Georg Kohaupt Osnabrück Der Kontakt zu den Eltern im Konflikt um das Kindeswohl. Fotos: Georg Kohaupt

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1 Georg Kohaupt Osnabrück 2015 Der Kontakt zu den Eltern im Konflikt um das Kindeswohl Fotos: Georg Kohaupt

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4 Warum sind die Eltern so wichdg im Kinderschutz? Königsweg des Kinderschutzes: Die Kinder in einer veränderten, entlasteten Familie belassen. Das wünschen sich die meisten Kinder. Auch in der Trennung brauchen wir die Eltern. Die Prognose für die Kinder ist abhängig: von Qualität der Einrichtung und von Qualität der Trennung.

5 besondere Eltern in besonderen SituaDonen

6 Gliederung: Recht Fall: Ich war ein Betriebsunfall die komplexe Beziehung zwischen uns und den Eltern Übertragung und Gegenübertragung

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8 8a SGB VIII Das Jugendamt / die FachkräSe der Träger sollen die ErziehungsberechDgten sowie das Kind oder den Jugendlichen in die Gefährdungseinschätzung einbeziehen.

9 8a SGB VIII Das Jugendamt bietet geeignete Hilfen zur Abwendung der Gefährdung an. Die FachkräSe der Träger wirken bei den ErziehungsberechDgten auf die Inanspruchnahme von geeigneten Hilfen hin.

10 Art. 1, 4 BuKiSchG Bei gewichdgen Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder eines Jugendlichen sollen sie (Ärzte / Lehrer etc.) mit dem Kind oder Jugendlichen und den PersonensorgeberechDgten die SituaDon erörtern und, soweit erforderlich, bei den PersonensorgeberechDgten auf die Inanspruchnahme von Hilfen hinwirken.

11 ..soweit hierdurch der wirksame Schutz des Kindes oder des Jugendlichen nicht in Frage gestellt wird.

12 Ich war ein Betriebsunfall Frau W., 22 J., Jasmin 4 Jahre Vater?

13 Mathias Hirsch spricht von einem basalen Schuldgefühl,tauf der Welt zu sein

14 Die Ablehnung und in der Ablehnung die versteckte Wut und En_äuschung ihrer Mu_er nimmt sie in sich hinein. (IntrojekDon)

15 Vielleicht kann man das Drama des Kindes traumadsierter Eltern so beschreiben: Das Kind wird für die narzissdschen Bedürfnisse, als Ausfüllung der narzissdschen Wunde der Eltern gebraucht. Es soll ihren inneren Mangel ausgleichen, die unerfüllten Wünsche befriedigen.

16 Die En_äuschung von os völlig unrealisdschen und unbewussten Wünschen an das Kind ist ein häufiges MoDv für den Zusammenbruch der elterlichen Sorge.

17 Wiederholung in der Beziehung zu den Helfern Wunsch nach ReSung, Verständnis massive Ängste vor Ablehnung und Bestrafung Furcht vor Kränkung der elterlichen Kompetenzen Gefühle der Hoffnungslosigkeit Wendung der Wut gegen die Helfer Abwehr und Verleugnung

18 Diese Ausgangslage der Eltern, ihre Beziehung(sstörung), ihre Angst, ihre Wut und ihre Wünsche an uns, lösen bei uns wiederum Gefühle aus, die uns den Kontakt zu diesen Eltern ermöglichen und schwer machen. Gegenübertragung

19 Zugangshindernisse bei Kindeswohlgefährdung auf der Seite der Eltern: ihre Angst vor Strafe, vor dem Verlust des Kindes, ihre Angst vor dem Jugendamt, ihre Angst vor Zurechtweisungen und Ablehnung, ihre Scham- und Schuldempfindungen, ihre Angst vor der zugleich auch erwünschten Hilfe, ihre lebensgeschichtlich erworbenen Probleme, verlässliche Beziehungen einzugehen. (Kinderschutz- Zentrum Berlin)

20 Zugangshindernisse bei Kindeswohlgefährdung auf der Seite der Helfer: Die Angst, beim Schutz eines Kindes zu versagen und sich vorzuwerfen, möglicherweise eine Kindeswohlgefährdung zuzulassen oder zu übersehen Die Angst, morgen in der Zeitung zu stehen oder strafrechtlich zur Verantwortung gezogen zu werden. Das Gefühl von Überforderung und Überlastung Die Angst, etwas falsch zu machen Die Angst, in familiären Notlagen machtlos zu sein (verbunden mit dem Wunsch, sich deshalb machtvoll durchzusetzen). (Kinderschutz- Zentrum Berlin)

21 Zugangshindernisse bei Kindeswohlgefährdung auf der Seite der Helfer (2) Die Vorstellung, ein Kind vor seinen misshandelnden Eltern re_en zu wollen. Die Betroffenheit über die Verletzung eines Kindes und die damit verbundene Aggression gegenüber den Eltern. Die Angst vor den als gewal_ädg erlebten Eltern Nähe zu den Eltern, Ausblendung der Gefährdung des Kindes Die lebensgeschichtlich erworbenen Haltungen und IdenDfikaDonen im Kontext von Familie (Kinderschutz- Zentrum Berlin)

22 Typische Gegenübertragungen Versagenssangst guter und böser Helfer (Spalten) Kindiden0fika0on Elterniden0fika0on Der Helfer als Re:er Hoffnungslosigkeit untergründige Wut

23 Vielleicht hilfreich in der Vorbereitung PerspekDvwechsel Einfühlung in Biografie eigene Gefühle wahrnehmen KollegInnen insoweit erfahrene FachkraS

24 Vielleicht hilfreich: sich Zeit nehmen Sorgen der Eltern hören, sta_ Defizite zu benennen gemeinsame Suche: was könnte besser werden Unterschiede benennen sta_ streiten

25

26 das Jugendamt informieren: gegen den Willen, aber nicht hinter dem Rücken der Eltern möglicherweise im Beisein der Eltern

27 Danke! Ihnen eine gelingende Tagung Kontakt: online.de

*Dresden, April 2012

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