KMUs in Österreich - Betriebliche Planung. Eine Studie von IMAS International im Auftrag von Erste Bank & Sparkassen

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1 - Betriebliche Planung Eine Studie von IMAS International im Auftrag von Erste Bank & Sparkassen

2 Studiendesign Auftraggeber: Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen Durchführungszeitraum: 26. März bis 23. April 2013 Trendergebnisse zeigen die Entwicklung seit den Studien im Frühjahr 2011 und Methode: Die Interviews wurden telefonisch mithilfe des CATI-Systems (Computer Assisted Telephone Interviewing) durchgeführt. Sample: Insgesamt wurden n=900 Interviews mit KMUs in ganz Österreich durchgeführt (1,5 bis 175 Mio. Euro Jahresumsatz). Befragt wurden in erster Linie die Geschäftsführer (ansonsten kaufmännische Direktoren oder Finanzchefs). Um ein exaktes Abbild des Marktes zu erhalten, sind pro Bundesland Quoten auf die Industrie und den Jahresumsatz der Betriebe gesetzt worden, entsprechend der amtlichen Struktur der KMUs. Pro Bundesland wurden n=100 Firmen befragt, um eine getrennte Auswertung zu ermöglichen. Für die Insgesamt-Betrachtung erfolgte eine Gewichtung der Bundesländer auf ihr repräsentatives Niveau. Institut:

3 Rahmenbedingungen in Österreich BIP Prognose: ,5% und ,7% gute Exportquote von 57% (Eurozone 45%) Rückgang der Unternehmenspleiten im ersten Quartal 2013 um -9% Arbeitslosenquote wird sich 2013 um 5% einpendeln (Eurozone 12,2%) Privater Konsum extrem stabil (Eurozone Rückgang)

4 Klein- und Mittelbetriebe in Österreich österreichischen 2013: rund Klein- und Mittelbetriebe in Österreich (99,7% der Unternehmen) Mit 398 Mrd. EUR Umsatz erwirtschaften sie 63% der Umsatzerlöse und beschäftigen 1,8 Mio. MitarbeiterInnen KMU haben einen Anteil von ca. 58% an der gesamten Bruttowertschöpfung in Österreich Bei einer Eigenkapitalquote von 29% brauchen KMU s noch immer viel Fremdkapital Seite 3

5 KMUs setzen noch stärker auf Modernisierung, aber auch auf Kooperation Frage 4/5: "Jetzt ganz grundsätzlich: Welche der folgenden Maßnahmen wären Ihrer Meinung nach für eine erfolgreiche Entwicklung Ihres Betriebes in den nächsten 3 bis 5 Jahren prinzipiell sinnvoll/realisierbar und welche nicht?" Modernisierung des Betriebes Kooperationen mit anderen Firmen eingehen Aufstockung neuer Mitarbeiter *) Aufstockung des Eigenkapitals Vergrößerung des Betriebes Verstärkung der Forschung und Entwicklung Outsourcing, Auslagerung von Tätigkeiten etc. aus dem Betrieb Fusion mit anderem Betrieb meiner Branche/ Hereinnahme von Miteigentümern Gründung neuer Standorte im Ausland Gründung neuer Standorte in Österreich Verkleinerung des Betriebes/ Personalabbau Verkauf des Betriebes *) 2011 nicht erhoben Seite 4

6 Der Optimismus ist seit 2011 eine Spur gesunken Frage 6: Wenn Sie nun an die Zukunft Ihres Betriebs denken, wie sehen Sie die Marktposition Ihres Betriebes in 3 bis 5 Jahren. Würden Sie sagen - " % Alles bestens sagen % der Unternehmen 0% 1% 46% 46% 47% 48% 46% 50% 7% Es geht nicht so gut sagten 2011 nur 3 %, 2013 klagen 7 % über Einbußen 5% 3% deutlich gewachsen, gestärkt, vergrößert reduziert, verringert vergleichbar mit heute weiß nicht Seite 5

7 Kleinere Unternehmen hegen öfters Befürchtungen Frage 6: Wenn Sie nun an die Zukunft Ihres Betriebs denken, wie sehen Sie die Marktposition Ihres Betriebes in 3 bis 5 Jahren. Würden Sie sagen - " +/-Differenz zu 2012 insgesamt Unternehmen mit 1,5-5 Mio Umsatz Unternehmen mit Mio Umsatz +1 1% +2 2% 0 1% -1 46% -2 46% -3 46% -2 44% +1 45% -2 50% +2 7% +4 9% 0 4% deutlich gewachsen, gestärkt, vergrößert reduziert, verringert vergleichbar mit heute weiß nicht Kleineren Unternehmen geht es schlechter als den Großen Seite 6

