Folgen der Finanzkrise für die öffentlichen Haushalte. Michael Bräuninger

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1 Folgen der Finanzkrise für die öffentlichen Haushalte Michael Bräuninger

2 Agenda Konsolidierung in USA und EU Konsolidierung im Euroraum Konsolidierung in Deutschland Seite 2

3 Staatsschulden in den USA und im Eurogebiet Budget Deficit Ratio % Public Debt in Percent of GDP Euro Area United States United States Euro Area Source: IMF Fiscal Monitor Source: IMF Fiscal Monitor Seite 3

4 Wachstumsdifferenzen Wachstumsraten Germany United States Euro area -8 Strukturelle Unterschiede durch Unterschiede im Bevölkerungswachstum. Seite 4 Seite 4

5 Strukturelle Probleme in den USA Konsolidierung bei privaten Haushalten in den USA geht voran aber langsam. Angesichts der positiven Effekte (Energie, Löhne) ist das US- Wachstum weiter verhalten. Seite 5

6 Wohin führt die Geldschwemme? Seite 6

7 Weltwirtschaft: Zinsen auf Staatsschulden von USA, UK, Deutschland Zinsen auf historischen Tiefständen Gründe: geringes Wachstum Geldpolitik Interventionen der Zentralbank Seite 7

8 Eurozone: Unterschiede im Konjunkturverlauf und in der Geldpolitik keine Währungskrise Abwertung führt zu verbesserter Wettbewerbsfähigkeit Erwartung auf den Wechsel der Geldpolitik in den USA Seite 8

9 Agenda Konsolidierung in USA und EU Konsolidierung im Euroraum Konsolidierung in Deutschland Seite 9

10 Konsolidierung zeigt langsam Erfolge Defizitquoten in der Eurozone Portugal Italy Ireland Greece Germany France Euro Area Seite 10 Seite 10

11 Wachstumsdifferenzen 2015 Tiefe Krise ist überwunden. Aber bisher keine starken Aufholprozesse. Weiter Probleme im Süden Quelle: EU-Kommission Seite 11 Seite 11

12 Strukturelle Anpassungen: Löhne Seite 12

13 Strukturelle Anpassungen: Preise Seite 13

14 Fallende Preise und Deflationsrisiken Sinkende Preise sind auf den Ölpreis und auf Anpassungsprozesse zurückzuführen. Gefahr einer Spirale nach unten ist gering. Geldpolitik führt zu sinkenden Kreditkosten. => Anstieg der Wachstumsraten insbesondere in den Südländern. Seite 14 Seite 14

15 Eurozone: Wie schnell ist zu konsolidieren? Zinsen auf Staatsschulden Gründe für Anstieg: Anstieg der Schulden der Risikoaversion des Auflösungsrisiko Gründe für Rückgang: Ankündigung der EZB => Geschwindigkeit muss die Konsolidierung glaubhaft machen. Seite 15

16 Agenda Konsolidierung in USA und EU Konsolidierung im Euroraum Konsolidierung in Deutschland Seite 16

17 Deutschland muss stärker wachsen Derzeit wächst Deutschland etwa mit dem Potenzial. Konjunkturprogramme sind deshalb nicht sinnvoll. Stärkeres Potenzialwachstum wäre wünschenswert: Das Potenzialwachstum ist nur sehr bedingt von öffentlichen Investitionen abhängig. Höhere private Investitionen Bessere demografische Perspektiven Seite 17

18 Es gibt keinen Anlagenotstand Es wird argumentiert: Aber: Deutschland spart zu viel (privat und öffentlich) => die Folgen sind Kapitalexporte und Leistungsbilanzüberschüsse. Den privaten Sparern fehlt die Anlagemöglichkeit. Wir leben in einer alternden Gesellschaft: Die hohe Sparquote wird demografisch bedingt zurückgehen. Es gibt kein Recht auf sichere Anlagen. Wir haben durch die Rentenversicherung eine hohe implizite Verschuldung. Seite 18

19 Deutschland braucht eine bessere Infrastruktur Unstrittig ist, dass die Investitionen in Infrastruktur verbessert werden müssen. Es geht um den langfristigen Trend und nicht um einen kurzfristigen Ausgleich => dieser würde im Wesentlichen zu Preissteigerungen in der Baubranche führen. Die Investitionslücke ist auf jahrelange Konsolidierungsprogramme zurückzuführen: Notwendig ist eine stetige Politik Seite 19

20 Öffentliche Investitionen privat Finanzieren? Private Finanzierung öffentlicher Investitionen entspricht einer Schuldenfinanzierung. Vor- und Nachteile der privaten Finanzierung: Möglicherweise höhere Kosten, da die staatlichen Kreditkosten geringer sind Risiko bei privaten Investoren Seite 20 Seite 20

21 Bildung über Kredit finanzieren? Investitionen in Humankapital Relevant sind die Nettoinvestitionen: Wie sind die Bruttoinvestitionen in Relation zu den Abgängen? Altern der Baby Boomer, bei geringen Geburtenraten. Die Höhe der Nettoinvestition ist höchst zweifelhaft. Seite 21 Seite 21

22 Schlussfolgerung Der Konsolidierungsprozess muss fortgesetzt werden: In den USA In Europa In Deutschland Seite 22 Seite 22

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