Newsletter. Inhaltsübersicht. 1. Linder & Gruber News... Seite Energietechnische Analyse von Beherbergungsbetrieben zum Nulltarif...

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1 Newsletter. Nr. 5 / Mai Inhaltsübersicht 1. Linder & Gruber News... Seite 2 2. Energietechnische Analyse von Beherbergungsbetrieben zum Nulltarif... Seite 2 3. Steuerliche Absetzung eines Arbeitszimmers... Seite 2 4. Steuerliche Abzugsfähigkeit von Reisekosten... Seite 3 5. Essensbons im Visier der Finanz... Seite 4 6. Literaturtipp Mai Seite 5 7. Erfolgreiche Unternehmensfinanzierung... Seite 5 8. Tücken bei der Zusammenfassenden Meldung... Seite 6 9. Eigenimport von Neufahrzeugen aus der EU... Seite Linder & Gruber Zinsbarometer... Seite 7 Herausgeber: Linder & Gruber GmbH Steuer- und Wirtschaftsberatung GmbH Martin-Luther-Straße 160, 8970 Schladming Quelle: Linder & Gruber Infomedia

2 1. Linder & Gruber News Entschuldigung Urlaubsbedingt erfolgt die Übermittlung des Newsletters Mai 2010 verspätet! Personelle Veränderungen Nach 9-jähriger Tätigkeit in unserer Kanzlei hat sich der berufliche Lebensweg von Daniela Neumayer- Knauß verändert. Seit 1. Mai 2010 unterstützt sie die Abteilung Rechnungswesen eines unserer größten Mandanten, der Firma Snowboard Dachstein-Tauern GmbH. Das Team von Linder & Gruber wünscht ihr auch auf diesem Weg eine erfolgreiche berufliche und private Zukunft! Alle bisher von Daniela wahrgenommenen Arbeiten wurden auf die Mitarbeiter des bestehenden Teams verteilt! 2. Energietechnische Analyse von Beherbergungsbetrieben zum Nulltarif Für kurze Zeit besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Förderaktion Ski-WM 2013 Schladming, die energietechnische Erstanalyse von Beherbergungsbetrieben praktisch kostenlos zu beanspruchen. Nach anfänglichen Zweifeln, ob die bestehende Förderaktion im Rahmen des Klimafonds überhaupt noch weiter geführt werden kann, gibt es nunmehr, eingeschränkt auf Beherbergungsbetriebe, die Möglichkeit um einen Nettobetrag von 100,- sich von kompetenter Seite beraten zu lassen. Im Fall Ihres Interesses ersuchen wir darum mit unserer Kanzlei, Herrn Herbert Guschelbauer, in Kontakt zu treten! Wir stellen die erforderlichen Kontakte her und unterstützen bei der Aufbereitung der Förderanträge. > mehr Information 3. Steuerliche Absetzung eines Arbeitszimmers Aufwendungen der Lebensführung sind "reines Privatvergnügen". Eine steuerliche Absetzbarkeit der Kosten für die Privatwohnung ist aber für ein "Arbeitszimmer" möglich. Unter den Begriff des Arbeitszimmers fallen im privaten Wohnungsverband liegende beruflich genutzte Räumlichkeiten. Unter den Begriff Wohnungsverband versteht man jene Einheit, die das private Wohnbedürfnis des Steuerpflichtigen abdeckt. Dazu gehört etwa eine Miet- oder Eigentumswohnung, ein Einfamilienhaus samt Garten und Gartenhäuschen oder Ähnliches. Das Arbeitszimmer liegt dann im Wohnungsverband, wenn es von der Wohnung aus begehbar ist. Ein weiterer separater Eingang ändert nichts an der Qualifikation im Wohnungsverband. Ausschließliche Verwendung im Rahmen der Berufsausübung Nicht unter den Begriff Arbeitszimmer fallen im Wohnungsverband liegende Räumlichkeiten, die aufgrund ihrer Ausstattung von vornherein ausschließlich für die Verwendung im Rahmen der Berufsausübung bestimmt sind. Hierzu zählen beispielsweise: