Von Abholzung bis Artenvielfalt

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1 Nachbarschaftszeitung des Ackermannbogen e.v. Ackermannbo e Nr. 16, April - November 2011 Ökologie in der Stadt: Von Abholzung bis Artenvielfalt Zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit: Kooperationspartner am Ackermannbogen stellen sich vor Augabe_16_Version10.indd :22:09 Uhr

2 DIE CLOWN-TRILOGIE Das Sommerfestival Olympiapark Süd München BP ZOOM»A Wonderful World« Uhr ( Uhr) Theaterzelt PAOLO NANI»Jekyll & Hyde«29.6. & 2./3.7.»The Letter«30.6. & Uhr ( Uhr) Theaterzelt JOS HOUBEN»The Art of Laughter« Uhr ( Uhr) Theaterzelt Tickets: (12 Ct/min)

3 Foto: Ackermannbote Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Ein Thema, das auch am Ackermannbogen viele beschäftigt geht es Ihnen auch so? Sie sitzen in der Sonne, genießen die lang ersehnten, ersten warmen Frühlingstage und gleichzeitig gehen Ihnen die Nachrichten-Bilder aus Japan, Libyen, Syrien, Bahrain und dem Jemen nicht aus dem Kopf. Der ja auch am Ackermannbogen vorhandene große Unterschied in den Lebenswelten nivelliert sich vollkommen angesichts so schrecklicher Katastrophen wie in Japan oder so radikaler Umwälzungen wie derzeit in der arabischen Welt. Die eigenen alltäglichen Themen und Probleme relativieren sich, wenn man sieht wie Menschen für ihren Wunsch nach Freiheit sterben, wenn mal wieder deutlich wird, wie wenig beherrschbar vermeintlich sichere Atomkraftwerke sind. Man könnte an der Sinnhaftigkeit und der Bedeutsamkeit des eigenen Tuns zweifeln. Man könnte aber auch dankbar sein, dass wir in einer stabilen Demokratie, in einem funktionierenden Gemeinwesen, in einer guten Nachbarschaft und bislang ohne lebensbedrohenden Atom-GAU leben. Man könnte sich dafür einsetzen, dass das so bleibt. Man könnte sich vor Ort und im eigenen Wohnumfeld engagieren, in der Lokalpolitik, in der Kirchengemeinde, im Sportverein, bei einem Umweltverband, beim Nachbarschaftsverein, etc. Das Jahr 2011 ist das Europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit; daher möchten wir Ihnen in diesem Heft Menschen, Einrichtungen und Organisationen vorstellen, die sich engagieren, am Ackermannbogen und anderswo. Die sich einsetzen für andere, für mehr Integration, für mehr Ökologie in der Stadt, für mehr Miteinander, für mehr Mitsprache, für mehr Kinderrechte, für mehr Bildung, für mehr Kultur, kurz: für eine friedliche, tolerante und lebendige Stadtgesellschaft. Alle diese Einrichtungen, Vereine und Organisationen sind angewiesen auf Unterstützung durch Freiwillige, Ehrenamtliche, Volunteers, Praktikanten, Zivis, Nachbarn, kurz: Menschen, die mitmachen und sich einbringen, die zusätzlich zu Beruf, Familie und sonstigen Verpflichtungen der Gesellschaft etwas zurückgeben: ihre wertvolle Zeit, ihr Können und ihre Erfahrung und die so hören wir das immer wieder ihr eigenes Leben damit bereichern. Vielleicht inspirieren die Artikel Sie ja zum selber aktiv werden?! Ganz nach dem Motto: Gib Deinem Sinn mehr Leben! Wir wünschen Ihnen eine im besten Sinne anregende Lektüre und einen Sommer voller sehr bewusst genossener friedlicher Sonnentage! Ihr Redaktionsteam Heidrun Eberle, Monika Gödde, Karin Heese, Martina Sadoni, Erika Seitz Alle Ausgaben des Ackermannboten unter Redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der Wenn Sie