Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter.

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1 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 1 Ausgabe März 2011 Eine Zeitung für Bewohner, Freunde und Mitarbeiter.

2 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 2 Aktivitäten im Seniorenzentrum Langeweile kommt nie auf bei uns : Politischer Besuch im Seniorenzentrum Am Donnerstag, den 03. Februar 2011 hatten wir Besuch vom Bundestagsabgeordneten Stephan Thomae. Herr Thomae ist Mitglied der FDP und im Bundestag in Berlin und im Wahlkreis Kempten politisch aktiv. Für die Belange der Bürger vor Ort in seiner Heimat zeigt er großes Interesse. So nahm er sich sowohl für die Leitung des Seniorenzentrums als auch für die Bewohner im stationären Pflegebereich und im Betreuten Wohnen Zeit, zu zuhören. Dabei kamen unter anderem Themen wie die Führung und Handhabung der Pflegedokumentation, Entbürokratisierung in der Pflege usw. zur Sprache. Auch einen Gang durch das Haus ließ sich Herr Thomae nicht entgehen und es ergaben sich viele nette Gespräche und Begegnungen mit den Bewohnern. Frau Beckert kann sich über eine Widmung freuen und Frau Böck genoss es, sich mit Herrn Thomae zu unterhalten. Im Betreuten Wohnen schaute Herr Thomae noch auf ein Gespräch bei Frau Wild vorbei. Leider konnte Herr Thomae nicht mehr zum Mittagessen bleiben, denn er musste auf seinen nächsten Termin.

3 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 3 Das Beste vom Korbinian: Großer Andrang herrschte am Dienstag, den bei der Vorstellung seiner neuen CD von Ludwig Hindelang. Schon um Uhr trafen die ersten Gäste ein, obwohl die Veranstaltung erst um Uhr begann. Ja mir wend halt an guate Platz, war die verständliche Argumentation der Besucher. Es hatte sich auch gelohnt, denn es war ein sehr lustiger und unterhaltsamer Abend mit Senzi Weizenegger, (bestens bekannt vom Literarischen Frühstück) sowie Ludwig Hindelang, der Versle vom Korbinian sowie eigene humorige Sprüche zum Besten gab. Zwischendurch sang er mit seiner Frau Allgäuer Lieder. Walter Fleischhut, der anwesende Neffe von Korbinian, ließ es sich nicht nehmen, das Marile in hervorragender Form frei nach Korbinian zu präsentieren. Ein lustiger Unterhaltungsabend, beim dem es allen sehr gut gefallen hat. Alle waren sich - getreu einem Spruch von Ludwig Hindelang - einig: Lieaber guat drauf als schlecht dra. Der Erlös des Abends kommt der Aktion Mundart Allgäu zugute, ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, den original Allgäuer Dialekt zu erhalten. (www.mundart-allgaeu.de) Aktivtreff: Hüttenzauber kunterbunt und heiter Hüttenzauber war unser Thema und Frau Seger freute sich, dass trotz strahlendem Sonnenschein und steilem Anstieg so viele den Weg auf unsere Hütte gefunden haben. Mit 130 Besuchern war unser Seniorenzentrum gut ausgelastet, was natürlich für die Verantwortlichen eine Bestätigung ist, dass wir mit unserem Angebot wieder einmal die richtige Wahl getroffen haben. Natürlich hatten wir mit Ernst Wagner, Hilde Gast, Traudl Leitner, Willi John, Lothar Seidel und Magda Heip auch Garanten für ein gelungenes Programm. Ernst Wagner als poetisch-, witz- und ideenreicher Hüttenwirt trug Selbstgedichtetes und Selbsterlebtes vor und riss damit die Zuhörer in seinen Bann. Hilde Gast als Hüttenhockerin war so umwerfend und trug ihren Vortrag fesselnd vor, dass sogar die völlig faszinierte Soufleuse (Traudl Leitner) sich nicht mehr auf den Text konzentrierte. So konnte sie das von Frau Gast geforderte Stichwort nicht auf Anhieb finden, was Frau Gast zu folgendem Kommentar veranlasste: Diea Soufleusen sind heit au numma des, was se scho mol waret.