Ordinations- und Therapieräumlichkeiten Labors und Fotostudios mit entsprechender Einrichtung Film- und Tonstudios Kanzleiräumlichkeiten, die auch von Kunden frequentiert werden Lagerräume Werkstätten Die Kosten für derartige Räumlichkeiten sind ohne Einschränkungen absetzbar, sofern diese nicht auch für private Zwecke genutzt werden. Sänger, Musiker, Komponist, Dichter, Maler, Heimarbeiter und Teleworker Alle übrigen Arbeitszimmer können nur dann steuerlich abgesetzt werden, wenn ** Linder & Gruber Infomedia Seite 2

3 1. das Arbeitszimmer für die berufliche Tätigkeit unbedingt notwendig ist und auch tatsächlich nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird UND 2. wenn der Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit dem Berufsbild nach im Arbeitszimmer gelegen ist. Nach Ansicht der Finanzverwaltung ist das zweite Kriterium Tätigkeitsmittelpunkt im Arbeitszimmer jedenfalls nicht erfüllt bei: Lehrern, Richtern, Politikern, Dirigenten, Schauspielern, Vortragenden oder Vertretern. Hingegen wurde ein Tätigkeitsmittelpunkt im häuslichen Arbeitszimmer bei folgenden Berufen bejaht: Sänger, Musiker, Komponist, Dichter, Maler, Heimarbeiter, Teleworker. Gesamtnutzfläche nach m²-schlüssel aufteilen Sind die oben angeführten Kriterien erfüllt, liegt ein steuerlich anzuerkennendes Arbeitszimmer vor und man kann die auf die Nutzfläche des Arbeitszimmers entfallenden Miet- und Betriebskosten, steuerlich absetzen. Nach einem m²-schlüssel wird die Gesamtnutzfläche einfach aufgeteilt. Bei Eigentumswohnungen können 1,5% der auf die Wohnung entfallenden Anschaffungskosten, Strom-, Heiz-, Müllentsorgungskosten sowie die Einrichtungsgegenstände des Arbeitszimmers (Leuchtkörper, Bücherregal, Schreibtisch, Drehsessel etc.) steuerlich abgesetzt werden. Bei den Einrichtungsgegenständen ist darauf zu achten, dass diese nur bei Anschaffungskosten bis maximal 400 netto sofort abgesetzt werden können. Teurere Einrichtungsgegenstände müssen über ihre Nutzungsdauer verteilt abgeschrieben werden (im Regelfall 3 bis 4 Jahre) und können nur in Höhe der jährlichen Abschreibung (Anschaffungskosten dividiert durch Nutzungsdauer) steuerlich geltend gemacht werden. Tipp: Die Ermittlung des Mittelpunkts der gesamten beruflichen Tätigkeit kann mitunter Schwierigkeiten bereiten, wenn mehrere Tätigkeiten zusammentreffen (z.b. Lehrer, Sachbuchautor und Vortragender). Wir stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. 4. Steuerliche Abzugsfähigkeit von Reisekosten Nach österreichischer Rechtsprechung sind bei Verbindung einer Geschäftsreise mit privaten Reisezwecken die gesamten Reisekosten nicht abzugsfähig. In Deutschland hat der Bundesfinanzhof nun anders entschieden. Die Kosten können dort im Verhältnis der Zeitanteile aufgeteilt werden. Der Bundesfinanzhof hat in Deutschland kürzlich seine Ansicht zu Reisen mit privatem Anteil revidiert: Lässt sich die Reise eindeutig in beruflich und privat veranlasste Abschnitte trennen (etwa ein Urlaub vor oder nach einer Dienstreise), sind die auf den beruflich veranlassten Teil entfallenden Kosten abzugsfähig. Die Aufteilung der Kosten kann im Verhältnis der Zeitanteile erfolgen. Sowohl die Aufenthalts- als auch die Hin- und Rückreisekosten sind zu aliquotieren. Ist allerdings eine objektive Trennung beruflich und privat bedingter Aufwendungen nicht