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1 DAS FRIEDRICH-EBERT-HAUS Das Friedrich-Ebert-Haus ein historischer Lernort im Herzen Heidelbergs Friedrich Ebert war das erste demokratische Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte. Die Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte macht seine Geburts wohnung in der Heidelberger Altstadt der Öffentlichkeit zugänglich, ebenso die an neuen didaktischen Erfordernissen orientierte, anschauliche Dauerausstellung Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten. Friedrich Ebert ( ). Sonderausstellungen, Veranstaltun gen wie z. B. Vorträge und Diskussionen und ein umfangreiches museumspädagogisches An - gebot lassen deutsche Demokratiegeschichte lebendig werden. Ausgestattet mit Bibliothek und Archiv ist das Friedrich-Ebert-Haus auch ein Ort der Forschung zu Friedrich Ebert und seiner Zeit mit jährlich rund Besuchern. Pfaffengasse Heidelberg tel +49(0)6221/ fax +49(0) Täglich außer Montag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag bis 20 Uhr; der Eintritt ist frei; das Haus ist barrierefrei zugänglich. Kostenlose Führungen; Audioguide in deutsch, englisch, französisch, italienisch und spanisch. Das Friedrich-Ebert-Haus ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Haltestellen Alte Brücke, Marstall, Universitätsplatz und Rathaus/Bergbahn sind fußläufig entfernt; vom DB-Haltepunkt Altstadt/Karlstor sind es ca. 10 min zu gehen. Das Friedrich-Ebert-Haus in Heidelberg

2 EBERT-EXPERTENHEFT INHALT Inhalt EINLEITUNG Informationen, Quellen und Arbeitsvorschläge für junge Ebert-Expertinnen und -Experten und solche, die es werden wollen für Grundschulen und weiterführende Schulen; Hinweise zur Vorbereitung von Referaten, BLL und GFS Lebenslauf Friedrich Eberts... 9 Deutschlandkarten: 1871 und TEIL 1 Kindheit in der Pfaffengasse in Heidelberg Wohnen im Kaiserreich TEIL 2 Schulzeit in Heidelberg um 1880: Was Schülerinnen und Schüler in den Schulen des Kaiserreichs lernen TEIL 3 In Bremen: Wer darf im Kaiserreich wählen und wer darf gewählt werden? TEIL 4 Friedrich Ebert: Arbeitersekretär in Bremen Werbung für die Ideen der Arbeiterbewegung

3 EBERT-EXPERTENHEFT INHALT TEIL 5 November 1918: Welche Staatsform soll Deutschland erhalten? TEIL 6 Weimarer Nationalversammlung und Weimarer Verfassung TEIL 7 Der Versailler Vertrag TEIL 8 Das Krisenjahr TEIL 9 Stichwort Grundrechte TEIL 10 Im Visier der Fotografen : Das Badehosen-Foto Literatur- und Linkliste

4 INFORMATIONEN / QUELLEN / ARBEITSVORSCHLÄGE Ebert- Expertenheft Informationen, Quellen und Arbeitsvorschläge für Ebert-Expertinnen und -Experten und solche, die es werden wollen EINLEITUNG: WIE ARBEITET IHR MIT DIESEM HEFT? Herzlich Willkommen im Friedrich-Ebert-Haus, liebe Schülerinnen und Schüler! Unser Haus ist ein lebendiger Lernort, an dem ihr viel über Friedrich Ebert und seine Zeit erfahren könnt: über das Deutsche Kaiserreich ( ) und die Weimarer Republik ( ), über Themen wie die Industrialisierung, die Soziale Frage, den Ersten Weltkrieg oder die Entstehung der Arbeiterbewegung, um nur einige zu nennen. Vielleicht kennt ihr bereits unser museumspädagogisches Angebot angefangen bei Führungen, Projektarbeiten und Seminaren bis hin zu Vorträgen und Zeitzeugengesprächen: Das alles ist kostenlos. Eine Führung oder Projektarbeit solltet ihr, eure Lehrerin oder euer Lehrer natürlich vorher anmelden. Dann steht einer unserer Mitarbeiter für euch bereit. Ihr könnt euch aber auch gerne alleine hier umschauen zum Beispiel, um ein Referat, eine Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen (GFS) oder eine Besondere Lernleistung (BLL) vorzubereiten. Dabei will euch dieses Expertenheft unterstützen. Wie ihr damit arbeiten könnt, erfahrt ihr gleich. Vorher wünschen wir euch aber noch viel Spaß beim Entdecken, Forschen und Lernen. Dieses Heft ebenso wie die Ausstellung des Friedrich-Ebert-Hauses will dazu anregen, sich näher mit Friedrich Ebert und seiner Zeit sowie den vielfältigen Aspekten, die sein (politisches) Leben ausmachten, zu beschäftigen. Arbeitsblätter bieten Fragen, die ihr mit Hilfe von Quellen und Informationen zum historischen Hintergrund beantworten könnt. Deshalb findet ihr auf den Arbeitsblättern Hinweise zum Umgang mit den abgedruckten Quellen und zu ihrer Interpretation, zum historischen Hintergrund und zu den Möglichkeiten, Antworten auf eure Fragen in der Ausstellung, in der Bibliothek des Friedrich-Ebert- Hauses oder im Internet zu finden. Dokumente und Abbildungen stehen im Mittelpunkt dieses Heftes. Sie sind Ausgangspunkt für die Recherche zu einem bestimmten historischen Thema, das Friedrich Ebert beschäftigt hat oder das noch heute mit Friedrich Ebert in Verbindung steht. Um die Quelle richtig einordnen zu können, müssen zuerst folgende Dinge geklärt werden: Um welche Art von Quelle handelt es sich? Ist es eine Fotografie, eine Karikatur oder ein Gesetzestext? Woher stammt das Dokument oder das Foto? Welche Geschichte erzählt das Bild oder das Dokument? Viele Dinge sind erst auf den zweiten Blick zu erkennen; deshalb ist es wichtig, Fotos und Bilder ganz genau anzusehen und auf die Einzelheiten zu achten. Auch die Herkunft und die Entstehung sind wichtig. Erst dann kann man sie in einen historischen Gesamtzusammenhang bringen. Für schriftliche Quellen bedeutet das, dass man sie genau und aufmerksam lesen muss. 4

5 INFORMATIONEN / QUELLEN / ARBEITSVORSCHLÄGE Friedrich Ebert in Schwarzburg 1919 (Foto: National Archives, College Park/USA) > Manche Begriffe, Namen oder Ereignisse, die in historischen Dokumenten genannt werden, oder Einzelheiten, die auf den Bildern zu erkennen sind, sind heutigen Lesern und Betrachtern fremd. Sie sind aber nötig, um die Quellen richtig zu interpretieren. Deshalb finden sich hierzu auf den Arbeitsblättern Erläuterungen. Falls ihr zusätzliche Erläuterungen braucht, schaut am besten in eurem Geschichtsbuch oder im Internet nach. Ihr könnt auch einfach fragen zum Beispiel die Mitarbeiter, die hier durch die Ausstellung führen. > Eine andere Perspektive: Bei der häufigen Beschäftigung mit historischen Text- und Bildquellen merkt man schnell, dass diese immer aus einer bestimmten Perspektive zum Beispiel der Person, die fotografiert, gezeichnet oder den Text verfasst hat gestaltet oder geschrieben wurden. Die Sichtweise, Perspektive oder die Meinung einer einzelnen Person (in unserem Fall ist dies häufig Friedrich Ebert) lässt sich aber im Normalfall nicht verallgemeinern. Deshalb ist es für die richtige historische Einordnung immer wichtig, auch andere Perspektiven auf den untersuchten Sachverhalt zu berücksichtigen. So befindet sich auf den Arbeitsblättern Material, das einen anderen Blickwinkel bietet. 5

6 INFORMATIONEN / QUELLEN / ARBEITSVORSCHLÄGE > Auf den Arbeitsblättern sind darüber hinaus Hinweise darauf, wo ihr in der Ausstellung oder in der Bibliothek des Friedrich-Ebert-Hauses (oder im Internet) Informationen findet, die euch bei der historischen Einordnung der Sachverhalte, die man den Quellen entnehmen kann, helfen. Erst wenn man den historischen Hintergrund kennt, kann man die Bedeutung dieser Sachverhalte für die Menschen in ihrer Zeit erkennen. > Der Gegenwartsbezug: Was hat euch an dem, was ihr herausgefunden habt, besonders beeindruckt? Was ist für euch wichtig? Eure Fragen sind wichtig, denn Geschichte hat immer auch mit uns und unserer Gegenwart zu tun. Schreibt diese Fragen auf, denn das Nachdenken über die jeweiligen Antworten hilft, die historische wie gegenwärtige Bedeutung der Dinge, die ihr herausgefunden habt, einzuschätzen. Zusätzliche Hinweise auf den Arbeitsblättern auf die gegenwärtige Bedeutung sollen dies unterstützen. > Die Ausstellung im Friedrich-Ebert-Haus ist wie alle Ausstellungen eine Inszenierung: Die Ausstellungsmacher haben sich überlegt, mit welchen Gegenständen, Bildern, Filmen und Texten sie ein bestimmtes Thema darstellen wollen. Sie überlegen sich auch, wie sie die Ausstellungsobjekte anordnen und in welchen Gesamtzusammenhang sie diese stellen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Sie setzen diese Objekte somit in Szene und inszenieren auf diese Weise Geschichte. Fragen mit Bezug zur Ausstellung sollen daher helfen, die Inszenierungen zu erkennen und zu entschlüsseln. > Hinweise für weitere Recherchen in der Ausstellung, der Bibliothek und im Internet helfen, die Informationen zu vertiefen. > Nicht alle Nutzerinnen und Nutzer dieser Materialien wollen oder können alle Fragen beantworten; deshalb sind die Materialien und Fragen gekennzeichnet. Je mehr Sterne eine Aufgabe hat, umso schwieriger wird es aber auch die Fragen mit vier Sternen braucht niemand zu fürchten. Jetzt können wir eigentlich richtig loslegen. Friedrich Ebert wurde im Jahr 1871 geboren. Das ist gleichzeitig das Jahr, in dem Deutschland gegründet wurde. Zuvor gab es nur einzelne deutsche Staaten wie Bayern, Baden, Hessen, Sachsen oder Preußen. Auf die Frage nach der Staatsangehörigkeit antwortete man damals nicht deutsch, sondern beispielsweise bayerisch oder badisch. Bis zu einer einheitlichen deutschen Staatsangehörigkeit hat es noch bis zum Jahr 1913 gedauert (fragt doch mal eure Eltern, ob sie das wissen). Zurück zu Friedrich Ebert: Als er geboren wurde, stand ein Kaiser an der Spitze Deutschlands. Kaiser wurde er, weil er das Oberhaupt der wichtigsten deutschen Herrscherfamilie, den Hohenzollern, war. Nach ihm wurde das Amt des Staatsoberhaupts vererbt. In dieser Monarchie, dem Deutschen Kaiserreich, hing es fast immer vom Einkommen oder Vermögen ab, ob jemand wählen durfte oder wie viel Gewicht seine Stimme hatte (Stichwort: Klassenwahlrecht ). Findest du das gerecht? Wie ist das heute? Friedrich Eberts Vater Karl war von Beruf Schneider. Gearbeitet hat er, zum Teil mit bis zu vier Gesellen, in der kleinen Wohnung, in der Friedrich Ebert auch geboren wurde. Das Einkommen Karl Eberts lag weit unter dem Einkommen anderer Handwerksberufe wie z. B. den Bäckern. Daher gehörte er nach dem badischen Gemeindewahlrecht zur 3. Klasse, der Klasse der Niederstbesteuerten. In den Räumen 6 und 7 unserer Dauerausstellung kannst du einen Eindruck vom Vorderhaus gewinnen. Hier wohnte der Bäcker und Stadtrat Mathias Frisch mit seiner Familie. Die Decke ist hier ungefähr doppelt so hoch wie in der Geburtswohnung 6

