Swiss Issues Regionen Metropolitanraum Genf-Montreux

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1 Swiss Issues Regionen Metropolitanraum Genf-Montreux August 2008

2 Impressum Herausgeber Credit Suisse Economic Research Uetlibergstrasse 231, CH-8070 Zürich Kontakt Telefon +41 (0) Autoren Dr. Sara Carnazzi Weber Nora Sydow Christian Etzensperger Frédéric Junod Philippe Kaufmann Claude Maurer Cesare Ravara Claude Vautier Titelbild Gemeindeverwaltung, Lausanne Raphaël Russi, Vex Redaktionsschluss 25. Juni 2008 Bestellungen Telefon +41 (0) Besuchen Sie uns auf dem Internet Disclaimer Dieses Dokument wurde vom Economic Research der Credit Suisse hergestellt und ist nicht das Ergebnis einer/unserer Finanzanalyse. Daher finden die "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung auf vorliegendes Dokument keine Anwendung. Diese Publikation dient nur zu Informationszwecken. Die darin vertretenen Ansichten sind diejenigen des Economic Research der Credit Suisse zum Zeitpunkt der Drucklegung (Änderungen bleiben vorbehalten). Die Publikation darf mit Quellenangabe zitiert werden. Copyright 2008, Credit Suisse. Swiss Issues Regionen

3 Inhalt Zusammenfassung 4 1 Regionaler Kontext 5 2 Konjunktur Regionale Konjunkturentwicklung 9 3 Standortqualität Standortqualität der Schweizer Kantone Standortqualität im regionalen Vergleich 13 4 Bevölkerung und Einkommen Bevölkerungsentwicklung Altersstruktur und Kohortenwachstum Mobilität Einkommen 23 5 Branchenstruktur und Wertschöpfung Branchenstruktur und -spezialisierung Wandel in der Wirtschaftsstruktur Branchenbewertung Wachstumspotential der Wertschöpfung 31 6 Trends in Schlüsselbranchen Finanzsektor Rohstoffhandel Tourismus Informatik 40 7 Immobilienmarkt Wohnflächenmarkt Büroflächenmarkt 46 Swiss Issues 3

4 Zusammenfassung Die steigende Konzentration von Bevölkerung, Wirtschaft und Pendelaktivitäten lässt die Agglomerationen des rechten Genferseeufers zu einem homogenen Raum zusammenwachsen. Die gesamte Fläche des Metropolitanraumes Genf-Montreux entspricht zwar nur 13% der Fläche der Grossregion Genfersee (VD, GE, VS), beherbergt aber rund 64% ihrer Bevölkerung. Der Wertschöpfungsbeitrag zum Schweizer Total beträgt 13.6% und verdeutlicht die wirtschaftliche Dimension des Metropolitanraumes. Die Homogenität des Metropolitanraumes Genf-Montreux spiegelt sich in ähnlichen Standortprofilen sowie überdurchschnittlich hohen Standortqualitätsindikatorwerten der fünf Teilregionen (Vevey/Lavaux, Lausanne, Nyon, Morges/Rolle, Genf) wider, wobei Nyon die Rangliste anführt. Besonders hervorzuheben ist der relativ hohe Ausbildungsstand der Bevölkerung in diesem Raum sowie die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten. Bedingt durch seine hohe Standortattraktivität weist die demographische Entwicklung des Metropolitanraumes eine höhere Dynamik als der Schweizer Durchschnitt auf. Die grössten Zuwächse verzeichneten in den letzten Jahren die Regionen Nyon, Morges/Rolle und Genf, wobei in letztgenannter Region die Zuwanderung aus dem Ausland einen entscheidenden Beitrag leistete. Die übrigen Wirtschaftsregionen Vevey/Lavaux und Lausanne erreichten geringere Zuwächse, wobei Lausanne nur knapp mit dem Landesdurchschnitt mithalten kann. In unmittelbarer Nähe zum Metropolitanraum können sich zudem Regionen als Ausweichgebiete zu den von Bevölkerungs- und Immobilienpreisdruck gekennzeichneten Wohnlagen am Genfersee etablieren. Die steuerlichen Nachteile sowie die hohen Wohn- und Nebenkosten des Kantons Genf machen sich jedoch in einem negativen Migrationssaldo gegenüber anderen Kantonen bemerkbar. Innerhalb des Metropolitanraumes etablieren sich die einzelnen Wirtschaftsregionen als Wohngebiete für unterschiedliche Altersgruppen. Während die Zentren Genf und Lausanne attraktiv für kinderlose Berufseinsteiger sind, erfolgt eine Wohnortoptimierung in Nyon für Familien und in Vevey/Lavaux für Rentner. Die Attraktivität des Metropolitanraumes als Arbeitsmarkt kann sowohl mit der Entwicklung der Berufseinsteiger als auch mit der Wachstumsrate von Jugendlichen im Ausbildungsalter belegt werden und widerspiegelt die Stärke des Wirtschaftsstandortes. Die überregionale Ausstrahlung der beiden Zentren Lausanne und Genf führt nicht nur zu geringen Wegpendleranteilen, sondern auch zu einer hohen Anziehungskraft für Grenzgänger. Die oben geschilderte demographische Entwicklung schlägt sich unmittelbar in der Entwicklung des Haushaltseinkommens und letztendlich des Steuersubstrats nieder. Die dynamische Bevölkerungsentwicklung sowie die bestehende Altersstruktur in den Regionen Morges/Rolle und Nyon begründen das überdurchschnittliche Niveau und Wachstum des Haushaltseinkommens im Metropolitanraum Genf-Montreux und innerhalb des Kantons Waadt. Für Vevey/Lavaux und Lausanne prognostizieren wir hingegen eine unterdurchschnittliche Einkommensentwicklung. Hinsichtlich Branchenstruktur weisen der Metropolitanraum Genf-Montreux als Ganzes und seine Teilregionen eine starke Dominanz des Dienstleistungssektors auf, die in weiten Teilen in einer überdurchschnittlichen Wertschöpfung pro Beschäftigten resultiert. Der Überhang des tertiären Sektors wird zudem durch die Neugründungsdynamik verstärkt. Die überdurchschnittliche Anzahl an Unternehmensgründungen im Metropolitanraum Genf-Montreux illustriert die Stärke des Wirtschaftsstandortes. Für die Schweiz bedeutet Strukturwandel die Entstehung einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Neben einer zunehmenden Tertiarisierung erfolgt im sekundären Sektor eine Umstrukturierung von traditioneller zur Spitzenindustrie. Bedingt durch das überdurchschnittliche Gewicht des Dienstleistungssektors im Metropolitanraum konnte im Zeitraum ein Beschäftigungswachstum von 7.1% erzielt werden, wobei Nyon, Morges/Rolle und Genf am meisten zu diesem Wachstum beitrugen. Dank überdurchschnittlicher Werte in der Standortbeurteilung und der Branchenbewertung wird für den Metropolitanraum Genf-Montreux ein hohes Wachstumspotential prognostiziert. Swiss Issues 4

