Denk mit! Zwerge Pädagogisches Konzept Kinderkrippe

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1 Denk mit! Zwerge Pädagogisches Konzept Kinderkrippe Karin Bader Die Diplom-Sozialpädagogin war vor der Eröffnung der Denk mit! Kinderbetreuungseinrichtungen beim Studentenwerk München für den Bereich Kinderbetreuung verantwortlich. Dort war es ihre Aufgabe, Kinderkrippen für studierende Eltern zu gründen und über einen eigenen Trägerverein zu führen. Neben der Eröffnung von 14 Kinderkrippen war sie auch für die Auswahl und Fortbildung der Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen, sowie für die Erstellung und Weiterführung der pädagogischen Konzeption zuständig. Seit nunmehr 20 Jahren betreibt Karin Bader mit großem Erfolg Lernstudios, eine mehrklassige Privatschule und in privater Trägerschaft Kindergärten, Vorschulkindergärten und Kinderkrippen. Einleitung Karin Bader Pädagogische Leiterin und Geschäftsführerin Denk mit! Einrichtungen In unseren Kinderkrippen sehen wir die Kinder als aktive Mitgestalter. Sie können ihre Bedürfnisse äußern und sollen die Umwelt mit Neugier und Interesse erkunden. Wir freuen uns darauf, jedes Kind mit seinem Temperament und seinen Begabungen, mit seinen Stärken und in seinem ganz eigenen Entwicklungstempo ganzheitlich zu fördern. Auf der Basis einer optimalen Kinderbetreuung sollen Eltern die Möglichkeit haben, Familie und Beruf miteinander vereinbaren zu können. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass die Eltern stets die Gewissheit haben, dass sich ihre Kinder in unseren Kinderkrippen wohlfühlen. Unsere Kinderkrippen sind Orte, an denen soziales Miteinander und Bildung gefördert werden und die Kinder sich geborgen fühlen können. Dabei sollen die Kinder vor allem im Spiel ihre sozialen, kognitiven, kreativen, motorischen, emotionalen und sprachlichen Fähigkeiten intensivieren und weiter ausbauen können. Träger Denk mit! ist ein führender privater Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern mit zahlreichen Standorten in den Städten Augsburg und München, in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg sowie in Baden-Württemberg.

2 Über unsere Krippeneinrichtungen Die ersten drei Lebensjahre sind von großer Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. In dieser Zeit entstehen die Basiskompetenzen, wie soziale Kompetenz, sprachliche Kompetenz, Kreativität und Musikalität, die das Kind einerseits hat und andererseits auch gefördert werden müssen. Hier werden die Grundlagen für ein lebenslanges Lernen in der frühkindlichen Bildung gelegt. Die soziale Einstellung, die Lernbereitschaft und die Entwicklung der gesamten Persönlichkeit hängen von den ersten Erfahrungen des Kindes ab. Unsere Kinderkrippe bietet somit eine wesentliche Ergänzung zur Erziehung in der Familie. Qualitätssicherung Das Team der Denk mit! Zwerge arbeitet nach den Vorgaben des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes. Unseren Auftrag erhalten wir über das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG). Außerdem arbeiten wir nach der pädagogischen Rahmenkonzeption für die Kinderkrippen der Landeshauptstadt München. Im Laufe der nächsten Jahre werden wir dieses Konzept weiter ausbauen und unsere praktischen Erfahrungen einbringen um den hohen Standard der Denk mit! Zwerge erhalten und weiterentwickeln zu können. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen werden dies zudem garantieren. Außerdem führen wir in regelmäßigen Abständen Elternbefragungen in Form von Fragebögen durch, die eine wichtige Reflexion unserer Arbeit darstellt. Qua litätssicherung Unser multiprofessionelles Team Dies ist die Basis für eine gute Zusammenarbeit in der gegenseitigen Achtung und Anerkennung, im guten kollegialen Umgang und in der Ehrlichkeit und Offenheit. Die Basis für eine gute Zusammenarbeit und für eine herzliche Atmosphäre in der Krippe. In regelmäßigen Teamsitzungen werden alle inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben besprochen. Während jede Gruppenleiterin gemeinsam mit ihrem Team die gruppeninternen Aktionen und Schwerpunkte bespricht, werden ebenso Ideen für gruppenübergreifende Projekte vorgestellt und abgestimmt. Heilpädagogen, Sprachtherapeuten und eine Psychologin ergänzen das Team und unterstützen die BetreuerInnen bei entwicklungs- und verhaltenstherapeutischen Fragen. So wird in regelmäßigen Abständen der Entwicklungsstand jedes Kindes reflektiert und das erzieherische Verhalten abgestimmt. Neben den Inhouse-Fortbildungen erhalten alle Kolleginnen die Möglichkeit an externen Fortbildungen teilzunehmen.

