EBPP-Markt gross genug für zwei Dienstleister Geldwäschereiverordnung: Erfahrungen mit Art. 15 SEPA und die EU-Neulinge

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1 AUSGABE 21 September 2004 Informationen zu den Schweizer Zahlungsverkehrssystemen EBPP-Markt gross genug für zwei Dienstleister Geldwäschereiverordnung: Erfahrungen mit Art. 15 SEPA und die EU-Neulinge

2 Inhalt ClearIT, Ausgabe 21 EDITORIAL 3 DER EBPP-MARKT IST GROSS GENUG FÜR ZWEI DIENSTLEISTER 4 Mitden Systemen PayNetund yellowbillteilen sich zwei Anbieter den Schweizer Markt für ElectronicBillPresentmentand Payment(EBPP). Ein Gespräch mit Martin Frick, PayNet, und Adrian Sem, PostFinance, über Doppelspurigkeiten, Marktbearbeitung und Wettbewerb zwischen beiden Systemen. PayNet DIE BEQUEMSTE ART RECHNUNGEN ZU BEZAHLEN 7 Netzwerk, Basisfunktionalität, Besonderheiten und Ausblick eine Standortbestimmung. yellowbill DIE B2C-LÖSUNG FÜR ELEKTRONISCHE RECHNUNGEN 8 Schritt für Schritt zur elektronischen Rechnung. GELDWÄSCHEREIVERORDNUNG ART. 15 ANGABE DER AUFTRAGGEBER BEI ZAHLUNGSAUFTRÄGEN 10 Erfahrungen von Schweizer Finanzinstituten mitder überarbeiteten Verordnung und der Empfehlungen der Eidgenössische Bankenkommission. EU-ERWEITERUNG 12 Wie gut sind die zehn neuen EU-Mitglieder im Hinblickaufden einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area) gerüstet? EINSTELLUNG DER ZENTRALEN CHECKVERARBEITUNG 13 Ab nächstem Jahr bietettelekursserviceslediglich Archivdienstleistungen rund ums Checkwesen an. VEREINFACHTES EINHOLEN VON BELASTUNGSERMÄCHTIGUNGEN IM LSV 14 Kürzere Wege, weniger Fehler und Korrekturen sind die Ziele der neuen Abläufe. LEHREN AUS DER ÜBERMITTLUNGSSTÖRUNG VOM 30. JUNI Der Ausfall der IP-Verbindungen einescarriers in der Schweizist auch für die Systeme von Swiss Interbank Clearing nicht ohne Auswirkungen geblieben. 2

3 Editorial LIEBE LESERINNEN UND LESER Ist Regulation im Zahlungsverkehr nötig? Die vorliegende Ausgabe von ClearIT nimmtzwei Themen auf, die mitinnovationen im Zahlungsverkehr zu tun haben: ElectronicBillPresentment and Payment(EBPP) und Single Euro Payments Area (SEPA). Beim EBPP handeltessich um ein völlig neuesprodukt, eine neue Basiswie Kunden ihren Zahlungsverkehr abwickeln können. Beim SEPA gehtesdarum, dass Kunden Vorteile, vor allem die günstigen Preise desinländischen Zahlungsverkehrs, auch im ganzen Euro-Raum nutzen können. Beide Themen befassen sich mitinnovation im Zahlungsverkehr, und doch können die Umstände, unter denen sich die Banken ihrer annehmen, nichtunterschiedlicher sein. Eine Bank kann nur in den seltensten Fällen Zahlungsverkehr «alleine anbieten». Esgehört zu den vorgegebenen Strukturen im Zahlungsverkehr, dass der oder die Zahlende («Auftraggeber») in den meisten Fällen die Bankgeschäfte bei einer anderen Bank ausführen lässt als die Zahlungsempfänger. Betrieb und innovative Weiterentwicklung deszahlungsverkehrs erfordern somitdie Zusammenarbeitund Absprache unter den Banken, die zugleich konkurrierende Anbieter sind. Eine gewisse Gemeinsamkeitist BasisdesZahlungsverkehrs. Erst aufbauend aufdieser Gemeinsamkeitkönnen sich die Wettbewerber im Konkurrenzkampf unterscheiden. Beim EBPP haben Konkurrenzdruckund Rationalisierungsstreben dazu geführt, dass die Entwicklung von den Banken aktiv an die Hand genommen worden ist. Der Nutzen für die Banken (Kostensenkung im Bereich desnichtbesonders rentablen Inlandzahlungsverkehrs) lag aufder Hand. Selbst die Einstellung einesnoch nichterfolgreichen Pilotprojekts in der Schweizkonnte die Entwicklung nichtaufhalten. Heute ist in der Schweiz eine Infrastruktur für EBPP vorhanden, aufderen Basissich Banken und PostFinance erfolgreich um Kunden bemühen können. Ganzanders beim SEPA. DasThema lag lange Zeitaufdem Tisch. Lange Diskussionen zwischen Banken, Bankverbänden und EU-Behörden führten zu keinem Ergebnis. Markttestsder EU-Behörden mitlive-zahlungen von EU-Land zu EU-Land ergaben vernichtende Resultate: Der grenzüberschreitende Zahlungsverkehr innerhalb der EU war teuer, langsam und unzuverlässig. Und Verbesserungen ergaben sich auch über die Jahre hinweg kaum. Mit der Einführung des Euro verstärkte sich der Druck. Verbesserungen im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr derselben Währungszone waren unausweichlich. Aber erst daseingreifen desgesetzgebers brachte Bewegung. Heute laufen intensive Entwicklungsarbeiten bei den europäischen Banken, um die regulatorischen Anforderungen von SEPA zu erfüllen. Wann schaffen die Banken somitinnovationen im Zahlungsverkehr auffreiwilliger Basis, und wann brauchen sie dazu den mehr oder weniger sanften Druckvon Regulatoren und Politikern? Eine allgemein gültige Antwort aufdiese Frage ist schwierig. MitSicherheitlässtsich nur sagen, dass es beidesbraucht. In vielen Fällen kann ohne weiteresaufdie Marktkräfte vertraut werden. In anderen Fällen brauchtesaktive Unterstützung seitens der Regulatoren. Neben SEPA ist Continuous Linked Settlement(CLS) ein gutesbeispiel dafür ohne Initiative der Regulatoren hätten die Banken weltweitwohlnoch lange keine Lösung für die grossen Settlement-Risiken im Forex-Geschäftentwickelt. Den Behörden, auch den schweizerischen, ist dasnötige Augenmass zu wünschen, in welchen Fällen und in welchem Umfang Eingriffe ihrerseits zur Innovation deszahlungsverkehrs erforderlich sind. Fritz T. Klein, PräsidentdesVerwaltungsrats CLS Group Holdings, Zürich, und CLS Bank International, New York 3