5 1 Regionaler Kontext Am Nordufer des Genfersees - malerisch gelegen - erstreckt sich der Metropolitanraum Genf- Montreux. Dieser Ballungsraum umfasst zwei Zentren: Genf, zweitgrösste Stadt der Schweiz, und die Hauptstadt des Kantons Waadt, Lausanne, als fünftgrösstes Zentrum der Schweiz. Die Region dehnt sich von der Südspitze des Genfersees bis zur am nordöstlichen Ufer gelegenen Stadt Montreux aus. Gemeinsam sind diesen Teilregionen die landschaftlich attraktiven Wohnlagen mit Blick auf Savoyer Alpen und Genfersee; ihre wirtschaftlichen Ausrichtungen sind hingegen unterschiedlich. Während Genf durch seinen Finanzplatz und den Sitz vieler internationaler Organisationen sehr betriebsam ist, versprüht Montreux mit seinem milden Klima und dem Weinbau eher eine Kurortatmosphäre. Die steigende Konzentration von Bevölkerung, Verwaltung, Wirtschaft, Pendelaktivitäten und Kultur lässt die Agglomerationen des rechten Genferseeufers zu einem Metropolitanraum zusammenwachsen. Der Metropolitanraum Genf-Montreux ist kein politisches Konstrukt, sondern durch die enge wirtschaftliche Verflechtung sowie die bestehenden Pendlerströme entstanden: Wirtschaftstätigkeit orientiert sich nicht an politischen Grenzen. Diese Entwicklung ist im Allgemeinen Ausdruck der fortschreitenden Urbanisierung der Schweiz. Während 1980 erst 62% der Bevölkerung in städtischen Gebieten lebten, waren es 1990 bereits 69%. Heute leben rund drei Viertel der Bevölkerung in städtischen Gebieten. Ein wichtiger Katalysator dieser Entwicklung ist die zunehmende Entflechtung von Wohn- und Arbeitsort. Während 1970 nur jeder dritte Erwerbstätige pendelte, war es 1990 bereits jeder zweite; 2000 betrug der Wegpendleranteil bereits 60%. Einige Gebiete können sich daher zunehmend als Wohnregion positionieren, während andere die Funktion von regionalen oder überregionalen Arbeitsmärkten übernehmen. Die Zusammenarbeit solcher komplementärer Regionen ist daher besonders wichtig, um die daraus resultierenden Probleme bewältigen zu können. Neben den Herausforderungen eines gemeinsamen Arbeitsmarktes und einer ausgewogenen, nachhaltigen Entwicklung der Region gibt es auch eher alltäglichere Aspekte wie die aufeinander abzustimmenden Verkehrsnetze. Auch die Agglomeration Genf muss sich solchen Herausforderungen stellen. Allerdings muss hier sowohl eine kantonsübergreifende als auch eine länderübergreifende Zusammenarbeit erfolgen. Hinzu kommt, dass die politischen Kompetenzen auf verschiedenen Ebenen angesiedelt sind. Während im Kanton Genf Raumplanungs- und Verkehrspolitik in den Kompetenzbereich des Kantons fallen, sind in den Départements Ain und Haute-Savoie sowie in den Gemeinden des angrenzenden Kantons Waadt die Gebietskörperschaften zuständig. Das Bundesamt für Statistik (BFS) unterscheidet 5 Metropolitanräume: Zürich, Genf-Lausanne, Basel, Bern sowie das urbane Tessin und differenziert noch übrige städtische Gemeinden von ländlichen Gemeinden. Für die vorliegende Studie wird bewusst von der amtlichen Definition des Metropolitanraumes Genf-Lausanne abgewichen, welche die ruralen Gebiete bis Yverdon-les- Bains einschliesst. Die so entstandene Einheit weist eine zu grosse Heterogenität auf. Vielmehr wurde an die Struktur der MS-Regionen (Mobilité spatiale) angeknüpft, mit Hilfe welcher 110 Wirtschaftsregionen definiert wurden, die sowohl die wirtschaftliche Verflechtung als auch die Pendlerströme berücksichtigen. Der Metropolitanraum Genf-Montreux wird durch die Wirtschaftsregionen Genf, Nyon, Morges/Rolle, Lausanne und Vevey/Lavaux definiert und entspricht eher dem als Arc Lémanique bekannten Gebiet (Abbildung 1). Swiss Issues 5

6 Abbildung 1 Der Metropolitanraum Genf-Montreux im regionalen Kontext Zentren Agglomerationen Metropolitanraum Genf-Montreux Yverdon Lac de Neuchâtel La Broye La Sarine Sense Schwarzw Lac de Joux Gros-de-Vaud Glâne/Veveyse Lac de la Gruyère / Greyerzersee La Gruyère Morges/Rolle Lausanne Vevey/Lavaux Nyon Lac Léman Pays d'enhaut Saanen/Obersimm Aigle Genève Monthey/St-Maurice km Quelle: Credit Suisse Economic Research, Geostat, DDS Regionale Unterschiede in wirtschaftlichen Kennzahlen Der Metropolitanraum Genf-Montreux beherbergt rund 900'000 Einwohner, wovon sich 75% in den beiden Polen Genf und Lausanne konzentrieren. In ihrer Zentrumsfunktion stellen diese zwei Wirtschaftsregionen auch Arbeitsplätze für rund 83% der Beschäftigten zur Verfügung. Entsprechend gross ist ihre Bedeutung als Arbeitsmarkt für den gesamten Metropolitanraum und die umliegenden Regionen. Der Wertschöpfungsbeitrag des Metropolitanraumes Genf- Montreux zum Schweizer Total beträgt 13.6% im Vergleich zu 27.7% im Metropolitanraum Zürich. Die Differenzen in den regionalen Wertschöpfungsintensitäten weisen auf unterschiedliche Ausrichtungen der Wirtschaftsstrukturen hin. Der höchste Wert wird in der Wirtschaftsregion Genf erzielt, was vor allem durch ihre Spezialisierung auf wertschöpfungsintensive Finanzdienstleistungen zurückzuführen ist. In ihrer Einkommenskraft sind es nicht die Zentrumsregionen, welche die Führung übernehmen, sondern Nyon und Morges/Rolle, die mit ihren Haushaltseinkommen nicht nur deutlich über dem Schweizer Mittel, sondern auch über demjenigen der Wirtschaftsregion Zürich liegen. Die höheren Pro-Kopf-Einkommen sind Ausdruck ihrer Attraktivität als Wohnort innerhalb des Metropolitanraumes vor dem Hintergrund der zunehmenden Entflechtung von Wohn- und Arbeitsort. Swiss Issues 6

7 Abbildung 2 Demographische und wirtschaftliche Indikatoren Kantone Bevölkerung Beschäftigte (Vollzeitäquivalent, in Tausend) Wertschöpfung (in Prozent bzw. Tausend CHF) Haushaltseinkommen (in Tausend CHF) Sektor I Sektor II Sektor III Anteil am CH-Total Pro Beschäftigten Pro Kopf VD 662' % 125' GE 433' % 149' Nachbarkantone BE 958' % 127' FR 258' % 113' VS 294' % 117' NE 168' % 125' Wirtschaftsregionen Lausanne 240' % 133' Morges/Rolle 68' % 122' Nyon 69' % 132' Vevey/Lavaux 82' % 115' Genf 433' % 149' Metropolitanraum Genf-Montreux 894' % 140' Schweiz 7'508' ' % 130' Quelle: Credit Suisse Economic Research, Bundesamt für Statistik (BFS) Swiss Issues 7

