BDS GRÜNDER-PARCOURS Check-Liste für Unternehmens-Gründer

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1 BDS GRÜNDER-PARCOURS Check-Liste für Unternehmens-Gründer

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3 Mit Erfolg sicher in die Selbständigkeit Der Bund der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband BDS/DGV Landesverband Bayern e.v. ist die größte branchenübergreifende und überparteiliche Solidargemeinschaft des selbständigen Mittelstandes. Selbständige helfen Existenzgründern auf ihrem Weg in die Selbständigkeit Zahlreiche Institutionen bieten Programme für Existenzgründer an. Sehr oft allerdings ihren Aufgaben entsprechend Zielgruppen spezifisch. Die IHK spricht Gewerbetreibende und Industrie an, die Hwk spricht Handwerker an, die Universität Akademiker und die FH ihre Abgänger. Da Selbständige und Freiberufler am besten wissen, worauf es bei einer Unternehmens-Gründung ankommt, bietet der BDS/DGV Bezirk Schwaben Selbständigen aller Branchen eine Anlaufstelle und konkrete, Praxis bezogene Unterstützung in der Phase vor der Gründung sowie während der ersten schwierigen Jahre. Dieser Weg ist oft beschwerlich und nie geradlinig. Deshalb heißt die Initiative auch BDS Gründer-Parcours. Der Erfolg hängt oft von der Fähigkeit ab, flexibel neue Gegebenheiten als Chance zu erkennen und aktiv anzunehmen. Dabei helfen erprobte Programme der Gründungspartner: IHK-Innotec, Hwk, Uni-, FH Augsburg und des Arbeitsamtes Augsburg. Seminare, Workshops aber auch persönliche Beratung aus der Sicht der jeweiligen Institution bieten den Existenzgründern fachliche Perspektiven. Der BDS Gründer-Parcours bringt Existenzgründer aber auch mit Paten (Mitglieder des BDS/DGV) zusammen, die ihm im Einzelfall konkret mit Rat und Tat zur Seite stehen. Grundlage und wesentliches Instrument des BDS Gründer-Parcours ist die vorliegende Check-Liste für Unternehmens-Gründer. Die Existenzgründer erfahren hier, ob sie überhaupt zur Selbständigkeit geeignet sind. Die Fragen in der Check-Liste bringen den Existenzgründer dazu, wesentliche Punkte detailliert zu durchdenken und Informationen zu sammeln, die den Misserfolg reduzieren. Die gut ausgefüllte Check-Liste wird später bei Gesprächen mit Banken aber auch bei der Erarbeitung von Business- Plänen oder Marketing-Konzepten äußerst hilfreich sein. Einführung Die BDS Gründer-Parcours Check-Liste ist in zwei Abschnitte aufgeteilt: A) Der 90-Sekunden-Existenzgründungs-Check: In diesem Abschnitt haben Sie die Chance anhand dieser drei Fragen zu entscheiden, wie weit Ihre Geschäftsidee ausgereift ist. Sie sollten die Fragen innerhalb von 90 Sekunden klar und deutlich beantworten können. Sollten Sie sich schwer tun, die Fragen schnell und präzise zu beantworten, so überdenken Sie bitte Ihre Vorhaben. B) Praxisbezogenene Check-Liste: Die Beantwortung der nachfolgenden Fragen wird nicht nur die Erfolgs-Chancen der Geschäfts-Idee beleuchten. Es ergeben sich zwangsläufig Aspekte, die später in den Geschäftsplan (Business-Plan) übernommen werden können. Je konkreter und realistischer die Antworten formuliert sind, um so erfolgversprechender kann man später die Gespräche mit Banken, Partnern und Kunden führen. Lassen Sie Ihre Antworten auch von Ihrer Familie, Freunden, Bekannten und vor allem Branchenkennern kritisch unter die Lupe nehmen. Sollte der Raum zur Beantwortung der Fragen nicht ausreichen, hängen Sie bitte ein weiteres Blatt an. Vergessen Sie aber nicht die entsprechende Nummerierung, damit die Zuordnung hinterher leichter fällt. Die Check-Liste für Unternehmens-Gründer gut ausgefüllt ist der erste Schritt zum Erfolg. 1

