Das sichere Netz der KVen

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1 Das sichere Netz der KVen Das sichere Netz der KVen Stefan Holtkamp, Kassenärztliche Bundesvereinigung

2 Das sichere Netz der KVen Agenda Das sichere Netz der KVen Was ist das? Motivation für den Aufbau Aufgaben der KBV Vorgaben Zertifizierungen Überprüfungen Betriebssicherung Mehrwertanwendungen im SNK

3 Das sichere Netz der KVen Das sichere Netz der KVen Was ist das? Kurze Historie zum Aufbau des sicheren Netzes der KVen (SNK): Im Jahr 2008 begannen die Planungen zur Vernetzung aller KVen, Ärzte und Psychotherapeuten untereinander. Im Ergebnis wurde der KV-Backbone konzipiert und ausgeschrieben. Nach Realisierung des KV-Backbone konnten alle über KV-SafeNet angeschlossenen Ärzte alle Dienste im KV-Backbone erreichen. Hintergrund war die nicht vorhandene Telematikinfrastruktur (TI) sowie ein Beschluss der Vertreterversammlung der KBV zur Einführung der Online-Abrechnung.

4 Das sichere Netz der KVen Was ist das? Das SNK Das sichere Netz der KVen ist ein vom Internet getrenntes Netzwerk für Vertragsärzte und -psychotherapeuten. Zugang zu diesem Netzwerk erhalten die von den KVen zugelassenen Teilnehmer über ein sogenanntes virtuelles privates Netzwerk (VPN). Hiervon existieren zwei Umsetzungen, wobei nur KV-SafeNet von allen KVen genutzt wird. bietet dem Arzt eine starke Absicherung für die digitale Übertragung von Patienten- und Sozialdaten gegen Zugriffe unbefugter Personen. schützt durch den KV-SafeNet-Router nicht nur die digitale Übertragung von Daten sondern auch das gesamte Praxisnetz vor unberechtigten Zugriffen.

5 Das sichere Netz der KVen Das sichere Netz der KVen Motivation Quelle: Die Welt ( )

6 Das sichere Netz der KVen Motivation Das sichere Netz der KVen Die Motivation für die Einführung von KV-SafeNet bzw. des sicheren Netzes der KVen (SNK) als Standardübertragungsweg für Sozial- und Gesundheitsdaten ist die immer stärker voranschreitende Digitalisierung der Kommunikation in nahezu allen Bereichen der Gesellschaft. Auch die Kommunikation im vertragsärztlichen Bereich ist hiervon nicht ausgenommen. Die Unsicherheit der Datenübertragung im Internet ist spätestens seit dem NSA-Whistleblower Edward Snowden hinlänglich bekannt. Weder einzelne Praxen noch die Körperschaften sollten diesen Umstand auf die leichte Schulter nehmen. Auch die Bundesregierung hat diesen Trend schon frühzeitig erkannt und ein IT-Sicherheitsgesetz auf den Weg gebracht. Somit ist das vom KV-System formulierte Ziel für das SNK mit der Anbindungslösung KV-SafeNet, medizinische Daten sicher zu übermitteln, kein Selbstzweck. Vielmehr möchte das KV-System hiermit die gesetzliche Verpflichtung der KV-Mitglieder zur Einhaltung von Datenschutz und Datensicherheit auf höchstem technischem Niveau unterstützen.

7 Das sichere Netz der KVen Aufgaben der KBV Vorgaben Betriebssicherung Vorgabe von Regularien die Regularien des SNK machen in erster Linie sicherheitstechnische Vorgaben unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu aktuell verfügbaren Sicherheitsmechanismen. Darüber hinaus werden die Rechte der Vertragsärzte und -psychotherapeuten gegenüber der Dienstleister durch Vorgabe von Vertragspassagen gestärkt. Sicherung des SNK-Betriebs also Support für KVen und externe Beteiligte sowie Steuerung der für den Betrieb beauftragten Dienstleister.