wollen, dass der Ackermannbote auch weiterhin erscheint... Dann: Machen Sie mit bei unserem Redaktionsteam (Schreiben, Recherchieren, Fotografieren, Koordinieren)! - Unterstützen Sie uns bei der Anzeigenakquise (auf Provisionsbasis)! - Schicken Sie uns Themenvorschläge, Texte, Leserbriefe, Fotos, die mit dem Leben am Ackermannbogen zu tun haben! - Melden Sie sich, wenn Sie in Ihrem Haus/Wohnblock zuverlässig die Verteilung des Ackermannboten übernehmen können! - Schalten Sie eine Anzeige! Bei Interesse einfach melden im NachbarschaftsBüro! Tel oder Inhalt Ackermannbo e Vorsicht Baustelle 4. Bauabschnitt: Bagger haben freie Bahn.. 4 Milgeo: Kastanien ade! Anstoß Marktplatzbrunnen Combinat 56 erweitert seine Fläche Planungen für Olympia Vorgestellt Neue Elterninitiative Neue Hausaufgabenhilfe Kleinanzeigen Nachhaltige Nachbarschaft Neue Mittelschule Frauenbund St. Benno Netzwerk für ältere Menschen Computersprechstunde Jugendeinrichtungen Was uns bewegt Provisorien und Wildwuchs Leserbrief Fußballspielen auf der großen Wiese Bürger Aktiv Neues vom Ackermann-Chor Nachbarschaft interkulturell NachbarschaftsNetzwerk Ackermannbogen e.v. Website des Ackermannbogen ev Einladung zur Langen Tafel NachbarschaftsBörse Neue Vorhaben in Kunst und Kultur Kultursommer Maibaumaktionen Der gestiefelte Kater Kids und Jugend Aktiv Wir wollen eine Skateranlage! Entdeckungstouren Spielplatzpaten Die BreznBande dankt Spielgruppe Olympiazwergerl JugendTreff und Medienwerkstatt Öko?-logisch! Kahlschlag im Unterholz Engagement nützt Igel frei Haus Neues von der Grünen Achse Nachbarschaftsgeflüster Rückblick und Vorschau Sonstiges Impressum Regelmäßige Termine Wichtige Telefonnummern ISSN Ackermannbote Ausgabe 16, April

4 VORSICHT BAUSTELLE Foto: Alicia Bilang Gerodeter 4. Bauabschnitt IV. Bauabschnitt Bäume gefällt Anfang Februar 2011 wurde bekannt, dass etwa 200 Bäume im IV. Bauabschnitt gefällt werden müssen. Dabei wurden auch Bäume zur Fällung freigegeben, die als zu erhalten eingestuft waren. Insbesondere ist der Grünzug zwischen der künftigen Parzivalschule und dem geplanten Netzwerk Ältere Menschen betroffen. Das Kommunalreferat hatte die Flächen mittels geomagnetischer Oberflächendetektion erkundet, dabei konnte der Verdacht auf Munitionsschrott und Kampfmittel nicht ausgeschlossen werden. Zudem wurden Altlasten im Boden festgestellt, die den zulässigen Wert nach dem Bundesbodenschutzgesetz übersteigen, so die Argumentation der Stadt München. Erlaubt sei die Frage, warum dieses nicht bereits im Umweltbericht zur Bauleitplanung festgehalten worden ist. Ursprünglich war geplant, dass lediglich die Bäume entfernt werden, die dem Straßenbau im Wege stehen. Der Baumbestand in den jeweiligen Bauquartieren dagegen sollte vorerst erhalten bleiben. Pünktlich zum 1. März 2011 ist nun aber für die zukünftigen Investoren eine freie Baufläche geschaffen worden. Lediglich der Stadtwald wurde auf massives Einwirken seitens des Bezirksausschusses (BA4) und einiger Bewohner aus dem Quartier verschont. Die Natur verändert sich, Tiere ziehen weiter, der Mensch nimmt den Raum ein. Verschwindet damit auch ein Zwischenraum? Freiräume, die Platz für Abenteuer bieten, in der weit mehr Chancen stecken, als auf den minimalistisch kostenbewusst geplanten Spielinszenierungen mit ihren fallschutzwütigen Untergründen wie die Autorin Dorothee