7 INFORMATIONEN / QUELLEN / ARBEITSVORSCHLÄGE Die Küche der Familie Ebert Friedrich Eberts. Frisch wählte in der 2. Klasse, der Klasse der Mittelbesteuerten. Seine Wählerstimme hatte mehr Gewicht als die Stimme von Karl Ebert. Bis diese Ungerechtigkeiten in ganz Deutschland aufhörten, dauerte es bis ins Jahr Was da passierte, erfährst du gleich. Kennt Ihr schon andere für Friedrich Ebert oder für Deutschland wichtige Jahreszahlen wie z. B (Wahl Friedrich Eberts zum Vorsitzenden der SPD) oder 1919 (das Jahr, in dem Friedrich Ebert zum Reichspräsidenten gewählt wurde)? Darüber hinaus sind auch Ereignisse wichtig, die auf den ersten Blick nicht direkt etwas mit Friedrich Ebert zu tun haben: z. B. das Attentat von Sarajewo (28. Juni 1914) oder die Unterzeichnung des Waffenstillstands, der das Ende des Ersten Weltkriegs markiert (11. November 1918). Ihr werdet schnell merken, dass es wenig Sinn macht, die Ereignisse und ihr Datum derart zu sortieren. Im Friedrich-Ebert-Haus geht es darum, das Leben Friedrich Eberts in seine Zeit einzubetten. Vielleicht kennt ihr die Formulierung, ein bestimmter Mensch sei ein Kind seiner Zeit ; jetzt wisst ihr, was damit gemeint ist. Es bedeutet, dass die Verhältnisse um einen herum das eigene Leben, Verhalten, Denken und Fühlen beeinflussen. Ein Beispiel: Unser Nachbarland Frankreich wurde zur Zeit Friedrich Eberts als schlimmer Feind angesehen. Insofern waren Kontakte, wie wir sie heute nach Frankreich und auch anderen Nachbarländern haben Städtepartnerschaften, Schüleraustausche usw. fast unvorstellbar. Wenn also ein Deutscher schlecht über Frankreich sprach und umgekehrt, bedeutete das nicht, dass er wirklich persönlich etwas gegen Frankreich und die Menschen dort hatte. Könnt ihr das verstehen? Zurück zu den Daten: Ich weiß, dass einige von euch das Fach Geschichte deshalb nicht mögen, weil es angeblich sehr viel auswendig zu lernen gibt. Damit habt ihr einerseits recht. Wenn ihr nicht wisst, wann der Erste Weltkrieg war und wie lange es die Weimarer Republik gab, könnt ihr nicht wirklich mitreden. Auf der anderen Seite ist es so, dass ihr diese Ereignisse und Daten nicht wie Gedichte einfach auswendig lernen müsst. Gedichte über eine be- 7

8 INFORMATIONEN / QUELLEN / ARBEITSVORSCHLÄGE stimmte Jahreszeit oder einen Fluss haben sicher wenig miteinander zu tun beide müssen Zeile für Zeile und Vers für Vers auswendig gelernt werden. Allerdings werdet ihr dabei merken, dass euch das Auswendiglernen, wenn ihr erst einmal ein paar Gedichte könnt, immer leichter fällt. In der Geschichte ist es so, dass die Ereignisse nicht einfach durch einen Zeitraum (ihr könnt dabei gerne auch an den Weltraum denken) schwirren. Sicher passiert einmal etwas einfach so, ohne dass jemand weiß, warum es passiert ist. Ganz viele Ereignisse haben aber eine Vorgeschichte, Ausgangsbedingungen und nachdem sie passiert sind, natürlich auch Folgen. In der Geschichtswissenschaft spricht man in diesem Fall von Strukturen und Entwicklungen, ihr könnt aber auch den Ausdruck Ketten verwenden; der Historiker spricht dann meist von Kausalketten, womit er ausdrücken will, dass dieses die Ursache von jenem ist. Was heißt das? Nun: Ihr müsst die Ereignisse nicht einzeln auswendig lernen. Ihr verknüpft sie miteinander. Ihr wisst, dass der Erste Weltkrieg die Staaten, die daran beteiligt waren, viel Geld gekostet hat (Geld für Waffen, Munition, Sold für die Millionen Soldaten, Entfernung von Trümmern, Wiederaufbau usw.). Was macht ein Staat, wenn er Geld braucht? Richtig: Er druckt Geld; schließlich druckt er immer mehr Geld, wenn er immer mehr Geld braucht. So war das damals in Deutschland. Als der Krieg Ende 1918 zu Ende war, hatte die Mark (die damalige Währung in Deutschland) nur noch die Hälfte ihres Wertes. Die Entwicklung, dass das Geld an Wert verlor, setzte sich fort. Vielleicht kennt ihr sogar das Fremdwort dafür: Inflation. Besonders schlimm wurde das im Jahr Da kosteten dann plötzlich ganz einfache Dinge wie ein Brot oder ein Ei Milliarden Mark. Das ist schwer vorstellbar. Raum 7 unserer Dauerausstellung vermittelt ein Bild davon: Da spielen Kinder mit Bündeln von Geldscheinen, die sie als Bauklötze verwenden. Kaufen kann man damit nichts mehr es ist völlig wertlos geworden. Ihr erinnert euch? Krieg Kriegskosten Inflation. Da ihr (jetzt) wisst, wie dies zusammenhängt, müsst ihr es nicht mehr auswendig lernen. Ist das nicht so? Ich glaube sowieso, dass ihr mittlerweile schon einiges über Friedrich Ebert wisst und euch schon etwas in der Zeit, in der er gelebt hat, auskennt. Ihr könnt vielleicht schon alleine ein Referat, eine BLL oder GFS vorbereiten. Wie diese aussehen könnten, erfahrt ihr auch in diesem Heft. Und noch etwas: Wir freuen uns über eure Fragen! Schickt uns einen Brief oder eine , ruft uns an oder sprecht uns direkt an, wenn ihr hier seid. Und sagt uns bitte, wie es euch hier gefallen hat. Noch etwas: Zu diesem Heft haben viele beigetragen: Von den unzähligen Schülerinnen und Schülern, die uns in den vergangenen Jahren besucht haben, haben wir wertvolle Anregungen erhalten. Lehrerinnen und Lehrer haben uns auf bestimmte Themen und Lernformen aufmerksam gemacht und nicht zuletzt haben Kolleginnen und Kollegen vor Ort, in Archiven und Bibliotheken zum Gelingen beigetragen. Ihnen allen sei herzlich gedankt. Viel Spaß und viel Erfolg wünschen euch die Autoren Michael Braun und Anette Hettinger 8

9 LEBENSLAUF FRIEDRICH EBERTS Lebenslauf Friedrich Eberts Februar: Geburt in HeideIberg als siebtes von neun Kindern des Schneidermeisters Karl Ebert und seiner Frau Katharina Besuch der Volksschule in der Sandgasse Sattlerlehre in Heidelberg 1888/ Wanderschaft er schließt sich den Gewerkschaften und der Sozialdemokratie an 1891 Friedrich Ebert lässt sich in Bremen nieder, arbeitet als Sattler und Redakteur der sozialdemokratischen Bremer Bürger-Zeitung und engagiert sich in der bremischen SPD, zeitweise als deren Vorsitzender 1894 Er übernimmt eine Gastwirtschaft und heiratet die Fabrikarbeiterin Louise Rump. In den Jahren bis 1900 kommen ihre fünf Kinder Friedrich, Georg, Heinrich, Karl und Amalie zur Welt 1900 Arbeitersekretär in Bremen und Mitglied der Bremer Bürgerschaft (Stadtparlament) 1904 Ebert organisiert und leitet den in Bremen stattfindenden Parteitag der SPD 1905 Wahl in den zentralen Parteivorstand in Berlin 1912 Wahl in den Reichstag für den Wahlkreis Elberfeld-Barmen (heute: Wuppertal) 1913 Wahl als Nachfolger August Bebels zu einem der beiden Parteivorsitzenden der SPD 1916 Wahl zu einem der drei Vorsitzenden der SPD-Reichstagsfraktion 1917 Tod der beiden Söhne Heinrich und Georg in Mazedonien bzw. an der Westfront 1918 Ebert übernimmt am 9. November das Amt des Reichskanzlers von Prinz Max von Baden und wird am 10. November einer der beiden Vorsitzenden des Rates der Volksbeauftragten, der aus sechs Mitgliedern bestehenden Übergangsregierung Februar: Wahl zum Reichspräsidenten 11. August: Friedrich Ebert unterschreibt die Weimarer Verfassung sie tritt drei Tage später in Kraft (14. August) 1922 Friedrich Ebert erklärt das Deutschlandlied zur Nationalhymne 1924 Als Höhepunkt der Verleumdung durch die republikfeindliche Rechte wird Ebert von einem Magdeburger Gericht des Landesverrates bezichtigt Februar: Friedrich Ebert stirbt in Berlin an den Folgen einer zu spät operierten Blinddarmentzündung. Er wird nach Heidelberg überführt und dort auf dem Bergfriedhof beigesetzt 9

10 KARTEN Aus: Großer Historischer Weltatlas. Hrsg. vom Bayerischen Schulbuchverlag. Dritter Teil (Neuzeit), München 1957, S Präambel der Bismarckschen Reichsverfassung Seine Majestät der König von Preußen im Namen des Norddeutschen Bundes, Seine Majestät der König von Bayern, Seine Majestät der König von Württemberg, Seine Königliche Hoheit der Großherzog von Baden und seine Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen und bei Rhein für die südlich vom Main belegenen Theile des Großherzogtums Hessen, schließen einen ewigen Bund zum Schutze des Bundesgebietes und des innerhalb desselben gültigen Rechtes, sowie zur Pflege der Wohlfahrt des Deutschen Volkes. Dieser Bund wird den Namen Deutsches Reich führen und wird nachstehende Verfassung haben. (Aus: Bundesgesetzblatt (künftig: BGBL) 1871, 64. Hinweis zur Zitierweise: Die erste Zahl bezeichnet jeweils das Jahr, in dem das Gesetzblatt erschienen ist, die zweite Zahl die Seite(n) auf der/denen sich das betreffende Gesetz befindet). Präambel der Weimarer Verfassung Das Deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben. (Aus: Reichsgesetzblatt (künftig RGBL) 1919, 1383). 10

