Strafzölle auf Solarmodule. wurde vor Kurzem in Brüssel beschlossen und soll vorerst zwei Jahre gelten. Mit dieser Maßnahme geht die EU gegen

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1 72134 Ausgabe Januar 2014 Markt&Medien Informationen von ÖKO-TEST für Kunden, Agenturen und Entscheider Rücksendung eingeplant Gut jeder dritte Onlineshopper bestellt im Internet Waren und kalkuliert die umgehende Rücksendung dabei gleich mit ein. Ein Fünftel aller Käufer tut dies sogar häufig. Das belegt eine Umfrage der Unternehmensberater von PwC. Zwar Foto: Hermes Europe GmbH dürfen die Händler ab Juni 2014 eine Retourengebühr auch bei einem Warenwert von über 40 Euro erheben, unsere Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass eine Kostenbeteiligung nur unter bestimmten Voraussetzungen und nicht von allen Konsumenten akzeptiert wird, kommentiert Gerd Bovensiepen, Leiter des Bereichs Handel und Konsumgüter in Deutschland und Europa bei PwC. 50 Prozent wollen bei einer kostenpflichtigen Rückgabe weniger online einkaufen, 17 Prozent sogar nur noch im stationären Handel. Strafzölle auf Solarmodule Ab sofort erheben die EU- Staaten Strafzölle auf chinesische Solarmodule. Dies wurde vor Kurzem in Brüssel beschlossen und soll vorerst zwei Jahre gelten. Mit dieser Maßnahme geht die EU gegen Unternehmen vor, die sich Foto: Olena Mykhaylova /istockphoto.com nicht an die im Sommer ausgehandelten Exportbedingungen halten. Dazu zählen beispielsweise unzulässig niedrige Preise oder Firmen, die von staatlichen Subventionen profitieren. Chinesische Exporteure, die mit der EU kooperieren, sollen aber von den Strafzöllen ausgenommen werden. Die Maßnahmen sind nicht unumstritten: Deutschland und viele andere EU-Staaten hatten sich bisher in dieser Hinsicht klar zugunsten Chinas positioniert. Der Streit hat zudem das Verhältnis zwischen der EU und China verschlechtert. Smartmeter-Abgabe dementiert Einem Bericht des Spiegel zufolge müssen sich Verbraucher darauf einstellen, im kommenden Jahr mit einer Zwangsabgabe für Smartmeter konfrontiert zu werden. Dabei ging es um rund 72 Euro pro Jahr, auch wenn im Haushalt noch alte Stromzähler verbaut sind. Bei Verbraucherschützern und Stromkunden stieß dieses Vorhaben auf Foto: Butch/Fotolia harsche Kritik. Das Bundesumwelt- und Wirtschaftsministerium dementierten die Spiegel-Informationen mittlerweile. Entscheidungen über die flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler oblägen der neuen Regierung und seien nicht Teil der Koalitionsverhandlungen gewesen. Es gebe Pläne für eine Zwangsabgabe nicht jetzt und nicht in absehbarer Zeit, so Bundesumweltminister Peter Altmaier. Inhalt 01 Titelthema Reklamationen 03 So haben wir getestet Marzipan, Silikonbackformen und Goldschmuck 04 Spezial Wie entsteht eine Allergie? Warenkunde Holzböden Solarwärme Reklamationen Wenn Verkäufe zum Bumerang werden 08 Marktdaten Gesundheit/Medikamente Geld/Recht/Versicherungen Energie/Umwelt Freizeit/Technik 12 Heftvorschau im Detail 14 News und Trends 16 Produkt-Button Neue Onlinewerbeform 17 Unternehmensporträt Taoasis 18 Revue Kochen, Lesen, Wissen 19 Online- und Printzahlen 19 Impressum 20 Kalender für 2014 Das Weihnachtsgeschäft ist gerade zu Ende und sowohl stationäre Händler als auch Onlineversender haben von einkaufsfreudigen Kunden profitiert. Mit steigenden Umsätzen nimmt allerdings auch die Zahl der Retouren zu. Wir geben einige Tipps, wie Händler mit Reklamationen und unzufriedenen Kunden optimal umgehen. Weihnachtszeit ist Shoppingzeit und für Händler ein wichtiger Umsatzbringer. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Reklamationen und Rückgaben. Das kostet sowohl Kunden als auch Händler Zeit und Nerven. Läuft dabei das Reklamationsmanagement nicht optimal, ist der Kunde im schlimmsten Fall für immer vergrault. Wir haben deshalb einige nützliche Tipps für Sie zusammengestellt, die den Umgang mit unzufriedenen Kunden ein wenig erleichtern. Reklamationen als Chance Laut einer Studie der University of California verzichtet die Mehrheit aller unzufriedenen Kunden auf eine Reklamation und wechselt Fortsetzung Seite 2 EDITORIAL Ein Großteil der deutschen Verbraucher kauft Produkte erst nach einer ausführlichen Recherche in Print- oder Onlinemedien. ÖKO- TEST ist dabei ein zentraler Anlaufpunkt. Das macht sich vor allem im Internet bemerkbar: Unsere Webseite oekotest.de konnte im vergangenen November mit rund Visits und mehr als 3,5 Millionen Page- Impressions einen neuen Besucherrekord verbuchen. Von dieser Reichweite profitieren auch unsere Anzeigenkunden. Wir bieten klassische Print- und Onlinewerbeformen zu interessanten Konditionen, attraktive Crossmediaangebote und innovative Konzepte wie den neuen Produkt- Button. Er setzt nicht nur Ihr Produkt optimal in Szene, sondern holt den Leser themenspezifisch ab und bringt ihn auf Wunsch direkt zu Ihrer Homepage. Mit spannenden Themen, aktuellen Nachrichten und gründlicher Berichterstattung sorgen wir auch künftig dafür, dass unsere Reichweite stetig zunimmt Wir wünschen allen Kunden und Lesern einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!