8 2 Konjunktur Globale Konjunktur und die Schweiz Nachlassende Dynamik auch in der Schweiz Globale Ursachen lokale Folgen Nische durch Spezialisierung Konjunkturperspektiven Für die Beurteilung der regionalen Konjunktur sind nationale und internationale Rahmenbedingungen entscheidende Einflussfaktoren. Nach einer lang anhaltenden, ungewöhnlich breit abgestützten und sehr starken Aufschwungsphase des weltwirtschaftlichen Wachstums hat die Konjunktur seit dem letzten Jahr infolge der Hypothekenkrise in den USA und der damit verbundenen Auswirkungen auf die Finanzmärkte einen Dämpfer erfahren. Das weltweite Wachstum hat sich seit dem Spätsommer 2007 abgeschwächt. Über die weiteren Auswirkungen der Finanzkrise sowie Ausmass und Richtung der zukünftigen Entwicklung bestehen unterschiedliche Auffassungen. Deutlich wird allerdings, dass die Weltwirtschaft im Jahr 2008 spürbar an Schwung verliert. In der Schweiz waren die letzten Jahre von aussergewöhnlich starkem Wirtschaftswachstum geprägt; in der langfristigen Perspektive zeigt sich ein eindrückliches Wachstum der Schweizer Wirtschaft über die letzten zwölf Quartale. Dies ist die längste Phase konjunktureller Expansion oberhalb des Potentialwachstums seit Anfang der achtziger Jahre. Vorläufig letzter Höhepunkt dieser Entwicklung war ein Zuwachs des realen Bruttoinlandproduktes (BIP) um 3.1% im Jahr Auch im ersten Quartal 2008 stieg das reale Bruttoinlandprodukt noch um 3% gegenüber dem Vorjahr, insbesondere getragen durch die feste Konsumnachfrage privater Haushalte sowie eine dynamische Entwicklung der Ausrüstungsinvestitionen. Die Schweizer Wirtschaft befindet sich damit zu Jahresbeginn 2008 auch weiterhin in einer soliden Verfassung. Jedoch bleibt auch die Schweiz von der globalen Konjunkturentwicklung nicht unbeeinflusst, und so sind Anzeichen sich abschwächender konjunktureller Antriebskräfte und einer langsameren konjunkturellen Gangart erkennbar. Die Aussenhandelsaktivität konnte im bisherigen Jahresverlauf nicht mehr an die kraftvolle Dynamik des Vorjahres anschliessen. Auch in der MEM-Industrie (Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie) hat sich die konjunkturelle Entwicklung abgeschwächt, was sich in einer Verringerung der Auftragseingänge - insbesondere aus dem Inland - zum Vorjahresquartal zeigte. Dabei zeigen sich unterschiedliche Auswirkungen und Einflusspfade der globalen Entwicklung auf die nationale Konjunktur. Die nachlassende Konjunktur in den wichtigsten Absatzmärkten der Schweizer Wirtschaft führt zu einer Abschwächung der Exportdynamik. Auch die internationale Wettbewerbsfähigkeit hat sich aufgrund der Frankenaufwertung verschlechtert. Ausgelöst wurde die Währungsentwicklung von der sich zu Jahresbeginn weiter ausweitenden Finanzmarktkrise. Die Ausfuhrdynamik der Schweizer Wirtschaft hängt allerdings immer noch deutlicher vom Wachstum der Absatzmärkte und der Attraktivität des Exportsortiments als von blossen Wechselkursänderungen ab. Doch die Schweiz profitiert auch von der globalen Wirtschaft. Die Schweizer Wirtschaft ist aufgrund ihrer Spezialisierung auf hochwertige Nischenprodukte weiterhin gut aufgestellt, auch wenn die globale konjunkturelle Situation schwieriger wird. Allerdings ist auch bei der Nachfrage nach Luxusgütern mit einem gewissen Rückgang zu rechnen, und ebenso ist für die Industriekonjunktur eine Verlangsamung zu erwarten, wodurch der Schweizer Export partiell gedämpft wird. Für die Schweizer Wirtschaft zeichnet sich für 2008 eine nachlassende Wachstumsdynamik im Vergleich zum Vorjahr ab. Unterstützt wird die Einschätzung durch die Zahlen des vorausschauenden Purchasing Managers' Index (PMI) eines Gemeinschaftswerkes des Schweizerischen Verbandes für Materialwirtschaft und Einkauf (SVME) und der Credit Suisse. Der Wert fiel im Juli auf 54.1 Zähler. Somit liegt der PMI erstmals seit Mitte 2005 unter seinem langjährigen Durchschnitt von 54.5 Zählern. Der kritische Schwellenwert von 50 Punkten wird jedoch weiterhin übertroffen mittlerweile bereits zum 41. Mal in Folge. Der sechste Indexrückgang in den vergangenen acht Monaten signalisiert einen langsameren Expansionsrhythmus der Industriekonjunktur. Für den Arbeitsmarkt wird eine anhaltend positive Situation in diesem Jahr erwartet. Die Arbeitslosenrate war auch in der ersten Jahreshälfte 2008 weiter rückläufig, während die Beschäftigtenzahl stieg. Swiss Issues 8

9 2.1 Regionale Konjunkturentwicklung Regionales Konjunkturbarometer Da auf kantonaler Ebene keine offiziellen Daten über das Bruttoinlandprodukt vorliegen, muss die Beurteilung der regionalen Konjunktur auf indirektem Weg erfolgen. Dazu haben wir für die Schweizer Kantone ein vierteljährliches Konjunkturbarometer entwickelt. Es handelt sich dabei um einen synthetischen Indikator, der auf folgenden Grössen beruht: gemeldete offene Stellen, Importe, Exporte, Logiernächte, Neuzulassungen von Fahrzeugen sowie Baubewilligungen und Baugesuche im Hochbau. Das Konjunkturbarometer spiegelt Tendenz und Wendepunkte der wirtschaftlichen Aktivität wider. Es ermöglicht jedoch nicht, Schlüsse über das Niveau der Wirtschaftstätigkeit zu ziehen oder genaue Prognosen zu erstellen. Demnach signalisiert eine Zunahme des Indikators eine Wachstumsbeschleunigung der Wirtschaft und eine Abnahme eine Wachstumsverlangsamung, aber nicht zwangsläufig eine Rezession. Den aktuellen Rand des Konjunkturbarometers bildet das erste Quartal Da das Barometer einen Vorlauf von einem Quartal besitzt, sind Prognosen bis zum zweiten Quartal 2008 möglich und somit eine aktuelle Beurteilung der konjunkturellen Situation in einer Region. Konjunkturverlauf in den Kantonen Genf und Waadt Die regionalen Konjunkturbarometer für den Kanton Genf und die gesamte Westschweiz folgen in ihren Tendenzen weitgehend der nationalen Konjunkturkurve, wobei die Bewegungen teilweise ausgeprägter sind als im Schweizer Durchschnitt (Abbildung 3). Vor allem im Jahr 2002 konnten die Westschweiz und insbesondere der Kanton Genf besser von den ersten Impulsen aus dem Ausland profitieren. Dies drückte sich durch eine Dynamik bei den Exporten aus, die vor allem in den Kantonen Genf und Waadt über dem schweizerischen Mittel lag. Zu Beginn des Jahres 2005 nahm der Konjunkturverlauf in der Westschweiz einen weniger dynamischen Verlauf als im nationalen Durchschnitt. Der Kanton Waadt erreichte den Wendepunkt sogar bereits im Laufe des Jahres. Der 2006 einsetzende Abschwung der Schweizer Konjunktur traf die Westschweiz nicht gleichermassen. Eine im Verlauf von 2007 wieder einsetzende Dynamik liess die Barometer der Westschweiz, des Kantons Genf sowie in geringerem Ausmass dasjenige des Kantons Waadt ansteigen, abgestützt durch eine positive Exportentwicklung und eine nach wie vor robuste Baukonjunktur. Erst im ersten Quartal 2008 verlangsamte sich das Wachstum auch in der Westschweiz und im Kanton Genf. Eine weitestgehend gegenläufige Entwicklung zum nationalen Verlauf lässt sich für den Kanton Waadt über die gesamte Beobachtungsperiode feststellen; am aktuellen Rand ist noch keine Verlangsamung der Dynamik feststellbar. Abbildung 3 Regionale Konjunkturbarometer Synthetische Indikatoren Westschweiz CH VD GE 1995 I 1996 I 1997 I 1998 I 1999 I 2000 I 2001 I 2002 I 2003 I 2004 I 2005 I 2006 I 2007 I 2008 I Quelle: Credit Suisse Economic Research Swiss Issues 9

