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1 EDITORIAL Gossauer Info 19. Jahrgang Nr. 76 März 2004 Impressum Herausgeber Verkehrsverein Gossau ZH Redaktion rg Rita Gröbli (Leitung) kh Karin Herrmann gb Geneviève Bichsel bg Barbara Graf sd Susanna Diener dc Daniela Clerici Korrespondenzadresse Gossauer Info, Rita Gröbli Goldistenstr. 19, 8625 Gossau Tel. P G , Fax Mail: Internet: Postcheckkonto Verlag Gossauer Info Gossau Konzept, Herstellung Inserate Textaid DTP Buch- und Kunstverlag Gewerbestrasse 16, 8132 Egg Tel , Fax ISDN Mail: Druck Fotorotar AG Druck/ Verlag/ Neue Medien Gewerbestrasse 18, 8132 Egg Auflage 4500 Ex. Wird an alle Haushaltungen in der Gemeinde Gossau ZH verteilt Nächste Nummer Anfang Juni 2004 Redaktionsschluss: Titelbild Eine Collage der Gossauer MusicStars und -sternchen Liebe Leserinnen und Leser Jetzt ist es also entschieden. Carmen Fenk ist zum ersten Music- Star der Schweiz gekürt worden. Seit Dezember 2003 hat die neue Sendung des Schweizer Fernsehens «MusicStar» die Schweiz bewegt. Wir suchten für das «Gossauer Info» die MusicStars aus der Gemeinde Gossau und haben sie auch gefunden. Die jungen Talente, die wir Ihnen vorstellen, sind viel versprechend. Sie sind mit ihrer Band oder dem Orchester bereits vor grösserem Publikum aufgetreten, haben eine eigene CD aufgenommen oder haben sich bei «MusicStar» beworben. Ob sie nun berühmt sind, mit ihren Songs die Welt verändern wollen oder einfach den Plausch haben, allen gemeinsam ist die Liebe zur Musik. Der Gemeinderat hat entschieden, eine Einbürgerungsaktion durchzuführen. Während der Zeit vom 1. März bis 30. September 2004 können sich alle Schweizerinnen und Schweizer mit Wohnsitz von mehr als 10 Jahren in Gossau für lediglich pauschal 100 Franken in unserer attraktiven Gemeinde einbürgern lassen. Nehmen Sie die Gelegenheit wahr, eine waschechte Gossauerin oder ein waschechter Gossauer zu werden. «Jede und jeder hat das Recht, irgendwo willkommen zu sein, seinen Platz zu haben, gemocht zu werden», das sind Aussagen von Elisabeth Fahrni, einer Frau, die in ihrem Leben viel erdulden musste und dennoch ein fröhlicher und hilfsbereiter Mensch geworden ist. Sie führt kein spektakuläres, aufregendes Leben, aber der Wille, für andere da zu sein, prägt ihr Dasein. Lernen Sie diese interessante Persönlichkeit in unserem Porträt kennen. Wiederum eine Fülle von weiteren Informationen über Vereine, neue Geschäfte usw. erwartet Sie in unserer Rubrik «News». Wir wünschen Ihnen viel Spass bei der Lektüre und einen schönen und warmen Frühling. Das Redaktionsteam Für eingesandte Manuskripte und Fotos besteht bei Verlust keine Haftung gegenüber dem «Gossauer Info». Für gewünschte Rücksendung legen Sie bitte ein adressiertes und frankiertes Kuvert bei. Der Redaktion steht es frei, Manuskripte teilweise zu kürzen, zu ändern oder zurückzuweisen. Nachdruck, ganz oder auszugsweise, ist gestattet, jedoch bitte mit Quellenangabe. 3

2 INHALT 3 Editorial Thema 5 MusicStar aus Gossau 7 Mit Musik etwas Gutes tun 9 Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung 10 Die Musikschule im Zürcher Oberland 11 Fätzige Töne, cooler Sound 15 Erfolgreiche eigene Songs 16 Musik ist Leben 18 «Musica Serena» 19 Von Klezmer bis Jazz 20 Schlagzeuger aus Leidenschaft 23 Verliebt in die Bassklarinette Gemeinde 25 Seite des Gemeindepräsidenten 26 Einbürgerungsaktion 27 Gossau wird neu vermessen 29 Lebensmittelkontrolle in Gossau 32 Zivilstandsnachrichten 34 Gratulationen 35 Dürstelerhaus 38 Lese-Tipps aus der Gemeindebibliothek 39 Zürcher Knabenschiessen Kirchen 41 Gemeinsame kirchliche Anlässe 42 Evang.-ref. Kirchgemeinde 43 Röm.-kath. Kirchgemeinde 45 Evangelische Freikirche Chrischona Primarschule 47 Strickumbau und -einweihung 50 Ein Waldtag mit dem Kindergarten Oberstufe 53 Sparmassnahmen im Bildungswesen 54 Spiel, Spass und viel Freude Porträt 57 «Habe den Mut, anders zu sein» Sport 61 Der UHCevi Gossau auf Erfolgskurs 63 Laufen ist gesund 64 Der «Gossauer Otter» auf dem Kilimanjaro 66 Gossauer Skimeisterschaft News 69 Musikverein Gossau im Wandel 71 Feuerwehr Gossau wer sind wir eigentlich? 81 Seniorenseite 90 Vorschau auf die Juni-Ausgabe