4 A) Der 90-Sekunden-Existenzgründungs-Check Bitte beantworten Sie die Fragen spontan und schriftlich. Sie sollten in der Lage sein, Ihre Geschäftsidee mit Hilfe dieser Fragen in einfachen Worten auf den Punkt zu bringen. Je ehrlicher Sie die Fragen beantworten, um so realistischer ist Ihre Chance auf Erfolg. 1. Was will ich machen? 2. Wie sieht der Markt aus? 3. Womit verdiene ich mein Geld? 2

5 B) Checkliste: 1. Bin ich ein Unternehmertyp? In den folgenden Abschnitten finden Sie Fragen, die Sie am Besten in Ruhe beantworten. Teilweise werden Sie mit einfachen Worten die Fragen beantworten können, teilweise wird Ihnen die konkrete Beantwortung schwer fallen. Bitte betrachten Sie die Fragen als Anregung, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Je mehr Sie im Vorfeld Ihr Vorhaben planen, um so größer ist die Chance auf Erfolg. Die Fragen des folgenden Abschnittes können Sie einfach mit Ja/Nein beantworten. Bei der Relevanz tragen Sie bitte eine Schulnote zwischen 1 und 6 ein: Mit 1 ist gemeint, daß Sie die positive Antwort auf die Frage für Ihr Vorhaben als unabdingbar einstufen, 6 bedeutet, daß Sie die Antwort auf die Frage nicht entscheidend für Ihren Vorhabenserfolg sehen. Sie können damit bei der Auswertung der Fragen Ihre eigene Einschätzung mit der Einschätzung von Anderen, insbesondere von Branchenkennern vergleichen. Die letzte Spalte dient zur Überprüfung, ob Sie bereits alle Informationsquellen ausgeschöpft haben. Denken Sie an die Mithilfe von: Partner/Lebensgefährte; Enge Freunde; Vorgesetzte und Mitarbeiter; Persönlicher Coach; Existenzgründerberater; und natürlich den BDS 1. Habe ich in meiner bisherigen Beschäftigung gute Karrierechancen? 2. Kann ich mit unsicheren Situationen umgehen, mit einer ungewissen Zukunft leben? 3. Stehen meine Familie und meine engen Freunde hinter mir und meinem Vorhaben? 4. Kann ich auch über einen längeren Zeitraum (die ersten Jahre) mehr als 60 Stunden pro Woche arbeiten? 5. Kann ich mindestens die ersten zwei Jahre auf Urlaub, Freizeit und Familienleben verzichten? 6. Brauche ich ein geregeltes Einkommen? Ja Nein Relevanz Wer kann mir Hilfe/Informationen geben? 7. Kann ich Stress auch über einen längeren Zeitraum aushalten? 8. War ich in den letzten Jahren öfter krank? 9. Habe ich mir auch im abhängigen Arbeitsverhältnis meine Ziele selbst gesetzt, ohne Druck von außen verfolgt und erreicht? 10. Stimmt meine Berufsausbildung mit dem Vorhaben überein? 11. Verfüge ich über Branchenkenntnis? 12. Habe ich bereits jetzt ein enges Netzwerk an Kontakten zu potenziellen Kunden? 13. Habe ich bereits jetzt ein enges Netzwerk an Kontakten zu potenziellen Geschäftspartnern? 14. Verfüge ich über Führungserfahrung (Mitarbeiterführung)? 15. Habe ich eine kaufmännische Ausbildung? 16. Konnte ich bereits Erfahrungen im Vertrieb sammeln? 17. Verfüge ich über Erfahrungen im administrativen Bereich? 3