10 Normalisierung der Baukonjunktur nicht in der gesamten Westschweiz Abbildung 4 zeigt die jüngste Entwicklung der einzelnen Indikatoren des Konjunkturbarometers für die Kantone Genf und Waadt. Die vorauslaufenden Baubewilligungen und -gesuche liefern seit dem zweiten Quartal 2007 Anzeichen für die nationale Abschwächung der Dynamik im Bausektor. Die Normalisierung der in den letzten Jahren überaus starken Baukonjunktur ist jedoch noch nicht bei allen Frühindikatoren der Westschweiz feststellbar. Am aktuellen Rand zeigen sich im Kanton Waadt Zuwächse bei den Bewilligungen. Im Kanton Genf kühlt sich hingegen die Baukonjunktur dem nationalen Trend folgend ab; die Zahlen der Datenreihe sind jedoch etwas verzerrt. Bei einigen grossen Projekten hat sich die Bewilligungsvergabe verzögert, so dass die Schere zwischen Gesuchen und Bewilligungen weit geöffnet ist. Zudem gelten für Projekte in Entwicklungszonen strengere Prüfungsauflagen, welche die ohnehin bestehende Verzögerung zwischen beiden Datenreihen zusätzlich beeinflussen. Zu den Besonderheiten des Genfer Wohnungsmarktes sei auf Kapitel 7.1 verwiesen. Abbildung 4 Regionale Konjunkturindikatoren Kantone Waadt und Genf Durchschnitt der letzten vier Quartale, Wachstum gegenüber Vorjahresperiode in Prozent, Arbeitslosenquote in Prozent Westschweiz Schweiz 2007 I 2007 II 2007 III 2007 IV 2008 I 2007 I 2007 II 2007 III 2007 IV 2008 I Offene Stellen 17.5% 18.1% 14.6% 14.7% 12.7% 26.3% 22.1% 19.3% 17.9% 15.5% Arbeitslosenquote 4.4% 3.8% 3.5% 3.7% 3.8% 3.2% 2.7% 2.5% 2.7% 2.7% Exporte von Waren 8.9% 9.0% 11.9% 11.9% 11.4% 11.1% 11.9% 11.3% 8.7% 6.3% Importe von Waren 4.5% 4.8% 6.5% 7.6% 8.6% 7.8% 7.9% 9.2% 6.3% 3.3% Baubewilligungen Hochbau -2.1% -3.3% -2.6% -0.8% 1.3% 3.4% 1.9% 0.6% -2.9% -5.1% Baugesuche Hochbau 6.6% 8.9% 7.0% 7.1% 6.1% 4.2% 2.1% -0.4% -1.2% -2.4% Logiernächte in der Hotellerie 5.5% 3.4% 4.1% 4.7% 6.1% 6.1% 4.6% 4.2% 4.3% 5.8% Neuzulassungen Fahrzeuge 1.7% 2.1% 6.3% 6.5% 7.4% 3.5% 2.5% 5.3% 4.9% 5.5% Waadt Genf 2007 I 2007 II 2007 III 2007 IV 2008 I 2007 I 2007 II 2007 III 2007 IV 2008 I Offene Stellen 26.3% 23.5% 22.3% 21.8% 21.2% 23.3% 24.2% 8.7% 11.2% 7.4% Arbeitslosenquote 4.6% 4.1% 3.9% 3.9% 4.1% 6.8% 6.3% 5.9% 6.0% 5.9% Exporte von Waren 5.4% 8.8% 12.6% 13.5% 12.1% 9.7% 6.4% 8.8% 9.3% 8.3% Importe von Waren 4.5% 6.4% 10.5% 11.3% 10.6% 9.9% 5.6% 4.7% 1.1% 2.5% Baubewilligungen Hochbau -6.5% -8.7% -4.4% -1.1% 5.8% 1.5% -1.4% -6.1% -8.0% -16.7% Baugesuche Hochbau 5.4% 9.7% 6.7% 5.2% -1.8% 29.5% 47.2% 42.8% 27.0% 12.1% Logiernächte in der Hotellerie 3.1% 2.0% 4.0% 3.1% 4.6% 9.8% 7.6% 5.8% 7.9% 6.8% Neuzulassungen Fahrzeuge -2.5% -0.2% 5.9% 5.1% 8.5% 3.3% 3.4% 5.8% 6.6% 7.5% Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS), Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), Schweizer Baublatt, Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) Auswirkungen der Personenfreizügigkeit auf Arbeitslosenquote? Die Arbeitslosigkeit in der Schweiz folgt grundsätzlich der konjunkturellen Entwicklung und ist im ersten Quartal 2008 auf 2.7% verblieben, was eine der niedrigsten Quoten in Europa darstellt. In der Schweiz bestehen allerdings kantonale Disparitäten im Bereich der Arbeitslosigkeit. Ein negativer Effekt der Personenfreizügigkeit auf die schweizerische Arbeitslosenquote ist im betrachteten Zeitraum nicht feststellbar. In Regionen mit starker Grenzgängerbeschäftigung ist jedoch nicht auszuschliessen, dass sich der Druck auf die Stellensuchenden durch das hohe Arbeitsangebot erhöht hat und die Arbeitslosenquote deswegen langsamer zurückgeht. Dies gilt insbesondere für Genf, da neben französischen Grenzgängern auch Pendler aus der Waadt als Arbeitskräftepotential zur Verfügung stehen. Trotz hohem Bildungsstand weist die Westschweiz eine deutlich höhere Arbeitslosigkeit auf als die übrigen Kantone der Schweiz auf. Die hohe Anzahl an offenen Stellen und Stellensuchenden weist auf eine erhöhte strukturelle Arbeitslosigkeit hin. Im Kanton Genf ist sie nicht nur mehr als doppelt so hoch als der nationale Durchschnitt, im ersten Quartal 2008 betrug sie 5.9%. Auch die durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit ist länger. Ein gewisses Swiss Issues 10

11 Umdenken in der Arbeitsmarktpolitik ist insofern feststellbar, als die befristeten Arbeitsmarktprogramme (emploi temporaire cantonal), nach deren Ablauf wieder eine Rahmenfrist eröffnet wurde, abgeschafft wurden. Swiss Issues 11