3 Unsere Krippe als Impulsgeber Kinder sollen ihr Umfeld erfahren, erleben, erspielen und erlernen. Die Umgebung ist somit ihr Lernfeld, welches ihnen stets neue Impulse gibt und die Basis für die bestmögliche Entwicklung darstellt. Klar strukturierte und einfache, leicht verständliche Abläufe geben den Kindern die Sicherheit, mit der sie ihre individuelle Persönlichkeit nach ihren Möglichkeiten (rollen, robben, krabbeln, laufen, rennen...) voll entfalten können. Dabei ermutigen wir das Kind in seinen Handlungen. Jedes Kind braucht Bestätigung und Rückhalt für sein Handeln und Verhalten, damit es in seinem Streben nach Selbstständigkeit bestärkt wird und immer eigenständiger und besser für sich sorgen kann. Es lernt, sich selbst umso mehr zuzutrauen, je mehr ihm die bedeutsamen Bezugspersonen zutrauen. Die feste Bezugsperson Für das seelische und körperliche Wohlbefinden des Kindes ist es wichtig, sich an einer festen Bezugsperson zu orientieren. Schon während der Eingewöhnungszeit übernimmt eine der BetreuerInnen diese besondere Position für das Kind und so kann sich zwischen Kind und Erzieherin eine stabile Beziehung entwickeln. Dabei erobert das Kind die Welt auf seine Weise. Mit Anregungen und Orientierungshilfen unterstützt die Erzieherin jedes Kind in seinem Bestreben, die eigenen Bewegungs-, Erfahrungs- und Fähigkeitshorizonte beständig zu erweitern und sich so seiner wachsenden Fähigkeiten und Kräfte zu vergewissern. Eigene Vorlieben, zum Beispiel für bestimmte Bewegungsabläufe, Sinnesreize, Situationen, Materialien, Gegenstände oder Eigenschaften von Personen bieten dem Kind eine innere Ausrichtung und helfen ihm bei der Auswahl der Anforderungen, denen es sich stellen möchte. Eine große Rolle spielt dabei das Vorbild des Erwachsenen, an denen sich die Kinder von sich aus orientieren, wenn sie z.b. ihre Aussprache, Mimik, Gestik nachahmen und schöpferisch in ihre eigenen Aktivitäten einbinden.