4 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 4 Traudl Leitner verkörperte bei ihrer Vorstellung einen Schweizer Skilehrer, der den Anwesenden ausdrucksstark vormachte, was sich bei seinem Skikurs ereignete. Alle waren sich einig, bei so einem chaotischen Skilehrer machen wir keinen Skikurs. Denn die Kursteilnehmer landeten unter Anleitung ihres Skilehrers am Ende im Tobel, fuhren an einen Baum oder andere Skifahrer um den Haufen. Willi John erzählte vom Schneeräumen und hatte dabei die Lacher auf seiner Seite. Magda und Lothar spielten in ihrem Sketsch, wie eintönig es auf einer Hütte sein kann, wenn der gewohnte Fernsehabend nicht wie Zuhause ablaufen kann. Bei so einem Dischkurs erkannte sich mancher Zuhörer wieder. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Karl Steiger und Sonja Seger. Verstärkung erhielt der Karle dann auch noch von Rudi Hochenauer mit seiner Mundharmonika. Allerdings kann er nur ein einziges Stück, das zweite spielte er pantomimisch auf einer Kindertrompete. So kennt man ihn halt. Insgesamt ein lustiger, gemütlicher und unterhaltsamer Hüttenhock. Vielen Dank nochmals an Alle, die dazu beigetragen haben. Schulung für unsere Mitarbeiter/innen Erste Hilfe Kurs Der Erste Hilfe Kurs fand im Rahmen unserer Pflichtschulungen für Mitarbeiter in der Pflege und Hauswirtschaft statt. Der Wiederholungskurs für Ersthelfer wurde an drei Samstagen von Fr. Lichtblau vom Roten Kreuz durchgeführt. Die Inhalte des Kurses bestanden aus lebensrettenden Sofortmaßnahmen wie Druckverbände anlegen bei Schnittwunden, stabile Seitenlage, Herz- Lungenmassage und vieles mehr. Frau Lichtblau erzählte in den Kursen interessante Beispiele aus dem Alltag eines Rettungssanitäters.

5 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 5 Validation Mitarbeiter bilden sich fort Am Freitag den 11. Februar 2011 war es soweit. Acht Pflegekräfte aus der stationären Einrichtung und fünf Pflegekräfte vom Ambulanten Dienst machten sich auf den Weg nach München / Garching um an einen Workshop / Vortrag von der amerikanischen Gerontologin Naomi Feil über das Thema Validation teilzunehmen. In einem mehrstündigen Vortrag durften wir erfahren was es mit der Validation auf sich hat und wie man sie am besten anwendet. Validation wurde seit 1963 entwickelt. Frau Feil hat unter der Bezeichnung Validation eine neue Form des verstehenden Umganges mit alten, dementen Menschen gefunden. Für Naomi Feil reagiert ein alter Mensch, der desorientiert ist, im täglichen Leben nur nach Gefühl und nicht mit logischer Vernunft. Die Methodik der Validation beruht darin, diese Lebensumstände des dementen Menschen zu akzeptieren. Validation unterstützt die Pflegenden im Umgang mit dem sehr alten, desorientierten Menschen, der seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Validation akzeptiert die Menschen so, wie sie sind. Validation erklärt die Ursache von Gefühlen und unterstützt den sehr alten Menschen, seine Ziele nicht unsere zu erreichen. Mit Rollenspielen und einigen Beispielen wurde es uns näher gebracht. Nach sieben Stunden fuhren wir erschöpft, aber mit viel interessanten Informationen, die wir bestmöglich versuchen werden umzusetzen wieder nach Hause.

6 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 6 Liebe Angehörige, Bewohner des Betreuten Wohnens und Leser unseres Heimblättles Wir, die Alltagsbegleiterinnen und Mitarbeiterinnen vom Sozialer Dienst möchten auf allen drei Wohnbereichen Aktivierungskisten zusammenstellen. Dafür benötigen wir alte Gegenstände aus Küche, Werkstatt, Kleiderschrank, Spielsachen, Schmuck, Kosmetika Falls sie solche Gegenstände ihr Eigen nennen und dies entbehren können, würden wir uns über Ihre Bereitstellung sehr freuen, um unsere Aktivierungskisten zu vervollständigen. Vielen Dank für Ihre Mithilfe Ihre Alltagsbegleiter und Sozialer Dienst

7 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 7 Wir feiern die Feste wie sie fallen! Es folgte ein buntes Programm mit Sketschen, Gedichten und Witzen vorgetragen von Frau Maurus und ihrem Mann. Herr Steiner aus dem Betreuten Wohnen sorgte für musikalische Unterhaltung am Klavier. Das Sextett aus Memhölz sang lustige Lieder aus alter und neuer Zeit und ermunterte die Bewohner zum Mitmachen mit verschiedenen Percussionsinstrumenten. Am veranstalteten wir auf unseren Wohnbereichen einen Angehörigennachmittag mit Faschingsprogramm. Wir freuen uns, dass sich so viele Angehörige Zeit genommen haben und mit uns gemeinsam den schönen Nachmittag verbrachten. Frau Zacherl und Frau Märkli eröffneten den Nachmittag um mit einem Faschingsgedicht. Danach gab es Kaffee und Krapfen für alle. Eine Augenweide war die Kinderprinzengarde aus Moosbach die einen klassischen und einen modernen Tanz aufführten. Insgesamt war es für uns und unsere Bewohner ein schöner und heiterer Nachmittag und wir danken allen Beteiligten für ihre Mithilfe.