2 Seite 2 Reklamationen Januar 2014 Gut gelaunte Kunden sind bei jedem Händler willkommen. Wenn Reklamationen ins Spiel kommen, kann die gute Stimmung aber schnell kippen. Dann gilt es, souverän und serviceorientiert zu handeln. stattdessen einfach den Anbieter. Zudem ist die Gefahr besonders hoch, dass solche Kunden ihre Unzufriedenheit weitergeben und damit der Reputation eines Unternehmens nachhaltig schaden. Die verbleibenden Kunden sind deshalb für Firmen besonders interessant: Sie signalisieren, dass sie trotz eines bestehenden Problems an einer Fortführung der Geschäftsbeziehung interessiert sind und dafür auch Zeit und Aufwand in Kauf nehmen. Umso wichtiger ist es, dass Händler ihre Mitarbeiter ausreichend auf Beschwerdefälle vorbereiten. Dazu zählen beispielsweise Schulungen im Umgang mit Kunden und Kenntnisse bezüglich der gesetzlichen Vorgaben wie Gewährleistung oder Produkthaftung sowie der Kulanz- und Serviceangebote des Unternehmens. Reklamationen offenbaren außerdem Verbesserungspotenziale und decken mögliche Produktionsfehler oder Produktmängel auf. Sie sollten daher möglichst zentral erfasst und regelmäßig ausgewertet werden. Der Kunde ist König Dieser altbekannte Grundsatz hat auch bei Reklamationen seine Gültigkeit. Wenn ein Kunde einen gekauften Artikel zurückgeben will, erwartet er möglichst unkomplizierte Hilfe. Ein Großteil der Käufer hegt mit der Retoure keine bösen Absichten gegenüber dem Händler, sondern sucht nach einer Möglichkeit, das Geschäft trotz der aufgetretenen Probleme zu einem akzeptablen Abschluss zu bringen. Die Lösungsansätze sind dabei vielfältig: Oft reichen ein einfacher Umtausch oder eine Erstattung des Kaufpreises, um den Kunden zufriedenzustellen. Fühlt er sich freundlich und kompetent behandelt, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiterhin bei diesem Händler einkaufen. Eine souveräne Reklamationsabwicklung kann die Kundenbindung stärken und über Empfehlungen sogar für Neukunden sorgen. Leider gibt es immer wieder schwarze Schafe, die großzügige Reklamationsregelungen ausnutzen und zum Beispiel mehrere Artikel aus einem Produktbereich kaufen, um am Ende alle bis auf einen wieder zurückzugeben. Gerade bei Onlineversendern ist das ein gängiges Problem. Hier schaffen spezielle CRM- und Auswertungstools Abhilfe: Übertreibt es ein Kunde mit Rücksendungen, behält der Händler den Überblick und kann die Geschäftsbeziehung im Notfall beenden. Vertrauen und Verständnis Reklamationen sind für den Käufer in vielen Fällen mit Emotionen verbunden. Er hat ein Problem mit dem erworbenen Artikel und fürchtet nun um sein investiertes Geld. Diese Angst schlägt leicht in Aggressivität um: Der Kunde ist frustriert, fühlt sich vielleicht sogar betrogen und versucht nun mit Druck auf den Händler zu seinem Recht zu kommen. Ein Beispiel dafür sind Reklamationen, bei denen der Beschwerdeführer sofort und oft in barschem Ton mit dem Einschalten seines Anwalts droht, sollte der Händler nicht umgehend seine Wünsche erfüllen. Stellt sich dann noch heraus, dass der Käufer selbst für den Defekt des Artikels verantwortlich ist, eskalieren solche Streitlagen in vielen Fällen. Deshalb und wegen der bereits erwähnten schwarzen Schafe sowie dem zusätzlichen Aufwand einer Reklamationsabwicklung, sind Händler bei der Annahme von Retouren oft sehr argwöhnisch. Die reklamierende Person wird unterbewusst als Gegner und nicht als Kunde betrachtet. Gerne wird zunächst nach dem Schuldigen für den Fehler oder Defekt gesucht dies ist legitim, sollte aber möglichst nicht oder nur vorsichtig gegenüber dem Kunden zur Sprache gebracht werden. Schuldzuweisungen und gegenseitige Vorwürfe sind in jedem Fall kontraproduktiv: Liegt beispielsweise ein Fehler seitens des Produktherstellers vor, sind Aussagen wie Das kennen wir, kommt oft vor zu vermeiden, um das ohnehin angeschlagene Vertrauen des Käufers nicht weiter zu strapazieren. Die Schuld auf eine andere Abteilung des eigenen Unternehmens zu schieben, hilft ebenfalls nicht weiter und belastet zudem das Firmenimage negativ. Zeigt der Händler stattdessen Verständnis für das Problem des Kunden und bietet möglichst unkomplizierte Lösungsvorschläge an, sind viele Reklamationen schnell abgewickelt. Zudem fühlt sich der Käufer gut aufgehoben denn schließlich hat ihm der Händler in einer unangenehmen Situation weitergeholfen. Schimpfende Kunden was tun? Schwieriger wird es, wenn Kunden besonders aufgebracht sind oder den Defekt des erworbenen Artikels selbst zu verantworten haben. Freundlichkeit und deeskalierendes Verhalten sind hier das oberste Gebot. Für sachliche Argumente sind Kunden in diesem gestressten Zustand oft nicht zugänglich sie müssen also auf einer anderen Ebene erreicht werden. Verärgerte Käufer benötigen in vielen Fällen eine Möglichkeit, um erstmal Dampf abzulassen, ehe sie eine Lösung diskutieren können. In keinem Fall sollte man sich dabei persönlich angegriffen fühlen oder gar selbst aggressiv werden. Auch wenn es manchmal sehr schwer fällt: Es gilt, in jedem Fall ruhig und besonnen zu reagieren. Oft hilft es, sich in die Lage des Kunden zu versetzen und zu fragen, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde. Händler sollten in solchen Fällen immer Verständnis zeigen, sachlich bleiben und deutlich machen, dass sie eine schnelle Lösung des Problems anstreben. Formulierungen wie Das kann nicht sein oder Das gibt es nicht sollten stets vermieden werden sie unterstellen dem Kunden indirekt, dass er lügt und sorgen für noch mehr Unmut. Übertreibt ein Kunde bei seiner Beschwerde oder beruft er sich auf falsche Fakten, kann der Hinweis auf die schriftliche Dokumentation des Falls hilfreich sein. Der Käufer erkennt dadurch, dass sein Anliegen ernstgenommen wird und geht oft zu einem sachlicheren Umgangston über. Liegt der Auslöser für die Reklamation im eigenen Unternehmen, beispielsweise beim Verkauf eines falschen oder beschädigten Produkts, kann eine Entschuldigung die Wogen glätten und ist in solchen Fällen ohnehin obligatorisch. Selbst wenn noch nicht klar ist, ob der Anbieter das Problem selbst verursacht hat, hilft ein einfaches Es tut uns leid oft schon weiter, ohne eine tatsächliche Schuld einzugestehen. Liegt die Ursache für den Defekt beim Kunden, sollte ihm die Ablehnung der Reklamation höflich und mit sachlicher Erläuterung der Hintergründe mitgeteilt werden. Will man den Käufer trotz der Unannehmlichkeiten halten, kann ein Trostpflaster in Form eines kleinen Rabattes beim erneuten Einkauf oder Ähnliches helfen. Dabei sollten Händler aber berücksichtigen, dass ein derartiges Vorgehen gerne ausgenutzt wird und zu weiteren Reklamationen führen kann. Wenn alles nichts hilft... Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass sich Händler alles gefallen lassen müssen: Wird ein Kunde trotzdem ausfällig oder gar auf persönlicher Ebene beleidigend, helfen im Extremfall nur noch die Rücknahme des Artikels oder entsprechende Kompensationsmaßnahmen und das anschließende Beenden der Geschäftsbeziehung. Langwierige Auseinandersetzungen vor Gericht sind je nach Wert der Ware sowohl finanziell als auch in Hinblick auf den damit verbundenen Aufwand nur selten lohnend und damit zu vermeiden. Gerade im Bezug auf soziale Netzwerke und andere Internetseiten ist Kommunikation auch im Nachgang wichtig: Verbreitet ein unzufriedener Kunde online aus Rache unwahre Tatsachen über den Händler, sollte dieser sachlich und transparent seine Sicht der Dinge darlegen und sich danach nicht auf weitere Diskussionen einlassen. Wird eine solche Rachebewertung einfach kommentarlos entfernt, entsteht bei unbeteiligten Lesern schnell der Eindruck, dass der Händler etwas verbergen will. Autor: Martin Hensel Kurz und knackig: 8 Tipps zum Reklamationsmanagement Chance erkennen Reklamierende Kunden wollen lieber weiter bei Ihnen einkaufen, anstatt zum Mitbewerber zu wechseln. Erhalten sie eine kompetente Betreuung, gewinnt Ihr Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit einen besonders treuen Anhänger. Zudem offenbaren Reklamationen Verbesserungspotenziale und mögliche Qualitätsmängel der Ware. Ruhig bleiben Trennen Sie den Sachverhalt von der emotionalen Ebene und bedenken Sie, dass sich ein aufgebrachter Kunde gerade in einer unerwarteten Stresssituation befindet. Verständnis zeigen Geben Sie dem Kunden Gelegenheit, Dampf abzulassen und zeigen Sie Verständnis für sein Problem. Ein Ich verstehe, dass Sie verärgert sind ist noch kein Schuldeingeständnis. Aktiv zuhören Unterbrechen Sie den Kunden nicht, bestätigen Sie ihm aber zum Beispiel durch mhm oder eines kurzes Ja, ich kann Sie verstehen immer wieder, dass Sie ihm aufmerksam zuhören. Fakten sammeln Bitten Sie den Kunden um alle Informationen rund um den Fall, auch wenn sich diese möglicherweise gegen Ihr Unternehmen richten. Nur mit vollständiger Kenntnis der Lage lässt sich eine praktikable Lösung finden. Glaubwürdigkeit nicht anzweifeln Unterstellen Sie dem Kunden nicht, dass er lügt. Sätze wie Das gibt es nicht oder Das kann nicht sein sorgen nur für zusätzliche Probleme. Weisen Sie stattdessen darauf hin, dass das Problem für Ihr Unternehmen nicht die Regel, sondern ein absoluter Ausnahmefall ist. Vertrauen schaffen Fragen Sie hin und wieder nach, ob Sie Ihren Gesprächspartner richtig verstanden haben. Halten Sie alle Fakten schriftlich fest und lassen Sie das auch den Kunden wissen. Er fühlt sich dadurch ernstgenommen und zu mehr Sachlichkeit verpflichtet. Lösungsorientiert handeln Vermeiden Sie unnötige Schuldzuweisungen oder Vorwürfe. Suchen Sie stattdessen gemeinsam mit dem Kunden nach einer für beide Seiten positiven Lösung. Eine kompetent abgewickelte Reklamation stärkt die Kundenbindung. (Quellen: werbepraxis-aktuell.de, koenigskonzept.de)

3 Januar 2014 so haben wir getestet Seite 3 So haben wir getestet Marzipan So haben wir getestet Silikonbackformen Sysiphusarbeit: Der Schokoladenüberzug wurde nach Kühlung der Produkte vorsichtig vom Marzipan getrennt und ausgewogen. Löst sich was aus dem Silikon? Nach vier Stunden bei 200 Grad wussten die Fachleute Bescheid. Der Einkauf Marzipan ist nicht gleich Marzipan. Hochwertige Sorten heißen Edelmarzipan, Lübecker Marzipan oder Lübecker Edelmarzipan. Auch ein hoher Mandelanteil auf dem Etikett verspricht eine überdurchschnittliche Qualität. Wir kauften 15 Produkte, die eine edle Qualität erwarten lassen vom Marzipanbrot über Marzipankartoffeln bis hin zu weihnachtlichem Konfekt. Mit dabei: Markenware von Leysieffer, Niederegger, Lindt, Hussel und Zentis. Außerdem: edles Marzipan vom Discounter sowie vier Bio- Produkte. Die Inhaltsstoffe Im Mittelpunkt der Laboranalysen stand insbesondere die Marzipanqualität. Dazu wurde das Marzipan auf Wasser, Zucker, Fett und Eiweiß untersucht, woraus sich die enthaltenen Mandel- und Zuckeranteile berechnen lassen. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Anteil an zugesetztem Zucker, desto hochwertiger ist das Marzipan. Überprüft wurde weiterhin, ob die Anteile an Marzipan und Schokolade mit den Angaben auf dem Etikett übereinstimmen. Da Mandeln anfällig für den Befall mit Schimmelpilzen sind, wurde auf das Schimmelpilzgift Aflatoxin getestet. Mit der Analyse auf Alkohol wollten wir nicht deklarierten Gehalten auf die Schliche kommen. Die Weiteren Mängel Auch Auslobungen und andere Deklarationen nahmen wir genau unter die Lupe. Das Ziel dabei: transparente und nachvollziehbare Angaben, die Verbrauchern nicht das Blaue vom Himmel versprechen, sondern ausreichend und verständlich informieren. Die Bewertung Entspricht die Marzipanqualität nicht dem, was laut Etikett zu erwarten ist, führte dies zu stärkeren Abzügen unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Übertriebene Auslobungen oder der unterschlagene Hinweis auf Alkohol im Produkt verschlechterte hingegen das Testergebnis Weitere Mängel. Über die Hälfte der Produkte überzeugt jedoch durch eine sehr gute Qualität. Der Einkauf Wir haben zwölf Silikonbackformen eingekauft, die zum Backen von Muffins, Cupcakes, Cakepops oder anderen Kleinigkeiten gedacht sind. Dafür waren wir in Kaufhäusern, Supermärkten, bei Ikea und in spezialisierten Onlineshops unterwegs. Die Inhaltsstoffe Uns interessierte, ob in den Silikonen womöglich giftige zinnorganische Verbindungen als Katalysatoren zum Einsatz gekommen sind bei anderen Silikonprodukten wie Sexspielzeug ist das leider immer wieder Thema. Ebenso weit verbreitet bei Kunststoffen: polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, von denen viele als krebserregend gelten. Darüber hinaus ließen wir Formen und Verpackungen auf PVC und andere chlorierte Verbindungen sowie auf Schwermetalle untersuchen. Was aber geht beim Backen in den Kuchenteig über? Um das zu simulieren, wanderte das Silikonmaterial, bedeckt mit speziellen Kunststoffkügelchen, für zwei Stunden in einen 175 Grad heißen Trockenschrank. Danach wurde geprüft, wie viel vom Silikon in die Kügelchen übergeht. Im Fachjargon nennt man das Gesamtmigration. Bei einer zweiten Prüfung wurde gemessen, inwiefern sich flüchtige organische Bestandteile aus dem Material lösen. Dazu wurde das Silikon in kleine Stücke zerteilt und für vier Stunden in einen 200 Grad heißen Trockenschrank gestellt. Die Stückchen wurden vorher und nachher gewogen eine amtliche Methode, um zu ermitteln, ob etwas verdampft ist. Die Bewertung Bei der Bewertung der Gesamtmigration haben wir uns an der EU-Gesetzgebung, bei der Bewertung der ausgasenden flüchtigen organischen Bestandteile an den Vorgaben des Bundesinstituts für Risikobewertung orientiert. Allerdings werten wir bei den flüchtigen Bestandteilen ab der Hälfte des erlaubten Werts ab. Sicher ist sicher. Das gilt auch für die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, die zwar gesundheitlich bedenklich sind, für die es aber für Silikonbackformen keinen Grenzwert gibt. Wir werten Produkte mit erhöhter Belastung ab. So haben wir getestet Goldschmuck Der Einkauf Ungefähr Juweliere gibt es in Deutschland. Anders als Goldschmiede stellen sie nicht selbst Schmuck her, sondern handeln nur damit. Die Schmuckstücke haben wir von den großen Juwelierketten wie Christ gekauft, von bekannten Namen wie Tiffany, die selbst Schmuck herstellen, im Versandhandel und von Tchibo. Der Kaffeeröster hat zwar nur zweimal im Jahr Goldschmuck im Angebot, gehört aber zu den wichtigsten Anbietern. Vier Stücke haben wir gezielt bei Goldschmieden gekauft, die spezielles Gold verarbeiten: Fairtrade, Gold aus Deutschland sowie direkt recyceltes Edelmetall. Die Herkunft des Goldes Mit Gold werden Kriege finanziert und Drogengelder gewaschen. In Goldminen schuften sich Menschen Erwachsene wie Kinder zu Tode. Die Jagd nach Gold hinterlässt eine zerstörte Umwelt. Daher wollten wir von den Anbietern wissen, ob sie uns die Herkunft ihres Goldes belegen können. Goldgehalt Wer Gold kauft, sollte auch Gold bekommen. Daher haben wir geprüft, ob der angegebene Gehalt korrekt ist. Die Bewertung Für die Freude, die das Verschenken von Gold macht und bereitet, sollten andere Menschen und die Umwelt nicht leiden müssen. Daher muss das Testurteil ungenügend lauten, wenn die genaue Herkunft des Goldes nicht belegt werden kann. Einem Ring sieht man nicht an und man kann es auch im Labor nicht messen ob er wie dieser von Petra Lohr aus sauberem Gold ist, oder ob noch frisches Blut an ihm klebt.