8 Gefestigte Wachstumserwartungen an Faktoren des wirtschaftlichen Erfolgs in den nächsten Jahren Frage 7: "Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten 3 bis 5 Jahren für Ihren Betrieb in Österreich? Was wird in den nächsten 3 bis 5 Jahren voraussichtlich steigen, sinken oder gleich bleiben? Was erwarten Sie beim.. +/- Differenz zu 2012 steigen gleich bleiben sinken kein Urteil Umsatz Zahl der Kunden, Abnehmer Marktanteil Gewinn Zahl der Mitarbeiter in Österreich Eigenkapital-Ausstattung Liquidität Rücklagen Export-Anteil Outsourcing etc Seite 7

9 Personalkosten steigen unerbittlich Frage 7: "Welche Entwicklung erwarten Sie in den nächsten 3 bis 5 Jahren für Ihren Betrieb in Österreich? Was wird in den nächsten 3 bis 5 Jahren voraussichtlich steigen, sinken oder gleich bleiben? Was erwarten Sie beim.. +/- Differenz zu 2012 steigen gleich bleiben sinken kein Urteil Personalkosten (Löhne, Gehälter, Sozialleistungen) Ausgaben für Investitionen, Modernisierungen Produktionskosten Ausgaben für Rationalisierungsmaßnahmen Ausgaben für betriebliche Vorsorge Ausgaben für Forschung & Entwicklung Gewinnausschüttung/Leistungsprämien an Mitarbeiter Fremdkapital/ Fremdfinanzierung Seite 8

10 Gute Entwicklung der Mitarbeiterzahl im letzten Jahr - 2 von 5 KMUs nahmen Personal auf, größere häufiger mehr als 3 Personen Statistik Frage 6: "Und wie hat sich die Anzahl der Mitarbeiter im letzten Jahr entwickelt? Um ca. wieviel Mitarbeiter hat sich Ihr Personalstand im letzten Jahr erhöht, verringert oder gab es keine Veränderung?" keine verringert um- Veränderung erhöht um - mehr als 3 Personen 2-3 Personen 1 Person 1 Person 2-3 Personen mehr als 3 Personen insgesamt Insg. 42% Unternehmen mit 1,5-5 Mio Umsatz Unternehmen mit Mio Umsatz Seite 9

11 2013 Personalaufbau statt -abbau - Mehr als ein Drittel der KMUs rechnet mit einem Personalzuwachs Statistik Frage 7: "Und wie schätzen Sie diesbezüglich die Entwicklungen im nächsten Jahr ein? Um ca. wieviel Mitarbeiter wird sich Ihrer Einschätzung nach der Personalstand im nächsten Jahr erhöhen, verringern oder wird es voraussichtlich keine Veränderung geben?" keine verringert um- Veränderung erhöht um - mehr als 3 Personen 2-3 Personen 1 Person 1 Person 2-3 Personen mehr als 3 Personen insgesamt Insg. 37% Unternehmen mit 1,5-5 Mio Umsatz Unternehmen mit Mio Umsatz Seite 10

12 Veränderungen im Geschäftsleben durch neue Medien in den letzten Jahren - Die Dinge sind etwas stärker in Bewegung geraten, so auch Bankgeschäfte Frage 9: "Durch technische Entwicklungen im Bereich der neuen Medien wie z.b. Internet oder Smartphone haben sich ja in vielen Berufen Veränderungen ergeben. Ich lese Ihnen jetzt einige Aspekte vor und bitte Sie mir zu sagen, wie stark sich da für Sie persönlich durch technische Entwicklungen in den letzten Jahren Veränderungen ergeben haben. Bitte sagen Sie mir das auf einer Skala von 1 bis 5, 1 bedeutet 'hat sich sehr verändert in den letzten Jahren' und 5 bedeutet 'hat sich gar nicht verändert'. Mit den Noten dazwischen können Sie abstufen." +/- Differenz zu 2012 Hat sich sehr verändert Hat sich gar nicht verändert 5 Ø die Abwicklung Ihrer Bankgeschäfte der Auftritt Ihrer Firma nach außen Ihre interne Betriebsorganisation der Geschäftskontakt mit Ihrer Hausbank die Beziehung zu Ihren Kunden ,8-0, ,6-0, ,8-0, ,2-0, ,9-0, Seite 11