4 Die Eingewöhnung damit es sicher klappt Der erste Tag in der Kinderkrippe ist für die Kinder und die Eltern ein wichtiges Ereignis und ist meist der Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Manchmal bedeutet es für das Kind die erste Trennung vom Elternhaus. In dieser Zeit ist es für Kinder und Eltern wichtig, sich an die neue Situation zu gewöhnen. Diese Erfahrung beeinflusst weitere Neuanfänge im Leben. Unser Ziel in der Eingewöhnung ist es, Eltern und Kind in langsamen Schritten an den Alltag in unserer Kinderkrippe heranzuführen und damit vertraut werden zu lassen. Vor der Eingewöhnungszeit in der Kinderkrippe findet ein intensives Kennenlerngespräch statt. Die Eltern geben der Erzieherin wichtige Informationen über die bisherige Entwicklung und Gewohnheiten ihres Kindes und können sich über den Ablauf und den Alltag in der Krippe erkundigen. Dieses ausführliche Gespräch, dient auch dazu, Erwartungen abzuklären und sich gegenseitig kennen zu lernen. Wichtig ist uns dabei, die Gewohnheiten des Kindes zu erfahren, um sensibel darauf aufbauen zu können und damit Sicherheit und Vertrauen herzustellen. Schritt für Schritt wird die neue Umgebung mit länger werdender Abwesenheit der Eltern und der Begleitung einer wichtigen, vertrauten Person vom Kind erobert. Ebenso können auch die Eltern das Vertrauen in die verantwortlichen Personen der Krippeneinrichtung aufbauen. Zu Beginn ist es wichtig, das Kind stundenweise an die neue Situation zu gewöhnen. Dabei sollten sich die Eltern Zeit nehmen, gemeinsam mit ihrem Kind die Einrichtung kennen zu lernen. Nach einigen Tagen kann das Kind dann eine festgelegte Zeit ohne Eltern in der Gruppe bleiben. Anfangs verlassen die Eltern nur kurz den Gruppenraum. So hat das Kind die Möglichkeit, Kontakt zur Erzieherin aufzubauen und das Alleinsein auszuprobieren. Sobald das Kind jedoch Ängste und Unsicherheiten zeigt, sollte die vertraute Person an seiner Seite sein und Sicherheit geben. So entwickelt das Kind schnell Vertrauen in die neue Umgebung, kann Reaktionen, Geräusche und Gerüche einordnen und sich so vertrauensvoll an die Gruppe gewöhnen. Nun kann die Dauer allein in der Gruppe zu sein langsam gesteigert werden. Ziel ist es, dass das Kind sich mit seinem eigenen Tempo auf die neue Umgebung, die Erzieherinnen und die anderen Kinder einstellen kann. Hilfreich ist es, in der Trennungsphase Rituale einzuführen. Das kann das tägliche Winken am Fenster sein, das Mitbringen eines vertrauten Spielzeuges, eines Kuscheltieres oder das Singen eines Liedes. Manchmal bedarf es solch unterstützender Dinge wie den Schnuller, oder das Lieblingstuch, um den Übergang von Vertrautem zu Neuem zu erleichtern. Die Verabschiedung fällt dem Kind leichter, wenn sie kurz aber trotzdem liebevoll ist. Ebenso fällt vielen Eltern der Abschied schwer. Das liebevolle Übernehmen des Kindes durch die Betreuerin hilft den Eltern, den Abschied nicht allzu lange hinauszuzögern. Wir nehmen uns Zeit für die Eltern. Der tägliche kurze Austausch und das persönliche Gespräch soll Vertrauen schaffen und Ihnen die Sicherheit geben, dass es Ihrem Kind bei uns gut geht. Das Kind fühlt sich durch den engen Kontakt zwischen Eltern und Erzieher geborgen und es fasst schneller Vertrauen in die neue Umgebung. So kann es mit Unterstützung der Erzieherin seinen Platz in der Kindergruppe finden.