6 2. Wie marktfähig ist meine Geschäftsidee? Dieser Katalog soll Ihnen helfen, anhand von Fragen Ihre Geschäftsidee kritisch zu durchleuchten. Dabei sind die Fragen bewußt offen formuliert, so daß Sie Ihre Idee konkretisieren können. Vergessen Sie nicht die Branchenkenntnis von BDS/DGV, IHK, HWK, Innung, aber auch von Banken zu nutzen. Hilfreich ist meist auch ein Blick in die Gelben Seiten bzw. in die Branchenverzeichnisse. 1. Welches Produkt, welche Dienstleistung biete ich an? 2. Die wesentlichen Aspekte meiner Geschäftsidee sind: 3. Wodurch unterscheidet sich mein Angebot von dem meiner Wettbewerber? Was macht mich einmalig? (Alleinstellungsmerkmal?) 4. Welche vergleichbaren Angebote gibt es? Welches Produkt, welche Firma in meiner Stadt? In meiner Region? In der BRD/EU? 5. Welche Wettbewerber gibt es? (Namen mit Adressen) 4

7 6. Was macht welcher Wettbewerber besser/anders als ich? 7. Wie sehen meine zukünftigen Kunden aus? (Bitte beschreiben): 7.1. Privatkunden: Geschlecht, Alter, Ausbildung, sozialer Status, Einkommen, etc Geschäftskunden: Branchen, Struktur, Entscheidungsträger, etc Warum werden meine Kunden bei mir kaufen? 7.4. Wie erreiche ich meine zukünftigen Kunden? (Marketing, Werbung, Akquise) 8. Welche Partner benötige ich für mein Vorhaben? Und welche Voraussetzungen müssen diese erfüllen? (Know-How, finanzielle Mittel, etc.) 9. Welche Lieferanten benötige ich für mein Vorhaben? Und welche Voraussetzungen müssen diese erfüllen? (Kosten, Produktqualität, Zuverlässigkeit, etc.) 5

8 3. Welche Geschäftsräume benötige ich? Gerade die Immobilie ist für viele Vorhaben entscheidend. Auch hier sind die Kriterien bewußt offen formuliert. Viele Gründer unterschätzen gerade im Hinblick auf Kosten und Nutzen die Bedeutung der Immobilie, die als Mittelpunkt der meisten Gründungen nur schwer veränderbar ist. Allerdings betrachten wir die Kosten der Immobilie erst im entsprechenden Abschnitt (# 6). Ebenso sind die rechtlichen Voraussetzungen/Vorschriften zu klären. Auch hierzu finden Sie Anregungen im entsprechenden Abschnitt (# 8). 1. Wo benötige ich Geschäftsräume? (Lage, Stadt, Land, Stadtrand?) 2. Welche Nähe benötige ich zu Lieferanten, Partnern, etc.? 3. Wie groß sollten die benötigten Räume sein? (Werkstatt, Praxis, Büro, Labor, Lager...) 4. Welche Ausstattung sollen/müssen die Räume haben? 5. Sind die Räume auch in Zukunft groß genug? (Expansionsmöglichkeit?) 6. Sind die Geschäftsräume kundenfreundlich? (Sauberkeit, Erreichbarkeit, Aufzug nötig?) 7. Wie muß die Verkehrsanbindung sein? 8. Stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung? (kostenlos?) 9. Welche Besonderheiten müssen die Geschäftsräume erfüllen? 6