4 EBPP ClearIT, Ausgabe 21 EBPP-MARKT IN DER SCHWEIZ: GROSS GENUG FÜR ZWEI DIENSTLEISTER ClearIT: In der Schweiz konkurrenzieren sich zwei EBPP-Systeme. Wie kam es zu dieser Doppelspurigkeit? Adrian Sem: PostFinance war von Beginn weg bei der Entwicklung von PayNet dabei. Der von der Telekurs beschlossene Projektabbruch 2001 kam für uns unerwartet und wir standen vor einem Scherbenhaufen. Es galt damals, die getätigten Investitionen, die aufgebauten Ressourcen und das vorhandene Know-how nicht zu verlieren. Schnell haben wir ein offenes EBPP-System in eigener Regie aufgebaut, da wir an die Zukunft von EBPP glaubten. Während SAP bei PayNet einstieg und das Projekt neu lanciert wurde, war yellowbill bereits in der Pilotphase und am Markt platziert. Vereinbarungen mit Billern waren bereits getätigt. Es war demzufolge zu spät, unser Zelt abzubrechen. Zudem ist yellowbill von Anfang an «bankentauglich» entwickelt worden der Direktanschluss der Hypothekarbank Lenzburg ist ein konkretes Beispiel dafür. Aufgrund unseres Erfolges werden wir unsere Lösung weiter ausbauen und sehen eine gesunde Konkurrenz als marktfördernd. Der EBPP-Markt ist gross genug für zwei Dienstleister. Martin Frick: Das ursprüngliche gemeinsame Konzept ist damals im Zuge des weltweiten E-Commerce- 4 Foto: Fritz Hammer Adrian Sem (links), Leiter Billing Solutions, PostFinance, und Martin Frick, PayNet-Geschäftsführer, im Gespräch mit ClearIT. Einbruchs gestoppt worden. Das EBPP-System wurde mit internationalen Ambitionen aufgebaut, da eine Eigenentwicklung nur für die Schweiz als zu teuer beurteilt wurde. SAP hat in der Folge im November 2001 die Software übernommen, welche wir nun heute als Lizenznehmer nutzen. PayNet hat darauf Ende 2002 mit EBPP-Dienstleistungen im Bereich B2B begonnen und die elektronische Rechnung für E-Banking-Kunden erst dieses Jahr lanciert. Dies aus einem ganz einfachen Grund: PayNet hat im Gegensatz zur PostFinance, welche eine Doppelrolle als Systembetreiber und als Finanzinstitut mit eigenem E-Banking hat, kein eigenes E-Banking-Portal. PayNet musste daher zuerst die Banken überzeugen und mit der Lancierung warten, bis die Banken die entsprechenden Projekte zur Anbindung an das PayNet-Netzwerk abgeschlossen hatten. Das benötigte einige Zeit, so dass die Einführung erst im Juni 2004 breit gestartet werden konnte. Damit haben wir nun zwei Systeme in der Schweiz und müssen sehen, wie sich diese in der Zukunft entwickeln.

5 EBPP Mit PayNet und yellowbill treten zwei unabhängige EBPP-Systeme (Electronic Bill Presentment and Payment) am Schweizer Markt auf. Beide wollen der elektronischen Rechnungsstellung und -begleichung im Zahlungsverkehr zum Durchbruch verhelfen. ClearIT sprach mit Martin Frick, PayNet, und Adrian Sem, PostFinance, über Doppelspurigkeiten, Marktbearbeitung und Wettbewerb zwischen beiden Systemen. Wie unterscheiden sich die beiden Systeme? M.F.: Die Grundfunktion beider Systeme ist sehr ähnlich: Die Präsentation der elektronischen Rechnungen innerhalb einese-banking-portalsmitder Möglichkeitdie Rechnungen zur Zahlung freizugeben. Im Detail unterscheiden sich die beiden Systeme jedoch deutlich, da PayNet einige wichtige Zusatzfunktionen bietet. Für die Rechnungssteller liegtein wichtiger Hauptunterschied darin, welche Endkunden er über welches EBPP-Netzwerkaufder Seite der E-Banking-Kunden erreichen kann. Die Privatkunden realisieren den Unterschied meistensgar nicht. Sie sind an yellowbilloder PayNetangeschlossen. Denn ein durchschnittlicher Privatkunde hatzwar oftbei verschiedenen Finanzinstituten Konten, für den Zahlungsverkehr benützt er aber in der Regel immer dasselbe. So ist esihm im Grunde genommen egal, ob esein oder mehrere Systeme gibt Hauptsache seine Hausbank ist daran angeschlossen. A.S.: In yellowbillhaben wir unsganz bewusst aufzwingend notwendige Funktionen und schlanke Prozesse konzentriert. Damitkönnen wir nun eine kostengünstige und effiziente Dienstleistung anbieten. Schritt für Schritt erweitern wir nun selber das System aufgrund von Kundenbedürfnissen. Die bisherigen Erfahrungen mitunseren Kunden zeigen, dass diesesflexible Vorgehen sehr geschätzt wird. M.F.: Wir haben durch dasbereits vorher bestehende Software-Produkt von SAP einen grösseren Funktionsumfang alsyellowbill, den wir aber nichtvollausschöpfen. Wir haben unsgut überlegt, welche Funktionen unsere Kunden benötigen und sind überzeugt, dass wir keine überflüssigen Funktionen anbieten. So erachten wir z.b. eine Rückmeldung an den Rechnungssteller bei einer Ablehnung der Rechnung durch den Kunden keineswegsalsluxus. Ob PayNet zuviel oder yellowbillzuwenig Funktionen anbietet, wird die Zukunftweisen. Um EBPP unterdie Leute zu bringen, ist viel Aufklärungsarbeitnötig, insbesondere zur Überzeugung der Privatkunden. Wie erfolgtdie Marktbearbeitung? A.S.: Da sprechen Sie die Huhn-und- Ei-Problematik an. Sollman zuerst aufdie Endkunden zugehen oder Rechnungssteller gewinnen? Wir haben unsaufdie grössten Rechnungssteller konzentriert. Swisscom Fixnetbrachte dann den Durchbruch, hatte doch damitnun jeder potenzielle Endkunde 2-3 mögliche Rechnungssteller im System verfügbar. Danach galtesin einem zweiten Schritt unsere yellownet-kunden anzusprechen. Heute erhältjeder Kunde beim elektronischen Bezahlen einer Rechnung einesyellowbill-rechnungsstellers direkteinen Hinweis, dass diese Rechnung mittelsyellowbillelektronisch erhältlich wäre. Als nächsteswerden nun die Internet- Benutzer und anschliessend die restlichen Postkunden angepeilt. Marketingtechnisch erarbeiten wir gemeinsam mitden Rechnungsstellern entsprechende Kommunikations- 5

