Rollenleitfaden. Leitfaden zu Charakterisierung der Rolle von Mentor*innen und Mentees im Mentoring-Programm der Universität Hohenheim

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1 GESCHÄFTSSTELLE MENTHO Rollenleitfaden MENTHO Leitfaden zu Charakterisierung der Rolle von Mentor*innen und Mentees im Mentoring-Programm der Universität Hohenheim Dipl. oec. Rotraud Konca Geschäftsführerin MENTHO Stuttgart Emil-Wolff-Str. 30 Tel.: 0711/ Fax: 0711/

2 Woher kommt Mentoring? Der Begriff wurzelt im antiken Griechenland. Odysseus beauftragte Mentor mit der Erziehung seines Sohnes Telemachos. Mentor war ein griechischer Gelehrter und enger Vertrauter Odysseus. Das Wort Mentor gilt als Bezeichnung für eine/n väterlichen/mütterliche Freund/Freundin und Berater/in. An den Universitäten und Hochschulen dient das Mentoring-Programm dazu, den weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchs bei der Karriereplanung durch Vorbilder aus dem Studium, der Wissenschaft und der Wirtschaft zu unterstützen und zu begleiten. Was sind die Ziele des Mentorings an den Universitäten? - Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen innerhalb und außerhalb der Universität - Unterstützung während des Studiums - Studiengestaltung und berufliche Planung - Einblicke in die Berufswelt der Wissenschaft und / oder der Wirtschaft - Motivation zur beruflichen Karriereplanung - Erwerb zusätzlicher Kompetenzen - Trainings für Frauen - Kontakte knüpfen, Netzwerke ausbauen 2

3 Welchen Nutzen haben die Mentoren*innen? Kontakt zum akademischen Nachwuchs Weiterentwicklung sozialer Kompetenz Reflektion der eigenen Arbeitsweise und Impulsgebung Einblick in eine beratende, begleitende Tätigkeit Aufbau von Netzwerken und Integration in Netzwerke Die Aufgaben der Mentoren*innen: - Anregungen und Informationen geben - Kontakte herstellen und Netzwerke aufbauen - Beratende Unterstützung bei der Zielfindung - Entwicklung von Strategien zur Zielerreichung - Vorbildfunktion - Motivation für die akademische / berufliche Weiterentwicklung - Mut machen - Verschwiegenheit und Diskretion 3

4 Welchen Nutzen haben die Mentees? Einschätzen beruflicher und persönlicher Fähigkeiten Ideen für das Studium und den Beruf entwickeln Anregungen zur Studiengestaltung und Berufsmöglichkeit Motivation zur Zielsetzung und Karriereplanung Aufbau von Netzwerken und Integration in Netzwerke Die Aufgaben der Mentee: - Treffen planen - Fragen und Themen vor- und nachbereiten - Wünsche transparent machen - Erwartungen bekunden - Gesprächsverlauf dokumentieren / Tandemprotokolle - Verantwortung für Entscheidungen übernehmen - Anregungen und Kritik des/r Mentor*in konstruktiv umsetzen - Aktiv Chancen nutzen - Verschwiegenheit und Diskretion 4

5 Aufgabe der Geschäftsstelle MENTHO: - Organisation des Mentoring-Programms - Matching der Mentoren*innen und Mentees - Unterstützung der Tandems - Beratung und Konfliktmediation - Kontakte herstellen - Begleitveranstaltungen organisieren - Plattform für Erfahrungsaustausch und Netzwerktreffen - Öffentlichkeitsarbeit - Evaluation 5

6 Das Mentoring-Gespräch Gesprächsrahmen: Eigene Vorbereitung auf das Gespräch (Infos, Ideen, Kontakte etc.) Ergebnisse vom letzten Treffen reflektieren weitere Themen / Fragen besprechen oder eventuell Kurskorrektur vornehmen weiterführende Aufgaben besprechen kurze Zusammenfassung der Besprechung / Protokoll Terminvereinbarung Wichtige Denkhaltungen und Eigenschaften: aktiv zuhören und Fragen zur richtigen Zeit stellen Ziel der Mentee im Auge behalten Dinge konkretisieren und auf den Punkt bringen flexibel sein Wertschätzung empfinden und zeigen motivieren und Mut machen Unrealistisches aufzeigen und bremsen keine eigenen Interpretationen machen nicht in eigene Vorlieben drängen Potenziale aufzeigen Verantwortungsbewusstsein für das gemeinsame Sich Wohlfühlen im Gespräch Entscheidungen müssen von der Mentee eigenverantwortlich getroffen werden 6

7 Kriterien der Zielbestimmung: das Ziel muss selbst erreichbar / machbar sein das Ziel muss positiv formulierbar sein das Ziel muss präzise definiert sein (wo, was, wem gegenüber) das Ziel muss planbar sein (fester zeitlicher Rahmen) das Ziel muss ökologisch sein (in dem beruflichen / privaten Umfeld eingebunden werden können) 7

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