Frutiger es formuliert hat, haben es schwer. Ein Baumstamm, der ungefähr so alt ist wie unsere Bundesrepublik, wurde von der PG-Ökologie in einer Blitzaktion ins Biotop gerettet. Er wird uns erzählen, wie alt er ist, welche Zukunftsträume er mal hatte, welche Wertvorstellungen es gab, und er wird versuchen, mit gestutzten Flügeln weiterhin über die Biologische Vielfalt aufzuklären. Den Wenigen, der BA4 eingeschlossen, die sich für die Bäume am Ackermannbogen eingesetzt haben, gilt ein Dankeschön. / Erich Jenewein FORUM Quartiersentwicklung im Ackermannbogen e.v. Baumfällungen auf dem Milgeo-Gelände Kastanien ade! Der Bezirksausschuss hat noch in seiner Sitzung am auf wiederholte Anträge der Bürger aus dem Quartier den Beschluss gefasst, dem Antrag auf Baumfällung an der Nordseite des Milgeo-Geländes nicht stattzugeben. Begründung war, dass die Kronen der Kastanien nicht in den Bauraum ragen. Mit Hilfe von Maßnahmen wie Wurzelschutz hätten die Bäume somit durchaus erhalten werden können. Am Montag, den waren morgens um 8 Uhr die Kastanien gefällt. Jetzt stehen nur noch diejenigen Bäume, die im Bebauungsplan als zu erhalten dargestellt sind. In der Allgemeinen Information des Referats für Stadtplanung und Bauordnung steht zum Baumschutz: München ist eine der schönsten, jedoch auch eine der am stärksten bebauten Städte Deutschlands. Damit kommt dem Baumschutz eine besondere Bedeutung zu. Bäume spenden Schatten, bieten Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Kleintiere und verbessern das Kleinklima und die Luftqualität für uns alle. Wussten Sie, dass gesunde und leistungsfähige Bäume unter optimalen Bedingungen bis zu 70% des Staubs aus der Stadtluft filtern und täglich ca Liter Sauerstoff produzieren? Für wen gilt in München die Baumschutzverordnung? Kann alles über Ersatzpflanzungen geregelt werden? Vielleicht ist ein Japanischer Schnurbaum als zukünftiges Straßenbegleitgrün wertvoller als eine ältere bayerische Kastanie? / Erich Jenewein FORUM Quartiersentwicklung im Ackermannbogen e.v. Kontakt: IV. Bauabschnitt Anstoß zu einem Marktplatzbrunnen Als Menschen der Stadt ist uns das Gespür unserer Abhängigkeit von der Natur schon fast völlig entglitten. Ein zentraler Brunnen am Ackermannbogen sollte dies spielerisch, unbewusst erlebbar machen. Unsere Verbindung zu Wind, Sonne, Wasser und Erde soll berührt werden. Wenn die Kräfte der Natur ruhen, bleibt auch das Wasser im Untergrund. Wenn der Wind weht, die Sonne scheint oder ein Ackermann, eine Ackerfrau oder ein Ackerkind sich körperlich einsetzt tritt das Wasser ans Licht. Es ergießt sich dann der Quell des Lebens zu Freude derer, die es sehen, hören und spüren wollen. Möge ein Nachhaltigkeitsbrunnen ein Zeichen setzen für einen wachen, erfrischenden Geist in unserem Quartier. /Walter Schramm, wagnis 4 4 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