möglich, bleibt es bei der Nichtabzugsfähigkeit der gesamten Reiseaufwendungen. Ob die österreichische Judikatur oder Verwaltungspraxis dem "deutschen Modell" folgen wird, bleibt abzuwarten. Bis es soweit ist, sind Diskussionen mit dem Betriebsprüfer vorprogrammiert. Bis dahin gilt jedenfalls folgende Rechtsprechung: Betriebsausgaben für Fachmesse Nimmt ein Unternehmer etwa an einer Fachmesse in Deutschland teil, so sind die in diesem Zusammenhang anfallenden Kosten unter folgenden Bedingungen als Betriebsausgabe abzugsfähig: 1. die Reise muss (fast) ausschließlich betrieblich bedingt sein, 2. die Fortbildung muss zum Erwerb von Kenntnissen dienen, die eine einigermaßen konkrete Verwertung im Unternehmen zulassen, 3. das Reiseprogramm und die Durchführung müssen nahezu ausschließlich auf interessierte Teilnehmer im Tätigkeitsbereich des Steuerpflichtigen zugeschnitten sein und 4. Privatzeiten dürfen nicht mehr Zeit in Anspruch nehmen als die sonst verfügbare Freizeit während der beruflichen Tätigkeit. Eine Fortbildung im Ausmaß von 8 Stunden pro Tag ist Voraussetzung. Eine Reise, bei der außerberufliche Programmpunkte nicht entsprechend in den Hintergrund treten, wird dem privaten Lebensbereich zugeordnet. Sie ist dann zur Gänze nicht steuerlich abzugsfähig. ** Linder & Gruber Infomedia Seite 3

4 Welche Ausgaben können abgezogen werden? Abzugsfähig sind unter den oben genannten Voraussetzungen: die Kosten für die An- und Abreise, Seminarkosten, Skripten, Taggelder sowie die tatsächlichen Nächtigungskosten. Tipp: Als Nachweis sollte jedenfalls das Kursprogramm aufbewahrt werden! Wenn Sie aber 4 Tage an einem beruflich veranlassten Seminar teilnehmen und anschließend noch 3 Tage einen Wellness-Urlaub anhängen, erkennt die Finanz die gesamten Reisekosten außer Skripten und Teilnahmegebühren an Berufsveranstaltungen wie einem Kongress steuerlich nicht an (sog. "Aufteilungsverbot"). Die gesamten Kosten für die An- und Abreise sowie die Hotelkosten steuerlich nicht zu verwerten. Gleiches gilt, wenn ein Urlaub vorangestellt oder angehängt wird, außer es handelt sich um einen vernachlässigbaren Freizeittag. Dieser Tag ist allerdings steuerlich nicht abzugsfähig. 5. Essensbons im Visier der Finanz Fährt ein in der Wiener Mariahilferstraße arbeitender Verkäufer zum Stephansplatz in ein Lokal essen, droht dem Arbeitgeber die Nachversteuerung der dafür ausgegebenen Essensmarken. Nicht nur in Wien, auch in den anderen Bundesländern sollte bezüglich der Einlösung von Essensmarken nun besonders aufgepasst werden. Erhält ein Dienstnehmer einen Sachbezug, stellt dieser einen Teil seines Arbeitsentgeltes dar, der auch steuerpflichtig ist. Ausnahmen von der Steuerpflicht bilden aber Essensmarken unter Einhaltung bestimmter Kriterien. So sind Gutscheine für Mahlzeiten bis zu 4,40 pro Arbeitstag steuerfrei, wenn diese nur am Arbeitsplatz oder in einer nahe gelegenen Gaststätte zur dortigen Konsumation eingelöst werden. Können die Essensbons auch zur Bezahlung von Lebensmitteln verwendet werden, sind sie bis zu 1,10 pro Arbeitstag steuerfrei. Die Steuerbefreiung setzt die tatsächliche Einlösung zur Konsumation einer Mahlzeit im Betrieb oder in einer nahe gelegenen Gaststätte voraus. Der Arbeitgeber kann den erhöhten Betrag von 4,40 erst nach tatsächlicher Einlösung des Gutscheins steuerfrei stellen. Bis