13 Einlagen-Sicherheit, Online-Lösungen und unbürokratische Abwicklung sind die wichtigsten Aspekte - Kulanz hat in den letzten Jahren an Bedeutung verloren Frage 12: "Ich werde Ihnen einige Aspekte und Kriterien im Bezug auf Banken vorlesen. Sagen Sie bitte anhand einer Schulnote immer, wie sehr Sie mit Ihrer Haupt-Bank diesbezüglich zufrieden sind. Note 1 würde 'sehr zufrieden' und Note 5 'gar nicht zufrieden' bedeuten. Nach dem Bewerten Ihrer Haupt-Bank sagen Sie mir bitte noch, wie wichtig dieser Aspekt für Sie ist. Wieder auf einer Skala von 1 bis 5, 1 bedeutet 'sehr wichtig' und 5 bedeutet 'überhaupt nicht wichtig'." Sicherheit für Einlagen Online-Lösungen für Kommerzkunden *) Rasche, unbürokratische Abwicklung von Kundenwünschen Konditionen, Kreditzinsen Freundlichkeit Flexibilität, dem Eingehen auf spezifische Kundenbedürfnisse Information und Beratung Kulanz, dem Entgegenkommen bei finanziellen Engpässen Angebot an kurzfristigen Überbrückungs-Krediten Angebot an langfristigen Investitionskrediten *) 2011 nicht erhoben Seite 12

14 Der Kreditbedarf bleibt konstant - Rund ein Viertel der KMUs hat ungebrochen Kreditbedarf in den nächsten 2 Jahren Frage 14: "Hat Ihr Betrieb in den nächsten ein, zwei Jahren einen Finanzierungsbedarf, der in Form eines Bankkredites gedeckt werden müsste?" % 7% 10% 26% 26% 28% 68% 67% 62% Ja Nein Weiß noch nicht Seite 13

15 Höhe des Kredits steigt an - Etwas mehr als die Hälfte der Firmen mit Kreditbedarf benötigt mehr als ½ Mio. Frage 15: "Was schätzen Sie ganz grob, in welcher Höhe wird dieser Kredit-Bedarf so ungefähr liegen?" +/- Differenz zu 2012 KMUs mit Finanzierungsbedarf in den nächsten Jahren 26 0 Die geschätzte Höhe des Kreditbedarfs Bis Euro 43-6 Mehr als Euro Weiß noch nicht Seite 14

16 Kredite hauptsächlich für Modernisierung des Betriebes - Die Kredite dienen primär Investitionen und Modernisierungen Frage 16: "Für welche der folgenden Zwecke sollte dieser Kredit eingesetzt werden?" +/- Differenz zu 2012 KMUs mit Finanzierungsbedarf in den nächsten Jahren 26 0 Kredit soll eingesetzt werden für: Investitionen, Modernisierung des Betriebes Kundengewinnung, Steigerung des Marktanteils Rationalisierungsmaßnahmen Abdeckung der laufenden Kosten Betriebsmittelkredit 13-1 Forschung und Entwicklung Bemühungen zur Rettung des Betriebsstandortes 9 +5 Gründung neuer Betriebsstandorte 4-6 Umschuldung 4 +3 Outsourcing-Maßnahmen 2 0 Anderes Seite 15

17 Kreditvolumen Erste Bank und Sparkassenbleibt entgegen der Prognosen stabil Ø Kreditwachstum : 3,3%/Jahr 2013: +0,6% 2014: +1,6% Neukredite an Unternehmen bei Erste Bank und Sparkassen: Q1 2013: 1,3 Mrd.

18 Förderungen oft nicht ausgeschöpft Viele Förderungen auf Gemeinde-, Landes-, Bundes- und EU-Ebene Oft sind Möglichkeiten von Zuschüssen und Haftungen unbekannt Förderungs-Check: neues online Tool für Unternehmer

19 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmer ändern sich in immer kürzeren Intervallen Rund Unternehmen pro Monat testen sich selbst Simulation: Wie wirken sich Veränderungen auf das eigene Unternehmen aus Von der Erste Bank initiiert und gemeinsam mit der WKO und dem Bundesministerium für Wirtschaft umgesetzt

20 Kontoinnovation - Vernetzung von Buchhaltung und Zahlungsverkehr - Kooperation mit haude electronica - prosaldo.net (Buchhaltunsplattform) - Direkter Import der Konto Ein- und Ausgänge in die Buchhaltungssoftware - Komplette Ein- und Ausgabenrechnung oder doppelte Buchhaltung - Offene-Posten Verwaltung inkl. Mahnwesen - Erstellung per Knopfdruck von Angeboten, Lieferscheinen, Rechnungen und Mahnungen

21 Erste Bank und Sparkassen wollen Firmenkundengeschäft ausbauen Großbetriebe in Österreich mit einem Umsatz zwischen EUR Mio Mittelbetriebe in Österreich mit einem Umsatz zwischen EUR 1,5-30 Mio Kleinbetriebe in Österreich mit einem Umsatz unter EUR 1,5 Mio Anteil Großbetriebe: 54% Hauptkundenanteil: 14 % Mittelbetriebe: 43% Hauptkundenanteil: 23 % Kleinbetriebe: 35% Hauptkundenanteil: 24 % Ziel: 33% Hauptkundenanteil Seite 20

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