5 VORSICHT BAUSTELLE Das Combinat 56 erweitert nach nur 11 Monaten seine Fläche Münchens 1. Coworking-Space ist als flexibler Arbeitsort für Selbständige und Veranstaltungslocation nicht mehr wegzudenken. Coworking ist der Arbeitstrend der Zukunft, berichten seit geraumer Zeit die Medien. Stimmt! Nach der Eröffnung am 1. Mai 2010 und der geleisteten Pionierarbeit in München erfreut sich der Kreativstandort am Ackermannbogen zunehmender Beliebtheit. Knapp ein Jahr später, ab 1. April, bietet die benachbarte Erdgeschossfläche neben den bereits vorhandenen 18 Schreibtischen nochmal 12 Arbeitsplätze, ein Einzelbüro, eine schallgeschützte Telefonzelle und ein Seminarraum mit separater Teeküche. Alles in allem ein multifunktionaler Veranstaltungssalon, der tagsüber zum Arbeiten dient und abends z.b. eine Lange Tafel für ein Dinner in Kerzenschein taucht. Im Combinat 56 geht es schon lange nicht mehr nur darum, dem Home-Office den Rücken zu kehren und nach individuellem Bedarf einen flexiblen Arbeitsplatz in einer professionellen Arbeitsatmosphäre zu mieten. Es geht um mehr: Der Austausch beim Kaffee in der Küche, das Miteinander beim wöchentlichen Betriebssport, das Selbstverständnis für gegenseitige Unterstützung, die Aha-Erlebnisse bei den Netzwerkveranstaltungen und das gemeinsame Rumspinnen bei der Ideenwerkstatt. All diese kleinen Gesten führen zum großen Ganzen. Das Kollaborative nimmt unter dem multidisziplinären Kollektiv immer mehr zu. Egal ob Tagesgast oder Dauermieter es geht um wahre Begegnungen. Es bilden sich Teams, die sich auf ideale Weise ergänzen und nach zaghaften Schritten bald schnell gemeinsame Kunden betreuen. Es bilden sich Arbeitsgruppen, die an einem Thema arbeiten. Es bilden sich Freundschaften. Wer ein Rundumsorglos-Büro mit Anschluss sucht, der kann wochentags einfach mit seinem Laptop mal zum Schnuppern vorbeischauen. Wir freuen uns auf Euch! Nächste Veranstaltungen: 29. April 10 Uhr fix & freitags: Hinter den Kulissen eines Onlineshops 5. Mai 19 Uhr Eröffnungsfeier und Vernissage Transberlin cisalpin 20. Mai 10 Uhr fix & freitags: Versicherungen und Vorsorge für Selbständige /Sina Brübach-Schlickum Kontakt: Combinat 56, Adams-Lehmann-Str München, Tel Foto: Susanne Jürgensen Vorbildliche Straßennamen Ortstermin am Ackermannbogen: Anlässlich des Internationalen Frauentags, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert, berichteten Kommunalreferentin Gabriele Friderich, Michaela Pichlbauer, Leiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München, Sigrid Koneberg, Leiterin des städtischen Vermessungsamtes, hier mit Frau Gmelin vom BA, wie der im Jahr 2004 erfolgte Stadtratsbeschluss, künftig bei der Benennung neuer Straßen verstärkt Frauen zu ehren, umgesetzt wird. Auch im vierten Bauabschnitt werden die Straßen Namen verdienter Münchnerinnen tragen. /Heidrun Eberle Ackermannbote Ausgabe 16, April

6 VORSICHT BAUSTELLE Die ersten Frühlingsboten Wieso wurden die Krokusse in Bahnen gepflanzt? Foto: Karin Heese Plan: Planungsreferat Auch dieses Jahr erblühen auf dem südlichen Teil der großen Wiese wieder wunderschöne lila Krokusse. Vor zwei Jahren hatten sie es sogar auf das Titelbild des Ackermannboten geschafft... Nun die Frage: Wieso wurden die Krokusse auf öffentlichem Grün so akkurat in Bahnen gepflanzt? Die Antwort hat mich überrascht. Bitte sehen Sie hierzu den beigefügten Plan: Darauf sehen Sie die schlangenförmigen Reihen einer Tartanbahn aus der Zeit, in der die Wiese zum Übungsgelände der Waldmann-Kaserne gehörte. Drei dieser Reihen sind auf der heutigen großen Wiese in Form von Krokusbändern erhalten. Mit dem Auflassen des Geländes wurde die genormte Hindernisbahn, die Teil des militärischen Fünfkampfes war, abgetragen und die Vertiefung mit Erde aufgeschüttet. Diese Erde enthielt die vielen Krokuszwiebeln. Purer