3 MusicStar aus Gossau Musik war schon immer die grosse Leidenschaft von Martin Keusch. Es gibt nichts Schöneres für ihn, als vor Publikum zu singen. Mit MusicStar sah er seine grosse Chance, dass der Traum bald in Erfüllung gehen würde. Ich heisse Martin Keusch und bin 23 Jahre alt. Meine schöne Kindheit habe ich in Gossau verbracht. Meine Freundin Sara, mit der ich seit sieben Jahren zusammen bin, hat mir vor zwei Monaten, am , den zweiten Sohn Diego geschenkt. Unser erster Sohn Kareem wird am drei Jahre alt. Musik war schon immer meine grösste Leidenschaft. Es gibt nichts Schöneres für mich, als vor Publikum zu singen. Ob an Familienfesten oder in der Schule, wann immer sich mir die Möglichkeit bot, nützte ich sie. Da es in der Schweiz ziemlich schwierig ist, als Sänger Erfolg zu haben, sah ich in Music Star eine gute Chance. Auf dieses Projekt wurde ich durch einen Zeitungsartikel aufmerksam. Ich verfolgte diese Art von Sendung schon in Deutschland (Popstars, DSDS) und Österreich (Starmania) und dachte, dass es für mich genau das Richtige sei. Ich habe mich über das Internet beworben und fing gleich an zu üben. Die Aufgabe war, zwei Lieder vorzubereiten, eine Ballade und einen schnelleren Song. Ich entschied mich für «Don't let the Sun go down on me» von Elton John und «How long» von den Red Hot Chilli Peppers. Am Abend vor dem wichtigen Tag sang ich noch vor meiner Mutter und meiner Freundin, die sichtlich berührt waren und auch davon überzeugt, dass ich es schaffen werde. Meine Freundin begleitete mich nach Zürich ins Hotel Novotel, dort fand das Vorsingen statt. Ich war an diesem Tag etwas nervös, hatte aber ein Martin Keusch bewarb sich bei MusicStar, um seinen Traum wahr werden zu lassen. gutes Gefühl und freute mich darauf. Als wir dort ankamen, musste ich zuerst einen Fragebogen ausfüllen. Dann hiess es, in 15 Minuten wäre ich an der Reihe, und aus diesen 15 Minuten wurden dann zwei Stunden. Die Atmosphäre war sehr gespannt, und meine Nervosität stieg. Es war ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Bei den Castings in Deutschland sangen sich die Teilnehmer miteinander ein und puschten sich so gegenseitig auf. Dies fehlte hier. Ich wurde aufgerufen und kam in einen Raum, in dem die Jury, der Kameramann und zwei Produzenten sassen. Ich musste mich kurz vorstellen und konnte anfangen zu singen. Durch die Aufregung konnte ich irgendwie nicht richtig aus dem Bauch heraus singen und hatte auch noch einen Stocker beim Text. Darauf sagten sie, ich solle noch das zweite Lied vortragen. Doch das gelang mir auch nicht viel besser, und sie erklärten mir, dass ich nicht das sei, wonach Sie suchten. Da war mein Traum geplatzt, und ich war sehr wütend auf mich selbst. Ich wusste, dass ich es besser konnte, doch irgendwie sollte es einfach nicht sein. Auch wenn ich heute MusicStar schaue, weiss ich, dass ich auch auf diesem Niveau singen kann, und wenn ich noch einmal eine Chance bekomme, werde ich es sicher besser machen. Martin Keusch Networking für junge Musikschaffende Vom 2. bis 3. April 2004 findet in Zürich das «M4Music-Festival» statt. Es will junge Bands mit Vertretern der Musikindustrie zusammenbringen. Höhepunkte des Anlasses sind die Verleihung des Viva Comet Award für das beste Schweizer Musikvideo sowie ein Podiumsgespräch über die Zukunft des Musikbusiness. Anlässlich einer Expo stellen Branchenfirmen ihre Produkte aus, und Profis beurteilen an der Demotape-Clinic die Aufnahmen von Nachwuchsmusikern. Einsendeschluss für Tapes ist der 6. März. 5

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5 Mit Musik etwas Gutes tun Fast alles, was mit Musik zu tun hat, interessiert Pascal Hauser (19) aus Herschmettlen. Bereits während der Schule spielte er in einer Schülerband, komponierte und stellte im eigenen Tonstudio CDs her. Mit der Familienband «Milky Boys» kam er auch schon zu mehreren Auftritten. Pascal Hauser ist im 4. Lehrjahr als Multimedia-Elektroniker, arbeitet in Zürich und steht kurz vor der Lehrabschlussprüfung. Er wohnt noch zu Hause bei seinen Eltern in Herschmettlen und ist der älteste von vier Söhnen. Wie in der Musikszene üblich, haben wir das Interview in Du-Form geführt. Info: Wolltest du schon als kleiner Bub Musiker werden? Pascal Hauser: Nicht wirklich. Mein Ziel war eher Tontechniker. Da man diesen Beruf nicht erlernen kann, habe ich mich nach der Sekundarschule entschlossen, eine Lehre als Multimedia- Elektroniker zu absolvieren.tontechniker ist aber immer noch ein Thema. Pascal Hauser am Piano. Seit vielen Jahren nimmt er Unterricht und übt wöchentlich einige Stunden Info: Was spielst du für ein Instrument, und welchen Stil bevorzugst du? PH: Ich spiele hauptsächlich Piano und Keyboard, ein wenig Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Meine Stilrichtung geht von Rock, Pop bis Jazz. Mit Kollegen werden Covers sowie auch eigene Songs gespielt, mit der Familienband spielen wir ausschliesslich eigene Kompositionen in Richtung Volk-Pop. mit seinem Vater Urs und Bruder Beni Hauser im eigenen Probelokal der «Milky Boys». Info: und wo bist du schon aufgetreten? PH: Früher mit der Schülerband 7