dahin kann er jedoch 1,10 pro Arbeitstag ansetzen. Wenn allerdings sichergestellt wird, dass die Speisen nur in einem Gasthaus in unmittelbarer Nähe der Firma oder in der Betriebskantine abgegeben, diese nicht nach Hause mitgenommen und von den Mitarbeitern nur an Arbeitstagen eingelöst werden können, darf der Arbeitsgeber den erhöhten Betrag sofort steuerfrei stellen. Welche Gaststätte ist nicht steuerschädlich? Bekommt der Dienstnehmer beim Wirt ein Vollmenü, das einem üblichen Kantinenessen entspricht, und befindet sich der Wirt in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz, so sind Gutscheine für Mahlzeiten bei ihm bis 4,40 steuerfrei. Der Begriff "in einer nahe gelegenen Gaststätte" ist nicht an eine absolute Entfernung gebunden, sondern richtet sich nach den ortsüblichen Verhältnissen. In der Nähe der Firma ist sie jedenfalls dann, wenn die Einnahme einer Mahlzeit während der zur Verfügung stehenden Mittagspause unter Berücksichtigung der anfallenden Wegzeiten möglich ist. Entfernungen bis zu 15 Minuten Fußweg sind ebenso wenig schädlich wie die Verwendung eines Verkehrsmittels auf Grund der besonderen Lage des Arbeitsplatzes. Auch die Einlösung der Essensmarken bei mehreren verschiedenen Gaststätten ist zulässig. Schädlich für die Anwendung des erhöhten Freibetrages von 4,40 ist der Umstand dann, wenn Essensbons in Gaststätten eingelöst werden können, die nicht in der Nähe des Arbeitsplatzes liegen. Vorsicht! Die Finanz legt in jüngster Vergangenheit bei Betriebsprüfungen besonderes Augenmerk auf die Entfernung derartiger Gaststätten und Restaurants und die Einhaltung der Kriterien bezüglich steuerfreier Essensmarken! ** Linder & Gruber Infomedia Seite 4

5 6. Literaturtipp Mai 2010 Die 5 Gebote für exzellente Führung Wie Ihr Unternehmen in guten und in schlechten Zeiten zu den Gewinnern zählt Hans H. Hinterhuber Frankfurter Allgemeine Buch März 2010 Hinterhuber zählt zu den europaweit anerkannten Fachleuten im Bereich Unternehmensstrategie und Leadership. In seinem neuesten Werk eröffnet er den Zugang zu folgenden 5 Erfolgsfaktoren. Exzellente Führung Gute Strategien Die richtigen Mitarbeiter Taktische Maßnahmen mit rasch spürbaren Wirkungen Glück Dieses Buch bildet eine hervorragende Grundlage, eigene Erfolgsfaktoren zum Thema Unternehmensführung auf den Prüfstand zu stellen! > mehr Information 4ED62082D8EF}&rub={578068FF-8A2F-45EF-BF99-724AF6D103E9} 7. Erfolgreiche Unternehmensfinanzierung Banken fragen nicht nur nach Sicherheiten, sondern vor allem nach detaillierten Unterlagen zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens, bevor sie Kredit geben. Kreditgeschäft ist Risikogeschäft mit diesem Statement bringen viele Bankenvertreter ihr Tageswerk auf den Punkt. Die viel zitierten Basel II Bestimmungen, also jenes Regelwerk, das die Banken dazu verpflichtet, ihr Risiko auch nachvollziehbar zu dokumentieren, soll eine freizügige und damit zu riskante Kreditvergabe verhindern. Wirtschaftlich bedeutet das: Je geringer die Bonität des Kreditnehmers, umso riskanter ist die Kreditgewährung und umso stärker werden die Eigenmittel der Bank gebunden. Dies verteuert die Kreditgewährung für die Bank. Daher fragen Banken nicht nur nach Sicherheiten, sondern vor allem auch nach detaillierten Unterlagen zur wirtschaftlichen Situation des Unternehmens. Unternehmer