11 KARTEN Aus: Großer Historischer Weltatlas. Hrsg. vom Bayerischen Schulbuchverlag. Dritter Teil (Neuzeit), München 1957, S Präambel des Grundgesetzes Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. Die Deutschen in den Ländern Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt dieses Grundgesetz für das gesamte Deutsche Volk. (Aus: BGBL 1990, 890). 11

12 Silbenrätsel 1 AL _ AR _ BAR _ BEI _ BER _ BERG _ BRE _ DE _ DEL _ DER _ EL _ FELD _ GAS _ HEI _ KRA _ KRE _ LER _ MEN _ MEN _ MO _ SAND _ SATT _ SCHNEI _ SE _ SE _ SO _ STATT _ TAER _ TER _ TIE _ WERK _ ZI In welcher Stadt wurde Friedrich Ebert 1871 geboren? An welcher Straße lag einst die Volksschule, die Friedrich Ebert hier besuchte? Was betrieb Friedrich Eberts Vater, Karl Ebert, in seiner Wohnung? Welchen Beruf erlernte Friedrich Ebert ursprünglich? In welcher Stadt ließ sich Friedrich Ebert 1891 nach seiner Wanderschaft nieder? In welcher Funktion unterstützte Friedrich Ebert dort ab dem Jahr 1900 hilfesuchende Arbeiterinnen und Arbeiter? Welcher im 19. Jahrhundert entstandenen politischen Bewegung gehörte Friedrich Ebert an? Für welchen Reichstagswahlkreis wurde Friedrich Ebert 1912 in den Reichstag gewählt? Die mit markierten Buchstaben der beiden Silbenrätsel ergeben, in neue Reihenfolge gebracht, das Lösungswort. Hinweis: Lösungsseite 82 12

13 1. KINDHEIT IN DER PFAFFENGASSE IN HEIDELBERG WOHNEN IM KAISERREICH TEIL 1 Kindheit in der Pfaffengasse in Heidelberg Wohnen im Kaiserreich Q 1 Die Pfaffengasse wahrscheinlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Q 2 Der Innenhof zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 13

14 1. KINDHEIT IN DER PFAFFENGASSE IN HEIDELBERG WOHNEN IM KAISERREICH A 1 **) Was sagen diese Bilder (Q 1 + Q 2) über die Lebensverhältnisse der Menschen, die in der Pfaffengasse um 1900 wohnten, aus? A 2 **) Vergleiche die historische Situation, die auf den Fotos (Q 1 + Q 2) dargestellt ist, mit der heutigen. Was ist anders, was ist gleich geblieben? Q 3 Bewohner des Hauses Pfaffengasse 27. Bei Familien werden nur die Haushaltsvorstände und ihre Berufe genannt. Ausschnitt aus dem Adressbuch der Stadt Heidelberg zum Jahr Das Adressbuch der Stadt Heidelberg nennt die Bewohner der Stadt nach Straßen und Häusern geordnet. Vgl. auch Q 4. 14

15 1. KINDHEIT IN DER PFAFFENGASSE IN HEIDELBERG WOHNEN IM KAISERREICH A 3 **) Schaue dir die komplette Adressbuchseite an. Du findest das Adressbuch des Jahres 1876 im Internet unter: Zähle die Haushaltsvorstände und schätze anhand des Beispiels der Familie Ebert, wie viele Menschen damals wohl in der Pfaffengasse wohnten. A 4 *) Besichtige die Wohnung, in der Friedrich Ebert zusammen mit seinen Eltern und fünf Geschwistern lebte und in der sein Vater eine Schneiderwerkstatt betrieb. Die Einrichtung stammt nicht aus dieser Zeit, doch kann die Wohnung einen Eindruck von den damaligen Verhältnissen vermitteln. A 5 **) Was lässt sich zu Lebensbedingungen und Alltag von Friedrich Ebert sagen? Ziehe Schlussfolgerungen aus der Wohnsituation in der Pfaffengasse. Denke z. B. an Schlaf- und Waschmöglichkeiten, an die Erledigung der schulischen Hausaufgaben und das Spielen mit Freunden, an Lärm und Licht, aber auch an die Hausarbeit der Mutter (z. B. Kochen, Waschen der Wäsche, Vorratshaltung), an die Nachbarn und die häufigen Überschwemmungen der Altstadt durch den Neckar. 15

16 1. KINDHEIT IN DER PFAFFENGASSE IN HEIDELBERG WOHNEN IM KAISERREICH A 6 **) Du bist ein Schüler des Reallehrers Krauß an der höheren Bürgerschule und hast Friedrich Ebert zu Hause besucht. Schreibe auf, was du deinen Eltern von den Lebensverhältnissen der Familie Ebert erzählen würdest. Q 4 Bürgerliche Wohnhäuser mit Mietwohnungen in der Leopoldstraße (heute Friedrich-Ebert- Anlage) im Jahr Die Häuser wurden in den Jahrzehnten nach der Eröffnung des alten Heidelberger Bahnhofs am westlichen Ende der Leopoldstraße (heute: Adenauerplatz) im Jahr 1840 gebaut; die Wohnungen hier wurden häufig an wichtige Persönlichkeiten der Universität vermietet. Zu sehen sind die Häuser Nr. 27 bis 33; zwischen Nr. 27 und 29 befindet sich der Friedrich-Ebert-Platz (damals Wrede-Platz). (Foto: Stadtarchiv Heidelberg, ; Informationen zu den Häusern unter: 16

17 1. KINDHEIT IN DER PFAFFENGASSE IN HEIDELBERG WOHNEN IM KAISERREICH A 7 ***) Vergleiche die Fotos Q 1 u. Q 2 mit Q 4. Welche Ansprüche stellte das Bürgertum an seine Wohnverhältnisse im Unterschied zu den Bewohnern der Pfaffengasse? Suche dazu Anhaltspunkte in Q 4. A 8 ***) Über Größe und Ausstattung der einzelnen Wohnungen in der Leopoldstraße um 1900 wissen wir noch nicht allzu viel; hierfür wären weitere Nachforschungen nötig. Wie einzelne Wohnungen möglicherweise geschnitten und eingerichtet waren, zeigt der Plan einer Etagenwohnung in Hamburg, den du vom Museumspersonal erhalten kannst. Beschreibe die Wohnverhältnisse und vergleiche sie mit denen in der Pfaffengasse 18. Charakterisiere anhand des Ausschnittes aus dem Adressbuch (Q 3) die Berufe der Bewohner der Pfaffengasse. Welche Aussagen lassen sich zu den wirtschaftlichen Verhältnissen und zum Ansehen der in der Pfaffengasse lebenden Menschen machen? Vergleiche mit den Angaben zu den Bewohnern der Leopoldstraße im Adressbuch der Stadt Heidelberg aus dem Jahr 1876 unter: A 9 ***) Erläutere: Unterschiedliche Wohnverhältnisse sind auch Ausdruck unterschiedlicher sozialer Zugehörigkeit. Mehr zu Kindheit und Jugend von Friedrich Ebert findest du in der Ausstellung, im Begleitband zur ehemaligen Ausstellung und in dem Buch Von Heidelberg nach Berlin. Friedrich Ebert von Ronald A. Münch. 17

18 Silbenrätsel 2 BA _ BEN _ BERG _ BLIND _ DARM _ DE _ DENT _ DUNG _ EN _ ENT _ FRAU _ FRIED _ HO _ HOF _ LER _ LUNG _ MA _ NA _ NAL _ O _ PRAE _ RECHT _ REICHS _ RER _ SAIL _ SAMM _ SE _ SI _ SIE _ TI _ TRAG _ VER _ VER _ VER _ WAHL _ WEI _ ZUEN In welches hohe Amt wurde Friedrich Ebert im Februar 1919 gewählt? Welches Gremium wählte Friedrich Ebert damals zum Staatsoberhaupt? Welche Errungenschaft feierte in Deutschland bei den Wahlen zur Nationalversammlung im Januar 1919 ihre Geburtsstunde? Wie bezeichnet man das im Juni 1919 unterzeichnete Vertragswerk, mit dem nach dem Ende des Ersten Weltkriegs Frieden zwischen dem Deutschen Reich und seinen Feinden geschlossen wurde? Wie viele Jahre dauerte im Regelfall die Amtszeit des Reichspräsidenten in der Weimarer Republik? Welches Kleidungsstück trug Friedrich Ebert auf einem Foto, dessen Veröffentlichung 1919 großes Aufsehen erregte? An den Folgen welcher Erkrankung verstarb Friedrich Ebert 1925? Wo liegt Friedrich Ebert in Heidelberg begraben? Die mit markierten Buchstaben der beiden Silbenrätsel ergeben, in neue Reihenfolge gebracht, das Lösungswort. Hinweis: Lösungsseite 82 18

19 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN TEIL 2 Schulzeit in Heidelberg um 1880 Was Schülerinnen und Schüler im Kaiserreich lernten Q 5 Friedrich Ebert besuchte wie andere Kinder der unteren sozialen Schichten in der Altstadt von 1877 bis 1885 die achtjährige Volksschule in der Sandgasse. Das Gebäude wurde um 1901 für den Neubau der Universitätsbibliothek abgerissen. Kinder der wohlhabenderen Familien konnten die Vorschulen der Bürgerschulen oder der Gymnasien besuchen, die zu einem mittleren Abschluss oder zum Abitur führten. Volksschule und Turnhalle auf der rechten Seite der Sandgasse, um Das Foto wurde durch Mitarbeiter des Stadtbauamtes im Verlauf der Planungen für den Abriss der Gebäude aufgenommen (Foto: Stadtarchiv Heidelberg). Q 6 Klassenfoto Es entstand wahrscheinlich im Innenhof der Schule. Friedrich Ebert ist der Dritte von links in der dritten Reihe (x). x 19

20 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN A 10 *) Beschreibe den Eindruck, den die abgebildeten Schüler (Klassenfoto Q 6) auf dich machen. Erläutere dann die dargestellte Situation und nenne Einzelheiten, die deinen Eindruck untermauern (z. B. die Aufstellung der Schüler, Körperhaltung, Gesichtsausdruck, Kleidung, Frisur). Vermute, warum der Fotograf die Schüler in dieser Haltung und Aufstellung ablichtete. A 11 *) Unterstreiche die Wörter, die zu den Schülern auf dem Foto passen. Begründe deine Wahl: Ordnung, Spiel, Sauberkeit, Disziplin, Jungenklasse, Sonntagskleidung, aufmerksam, Schnappschuss, Freundschaft, fröhlich, brav, Regeln. Finde weitere Wörter, die deiner Ansicht nach passen können, und begründe dies. A 12 *) Erinnere dich an dein letztes Klassenfoto und beschreibe es. Vergleiche es mit dem Klassenfoto von Friedrich Ebert. Stelle Vermutungen zu den Gründen der Veränderungen an. 20