6 an Schulfesten jetzt vor allem mit unserer Familienband «Milky Boys. Die Familienband besteht schon seit mehreren Jahren, und wir hatten in der Gemeinde, aber auch auswärts bereits mehrere Auftritte. Mein Vater singt und schreibt die Lieder, und ich feile etwas am Endmix und gestalte das Cover der CD. Info: Eine CD aufzunehmen, ist doch recht kostspielig. PH: Ja, wenn man in ein Profistudio geht. Ich habe bei mir zu Hause ein kleines Studio eingerichtet, wo man einfachere Titel selber aufnehmen kann. Die Aufnahmen der «Milky Boys» wurden auch in meinem Studio produziert, den Mix und das Mastering übernahm der Profi Matthias Heimlicher. Mein Ziel ist, vermehrt Musik zu produzieren oder Talente zu unterstützen, die eine Demo-CD aufnehmen wollen. Die von Pascal Hauser selbstgestalteten CD-Covers. 8 Im halbprofessionellen Tonstudio können einfachere Aufnahmen gemacht werden. Info: Hast du eine entsprechende Ausbildung dafür? PH: Ich eignete mir das Knowhow autodidaktisch an so genanntes Learning by doing. Das heisst, ich höre genau hin, wie CDs abgemischt sind, «pröble» herum, vergleiche mit guten Produktionen, wie zum Beispiel von «Queen», «U2». Diese Bands haben meiner Ansicht nach einen genialen Sound, sie können auch noch mehr als zwei Griffe an der Gitarre. Matthias Heimlicher ist auch ein Favorit von mir. Info: Auf allen Kanälen suchen sie heutzutage den «MusicStar», möchtest du auch berühmt werden und mit deiner Musik viel Geld verdienen? PH: Der ganze Rummel um «MusicStar» das wäre nichts für mich. Ich singe ja auch nicht. Mit meiner Musik und meinen Begabungen möchte ich lieber etwas Gutes für diese zunehmend düstere Welt tun. Das Geld ist mir nicht wichtig. Ich bin schon zufrieden, wenn ich die Leute zum Nachdenken anregen kann. Info: Pascal, wir wünschen dir viel Erfolg für deine weitere Zukunft und danken für das Interview. rg Infos und Verkauf der CD: Familie Hauser Fuchsrütistrasse Ottikon Tel Nächster Auftritt der «Milky Boys» 1. Mai 04 am «Tag der offenen Tür» im Gerbelhof in Herschmettlen bei Familie Bösch.

7 Ein Kindheitstraum geht in Erfüllung Nadia Meier hatte bereits mit sieben Jahren ihren ersten Auftritt bei einem Talentwettbewerb. Fortan war es ihr Ziel, Sängerin zu werden. Heute ist die Musik ein grosser Teil ihres Lebensinhaltes geworden. Es gibt Ereignisse im Leben, die einen prägen und die man nie vergisst. Eines dieser Ereignisse war, als ich mit sechs Jahren einen Schulkollegen meiner Mutter am Fernseher singen sah. Er stand auf der Bühne, sang sein Lied, und alle Leute klatschten mit und sahen sehr glücklich aus. Von dem Moment an wusste ich, dass ich Sängerin werden wollte. Zu Weihnachten bekam ich von meinen Grosseltern ein Mikrophon, das für viele Jahre mein Lieblingsspielzeug wurde. Mit sieben Jahren hatte ich meinen ersten kleinen Auftritt an einem Talentwettbewerb in Winterthur. Ich sang dort zusammen mit meiner Schwester Silvia zwei Lieder, die wir selbst erfunden hatten. Zur Begleitung benutzten wir Rasseln. Später traten Der Weg zum grossen Star ist steinig, lang und braucht viel Durchhaltewillen. Komponieren dieses Songs hatte mir so viel Spass gemacht, da ich auf diese Weise meine Gefühle ausdrücken konnte. Daher machte ich weiter mit dem Schreiben. Nachdem ich den Jahreskurs der Musikschule besucht und dort viel über Harmonielehre gelernt hatte, konnte ich sogar ganze Lieder selbst komponieren. Im Moment bin ich gerade dabei, die besten meiner Songs in Marcos Studio zu produzieren, und die kreative Arbeit macht mir grossen Spass! Zwei meiner Lieder konnte ich sogar im Radio DRS in der Sendung Swiss Top vorstellen. Natürlich ist Musik nichts ohne Konzerte und den Kontakt zum Publikum. Die eindrücklichsten Konzerte waren: mein Auftritt am Schweizer Imitatorenwettbewir an einem Talentwettbewerb an der Zürcher Oberland- Messe «ZOM» auf. Wir sangen dort einen alten Schlager. Die Auftritte und das Singen machten mir grossen Spass, und so begann ich, mit 15 Jahren Gesangsunterricht an der Musikschule Burkhalter in Wetzikon zu nehmen. Bei meinem Gesangslehrer, Marco Walser, lernte ich viel über Gesangstechnik und Improvisation. Eines Tages erzählte mir Marco, dass die Musikschule eine CD mit Eigenkompositionen der Schülerinnen und Schüler aufnehmen würde, und er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, auch ein Lied zu komponieren. Erst traute ich mir das nicht zu, aber er meinte dann, ich könnte doch einfach mal versuchen, einen Text zu schreiben, und wir würden dann den Rest zusammen machen. So entstand meine erste Eigenkomposition «Shout now», die ich am Konzert der Musikschule sang. Das Nadia Meier beim Vortragen am Talentwettbewerb. 9

8 werb, am Schaulaufen in Wetzikon, im Oxtail in Uster, an der Expo 03, an der Endausscheidung des Schweizer Karaokewettbewerbs und an der Vorausscheidung des Volksmusik-Newcomer-Wettbewerbs. Es ist sehr schön, wenn man einen Kindheitstraum verwirklichen kann, und ich bin allen dankbar, die mir dabei geholfen haben. Denn die Musik war, ist und wird auch in Zukunft ein grosser Teil vom Inhalt meines Lebens sein. Nadja Meier Nächster Auftritt von Nadja Meier: Samstag, 20. März 2004, beim Bandwurm im Scala Wetzikon. Die Musikschule im Zürcher Oberland Wolltest du nicht schon lange ein Instrument spielen oder Gesangsunterricht nehmen, bist aber unsicher, welches Instrument zu dir passt? Irgendwann einmal auf der Musikbühne zu stehen und den tosenden Applaus der Zuhörer zu geniessen, war schon immer ein Traum von dir? Dann besuche uns. Die Musikschule Zürcher Oberland sowie das Musikhaus Burkhalter in Wetzikon öffnen vom 3. bis 8. Mai 2004 ihre Türen für dich und die ganze Bevölkerung. Während dieser Zeit kannst du mit deinen Eltern ohne Voranmeldung in den aktuellen Musikunterricht hineinsitzen und miterleben, wie eine solche Lektion in etwa abläuft. Der Musikunterricht der MZO für die Gemeinde Gossau wird mehrheitlich in den verschiedenen Schulhäusern der Gemeinde erteilt. In dieser Woche finden auch Schülerkonzerte statt. Im Anschluss daran kannst du dich mit deinen Eltern über die gehörten Instrumente informieren und ein Gespräch mit den anwesenden Musiklehrkräften führen. Die aktuellen Stundenpläne der Musikstunden sowie die Konzertdaten werden in den Schulhäusern und an den Anschlagbrettern der Gemeinde Ende April 04 angeschlagen. Es würde uns riesig freuen, wenn du und natürlich die ganze Bevölkerung (wir unterrichten auch Erwachsene) die Gelegenheit nutzen würdest. Wir freuen uns darauf. Eveline Moser Anmeldung für Instrumentalunterricht und Info: Musikschule Zürcher Oberland Ortsschulleitung Gossau Eveline Moser Tel. + Fax Anmeldeschluss: 1. Juni / 1. Dezember 2004 Woche der offenen Tür Die Musikschule Zürcher Oberland und Musik Burkhalter laden alle herzlich ein zur Woche der offenen Tür vom 3. bis 8. Mai 2004 in Wetzikon. 10