5 Feste Bezugspersonen Der/Die Erzieherin als einfühlsame BeobachterIn Kinder zeigen schon sehr früh, welche Verhaltensweisen, Situationen, Personen oder Gegenstände sie besonders gern wiederholt aufsuchen. Diese individuellen Vorlieben zu beobachten und zu fördern, ist Aufgabe der Erzieherin. Sie unterstützt die Kinder mit anerkennender Bestätigung, mit emotionalem Rückhalt, mit praktischer Hilfestellung oder mit sparsamen Hinweisen. Jedes Kind signalisiert auf seine Weise, wie viel und welche Art der Unterstützung es benötigt. Jede Entwicklungsphase stellt einen wichtigen Zwischenschritt auf dem Weg zur selbständigen Bewältigung neuer Anforderungen dar. Die Erzieherin beobachtet aufmerksam die kindlichen Verhaltensäußerungen in all ihren sichtbaren und häufig dem geschulten Blick verborgenen Einzelheiten in Mimik und Gestik. Erst wenn es ihr gelingt, die Gefühlszustände, Handlungen und Reaktionen des Kindes differenziert wahrzunehmen, auch feinere Unterschiede im Verhalten zu entdecken oder beginnende Veränderungen zu spüren, kann die Erzieherin die dahinter steckenden Absichten oder Gemütsbewegungen verstehen und die kindlichen Äußerungen richtig deuten bzw. gezielt überprüfen. DiBezugsperson Gruppenstruktur Die Gruppen sind bezüglich ihres Alters gemischt, damit die Jüngeren von den Älteren lernen und umgekehrt. Nach dem Leitgedanken Vorbild und Nachahmung soll Sensibilität für die Bedürfnisse der Kinder untereinander in den verschiedenen Altersgruppen zueinander erzeugt werden. Neben den vielfältigen Aktivitäten in den Gruppen werden auch Rückzugsmöglichkeiten angeboten. Jedes Kind bekommt ausreichend Möglichkeit, sich in die Kuschelecken zurückzuziehen, auszuruhen und Kraft zu tanken. So macht es wieder Spaß, gemeinsam mit den anderen zu spielen, zu toben und an den Verhaltensweisen der anderen eigene Gefühle zu erkennen. Unsere Aufgabe in der Gruppe besteht auch darin, die Kinder zu beobachten, um sie gemäß ihrem Entwicklungsstand in entsprechender Weise fördern zu können. Wenn nötig, helfen wir den Kindern bei Entscheidungsprozessen und Konfliktsituationen. Wir greifen Erfahrungen der Kinder aus dem Alltag auf und versuchen diese mit speziellen Angeboten und Einzelaktivitäten aufzuarbeiten und zu bewältigen. Während des ganzen Tagesablaufes wird das Kind mittels seiner Fähigkeiten motiviert, um Interessen und Gefühle altersgemäß zu entfalten. Rituale geben den Kindern Sicherheit, die sie stärkt und sie ihre Fähigkeiten besser entfalten lässt. Als festes Ritual sitzt die Gruppe täglich im Stuhlkreis zusammen. Wichtig ist uns hier ein Mit- und Füreinander. Die Kinder können manchmal schon ihre Gedanken, Sorgen, Nöte oder Ideen der Gruppe mitteilen. Der Kreis bedeutet etwas Ganzes zu erleben, jedes Kind kann Anfang oder Ende sein, Gemeinsamkeit wird geprägt. Der Stuhlkreis wird von der Erzieherin gelenkt und geleitet. Verschiedene Rituale der Gruppe fließen hier ein, die auch durch die Kinder geprägt werden, wie z.b. ein Anfangs- oder Abschlusslied. Es wird Aktuelles aufgegriffen und Raum für die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder gegeben, die sie der Gruppe mitteilen möchten.

6 Unsere Räume der dritte Erzieher Der Raum ist unser dritte Erzieher, denn unsere warmherzige Raumatmosphäre und kindgerechte Gestaltung der Räume tragen wesentlich zum Wohlfühlen der Kinder bei. Die räumliche Ausstattung und Ausgestaltung unserer Krippe orientiert sich an den Bedürfnissen der uns anvertrauten Säuglinge und Kleinkinder. Gemeinsames Spielen ist ebenso möglich wie vorübergehender Rückzug. Das Bedürfnis nach aktiver körperlicher Bewegung ist ebenso erfüllbar wie der Wunsch des Kindes nach Kontaktaufnahme zur Erzieherin und einem Spiel und Dialog mit ihr. Wir bieten entwicklungsgerechte Einrichtungsgegenstände und Spielmaterialien an und geben genügend Freiraum zum Kriechen, Laufen, Hüpfen, zum Ziehen oder Schieben größerer Wagen und Ähnlichem. So sind die Laufwege frei und ohne Hindernisse. Klare Raumstrukturen unterstützen die Orientierung des Kindes im Raum. Wir haben unsere Gruppenräume so gegliedert, dass bestimmte Spiele in den dafür vorgesehenen Bereichen ermöglicht werden und die Spielutensilien dort erreichbar