4 Seite 4 Wie entsteht eine Allergie? Januar 2014 Wenn das Immunsystem durchdreht Warum reagieren immer mehr Menschen allergisch auf Pollen, Hausstaubmilben oder Insektenstiche? Eindeutige Antworten gibt es nicht. Mediziner sind sich einig, dass die genetische Veranlagung das Risiko erhöht, eine Allergie zu entwickeln. Doch es müssen noch andere Faktoren dazukommen. Seit vielen Jahren versuchen Wissenschaftler zu ergründen, warum Menschen zu Allergikern werden. Denn obwohl man weitgehend versteht, was im Organismus abläuft, sind noch viele Fragen offen. Als erwiesen gilt, dass genetische Faktoren eine entscheidende Rolle spielen: Kinder von Allergikern bekommen oft auch deren Allergie vererbt. Aber auch Umweltfaktoren, der Lebensstil und die Psyche spielen offenbar wichtige Rollen. Forscher vermuten sogar, dass bereits die Zeit vor der Geburt Einfluss auf das Allergierisiko hat. Eine Allergie ist eigentlich eine falsche Abwehrreaktion des Körpers. Das Immunsystem reagiert auf harmlose Substanzen beispielsweise Blütenpollen mit Schnupfen, Atemnot oder Hautausschlägen. Alles beginnt damit, dass die Abwehrzellen einen Stoff als gefährlich identifizieren und die Verteidigung organisieren. Zuerst produzieren die Abwehrzellen Antikörper, die medizinisch Immunglobulin E (IgE) genannt werden. Das sind spezielle Eiweißmoleküle, die auf den Eindringling zugeschnitten sind und ihn beim nächsten Kontakt wiedererkennen. Diese Antikörper lagern sich an der Oberfläche von Mastzellen in der Schleimhaut an. Sensibilisierung nennt sich dieses Stadium, von dem der Betroffene noch nichts merkt. Doch sein Immunsystem ist in Alarmbereitschaft. Ausstoß von Histamin Eine Sensibilisierung muss nicht zur Allergie führen, aber häufig genug passiert genau das. Treffen die gleichen Substanzen auf ein sensibilisiertes Immunsystem, werden sie von den Antikörpern erkannt und an Mastzellen gebunden. Die Mastzellen selbst sind randvoll mit dem entzündungsfördernden Botenstoff Histamin, den sie auf das Signal der Antikörper hin ausstoßen. Das Histamin lässt etwa bei einer Pollenallergie die Schleimhäute anschwellen. Das Immunsystem heizt die fatale Situation weiter an, indem es noch mehr entzündungsfördernde Zellen ausschüttet. Die Nase läuft, die Augen jucken die Allergie wird sichtbar. Die häufigsten Allergene Pollen zählen zu den Stoffen, die Allergikern das Leben schwerer machen. Etwa 100 Pflanzenarten in Europa produzieren Pollen, die beim Kontakt mit den Schleimhäuten von Nase oder Augen heftige Reaktionen auslösen können. Zu den aggressivsten Auslösern zählen Ambrosia- und Birkenpollen, aber auch Raps- und Beifußpollen verursachen oft Heuschnupfen. Tierhaare werden zwar oft als Allergen genannt, schuld an den heftigen Niesoder Juckattacken sind aber eigentlich Sekrete wie Schweiß, Talg, Speichel oder Urin vom Tier, die an den Haaren haften. Bei Vögeln können Federn und/oder der Kot, manchmal auch Milben im Gefieder eine Allergie verursachen. Milben fühlen sich in Kissen, Polstern und Matratzen besonders wohl. Dort finden sie reichlich Nahrung in Form von menschlichen Hautschuppen. Die zur Gattung der Spinnentiere zählenden, mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren Tierchen scheiden täglich Kot aus. Den atmen wir mit dem Hausstaub ein und reagieren manchmal allergisch. Auf Medikamente hat etwa ein Viertel aller Erwachsenen schon einmal unerwartet heftig reagiert manchmal sind es einfache Unverträglichkeiten, manchmal Allergien. Bei manchen Arzneimittelgruppen ist das Allergierisiko besonders hoch, beispielsweise bei einigen Antibiotika und bestimmten krampflösenden Medikamenten. Auch örtliche Betäubungsmittel, Blutdrucksenker und Schmerzmittel bringen das Immunsystem von Patienten häufiger ins Rotieren. Allergien auf Nahrungsmittel können in jedem Lebensalter auftreten. Bekannt für ihr Allergiepotenzial sind Milcheiweiß, Hühnereier, Zitrusfrüchte, Nüsse, Getreide, Soja und Fisch. Pollenallergiker haben manchmal auch Probleme mit Obst und Gemüse, man spricht dann von einer Kreuzallergie. Dabei reagiert der Körper auf bestimmte Eiweißstoffe in Obst, Gemüse und Kräutern genauso wie auf die jeweils botanisch verwandten Baum-, Getreide-, Gras- oder Kräuterpollen. Schimmelpilze kommen als Mikroorganismen überall in unserer Umwelt vor, etwa in Kompost und Laub, in feuchten Mauern, hinter Tapeten und Fliesen oder in Polstermöbeln. Schimmelpilze oder manchmal sogar Bruchstücke davon können allergische Reaktionen auslösen. Bei Allergien gegen Insektengifte machen den Menschen vor allem die Angriffe von Bienen und Wespen zu schaffen. Foto: luna/fotolia Fotos v. o. n. u.: Kimsonal/Fotolia; denisovd/thinkstock; Kitty/Fotolia; Creative images/fotolia

5 Januar 2014 Allergien auf Naturkosmetik Seite 5 Wenn die Haut Alarm schlägt Quaddeln auf der Haut? Nässende Stellen, juckende Ekzeme? Auch Naturstoffe können heftige Hautreaktionen auslösen. Foto links: Alexander Raths / gettyimages Foto rechts: aniaostudio / gettyimages Ob ein Shampoo nach einer Blumenwiese oder zitronigfrisch riecht, das können Kosmetikhersteller bis in die kleinste Nuance festlegen. Doch ein Duft birgt immer das Risiko, dass man allergisch darauf reagiert, egal ob natürlichen Ursprungs oder synthetisch hergestellt. Duftstoffe zählen neben Konservierungsmitteln zu den wichtigsten Kontaktallergenen in Kosmetikprodukten. Auch Naturkosmetikprodukte verzichten selten auf Duftstoffe unter anderem können sie ätherische Öle enthalten. Und in einigen dieser Öle kommen einzelne Duftstoffe mit unterschiedlich hohem allergenen Potenzial vor. Ein aktuelles Gutachten des für Kosmetik zuständigen Wissenschaftlerausschusses der EU-Kommission listet 28 ätherische Öle (und rund hundert isolierte Duftstoffe) als bekannte Kontaktallergene auf, darunter Lavendel, Pfefferminze, Jasmin oder Sandelholz. Einige davon sind nach Ansicht der Wissenschaftler so riskant, dass sie nur noch in minimalen Konzentrationen in Lotionen oder Parfüms vorkommen sollten. Klar dass Naturkosmetik-Branchenverbände protestierten: Der sichere Gebrauch der als Allergene benannten ätherischen Öle und einzelner darin enthaltener Duftstoffe ist über Jahrzehnte hinweg nachgewiesen, hat beispielsweise der Verband Natrue an den Ausschuss der EU geschrieben. Als Beleg hat er die Meldungen auf allergische Reaktionen mitgeschickt, die es bisher auf Natrue-zertifizierte Produkte gab: Dies waren ein bis drei Fälle pro einer Million