9 Fätzige Töne, cooler Sound Fünf junge Leute aus Gossau und Bertschikon haben sich mit ihrer Band «Pandemonium» am «Emergenza Band Contest» im Dynamo Werk 21 in Zürich beteiligt und es in die zweite Runde in der Zürcher Rockhochburg «ABART» geschaffft. Für alle, die noch nie etwas von «Pandemonium» gehört haben, möchten wir uns kurz vorstellen. Silvia Klemenz (Vocals, Gitarre), Roman Uhl (Gitarre, Vocals), Peter Ebinger (Gitarre, Vocals), Christian Bachmann (Bass, Vocals) und Martin Uhl (Schlagzeug, Perkussion). Obwohl die Mehrheit von uns aus Gossau und Bertschikon kommt, haben wir unseren Proberaum in Uster. Vor vier Jahren gründeten wir in leicht abgeänderter Besetzung die erste Band, aus der im Oktober 2003 durch den Beitritt unserer Sängerin Silvia die Band «Pandemonium» hervorging. Nach fünfmonatiger Probezeit entschieden wir, uns der Öffentlichkeit mit einem Auftritt am «Emergenza Band Contest» in Zürich vorzustellen. Keine leichte Aufgabe, da die Konkurrenz auch nicht geschlafen hat. Hier unser Bericht: Die Band «Pandemonium», v.l.n.r: Silvia Klemenz, Roman Uhl, Christian Bachmann, Peter Ebinger, Martin Uhl. Erfolgreicher Auftritt im Dynamo in Zürich Freitag, 23. Januar Dem lang ersehnten Auftritt stand nur noch der übliche unbeliebte Materialtransport im Weg. Um die Mittagszeit assen wir gemeinsam und fuhren anschliessend im VW-Bus nach Zürich. Der Soundcheck verlief alles andere als geordnet, und Panne wurde von Panne abgelöst. Das absolute Highlight waren allerdings die drei Techniker, die sich auf der Bühne in die Haare gerieten! Doch auch diesem Erlebnis trotzten wir mit Humor, und unsere Vorfreude war ungebrochen. Als um 21 Uhr das erste Konzert begann, platzte das Dynamo schon aus allen Nähten. Nachdem wir unsere Fans begrüsst hatten, zogen wir uns in den Backstage zurück. Der ohnehin schon kleine Raum war mit Musikern und Instrumenten vollgestopft, was eine Vorbereitung quasi verunmöglichte. Dann war es endlich so weit, und wir traten vor das zum Die Sängerin Silvia Klemenz überzeugt mit ihrer gefühlvollen Stimme. 11

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11 Bersten volle Dynamo. Mit dem stampfenden Rhythmus von «Spend it all» eröffneten wir unser Konzert und setzten der guten Stimmung nochmals einen drauf. Beim Ohrwurm «Free» sangen sich unsere eingefleischten Fans die Stimmen heiser, und auch diejenigen die unseren Hit noch nicht kannten, setzten bald Leider mussten wir nach fünfundzwanzig Minuten «Pandemonium live» der nächsten Band Platz machen, und in Richtung Bar verschwinden. Um etwa 12 Uhr wurde endlich bekannt gegeben, welche drei Bands die Gunst des Publikums erlangt hatten und die zweite Runde «Emergenza» in der Zürcher Rockhochburg «ABART» bestreiten durften. Natürlich war die Freude (und der Applaus) unter uns und unserem Publikum riesengross, als unser Name fiel. Den restlichen Verlauf des Abends möchte der Verfasser nicht genauer erläutern, aber eines muss schon noch gesagt werden: Danke an alle, die uns an diesem Abend unterstützt haben, sei es durch ihre Arbeit, ihren Konzertbesuch, ihr Daumendrücken und ihr Lachen, danke, danke und... bis bald im «ABART». Peter Ebinger Roman Uhl und Christian Bachmann beim Konzert. darauf in den Refrain ein. Mit der Ballade «Since you r gone» wurde wohl auch dem Hintersten und Letzten bewusst, dass Silvia eine wunderbare Stimme hat und so manches Herz schmolz dahin. Zum Schluss zelebrierten wir noch einmal so richtig den Rock n Roll und liessen uns mit «Children of the revolution» zu wilden Feedbackorgien und Schlagzeuggewitter hinreissen. Weitere Infos zur Band oder unter der Kontaktadresse: Peter Ebinger Gerbestrasse 2, 8610 Uster Tel

12 Ihre Wohnträume werden wahr decosana Objekt- und Wohnberatung Grüningerstr. 31, 8624 Grüt Tel Fax Jahre Werk-Garantie 14