21 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN Q 7 Schulzeugnis Friedrich Eberts aus dem 7. Schuljahr (1883/84). I. u. II. Quartal Fleiß: ziemlich gut Fortschritt: unter 44 Schülern 32.ter Betragen: gut Muß schöner schreiben. III. u. VI. Quartal Fleiß: s(ehr)g(u)t bis gut Fortschritt: unter 44 Schülern der 16. Betragen: gut (Die Leistungen in den Fächern wurden in der Volksschule nicht benotet). Q 8 Das Ziel des Unterrichts in den Volksschulen in Friedrich Eberts Schulzeit und die dort unterrichteten schulischen Fächer werden im Gesetz den Elementarunterricht betreffend vom 8. März 1868 ( 25) genannt: Der Unterricht in der Volksschule soll die Kinder zu verständigen, religiös-sittlichen Menschen und dereinst tüchtigen Mitgliedern des Gemeinwesens heranbilden. Er hat sich auf folgende Gegenstände zu erstrecken: Religion, Lesen und Schreiben, Deutsche Sprache, Rechnen, Gesang, Zeichnen, das Wissenswürdigste aus der Geometrie, der Erdkunde, der Naturgeschichte und Naturlehre und aus der Geschichte. Dazu kommen: für Knaben: Leibesübungen, für Mädchen: Unterricht in weiblichen Arbeiten. (Gesetz den Elementarunterricht betreffend, , in: Großherzoglich Badisches Regierungs-Blatt 66. Jg., Karlsruhe 1868, S. 257f.) 21

22 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN A 13 **) Beschreibe die schulischen Leistungen, die Friedrich Ebert in seinem 7. Schuljahr erbrachte. Worauf wird im Zeugnis Wert gelegt? A 14 **) Nenne die Schulfächer, die in der Volksschule unterrichtet wurden, und vergleiche mit deinem Stundenplan. A 15 ***) Überlege, welche Gründe zu diesen Veränderungen geführt haben könnten (Q 8). Q 9 Schulbuchtexte aus der Zeit Friedrich Eberts zeigen, was von Schulkindern erwartet wurde: a. Ein Text zum Lesenlernen. Aus einem Lesebuch der Zeit: Wenn es Zeit zur Schule war, holte Albert seine Schulsachen. Diese waren immer an dem gleichen Platze. Er machte sich auf den Weg und stand nicht lange auf der Straße herum. In der Schule grüßte er schön und setzte sich still an seinen Platz. In der Schule war er ruhig und artig. Er gab auf die Worte des Lehrers recht acht; er suchte auf alle Fragen rasch die 22

23 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN rechte Antwort. Alles was der Lehrer sagte, tat er schnell. Vor und nach der Schule betete er schön und laut. Auf dem Weg lärmte und zänkte er nie. Er ging still nach Hause. Dann machte er seine Hausaufgaben. Er ging erst auf die Straße, wenn sie fertig waren. Albert war fleißig und brav. Der Lehrer hatte ihn lieb, und seine Eltern freuten sich über ihn. b. Ein Text zum Auswendiglernen Das feine Mädchen Ich bin ein feines Mädchen, Kann drehen das Rädchen, Kann flicken und stricken, Und nähen und sticken, Kann braten und kochen Das Fleisch und die Knochen. Beide Texte aus: Fibel für deutsche Volksschulen, bearbeitet von Julius Goldschmidt, 15. Auflage, Freiburg/Br. 1889, S. 56 und S. 78, zitiert nach: Jürgen Spanger: Aus der Schulstube ins Leben. Die Karlsruher Volksschulen (Veröffentlichung des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 25), Karlsruhe 2002, S. 65f. A 16 **) Die Texte aus dem Lesebuch (Q 9) waren nicht nur zum Lesenlernen und Auswendiglernen gedacht, sondern vermittelten gleichzeitig Verhaltensregeln und Werte, an die sich Schülerinnen und Schüler halten sollten. Nenne und erläutere diese. A 17 ***) Diskutiert die Bedeutung des ersten Absatzes im Schulgesetz (Q 8): Was versteht man unter verständigen und religiös-sittlichen Menschen und tüchtigen Mitgliedern der Gemeinwesens? Stellt einen Zusammenhang her zu den Texten aus dem Lesebuch (Q 9). 23

24 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN A 18 ***) In der Ausstellung findet sich zum Thema Schule eine Schulbank der Zeit. Ist dies ein aussagekräftiges Ausstellungsobjekt? Begründe deine Meinung. Q 10 Schulordnung Für die Volksschule in der Sandgasse ist keine Schulordnung überliefert, aber sie könnte so ausgesehen haben wie die nachstehende aus Karlsruhe. Aus: Jürgen Spanger: Aus der Schulstube ins Leben. Die Karlsruher Volksschulen (Veröffentlichung des Karlsruher Stadtarchivs Bd. 25), Karlsruhe 2002, S

25 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN A 19 ***) Welche Themen werden in der Schulordnung (Q 10) angesprochen? Liste sie auf und erläutere sie in deinen eigenen Worten. A 20 ***) Erkläre die Notwendigkeit derartiger Regeln. Stelle Überlegungen an, inwiefern diese Regeln den (Schul-)Alltag der Kinder tatsächlich spiegelten. 25

26 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN A 21 **) Vergleiche die Schulordnung Q 10 mit derjenigen deiner Schule. Nenne Ähnlichkeiten und Unterschiede und erkläre, warum manche Dinge damals wichtig waren, die in der heutigen Schulordnung nicht mehr auftauchen. Finde Erklärungen für die Änderungen. A 22 ***) Ziehe aus den bisherigen Antworten Schlussfolgerungen: Welche Erwartungen richteten Lehrer, Eltern und zukünftige Arbeitgeber an ihre Kinder und Lehrlinge? A 23 ***) Die heutige Grundschule in der Heidelberger Altstadt trägt den Namen Friedrich Eberts. Sollten bei Namensgebungen von Schulen auch die Schulleistungen mit berücksichtigt werden? (Friedrich Ebert war ein mittelmäßiger Schüler). Begründe deine Antwort. 26

27 2. SCHULZEIT IN HEIDELBERG UM 1880 WAS SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER IM KAISERREICH LERNTEN > Weitere Recherchemöglichkeiten Es gibt kaum Quellen darüber, wie Ebert selbst über seine Schulzeit dachte. Nur in einem Brief vom 18. Februar 1919 an seinen ehemaligen Lehrer Heinrich Zeuner findet sich dazu ein Hinweis. Der Brief findet sich in Raum 1 der Ausstellung. Wie äußert sich Friedrich Ebert über seinen Lehrer? Interpretiere die Aussagen kritisch, indem du den Anlass und die Umstände des Schreibens bedenkst. Friedrich Ebert im Alter von etwa 20 Jahren. (Foto: Archiv der sozialen Demokratie, Bonn) 27

28 TEIL 3 Friedrich Ebert und seine Frau Louise 1898 mit den Söhnen Friedrich, Georg und Heinrich. 28

29 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Wer darf im Kaiserreich wählen und wer darf gewählt werden? Friedrich Ebert wurde im Jahr 1900 zum Abgeordneten der SPD in die Bremer Bürgerschaft, dem Parlament der Hansestadt, und 1912 in den Deutschen Reichstag gewählt. Seine Wahl erfolgte auf der Grundlage eines Wahlrechts, das die Arbeiterschaft benachteiligte und Frauen gänzlich von der Wahlbeteiligung ausschloss. Ein gerechteres Wahlrecht, bei dem die Anzahl der Sitze der Anzahl der abgegebenen Stimmen entsprechen sollte (Verhältniswahlrecht), gehörte zum Forderungskatalog der Sozialdemokratie im Kaiserreich. VORAUSSETZUNG: Bürger sein Q 11 Die Verleihung der bremischen Staatsbürgerschaft an Friedrich Ebert Friedrich Ebert wollte bei der Wahl zur Bremer Bürgerschaft am als Kandidat antreten; Voraussetzung hierfür war eine mindestens drei Jahre bestehende Staatsbürgerschaft. Die Verleihungsurkunde verweist auf die Möglichkeiten des einzelnen, sich an Wahlen zu beteiligen: Voraussetzung, um das Bürgerrecht und damit auch das (aktive und passive) Wahlrecht (d.h. das Recht zu wählen und gewählt werden zu können) im kommunalen Bereich und auf Landesebene zu erhalten, waren eine bestimmte Höhe an Einkünften des Betreffenden, ein sittsamer Lebenswandel und die Zahlung einer Registraturgebühr von 16,50 Mark (das entspricht um 1900 fast dem Wochenlohn eines gelernten Arbeiters). Der Erwerb des Staatsbürgerrechts erfolgte nur auf Initiative des zukünftigen Bürgers. A 24 ***) Beurteile am Beispiel Friedrich Eberts die Bedeutung, Probleme und Chancen, die der Erwerb des Staatsbürgerrechts für Arbeiter und andere Geringverdienende hatte. (Q 11) 29

30 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Akte der Polizei-Direktion in Bremen betreffend die Erwerbung der Bremischen Staatsangehörigkeit. Eröffnet 1896 am 1. Dezember 4. Heimatland, -ort: Baden, Heidelberg 5. Reichsangehörigkeit: Baden laut Staatsangehörigkeitsausweis vom 24. November Bisheriges Gewerbe: Wirth 7. Zukünftiges Gewerbe ( ) 8. Hiesige Wohnung 9. Wohnungsmeldeschein: v. 11. April Religion: katholisch 11. Ehefrau: Louise Dorothee Amalie geb. Rump, geboren am 23. Dezember 1873 in Melchiorshausen 12. Kinder: 1. Carl Friedrich, geboren hierselbst am 12. Dezember Georg, geboren hierselbst am 25. Juni 1896 Ebert bat um Beschleunigung, da er noch Freitag zum Schwören möchte. H. 18. Aufnahme-Urkunde: Eilt! VK zum Bericht. 1/12 96 Wenden! 14. Erwerbs- und Vermögensverhältnisse: Gegen Zulassung des Ebert zum Bürgereide können hierseits keine gesetzl. Hinderungsgründe geltend gemacht werden. 15. Sittenzeugnis: Kr. d. 1/12 96 [2 Unterschriften] 16. Dispositionsfähigkeit fiat [ ] Mit Dispositionsfähigkeit ist die Handlungs- bzw. Geschäftsfähigkeit im rechtlichen Sinn gemeint 17. Vorbescheinigung 18. Auswanderungsschein: Aufnahme Urkunde (Brem 1) ausgefertigt 19. Naturalisationsurkunde (= Einbürgerungsurkunde) 30

31 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Das WAHLRECHT in den deutschen Einzelstaaten: Bremen und Preußen als Beispiele MATERIAL 1 Wahlklassen bei den Bremer Bürgerschaftswahlen und Anzahl der Abgeordneten je Klasse (nach 1899) Klasse 1 Die in der Stadt Bremen wohnenden Staatsbürger, die auf einer Universität gelehrte Bildung erworben haben 14 Vertreter Klasse 2 Die Mitglieder des Kaufmannsstandes 40 Vertreter Klasse 3 Die Mitglieder des Gewerbekonvents* 20 Vertreter (*Versammlung der Gewerbetreibenden) Klasse 4 Die übrigen in der Stadt wohnenden Staatsbürger 48 Vertreter Klasse 5 Die in Vegesack wohnenden Staatsbürger 4 Vertreter Klasse 6 Die in Bremerhaven wohnenden Staatsbürger 8 Vertreter Klasse 7 Die im Landgebiet wohnenden Staatsbürger, die wahlberechtigt für die Kammer der Landwirtschaft sind 8 Vertreter Klasse 8 Die übrigen im Landgebiet wohnenden Staatsbürger 8 Vertreter (Aus: Friedrich Ebert. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. Begleitband zur ständigen Ausstellung in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Hrsg. und bearb. im Auftrag der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte von Walter Mühlhausen, Heidelberg 1999, S. 56). MATERIAL 2 Das Verhältnis Abgeordneter / Wahlberechtigte bei den Wahlen in Bremen 1899 Zahl der Wahlberechtigten auf einen Abgeordneten Klasse 1 23 Wahlberechtigte Klasse 5 87 Wahlberechtigte Klasse 2 22 Wahlberechtigte Klasse 6 96 Wahlberechtigte Klasse 3 12 Wahlberechtigte Klasse 7 73 Wahlberechtigte Klasse Wahlberechtigte Klasse Wahlberechtigte (Aus: Friedrich Ebert. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. Begleitband zur ständigen Ausstellung in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Hrsg. und bearb. im Auftrag der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte von Walter Mühlhausen, Heidelberg 1999, S. 57. Dort finden sich auf den Seiten auch Hintergrundinformationen zum Bremer Wahlrecht und zur Wahl Friedrich Eberts). 31