12 3 Standortqualität Länder, Regionen oder Kommunen konkurrieren in einem an Intensität zunehmenden Standortwettbewerb um Investoren, Arbeitsplätze und vor allem um das entsprechende Steueraufkommen. Vor dem Hintergrund eines ausgeprägten Strukturwandels und einer spürbaren Verschärfung des globalen Wettbewerbs sind es zunehmend die regionalen Standortfaktoren, welche nachhaltige Wettbewerbsvorteile schaffen. Der Pflege dieser Standortfaktoren ist daher aufgrund der gestiegenen Substitutionskonkurrenz zwischen den Regionen Aufmerksamkeit zu schenken. 3.1 Standortqualität der Schweizer Kantone Fünf Faktoren zur Beurteilung der Standortqualität Um die Standortqualität von Schweizer Kantonen und Regionen zu messen und miteinander zu vergleichen, haben wir einen Standortqualitätsindikator (SQI) entwickelt. Dieser Indikator beruht auf folgenden fünf Standortfaktoren: der Steuerbelastung sowohl von natürlichen als auch juristischen Personen, dem Ausbildungsstand der Bevölkerung, der Verfügbarkeit von Hochqualifizierten sowie der verkehrstechnischen Erreichbarkeit. Qualitative Standortfaktoren gewinnen zwar auch an Bedeutung, sind aber nicht oder nur schwer zu quantifizieren und unterliegen zumeist einem Werturteil, was deren Vergleichbarkeit erschwert. Aus diesem Grund werden sie in diesem Indikator bewusst nicht berücksichtigt. Im Fall von Standorten mit ausgeprägter touristischer Ausrichtung ist jedoch festzuhalten, dass solche qualitative Faktoren einen nicht unwesentlichen Teil ihrer Attraktivität ausmachen. Weder das im Metropolitanraum Genf-Montreux gebotene Alpenpanorama noch der Seeblick oder das milde Klima, die bedeutende Faktoren der Attraktivität der Genferseeregion darstellen, können in diesem Indikator berücksichtigt werden. Abbildung 5 Standortqualität der Schweizer Kantone 2008 Synthetischer Indikator, CH = ZG ZH NW OW GE SZ AG BS TG BL AR SH AI SO VD -1.0 SG LU BE TI GL FR GR UR VS NE JU -2.0 Quelle: Credit Suisse Economic Research Für die Steuerbelastung der natürlichen Personen werden sowohl das Niveau wie auch die Progression der Einkommens- und Vermögenssteuern berücksichtigt. Die Steuerbelastung von juristischen Personen beruht auf einer Auswertung der Reingewinn- und Kapitalsteuern. Der Ausbildungsstand der Bevölkerung wird durch den Anteil der Personen an der Bevölkerung im Alter zwischen 19 und 69 Jahren gemessen, welche mindestens eine abgeschlossene Berufslehre aufweisen. Für die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften wird der Anteil der Bevöl- Swiss Issues 12

13 kerung zwischen 25 und 69 Jahren berücksichtigt, der über eine Ausbildung auf Tertiärstufe verfügt. Die verkehrstechnische Erreichbarkeit wird für den motorisierten Individualverkehr und für den öffentlichen Verkehr berechnet. Neben den Fahrzeiten zwischen den einzelnen Gemeinden bzw. Verkehrsknoten wird dabei auch das zugehörige Potential an Einwohnern und Arbeitsplätzen berücksichtigt. Die daraus resultierende Bewertung kann als Summe der Vorteile verstanden werden, die sich aus der Nähe zu Ballungsräumen ergeben. Beim Standortqualitätsindikator handelt es sich um einen relativen Index, bei welchem der Wert für die ganze Schweiz bei Null liegt. Positive Werte weisen auf eine höhere, negative Werte auf eine tiefere Standortqualität im Vergleich zum gesamtschweizerischen Durchschnitt hin. Zunehmende Polarisierung der Standorte In Abbildung 5 sind die Werte des Standortqualitätsindikators der Schweizer Kantone für das Jahr 2008 abgebildet. Ein Wert in der Bandbreite zwischen +0.3 und -0.3 kann als im Schweizer Mittel liegend interpretiert werden. Das Schweizer Mittelfeld umfasst mittlerweile acht Kantone. Die Polarisierung der Standorte hat sich seit 2004 verstärkt, ist das Mittelfeld doch um drei Kantone geschrumpft. Grund dafür sind in erster Linie Attraktivitätsgewinne infolge der Steuersenkungen. Die höchste Bewertung erhält Zug, gefolgt von Zürich. Nidwalden liegt auf dem dritten Rang der Kantone, dicht gefolgt vom Kanton Obwalden. Mit einem Gewinn von neun Rängen gegenüber 2004 ist Obwalden der Kanton, welcher mit Abstand am meisten aufgeholt hat. Die Placierung von vier Zentralschweizer Kantonen in den sechs obersten Rängen widerspiegelt die grosse Attraktivität dieser Grossregion. Der Kanton Genf konnte sich trotz hoher Steuerbelastung den fünften Rang sichern und weist insgesamt eine überdurchschnittlich hohe Standortqualität auf. Der Kanton Waadt belegt hingegen den 15. Rang mit einer durchschnittlichen Bewertung. Am Ende der Rangliste folgen die Kantone mit einer anspruchsvollen Topographie und grosser räumlicher Distanz zu den grossen Zentren im In- und Ausland. Zielgerichtete Investitionen in Bildung und Verkehrsinfrastruktur sowie steuerliche Entlastungen sind mögliche Optimierungsmassnahmen. Sie gelten jedoch nicht a priori für alle Regionen als Erfolgsrezept. Dass eine anspruchsvolle Topographie nebst Nachteilen im Standortwettbewerb auch als Chance genutzt werden kann, zeigt etwa das Beispiel der erfolgreichen Tourismuskantone Graubünden und Wallis. 3.2 Standortqualität im regionalen Vergleich Hohe Heterogenität in kantonaler Betrachtung Überdurchschnittlich hohe Standortqualität im Metropolitanraum Die kantonale Ebene stellt eine suboptimale Einheit dar, um die Standortqualität und ihre Komponenten zu bemessen. Für kleinere, homogene Kantone mag diese Gliederung ein gutes Abbild geben, in grösseren und durch Vielseitigkeit geprägten Kantonen entsteht durch die Aggregation der Werte stärkerer und schwächerer Gebiete hingegen ein Informationsverlust. Dies trifft insbesondere für das Waadtland zu, da neben Zentren auch rurale Gebiete mit Abwanderungstendenzen (Pays d'enhaut, La Vallée) zusammengefasst werden. Die Gliederung nach Wirtschaftsregionen, welche unabhängig von hoheitsrechtlichen Grenzen bestimmt werden, vermag die wirtschaftlichen Phänomene und die räumliche Struktur am besten zu veranschaulichen und wird der Vielfältigkeit heterogener Kantone und Wirtschaftsräume besser gerecht. Die Regionen des Metropolitanraumes Genf-Montreux weisen eine überdurchschnittlich hohe Standortqualität auf und nehmen Ränge des ersten Drittels aller 110 Schweizer Wirtschaftsregionen ein, was diesem Raum zu einer hohen Attraktivität im Vergleich zu den angrenzenden Gebieten der Westschweiz verhilft (Abbildung 6). Die Betrachtung der einzelnen Standortfaktoren gibt Aufschluss über die Gründe für die Gesamteinschätzung der Standortqualität (Abbildung 7). Die Regionen des Metropolitanraumes Genf-Montreux weisen alle ein ähnliches Standortprofil auf; die Homogenität der geschaffenen Region begründet somit auch eine von politischen Grenzen unabhängige Betrachtung eines gemeinsamen Metropolitanraumes. Swiss Issues 13