verkaufter Packungen. Doch auch in der zertifizierten Naturkosmetik werden Stoffe eingesetzt, auf die empfindliche Haut reagieren kann. Dazu gehört beispielsweise Wollwachs (Lanolin). Auf der Allergenliste des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK), der die weltweit größte Datenbank zu Kontaktallergien führt, findet sich Lanolin auf Platz zehn. Das kommt daher, dass Lanolin oft als Basis medizinischer Cremes auf offene Wunden aufgetragen wurde. Das hat die Betroffenen sensibilisiert. Bei intakter, gesunder Haut ist eine Sensibilisierung durch Wollwachsalkohole in Kosmetika und Pflegemitteln eher selten, schreibt die Bundesregierung in ihrem Aktionsplan Allergie. Differenzierte Bewertung Auch Teebaumöl gilt als potentes Allergen. Zwar ist das Öl selbst nicht problematisch. Sobald es jedoch Licht, Wärme und Sauerstoff ausgesetzt wird, entstehen Oxidationsprodukte, die dann Allergien auslösen können. Vergleichsweise häufig treten auch allergische Reaktionen auf das Bienenkittharz Propolis auf. Es wird wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften oft direkt auf wunde Haut aufgetragen. Immerhin 26 Duftstoffe müssen die Hersteller zudem seit rund acht Jahren auf der Verpackung angeben, wenn sie eine bestimmte Konzentration überschreiten. ÖKO-TEST bewertet diese Duftstoffe differenziert. So werden Eichenund Baummoos, Isoeugenol und Cinnamal als starke Allergene in Tests abgewertet, in geringerem Ausmaß ebenso die etwas weniger potenten Stoffe Cinnamyl Alkohol, Hydroxycitronellal und Lyral. Daneben gibt es sechs Stoffe, die als Allergene selten eine Rolle spielen. Sie führen zu keiner Abwertung, werden aber als zusätzliche Information in den Testtabellen genannt, dazu gehört auch Majantol, der Maiglöckchenduft, der nicht unter die Deklarationspflicht fällt. Für 13 der 26 Duftstoffe haben die Untersuchungen des IVDK gezeigt, dass sie als Allergene im Vergleich zu ihrer Verbreitung eine sehr geringe Rolle spielen. Dazu zählen Limonen oder Linalool. Auch in Naturkosmetik tauchen diese Duftstoffe auf. Die Hersteller argumentieren, dass diese in ihrer natürlichen Zusammensetzung weniger problematisch seien als in isolierter Form. Die bisher vorgelegten Untersuchungen reichen nach Ansicht von ÖKO-TEST aber nicht aus, um die Duftstoffe aus ätherischen Ölen anders zu bewerten. Unsere Einteilung in potente, weniger potente und vernachlässigbare Duftstoffe stützt sich auf die Datenbank des Informationsverbundes Dermatologischer Kliniken (IVDK), einem Netzwerk von Hautkliniken, in dem die diagnostizierten Fälle von Kontaktallergien (pro Jahr mehr als ) ausgewertet werden. Ob tatsächlich eine Allergie vorliegt, sollte ein Allergologe abklären. Wenn auch bei geringen Konzentrationen die Haut mit Ausschlag reagiert, hilft nur der Verzicht. Diese Faktoren beeinflussen das Allergierisiko Allergien behandeln Luftverschmutzung: Vieles spricht dafür, dass Abgase von Kraftfahrzeugen die Entstehung von Allergien fördern und allergische Beschwerden verstärken können. So leiden Kinder, die an verkehrsreichen Straßen heranwachsen, häufiger unter Heuschnupfen als Kinder, die in Wohnstraßen groß werden. Belegt ist auch, dass hohe Konzentrationen von Pollen und Dieselruß in der Luft zu vermehrten Asthmaanfällen bei Kindern führen. Mainzer Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass Ozon und Stickoxide, die aus Autoabgasen entstehen, die Eiweiße an der Pollenoberfläche so verändern, dass diese heftigere allergische Reaktionen auslösen. Schlechte Innenraumluft: Zu gut isoliert, zu wenig gelüftet in überheizten Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit finden Schimmelpilze ideale Lebensbedingungen. Das Umweltforschungszentrum Leipzig konnte zeigen, dass die Sporen bestimmter Pilzarten das Risiko erhöhen, dass ein Kind Sensibilisierungen entwickelt. Auch Aktiv- und Passivraucher neigen eher zu allergischen Reaktionen als Nichtraucher. Übertriebene Hygiene: Bei kleinen Kindern muss sich das Immunsystem erst ausbilden. So paradox das klingen mag, aber Kleinkinder, die viele Infekte durchleiden, haben ein gut trainiertes Immunsystem und entwickeln seltener Allergien. Auch den Umgang mit anderen Fremdstoffen muss das Immunsystem trainieren. Wenn Kinder im Alter von ein bis zwei Jahren auseichend Kontakt zu Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen haben, hilft das ihrem Immunsystem, sich normal zu entwickeln. In einer klinisch sauberen Umgebung finden sich solche Stoffe aber kaum. Chemie im Alltag: Konservierungsmittel im Essen, Duftstoffe in Kosmetika oder Ausdünstungen von Baumaterialien die Vielzahl der chemischen Stoffe im Alltag wird mit dafür verantwortlich gemacht, dass immer mehr Menschen zu Allergien neigen. Stress: Anhaltende starke Anspannung und Stress schwächen offensichtlich das Immunsystem, was eine Neigung zu Allergien begünstigen kann. Ist eine Allergie bereits ausgebrochen, kann Stress ein Faktor sein, der sie verschlimmert. Auch bei kleineren Kindern kann sich Stress so auswirken. Eine Langzeitstudie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig mit sechsjährigen Kindern hat gezeigt, dass ein Umzug oder die Trennung der Eltern das Risiko deutlich erhöht, später an einer Allergie zu erkranken. Diagnose: Um den oder die Auslöser einer Allergie zu finden, muss der Arzt am besten ein Allergologe systematisch vorgehen. Nach einer ausführlichen Befragung zeigen Haut- und Bluttests, auf welche Stoffe der Körper sensibilisiert ist. Anschließend klärt der Arzt noch ab, welche dieser Allergene tatsächlich die Symptome verursachen. Bei einem Provokationstest wird der Körper mit möglichen Auslösern unter Beobachtung konfrontiert. Symptome lindern: Allergietabletten, spezielle Nasensprays und Augentropfen helfen gegen Niesanfälle, juckende Augen, Hautausschläge oder Atembeschwerden. Sie lindern zwar die Beschwerden, heilen aber nicht die Allergie. Spezifische Immuntherapie: Auf Dauer helfen kann nur die spezifische Immuntherapie (SIT), auch Hypo- oder Desensibilisierung genannt. Der Patient erhält über drei Jahre die Allergene in verdünnter Form per Spritze, als Tropfen oder neuerdings auch als Tablette verabreicht. So soll sich der Körper langsam an die harmlosen Substanzen gewöhnen und nicht mehr mit einer verstärkten Abwehrreaktion kontern. Die SIT hat gute Erfolgsquoten. Die Heilungschancen sind am größten, wenn die Therapie frühzeitig beginnt, die Allergie also noch frisch ist.