32 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 25 ***) Beurteile die Chancen Friedrich Eberts und anderer Kandidaten der Bremer Sozialdemokratie bei Wahlen auf der Grundlage des Bremer Wahlrechts. Q 12 Zeitgenössische Karikatur zum preußischen Dreiklassenwahlrecht In Preußen, dem größten deutschen Bundesstaat, hing das Gewicht der Wählerstimmen von den bezahlten direkten Steuern ab. (Direkte Steuern sind Steuern, die vom Steuerschuldner selbst bezahlt werden z.b. die Einkommensteuer). Seit 1849 hat eine Stimme für den preußischen Landtag in der ersten Klasse das 16- bis 26-fache Gewicht einer Stimme der dritten Klasse. Aber gerade in der dritten Klasse findet die SPD ihre Wähler. So erreicht sie 1908 mit 24 Prozent der Stimmen nur 7 Mandate, die Konservativen gewinnen mit nur 14 Prozent der Stimmen 152 Mandate. Mit Demonstrationen kämpft die SPD gegen diese krasse Benachteiligung. Warum gilt ein Reicher bei den preußischen Wahlen mehr als hundert Unbemittelte? Aus schwerwiegenden Gründen. (Aus: Lustige Blätter, 8. Jahrgang 1908). 32

33 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 26 ***) Interpretiere die Karikatur, indem du den Symbolgehalt der dargestellten Elemente und Personen entschlüsselst und in einen Gesamtzusammenhang bringst. > Die Karikatur findet sich mit inhaltlichen Hinweisen auch in der Ausstellung. Nütze auch den dort vorhandenen Audioguide-Text. A 27 ****) Recherchiere, wie die Landtage anderer deutscher Einzelstaaten gewählt wurden z. B. im Großherzogtum Baden oder im Königreich Württemberg und halte deine Ergebnisse fest. 33

34 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Q 13 Das Wahlrecht des Kaiserreichs Artikel 20 der Verfassung des Deutschen Reiches vom 16. April 1871 Der Reichstag geht aus allgemeinen und direkten Wahlen mit geheimer Abstimmung hervor. Bis zu der gesetzlichen Regelung, welche im 5 des Wahlgesetzes vom 31. Mai 1869 (Bundesgesetzblatt 1869 S. 145) vorbehalten ist, werden in Bayern 48, in Württemberg 17, in Baden 14, in Hessen südlich des Mains 6 Abgeordnete gewählt, und beträgt demnach die Gesammtzahl der Angeordneten 382. (Aus: BGBL 1871, 63ff., hier S. 70; Hinweis: Das Gesetzblatt des Deutschen Reiches hieß zu diesem Zeitpunkt noch Bundesgesetzblatt ). Das Wahlrecht zum Reichstag ging in den wesentlichen Bestimmungen auf das Wahlgesetz der Frankfurter Paulskirche vom 12. April 1849 zurück und hatte schon im Norddeutschen Bund gegolten. Das Wahlgesetz für den Reichstag des Norddeutschen Bundes vom 31. Mai 1869 wurde 1871 als Reichsgesetz übernommen und galt ohne bedeutende Änderungen bis zum Ende der Monarchie Der Reichstag wurde nach dem allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrecht gewählt, damals in Europa das fortschrittlichste Wahlrecht. Danach durften (vorbehaltlich gewisser Einschränkungen) alle deutschen Männer ab 25 Jahren, die in einem der Bundesstaaten wohnten, aktiv wählen. Die Frauen hingegen blieben bis 1918 vom Wählen ausgeschlossen. Die Abgeordneten wurden direkt, d. h. ohne Wahlmänner, gewählt, wobei sie die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen mussten wurden 382 Wahlkreise festgelegt, 1873 kamen weitere 15 Wahlkreise für Elsass-Lothringen hinzu. Die Wahlkreiseinteilung mit rund Menschen pro Wahlkreis, beruhend auf der Volkszählung von 1864, blieb bis 1918 unverändert. So fanden die Bevölkerungsverschiebungen im Kaiserreich durch Ost-West-Wanderung, Landflucht, Industrialisierung und Verstädterung keine Berücksichtigung, was dazu führte, dass die Zahl der Wahlberechtigten in den einzelnen Wahlkreisen mit der Zeit unterschiedlich wurde: So konnten z. B Wahlberechtigte im Wahlkreis Teltow bei Berlin ebenso einen Abgeordneten in den Reichstag entsenden wie Wahlberechtigte im Wahlkreis Schaumburg-Lippe. Insgesamt waren Großstädte und Industriezentren gegenüber ländlich-agrarischen Gegenden benachteiligt. (Aus: ). Q 14 Das Wahlrecht in der Weimarer Republik Artikel 22 der Weimarer Verfassung vom 11. August 1919 Die Abgeordneten werden in allgemeiner, gleicher, unmittelbarer und geheimer Wahl von den über zwanzig Jahre alten Männern und Frauen nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählt. Der Wahltag muß ein Sonntag oder öffentlicher Ruhetag sein. Das Nähere bestimmt das Reichswahlgesetz. (Aus: RGBL 1919, 1388). 34

35 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Mit diesem Artikel war die grundsätzliche Entscheidung für das Verhältniswahlrecht festgeschrieben. Die Anzahl der Sitze würde also den für die jeweilige Partei abgegebenen Stimmen entsprechen. Man braucht aber noch weitere gesetzliche Festlegungen. Da wäre z. B. das Auszählungsverfahren. Die Anzahl der Stimmen rein mathematisch auf die Anzahl der Sitze zu übertragen scheitert schon daran, dass nur ganze Sitze vergeben werden können. Erringt eine Partei also 30,5 % der Stimmen kann sie nicht 30 ½ Sitze erhalten. Schaue dir einmal an, wie dies nach dem Reichswahlgesetz von 1920 gehandhabt wurde. Du findest es unter: Achte dabei besonders auf den Abschnitt III. Wahlhandlung und Ermittlung des Wahlergebnisses. Q 15 Das Wahlrecht in der Bundesrepublik Deutschland Artikel 38 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland vom (1) Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden in allgemeiner, unmittelbarer, freier, gleicher und geheimer Wahl gewählt. Sie sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen. (2) Wahlberechtigt ist, wer das einundzwanzigste, wählbar, wer das fünfundzwanzigste Lebensjahr vollendet hat. (3) Das Nähere bestimmt ein Bundesgesetz. (Aus: BGBL 1949, 1). Die Wahlrechtsgrundsätze allgemein, unmittelbar (d. h. direkt also ohne Wahlmänner), frei, gleich und geheim kennst du mittlerweile. Kennst du aber auch das Wahlrecht zum Deutschen Bundestag? Vielleicht hast du schon einmal den Begriff personalisiertes Verhältniswahlrecht gehört oder weißt, dass die Wähler zwei Stimmen haben: eine Erst- und eine Zweitstimme. Dieses Wahlrecht ist eine Kombination aus Mehrheits- und Verhältniswahlrecht: Die Hälfte der Abgeordneten zieht über direkte Wahl (Erststimmen) in ihren Wahlkreisen in den Bundestag ein. Die andere Hälfte der Mandate wird dann nach dem Verhältniswahlrecht verteilt. Hierbei werden die Sitze entsprechend des Anteils der Stimmen vergeben, welche die in Landeslisten kandidierenden Parteien gewinnen (Zweitstimme). Berücksichtigt werden dabei aber nur Parteien, die mindestens fünf Prozent der gültigen Zweitstimmen oder in mindestens drei Wahlkreisen ein Direktmandat errungen haben oder aber eine nationale Minderheit vertreten (Bundeswahlgesetz 6 Absatz 6). (Zitat aus: ( ) 35

36 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 28 ***) Erläutere die Veränderungen des Wahlrechts seit dem Kaiserreich. Berücksichtige auch das Frauenwahlrecht (siehe Q 17 Aufruf zum Internationalen Frauentag). A 29 ****) Recherchiere die Gründe, die zu diesen Veränderungen führten, und beurteile ihre Bedeutung für die deutschen Staatsbürger und Staatsbürgerinnen. A 30 ***) Welche gesetzlichen Regelungen gelten heute? Diskutiert eure Möglichkeiten, euch an politischen Entscheidungen zu beteiligen. 36

37 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A31 ***) Erläutere einem Mitschüler anhand eines von dir gewählten Beispiels die Wahl in einem Wahlkreis mit 5 bis 6 Parteien und Kandidaten. Komme dabei auch auf die Begriffe Landesliste, Überhangmandat und Ausgleichsmandat zu sprechen. Q 16 Wahlkampf im Kaiserreich 37

38 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 32 ***) Versuche, etwas über die anderen in dem Wahlaufruf genannten Parteien herauszufinden: Konservative, Zentrum, Liberale und Nationalliberale. Was steckt hinter dem Begriff schwarz-blauer Block? Notiere hier stichwortartig die Ergebnisse. A 33 ***) Nenne die im Wahlaufruf genannten Argumente, die für Friedrich Ebert und die Sozialdemokratie sprechen, und beurteile die damit beabsichtigte Wirkung auf die Wähler. A 34 ***) Im Wahlaufruf geht es zu großen Teilen um das Politikfeld Steuerpolitik. Genannt werden indirekte Steuern und Verbrauchssteuern. Finde heraus, was das ist und wer davon betroffen ist. 38

39 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 35 ***) Warum betont das Wahlplakat in besonderer Weise die Notwendigkeit und Pflicht, sich an der Wahl zu beteiligen? Achte auch auf die Angaben zum Wahltag. A 36 ****) Stelle die Informationen zum Staatsbürgerrecht, Wahlrecht und Wahlverfahren auf der Grundlage der Quellen und Materialien (Q 11 bis Q 16, Material 1 und Material 2) zusammen und beurteile auf dieser Grundlage die Chancen der SPD bei den Wahlen zur Bremer Bürgerschaft, dem Preußischen Landtag und zum Reichstag. 39