6 EBPP ClearIT, Ausgabe 21 massnahmen. Wir können heute deutlich sehen, dass jede Kommunikationswelle einen direkten Einfluss aufdie Nutzerzahlen hat. Dabei spielt esübrigenskeine grosse Rolle, ob die Werbung nun von yellowbilloder PayNetinitiiert wird. Esgehtprimär um die Verbreitung der EBPP-Botschaft. M.F.: Absolut einverstanden. Eine Marketingmassnahme deseinen Systemshatimmer auch einen positiven Nutzen für die elektronische Rechnung und damitauch für das andere System. Beim Thema Vermarktung an E-Banking-Kunden sehen wir wieder den bereits vorher erwähnten Unterschied: Die PostFinance kann direktaufdie Endkunden zugehen, PayNetnicht. Bei PayNetsind die Banken für dasmarketing von E-Banking-Kunden zuständig, PayNetist für die allgemeine Aufklärung über die elektronische Rechnung sowie für die Akquisition der Rechnungssteller verantwortlich. A.S.: Wobei wir wegen einer hohen Penetration unsereskonzernsin der FirmenweltWettbewerbsvorteile geniessen. Wir können allesaus einer Hand anbieten. Welchessind Ihre kurz- und langfristigen Ziele? M.F.: OberstesZiel ist eine hohe Zufriedenheitunserer Endkunden, denn zufriedene Kunden sind dank der Mund-zu-Mund-Propaganda die beste Marketingmassnahme. Für eine hohe Kundenzufriedenheitist es wichtig, dass einerseitsdie PayNet- Dienstleistung vom Rechnungssteller biszum E-Banking einwandfrei und einheitlich funktioniert und anderseits PayNetden E-Banking-Kunden viele Rechnungen elektronisch liefern kann. Um die Attraktivitätvon PayNet weiter zu steigern, wollen wir die Anzahl der Rechnungssteller und damitder verfügbaren Rechnungen noch starkausbauen. Daneben geht esdarum, weitere Banken anspay- Net-Netzwerkanzuschliessen und die Dienstleistung kontinuierlich zu optimieren. A.S.: DasKundenfeedbackist heute durchwegspositiv. Alskurzfristiges Ziel haben wir unsvorgenommen, eine flächendeckende Verbreitung bei unseren Endkunden zu erreichen. DesWeiteren wollen wir unsere Softwarepartner dazu bewegen, in ihren Systemen einen Anschlussan yellowbillzu realisieren, damitauch kleinere Rechnungssteller ihren Kunden die elektronische Rechnung anbieten können. Grössere Rechnungssteller, welche vor einem Jahr noch sehr zurückhaltend waren, sind heute bereits viel offener. M.F.: Dieskann ich bestätigen. Wir haben neuerdingsauch Anrufe von Rechnungsstellern erhalten, welche sich spontan für PayNetinteressiert haben. Wasmuss geschehen, damitsich EBPP in derschweizauf breiterfront durchsetzt? A.S.: Die elektronische Rechnung mussgleich selbstverständlich werden wie dasbezahlen mitder Kreditkarte. Die AkzeptanzdiesesZahlungsmittelsbrauchte seine Zeit. Auch dasnatel Cwar sicherlich nicht gleich profitabel wie die heutigen Netze. Unsere heutige Zielkundschaft sind die rund 1,5 Millionen E-Banking-Benutzer. Die nächste Zielgruppe, nämlich jene Menschen, die eine niedrigere oder keine Affinität zur elektronischen Welthaben, und ihren Zahlungsverkehr am Postschalter abwickeln, wird sicherlich viel schwieriger zu erreichen sein. M.F.: Esgibtbei EBPP klare Anzeichen für einen schnelleren Durchbruch alsdiesbeispielsweise bei den Kreditkarten der Fall war. Den genauen Zeitpunktvorauszusagen, ist aber schwierig. Ich bin überzeugt, dass EBPP in einigen Jahren genau so gut akzeptiert sein wird wie dies heute die Kreditkarten sind. Der bereits sichtbare Trend, papiergebundene Prozesse kostenpflichtig zu machen, wird unsdabei unterstützen. Je breiter sich dieser durchsetzt, desto schneller wird sich der effizientere Weg der elektronischen Rechnung durchsetzen. Gabriel Juri, Swiss Interbank Clearing AG, André Gsponer, Enterprise ServicesAG, 6