13 Erfolgreiche eigene Songs Wenn jemand vom wunderschönen, ländlich gelegenen Gossau spricht, dann verbindet er (vielleicht) gerade noch die Altrüti mit Musik. Wer aber denkt, auf dem Land gäbe es nur Blaskapellen und Ländler-Stubete, der hat sich getäuscht. Die junge Musikszene ist auch in Gossau gegenwärtig. Der 26-jährige Bobby Wagner ist hier in Gossau aufgewachsen und Musiker mit Leib und Seele. Zuerst begeisterte er sich hauptsächlich fürs Schlagzeugspielen und blieb einige Zeit bei diesem Instrument. Erst vor etwa 5 Jahren entdeckte Bobby das Singen und hat seine Stimme bis heute laufend mit Gesangsunterricht und diversen Studioaufnahmen weitergeschult. Mittlerweile komponiert der Gossauer eigene Songs mit Texten in Englisch und Mundart, von denen zwei bereits im Radio zu hören waren. Auf seiner Homepage stehen einige Hörbeispiele und Informationen zur Verfügung. Die Band «Voice Three» mit dem Sänger Bobby Wagner. Bobby Wagner. Rund 70-mal war der Sänger allein im letzten Jahr mit der Vokalgruppe «Voice Three» unterwegs. «Voice Three» präsentieren moderne und ältere Pop-Gospel- Folk-Songs im ganz eigenen Stil absolut unplugged, arrangiert mit ihren drei Stimmen und begleitet von einer Gitarre und manchmal etwas Perkussion, singen Sie sich direkt in die Herzen der Zuhörer. Ein absolutes Highlight war si- cherlich der Auftritt in Österreich an der Charity-Night im Rahmen der Organisation «Netz für Kinder Bruder und Schwester in Not», wo auch die legendären Altrocker Barclay James Harvest ihre Welthits präsentierten. Wer gerne mehr über die Band «Voice Three» erfahren oder die drei Musiker für einen Anlass buchen möchte, kann sich auf der Web-Seite näher informieren. rg 15

14 Musik ist Leben Das Talent wurde Gallus Hächler (20) in die Wiege gelegt. Mit seiner Begeisterung, seinem Engagement, mit Willen und Disziplin ist er nun dabei, die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche musikalische Zukunft zu schaffen. 16 musiker aktiv. Vaters Klavier steht mitten in der Stube, auch wenns dafür theoretisch keinen Platz gibt, Singen zum Zmorgä, zum Zmittag und zum Znacht, zwischendurch und vor dem Zubettgehen. Der Samen der Musik wird bei al- Gallus Hächler bei einem Auftritt in der Kulturfabrik Wetzikon im Mai Der kleine Junge wächst in einer musikalischen Umgebung auf. Beide Eltern singen in verschiedenen Kirchenchören, Tanten und Onkels sind als Organisten und Organistinnen, Sänger und Sägerinnen, Alphornbläser und Guggenlen Kindern der Familie Hächler früh angelegt, aber sehr bald zeigt sich, dass in Gallus ein ganz besonderes musikalisches Talent schlummert. Doch zuerst heisst es, den landesüblichen Parcours zu durchlaufen: vorschulische musikalische Früherziehung mit Rhythmus-, Schlag- und anderen Instrumenten, der obligate Flötenunterricht, dann der Entscheid zum Instrumentalunterricht. Gallus möchte Klavier spielen. Sein Lehrer an der Jugendmusikschule, Bert Grellman, erkennt sehr schnell die Begabung seines neuen Schülers. Auch für einen Klavierlehrer ist es nicht eben alltäglich, mit einem so hoch motivierten, talentierten Kind zu arbeiten, es in eine musikalische Welt einzuführen, die dem durchschnittlichen, unter der Last der täglichen Fingerübungen ächzenden Klavierschüler meist verborgen bleibt. Gallus aber ist fasziniert, aufmerksam, lernt schnell und konzentriert. Eine ganz besondere Verbindung entsteht zwischen Lehrer und Schüler, eine fruchtbare 9-jährige Zusammenarbeit, während der Gallus zu einem vielseitigen Interpreten heranwächst. Gallus erzählt begeistert von seinem ehemaligen Klavierlehrer, der ihm musikalische Zusammenhänge aufzeigte, ihn mit den verschiedensten Stilrichtungen vertraut machte, ihn zur Improvisation führte und immer eine möglichst breite, umfassende und vielseitige Förderung an-

15 strebte. Eine beglückende Erfahrung für beide. Musikstudium aufgenommen Nun aber ist ein Wechsel angezeigt. Gallus fühlt sich von der Modernen Musik angezogen und hat das Glück, bei Andy Harder, einem Jazzpianisten und Lehrer am Konservatorium in Zürich, die Ausbildung weiterführen zu können. Nicht dass Gallus Hächler «nur» für die Musik lebt. Aber die Kantizeit in Wetzikon bringt neben vielem anderen auch musikalische Höhenflüge. Im Freifach «Rockworkshop» findet sich Gallus mit vier Kollegen und einer Sängerin zur Band «flunked out» zusammen. Die Band tritt vorwiegend mit Eigenkompositionen an den unterschiedlichsten Orten und Events auf. Ihre Konzerte sind sehr erfolgreich, sie gewinnen Wettbewerbe und Ausscheidungen, (Band it, Acoustic). Ende Kanti krönen sie ihre Karriere mit einer CD. (Die letzten Exemplare können bei Gallus bestellt werden!) Eine tolle Zeit, auch wenn Gallus manchmal kaum mehr weiss, wo ihm der Kopf steht, beanspru- chen ihn doch auch Schule und Maturitätsvorbereitungen, sein Engagement als Jungwachtleiter, sein Mitwirken in der Praise- Band der reformierten Kirche, die musikalische Begleitung dreier Gospelchöre und immer wieder kleinere oder grössere musikalische Projekte. Aber er schafft alles und muss sich nun, mit der Matura in der Tasche, «nur» noch darüber klar werden, in welche Richtung seine berufliche Zukunft gehen soll. Ein Physikstudium vielleicht, oder doch lieber Sekundarlehrer, und heute als Musikstudent. Romanistik oder eben doch Musik? Die Musik behält die Oberhand. Noch bleibt Gallus etwas Zeit. Er leistet seinen Zivildienst und besucht den Vorkurs der renommierten Jazzschule in Zürich. Diese hat es ihm angetan. Hier wird die Musik «gelehrt», die ihn fasziniert und die er liebt. Die Aufnahmekriterien sind streng, doch Gallus setzt sich gegen viele Mitbewerber durch und studiert nun in einer Klasse mit Gallus als 10-Jähriger bei einem Zusammenspiel mit Geschwistern, Cousinen und Cousins an einem Familienfest 10 Musikerinnen und Musikern: 3x Klavier, 3x Schlagzeug, 1x Gesang, 1x Bass, 1x Vibraphon, 1x Saxophon. Sie lernen, üben und musizieren zusammen, sie inspirieren sich und spornen sich an. Ein Ambiente, das Gallus gut bekommt und so anregt, dass er noch Zeit findet, 3 Gospelchöre instrumental zu begleiten, kleinere Engagements anzunehmen, einmal in der Woche zu joggen, weiter in der Praise-Band, der Jungwacht und den Gospelchören mitzuwirken, zu Hause im Haushalt mitzuhelfen, neben dem Klavier auch noch Keyboards, Schlagzeug, Perkussion, Gitarre und Bass zu spielen, Gesangsunterricht zu nehmen, einen Tanzkurs zu besuchen... Für Gallus heisst Musik: «Gefühl, Ausdrucksmittel, verstärkt eine Botschaft, ist eine Kraft.» Gallus, ich wünsche sie dir weiterhin, diese Kraft, in der Musik und anderswo, diese Kraft, die dein Leben so reich und vielschichtig macht. Du sagst: «Mein leben ist cool», ich glaubs dir aufs Wort. gb 17