9 4. Welche Mitarbeiter benötige ich? Um ein Unternehmen zu führen, bedarf es unterschiedlichen Know Hows. Kein Unternehmer deckt alle notwendigen Funktionen selbst ab. Alles, was ein Existenzgründer nicht selbst beherrscht, oder abdecken kann, muss er zukaufen. Der Existenzgründer sollte alle fixen Personalkosten in der Anlaufphase (3 5 Jahre) auf das absolute Minimum reduzieren. Arbeitskraft läßt sich auf drei verschiedene Arten einkaufen: 1. Partner Es besteht die Möglichkeit, sich mit einem/mehreren Geschäftspartnern gemeinsam selbständig zu machen. Vorteile bestehen z.b. darin, Know-How zu bündeln, den Betrieb arbeitsteilig zu führen und das Risiko der Existenzgründung, wie beispielsweise längerdauernde eigene Arbeitsunfähigkeit, abzuschwächen. Man sollte sich jedoch vor Eingehung einer Partnerschaft im Klaren sein, dass jedem Partner ein hohes Maß an Teamfähigkeit und Kompromissbereitschaft abverlangt wird. Ein auf den Einzelfall zugeschnittener Gesellschaftsvertrag über Rechte und Pflichten der Partner ist hier unverzichtbar. 2. Fest angestellte Mitarbeiter Diese müssen mit festen Kosten kalkuliert werden (Gehalt/Sozialkosten etc.), die auch in unproduktiven Zeiten anfallen. Außerdem muss der Existenzgründer einen entsprechenden Arbeitsplatz mit allen Folgekosten zur Verfügung stellen (Raum/Arbeitsplatz/PC/Telefon- Anschluß etc). 3. Externe Dienstleister/Zulieferer/ freie Mitarbeiter Für alle Arbeiten, die ausgelagert werden können, d.h. nur bei Bedarf zugekauft werden, sollte man externe Dienstleister einbinden. Kosten entstehen nur, wenn die eindeutig zu definierende Arbeit anfällt. Sollte die Zusammenarbeit nicht zur Zufriedenheit ausfallen, ist die Trennung leichter und billiger als von festangestellten Mitarbeitern. Definieren Sie bitte alle notwendigen Funktionen und entscheiden Sie sich für die bessere Lösung (ankreuzen). Suchen Sie die flexibelste Lösung, damit Sie im Bedarfsfall schnell und kosteneffizient eine Änderung vornehmen können. 7

10 Nr. Funktion im Unternehmen Gründer Partner Fest Externe Dienstleister selbst angestellt Kaufmännische Geschäftsführung Technische Geschäftsführung Produktion Verwaltung Sekretariat/Büroarbeiten Buchhaltung/Rechnungswesen Einkauf Vertrieb/Verkauf Interne Abwicklung Außendienst Marketing/Werbung/Presse-Arbeit Recht 8

11 5. Investitionen, Kosten und Umsatz Je genauer und detaillierter Ihre wirtschaftliche Planung im Vorfeld ist, um so sicherer werden Sie mit Ihrer Geschäftsidee Erfolg haben. Eine gesunde Planung enthält drei Varianten. Eine, in der alle Vorraussetzungen im besten Fall eintreten. Eine, die beschreibt, was im schlechtesten Fall passieren kann. Nicht zuletzt aber eine Variante, die so realistisch, wie möglich geplant ist. Anhand der folgenden Liste und den Fragen können Sie diese Planung vorbereiten. Details sollten Sie von einem Fachmann (Steuer-, Unternehmens-, Wirtschaftsberater) am Besten mit Branchenkenntnissen überprüfen lassen. Diese Planung sollte die Basis für Ihre Gespräche mit Finanzierungsgebern sein. Finanzbedarf: Grundstücke, Gebäude, Parkplätze Maschinen/Anlagen Betriebs-, Geschäfts-, bzw. Werkstatteinrichtung Büroeinrichtung Fuhrpark Waren- und Materialausstattung Sonstiges SUMME Bei Einstieg oder Übernahme: Welchen Kaufpreis müssen Sie zahlen? Abschreibung: Abschreibungen sind unbedingt mit dem Steuerberater zu planen. Abschreibungen gehen als kalkulatorische Kosten in die steuerliche Kostenplanung ein. Sollten Sie im ersten Schritt ohne Steuerberater planen, so kann dieser Abschnitt vorerst auch mit 0 geplant werden. Bitte bedenken Sie aber, daß Ihr Anlagevermögen im Lauf der Zeit ersetzt werden muß und daher eine Rücklage gebildet werden sollte. Wirtschaftsgut Investititon geplante steuerliche Abschreibung Nutzungsdauer Nutzungsdauer pro Jahr Bsp: PKW EUR 7 Jahre 6 Jahre EUR 9