14 Abbildung 6 Standortqualität ausgewählter Wirtschaftsregionen 2008 Synthetischer Indikator, CH = 0 SQI Metropolitanraum Genf-Montreux km Quelle: Credit Suisse Economic Research, Geostat Besonders hervorzuheben ist der relativ hohe Ausbildungsstand der Bevölkerung in diesem Raum sowie die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten. Weniger erfreulich ist hingegen die überdurchschnittlich hohe Besteuerung der juristischen Personen. Der Bonny-Beschluss für Steuererleichterungen bei juristischen Personen in sogenannten wirtschaftlichen Erneuerungsgebieten, der in unserem Indikator nicht berücksichtigt wird, griff jedoch bisher in den Regionen Lausanne, Morges/Rolle und Vevey/Lavaux, was als Attraktivitätsfaktor bei der Standortwahl von Unternehmen ausgespielt wurde. Mit der Verabschiedung des neuen Bundesgesetzes über Regionalpolitik entfallen diese Regionen zwar aus den begünstigten Gebieten, profitieren aber weiterhin in einer Übergangsfrist von drei Jahren von den Steuererleichterungsmöglichkeiten. Zwei Faktoren zur Erfassung des Bildungsniveaus zwei Faktoren zur Bemessung der Steuerbelastung Das Vorhandensein von gut und hochqualifizierten Arbeitskräften ist aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für in der Schweiz ansässige Unternehmungen ein bedeutendes Standortkriterium. So sind Unternehmen aufgrund hoher Faktorkosten gezwungen, eine hohe Wertschöpfung zu leisten. Die Produktion wertschöpfungsintensiver Güter und Dienstleistungen erfordert ein hohes Qualifikationsniveau der Mitarbeiter. In den betrachteten Regionen ist die Verfügbarkeit von Hochqualifizierten überdurchschnittlich, und der Ausbildungsstand der Bevölkerung liegt hauptsächlich im Schweizer Mittel, mit überdurchschnittlichen Werten in den Regionen Nyon und Morges/Rolle. Die zunehmende Entflechtung von Wohn-, Studien- und Arbeitsort erlaubt zwar keine direkten Rückschlüsse zwischen Einrichtungen der Universitäten Lausanne und Genf sowie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) und einer überdurchschnittlichen Verfügbarkeit von Hochqualifizierten. Ein breites Ausbildungsangebot beeinflusst allerdings sicherlich die Verwurzelung der Jugendlichen und verhindert zumindest zum Teil die Abwanderung zu Ausbildungszwecken. Auch zu Weiterbildungszwecken können Unternehmen von Hochschulangeboten profitieren. Die Studentenzahlen sind in diesen Einrichtungen seit 1990 um rund 32% gewachsen, während Zürich in diesem Zeitraum lediglich ein Plus von 15% erzielte. Die Nachfrage nach spezialisierten Arbeitskräften lässt sich aber oft nicht alleine durch die bereits ansässige Erwerbsbevölkerung abdecken. Vielmehr müssen Unternehmen auch Arbeitskräfte aus anderen Regionen der Schweiz anwerben. Die steuerliche Belastung der natürlichen Personen ist daher neben anderen Faktoren der Wohnattraktivität auch aus Sicht der Unternehmen relevant. Der Wettlauf um Steuersubstrate entwickelt sich vor allem kleinräumig oder Swiss Issues 14

15 innerhalb von Grossregionen bzw. Wirtschaftsräumen. Während die Besteuerung der natürlichen Personen im Kanton Waadt im schweizerischen Durchschnitt liegt, ist die gleiche Veranlagung im Kanton Genf überdurchschnittlich hoch. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Ende der neunziger Jahre ein interkantonaler Steuerstreit über die Besteuerung von Pendlern zwischen Genf und Waadt aufkam, sind im Waadtland doch sehr viele vermögende Steuerzahler enteilt, deren Arbeitsort in Genf liegt. ein Faktor zur Bewertung der verkehrstechnischen Erreichbarkeit Unmittelbare Auswirkungen auf die Attraktivität der Region als Wirtschafts- und Wohnort hat die verkehrstechnische Erreichbarkeit. Die Entflechtung von Wohn- und Arbeitsort, die zunehmende geographische Trennung von Produktionsprozessen sowie die globale Ausrichtung vieler Märkte haben die Mobilitätsbedürfnisse von Privaten und Unternehmen stark erhöht. Der verkehrstechnischen Erreichbarkeit einer Region kommt daher eine stetig wachsende Bedeutung zu. Die gute Verkehrsanbindung am Auto- und Eisenbahnnetz resultiert im Metropolitanraum Genf- Montreux in Erreichbarkeitswerten, die mindestens im Schweizer Mittel liegen. Abbildung 7 Standortfaktoren ausgewählter Wirtschaftsregionen 2008 Synthetische Indikatoren, CH = 0, Steuerbelastung per Lausanne Morges/Rolle Nyon Vevey/Lavaux Genf Stärke Schwäche CH-Mittel Steuerbelastung der natürlichen Personen Steuerbelastung der juristischen Personen Ausbildungsstand der Bevölkerung Verfügbarkeit von Hochqualifizierten Verkehrstechnische Erreichbarkeit Quelle: Credit Suisse Economic Research Kleinräumiger Steuerwettbewerb Geringer Steuerwettbewerb in der Westschweiz Aufgrund der relativ hohen Steuerbelastung in Genf drängt sich die Frage auf, welche Massnahmen ergriffen wurden, um sich im Wettlauf um Steuersubstrate gegen die angrenzenden Waadtländer Gebiete sowie weitere Konkurrenzstandorte behaupten zu können. Empirisch lässt sich nämlich feststellen, dass je niedriger die Steuerbelastung in den Nachbarkantonen ist, desto stärker der Anreiz wirkt, die eigenen Steuern zu senken, insbesondere im Bereich der gehobenen mittleren und hohen Einkommen. So wurden auf Ebene der natürlichen Personen Ende 2007 die Volksinitiativen zur Steuererhöhung in den mittleren und hohen Steuerklassen abgelehnt (Ablehnung der Initiative "Streichung der ab 2000 gewährten Erleichterung bei der Einkommenssteuer", "Erhöhung der Vermögenssteuer für hohe Vermögen"). Entgegenwirkend ist jedoch das neue Verfahren zur Bestimmung des Eigenmietwertes, welches die Preise grundsätzlich angehoben hat. Auch im Wettbewerb um Steueraufkommen von juristischen Personen wurden Massnahmen zur Steuersenkung beschlossen: über die ersten drei Jahre sieht der Kanton Genf Erleichterungen bei der Kapitalbesteuerung von neuen und neu zugezogenen Unternehmen vor. Nicht zuletzt lassen sich bei der Abstimmung zur Unternehmenssteuerreform II Anfang 2008 grundsätzlich Bestrebungen zur Steuererleichterung erkennen. Während die Steuerreform in der Westschweiz insgesamt abgelehnt wurde, hat man sie im Bezirk Genf zusammen mit Nyon und Lavaux-Oron angenommen. Gesamtschweizerisch betrachtet spielt der Steuerwettbewerb in der ganzen Westschweiz allerdings weniger stark als in den übrigen Regionen der Schweiz (Abbildung 8). Viele Deutschschweizer Kantone und das Tessin konkurrieren im vierten Quadranten mit einer unterdurch- Swiss Issues 15

