Do 1.1b. KPI-Monitoring und Performanceengineerings - Widerspruch oder Ergänzung? Klaus-Dieter Jäger

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1 Do 1.1b January 26-30, 2009, Munich, Germany ICM - International Congress Centre Munich KPI-Monitoring und Performanceengineerings - Widerspruch oder Ergänzung? Klaus-Dieter Jäger

2 KPI-Monitoring und Performanceengineerings - Widerspruch oder Ergänzung? Klaus-Dieter Jäger Dipl. Ing. (FH) Agenda Definitionen / Begriffe Performance End2End Zeitmessung Kennzahlen / KPI Tooling - Performanceengineering Übersicht Datenermittlung / Instrumentierung Auswertung Kommerzielle Produke Vergleich Performanceengineering / KPI Monitoring Fazit Seite 2 1

3 Definition - Performance Performance Die Performance ist ein Maß für das Zeitverhalten eines Softwaresystems. Performance ist definiert durch die Indikatoren Antwortzeit (response time) und Durchsatz (throughput). Antwortzeit und Durchsatz können gegensätzliche Anforderungen sein. Performanceproblem Häufig in Softwareprojekten anzutreffendes Problem mit vielen Facetten: Dauerhafte Performance-Probleme Über die Zeit anwachsende Performance-ProblemeProbleme Performance-Probleme bei Last Sporadische Probleme Dauerhafte Fehler (Timeout) Überlast Plötzliches Chaos Seite 3 End2End Zeitmessung (1) Definition: Zeit zwischen Aktion des Benutzer und Reaktion der Anwendung. ng Zeit, die der Anwender auf das System wartet. Benutzer Client Server Vereinfachung: Oft wird hierfür die clientseitige Dauer für einen Serveraufruf gemessen. Hierfür können Netzwerkmonitore sehr effektiv eingesetzt werden. Problem: Nicht bei jeder Architektur liefert diese vereinfachte Messung richtige Werte Eine Benutzeraktion ist nicht immer nur auf einen Serveraufruf zuordenbar. Seite 4 2

4 End2End Zeitmessung (2) Praxisbeispiel: Aufgabe: Eine guifizierte ie Hostanwendung ng sollte in den zukünftigen Anwendungsrahmen integriert werden. Lösung: Wechsel von einer VisualBasic Fat-Client Lösung zu einer 3 Tier-Lösung mit Java-Client des gleichen Herstellers. Während der Tests wurde bei der End2End- Zeitmessung nur eine minimale Verschlechterung der Antwortzeit festgestellt. Problem: Große Akzeptanzschwierigkeiten bei Benutzern im produktiven Betrieb. Ursache: Bei der Fat-Client-Lösung waren Benutzereingaben schon vor der Anzeige der eigentlichen Maske möglich. Benutzer Client Server Seite 5 Definition Kennzahlen / KPI Kennzahlen Eine Kennzahl ist eine Maßzahl, die zur Quantifizierung dient, und der eine Vorschrift zur quantitativen reproduzierbaren en Messung einer Größe oder eines Zustandes oder Vorgangs zugrunde liegt. Key Performance Indicator (KPI) Key Performance Indicator bezeichnet in der Betriebswirtschaftslehre Kennzahlen, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation gemessen und/oder ermittelt werden kann. Seite 6 3

5 Allgemeine Kenngrößen Kenngrößenname Durchschnittliche Anwendungs- aktionsdauer (Laufzeit) Gesamte Anwendungsaktionsdauer (Laufzeit) Minimale Anwendungsaktionsdauer (Laufzeit) Maximale Anwendungsaktionsdauer (Laufzeit) Anwendungsaktionsanzahl Beschreibung Beschreibt die durchschnittliche Dauer alle ausgeführten Anwendungsaktion. Beschreibt die gesamte Dauer aller ausgeführten Anwendungsaktionen. Beschreibt die minimalste Dauer einer Anwendungsaktion. Beschreibt die maximalste Dauer einer Anwendungsaktion. Die Anzahl der Anwendungsaktionen. Anwendungsaktionsdauer d Bezeichnet die Dauer einer einzelnen Anwendungsaktion Anwendungsaktionsdurchsatz Die Kenngröße beschreibt die ausgeführten Anwendungsaktionen. Anwendungsaktionssranking Beschreibt die Reihenfolge der am häufigsten ausgeführten Anwendungsaktionen. Seite 7 Beispiele Performanceengineering Maximale Antwortzeit t für Serviceaufrufe Durchschnittliche SQL-Laufzeit Durchsatz Host-Transaktionen pro Sekunde Übertragene Datenmenge KPI Monitoring Umsatz pro fakturiertem t Personentag Anzahl der fakturierten Personentage im Verhältnis zu den Planarbeitstagen. Anzahl offener Geschäftsprozesse Abarbeitungsquote einer Abteilung Seite 8 4