16 «Musica Serena» Das Erwachsenenorchester «Musica Serena» der Musikschule Zürcher Oberland gibt vielen jungen Talenten die Möglichkeit zum Zusammenspiel und für öffentliche Auftritte. Seine Entstehung verdankt das Orchester «Musica Serena» der pragmatischen Umsetzung einer originellen Idee. Christoph Hildebrand, Lehrer für Kontrabass an der Musikschule Zürcher Oberland (MZO), Uster/Greifensee, und der Kantonsschule Zürcher Oberland, Dirigent und Musikpädagoge, suchte für eine Schülerin ein geeignetes Orchester. Da es ein solches nicht gab, reifte in ihm der Gedanke, eines zu gründen. Dies tat er, und so entstand das heutige Erwachsenenorchester «Musica Serena» der MZO. Es erfüllt seit nunmehr elf Jahren den Auftrag, erwachsenen Schülerinnen und Schülern, aber auch Wiedereinsteigern die Möglichkeit zum Zusammenspiel zu bieten, Orchesterwerke verschiedener Epochen kennen zu lernen und konzertant aufzuführen. In den verschiedenen Gemeinden des Zürcher Oberlandes sind zwei Konzerte pro Jahr zu hören, darunter auch regelmässig in der katholischen Kirche in Gossau. «Musica Serena» setzt sich aus Spielerinnen und Spielern ganz unterschiedlichen Alters und instrumentalen Niveaus zusam- men. Allen gemeinsam ist die Freude am Musizieren. Sehr beliebt ist deshalb auch das Probenwochenende, welches einmal im Semester stattfindet, bietet es doch Gelegenheit, sich näher kennen zu lernen und bestehende Kontakte zu vertiefen. Zu den Proben trifft man sich jeweils im Singsaal der Kantonsschule Zürcher Oberland, donnerstags von bis Uhr. Streicherinnen und Streicher sind herzlich willkommen! (Kontaktaufnahme über Elisabeth Steiner, Telefon ). Astrid von Mitzlaff Ob Geige, Bass oder Querflöte, Freude an der klassischen Musik ist allen gemeinsam. Einladung zur Generalversammlung Freitag, 18. April 2004, Uhr, Schützenhausstübli Gossau Alle Mitglieder und Interessierte sind herzlich zu unserer Generalversammlung eingeladen. Nebst den statutarischen Geschäften erwarten Sie ein kleiner Imbiss und ein gemütliches Beisammensein. Wir freuen uns über Ihr Erscheinen. Verkehrsverein Gossau 18

17 Von Klezmer bis Jazz In Gossau bestehen drei Saxophon- und eine Klarinettengruppe, die alle von Nedzip Sakirovski unterrichtet werden. Diese Gruppen verfügen über sehr gute Musiker und Musikerinnen verschiedener Alterskategorien. Ihr Repertoire reicht von Boogie, über Swing bis zu Jazz und Blues. Im Moment spielen sie vorwiegend Jazz-Funk nach Noten von Candy Dulfer. Die jüngeren Schüler aus Gossau spielen wöchentlich zweimal bei Nedzip Sakirovski, Musiklehrer an der Musikschule Zürcher Oberland. Sie musizieren einmal in Einzelstunden und dann wieder in ihren Gruppen. Zu Hause muss fleissig geübt werden, damit das Zusammenspiel klappt. Mit viel Freude besuchen die Schüler ihre Stunden und freuen sich auf die kleineren und grösseren Auftritte. Nervös brauchen sie nicht zu sein, weil ihre Vorbereitung sehr umfassend ist. Mit guter Vorbereitung lässt sich ruhig spielen, und die Selbstsicherheit trägt noch den Rest zum Gelingen bei. Konzerte und Auftritte Auch im Zürcher Oberland wird da und dort aufgetreten, und die älteren Schüler spielen in Kirchen und Konzertlokalen. In der Adventszeit werden Konzerte gegeben, welche gut besucht sind. Moderner Unterricht Der Instrumentalunterricht ist auf eine gewisse Art locker, und doch wird konzentriert musiziert. Die Schüler sind sehr offen gegenüber ihrem Lehrer und können ohne Hemmungen damit herausrücken, dass nicht so viel geübt wurde. Die Kinder fühlen sich äusserst wohl und besuchen den Unterricht zum Teil schon jahrelang. Nedzip Sakirovski hat Die Saxophongruppe bei einem Adventskonzert. auch Erfahrung darin, Erwachsene zu unterrichten, diese können auch selber die Stilrichtung der Musik bestimmen. Es wird improvisiert und mit Klavierbegleitung gespielt. «Zürcher Oberland Sextett» Die Gruppe «Zürcher Oberland Sextett», eine Formation, die Jazz und Klassik spielt, sowie die Saxophongruppe können für Anlässe wie Firmenfeste und Geburtstage gebucht werden. Letztes Jahr konnte der erste Preis beim Kammermusikwettbewerb vom Zürcher Oberland Sextett gewonnen werden, und daraus resultierten weitere Auftritte. Aus dem Erlös werden jeweils neue Noten gekauft, ein geselliger Anlass für die Gruppe spendiert oder Viel Üben ist angesagt. vielleicht irgendwann einmal eine CD aufgenommen. Schnupperlektionen möglich Falls Sie auch gerne einmal Saxophon spielen möchten, Schnupperlektionen sind jederzeit möglich und können direkt bei Nedzip Sakirovski (Tel ) gebucht werden. sd 19