16 schnittlichen Steuerbelastung um Steuersubstrate. In Westschweizer Gebieten hingegen spielt der Steuerwettbewerb weniger stark. Bereits eine geringfügige Senkung der Besteuerung der natürlichen oder der juristischen Personen reicht aus, um sich von den anderen Regionen abzugrenzen. Abbildung 8 Steuerbelastung ausgewählter Regionen per Synthetische Indikatoren, CH = 0; positive Werte kennzeichnen eine überdurchschnittlich hohe Steuerbelastung Steuerbelastung der natürlichen Personen III UR TG AR SG VS BE Glâne/Veveyse I La Sarine Genf La Gruyère Sense BS LU SO Murten La Broye Gros-de-Vaud Pays d'enhaut Morges/Rolle Yverdon BL Aigle TI AG SH La Vallée GR Lausanne Nyon Vevey/Lavaux AI SZ ZH NW OW ZG IV Steuerbelastung der juristischen Personen II Quelle: Credit Suisse Economic Research Steuerbelastung versus frei verfügbares Einkommen Der reine Vergleich der Steuerbelastungen vernachlässigt die Tatsache, dass hohe Immobilienpreise in steuergünstigen Regionen grosse Teile der Steuerersparnis kompensieren (siehe auch Abbildung 40). Ausserdem fallen die regionalen Unterschiede bei weiteren Ausgabenarten, etwa den Krankenkassenprämien, stärker ins Gewicht als allgemein vermutet. Zur umfassenden Beurteilung der finanziellen Vor- und Nachteile einzelner Wohnregionen hat die Credit Suisse einen Indikator entwickelt, der das frei verfügbare Einkommen misst. Der RDI-Indikator (Regional Disposable Income) für die Kantone bewegt sich zwischen dem maximalen Wert von 1.70 und dem Minimum von Es handelt sich um einen synthetischen Indikator, welcher für die Schweiz einen Mittelwert von 0 annimmt. Positive Werte kennzeichnen höhere, negative Werte tiefere frei verfügbare Einkommen im Vergleich zum gesamtschweizerischen Durchschnitt. Abbildung 9 zeigt die Werte des RDI-Indikators in den Schweizer Kantonen. Den höchsten Wert erreicht der Kanton Appenzell Innerrhoden, welcher von einer geringen Steuerbelastung kombiniert mit tiefen Wohnkosten und tiefen Krankenkassenprämien profitiert. Ebenfalls vorteilhaft können sich die etablierten Tiefsteuerkantone Schwyz, Nidwalden und Zug positionieren. Die Abbildung verdeutlicht jedoch, dass Steuervorteile alleine nicht ausreichen, um den Spitzenplatz beim verfügbaren Einkommen zu erreichen. Die hohe Nachfrage nach Wohnimmobilien hatte in den Tiefsteuerkantonen Preissteigerungen zur Folge, welche sich in Form von überdurchschnittlich hohen Wohnkosten stark negativ auf das verfügbare Einkommen auswirken. Dennoch scheint es, dass die Immobilienpreise in den steuerlich attraktivsten Kantonen noch nicht ein Niveau erreicht haben, welches sie für bestimmte Haushalte unattraktiv macht. In den oberen Rängen findet sich eine Reihe von Kantonen, welche in Bezug auf die Steuerbelastung im Mittelfeld oder sogar im hinteren Teil der Rangliste liegen, aber in ihren vergleichsweise günstigen Wohnkosten und bei anderen Ausgabenposten Vorteile aufweisen. Günstige Wohn- und Gesundheitskosten verhelfen allen voran dem Kanton Glarus zu einem Spitzenrang. Zentrumskantone und Zentrumslasten Das Ergebnis für Genf zeigt die Problematik der Zentrumskantone auf eindrückliche Weise. Eine grosse wirtschaftliche Wertschöpfung sowie eine überregionale Ausstrahlung bringen nicht nur Vorteile, sondern auch Zentrumslasten mit sich. Kosten, die Zentren tragen (z.b. in den Bereichen Sozialwesen, Gesundheit, Verkehrsinfrastruktur, Kultur etc.), kommen direkt oder indirekt den Einwohnern der Umlandregionen zugute. Die ohnehin bestehenden hohen Wohnkos- Swiss Issues 16

17 ten der Zentren schlagen sich in Kombination mit einer hohen Steuerbelastung zudem stark negativ in den Haushaltsbudgets nieder. Die schweizweit tiefsten RDI-Werte werden daher in den Haushalten der Kantone Basel-Stadt und Genf erzielt, wobei die Kleinräumigkeit dieser Stadtkantone das Ergebnis zusätzlich verschärft. Trotz der hohen Wohnkosten kann sich Zürich mit seiner vergleichsweise tiefen Steuerbelastung sowie tieferen Krankenversicherungsprämien unter den Zentrumskantonen am besten placieren. Das Waadtland kann sich im Mittelfeld der Zentrumskantone positionieren. Abbildung 9 Frei verfügbares Einkommen in den Schweizer Kantonen 2006 RDI-Indikator, CH = AI SZ NW GL ZG AR OW TG VS UR GR AG SH SG JU SO TI FR LU ZH BE NE VD BL BS -3.0 GE Quelle: Credit Suisse Economic Research Swiss Issues 17

18 4 Bevölkerung und Einkommen Struktur und Entwicklung der Bevölkerung sind wichtige Aspekte regionaler Entwicklung. Kennzeichnend für die Bevölkerungsentwicklung in der Schweiz und anderen Industrieländern sind seit Jahren stagnierende Geburtenraten, wodurch das natürliche Bevölkerungswachstum verringert wird. Demgegenüber hat die Migration für die Bevölkerungsentwicklung an Bedeutung gewonnen. Neben dem Ausmass der Migration ist dabei auch von Relevanz, wie sie die Bevölkerungsstruktur verändert. Je nach Ausbildung, Berufsstand und Haushaltsstruktur der zuziehenden oder abwandernden Bevölkerung wird die regionale Entwicklung des Durchschnittseinkommens, des Steuersubstrats und des Arbeitsmarktpotentials beeinflusst. Eine veränderte Nachfrage in bestimmten Immobiliensegmenten kann ebenfalls Folge solcher selektiver Migrationsbewegungen sein. 4.1 Bevölkerungsentwicklung Hohe Wohnattraktivität des Metropolitanraumes Die Bevölkerung der Schweiz ist im Zeitraum von 1996 bis 2006 kontinuierlich gewachsen. Für die gesamte Schweiz betrug der Zuwachs in diesem Zeitraum 0.6% pro Jahr. Alle betrachteten Westschweizer Regionen können mit der durchschnittlichen Schweizer Bevölkerungsdynamik Schritt halten bzw. diese übertreffen (Abbildung 10). Der Metropolitanraum Genf-Montreux weist mit seinen 0.9% pro Jahr insgesamt eine höhere Dynamik als im Schweizer Durchschnitt auf. Die grössten Zuwächse in diesem Raum verzeichneten die Regionen Nyon, Morges/Rolle und Genf. Die übrigen Regionen Vevey/Lavaux und Lausanne erreichten geringere Zuwächse, wobei Lausanne nur knapp mit dem Landesdurchschnitt mithalten konnte. Eine etwa 2001 einsetzende steigende Dynamik verhalf den Regionen Aigle und Monthey/St-Maurice zu einer ausserordentlichen Bevölkerungsentwicklung. Abbildung 10 Bevölkerungsdynamik Index 1996 = 100 Abbildung 11 Bevölkerungsprognose Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in Prozent Lausanne Morges/Rolle Nyon Vevey/Lavaux Aigle Monthey/St-Maurice Genf Metropolitanraum Genf-Montreux Schweiz Bevölkerungsentwicklung -1.29% % -0.67% % -0.05% % 0.56% % 1.18% % Metropolitanraum Genf-Montreux km Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Quelle: Credit Suisse Economic Research, Bundesamt für Statistik (BFS), Geostat Anhaltend überdurchschnittliches Wachstum der Bevölkerung Abbildung 11 zeigt unsere Bevölkerungsprognose bis Dargestellt sind die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten in einem grösseren regionalen Kontext. Gemäss unserer Prognose wird die Schweizer Bevölkerung durchschnittlich um 0.55% pro Jahr wachsen. Die Entwicklung in den einzelnen Regionen unterscheidet sich allerdings beträchtlich. Wachsenden Zentren und Agglomerationen stehen periphere Gebiete mit Abwanderungstendenzen gegenüber. Der Metropolitanraum Genf-Montreux wird in weiten Teilen überdurchschnittlich wachsen, was von einer steten Wohnattraktivität zeugt. Die stärkste Dynamik wird dabei in den Regionen Nyon und Morges/Rolle erwartet. In unmittelbarer Nähe zu diesem Metropolitanraum werden Swiss Issues 18