Zufall oder landschaftsplanerische Maßnahme der Stadt? Diese Frage bleibt offen... Dank an Thomas Siegel, der mir von der Hindernisbahn aus Kasernenzeiten berichtet hat. /Karin Heese Kundendienst für Haushaltsgeräte aller Marken und Hersteller große Auswahl an Neugeräten schnelle Lieferzeiten günstige Preise Reparaturservice Samstags und nach Feierabend ohne Aufpreis Termine noch am gleichen Tag kostenlose Anfahrt für Bewohner des Ackermannbogen 089 / / Ivica Dalic staatl. Gepr. Elektrotechniker Elektrotechnikermeister Felix Fechenbach Bogen München Ausstellung noch bis 29. April 2011 Perspektiven für den Olympiapark Noch bis 29. April 2011 ist die Ausstellung Planen für München 2018 in der Blumenstraße zu sehen. Gezeigt werden die Wettbewerbsergebnisse des Planungswettbewerbs für das Olympische Dorf und das Mediendorf, der im Dezember 2010 entschieden wurde. Darüber hinaus wird erstmals auch die Rahmenplanung für den Olympiapark präsentiert. Eine umfangreiche Broschüre zum Mitnehmen liegt aus oder ist als pdf unter abrufbar. Auf Seite 67 dieser Broschüre werden die geplanten Maßnahmen in Realisierungsschritte unterteilt, das heißt, was soll in jedem Fall realisiert werden und was kommt nur, wenn München den Zuschlag für Olympia 2018 erhält. Reinklicken lohnt sich! Ausstellungsorte: PlanTreff, Städtisches Hochhaus und Lokalbaukommission, Blumenstraße 31, 28b und 19, bis 29. April jeweils Mo Fr von Uhr. Olympia ist noch weit weg und doch zum Greifen nah, zeitlich wie räumlich. /Karin Heese 6 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

7 VORGESTELLT Ein Haus für Kinder Elterninitiative am Ackermannbogen ich & du Hurra geschafft! Am 1. September war es nach einem dreiviertel Jahr planen, delegieren, zusammenarbeiten und umbauen endlich soweit: Das aus der bekannt angespannten Kinderbetreuungssituation heraus als Elterninitiative entstandene Kinderhaus öffnete für 18 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren seine Türen. Das pädagogische Team, bestehend aus zwei Erzieherinnen und zwei Kinderpflegerinnen, betreut die Kinder von 7.45 Uhr bis Uhr in der Adams-Lehmann-Straße. Eine 90m2 große zusammenhängende Spielfläche bietet verschiedene Ebenen als Lese-, Spiel- und Rückzugsmöglichkeiten an und unterstützt räumlich das soziale Lernen innerhalb der gemischten Altersstruktur des Kinderhauses. Tägliches Austoben im Freien auf den umliegenden Spielplätzen genießen die Kinder ebenso wie die hauptsächlich aus Bioprodukten bestehende Verpflegung. Was ist das Besondere an ich & du? Die kleine und überschaubare Gruppe an Eltern und Kindern ermöglicht den Pädagogen sich als Erziehungspartner der Eltern einzubringen. Ein fester Naturtag in der Wochenstruktur und regelmäßiges, gemeinsames Kochen sensibilisiert die Kinder für Umweltthemen und vermittelt ihnen spielerisch eine gesunde und bewusste Beziehung zur täglichen Ernährung. Entstandene nachbarschaftliche Beziehungen zwischen den Eltern im Viertel lassen weitere Synergien in Ergänzung zum Kindergartenalltag entstehen. Für alle interessierten Eltern, Kinder und Nachbarn ist am 6. Mai von Uhr ein Tag der offenen Türe geplant. Sollten Sie auf der Suche nach einem Berufspraktikumsplatz sein, nutzen Sie die Gelegenheit die ich & du ler in den selbst gestalteten Räumlichkeiten kennenzulernen. Wir freuen uns! Kontakt: ich & du