12 Kosten: Raumkosten: Miete Nebenkosten (Reinigung) Personalkosten: Löhne, Gehälter Waren-/Materialkosten Versicherungen Bürobedarf/Verwaltungskosten Kfz Vertriebskosten Lagerkosten Entsorgungskosten Instandhaltungskosten Beratungskosten Darlehenszinsen/Kreditkosten Abschreibungen Steuern Sonstiges SUMME Nebenkosten (z.b.: Sozialversicherung) In einer detaillierten Planung sollten diese Kosten für die zukünftigen Jahre (eventuell sogar quartalsweise oder monatlich) fortgeschrieben werden. Private Kostenplanung: Lebenshaltung Miete/Immobiliendarlehen Vorsorge Vermögensaufbau Absicherung der Risiken Kfz Sontiges (z.b.: private Darlehen) SUMME 10

13 Umsatz/Einnahmen: Ebenso wie die Kosten sollten die Einnahmen in einer realistischen Zeitreihe geplant werden. Hierbei hilft, die Herkunft der Einnahmen detailliert zu beschreiben. Erfahrungsgemäß planen die meisten Existenzgründer hier zu optimistisch. Vor allem wird die Zahlungsmoral unterschätzt. Bitte denken Sie daran, daß Sie Geld erst auf dem Konto zur Verfügung haben, nachdem Sie eine Rechnung gestellt haben und diese Rechnung dann vom Kunden angewiesen wurde. Planen Sie auch zeitliche Verzögerungen beim Start mit ein. Verwenden Sie dabei eine Zeitreihe wie z.b.: Einkünfte 1. Quartal 2. Quartal 3. Quartal 4. Quartal 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr Jahr (nach Start) gesamt Leistung/ Ware 1 Leistung/ Ware 2 Leistung/ Ware... Summe: Bitte beantworten Sie dazu folgende Fragen: 1. Welche unterschiedlichen Einkunftsquellen birgt meine Geschäftsidee? 2. Habe ich die Preise realistisch geplant? 3. Gibt es Einnahmen-Begrenzungen (durch Lizenzgeber, Rahmenbedingungen, zeitl. Limit, gesetzliche Vorschriften)? 4. In wie weit beeinflußt der Wettbewerb meine Preise? 5. Habe ich durch Mehrarbeit Einfluß auf meine Einnahmen? 6. Wer kann mir bei einer realistischen Umsatzplanung helfen? All diese Überlegungen münden in eine Liquiditätsplanung, die beschreibt: 1. Wann wieviel Gelder zur Verfügung stehen müssen 2. Wann das Unternehmen sich selbst finanziert 3. Wann wieviel Geld der Unternehmung entnommen werden kann 11

14 6. Wie kann das Vorhaben finanziert werden? Gerade bei der Finanzierung gibt es keine Allheilmittel. Jedes Finanzierungskonzept muß individuell angepaßt werden. Sinnvoll ist es, erst nach der Planung an potentielle Geldgeber heranzutreten um mit diesem herangereiften Konzept alle Geldquellen ausschöpfen zu können. Neben dem zu geringen Eigenkapital scheitern viele Darlehensanfragen bei Banken an folgenden Gründen: Unvorbereitete Bankgespräche schlechte, unvollständige Unterlagen nicht-fundierte Prognoserechnungen rosarote Brille Bitte überlegen Sie sich daher: 1. Welche privaten Geldquellen finde ich? 2. Welche Finanzierungsgeber gibt es? 3. Benötige ich öffentliche Mittel/Darlehensgeber? 4. Welchen Finanzierungspuffer benötige ich? 12