40 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? Q 17 Die SPD und das Frauenwahlrecht Aufruf zum Internationalen Frauentag Plakatentwurf von Karl Maria Stadler zum Frauentag am 8. März Die Plakatierung wurde in Berlin polizeilich verboten, denn Schlagzeile und Darstellung seien beleidigend für die Obrigkeit. Ungewollt wurde damit das öffentliche Interesse für den Frauentag noch einmal gesteigert. (Vgl. Kerstin Wolff: Heraus mit dem Frauenwahlrecht. Von den Anfängen des 8. März bis zum Jahr 1945, upload/infopool/aktionen_kampagnen/ift_2011/t ext_1_kw.pdf; Abbildung: archiv/adsd_neu/inhalt/downloads/modul1.htm# (beide ). Wir streben die Beseitigung jeglicher Klassenherrschaft an und verlangen die volle politische Gleichberechtigung aller ohne Unterschied. Friedrich Ebert in einer Rede Zitiert nach: Walter Mühlhausen: Friedrich Ebert. Sozialdemokrat und Staatsmann, Leinfelden-Echterdingen 2008, S Vgl. Gisela Notz: Her mit dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht für Mann und Frau! Die internationale sozialistische Frauenbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der Kampf um das Frauenwahlrecht (Friedrich-Ebert- Stiftung, Gesprächskreis Geschichte Heft 80), Bonn Als einzige deutsche Partei trat die SPD im Kaiserreich für das Frauenwahlrecht ein: Die Forderung wurde im Erfurter Programm der Partei von 1891 erhoben und auf den von der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften getragenen Internationalen Frauentagen öffentlich propagiert. Der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 war, so der SPD-Parteivorstand, eine wuchtige sozialdemokratische Kundgebung für das Frauenwahlrecht, denn mehr als eine Million Frauen beteiligten sich daran und demonstrierten unter dem Kampfruf Heraus mit dem Frauenwahlrecht. 2 Am 12. November 1918 verkündete der Rat der Volksbeauftragten unter der Leitung von Friedrich Ebert das Frauenwahlrecht; erstmals wählen und gewählt werden konnten die Frauen in Deutschland bei den Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 (vgl. hierzu Q 31: Aufruf des Rats der Volksbeauftragten vom 12. November 1918; dort auch weitere Arbeitsaufträge). 40

41 3. WER DARF IM KAISERREICH WÄHLEN UND WER DARF GEWÄHLT WERDEN? A 37 ***) Das Plakat findet sich auch in der Ausstellung. Ordne es mit den dort vorhandenen Informationen in einen inhaltlichen und zeitlichen Zusammenhang ein. Notiere hier wichtige Ergebnisse. A 38 ****) Stelle Überlegungen zu den Gründen an, die zum Verbot des Plakats führten, und diskutiere das Frauenbild der Personen, die daran Anstoß nahmen. A 39 ****) Recherchiere zu den politischen Rechten von Frauen im Kaiserreich und zu den Forderungen der sozialistischen und bürgerlichen Frauenbewegung in dieser Zeit. 41

42 TEIL 4 Frauen in einer Bremer Jutespinnerei. (Foto: Staatsarchiv Bremen) 42

43 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG Friedrich Ebert: Arbeitersekretär in Bremen Werbung für die Ideen der Arbeiterbewegung Die Sozialversicherungspolitik von Reichskanzler Otto von Bismarck ( ) umfasste das Krankenversicherungsgesetz (1883), das Unfallversicherungsgesetz (1884) und das Gesetz über die Alters- und Invalidenversicherung (1889). Die Bestimmungen wurden immer wieder verändert und waren für den normalen Arbeiter kaum überschaubar. Die Gewerkschaften richteten daher Arbeitersekretariate ein, deren Aufgabe es war, Arbeiter zu beraten und bei der Wahrnehmung ihrer Rechte zu unterstützen. Ebert hatte in seiner Zeit als Gastwirt in Bremen bereits Arbeiter in sozialpolitischen und versicherungsrechtlichen Fragen beraten; er hatte sich im Selbststudium zum sozialpolitischen Fachmann weitergebildet. Ab 1900 unterstützte er mit diesen Kenntnissen als ein von der Gewerkschaft angestellter Arbeitersekretär hilfesuchende Arbeiterinnen und Arbeiter. Material: Der Fall des Arbeiters K. (liegt in Raum 3 der Ausstellung als Kopie aus) A 40 ***) Recherchiere in Raum 1 der Ausstellung, im Internet oder in der Literatur zu Bismarcks Sozialversicherungspolitik und zum Sozialistengesetz ( ). Notiere die Ergebnisse. Beurteile folgende Aussage: Die Sozialversicherung war das Zuckerbrot, das Sozialistengesetz die Peitsche im antisozialistischen Kampf des Reichskanzlers (Walter Mühlhausen). 43

44 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG A 41 ****) Kennzeichne die Interessen der Personen und Institutionen, die in diesen Fall verwickelt waren, und beurteile die Funktion Friedrich Eberts als Arbeitersekretär. A 42 ***) In der Ausstellung wird diese Station in Eberts Lebensweg mit Schreibtisch, Schreibmaschine und Telefon gekennzeichnet. Ist dies eine gelungene Inszenierung? Begründe deine Meinung. 44

45 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG Der 1. Mai Kampf- und Festtag der Arbeiterschaft Der Maifeiertag war 1889 auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationale (ein Zusammenschluss wichtiger sozialistischer Parteien weltweit) in Paris als Kampf- und Festtag der internationalen Arbeiterbewegung ausgerufen worden, seit 1890 wurde er auch in Deutschland mit Streiks oder sog. Maispaziergängen begangen. Im Zentrum der dabei öffentlich propagierten Forderungen stand die Durchsetzung des achtstündigen Arbeitstages. Erst im 20. Jahrhundert wurde der 1. Mai zum gesetzlichen Feiertag. Friedrich Ebert hatte als Arbeitersekretär in Bremen maßgeblichen Anteil an der Organisation derartiger öffentlicher Veranstaltungen der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie, auf denen Forderungen der Arbeiterbewegung öffentlich propagiert wurden. Q 18 Die Feiern zum 1. Mai 1900 in Bremen Titelblatt einer 1900 in Bremen verteilten Maizeitung (Aus: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Friedrich Ebert , Bonn 1980, S. 86) 45

46 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG A 43 ****) Das Titelblatt der Maizeitung (Q 18) zeigt Symbole, die auf die Forderungen und das Selbstverständnis der in Gewerkschaft und Sozialdemokratie organisierten Arbeiterschaft verweisen. Nenne und erläutere sie. Q 19 Aufruf zum Spaziergang durch den Bürgerpark. Bremer Bürger-Zeitung, 24. April Da größere Festumzüge zum 1. Mai in Bremen verboten wurden, wählte man die Form des Morgenspaziergangs. (Aus: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Friedrich Ebert , Bonn 1980, S. 73). 46

47 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG Q 20 Maispaziergang in Bremen, Mitte der 1890er Jahre, darunter, links im Bild, Friedrich Ebert. (Aus: Friedrich Ebert. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. Begleitband zur ständigen Ausstellung in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Hrsg. und bearb. im Auftrag der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte von Walter Mühlhausen, Heidelberg 1999, S. 74). In Bremen verliefen die Maifeiern überwiegend friedlich, weil Sozialdemokraten und Gewerkschafter sich hier um die vom Senat der Stadt verlangte Ruhe und Ordnung kümmerten. Andernorts dagegen kam es zu Arbeitskämpfen, Aussperrungen und Polizeieinsätzen. A 44 ***) Welchen Eindruck wollten die Organisatoren in der Öffentlichkeit hinterlassen? Betrachte und interpretiere hierfür das Foto vom Maispaziergang (Q 20). Vergleiche hierzu auch Q 19. Siehe auf die Kleidung! Q 21 Zum Ablauf der Maifeier im Jahr 1900 berichtet die sozialdemokratische Bremer Bürger-Zeitung in ihrer Ausgabe vom 3. Mai 1900: 3 Maifeier in Bremen. Der Maigedanke bricht sich unverkennbar immer mehr Bahn. Mag nach den stereotypen Redewendungen, mit denen die bürgerlichen Blätter die Maifeier begleiten, der Gedanke erweckt werden sollen, als gleiche das Bild der Maifeier immer auf ein Haar der vorjährigen: Die Wirklichkeit spricht diesen Lügenprophezeiungen resp. Lügenberichten doch lachend Hohn und lehrt die Bevölkerung, dass mehr und mehr die Arbeiterschaft entschlossen ist, den längst gehegten Wunsch und Willen der Durchführung der Arbeitsruhe am Maifeiertage auch in die That umzusetzen. 3 Rechtschreibung und Zeichensetzung wurden teilweise an moderne Richtlinien angepasst. 47

48 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG Die bremische bürgerliche Presse hat es mit den Jahren verlernen müssen, des Ausfalles des Festes der Arbeit mit ungläubigem Spott zu gedenken, sie hat sich überzeugen müssen, dass lawinenartig die Beteiligung der Arbeiter an den Maifeierveranstaltungen der bremischen Socialdemokratie anwächst. Auch der diesjährige Morgenspaziergang am 1. Mai bewies, dass dieses Anwachsen ein unaufhörliches ist. Konnten der imposanten Teilnahme im Vorjahre noch besondere Umstände, die zehnjährige Wiederkehr der Maifeier, die Feier am ersten Tage der Woche etc. zum Teil mit zu Grunde liegen, die noch stark gestiegene Beteiligung am diesjährigen Maifrühausflug zeigte, dass den Massen der Arbeiter der Gedanke der Arbeitsruhe in Fleisch und Blut übergegangen ist. Auch in den kleineren Orten der Umgegend mehrt sich die Zahl derjenigen, die in der Arbeitsruhe die einzig würdige Begehung des Maifestes erblicken und sie, wo irgend angängig, durchführen. So zählten die Teilnehmer aus Hastedt, im vorigen Jahre eine ganz kleine Anzahl, heuer nahezu zweihundert; so befinden sich gar Frühspaziergänger aus Vegesack in den Reihen der Feiernden. Bereits von vor 7 Uhr ab bewegten sich kopfreiche Trupps festlich gekleideter Arbeiter und Arbeiterinnen in den einzelnen Stadtteilen zu den Sammelplätzen, von wo aus die einzelnen großen Schwärme zwischen 7 ½ und 8 Uhr auf dem Platz beim Rembertitunnel eintrafen. Die ungeheure Menge der sich hier Sammelnden gewährte Passanten und Anwohnern einen überraschenden, imposanten Anblick. Noch gewaltiger aber trat das Riesenhafte der Teilnahme hervor, als sich der Zug in Bewegung setzte und wie ein gewaltiger schwarzer Riesenwurm die schlangengewundenen Wege des Bürgerparks durchzog. Die Zahl der Teilnehmer muß, ohne die geringste Übertreibung, auf weit über 5000 angegeben werden. Als Orte der allgemeinen Rast waren der Aussichtsturm und Cohrs Café an der Stauallee bestellt, in welchen beiden Lokalen sich denn auch beim Eintreffen des Menschenstroms ein geschäftiges Leben und Drängen entwickelte, da den Erfrischungsgelüsten einer so großen Masse Genüge geleistet werden sollte. Nach erfolgtem Frühtrunk und Frühstück ging s weiter durch die grünbegrenzten Gänge des Parks, durch den Ausgang beim Tivolitunnel und die nächstführenden Straßen, Löningstraße, Gerhardstraße, Häfen nach dem Casino, dem Lokale der Frühversammlung. Die Zahl der Teilnehmer zählte auch hier, mochten auch hie und da Spaziergangsteilnehmer aus familiären Gründen sich abgetrennt haben oder mochte auch der Bürgerpark noch einen Teil derselben bergen, noch nach Tausenden. Nach einem einleitenden Gesangsvortrage des Arbeiter-Sängerbundes, der den Socialistenmarsch von Gramm vortrug, bestieg Genosse Fritz Ebert die Rednertribüne, um das Wort zu nehmen zu folgender Festrede. (Für Interessierte liegt der Redetext aus). A 45 ***) Kennzeichne den Standpunkt des Autors des Zeitungsartikels (Q 21). 48