19 sich zudem Regionen wie das Gros-de-Vaud, Glâne/Veveyse, Aigle oder Monthey/St-Maurice als Ausweichgebiete zu den von Bevölkerungs- und Immobilienpreisdruck gekennzeichneten Wohnlagen am Genfersee etablieren. 4.2 Altersstruktur und Kohortenwachstum Die Altersstruktur ist sowohl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf als auch ihres Erklärungsgehalts für die Situation und Entwicklung einer Region von Bedeutung. Die Analyse der Abweichung einzelner Alterskohorten vom Schweizer Mittel zeigt die regionale Wohnattraktivität für bestimmte Bevölkerungsgruppen nach ihrem Lebenszyklus. So ermöglicht sie einen Rückschluss auf Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region selbst sowie die Erreichbarkeit von Arbeitsmärkten in Pendeldistanz. Aussagekräftig sind hierbei insbesondere die Bevölkerungsanteile nach ihrem Lebensabschnitt im Erwerbsleben. Dabei lassen sich die Phasen von Ausbildung, Berufsstart, etablierter Berufstätigkeit sowie Pensionsalter unterscheiden. Zentren und Wohngebiete Im Vergleich zum Landesdurchschnitt fällt auf, dass der Metropolitanraum Genf-Montreux einen überdurchschnittlichen Bevölkerungsanteil an Jährigen aufweist (Abbildung 12). Berufstätige des ersten Erwerbsabschnittsalters sind daher übervertreten. Die zudem leicht überdurchschnittliche Anzahl an Kindern lässt vermuten, dass sich überwiegend junge Familien im Metropolitanraum ansiedeln. Innerhalb des Raumes nehmen jedoch die verschiedenen Wirtschaftsregionen unterschiedliche Funktionen wahr. Die Nähe zu Genf als Arbeitsmarktzentrum, die tiefere Steuerbelastung und der erhöhte Raumbedarf von Familien bewirken, dass Nyon vor allem die Funktion als Wohnregion für etablierte Berufstätige mit Kindern wahrnimmt. Bedingt durch ihre Zentrumsfunktion siedeln sich vorwiegend kinderlose Berufstätige des ersten Erwerbabschnittalters in Genf und Lausanne an. Das milde Klima, der Weinbau und die Beschaulichkeit von Vevey/Lavaux hingegen machen die Region zum bevorzugten Wohngebiet für Personen im Rentenalter. Abbildung 12 Altersstruktur 2006 Abweichung des Bevölkerungsanteils der Kohorten vom Schweizer Mittel Abbildung 13 Kohortenwachstum im Metropolitanraum Wachstum der 5-Jahres-Kohorten von 2001 in Prozent 15.0% % 5.0% % % -10.0% Metropolitanraum Genf-Montreux Genf Vevey/Lavaux Nyon Morges/Rolle Lausanne -15.0% -20.0% -25.0% % -4.0% -3.0% -2.0% -1.0% 0.0% 1.0% 2.0% 3.0% 4.0% CH Metropolitanraum Genf-Montreux Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Quelle: Bundesamt für Statistik (BFS) Bevölkerungsentwicklung nach Altersklassen Die Entwicklung der Alterskohorten von 2001 in Abbildung 13 zeigt, wie sich Bevölkerungsgruppen gleichen Alters im Metropolitanraum Genf-Montreux zwischen 2001 und 2006 im Vergleich zum nationalen Durchschnitt entwickelt haben. Schwankungen der Kohorten sind durch Wanderungsbewegungen sowie Geburten- und Sterberaten bedingt und widerspiegeln die Attraktivität dieser Region für bestimmte Altersgruppen. Der Vergleich mit der Schweiz macht deutlich, inwieweit die Region von den generellen demographischen Entwicklungen abweicht. Grundsätzlich folgt die Entwicklung im Metropolitanraum Genf-Montreux dem nationalen Muster. Die Attraktivität des Arbeitsmarktes kann sowohl mit der Entwicklung der Berufseinsteiger als auch mit der Wachstumsrate von Jugendlichen im Ausbildungsalter belegt werden und wider- Swiss Issues 19

20 spiegelt die Stärke des Wirtschaftsstandortes. Das überdurchschnittliche Wachstum der Bevölkerungsgruppen der Jährigen und der Kinder lässt auf einen Familienzuzug schliessen, der sich sowohl auf den Alterslastquotienten als auch zum Teil auf die regionalen Hauhaltseinkommen positiv auswirkt. Junger Metropolitanraum Bedingt durch die relativ junge Bevölkerungsstruktur im Metropolitanraum sowie die Entwicklung der Alterskohorten von 2001 ist zu erwarten, dass die demographische Alterung weniger stark voranschreiten wird als in anderen Regionen. Zur Beurteilung der Alterung wird zusätzlich der Alterslastquotient herbeigezogen (Abbildung 14). Als spezifisches Mass beschreibt dieser Quotient das Verhältnis der Bevölkerung im Rentenalter zu der im Erwerbstätigenalter. Er ist damit sowohl ein Mass für den Grad der demographischen Alterung als auch für das regionale Arbeitskräftepotential. Der Alterslastquotient in der Schweiz betrug , d.h. dass rund vier Personen im Erwerbstätigenalter einer Person im Rentenalter gegenüberstanden. Wie bereits aus der Bevölkerungsstruktur ersichtlich, weisen die Regionen des Metropolitanraumes einen geringeren Alterslastquotienten als der Landesdurchschnitt auf, ausser Vevey/Lavaux, das für Rentner besonders attraktiv ist. Abbildung 14 Alterslastquotient 2006 und Kohortenwachstum Alterslastquotient Metropolitanraum Genf-Montreux Kohortenwachstum km Quelle: Credit Suisse Economic Research, Bundesamt für Statistik (BFS), Geostat 4.3 Mobilität Mobilität drückt sich einerseits in Strömen von Pendlern und Grenzgängern aus, andererseits schlägt sie sich auch in Migrationsbewegungen nieder. Ausmass und räumliche Verteilung der Wanderungsströme beeinflussen in entscheidendem Ausmass das regionale Wachstumspotential. Die soziodemographischen Eigenschaften der Zu- und Wegzüger sind ebenso wichtig wie das Migrationssaldo und bestimmen gemeinsam sowohl die Entwicklung der Haushaltseinkommen als auch in der Folge das Steuersubstrat. Migrationsmagnet Genf Abbildung 15 zeigt die Entwicklung des Migrationssaldos im Metropolitanraum Genf-Montreux. Während 1996 die Wirtschaftsregion Genf noch einen negativen Saldo aufwies, entwickelte sie sich bis 2006 zum Gebiet mit den grössten Migrationsgewinnen. Eine ähnliche Entwicklung hat die andere Zentrumsregion des Metropolitanraumes, Lausanne, durchgemacht, während Nyon, Morges/Rolle und Vevey/Lavaux über den Betrachtungszeitraum bei ihren Migrationsbewegun- Swiss Issues 20

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