6 Seite 6 Holzböden Januar 2014 Starke Bretter Foto: tilo GmbH Furnierboden Er hat auf der Oberseite ein 0,6 bis 0,8 Millimeter dünnes Echtholzfurnier. Das Trägermaterial besteht aus einer HDF-Platte und einem Gegenzug aus Papier. Diese Bodenart ist sehr dünn und daher auch auf Estrich zu verlegen. Furnierböden montiert man frei schwimmend auf einer Dämmunterlage, auch hier hat sich das Klicksystem durchgesetzt. In der Regel wird eine gewisse Haltbarkeit nur durch eine dicke, harte Kunststoff- oder Lackschicht erzielt. Dringt an den Fugen Feuchtigkeit ein, kann das Material quellen und der Lack abplatzen. Die Platten können arbeiten, deshalb lässt man eine Dehnfuge. Furnierböden sind nicht zu renovieren. Dicke: ab 7 Millimeter Materialkosten: 15 bis 60 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter Foto: istock/thinkstock Wer einen Holzfußboden neu legen lassen will, steht vor einem riesigen Angebot unterschiedlichster Produkte. Unsere Warenkunde hilft, das Bodenmaterial zu beurteilen und das richtige für die eigene Wohnung auszuwählen. Fertigparkett Die Oberseite muss aus einer mindestens zwei Millimeter dicken Echtholzschicht bestehen, üblich und empfehlenswert sind Dicken von 3,5 bis 4,0 Millimeter. Darunter findet man noch zwei Schichten des Trägermaterials. Das kann entweder kreuzweise verleimtes Holz sein oder billigere Span-HDF-Platten. Fertigparkett kann vollflächig verklebt oder auf ebenem Untergrund frei schwimmend verlegt werden. Standard ist mittlerweile das auch für Laien leicht verlegbare Klickparkett, das ohne Leim nur durch eingefräste Nut- und Feder-Verbindungen zusammenhält. Fertigparkett ändert bei Feuchtigkeit seine Dimensionen. Bestehen die verschiedenen Schichten aus unterschiedlichen Holzarten oder Materialien, kann der Boden eher reißen, da das Schwund- und Quellverhalten jeweils unterschiedlich ist. Strapazier- und Renovierfähigkeit sind bei geklebtem Parkett höher als bei schwimmend verlegtem. Foto: MeisterWerke Schulte GmbH Ab einer Deckschicht von 3,5 Millimeter ist Fertigparkett einbis zweimal abschleifbar. Im Handel sind lackierte, geölte oder gewachste Böden, seltener auch rohe zum Selbstbehandeln. Dicke: 10 bis 22 Millimeter Materialkosten: 20 bis 150 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter Foto: imago/sven Lambert Holzpflaster Hier läuft man auf den Jahresringen der Holzklötzchen. Das widerstandsfähige Pflaster kann nur auf ebenen Untergrund geklebt werden. Zwar lässt es sich oft abschleifen, doch der Kleber hält nur etwa 45 Jahre. Die Oberfläche kann je nach individuellen Anforderungen geölt und/oder gewachst werden. Verwendet man Lack, dürfen die Kanten der Klötzchen nicht miteinander verkleben. Sonst kann das Holz beim Schwinden reißen. Dicke: 22 bis 60 Millimeter Materialkosten: 20 bis 100 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 20 bis 50 Euro pro Quadratmeter Foto: Osmo Holz und Color GmbH & Co. KG Massivholzdielen Dielen sind massive Holzbretter, die rundum mit Nut und Feder versehen sind. Meist sind sie aus Nadelhölzern wie Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder Douglasie. Sie werden auf eine Unterkonstruktion aus Lagerhölzern genagelt, auch schwimmende Verlegung ist möglich. Harte Laubhölzer halten Beanspruchungen besser stand als weiche Nadelhölzer. Durch das Arbeiten des Holzes sind Verwerfungen und Fugenbildung möglich. Grundsätzlich nur sorgfältig getrocknetes Holz verwenden. Dielenböden kann man bis auf drei Millimeter über der Nut abschleifen, also je nach Dicke zehn Mal und öfter. Sie sind dadurch über 100 Jahre haltbar. Die Oberflächenbehandlung erfolgt mit Öl, Wachs oder Lacken. Dicke: 15 bis 40 Millimeter, ab 20 Millimeter bei Befestigung auf Unterkonstruktion Materialkosten: 20 bis 120 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 25 bis 50 Euro pro Quadratmeter Foto: imago/imagebroker OSB-Boden OSB bedeutet Oriented Strand Board: Grobe Nadelholzspäne werden in Längs- und Querrichtung mit Leim zu einer dreischichtigen Platte gepresst. Der Bodenbelag ist ringsum mit Nut und Feder versehen und wird schwimmend verlegt. Laut Herstellerangaben kann er geschliffen und neu lackiert werden. Dabei wird allerdings vor allem der Lack abgetragen. Den Boden kann man eher an- als richtig abschleifen. Auch OSB-Böden können arbeiten und benötigen Dehnungsfugen. Im Handel sind fertig lackierte Dielen, seltener gibt es rohe Böden zum Ölen. Wachs ist wegen der Unebenheiten nicht zu empfehlen. Dicke: 10 bis 22 Millimeter Materialkosten: 12 bis 30 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 10 bis 25 Euro pro Quadratmeter Grafik: ÖKO-TEST Massivparkett Diese Böden werden aus massiven Hartlaubholzstäben gefertigt. Stabparkett ist ringsum genutet und wird mit Hirnholzfedern verbunden und verleimt oder mit speziellen Metallklammern fixiert. Mosaikparkett sind kleine, bereits zu Mustern aneinandergefügte Parkettstäbe, die auf ein Trägermaterial geklebt werden. Das relativ preiswerte Industrieparkett besteht aus hochkant aneinandergefügten Holzlamellen. Parkette werden in der Regel vollflächig auf den Estrich geklebt, dabei sollte man auf emissionsarme Kleber achten. Die klassische, langlebige Verlegemethode sieht das Vernageln auf einem hölzernen Blindboden oder auf einer Holzlattung vor, dazu müssen die Stäbe über Nut und Feder verfügen. Um spätere Fugenbildung zu vermeiden, sollte nur sorgfältig getrocknetes Holz zum Einsatz kommen. Parkette gelten als besonders haltbar und lassen sich bis auf drei Millimeter über der Nut abschleifen. Die Oberfläche wird mit Öl, Wachs oder Lacken behandelt. Dicke: 8 bis 22 Millimeter Materialkosten: 20 bis 150 Euro pro Quadratmeter Verlegekosten: 25 bis 150 Euro pro Quadratmeter