8 Das sichere Netz der KVen Aufgaben der KBV Zertifizierungen Überprüfungen Durchführung von Zertifizierungen auf Basis der Regularien erfolgen Zertifizierungen von Dienstleistern (KV-SafeNet-Provider, Anbieter von Anwendungen, KVen). Eine Zertifizierung wird nur ausgesprochen, wenn der geprüfte Dienstleister alle gemachten Vorgaben erfüllt und muss spätestens alle drei Jahre erneuert werden. Überprüfungen einmal pro Zertifikatslaufzeit werden die für das SNK zertifizierten Dienstleister einer Überprüfung unterzogen. Es werden sogenannte Penetrationstests (Hackertests) durchgeführt. Weiterhin wird die Einhaltung aller Anforderungen im laufenden Betrieb des Dienstleisters geprüft (Auditierung).

9 Das sichere Netz der KVen Mehrwertanwendungen im SNK Applikationstypen u. Anwendungen Dokumentationssysteme Datenannahmesysteme Rückmeldesysteme Onkologie Dokumentation Mammographiescreening Online-Abrechnung edmp-anwendung Hauptkrebsscreening Praxisbenchmarking Bereitschaftsdienst..

10 Mehrwertanwendungen im SNK Medikationsplanmanagement Das sichere Netz der KVen Der Sächsische und der Thüringer Apothekerverband (SAV, ThAV), die Kassenärztlichen Vereinigungen in Sachsen und Thüringen (KVS, KVT) und die AOK PLUS haben gemeinsam am 1. April 2014 die Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen ARMIN gestartet. Mit dem Modellvorhaben soll die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimittelversorgung erhöht werden. Zur Jahresmitte haben sich jetzt nach Auskunft der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen in beiden Bundesländern jeweils 100 Ärzte als ARMIN-Teilnehmer eingeschrieben. Die Bereitstellung und Nutzung eines Dienstes zur Optimierung des Medikationsplanmanagements erfolgt im SNK. Der Dienst wird nach Verfügbarkeit sowohl von Ärzten als auch von Apothekern genutzt, aus diesem Grund werden für ARMIN erstmalig Apotheker an das SNK angebunden.

11 Das sichere Netz der KVen Mehrwertanwendungen im SNK Krebsregistermeldungen und Telemedizin Das Krebsregister NRW hat für die Übertragung der Dokumentationen das SNK als alleinigen Übertragungsweg festgelegt. EpiCan Meldesoftware zur Meldung von Tumorerkrankungen an das epidemiologische Krebsregister in NRW Das Gesetz über Krebsregister des Bundes legt die Krebsregistrierung in den Hoheitsbereich der Länder. Gleichzeitig verpflichtete sie diese zum Aufbau entsprechender Einrichtungen und der Verankerung in der jeweiligen Landesgesetzgebung. Der Gesetzgeber hat der Selbstverwaltung einen Auftrag zur Einführung telemedizinischer Leistungen in den EBM erteilt. Mögliche Anwendungen wie z. B. der elektronische Arztbrief und die telemedizinische Nachsorge von Herzschrittmachern und ICDs sollen frühzeitig verfügbar werden: Bis zur Verfügbarkeit der Telematikinfrastruktur (TI) können diese telemedizinischen Dienste im SNK angeboten und genutzt werden.

12 Das sichere Netz der KVen Mehrwertanwendungen im SNK elektronische Behandlungsinformationen Die Anwendung ebi (elektronische Behandlungsinformationen) der Knappschaft-Bahn-See (KBS) soll im SNK angeboten werden. Im Rahmen einer Kooperation zwischen der KBS und der KV Telematik GmbH ist geplant, den Dienst im SNK KV-übergreifend zu pilotieren. Die Knappschaft stellt die für die Behandlung relevanten Informationen des Patienten den behandelnden Ärzten und Kliniken zur Verfügung: aktuell verordnete Arzneimittel zurückliegende Erkrankungen und Behandlungen Namen und Kontaktdaten der beteiligten Ärzte Angaben zu früheren Krankenhausaufenthalten

13 Das sichere Netz der KVen Das sichere Netz der KVen Anteil der SNK-Teilnehmer pro KV Ca.: Teilnehmer 41,8 % 100 % 12,7 % 100 % Hamburg Bremen 100 % 100 % 22,0 % 100% 0,9 % 6,0 %* Berlin Das KV-System hat das größte Gesundheitsnetz Deutschlands etabliert und ist bereit für die TI. 16,1 % 100 % 42,1 % 33,8 % 19,9 % 48,0 % 75 % 14,4 % Stand

14 Das sichere Netz der KVen

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