder automatisch aktiv. - Makro-Viren befallen Dokumente und werden über Makros der Office-Programme übertragen. Makros sind kleine Programme, die bestimmte gebündelte Befehle innerhalb einer Anwendung automatisch ausführen. Wird solch ein Makro in einem von Viren befallenen Dokument aufgerufen, wird das Virus aktiv. - Trojanische Pferde verstecken sich oft in scheinbar ganz normalen und nützlichen Programmen. Sie werden jedoch dazu genutzt, Daten auf der Festplatte auszuspionieren. Trojanische Pferde tarnen sich also oft unter anderen Namen oder harmlosen Programmtiteln und können im Huckepack-Verfahren mit einem anderen Virus oder einem normalen Programm übertragen und installiert werden. - Datei-Viren hängen sich an das Ende, den Anfang oder mitten in den Programmcode ausführbarer Dateien an oder ersetzen den Programmcode. Wird das Programm gestartet, setzt der Virus seine Schadensroutine frei und/oder kopiert sich in weitere Programme. - Würmer sind eigenständige Programme, die auf Netzwerke wie dem Internet losgelassen werden. Dabei dringt der Wurm in den Rechner ein, wenn er passende Schwachstellen findet. Zum Beispiel hängt es sich an s und verbreitet sich so von Rechner zu Rechner. - Neben echten und gefährlichen Viren gibt es Nicht-Viren. Sie geben Alarmmeldungen aus, die meist per das Auftreten eines extrem gefährlichen Virus melden. Tatsächlich existiert der genannte Virus aber gar nicht! Er wurde lediglich als Scherz gebastelt. Diese Scherz-Viren werden Hoax genannt. 12

17 Grundbegriffe: Viren und Daten auf Viren prüfen Schutz vor Viren Der Virenscanner entdeckt virulente Dateien. Entsprechend müssen namhafte Virenbekämpfungsprogramme auf dem neuesten Stand aller Virenkreationen sein. Daher müssen die Virenscanprogramme immer mit den neuesten Virendefinitionen versorgt werden. Virendefinitionen erhalten Sie vom Hersteller des Virenprogramms. Sie können in der Regel automatisch oder manuell vom Internet herunter geladen und anschließend installiert werden. Nachdem ein Virus identifiziert wurde, übergibt der Scanner das Ergebnis an den Desinfizierer. Nun wird die Datei je nachdem wie das Virenscanprogramm konfiguriert ist, entweder vom Virenprogrammcode gereinigt, isoliert oder ganz gelöscht. Neben dem regelmäßigen Scan der gesamten Daten eines Computers, empfiehlt es sich alle fremden Daten vor Benutzung zu scannen. Neben dem manuellen Scannen von Daten, sind heutige Virenscanner in der Lage Daten permanent während des Arbeitens zu scannen. Je nach Virenprogrammshersteller erhält diese Funktion einen anderen Namen, beispielsweise Echtzeitschutz. Ob und wie gut ein Virenscanner arbeitet, hängt davon ab wie er konfiguriert ist. 13

18 ECDL 2003 Modul 2 Computermanagement und Dateiverwaltung Scannen einer Diskette Um eine schnelle Überprüfung mit dem Virenscanner durchzuführen, öffnen Sie das Arbeitsplatzfenster und wählen das Laufwerk mit der rechten Maustaste aus. Sie können auch einen einzelnen Ordner oder eine Datei auf Viren überprüfen. Es erscheint ein Kontextmenü. Hier aktivieren Sie den Eintrag, um nach Viren zu suchen. Der Virenscanner zeigt Ihnen an, wann die Suche abgeschlossen ist und ob virusbefallene Dateien gefunden und wie Sie unschädlich gemacht wurden. Eine Virenprogramm kann auch über das Programme-Menü im Startmenü geöffnet werden. Über das Virenprogramm können Sie alle Laufwerke und Daten nach Viren überprüfen. In der Regel wird jeder Scanvorgang und jedes Prüfungsergebnis in einem Bereicht protokolliert. 14

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