6 Tooling Performanceengineering - Übersicht Seite 9 Tooling Performanceengineering Instrumentierung Instrumentierung Einfügen von Code (Schnipseln) um Daten aus der Anwendung zu erhalten. Java-Agent Läuft innerhalb der JVM Hat Zugriff auf selbe Ressourcen z.b. Heap Schnittstelle für Instrumentierung Seite 10 5

7 Tooling Performanceengineering Auswertung Kenngröße (1) Kenngröße (2) Kenngröße (3) (1) Kenngröße innerhalb eines Aktionsmessdatums (2) Kenngröße über mehrere gleichartige Aktionsmessdaten (3) Kenngröße über mehrere verschiedenartige Aktionsmessdaten Seite 11 Tooling Performanceengineering Produkte (1) Beispiel: wily Introscope Nutzung verschiedener Informationsquellen für das Monitoring InsbesondereBytecode- Instrumentierung Aber auch z.b. SNMP, JMX Instrumentierung des Bytecodes Ermöglicht den Agents das Einsammeln von Daten vom überwachten Knoten Umfang der Instrumentierung kann festgelegt werden Im Produktionsbetrieb einsetzbar. Quelle: CA Wily Technology Seite 12 6

8 Tooling Performanceengineering Produkte (2) Beispiel dynatrace: Quelle: dynatrace Diagnostics PurePath Technology Isolieren der Komponente, die das Problem verursacht (WO?) Identifizieren der genaue Ursache des Problems (WARUM?) Unterstützung von Java und.net-anwendung Hohe Detailgrad (vgl. Profiler) Zahlreiche Agenten Fehleridentifikation und Analyse Seite 13 Vergleich Zielsetzung Performanceengineering Ermittlung Laufzeitzeitverhalten des Anwendungssystems Ermittlung des Kapazitätsbedarf (Rechner Dimensionierung) Basis für System-Accounting Detailtiefe variiert entsprechend dem Bedarf Fehler müssen vor den Benutzern erkannt werden Ermittlung von Systemgrenzen KPI Monitoring Ermittlung Laufzeitzeitverhalten der Geschäftsprozesse (Anwendungssystems inkl. Anwender) Planung des Personalbedarfs Basis für leistungsorientierte Vergütungssysteme Keine Variation der ermittelten Daten Seite 14 7

9 Fazit (1) Performance- und KPI-Monitoring ergänzen sich Es gibt keinen "Goldenen Hammer", der Werkzeug-Mix macht es aus. Spezifisches Fach-Know-How sind für Performance- und KPI-Monitoring unabdingbar. Trendanalysen sind sehr Effektiv, daher ist eine kontinuierliche Betrachtung unabdingbar. Anwendung/Umgebung/Datenmenge ändert sich über die Zeit Performancemonitoring und KPI-Monitoring können mit dem Incidentmanagement integriert werden. Gemeinsame Auswertung mit SLA-Überwachung denkbar. Seite 15 Fazit (2) Performance- und KPI-Monitoring unterscheiden sich Nutzer der Daten Unterschiedlich. Performancedaten -> Betrieb und Entwicklung KPI-Daten -> Fachbereiche Change-Zyklus Performancedaten -> Veränderung architektureller Komponenten KPI-Monitoring -> neue, geänderte Geschäftsprozesse Abhängigkeit operative Daten Performancedaten -> unabhängig gg KPI-Monitoring -> Daten werden ggf. für Filterungen benötigt. Seite 16 8

10 The end Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Fragen? Fragen! Seite 17 9

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