49 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG A 46 ***) Erläutere an Q 19, Q 20 und Q 21 das Vorgehen der Bremer Sozialdemokratie und die von ihr genutzten Mittel, die die Aufmerksamkeit auf ihre Forderungen lenken sollten. A 47 ***) Beurteile die Bedeutung der Maifeier für die Arbeiter und Arbeiterinnen, die daran teilnahmen, und die Wirkung der Maifeier auf andere Bevölkerungsgruppen. Q 22 Eine weitere Perspektive auf den Maifeiertag: Der 1. Mai 1890 in Berlin. Ottilie Baader ( ), Sozialdemokratin und neben Clara Zetkin die einflussreichste Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frauen in der Arbeiterbewegung, berichtete über den 1. Mai 1890 in ihren 1921 erstmals veröffentlichten Memoiren. (Ottilie Baader: Ein steiniger Weg. Lebenserinnerungen, Berlin 1931, S ). Mit der eben genannten Organisation der Schäftearbeiter und -arbeiterinnen habe ich auch die erste Maifeier erlebt. Es war am Donnerstag, den 1. Mai Man sah bereits in den frühen Vormittagsstunden sonntäglich gekleidete Gruppen von Arbeiterfamilien hinausziehen ins Freie. Wie war das nur möglich? An einem Arbeitstage wagten die Proletarierscharen nicht zu arbeiten, dem Unternehmer damit den Profit zu kürzen? Sie wagten zu feiern an einem Tage, der nicht von Staat oder Kirche als Feiertag festgelegt worden war? Jawohl, die Arbeiter hatten es gewagt, sich selbst nach eigenem Willen einen Feiertag zu schaffen, und nicht nur die Arbeiter Berlins waren so vermessen, sondern die der ganzen Welt. 49

50 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG Auf dem Internationalen Sozialistenkongreß zu Paris im Juli 1889, dem Hundertjahrstage der großen Französischen Revolution, war der 1. Mai als Weltfeiertag der Arbeit eingesetzt worden. Dieser Feiertag war dazu angetan, in gleichem Empfinden und Denken das Proletariat der ganzen Welt zu einigen. Auf dem Pariser Kongresse war man zu dem Ergebnis gelangt, daß auf dem ganzen Erdenrund das Proletariat zwar graduell verschieden, doch überall gleich unterdrückt und schutzlos ausgebeutet wurde. Es war daher vereinbart worden, daß in allen Ländern an die Regierungen und gesetzgebenden Körperschaften Forderungen zum Schutze der Arbeiter gestellt und mit Nachdruck vertreten werden müssen. Die Arbeitszeit sollte verkürzt, Kinderarbeit verboten werden und anderes mehr. Dann erst würde der Arbeiter sich seiner Familie widmen können und dann endlich einmal auch Zeit finden, an seiner geistigen Fortbildung zu arbeiten. Ferner sollte dieser Feiertag dazu dienen, in der ganzen Welt einmütig gegen den immer mehr überhandnehmenden Militarismus Front zu machen. Welch herrlicher Gedanke, zu wissen, daß die Ausgebeuteten, die Unterdrückten der ganzen Welt an diesem Tage seelisch miteinander verbunden sind, daß sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln ihre Forderungen an die Regierenden stellen. Welchen Schrecken dieser erste Weltfeiertag aber der herrschenden Klasse bereitete, zeigt die Thatsache, daß an diesem Tage das Militär in den Kasernen gehalten wurde, damit es gegebenenfalls einschreiten könne. Auch wurden viele Bahnhöfe durch Militär gesichert! Einige vernünftige Bahnhofsvorsteher hatten aber auf Anfragen das Militär abgelehnt, da sie keine Gefahr erblickten und den Arbeitern vertrauten. Die Arbeiterbevölkerung Deutschlands, befreit vom Druck des Sozialistengesetzes, jubelte diesem Tag entgegen. Und der Himmel selbst schien im Bunde mit ihnen zu sein, denn einen so wunderbar herrlichen ersten Maitag hatten wir seitdem nicht wieder. Warmer Sonnenschein, klarer, wolkenloser Himmel, zartes Maigrün an Baum und Strauch, lebensschwellende Knospen, sprießende Saaten, Vogelgesang, kurz, die wie Leben, Kraft und Schönheit wirkende Natur mußte auch den Menschen neuen Lebensgenuß und Kraft einflößen, mußte sie lehren, alles daranzusetzen, die Schönheiten der Welt auch für sich und die Ihren zu gewinnen. Als ich an diesem ersten Maitag im Kreise lieber Menschen hinauswanderte nach Grünau, war es herzbewegend für uns alle, als wir unsere geliebte Marseillaise 4 von einem Leierkasten ertönen hörten. Die Gaben flossen reichlich, und erfreut darüber sagte der Drehorgelspieler zu seiner alten Lebensgefährtin: Siehste, Mutterken, daß ich recht hatte. Er hatte das Stück zu diesem Tage auf den Leierkasten bringen lassen. Nur wer weiß, daß bis zur Aufhebung des Sozialistengesetzes unsere Lieder verboten waren, und daß wir Liederbücher oder einzelne Blätter mit gedruckten Liedern nur heimlich vertreiben konnten, wird unsere Freude über das Spiel des Leiermannes begreifen. An dem Bestimmungsort angelangt, wurden nun nach Herzenslust unsere Arbeiterlieder gesungen, wenn auch von ungeschulten, so doch von begeisterten Sängern; revolutionäre Gedichte von Heinrich Heine, Freiligrath u.a. wurden vorgetragen. Wohl jeder der mit uns Feiernden gelobte, eifriger noch als bisher für die Erlösung der Menschheit aus Not und Unterdrückung wirken zu wollen, sein Leben in den Dienst unserer großen heiligen Sache zu stellen. Im ganzen Reiche, ja in der ganzen Welt hat wohl dieser erste Weltfeiertag wie eine Erlösung gewirkt und Kampfesmut und Entschlossenheit ausgelöst. 4 Gemeint ist die Arbeiter-Marseillaise, ein Lied, dessen Text 1864 zur Melodie der Marseillaise (der frz. Nationalhymne) von Jacob Audorf für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein gedichtet wurde. Der Refrain lautet: Nicht fürchten wir den Feind, / stehn wir im Kampf vereint! / Marsch, marsch, marsch, marsch / und sei s durch Qual und Not, / für Freiheit, Recht und Brot! 50

51 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG A 48 ***) Finde Gründe für die Begeisterung, die Ottilie Baader zum Ausdruck bringt. A 49 ***) Ottilie Baader beschreibt die Feierlichkeit erst Jahre später. Überlege, wie diese Tatsache auf die Art ihrer Berichterstattung Einfluss genommen haben könnte. A 50 ****) In Raum 4 der Ausstellung findest du die Forderungen der Arbeiterbewegung, wie sie am 1. Mai öffentlich vertreten wurden. Recherchiere, wann und auf welche Weise diese Forderungen in Deutschland durchgesetzt wurden. 51

52 4. FRIEDRICH EBERT: ARBEITERSEKRETÄR IN BREMEN WERBUNG FÜR DIE IDEEN DER ARBEITERBEWEGUNG A 51 ****) Worin siehst du die Bedeutung des 1. Mai heute? Vertiefende Informationen findest du > in Raum 4 der Ausstellung > mittels des Audioguides z. B. Nr. 151 (Schildere deine Eindrücke). > in: Friedrich Ebert. Sein Leben, sein Werk, seine Zeit. Begleitband zur ständigen Ausstellung in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Hrsg. und bearb. im Auftrag der Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte von Walter Mühlhausen, Heidelberg > auf den Internetseiten der Friedrich Ebert Stiftung (FES-Netz-Quelle Geschichte und Politik) ( ). > Auf den Internetseiten des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund): 52

53 TEIL 5 Marschierende Revolutionäre unter den Linden in Berlin, November

54 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? November 1918: Welche Staatsform soll Deutschland erhalten? Die folgenden Quellentexte stammen aus den Erinnerungen des Prinzen Max von Baden. Prinz Max von Baden ( ), ein Sohn des preußischen Generals und badischen Prinzen Wilhelm und Maria Maximilianovna von Leuchtenberg, war am 3. Oktober 1918 als Nachfolger von Georg von Hertling ( ) zum Reichskanzler im Ersten Weltkrieg ( ) ernannt worden. Aufgrund der aussichtslosen militärischen Lage Deutschlands drängte ihn die Oberste Heeresleitung (OHL) am 4. Oktober 1918, ein Waffenstillstandsgesuch an den amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson zu senden. Gut einen Monat später, am 9. November, verkündete er die Abdankung des Kaisers und übergab das Reichskanzleramt an Friedrich Ebert. Ein Hinweis zur Art der Quelle: Sicher hast du schon einmal den Begriff Biographie gehört. Er stammt aus dem Griechischen und bedeutet Lebensbeschreibung. Das ist meist ein Buch aber auch ein Film kann ein Leben erzählen (Filmbiographie). Hier haben wir es nun mit einer Autobiographie zu tun das heißt: Prinz Max von Baden beschreibt sein eigenes Leben. Im Vorwort seiner Lebensbeschreibung hat er dargelegt, warum er das tut: Nicht lange nach der Revolution, so schreibt er da, als es deutlich wurde, daß mir eine wesentliche Schuld an dem deutschen Zusammenbruch zugeschrieben werden sollte, faßte ich den Entschluß, in der Öffentlichkeit Rechenschaft abzulegen. Ich sah bald ein, daß ich vor dem deutschen Volk und vor mir selber die wirklichen Zusammenhänge nur aufklären konnte, wenn ich die mir gegenüber erhobenen Vorwürfe sorgfältig prüfte, entschlossen, auch den Standpunkt des Gegners zu verstehen. (Aus: Max von Baden: Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1928, S. 5). A 52 ****) Schildere mit deinen Worten, welche Absicht Max von Baden mit der Veröffentlichung seiner Autobiographie verfolgt. Beurteile auch anhand der nachfolgenden Texte welche Auswirkungen diese Absicht auf die Art seiner Darstellung haben könnte. 54

55 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? Prinz Max von Baden A 53 ***) Bevor du im Heft weiterarbeitest, informiere dich in den Räumen 5 und 6 der Dauerausstellung sowie im Durchgang zwischen diesen Räumen über das Ende des Ersten Weltkriegs. A 54 ****) Beschreibe die politische und die militärische Situation, in der sich Deutschland im Herbst 1918 befindet. Ergänzend kannst du die betreffenden Passagen noch einmal in deinem Geschichtsbuch nachlesen, ferner in: Informationen zur politischen Bildung, Heft 261 Weimarer Republik, S