8 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 8 Um Uhr fand in unserem Seminarraum für die Angehörigen ein Vortrag über Validation statt. Fr. Silbernagel referierte über dieses komplexe Thema. Die Angehörigen waren sehr interessiert und hatten viele Fragen. Dank an Fr. Silbernagel für die interessanten Informationen.

9 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 9 Beitrag von Marianne Riedmiller, betr. Wohnen

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11 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 11 Neues vom literarischen Frühstück Wenn ein Knopf ab ist, muss man ihn wieder annähen. Wenn man es nicht tut, bleibt er ab. Wenn er ab bleibt, fehlt er. Es gibt Knöpfe, die dürfen fehlen, weil sie nicht zum Knöpfen dienen, sondern nur zu Symmetrie. Es gibt aber auch Knöpfe, die dürfen nicht ab sein, sondern müssen vorhanden bleiben. Von oben nach unten nehmen sie beim Mann an Wichtigkeit immer mehr zu. Entweder hat man eine Frau, oder man hat keine. Der Mann hat eine. Das Männchen mehrere. Es kann aber auch einer ein Mann sein und keine Frau haben. Dann bleibt der Knopf ab. Einen abben Knopf kann man in die Tasche stecken. Dann weiß man auch später noch, an welches Kleidungsstück er gehört. Ab bleibt er dennoch. Wenn man ihn wieder annähen will, dann kommt es nicht auf den Zwirn an, sondern auf die Gelegenheit. Gelegenheit kann man auch durch Geld ersetzen, insbesondere bei Frauen. Dann schickt man das Kleidungsstück mit dem Knopf an eine Näherin. Oder klingelt, wenn man in einem Hotel oder in einer Pension wohnt. Wenn man möbliert wohnt, hängt es davon ab, wie lange man schon da wohnt. Jedenfalls hat man eine Wirtin. In den ersten Wochen kann man sich an die Wirtin wenden. Dazu muss man ein bekümmertes Gesicht aufsetzen und den Knopf in die hohle, ausgestreckte Hand legen wie ein Bettler. Und dann muss man stottern. Und dann sagen: Der ist ab. Können Sie mir vielleicht sagen, was man da machen kann? Nach vier bis acht Wochen geht das nicht mehr. Dann freut sich die Wirtin über den abben Knopf und sagt vielleicht, das käme davon, dass man nach zehn Uhr noch so laut sei oder mit Damenbesuch. Oder zu spät nach Hause käme. Oder die Miete nicht bezahle. Oder einen Flecken gemacht habe. Oder ein Tischtuch verbrannt. Oder das Klosettpapier schief von der Rolle gezogen. Oder sonst was. Wenn man Kummer hat, kann man nur in die Wirtschaft gehen. Dort zeige man den abben Knopf der Kellnerin. Man muss ihr dort während des Vortrages nicht unbedingt in die Augen sehen, es kann auch der Ausschnitt sein. Hinterher kann man ihr dafür ein erhöhtes

12 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 12 Trinkgeld geben. Das ist noch das billigste. Mit einem abben Knopf kann man auch eine Freundin haben. Einer Freundin schmeißt man nicht das Kleidungsstück mit dem abben Knopf auf den Schoß, sondern beichtet ihr den Knopf, als wenn es sich um ein Malheur handle. Für den alleinstehenden Mann ist der abbe Knopf auch tatsächlich ein Malheur. Dann gibt es viele Möglichkeiten. Entweder sie näht ihn schweigend an. Dann hat sie Pflichtbewusstsein. Oder sie sagt: O ja! Dann kommt der Knopf erst hinterher dran. Und dann hat sie einen lieb. Der Knopf bleibt ab. Oder sie sagt: Dazu also bin ich dir gut genug! Dann muss man dagegen mehr anreden, als es Zeit gekostet hätte, den Knopf selber anzunähen. Man kann auch heiraten. Gehen Sie mit dem abben Knopf zum Schneider! Alexander Spoerl Gern gesehene Gäste auf unserer Pflegestation: Kinder und Tiere Erfrischend, belebend und immer willkommen!

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19 Heimzeitung SeniorenZentrum Durach Seite 19 Impressum: Heimblättle des Seniorenzentrums Durach März 2011 Herausgeber: Seniorenzentrum Durach Am Leitenacker 9, Durach Tel. 0831/ Fax 0831/ Internet: Mitarbeiter dieser Ausgabe: Angela Märkli, Tina Bühler, Michael Röllig, Sonja Seger, Sandra Rohr, Marianne Riedmiller und die Mitwirkenden des literarischen Frühstücks Wir bedanken uns bei all Jenen, die zum Gelingen unserer Heimzeitung beigetragen haben! Verantwortlich: Sonja Seger Auflage: 170 Exemplare

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