18 Schlagzeuger aus Leidenschaft Christoph Beck aus Gossau hat es geschafft, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Als Schlagzeuger von verschiedenen berühmten Bands ist er oft monatelang durch Europa, Skandinavien und Amerika getourt und hat bei vielen Studioproduktionen mitgespielt. Die ersten acht Jahre meines Lebens verbrachte ich am Bodensee in Kreuzlingen. Danach zog die ganze Familie für zwei Jahre nach Nigeria und gleich anschliessend für drei Jahre nach Norwegen. Vom Äquator zum Nordpol sozusagen und landete schliesslich 1972 in Gossau, praktisch in der Mitte. Bereits in Norwegen spielte ich Tenorhorn in der Schulmusik, liebäugelte jedoch schon damals mit den Trommeln die waren aber bereits vergeben. Darauf versuchte ich es noch fünf Jahre mit Klavierspielen, jedoch der Drang zum Schlagzeug wurde immer stärker. Die Schulzeit und auch die Lehre vergingen, und der Tag der Arbeit nahte. Ich wusste, dass ich eines Tages von der Musik leben wollte, nur, wie man das anstellt als Rockband in der Schweiz, wusste ich noch nicht. Es wechselten Bands und Besetzungen, und immer wurden es deren weniger, die noch wirklich an den Traum, von der Musik leben zu können, festhielten. Ich hatte nach einiger Zeit Glück, dass ich bei meiner ehemaligen Lehrfirma Teilzeit auf einer sehr freien Basis arbeiten konnte, denn das viele Proben und die wenigen Konzerte brachten ja noch nicht wirklich was in irgend- Der Schlagzeuger Christoph Beck in seinem Element eine Kasse. Ich konnte mir jedoch nichts anderes vorstellen, als wirklich nur Schlagzeug zu spielen. Bald fand ich heraus, dass es mit nur einer Band sehr schwierig sein würde, und bekam zum Glück auch immer mehr Angebote, so dass ich den Schritt wagte, meine Teilzeitarbeit aufzugeben. Ich begann Unterricht zu geben und hatte auch erste Kontakte mit Studioarbeiten. Nach der ersten Erfahrung im Studio war ich allerdings ziemlich ernüchtert, weil man da nun wirklich den hintersten Floh husten hören kann. Aber mit der Zeit habe auch ich gelernt, was es heisst, vorbe- Christoph Beck. 20

19 reitet ins Studio zu gehen. Dazu gehört ganz bestimmt ein gut gestimmtes Instrument, wenn ich nicht noch mal mit Blasen an beinahe allen Fingern am Abend nach Hause wollte, ohne nur einen Ton Musik aufgenommen zu haben. Nun war ich also Berufsmusiker hatte ich die Gelegenheit mit Eric Lee, einem wilden Rock n Roll-&-Boogie-Pianisten im Trio durch ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz zu reisen. Nach dieser Zeit wollte ich unbedingt wieder zurück in die «Rockszene» zum Konzertpublikum. Da kam die Anfrage von Felix Müller, ob ich Lust hätte, bei «Legal Tender» einzusteigen, wie gerufen. Wir nahmen eine Platte auf, machten einige Konzerte, aber musikalische Differenzen trennten bald die Gruppe. Felix und ich schlossen uns darauf mit seinem Bruder Andi und dem Legal-Tender-Gitarristen Marc Portmann der Berner Blues-&-Soul Sängerin Sandra Goldner an. Nach einer Platte, vielen guten, auch grossen Konzerten und neuer Platte in Vorbereitung ereilte uns ein harter Schicksalsschlag Sandra erkrankte schwer und starb im August Mit namhaften Stars gespielt Marc, Felix und ich beschlossen, zu versuchen, uns als Begleitband anzubieten. Zufällig fragte uns Steve Thomson an, ob wir mit ihm die Herbsttour 91 spielen wollten. Darauf fragte uns Toni Vescoli, und mit ihm nahmen wir drei CDs auf und spielten mehrmonatige Tourneen. Später kam auch der Berner, der in Basel wohnende Sänger Dänu Siegrist, dazu. Mit ihm nahmen wir auch 2 CDs auf. Parallel dazu gab es immer wieder Studioaufträge u. a. mit Natacha, Lee Scratch Perry, Chor für eine Weihnachtsplatte, Oldies-CD für Kambly, Musical- CD und All-Star-CD für Hangar 21, All-Star-Konzerte mit u. a. Polo Hofer, Büne Huber, Bernie Constantin, Gigi Moto, Sina, Rams, Hanery Amman, Poppa Chubby und... sehr vieles mehr. Tourneen durch Europa, Skandinavien und Amerika Ende 1995, meine Leidenschaft zum Schlagzeugspielen war ungebrochen, hatte ich jedoch das Gefühl, überall und nirgends zu spielen. Der Drang nach einer einzigen Band, mit der ich spielen durfte (möglichst viel natürlich) und in der restlichen Zeit etwas anderes tun, wurde immer grösser. Ein ehemaliger Mitmusiker fragte mich kurz darauf, ob ich Lust hätte, wieder zu meinem gelernten Beruf als Feinmechaniker zurückzukehren. Ich habe ja gesagt unter superben Teilzeitbedingungen. Die Fügung wollte es so, ich erhalte einen Anruf von Hank Shizzoe, ob ich mit ihm auf Tournee möchte und auch bei ihm fest einsteigen wolle. Ich konnte ohne zu zögern zusagen, da ich schon davor seine Musik und sein Gitarrenspiel sehr mochte. So entstand eine völlig neue Situation. Die folgenden Jahre waren klar geregelt. Jedes Jahr 2-mal 3 Monate auf Tournee und dazwischen die Stöcke mit Schraubenzieher und Gabelschlüsseln tauschen. Die Tourneen führten uns, das heisst Hank Shizzoe & Lose Gravel (www.hankshizzoe.com), durch ganz Europa, Skandinavien bis nach Amerika. Wir fuhren wie eine kleine Familie in einem Bus zu viert (Hank, Michel Poffet unser Kontrabassist, Christoph Müller, unser Manager, und ich) wie die Wahnsinnigen durch die Länder mit bis zu 19 Tagen hintereinander jeden Tag eine andere Stadt, ein anderes Hotel, die gleichen Gesichter (ausser am Abend), eine wunderbare Sache! Anstrengend, aber wenn die Lichter aus- und die Spots angehen, weiss ich genau, weshalb ich das alles mache. Das wunderbare Gefühl, mit Leuten zu musizieren und die Energien und Kräfte zu spüren, die entstehen, wenn man nicht mehr denken muss, wie oder was spielen, sondern: Es spielt. Im Trio zu spielen, finde ich sowieso grossartig, da man sehr schnell aufeinander eingehen kann und jeder gleich wichtig und wertig ist. Vor einem Jahr im Herbst haben wir in der Mühle Hunziken in Rubigen bei Bern, einem der wohl schönsten Musikklubs in Europa, eine Live- Doppel-CD mit dem amerikanischen Gastgitarristen Sony Landreth aufgenommen. Zwei ausverkaufte Tage wurden mitund zusammengeschnitten. Dieses Jahr arbeiten wir an einem neuen Album, werden nur wenige Konzerte geben und nächstes Jahr dann wieder auf Tournee gehen. Im Sommer habe ich noch mit Felix Müller und dem Bluesgitarristen Paul Camilleri eine Tour zusammen mit Eric Burdon & The Animals durch Deutschland gemacht und auch eine CD aufgenommen. Neue Passion gefunden Vor etwa fünf Jahren hat mich parallel die Freude an der Computergrafik im Allgemeinen und 3D-Modeling und Animationen im Speziellen gepackt. Und seit etwa einem Jahr bin ich in der Firma mit meiner Teilzeitanstellung für den gesamten grafischen Auftritt der Firma verantwortlich. Da ich voraussichtlich dieses Jahr relativ wenig Konzerte spielen werde, habe ich dafür mehr Zeit, mich noch mehr um meine Zweitbeschäftigung zu kümmern. Christoph Beck 21