7 Januar 2014 solarwärme Seite 7 Heizen mit der Sonne Solaranlagen zur Wärmeerzeugung könnten längst eine größere Rolle spielen, wenn sie nur günstiger wären. Doch der Markt für Solarthermie stagniert, weil die Installateure sinkende Herstellungskosten nicht an die Kunden weitergeben. Dagegen lohnt es sich mittlerweile, mit Sonnenstrom aus Photovoltaikanlagen zu heizen. wendet, kann sich das rechnen. Dann entfällt zwar der Effizienzhebel der Wärmepumpe, aber dafür muss der Bauherr auch viel weniger investieren. Wirtschaftlich gesehen ist diese energetisch ungünstige Lösung deshalb sogar die attraktivere: Quaschning zufolge verkürzt sich die Amortisationszeit der Photovoltaikanlage dadurch um weitere zwei auf weniger als zehn Jahre. Der entscheidende Pluspunkt für die Photovoltaik ist aber: Wenn es keinen Bedarf an Wärme gibt, kann der Sonnenstrom das ganze Jahr über für eine bestimmte Vergütung ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Derzeit sieht das Erneuerbare-Energien- Gesetz für typische Hausdachanlagen mit bis zu zehn Kilowatt Leistung einen Einspeisetarif von 14,27 Cent pro Kilowattstunde vor. Die überschüssige Wärme einer Solarthermieanlage lässt sich bisher hingegen kaum nutzen. Foto: istockphoto/ Thinkstock Die Bilanz ist ernüchternd: Die deutschen Hauseigentümer lassen sich kaum für Solarthermie erwärmen. Weder das Erneuerbare- Energien-Wärmegesetz noch das begleitende Marktanreizprogramm konnten die Begeisterung der Hauseigentümer steigern, die Wärme für Dusche und Heizung mit der Sonne zu erzeugen. Im Gegenteil: Produzierten neu errichtete Solarthermieanlagen, Holzkessel und Wärmepumpen 2008 insgesamt 2,1 Terawattstunden Heizenergie, waren es 2012 bloß noch knapp zwei Terawattstunden. Unter den erneuerbaren Wärmeträgern schwächelt vor allem die Solarthermie. Zwischen 2008 und 2012 brach der Kollektorabsatz fast um die Hälfte ein: von Megawatt auf 800 Megawatt Leistung, muss das Bundesumweltministerium in seinem letzten Erfahrungsbericht zum Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz eingestehen. Eine erfolgreiche Energiewende im Wärmemarkt sieht anders aus, konstatiert auch Andreas Lücke. Der Geschäftsführer des Heizungsverbands BDH kennt das Hauptproblem der Solarthermie: Noch immer ist diese neue Wärme deutlich teurer als konventionell erzeugte. So kostet die Kilowattstunde Fernwärme heute rund zehn Cent, solarthermische Anlagen produzieren die Kilowattstunde bei deutschen Strahlungsverhältnissen je nach Größe des Kollektors für durchschnittlich 15 bis 20 Cent. Dabei könnte Solarwärme längst günstiger sein. Die Hersteller haben die Produktionskosten von Solarkollektoren durch stärkere Automatisierung und Materialersparnisse zwischen 1995 und 2010 halbiert, doch gleichzeitig stiegen die Kosten und Gewinne beim Vertrieb und bei der Installation. Dadurch wurden die Fortschritte in der Kollektorproduktion nahezu neutralisiert, erklärt Gerhard Stryi-Hipp von der Europäischen Solarthermie-Technologieplattform (EST- TP). Nach seinen Angaben machen die reinen Hardwarekosten bei einem Systempreis von Euro heute nur noch etwa Euro aus. Über die Hälfte des Preises einer solchen Kollektoranlage zur Brauchwassererwärmung für einen Vier-Personen-Haushalt behält also der Installateur für seine Arbeitszeit ein. Das ist unverhältnismäßig hoch. Zum Vergleich: Bei einer privaten Photovoltaik-Dachanlage, deren Module Solarstrom erzeugen, liegt der Anteil der Installationskosten derzeit nur bei 30 Prozent. Und der Installationsaufwand ist bei Solarstrommodulen nicht geringer als bei den Solarwärmekollektoren. Läge der Anteil der Montagekosten in der Solarthermie auf ähnlichem Niveau, würden Kollektoranlagen vermutlich längst besser laufen. Aber an Preissenkungen denken die Handwerksbetriebe offensichtlich nicht. In der Regel übernehmen Firmen aus dem Bereich Heizung, Sanitär, Klima (SHK) die Installation der solarthermischen Anlagen. Diese Firmen sind sehr gut mit der Modernisierung von Bädern ausgelastet, die Solarthermie ist für die meisten nur ein Nebengeschäft. Wer bei ihnen eine Anlage ordert, muss deshalb satte Aufschläge für die Montage in Kauf nehmen. Zudem haben Solarthermiekunden kaum Vorstellungen von einem angemessenen Preis-Leistungs-Verhältnis, sodass die Installateure die hohen Preise auch problemlos durchsetzen können. Es ist ein großer Nachteil für die Kunden, dass die Hersteller keine konkreten Angaben zu der Leistungsfähigkeit ihrer Anlagen machen. Das heißt, Kunden können nicht beurteilen, welche Anlage eine bestimmte Menge Solarwärme am günstigsten erzeugt, kritisiert Stryi-Hipp. In der Photovoltaik herrscht mehr Transparenz: Der Preis einer Solarstromanlage bemisst sich an der Leistung pro Watt. Zu teure Anbieter sind daher leicht ausgemacht. Solche klaren Orientierungswerte fordern Experten daher auch für die Solarthermie. Ihr Vorschlag: Die Hersteller in Europa sollen künftig einen Nachweis über den Systemertrag ihrer Anlagen erbringen. Er gibt an, wie viel Solarwärme eine Anlage unter bestimmten Bedingungen wie zum Beispiel der meteorologischen Situation pro Jahr erzeugt. Damit können die Kunden leicht die Kosteneffizienz eines Systems einschätzen. Um den Nachweis auf den Weg zu bringen, wäre eine spezielle Förderung für Anlagen möglich, deren Jahres-Output in Testverfahren simuliert wurde. Würde zum Beispiel über das Marktanreizprogramm ein zusätzlicher Bonus für Systeme mit solchem Nachweis gewährt, könnten Anbieter ihre Mehrkosten für die Simulation kostenneutral an Kunden weitergeben. Doch an diesem Punkt zögert das für die Solarthermieförderung zuständige Bundesumweltministerium. Es gebe zu viele Unwägbarkeiten, daher sei eine Förderung vorerst nicht umsetzbar, heißt es. Der Solarthermiemarkt muss aber dringend in Schwung gebracht werden, wenn Solarwärmekollektoren bei der Energiewende eine Rolle spielen sollen. Denn mittlerweile ist auch Sonnenstrom für die Erzeugung von Wärme eine interessante Option. Energiebewussten Verbrauchern galt das Verheizen von Strom lange Zeit als Unding. Doch rein wirtschaftlich betrachtet sieht die Sache anders aus: Wenn die Kosten weiter fallen, wird Solarstrom bald nur noch elf bis zwölf Cent pro Kilowattstunde kosten und dann direkt mit Öl für die Heizung konkurrieren, prognostiziert Volker Quaschning, Professor für regenerative Energien und Solarenergie in Berlin. Nach