brauchen professionelle Kredit-Unterlagen Aus Unternehmenssicht bedeutet das: Aktuelle, schlüssige Unterlagen, sorgfältig und leicht nachvollziehbar aufbereitet, sind die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Kreditgespräch. Dazu gehören die Darstellung der wirtschaftlichen Unternehmensentwicklung anhand des letzten Jahresabschlusses (mit Vorjahresvergleich) und ein Überblick über die Geschäftsentwicklung für das aktuelle Wirtschaftsjahr. Eine ordentliche Planungsrechnung zumindest für das nächste Jahr sollte nicht fehlen. Das Planbudget zeigt die künftige Ertragsentwicklung in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung auf. Der Finanzplan zeigt die erwarteten Ein- und Auszahlungen. Banken interessiert dabei vor allem, ob und wann finanzielle Engpässe zu erwarten sind und ob der gewährte Kredit auch verlässlich hinsichtlich Raten und Zinsen bedient werden kann. Dabei geht es weniger um den viel zitierten Blick in die Kristallkugel, als viel mehr um eine realistische Abschätzung der Bandbreite der wirtschaftlichen Entwicklung im Sinne von Best Case / Worst Case-Szenarien. Professionelles, wirtschaftliches Monatsberichtswesen Dies liegt letztlich auch im Interesse des Unternehmers selbst. Daher richten immer mehr Klein- und Mittelbetriebe ein professionelles, wirtschaftliches Monatsberichtswesen durch geeignete Software und unterstützt durch praxisgerechte Beratung ein. Aus einer schlichten Buchhaltung wird geschickt organisiert ein entscheidungsorientiertes Führungsinstrument für den Unternehmer und eine passable Unterlage für Bankgespräche. ** Linder & Gruber Infomedia Seite 5

6 8. Tücken bei der Zusammenfassenden Meldung Erbringt ein Unternehmer grenzüberschreitende Dienstleistungen an einen Unternehmer im übrigen Gemeinschaftsgebiet, so ist der Umsatz seit in der Zusammenfassenden Meldung (ZM) zu erfassen. Das führt nun zu einem Verwaltungsmehraufwand bei Freiberuflern. Berät etwa ein österreichischer Rechtsanwalt einen deutschen Unternehmer, so bestimmt sich der Leistungsort nach der so genannten Generalklausel. Die Beratungsleistung ist danach dort steuerbar, wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt - also in Deutschland. In Österreich ist diese sonstige Leistung nicht steuerbar. In solchen Fällen kommt es jedoch zwingend zum Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger, dem deutschen Unternehmer ("Reverse Charge"). Es ist also eine Rechnung ohne Umsatzsteuer mit Hinweis auf den Übergang der Steuerschuld auszustellen. Diese sonstigen Leistungen sind zwar nicht in der österreichischen Umsatzsteuervoranmeldung, sehr wohl aber seit in der ZM zu erfassen. Von dieser neuen Meldeverpflichtung sind jene Dienstleistungen zwischen Unternehmen nicht betroffen, bei denen sich der Leistungsort nicht nach der Generalklausel bestimmt, wie etwa bei Grundstücksleistungen, Kultur/Bildung/Wissenschaft/Sport/Unterhaltung, Personenbeförderung und Ähnlichem. Meldezeitraum der Zusammenfassenden Meldung Die ZM ist jeweils für einen Kalendermonat zu erstellen. Nur für Unternehmer, deren Umsätze im Vorjahr nicht höher als waren, ist analog zur Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) das Quartal der Meldezeitraum. Die Meldung hat unabhängig vom Zeitpunkt der Rechnungsausstellung für den Monat zu erfolgen, in dem die sonstige Leistung