7 EBPP PayNet DIE BEQUEMSTE ART RECHNUNGEN ZU BEZAHLEN PayNet ist ein offenes EBPP-Netzwerk, das auf einer Lösung von SAP basiert. Mit heute 83 angeschlossenen Finanzinstituten, mehreren Vertriebspartnern sowie der Unterstützung durch verschiedene ERP-Anbieter und Integrationspartner ist PayNet das grösste EBPP-Netzwerk in der Schweiz. Insgesamt können über 1 Million E-Banking-Kunden die elektronische Rechnung mit PayNet nutzen. Obwohl die breite Vermarktung erst im Juni 2004 gestartet wurde, nutzen bereits mehr als E-Banking-Kunden die Vorteile der elektronischen Rechnung über PayNet. Auch die wichtigsten Rechnungssteller in der Schweiz haben sich für eine Teilnahme an PayNet entschieden. Umfassende Basisfunktionalität PayNetermöglichtden Rechnungsstellern und Kunden eine vollständige Umstellung aufdie elektronische Rechnungsstellung, da nichtnur der Normalfall abgedecktwird: DasPayNet-Netzwerkunterstütztneben Rechnungen auch Mahnungen und Avisierungen in elektronischer Form. AlsAvisierungen werden bei PayNetGutschriften oder Abrechnungen zu LSV-Einzügen bezeichnet. Ihr Einsatz ist für verschiedene Branchen wichtig und kann am Beispiel der Elektrizitätswerke (EW) erklärt werden: Gutschriften entstehen bei einem EW, wenn der effektive Verbrauch unter dem Wert der Akontozahlung gelegen ist. In diesem Fall erhältder Kunde über PayNeteine elektronische Gutschrift. Die Abrechnung kann bei Kunden zum Einsatz kommen, welche die Rechnungen per LSVbezahlen. DasEW informiert den Kunden in diesem Fall mittelsder elektronischen Abrechnung über die Herleitung des mittelslsveingezogenen Betrages. Avisierungen können nichtbezahltwerden, die entsprechende E-Banking-Funktion ist gesperrt. PayNetunterstütztneben der Freigabe auch die Ablehnung einer Rechnung. Der Rechnungssteller wird in diesem Fall von PayNetüber die Ablehnung informiert und kann sich sofort mitdem Kunden in Verbindung setzen. Esist für den Rechnungssteller wichtig, den Grund der Ablehnung möglichst rasch zu klären und zu beseitigen. Erst dann wird der Kunde bereitsein, seine Ablehnung aufzuheben und die Rechnung zur Zahlung freizugeben. Eskann aber auch vorkommen, dass die Rechnung wirklich falsch war. In diesem Fall kann der Rechnungssteller eine neue Rechnung einliefern und die alte damitautomatisch stornieren. MitPayNetkönnen alle diese im täglichen Leben oftvorkommenden Spezialfälle ebenfallsvollständig elektronisch abgewickelt werden. Besonderheiten PayNetunterstütztneben dem beschriebenen B2C-Szenario bereits seitende 2002 den Bereich B2B. Diese Kombination erlaubteinem Rechnungssteller über ein Netzwerkall seinen Privat- und Firmenkunden mehrwertsteuerkonforme elektronische Rechnungen zustellen zu können. Ausblick DasPayNet-Netzwerkwird in diesem Jahr noch um die Bank Leu erweitert. NächstesJahr werden die zur Unicible gehörenden Kan- 7

8 EBPP ClearIT, Ausgabe 21 tonalbanken dazu stossen. PayNet willaber auch noch weitere Banken für einen Anschlussim 2005 gewinnen. Neben der Erweiterung desnetzwerkesum zusätzliche Banken sollen möglichst viele weitere Rechnungssteller angeschlossen werden, um die AttraktivitätdesNetzwerkeszu steigern. Weitere Informationen zur Anmeldung und den aktuellen Stand finden Sie unter Martin Frick, PayNet(Schweiz), GLOSSAR B2B (Business to Business) stehtfür (elektronische) Kommunikationsbeziehungen zwischen Unternehmen B2C(Business to Customer) stehtfür (elektronische) Kommunikationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen (Konsumenten) BSP (Biller Service Provider): Dienstleister, der für Unternehmen verschiedene Leistungen im Prozess der Rechnungsstellung übernimmt. Der Umfang dieser Dienste ist nichtexaktabgegrenzt und reichtvom Druckund Versand der Rechnungen biszum elektronischen Präsentieren. ERP (Enterprise Ressource Planning): komplexe Applikationssoftware, die in Grossunternehmen eingesetztwird. MitERP-Systemen werden Waren und Produktionsmittel verwaltetund Geschäftsprozesse unterschiedlicher Abteilungen in ein gemeinsamessystem integriert. ERP-Systeme stellen zur Zeitdasadministrative Rückgratvieler Grossunternehmen dar. yellowbill DIE B2C-LÖSUNG FÜR ELEKTRONISCHE RECHNUNGEN Mit yellowbill hat PostFinance eine Plattform geschaffen, die es Rechnungsstellern (Biller) erlaubt, Rechnungen elektronisch und medienbruchfrei an ihre Kunden (Customer) zu übermitteln. Bei der Entwicklung von yellowbill wurde darauf geachtet, mit der geringst möglichen Komplexität die grösstmögliche Effektivität zu erreichen. Schritt für Schritt zur elektronischen Rechnung Die zentrale Einheitvon yellowbillist vergleichbar miteinem elektronischen Postfach für virtuelle Einzahlungsscheine. Zusätzlich werden Informationen abgelegtüber den Ort, wo Rechnungsdetailsbetrachtetwerden können. 1. Um elektronische Rechnungen zu erhalten, mussder Customer zuerst eine ebill-account-nummer (elektronischespostfach) lösen. Diesgeschiehtonline durch eine entsprechende Anmeldung. 2. Danach kann er sich beim gewünschten Biller registrieren, dasheisst, er teiltdiesem seine ebill-account-nummer mit, analog einer Adressänderung. Der Registrierprozess kann entweder beim Biller selber oder mitdem Registrier-Toolvon yellowbillerfolgen. 3. Der Biller kann nun die benötigten Daten einer Rechnung (virtueller Einzahlungsschein) an yellowbillsenden. 4. Dem Customer werden nach dem Login die Anzahl offener Rechnungen angezeigt. Miteinem Klick gelangter von dort aufdie tabellarische Rechnungsübersicht, welche folgende Funktionen anbietet: Rechnungsdetailsanzeigen. 8