sind. Gestaltung des Tagesablaufes in der Kinderkrippe Wir haben den zeitlichen Rahmen für die Tagesgestaltung so gewählt, dass wir den individuellen Bedürfnissen des Kindes nach Aktivität und Ruhe, nach Anspannung und Entspannung und nach Nahrungsaufnahme nachkommen können. Es ist entscheidend für das Wohlbefinden des Kindes, dass dieser Zeitrahmen täglich eingehalten wird, weil stabile, vorhersehbare und überschaubare Zeitabläufe unseren Kindern die notwendige Sicherheit geben. Dabei haben wir ausreichend Zeit und Gelegenheiten für das Spielen der Kinder im Raum oder im Freien, für individuelle oder gemeinsame Tätigkeiten berücksichtigt. 7 Uhr bis 8 Uhr Bringzeit 8:30Uhr Frühstück ab 9 Uhr Windeln wechseln, Toilette, Händewaschen ab 9:30 Uhr pädagogische Angebote, Bewegung im Freien, Freispiele 11:30 Uhr Mittagessen ca. 12:30 Uhr Windeln wechseln, Toilette, Händewaschen 12:45 Uhr bis ca. 14 Uhr Ruhe und Schlafzeit ab 14 Uhr Windeln wechseln, Toilette, Händewaschen 14:30 Uhr Brotzeit 15 Uhr bis 15:15 Uhr 1. Abholzeit ab 16 Uhr fließende Abholzeit

7 Ein geregelter Tagesablauf Lieder zu bestimmten Anlässen (z. B. Begrüßungslied, Tischlied vor den Mahlzeiten, Geburtstagslied) Gemeinsame Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagssnack) Körperpflege (Windeln wechseln, Hände waschen vor den Mahlzeiten, Zähneputzen nach den Mahlzeiten) Lernen einander nichts wegzunehmen Lernen einander nicht weh zu tun Versuchen sich gegenseitig zu helfen Gemeinsam zu essen (gemeinsam anzufangen und zu warten bis alle fertig sind) Ruhezeiten Die Vorbereitung zum Schlaf hat im Tagesablauf eine ganz besondere Bedeutung. Diese erfolgt in ruhiger und entspannter Stimmung und nach einem den Kindern vertrautem Ritual. Wenn jedes Kind seinen Schlafplatz eingenommen hat, können ein Schlaflied, leise Musik oder eine kurze Geschichte ihm dabei helfen, in den Schlaf zu finden. Es gibt immer wieder einzelne Kleinkinder, die keinen oder nur wenig Schlaf brauchen. Diese Kinder können nach einer kurzen Ruhepause wieder leise aufstehen und sich ihren Wünschen gemäß, aber leise, betätigen. Nach dem Schlafen bieten wir den Kindern nochmals eine Zwischenmahlzeit an. Danach können die Kinder, so wie am Vormittag, ihren individuellen Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechend tätig sein, bis sie von den Eltern abgeholt werden. Unsere Frühförderung in Bildung und Erziehung Die Vorbereitung zum Schlaf hat im Tagesablauf eine ganz besondere Bedeutung. Diese erfolgt in ruhiger und entspannter Stimmung und nach einem den Kindern vertrautem Ritual. Wenn jedes Kind seinen Schlafplatz. SPRACHE Kinder kommen auf die Welt mit einer angeborenen Vorliebe für sprachliche Laute. So ist das Erlernen des Sprechens und der Entwicklung der Sprache täglicher Bestandteil der pädagogischen Arbeit. Dazu gehören das Benennen von Dingen und Situationen im Alltag, das Sprechen und Nachsprechen von Lauten, Wörtern und Sätzen. Über die Sprache werden Zusammenhänge erfasst und Beziehungen hergestellt. Durch den Stuhlkreis, beim Betrachten von Bilderbüchern mit den Erzieher/innen, beim Singen und bei der Kommunikation der Kinder untereinander wird die Sprachentwicklung der Kinder durch die Erzieherinnen beobachtet und gefördert. Für die Altersgruppe von 1,5 3 Jahren gilt zudem, dass Kinder besonders aufnahmefähig für alle Sprachen sind. Diese Erkenntnis hat dazu geführt, dass wir Englisch als Fremdsprache in dieser Altersgruppe eingeführt haben. Das Einüben von einfachen und kurzen Satzstrukturen wie auch das kindliche Begreifen der Sprache über Bilder und Materialien stehen dabei im Vordergrund. Diese Leistung wird entweder bei entsprechender Qualifikation von einer der Erzieherinnen oder von einem externen Anbieter, der in die Kinderkrippe kommt, übernommen.