Kinderhaus Adams-Lehmann-Str München Tel: Lernen im (Schul-)Verbund KOHilfe Kindern Perspektiven geben Lernen leicht gemacht? Die Sonne scheint, der Frühling kommt, doch das Lernen fällt so schwer besonders wenn man nicht genau weiß, wo man anfangen soll, wenn die Perspektiven fehlen, für die man sich ins Zeug zu legen wagt, wenn man den Weg nicht ganz einzuschätzen weiß. Nicht allen Kindern fällt die Schule leicht und vielleicht nicht jedem Schüler ist so klar, für was er die ganze Anstrengung auf sich nimmt. Besonders, wenn es für die Familie zunächst einmal darauf ankommt, in einer nicht so kostengünstigen Stadt wie München gut über die Runden zu kommen. Eltern haben oft nicht die Kapazitäten, das Lernen ihrer Kinder aufmerksam zu begleiten, da die Arbeit fast alle Kraft und Zeit in Anspruch nimmt. Umso besser ist es doch zu wissen, dass es vielleicht noch andere Möglichkeiten gibt: Neues Projekt am Ackermannbogen Wir, die KOHilfe, sind ein frischer Verein, der sich zusammensetzt aus Menschen unterschiedlicher Studienrichtungen und Kulturbereiche, die etwas tun wollen. Wir wollen Familien und Kinder dabei unterstützen, den schulischen Alltag so zu bewältigen, dass sich dabei Horizonte öffnen. Und das ohne dass Familien dabei horrende Kosten auf sich nehmen müssen. Dazu gehört für uns zunächst einmal, Kinder und Jugendliche in ihren Lernaktivitäten zu unterstützen und ihnen Mut für das Meistern dieser Aufgaben zu machen. Dazu gehört außerdem aufzuzeigen, was der Alltag an Möglichkeiten mit sich bringt, für die man sich vielleicht begeistern kann. Es geht darum, Perspektiven zu vermitteln sowohl im Hinblick auf Potentiale, als auch im Hinblick auf Möglichkeiten, den Alltag zu erweitern. Vielleicht merkt ein Kind erst dann, wie es sich für Handwerk begeistern kann oder aber für Singen. Sei es ein Fußballspiel an einem Tag oder ein Gang ins Museum es sind Aktivitäten, die die Welt verändern können. Warum? Weil sie einem zeigen, was die Welt alles bietet. Wir starten ab sofort immer samstags zur Mittagszeit am Ackermannbogen mit Hausaufgabenbetreuung und Lernhilfe. Darüber hinaus möchten wir in regelmäßigen Abständen kulturelle und Freizeitangebote im Rahmen von kleinen Kursen anbieten, die von Handwerken, Kochen, Fußball, über andere sportliche Aktivitäten und Musik reichen. Mit der NachbarschaftsBörse am Ackermannbogen haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unsere Motive identifizieren und einbringen können. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte unsere Homepage: bei Fragen: /Patricia Oberle Ackermannbote Ausgabe 16, April

8 VORGESTELLT Kleinanzeigen Hier könnte Ihre kostenlose Kleinanzeige stehen! Mail an: Kindergeburtstagsservice und DJ für Erwachsenenpartys, Tel / Erfahrene und zuverlässige Babysitterin (17) bietet nachmittags und abends Kinderbetreuung im Ackermannbogen an. Rufen Sie an: 089/ oder Alter Holzschrank, (pink-orange) lackiert zu verschenken (für Kinderzimmer, Keller) viel Stauraum, mit 3 Einlegebrettern auf ganzer Breite und/oder Kleiderstange, 2 Türen, linke Tür mit Spiegel, unten quer große Schublade 200h, 120b, 51t, Schwabing West, Tel oder 0179/ Kindersachen günstig abzugeben: - Kinder-Schreibtisch weiß lackiert, blau-rot abgesetzt Maße: 150x56x70 cm, links: 1 offenes Fach, rechts: 1 offenes Fach + 2 Fächer mit Tür, EUR 15,00 - Kinder-Regenjacke