56 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 55 ****) Überlege, was ausschlaggebend dafür gewesen sein könnte, dass Prinz Max von Baden Anfang Oktober 1918 Reichskanzler wurde. Q 23 Max von Baden zu den Ereignissen am 9. November 1918 Ich sagte mir: die Revolution ist im Begriff, siegreich zu sein; wir können sie nicht niederschlagen, vielleicht aber ersticken. Jetzt heraus mit der Abdankung, mit der Berufung Eberts, mit dem Appell an das Volk, durch die Verfassunggebende Nationalversammlung seine eigene Staatsform zu bestimmen. Wird Ebert mir als Volkstribun von der Straße präsentiert, dann kommt die Republik, ist es Liebknecht, auch der Bolschewismus. Aber wenn der abdankende Kaiser Ebert zum Reichskanzler ernennt, dann besteht noch eine schmale Hoffnung für die Monarchie. Vielleicht gelingt es, die revolutionären Energien in die legalen Bahnen des Wahlkampfes zu lenken. (Aus: Max von Baden: Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1928, S. 632). A 56 ***) Kennzeichne die Einschätzung der Situation in Deutschland durch Prinz Max von Baden. 56

57 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? Q 24 Max von Baden zu den Ereignissen am 9. November 1918 Wir versuchten einmal über das andere, den Kaiser zu erreichen. Ein Telefon in der Villa Fraineuse 5 war abgehängt, das andere besetzt. Ich sah mich vor die Wahl gestellt, entweder abzuwarten und nichts zu tun, oder auf eigene Verantwortung zu handeln. Ich wußte, dass ich formell nicht berechtigt war, ohne Einverständniserklärung des Kaisers die Veröffentlichung vorzunehmen. Aber ich hielt es für meine Pflicht, den mir als feststehend mitgeteilten Entschluss des Kaisers bekanntzugeben, solange er noch einen Sinn hatte. Außer mit Simons 6 sprach ich mit niemandem über mein Vorhaben. Er riet dringend, sich über formale Bedenken hinwegzusetzen, in diesem Augenblick, wo es vielleicht noch möglich wäre, die Monarchie zu retten. Ich war mir der Schwere der Verantwortung wohl bewußt, als ich dem Wolffschen Telegraphenbureau 7 die nachstehende Erklärung zugehen ließ: Der Kaiser und König hat sich entschlossen, dem Throne zu entsagen. Der Reichskanzler bleibt noch solange im Amte, bis die mit der Abdankung des Kaisers, dem Thronverzicht des Kronprinzen 8 des Deutschen Reiches und von Preußen und der Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind. Er beabsichtigt, dem Regenten die Ernennung des Abgeordneten Ebert zum Reichskanzler und die Vorlage eines Gesetzentwurfs wegen der sofortigen Ausschreibung allgemeiner Wahlen für eine Verfassunggebende deutsche Nationalversammlung vorzuschlagen, der es obliegen würde, die künftige Staatsform des deutschen Volkes, einschließlich der Volksteile, die ihren Eintritt in die Reichsgrenzen wünschen sollten, endgültig festzustellen. (Aus: Max von Baden. Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig, 1928, S. 634f.). 5 Die Villa Fraineuse war das Wohnhaus von Kaiser Wilhelm II., als er sich 1918 in der belgischen Stadt Spa aufhielt. Dort befand sich in den letzten Monaten des Ersten Weltkriegs auch das Große Hauptquartier, die militärische Kommandozentrale für die deutschen Streitkräfte. 6 Walter Simons ( ), deutscher Jurist und Politiker. 7 Das Wolffsche Telegraphenbureau war 1849 von dem Verlagsunternehmer Bernhard Wolff gegründet worden und war damit die erste deutsche Nachrichtenagentur. 8 Gemeint ist Friedrich Wilhelm Victor August Ernst von Preußen, der älteste Sohn Kaiser Wilhelms II. A 57 ***) Warum gibt Prinz Max von Baden die Abdankung von Kaiser Wilhelm II. eigenmächtig bekannt? 57

58 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 58 ****) Diskutiert die Chancen für einen Erhalt der Monarchie in Deutschland (Q 23 und Q 24) und haltet die Ergebnisse hier fest: Q Extraausgabe des Vorwärts vom Samstag, den 9. November

59 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 59 ****) Wie haben ein Arbeiter, ein Soldat, ein Bürger und ein Adliger wohl auf diese Meldung reagiert? Q 26 Erklärung Friedrich Eberts gegenüber dem Reichskanzler Prinz Max von Baden, am 9. November 1918, mittags: Damit die Ruhe und Ordnung gewahrt werden, haben unsere Parteigenossen uns beauftragt, dem Herrn Reichskanzler zu erklären, daß wir es zur Vermeidung von Blutvergießen für unbedingt erforderlich halten, daß die Regierungsgewalt an Männer übergeht, die das volle Vertrauen des Volkes besitzen. Wir halten es deshalb für nötig, daß das Amt des Reichskanzlers und das des Oberkommandierenden in den Marken 9 durch Vertrauensmänner unserer Partei besetzt wird. 10 Wir haben in dieser Sache sowohl unsere Partei als auch die Partei der Unabhängigen Sozialdemokraten geschlossen hinter uns. Auch die Truppen sind für uns gewonnen. Ob die Unabhängigen in die neue Regierung eintreten wollen, darüber sind sie sich noch nicht einig; falls sie sich dazu entschließen, müssen wir wünschen und verlangen, daß sie aufgenommen werden. Wir haben auch nichts gegen die Aufnahme von Vertretern der bürgerlichen Richtung; nur müßten wir die ausgesprochene Mehrheit in der Regierung behalten. Darüber wäre noch zu verhandeln. (Aus: Max von Baden: Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1928, S. 635). 9 Der Oberkommandierende in den Marken ist der militärische Befehlshaber in Berlin und Umgebung. 10 Zur Vorgeschichte dieser Forderung gehört, dass die revolutionären Erhebungen in Deutschland schon bald nicht mehr auf die Ausgangspunkte der Marinemeutereien in Kiel und Wilhelmshaven beschränkt geblieben waren, sondern sich rasch ausgebreitet hatten. Die Wittelsbacher z. B. waren bereits am 7. November 1918 vom bayerischen Thron gestürzt worden. Die Monarchie fand in Deutschland auf Länder- und auf Reichsebene kaum noch Akzeptanz. 59

60 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 60 ***) Wen meint Friedrich Ebert mit Männer[n] [ ], die das volle Vertrauen des Volkes besitzen, und wie soll seiner Ansicht nach die künftige deutsche Regierung aussehen? (Q 26) A 61 ****) Warum beansprucht Friedrich Ebert das Reichskanzleramt und die militärische Befehlsgewalt in Deutschland; wie beurteilst du diese Forderung? (Q 26) Q 27 Die Übergabe des Reichskanzleramts an Friedrich Ebert am 9. November 1918, nachmittags Ich [gem. ist Prinz Max von Baden] fragte ihn, ob er bereit sei, den Posten des Reichskanzlers anzunehmen. Ebert antwortete: Es ist ein schweres Amt, aber ich werde es übernehmen. Der Staatssekretär des Auswärtigen 11 richtete alsdann die Frage an ihn: Sind Sie bereit, die Regierung innerhalb der Verfassung zu führen? Ebert bejahte. Solf 12 fragte zum zweiten Mal: Auch innerhalb der monarchischen Verfassung? Eberts Antwort war: Gestern hätte ich diese Frage unbedingt bejaht, heute muß ich mich erst mit meinen Freunden beraten. Hierauf erklärte ich: Nun müssen wir die Regentschaftsfrage lösen. 60

61 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? Ebert antwortete: Es ist zu spät. Hinter ihm wiederholte der Chor seiner Parteigenossen: Zu spät, zu spät! (Aus: Max von Baden: Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1928, S. 638). 11 Dies entspricht dem heutigen Außenminister. 12 Gemeint ist Wilhelm Heinrich Solf ( ). A 62 ****) Kann Friedrich Ebert die Regierung innerhalb der Verfassung führen, wie das der Staatssekretär des Auswärtigen hinterfragt? (Q 27) Begründe Deine Meinung. A 63 *****) Was meint Prinz Max von Baden mit die Regentschaftsfrage lösen? (Q 27) 61

62 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? Q 28 Bekanntmachung des neuen Reichskanzlers Friedrich Ebert vom 9. November 1918 A 64 ***) Welche Absicht verfolgt Friedrich Ebert mit diesem Aufruf (Q 28) 62

63 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 65 ***) Was wäre deine Botschaft an die Bevölkerung als neuer Reichskanzler gewesen? Formuliere einen Vorschlag. Q 29 Unterredung zwischen dem Reichskanzler Prinz Max von Baden und Friedrich Ebert, 9. November 1918, nachmittags. Zwischen 5 und 6 Uhr ging ich [gem. ist Reichskanzler Prinz Max von Baden] zu Ebert, um Abschied von ihm zu nehmen. Ebert sagte zu mir: Ich bitte Sie dringend zu bleiben. Ich fragte: Zu welchem Zweck? Ebert: Ich möchte, daß sie als Reichsverweser 13 bleiben. Diese Bitte war in den letzten Stunden von meinen früheren Mitarbeitern wiederholt an mich gerichtet worden. Ich erwiderte Herrn Ebert: Ich weiß, daß Sie im Begriff sind, mit den Unabhängigen 14 ein Abkommen 15 zu treffen, und mit den Unabhängigen kann ich nicht zusammenarbeiten. An der Tür wandte ich mich noch einmal zurück: Herr Ebert, ich lege Ihnen das Deutsche Reich ans Herz! Er antwortete: Ich habe zwei Söhne für dieses Reich verloren. (Aus: Max von Baden: Erinnerungen und Dokumente, Stuttgart/Berlin/Leipzig 1928, S. 634). 13 Vertreter des Monarchen während einer Thronvakanz. 14 Gemeint ist die Unabhängige Sozialdemokratische Partei (USPD). 15 Hier ist die Bildung einer neuen Regierung gemeint. Sie sollte je zur Hälfte aus Mitgliedern der USPD, die sich 1917 gegründet hatte, und der MSPD (Mehrheitssozialdemokratische Partei) bestehen. 63

64 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 66 ****) Warum bittet Friedrich Ebert Prinz Max von Baden, als Reichsverweser im Amt zu verbleiben? (Q 29) A 67 ****) Was vermutest du als Grund dafür, dass Prinz Max von Baden nicht mit Vertretern der USPD zusammenarbeiten kann? (Q 29) 64

65 5. NOVEMBER 1918: WELCHE STAATSFORM SOLL DEUTSCHLAND ERHALTEN? A 68 ****) Versuche abschließend die unterschiedlichen Aktionen und Zielsetzungen der Personen und Kräfte, die in dieser Umbruchphase wirken, optisch darzustellen, indem du die untenstehende Skizze vervollständigst. KAISER OBERSTE HEERESLEITUNG PRINZ MAX VON BADEN FRIEDRICH EBERT USPD VOLK Q 30 7.(!) Extraausgabe des Vorwärts vom Sonntag, den 10. November

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