8 BEWEGUNG Die Entwicklung der Grob- und Feinmotorik wird im Gruppenraum, im Bewegungsraum aber auch vor allem draußen mit Spiel- und Bewegungsangeboten für alle Altersgruppen gefördert und von den Erzieherinnen beobachtet. Neben den spontanen Bewegungsabläufen werden gezielte Bewegungen durch Balancieren oder Schaukeln auf vielfältige Weise erprobt und trainiert. Balancierbretter, Trampolin und Sprossenwand gehören zur Grundausstattung in jeder Einrichtung. Durch unsere Arbeit mit Schulkindern aus dem schulbegleitenden Bereich fällt unsere Aufmerksamkein explizit auf Koordination und Konzentrationsleistung. Dieser Schwerpunkt liegt uns bei unseren Krippenkindern besonders am Herzen. KREATIVITÄT Unseren Kindern stehen verschiedene Materialien und altersgemäße Bastelaktionen zur Verfügung. Diese Angebote können freiwillig genutzt werden. In die selbstständige Arbeit der Kinder wird keinesfalls eingegriffen, diese wird anerkannt und eventuell variiert. Da kann ein Elefant schon einmal rosa Flügel bekommen und ein Kirschbaum zum Weihnachtsbaum werden. MUSIKALISCHE FRÜHERZIEHUNG Die Erzieherinnen gehen mit einfachen Musikinstrumenten, wie Rasseln und Trommeln auf die Kinder zu und singen täglich mit ihnen Lieder, meist passend zur Jahreszeit. Rhythmus, Melodie und Klang stehen im Mittelpunkt der ganzheitlichen Erziehung. PROJEKTARBEIT FÜR DIE KINDER UND ENGAGEMENT DER ELTERN Bestimmte Themen werden im Rahmen von Projekten intensiv behandelt. Unsere Kinder der Kinderkrippe erwerben Wissen zu Themen in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie z. B. zum Thema "Wasser" oder zu Themen wie "Zirkus", "Zoo" oder das "Sommerfest". Die Projektthemen werden anhand von Büchern, Besuchen vor Ort und Bastel- und Malaktionen behandelt. Die Eltern haben gleichfalls einen großen Anteil an der Verwirklichung von Projekten und sind dazu aufgerufen sich gemäß ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechend zu engagieren. Feste, Ausflüge und Aktionen werden im Rahmen von Projekten geplant und realisiert. Sie fördern Spaß, Freude, Gemeinschaft, soziales Verhalten und Tradition. FÖRDERUNG UND DER ERWERB VON SOZIALEN KOMPETENZEN Selbstbewusstsein: Unsere Kinder dürfen Erfahrungen selbst machen, um dadurch in ihrer Person selbstbewusst und stark zu werden. Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit: Lernen miteinander Kontakt aufzunehmen, zu spielen und zu teilen. Konfliktfähigkeit: Konflikte erleben und austragen lernen. Toleranz: Ich bin ich, du bist du und wir alle sind eine Gruppe. Selbstständigkeit: Lernen sich selbst zu beschäftigen und kleine Aufträge allein auszuführen, z.b. aufräumen, mithelfen, den Tisch zu decken. Gruppendynamik: Lernen miteinander zu spielen, zu singen, zu essen etc. Der tägliche Stuhlkreis hat hier eine große Bedeutung.