9 EBPP Rechnung bezahlen. Die Zahlungsdaten werden in einen Online-Zahlungsauftrag übertragen. Dieser kann unter den pendenten Zahlungen wieder aufgerufen, gelöscht oder mutiert werden. Rechnung ablehnen. Der Customer wird darauf aufmerksam gemacht, dass der Biller durch yellowbillnichtüber die Ablehnung informiert wird. Eine abgelehnte Rechnung kann nach wie vor bezahltwerden. 5. Die Anzeige der Rechnungsdetailskann entweder beim Biller selber, bei einem BSP oder direktim System yellowbillerfolgen. Aufschaltung neuer Biller Bei der Aufschaltung müssen der Registrierungsprozess, die Präsentationsart der Rechnungsdetailsund die Art der Datenübermittlung gelöst werden. Die eigentliche Programmierung der für yellowbill benötigten Schnittstelle beansprucht nichtmehr als2-4 Personentage. Sofern der Biller miteiner für yellowbillgetesteten Standardsoftware arbeitet, reduzieren sich die Arbeiten aufdie Parametrisierung im yellowbill-system. Eine Integration ist in diesem Fall nichtnotwendig, sondern eswerden lediglich einige Standardtestsdurchgeführt. Der Aufwand dafür beträgt1-3 Personentage. Ausblick PostFinance istüberzeugt, dass EBPP nur alsnetzwerkfunktioniert. Daraus sind Bestrebungen zur Vernetzung von yellowbillmite-banking-applikationen der Schweizer Banken sowie mitweiteren EBPP-Systemen und BSPsabzuleiten. Zurzeitwird yellowbillb2b entwickelt. Damitwird esmöglich sein, elektronische Rechnungen in strukturierter Form an Firmenkunden zu übermitteln, die sie nahtlosin ihre Kreditorenapplikation integrieren können. Die ersten produktiven Kunden werden im 3. Quartal2004 aufgeschaltet. Im Weiteren werden sowohlyellowbill B2Cwie auch yellowbillb2b laufend aufgrund von Kundenfeedbacks bedürfnisorientiert weiterentwickelt. Informationen zu yellowbillfinden Sie unter Adrian Sem, PostFinance, 9

10 Compliance ClearIT, Ausgabe 21 GELDWÄSCHEREIVERORDNUNG ART. 15 ERFAHRUNGEN VON SCHWEIZER FINANZINSTITUTEN Als Folge der Terroranschläge in den USA vom September 2001 wurden im Rahmen der Financial Action Task Force (FATF) die sog. «Special Recommendations on Terrorist Financing» (FATF SR) erlassen. Insbesondere FATF SR VII betrifft den Zahlungsverkehr und verlangt, dass alle Zahlungsaufträge ins Ausland Angaben über die auftraggebende Vertragspartei enthalten. Gestütztaufdiese Empfehlungen veröffentlichte die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) am 17. Januar 2003 die Geldwäschereiverordnung (GwVEBK), welche per 1. Juli 2003 zum Teilmiteiner Übergangsfrist von 12 Monaten in Kraftgetreten ist. Art. 15 GwVEBK setztdie Regelung von FATF SR VII in schweizerisches Rechtum. Auch die Selbstregulierungsorganisation Post revidierte ihr Reglementin enger Anlehnung an die neue GwV EBK und die Vereinbarung über die Standesregeln zur Sorgfaltspflichtder Banken 03. Estratam in Kraftund setztin Art. 22 dieselben Pflichten wie Art. 15 GwVEBK fest. Empfehlungen der SBVg Eine Analyse der Situation desgrenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs durch eine Arbeitsgruppe der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) Art. 15 ARTIKEL 15 GwV EBK Angabe der Auftraggeber bei Zahlungsaufträgen zeigte, dass bereits seitmitte 2002 Zahlungen ohne Angabe desaufraggebers von gewissen Banken im Ausland nichtmehr abgewickeltwurden. AlsSchlussfolgerung daraus formulierte die SBVg-Empfehlungen an ihre Mitgliedbanken. Die Schweizerische Post ihrerseits orientierte sich bei der Umsetzung desart. 22 SRO Reglementgrundsätzlich an diese Empfehlungen. 1 Der Finanzintermediär gibt bei allen Zahlungsaufträgen ins Ausland den Namen, die Kontonummer und das Domizil der auftraggebenden Vertragspartei oder den Namen und eine Identifizierungsnummer an. 2 Der Finanzintermediär kann aus berechtigten Gründen, wie bei Daueraufträgen, von diesen Angaben absehen. Er klärt diese Gründe ab und dokumentiert sie. Anpassungsbedarf Durch den Umstand, dass die Mitgliedsländer der FATF bezüglich Inhalt und Umsetzungstermin der Anpassungen in den nationalen Gesetzgebungen weitgehend frei waren, häuften sich sowohlbei der CreditSuisse, bei PostFinance wie auch bei der UBS AG bereits ab Mitte 2002 die Anzahl von Rückweisungen bzw. Rückfragen von ausländischen Finanzinstituten infolge fehlenden oder unvollständigen Auftraggeberangaben. So verzeichnete die UBS AG bereits Ende 1. Quartal2003 eine Liste von 124 Banken aus 46 Ländern, welche zu diesem Zeitpunktkeine Zahlungen mehr ohne Nennung desauftraggebers akzeptierten. Zudem wurden für Rückfragen von ausländischen Finanzinstituten immer häufiger bis zu CHF in Rechnung gestellt. Um diesem Missstand und den Anforderungen der GwVEBK Art. 15 gerecht zu werden, mussten in kürzester Zeit folgende organisatorische wie auch technische Anpassungen vorgenommen werden: Nebst der laufenden Aktualisierung und internen Kommunikation der Liste mitfinanzinstituten, welche keine Zahlungen ohne Nennung des Auftraggebers akzeptierten, musste eine Vielzahl von Betriebsabläufen und Weisungen überarbeitetwerden. Ein Schwergewichtwurde aufdie Ausund Weiterbildung der Mitarbeitenden gelegt. Mitte 2003 informierten sowohlcs wie UBS ihre Kunden über die regulatorischen Änderungen im Auslandszahlungsverkehr. Im Oktober 2003 bzw. Februar 2004 wurden aufwändige Systemanpassungen vorgenommen. Diese Massnahmen haben dazu geführt, dass 10