15 Eigenkapital: Spareinlagen Wertpapiere Zuschuß von Eltern, etc. Sacheinlagen Sonstiges SUMME - davon soll als Puffer für die Anfangszeit verbleiben: = zur Finanzierung steht zur Verfügung Dann sollten Sie folgende Liste vervollständigen können: Kapitalbedarf vor/bei Gründung im ersten Jahr im zweiten Jahr in den Folgejahren - Eigenkapital = Finanzierungsbedarf 13

16 7. Welche Vorschriften sind zu beachten? Bei der Gründung eines Unternehmens ergibt sich eine Fülle von rechtlichen Fragestellungen. Ein Verstoß gegen einschlägige Regelungen kann in den Folgen für ein junges Unternehmen das Aus bedeuten. Die nachfolgende Liste erhebt hierbei wegen der möglichen Vielzahl der Problemstellungen bei der Existenzgründung keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Diese Liste soll Sie jedoch anregen, diverse Überlegungen bereits im Vorfeld anzustellen, um gravierende Konflikte zu vermeiden. Eine für Ihr zukünftiges Unternehmen konkrete Rechtsberatung sollte im Zweifelsfall von einem Rechtsanwalt durchgeführt werden. 1. Welche Rechtsform soll mein Unternehmen haben? Und warum? z.b. GbR, OHG, KG, GmbH, GmbH & Co. KG etc, z.b. Haftungsbegrenzung, stille Beteiligung, etc., z.b. steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten 2. Welche Voraussetzungen müssen für die gewünschte Rechtsform erfüllt sein? z.b. Einlagekapital bei GmbH/Gesellschaftsvertrag etc. 3. Bestehen für meine Geschäftsidee nach Berufs-/Standesrecht Zulassungs- oder Eintragungsvoraussetzungen? z.b. Meisterbrief, Zulassung der jeweiligen Kammer etc., z.b. Gaststättenerlaubnis etc. 4. Darf die ausgesuchte Immobilie mit meiner Geschäftsidee konkret genutzt werden? z.b. Verbot der Gewerbenutzung von Wohnraum, etc., z.b. Erfordernis der Baugenehmigung bei Nutzungsänderung 5. Verstößt die Geschäftsidee oder das zukünftige Produkt-/Firmenkennzeichen gegen Schutzrechte anderer? Müssen Markenrechte oder Patente erworben werden? z.b. das erstellte Logo besteht bereits, z.b. die zu vertreibende Erfindung ist bereits geschützt 6. Bedürfen meine Geschäftsidee oder mein Produktkennzeichen ihrerseits Schutz vor Nachahmern? z.b. eingetragene Marke etc. 7. Sind beim Unternehmenskauf alle relevanten Vertragsbestandteile sachgerecht vereinbart worden? z.b. Mängel in den Bilanzangaben etc. 8. Kenne ich die Grenzen zulässiger Werbung? z.b. wettbewerbsrechtliche Vorschriften etc. 14

17 Nachwort Sie haben sich nun bereits intensiv mit Ihrem Vorhaben beschäftigt. Wenn Sie mit den jeweiligen Spezialisten positive Antworten gefunden haben, so können Sie mit diesen Basisdaten Ihren Geschäftsplan erstellen und die Finanzierung Ihres Vorhabens angehen. Wenn Sie Ihr Vorhaben in die Tat umsetzen, vergessen Sie bitte nicht, daß sich Ihre komplette Absicherungssituation verändert. Einerseits ist die Absicherung Ihres Unternehmens zu starten. Haftpflicht-, Geschäfts- und Rechtsschutzversicherung sind nur drei Beispiele aus dem großen Angebot der notwendigen Betriebsversicherungen, die im Fall eines Falles Ihre Vermögenswerte schützen. Ab dem Zeitpunkt Ihres Starts in die Selbständigkeit sind Sie nicht zuletzt aber auch selbst für Ihre private Absicherungs- und Vorsorgesituation verantwortlich. In den meisten Fällen werden Sie keine Absicherung mehr aus den gesetzlichen Systemen erhalten. Zum Beispiel sind Sie als Selbständiger meist kein Pflichtmitglied der BfA (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte gesetzliche Rentenversicherung) mehr. Besprechen Sie daher Ihre private Absicherung- und Vorsorgesituation (Kranken-, Berufsunfähigkeits- und Lebensversicherung) unbedingt mit einem Spezialisten. 15