ausgeführt wird. Dieser Zeitpunkt verschiebt sich nicht um ein Monat, wenn die Rechnung erst im Folgemonat ausgestellt wird. Der Zeitpunkt des Zuflusses des Honorars hat keinen Einfluss auf den Meldezeitraum der ZM! Ferner ist zu beachten, dass die ZM bis spätestens zum Monatsletzten des Folgemonats (und nicht wie die UVA bis zum 15. des zweitfolgenden Monats) abzugeben ist. Probleme für Freiberufler wie Rechtsanwälte und Ärzte Diese Bestimmung bringt gerade für so genannte "Ist-Versteuerer" wie etwa Rechtsanwälte oder Ärzte einige Probleme mit sich. Denn bei diesen richtet sich die Umsatzsteuer-Fälligkeit nach dem Zufluss (= Vereinnahmung) des Honorars, die Erfassung dieser sonstigen Leistungen in der ZM jedoch nach dem Leistungszeitpunkt - also bereits vor Eingang des Entgelts, womöglich auch noch vor Rechnungslegung. Dies bedeutet für eine grenzüberschreitende Dienstleistungserbringung eines Freiberuflers, dass seine sonstige Leistung bereits in der ZM zu melden ist, bevor der Zufluss der Gegenleistung erfolgt ist oder überhaupt eine Rechnung ausgestellt wurde und daher eigentlich noch gar kein Beleg in der Buchhaltung vorhanden ist. Tipp: Sprechen Sie mit uns bezüglich der künftigen Abstimmung zwischen Ihnen und der Buchhaltung um unangenehme Überraschungen, wie etwa Säumniszuschläge wegen verspäteter Einreichung der ZM, zu vermeiden! 9. Eigenimport von Neufahrzeugen aus der EU ** In allen Fällen des Eigenimports von KFZ (Neu- oder Gebrauchtfahrzeugen) aus der EU in das Inland soll nun bei der Vorschreibung der NoVA der 20%ige NoVA-Erhöhungsbetrag außer Ansatz gelassen werden. Dieser Erhöhungsbetrag von 20% widerspricht nämlich dem Gemeinschaftsrecht. Die Finanz hat daher in Reaktion auf ein aktuelles Verwaltungsgerichtshof-Erkenntnis ihre Rechtsauffassung betreffend Eigenimporten von Kraftfahrzeugen aus anderen EU-Mitgliedstaaten geändert. Hatte man bisher ein gebrauchtes Kraftfahrzeug aus der EU oder einem Drittland nach Österreich eingeführt und erstmals im Inland zum Verkehr zugelassen, war ja der 20%ige NoVA-Erhöhungsbetrag außer Ansatz zu lassen. Für Neufahrzeuge galt dies aber nicht. Sie wurden weiterhin mit dem Erhöhungsbetrag belastet. Der Zweck dieser Bestimmung war, bei Importen von Neu-KFZ die in der Bemessungsgrundlage der NoVA fehlende Umsatzsteuer zu kompensieren. Verschlechterung bei Eigenimport aus Drittland Zu einer Verschlechterung kommt es hingegen bei Eigenimporten aus dem Drittland in das Inland. In solchen Fällen wird künftig sowohl bei Neu- als auch bei Gebrauchtfahrzeugen (bisher nur bei ** Linder & Gruber Infomedia Seite 6

7 Neufahrzeugen) der 20%ige NoVA-Zuschlag erhoben werden. Binnen eines Jahres ab Bekanntgabe des NoVA-Betrages (Selbstberechnung) oder ab Bekanntgabe des festzusetzenden Bescheides kann die Erstattung des Erhöhungsbetrages beantragt werden. Tipp: Kontaktieren Sie uns rasch, um den Antrag auf Rückerstattung des zu Unrecht entrichteten 20%igen Erhöhungsbetrages nicht zu verabsäumen! 10. Linder & Gruber Zinsbarometer * Tageszinssätze vom 14. Mai 2010 Euribor CHF-Libor Yen-Libor 1 Monat 0,36 0,08 0,28 3 Monat 0,62 0,08 0,42 6 Monat 0,73 0,40 0,42 AWS-Zinssatz Quartal April - Juni 2010 Quelle: AWS variabel 3,375 AWS fix 4,250 AWS-Zinssatz Historie ** Linder & Gruber Infomedia Seite 7

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