11 Compliance Inhalt bei beiden Banken per Ende 1. Quartal2004 sichergestelltwurde, dass noch vor dem verbindlichen Umsetzungstermin der EBK für sämtliche Auslandszahlungen der Auftraggeber genanntwurden. Auch PostFinance hatin den letzten Monaten Anpassungen vorgenommen, damitsie die Anforderung von Art. 22 SRO Reglementzeitgerecht erfüllen kann. GwV als Kostenfaktor Die Regulierungsdichte im Finanzsektor hatin den letzten Jahren stark zugenommen. Ein Ende dieser Entwicklung ist kaum abzusehen. Die Geldwäschereibekämpfung bzw. die Verhinderung der Terrorismusfinanzierung sind nur einzelne der vielen Bereiche, aufgrund derer die Finanzinstitute gezwungen sind, laufend organisatorische und technische EMPFEHLUNGEN DER SBVgVOM 20. JUNI Zur Einhaltung der GwVArt. 15 empfehlen wir die Angabe desnamens, Vornamens (Firma) der auftraggebenden Vertragspartei der Zahlung (Kontoinhaber) und die Angabe der Transaktionsnummer (im dafür vorgesehen Feld 20 der SWIFT Meldung). Die Beigabe der Kontonummer wird wegen Risikoüberlegungen nichtempfohlen. 2. Im Interesse gut funktionierender grenzüberschreitender Zahlungssysteme empfehlen wir den Banken, die Empfehlung gemäss Ziff. 1 so bald alsmöglich umzusetzen und nichtbiszum letztmöglichen Zeitpunktgemäss GwVEBK ( ) zuzuwarten. 3. Die Angabe deskundennamensdarfnichtohne zumindest konkludenteseinverständnis deskunden erfolgen; diesbedeutet, dass die Bank vor Ausführung von Zahlungsaufträgen insausland den Kunden daraufhinweist, dass der Name grundsätzlich angegeben werden muss. Diesgiltfür sämtliche Arten von Konti und ist bereits heute die Regel bei Zahlungen ab Namenkonti. 4. Gemäss Abs. 2 von Art. 15 GwVEBK kann ausnahmsweise aufdie Angabe desnamens verzichtetwerden, wenn berechtigte Gründe vorliegen und dokumentiert sind. Dabei ist dasrisiko zu beachten, dass eine solche Zahlung von ausländischen Banken refusiert wird und damitden Empfänger nichterreicht. 5. Art. 15 GwVverpflichtetdie Bank nichtzur Überprüfung eingehender Zahlungen. Mangelhafte Angaben aufsolchen könnten jedoch alsanhaltspunkte für Geldwäscherei eine Rolle spielen. Anpassungen vorzunehmen. Die Finanzinstitute stehen zunehmend vor dem Dilemma, die ständig wachsenden Compliance-Auflagen mitstraight-through-processing-ver- fahren in Einklang zu bringen. Längere Verarbeitungszeiten und höhere Transaktionskosten sind die Folge. Vor- und Nachteile für den Finanzplatz Schweiz Die Schweizer Finanzinstitute konnten die zu Beginn nur schwer zu überwindenden regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mitder FATF SR VII rechtzeitig auf eine sehr professionelle und effiziente Art umsetzen. Diesist nicht zuletztdem rechtzeitigen Vorliegen der EBK-Verordnung und der Unterstützung durch die SBVg zu verdanken. Roger D. Meyer, UBS AG, Manuela Spieler, CreditSuisse, Ruedi Fischer, PostFinance, 11

12 SEPA ClearIT, Ausgabe 21 EU-ERWEITERUNG DIE 10 NEULINGE IM SEPA Seit 1. Mai 2004 sind zehn neue Mitglieder politisch in der EU integriert. Bevor sie aber auch der Euro-Zone beitreten können, sind verschiedene Hürden zu nehmen. Wie gut sind sie im Bereich des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs für Gross- und Kleinbeträge im Hinblick auf den einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (Single Euro Payments Area) gerüstet? Die Übernahme der Gemeinschaftswährung setzteine mindestenszweijährige Teilnahme am so genannten Wechselkursmechanismus (WKM) II voraus, innerhalb dessen Zielkorridore die Währungen sich zu halten haben. Zudem müssen die übrigen Konvergenzkriterien (Preisstabilität, Finanzlage der öffentlichen Hand und langfristige Zinssätze) desmaastricht-vertrageserfülltwerden. Ende Juni 2004 traten Estland (EE), Litauen (LT) und Slowenien (SL) dem WKM II bei. Zypern (CY) willnoch in diesem Jahr dem Trio folgen; Lettland (LV) plantden gleichen Schritt Anfang Auch Malta (MT) dürfte im nächsten Jahr die WKM-II-Mitgliedschaftanpeilen. Für diese kleineren Länder ist die Einführung deseuro in 2007 realistisch. Für die grösseren EU-Neulinge Ungarn (HU), Polen (PL), Tschechien (CZ) und Slowakei (SK) werden die Hürden der Konvergenzkriterien langsamer zu nehmen sein. Anschluss an TARGET oder an TARGET2 Jedem neuen EU-Mitgliedsland steht esfrei, neben seinem bestehenden RTGS-System in nationaler Währung ein eigenesrtgs-system in Euro zu betreiben und diesesansheutige TARGET anzubinden. Neben der Option eines Direktanschlusses anseuropaweite Grosszahlungssystem gibtes weitere Anbindungsvarianten. Polen entwickelt beispielsweise sein SORBNET- EURO-System und erhältdamit bereits im nächsten Jahr über einen TARGET-Teilnehmer (ähnlich wie eurosic über RTGS plus ) Zugang zu TARGET. Die Slowenische Nationalbank ihrerseits planteinen indirekten Anschlussvia EUR-Konto bei einem der TARGET-Teilnehmer aufden November Die Anbindung ans TARGET2-System, dasvoraussichtlich in 2007 TARGET ablöst, wird auch für die neuen EWU-Länder zwingend sein. Die Zentralbanken von Zypern, Lettland und Tschechien beispielsweise wollen sich erst nach dem EWU-Beitritt dem europäischen Zahlungsverkehrssystem anschliessen. STEP2 Gemäss der Euro Banking Association (EBA) war die HellenicBank aus Zypern daserste Finanzinstitutder neuen EU-Staaten, dasam 23. April 2004 der EBA beitrat. SeitJuli sind 44 Banken aus den zehn neuen EU-Ländern indirekte Teilnehmer deseuropäischen MassenzahlungsverkehrssystemsSTEP2. Über die Oesterreichischen Nationalbank, deszweitgrössten aller direkten STEP2-Teilnehmer, erhielten beispielsweise die Tochtergesellschaften der ERSTE Bank Ceska Sporitelna, Slovenska Sporitelna und ERSTE Bank Ungarn Zugang zur pan-europäischen Zahlungsplattform. Gabriel Juri, Swiss Interbank Clearing AG, 12