9 Die Körperpflege Die Kinder sollen über die tägliche Körperpflege ein gesundes Verhältnis zur Sauberkeit entwickeln und sich in ihrem eigenen Körper wohlfühlen. Während der täglichen Pflege vor und nach den Mahlzeiten ist es wichtig, dass die Kinder sich regelmäßig die Hände waschen und zur Toilette gehen. Damit die gesunde Körperpflege Spaß macht, legen wir auf die liebevolle Ausstattung der Waschräume und Wickelbereiche ganz besonderen Wert. Durch Bilder, Spiegel, Bürste und Kamm beschäftigen sich die Kinder mit der Körperpflege, beobachten die BetreuerInnen mit deren Umgang und lernen so, was richtig oder falsch ist. Das Wickeln der Kinder wird mit den Eltern besprochen, um auch hier auf Besonderheiten eingehen zu können. Die Ernährung Täglich um 8:30 Uhr setzen sich die Kinder gemeinsam an den Tisch und machen Brotzeit. Dabei essen die Kinder ihre eigene mitgebrachte Brotzeit, die liebevoll von den Eltern nach den Vorlieben des Kindes ausgewählt wurde. Unsere Eltern werden dabei angehalten, auf gesunde und ausgewogene Kost zu achten. Frisches Obst, Rohkost und Vollkornprodukte sollten wesentlicher Bestandteil dieser Mahlzeit sein. Das Mittagessen wird jeder Einrichtung von dem Catering-Unternehmen apetito geliefert oder wenn möglich von einer eigenen Köchin zubereitet. Das Essen wird in jedem Fall frisch zubereitet, kindgerecht gewürzt und so auf die Bedürfnisse unserer Krippenkinder abgestimmt. Die Ernährung der Kinder unter einem Jahr wird mit den Eltern individuell besprochen. Sofern Kinder Allergien oder Unverträglichkeiten haben, werden diese selbstverständlich berücksichtigt. Die gesunde Ernährung ist wesentlicher Bestandteil für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung und findet auch genau diese Beachtung. Zusammenarbeit mit den Eltern Der Kontakt und die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Teil des täglichen Miteinanders und des pädagogischen Konzeptes. Das Betreuerteam fördert kontinuierlich einen guten und offenen Austausch mit den Eltern, um den Bedürfnissen der Eltern und der Kinder gerecht zu werden. Die Wahl des Elternbeirates aus den Reihen der Eltern vertiefen die Zusammenarbeit zwischen den BetreuerInnen und den Eltern. Regelmäßige Elternabende eröffnen - neben dem Informationsaustausch - die Gelegenheit, sich auch mit anderen Eltern in der Gruppe auszutauschen. Neben den täglichen Tür- und Angelgesprächen finden in regelmäßigen Abständen Einzelgespräche mit den Eltern statt, in denen der individuelle Entwicklungsverlauf des Kindes mit den Erzieherinnen besprochen werden kann. Dazu gehört auch, dass kleinste Veränderungen in der körperlichen Entwicklung, im familiären oder im sozialen Umfeld der Familie vertrauensvoll und offen mitgeteilt werden. Nur so können die Erzieherinnen auf die aktuellen Bedürfnisse des Kindes angemessen und liebevoll reagieren. Der enge Kontakt mit den Eltern ist die wichtigste Basis, um unsere Kinder auf das zukünftige Leben vorzubereiten.

10 Beobachtung und Dokumentation Die BetreuerInnen beobachten die Entwicklungsverläufe der Kinder in regelmäßigen Abständen und dokumentieren deren Verlauf. Grundlage dafür sind anerkannte Entwicklungstabellen und Beobachtungsbögen. So können die Bildungsprozesse der Kinder gezielt unterstützt werden. In regelmäßigen Abständen fotografieren wir die Kinder während des Freispiels oder während besonderer Aktivitäten. So können wir die Eltern in die Projekte mit einbeziehen und sie an der Entwicklung ihrer Kinder in der Kinderkrippe teilhaben lassen. Die Arbeiten der Kinder werden in Form von Fotowänden dekoriert oder im Fotoordner den Eltern zur Verfügung gestellt. Wir überprüfen unsere pädagogische Arbeit täglich auf das neue. Das vorliegende pädagogische Konzept wird somit regelmäßig ergänzt, unserem gesetzlichen Auftrag entsprechend ständig weiterentwickelt und an aktuelle Entwicklungen angepasst. Wir freuen uns darauf! Ihre Karin Bader Eichenau, Denk mit! Zentrale Denk mit! Karin Bader. Tannenstraße Eichenau Telefon / Fax / oder im Internet unter:

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