seinen Berechnungen können Privatleute ihr Warmwasser unter bestimmten Bedingungen schon heute preiswerter per Photovoltaik erzeugen als mit herkömmlichen Sonnenkollektoren. Wenn der Sonnenstrom zum Beispiel eine Wärmepumpe antreibt, lässt sich die Kilowattstunde Wärme demnach bereits für rund fünf Cent erzeugen deutlich günstiger als mit klassischen Solarthermieanlagen. Damit amortisiert sich das Photovoltaiksystem schon nach zwölf Jahren, sagt Professor Quaschning. Solarthermieanlagen rechneten sich hingegen meist erst gegen Ende ihrer rund 20-jährigen Lebensdauer. Eine Wärmepumpe verwertet den Solarstrom sehr effizient, weil sie ihn nutzt, um der Umgebung Wärme zu entziehen. Aus einem Kilowatt elektrischer Antriebsleistung kann sie so drei bis vier Kilowatt Wärme erzeugen. Selbst wenn eine Art Tauchsieder den Photovoltaikstrom direkt zum Erhitzen von Wasser ver- Erste Komplettsysteme aus Wärmepumpe, Warmwasserspeicher, Solarmodulen und Wechselrichter sind bereits auf dem Markt erhältlich. Der Münchener Hersteller Centrosolar beispielsweise bietet ein solches Paket unter dem Namen CENPAC plus mit 3,28 beziehungsweise 3,44 Kilowatt elektrischer Spitzenleistung an. Die Pumpe nutzt die Wärme der Umgebungsluft, der dazu nötige Wärmetauscher ist im Gerät integriert. Ein Energiemanager regelt, wann der Solarstrom die Wärmepumpe und wann er andere elektrische Geräte betreiben soll, erklärt Produktingenieur Sebastian Voigt. Noch einen Schritt weiter geht bei den Komplettpaketen der Bielefelder Fassadenspezialist Schüco. Er bietet eine Wärmepumpen-Photovoltaik-Kombination an, die nicht nur für die Warmwasserbereitung Verwendung findet, sondern zusätzlich auch Wärme für die Raumheizung liefert. Dafür integriert Schüco leistungsstärkere Komponenten. Die 38 Photovoltaikmodule des Systems erreichen insgesamt 8,36 Kilowatt Leistung, die dazu passenden Wärmepumpen sind in drei Varianten mit 8 sowie 11,2 und 14 Kilowatt Leistung erhältlich. Mit dem System könnten Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern ihren Wärmebedarf weitgehend aus erneuerbaren Energien decken, verspricht Schüco. Ist der Zug für die Solarthermie nun abgefahren? So einfach ist es nicht. Der Unternehmensberater Werner Koldehoff, langjähriges Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Solarwirtschaft, glaubt weiter an die Zukunft der Solarthermie. Zur Warmwasserbereitung und im Neubau macht Photovoltaik vielleicht Sinn, nicht aber für die Beheizung älterer Gebäude, sagt Koldehoff. In Altbauten müsse wegen der schlechten Dämmung mehr Wärme bereitgestellt werden, und das erfordert relativ hohe Vorlauftemperaturen von bis zu 60 Grad. Wenn man diese Temperaturen mit Wärmepumpen erzeugen will, verringert sich ihre Effizienz rapide, so Koldehoff. Energetisch gesehen ist das Quatsch. Sonnenkollektoren sind für die energetische Sanierung besser geeignet, besonders in Kombination mit einer Wärmepumpe. Bei vielen älteren Mehrfamilienhäusern wird dies bereits gemacht. Für Wärmepumpen, die solch große Objekte heizen müssen, reichen eingebaute Luft-Wärme-Tauscher wie in der Warmwasseranlage von Centrosolar nicht mehr aus. Sie beziehen ihre Wärme deshalb in der Regel von Tiefensonden aus dem Erdreich. Werden diese Wärmepumpen von Solarkollektoren unterstützt, müssen sie keine so große Temperaturdifferenz mehr überwinden und arbeiten dadurch effizienter.

8 Seite 8 marktdaten Januar 2014 Gesundheit/Medikamente Für ÖKO-TEST-LeserInnen spielt eine gesunde Lebensweise schon immer eine zentrale Rolle, dazu gehört auch der Konsum von OTC-Produkten. Ein hoher Bildungsstand und ein überdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen machen dies möglich. Der wachsende Trend zu gesunder Ernährung und das steigende Interesse an Fitness- und Wellnessthemen in breiteren Bevölkerungsschichten haben uns überdies viele neue LeserInnen gebracht. ÖKO-TEST berichtet seit Jahren regelmäßig und umfassend über diesen Bereich. Die neuen Leser wollen gezielt über Fitness- und Wellnessprodukte informiert werden und fungieren ihrerseits als Meinungsbildner. hinweis Die Grafiken zeigen die Leistungswerte einer Auswahl der 250 AWA-Titel, basierend auf einer 3er- Indexsumme, die Tausender-Kontakt-Preis (TKP), Reichweite und Affinität zusammenfasst. So wird die Wirtschaftlichkeit eines jeden Titels verdeutlicht. Zur besseren Verständlichkeit werden die Grundzählungen des ÖKO-TEST-Magazins in der Eingangstabelle dargestellt und dann in den Grafiken mit anderen Titeln verglichen. Strukturdaten des ÖKO-TEST-Magazins mit 3er-Indexsumme Kategorie Basis- ZG Zielgruppe Gesundheit Informationsinteresse: Naturheilmittel, homöopathische Medikamente interessiert und gebe öfters Ratschläge, Tipps, gelte da als Experte TNP Reichweite Affinität 3er- ZG- Rang % Mio. Rang Index Rang Anteil % Index Rang 51,52 1 7,1 0, , Gesundheit OTC-Kernzielgruppe 59,87 2 4,7 0, , Gesundheit Gesunde Ernährung, gesunde Lebensweise: Interessiert mich ganz besonders 24,79 1 4,9 0, , Gesundheit Hohe Ausgabebereitschaft: Bereiche, die so wichtig sind, dass man bereit ist, dafür einiges Geld auszugeben: Gesundheit und Wellness 32,50 2 3,9 0, , ÖKO-TEST-LeserInnen sind bereit, viel Geld für Gesundheit und Wellness auszugeben ÖKO-TEST-LeserInnen interessieren sich stark für Naturheilmittel Mit ÖKO-TEST erreichen Sie die Kernzielgruppe rezeptfreie Medikamente optimal AWA 2013; Zielgruppe Jahre; Informationsinteresse: Naturheilmittel, homöopathische Medikamente interessiert und gebe öfters Ratschläge, Tipps, gelte da als Experte AWA 2013; Zielgruppe Jahre; OTC-Kernzielgruppe Gesunde Ernährung und eine gesunde Lebensweise haben einen hohen Stellenwert ÖKO-TEST-LeserInnen geben bevorzugt viel Geld für Wellness und Gesundheit aus AWA 2013; Zielgruppe Jahre; Gesunde Ernährung, gesunde Lebensweise. Interessiert mich ganz besonders AWA 2013; Zielgruppe Jahre; hohe Ausgabebereitschaft: Bereiche, die so wichtig sind, dass man bereit ist, dafür einiges Geld auszugeben: Gesundheit und Wellness

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