13 News ENDGÜLTIGER ABSCHIED VON BEETHOVEN Ende Jahr verlieren die letzten ec-karten mit dem Beethoven-Hologramm im Alltag ihre Gültigkeit. Zugleich stellt Telekurs Services die zentrale Checkverarbeitung ein und bietet den Banken ab nächstem Jahr lediglich Archivdienstleistungen rund ums Checkwesen an. DasEnde deseuropaweiten eurocheque-verfahrenshaben die europäischen Banken vor über fünf Jahren eingeläutet. Der Entscheid, per 1. Januar 2002 die Kartengarantie auf den eurocheque in allen Ländern aufzuheben, beruhte in erster Linie auf dem deutlichen Rückgang der Nutzung dieseszahlungsmittelsund in der Folge den starkgestiegenen Stückkosten bei dessen Abwicklung. Neuer Dienstleistungsvertrag In Anpassung an diese globalen Entwicklungen wurden auch in der Schweizdie Konsequenzen gezogen. Im Juni 2004 wurde der Dienstleistungsvertrag betreffend Einheitscheck-Verarbeitung durch Telekurs Servicesfristgerechtgekündigt. Die letzte Verarbeitung findetfolglich am 31. Dezember 2004 statt. Checks, welche nach diesem Zeitpunkteintreffen, werden unverarbeitetan die einreichende Bank retourniert. Ab 1. Januar 2005 müssen die Schweizerischen Einheitscheckswie alle anderen Nicht-Einheitschecksim Direkt- Inkasso mitder jeweiligen bezogenen Bank abgerechnetwerden. öffentliche Urkunde erfolgen. Alle bei TelekursServicesgespeicherten Einträge von Checksperrungen und kontoindividuellen Check-Auslieferungen werden im Januar 2005 gelöscht. Hingegen bleiben die Daten aus der Checkverarbeitung auch nach deren Einstellung im Auftrag der Banken bis2014 für Nachforschungen verfügbar. Diese kostenpflichtigen Archiv- und Retrieval-Servicesdurch TelekursServiceswerden in einem neuen Dienstleistungsvertrag geregelt, der allen betroffenen Finanzinstituten im Herbst 2004 zugestellt wird. Gabriel Juri, Swiss Interbank Clearing AG, LEISTUNGEN DER TELEKURS SERVICES Im Auftrag der Banken übernimmttelekurs Servicesfolgende Aufgaben: Verantwortung für die ordnungsgemässe, gesetzliche Aufbewahrung der Checkdaten aus den Verarbeitungen vor dem (Elektronische) Archivierung der Daten während 10 Jahren ab Verarbeitungsdatum (inkl. laufende Anpassung an technologische Neuerungen) (Physische) Archivierung von Originalcheckswährend 8 Monaten ab Verarbeitungsdatum Aufrechterhalten einesretrieval-services: Originalchecksund Checkkopien können bei TelekursServicesAG innerhalb der heute gültigen Fristen angefordert werden. BisEnde Januar 2005 nimmttelekurs ServicesProtestierungsaufträge von Checks, welche in der Checkzentrale archiviert sind, entgegen. Danach mussder Checkprotest direktdurch den Bezogenen oder durch eine Stetiger Rückgang aller Checkarten (Quelle: TelekursGroup) 13

14 News ClearIT, Ausgabe 21 BELASTUNGSERMÄCHTIGUNGEN EINFACHER EINHOLEN Am 1. Juli 2004 traten neue Abläufe zum Einholen von Belastungsermächtigungen im Lastschriftverfahren (LSV) in Kraft. In den einschlägigen Regelwerken wurde damit nachvollzogen, was bei Kunden und Banken bereits seit längerem Praxis ist. Neu sollder Zahlungspflichtige auf Gesuch deszahlungsempfängers (Punkt1 in der Grafik) die in Papierform oder elektronisch zur Verfügung gestellte Belastungsermächtigung direktan seine Bank senden (2). Der Umweg über den Zahlungsempfänger entfällt. Die Bank deszahlungspflichtigen überprüftdie Belastungsermächtigung und ergänzt, wo nötig, Daten wie die richtige BC-Nummer und die Konto-Nummer im standardisierten IBAN-Format. Danach leitet sie eine Kopie der Ermächtigung an den Zahlungsempfänger weiter (4). Im Falle von kombinierten Ermächtigungen (z.b. Kreditkartenvertrag) musszwingend dasoriginalan die Bank eingereichtwerden, welchesan den Zahlungsempfänger retourniert wird. Durch die Verwendung desiban (21 Stellen) kann die Bank-Kontonummer bereits bei der ersten Erfassung aufrichtigkeitgeprüftwerden. Der Zahlungsempfänger hatbei Erhalt dieser Ermächtigungs-Kopie die Sicherheit, dass der «LSV-Dauerauftrag» bei der Bank (3) erfasstist, und er die Kundenstammdaten (5) vollständig und korrektabspeichert. Somitkann vermieden werden, dass nach dem erstmaligen Auslösen einer Belastung eine Rücklastschrifterfolgt mitder Begründung «Keine Belastungsermächtigung vorhanden». Der Zahlungsempfänger erhältdank korrekter Erfassung keine «Fehlermeldungen LSV» und er erspart sich damitnachträgliche Korrekturen und Ergänzungen seiner Stammdaten. Die Bank deszahlungspflichtigen prüftvor jeder Belastung, ob eine entsprechende Ermächtigung vorhanden ist, so dass nur die autorisierten Rechnungssteller daskundenkonto belasten können. Diesist übrigens ein markantesunterscheidungsmerkmalgegenüber anderen Direktbelastungsverfahren im In- und Ausland, bei welchen die Autorisierung des Rechnungsstellers nichtgeprüftwird. Bei allen LSV-Verfahren mitwiderspruchsrechtkann der Kunde innerhalb von 30 Tagen die Belastung durch einfache Rücksendung der Belastungsanzeige an seine Bank zurückfordern. Dadurch ist der Kunde vor irrtümlichen Belastungen geschützt. DasEinholen von Belastungsermächtigungen erfolgtheute noch weitgehend papiergebunden. Eine Arbeitsgruppe prüftzurzeit, ob Empfang und Weiterleitung dieser Daten in elektronischer Form zweckmässig ist. Esist vorstellbar, dass ein Zahlungspflichtiger seiner Bank die Ermächtigung zukünftig via E-Banking einreichen kann. Etwasanspruchsvoller dürfte die Lösung für eine einheitliche, standardisierte Weiterleitung der Daten aufeinem gesicherten elektronischen Kanalan den Zahlungsempfänger sein. Gottfried Keller, Swiss Interbank Clearing AG, 14