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21 Verliebt in die Bassklarinette Vor gut 15 Jahren begann Markus Rosenberger mit dem Musizieren. Damals, als er mit dem Klarinettenspiel begann, dachte er nicht im Geringsten daran, was ihm diese Tätigkeit einmal bedeuten würde. Ich entdeckte schon bald, was in der Klarinettenfamilie für ein Potenzial steckt. Mittlerweile habe ich das Instrument von verschiedensten Seiten kennen gelernt, und die Musik ist für mich mehr als nur Hobby. Nach der Jugendmusikzeit und der Militärmusik-RS sammelte ich Erfahrungen im Sinfonieorchester. Diese Tätigkeit brachte mich, als bisheriger Höhepunkt, bis an den fernen Baikalsee in Russland. Schon früh «verliebte» ich mich in ein bestimmtes Instrument innerhalb der Klarinettenfamilie, die Bassklarinette. Die Musik nahm im Verlaufe der Jahre einen immer grösseren Stellenwert in meinem Leben ein. Schon früh begann ich mich für die faszinierende Tätigkeit des Dirigenten zu interessieren. Dies führte vor drei Jahren dazu, dass ich mich entschloss, ein berufsbegleitendes Dirigierstudium an der Musikhochschule Zürich zu absolvieren. In diesem Sommer werde ich diesen Lehrgang abschliessen. Mit der Bassklarinette lerne ich im Moment wieder einen völlig neuen Stil kennen. Mit rund 120 jungen Menschen arbeite ich bei der Musicalproduktion zu «Stamp» mit. Dies ist ein Musical,welches dieses Jahr seine Uraufführung hat. Ich selber spiele im Orchester mit, welches eine erweiterte Big Band darstellt und auch einen solchen Stil pflegt. Das bedeutet für mich als Bassklarinettist, dass ich mich in ei- Markus Rosenberger an seinem Lieblingsinstrument der Bassklarinette. ner eher ungewohnten Umgebung bewege. Gerade das reizt mich immer wieder, mit meinen Instrumenten an solchen Projekten mitzumachen. Für mich ist die Klarinette eines der vielseitigsten Instrumente, die ich kenne. Und genau diese Vielseitigkeit ist ein besonderer Reiz für mich. Egal, ob ich im Blasorchester, Sinfonieorchester, Ländlerkappelle, Dixie-Band oder eben Big Band mitmache. Überall ist die Klarinette mit ihrer Klangvielfalt ein passendes Instrument. Wer erleben möchte, wie die Bassklarinette in einer «Big Band» klingt, hat im Mai die Gelegenheit dazu. Während der ersten drei Mai-Wochen finden in der Region Zürich Aufführungen des Musicals «Stamp» statt. Nähere Infos sind im Internet unter zu finden. Markus Rosenbeerger Musical «Stamp» das Jugendmusicalprojekt in Ihrer Region 30. April 2004 Premiere im Stadtsaal Schluefweg, Kloten 1./2. Mai 2005 Aufführungen im Stadtsaal Schluefweg, Kloten 7./8. Mai 2004 Aufführungen im Hotel Banana City, Winterthur 15. Mai 2004 Gala im Lake Side, Casino Zürichhorn 11./12. Juni 2004 Aufführungen im Stadtsaal Schluefweg, Kloten Tickets können jetzt bestellt werden: 23

22 Ganz gleich was Sie ansteuern. Wir sind für Sie da. STRADA. Die Motorfahrzeugversicherung der Winterthur. Winterthur Versicherungen Hauptagentur Gossau/Grüningen, Ruedi Wyss, Zentrum Büelgass, 8625 Gossau ZH Telefon , Fax , Buchmann Carrosserie- und Abschleppdienst, Gossau ZH 24-Stunden- Abschleppund Pannendienst Grütstrasse 35, 8625 Gossau Telefon Hompage Ihr Partner für alle Carrosseriearbeiten 24

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