18 Gründungs-Partner, Projekt-Partner und Sponsoren des BDS Gründer-Parcours Der BDS Gründer-Parcours versteht sich als Katalysator zwischen Existenzgründern und den bewährten Institutionen, die sich bereits erfolgreich der Existenzgründer annehmen. Diese haben sich dankenswerter Weise als Gründungs-Partner des BDS Gründer-Parcours zur Verfügung gestellt. Im Einzelfall wird der BDS Gründer-Parcours die Wege zu diesen Partnern ebnen. Die Zahl der Gründungs-Partner ist fix. Daneben unterstützen Projekt-Partner die Initiative. Die Zahl dieser Partner ist nicht definiert. Weitere Partner können aufgenommen werden, wenn sie die Ziele des BDS Gründer-Parcours erfüllen und tatkräftiges Engagement im Sinne der Initiative einbringen. Weiterhin haben sich Sponsoren bereit erklärt, die Initiative durch Sachspenden oder auch finanzielle Zuschüsse zu unterstützen. Der BDS Gründer-Parcours bedankt sich im Namen aller Existenzgründer bei diesen Sponsoren. Gründungspartner des BDS Gründer-Parcours: IHK-Innotec GmbH Gründerregion Schwaben HwK Schwaben Gründerbüro Uni/ZWW Augsburg Gründerbüro FH Augsburg Arbeitsamt Augsburg Projekt-Partner des BDS Gründer Parcours Augsburg AG Business Plan Wettbewerb Schwaben dialog center gmbh FDP Augsburg Mauss & Humpf MLP Geschäftsstelle Augsburg rating science GmbH 16

19 Sponsoren Autohaus Augsburg BMW ASIG GmbH Baumann & Steppich Kfz Service Böhme Event Marketing Brauerei Schimpfle Druckerei Kessler Frisörladen Headworks John Design kopp-werbeagentur Landbäckerei Ihle LEW manageyourmedia Messe System Service mobilise GmbH Sport Initiative Inline-Alpin-Slalom im Schwäbischen Skiverband Der BDS/DGV Schwaben dankt den Initiatoren und Mitgliedern des Arbeitskreises BDS Gründer-Parcours für die bisher geleistete Arbeit und freut sich über das zukünftige Engagement bei der Umsetzung der zahlreichen Maßnahmen. Klaus Baumann 2. Vorsitzender Ortsverband Altenmünster Thomas Beiten Ortsverband Augsburg Martin Humpf Ortsverband Augsburg Miriam Krebs Ortsverband Augsburg Rolf D. Neuburger Stellvertretender Vorsitzender Ortsverband Augsburg sowie Bezirk Schwaben Max Samer Ortsverband Augsburg Gabriele Schwarz ZWW Uni Augsburg w erbeagentur kopp Visuelle Kommunikation Impressum BDS/DGV Schwaben BDS Gründer-Parcours Rolf D. Neuburger, Kopernikus Weg 4, Diedorf Die Rechte, der in der Broschüre gezeigten Logos und Warenzeichen liegen bei den jeweils genannten Firmen. Kopieren und (auszugsweises) Veröffentlichen nur mit ausdrücklicher Genemigung des BDS/DGV Schwaben 2003 kopp-werbeagentur, Titelbild Photodisc Augsburg, 27. September 2003, Schutzgebühr E 3,- 17

20 BDS/DGV Schwaben BDS Gründer Parcours Rolf D. Neuburger, Kopernikus Weg 4, Diedorf Telefon

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