15 TECHNISCHE RISIKEN IM ZAHLUNGSVERKEHR LEHREN AUS DER ÜBERMITTLUNGSSTÖRUNG VOM 30. JUNI 2004 News Der grossflächige, lang andauernde Ausfall der IP-Verbindungen eines Carriers in der Schweiz ist am 30. Juni 2004 auch für die Systeme von Swiss Interbank Clearing nicht ohne Auswirkungen geblieben und hat die zunehmende Abhängigkeit von standardisierter IT-Infrastruktur vor Augen geführt. Insgesamthaben sich die Vorbereitungen zur Katastrophenabwehr im Finance IPNetwie auch in der SIC- Dienstleistung bewährt. Der zweitwichtigste Valutatag desjahresim SIC konnte dank flankierenden Massnahmen ordnungsgemäss abgeschlossen werden. Trotzdem hatauch diesesereignisklar gezeigt, dass die Teilnehmer die gleichen Normen bei den Sicherheitsvorkehren anwenden müssen und dass die vorbereiteten Backup-Verfahren immer wieder, auch unter erschwerten Bedingungen, überprüftund allenfallsangepasstwerden müssen. Miteiner von der Schweizerischen Nationalbank bewilligten Verschiebung desclearingstopp-1 um eine Stunde konnte die Tagesverarbeitung ordnungsgemäss mit1,766 Mio. ausgeführten Zahlungsaufträgen abgeschlossen werden. Allerdingsmussten Finanzinstitute, die nur über die gestörte SIC- Verbindung verfügten, teilweise gewisse Massenaufträge aufden Folgetag verschieben (ca Zahlungen). Aus dem Ereignis sind folgende Lehren zu ziehen: Die Standardisierung der modernen Kommunikationsinfrastruktur stelltein zunehmend hohesklumpenrisiko dar. Partielle Ausfälle lassen sich auch bei höchstem Qualitätsstandard bei den Systembetreibern nie ganzvermeiden. Um die Auswirkungen von potenziellen Störungen zu mildern, hatdie TelekursGroup beim Design desfinance IPNetvon Anfang an eine Multi-Vendor-Strategie verfolgt. Aus diesem Grund wird auch den Kunden empfohlen, sich über zwei Carrier anssic- System anzuschliessen. Jene SIC- Teilnehmer, die über zwei Kommunikationsdienste verfügen, hatten keine negativen Auswirkungen aufihre Dienstleistungen zu beklagen. Auch bei redundanten, räumlich diversifizierten Verbindungen sind grössere Ausfälle nichtausgeschlossen. Mitallen Teilnehmern ist vertraglich geregelt, dass bei solchen Störungen «Backup- Verfahren» mitphysischen Datenträgern angewendetwerden soll. Diessetztvoraus, dass diese Verfahren beim Kunden nichtnur eingerichtet, sondern auch unter Echtzeitbedingungen eingeübt sind. Die Übermittlungsstörung vom 30. Juni hatleider gezeigt, dass diese Voraussetzungen bei einigen SIC-Teilnehmern verbesserungsfähig sind. Damitim Krisenfall die richtigen Massnahmen rasch ergriffen werden können, ist ein eingespieltes Krisenmanagementunabdingbar. Der SIC/euroSIC-Krisenstab unter der Leitung der Schweizerischen Nationalbank, dem die wichtigsten Finanzinstitute und die TelekursGroup angehören, hatsich bewährt. Allerdingsmussdie Verstärkung diesesgremiumsum weitere Dienstleister (wie z.b. Carrier und Rechenzentren) geprüftwerden. ThomasGrütter, Swiss Interbank Clearing AG, STÖRUNG IM DATEN- NETZ HERGANG Im Laufe desspäteren Abendsvom 29. Juni registrierte Swisscom Enterprise Solutions Störungen in einzelnen Kundennetzen. Während der Nachtaufden 30. Juni verstärkte sich dieser Trend. Am Morgen waren Kundennetze in den Regionen Zürich, Ostschweizund Tessin von den IP-Netzwerk- Störungen massivbetroffen. Um ca. 11 Uhr war dasnetz wieder vollverfügbar. 15

16 Anschaulich präsentiert Swiss Interbank Clearing in ihrer Guided Tour aufwww.sic.ch die Weltdesschweizerischen Zahlungsverkehrs IMPRESSUM HERAUSGEBER Swiss Interbank Clearing AG, Hardturmstrasse 201, CH-8021 Zürich BESTELLUNGEN/FEEDBACK AUSGABE Nr. 21 September 2004 Erscheintregelmässig, Auflage Deutsch (1300 Exemplare) und Französisch (400 Exemplare) sowie Englisch (nur elektronisch aufwww.clearit.ch) FACHBEIRAT André Bamat, Geschäftsführer, Swiss Interbank Clearing AG, Christian Bieri, RBA, Armin Brun, PostFinance, Susanne Eis, SECB, Andreas Galle, Swiss Interbank Clearing AG, André Gsponer (Leiter), Enterprise ServicesAG, Gabriel Juri, Swiss Interbank Clearing AG, Peter Kunz, CreditSuisse, Michael Montoya, UBS AG, Ueli Strüby, BCV, AndySturm, SNB REDAKTION André Gsponer, Enterprise ServicesAG, AndreasGalle, Gabriel Juri (Leiter) und Christian Schwinghammer, Swiss Interbank Clearing AG ÜBERSETZUNG Französisch: Word + Image, Englisch: HTS GESTALTUNG Mirjam Steiner Werbeagentur DRUCK Verlag Binkert AG, Laufenburg KONTAKTE SIC-Zentrale , eurosic-zentrale , ProductManagement , SECB-Zentrale , Customer Service SECB Weitere Informationen zu den Schweizer Zahlungsverkehrssystemen finden Sie im Internet unter 16

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