mit Kapuze, neu, Gr. 164, Farbe: dunkelblau und grün/rot/gelb abgesetzt, 2 Taschen mit Reißverschluss: EUR 5,00 - Kinder-Gürteltasche, weinrot, von Esprit: EUR 2,50 - Kinder-Schreibtischlampe stehend, Farbe: lila-grün mit schwarzem Flex-Arm: EUR 2,50, Tel Zimmerwohnung, Ackermannbogen und Umgebung, von privat zu kaufen gesucht, Tel Sommerreifen für Ford Ka, neuwertig, günstig abzugeben., Tel Für einen erholsamen Kurzurlaub: Ferienwohnung im Chiemgau, 42qm für 2-3 Personen, Tel Christbaumständer, original VEB Spanplattenwerk Gotha, im trendigen 70er Jahre Retro-Design, Durchmesser 21 cm, mit verchromter Zierleiste und Kunststoffbespannung in Eiche- rustikal Nachbildung, Baumfixierung durch 3-Punkt Schraubgewinde, kulturhistorisch wertvoll als zeitgeschichtliches Dokument deutscher Weihnachtsbaumkultur, wegen familiärer, ästhetischer Inkompatibilität kostenlos nur in gute und zuverlässige Hände abzugeben. Tel.: 089/ , en-ev.de N2aktiv Nachhaltige Nachbarschaft aktiv Ein Projekt vom Ackernetz e.v. und dem Haus Olymp, gefördert von der Landeshauptstadt München, und ausgezeichnet vom deutschen Nachhaltigkeitsrat Seit letztem Jahr finden jeweils am 4. Samstag im Monat im Gruppenraum Olymp in der Elisabeth-Kohn-Straße 29 Treffen von Nachbarn für Nachbarn mit Nachbarn statt. Ausgangspunkt waren die Filmgespräche : Von Filmen emotional stark berührt, sich globalen Problemlagen auch im Hinblick auf unsere Kinder zu stellen. Ängste, Ohnmacht oder Wut mit-teilen und hieraus die Kraft zu Veränderungen im eigenen Leben zu schöpfen. Hinzu kamen dann als notwendiger Ausgleich die Spielenachmittage, um Freude, Spaß und Wettkampf nicht zu kurz kommen zu lassen. Aus einer reichhaltigen Sammlung von Brettspielen auswählen, erste Erfahrungen mit der Spielekonsole machen oder einfach nur bei Kaffee, Tee und Kuchen Nachbarn treffen. In einem weiteren Teil geht es nun daran, ganz anwendungsorientiert Projektideen in die Umsetzung zu bringen und sich vor Ort aktiv zu beschäftigen mit ökologischem Fußabdruck, Kreislauf-orientiertem Wirtschaften und... natürlich mit den Nachbarn jetzt bist Du, sind Sie an der Reihe: Schauen Sie vorbei am nächsten 4. Samstag im Monat bei N2aktiv im Haus Olymp, jeweils ab 14 Uhr. Weitere Informationen auf oder bei Reiner Schmidt 089/ /Reiner Schmidt Foto: Reiner Schmidt Komm auf die sichere Seite! Präsentiert von: FUSSWERK GmbH Elisabethstr München Fon: (089) Fax: (089) Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011 w w w. f o o t p o w e r. d e

9 Fotos: Ackermannbote VORGESTELLT Lernen im (Schul-)Verbund Neue Mittelschule startet im September Der Um- und Neubau der Schule an der Elisabeth-Kohn-Straße geht zügig voran und dadurch rückt der Umzug der Hauptschulen am Bayernplatz und an der Schwindstraße in die neuen Räume immer näher. Da zu Beginn des Schuljahres 2011/12 alle Münchner Hauptschulen zu Mittelschulen werden, kommt der Wechsel zeitlich günstig. Die neue Mittelschule an der Elisabeth-Kohn-Straße gehört dann mit den Mittelschulen an der Alfonsstraße und am Winthirplatz zum Verbund München Neuhausen-Schwabing. Die einzelnen Angebote für die SchülerInnen werden in den nächsten Monaten erarbeitet. Wenn alles nach Plan verläuft, werden im August die neuen Räume bezogen, damit das Schuljahr dann gleich in dem den aktuellen pädagogischen Erfordernissen entsprechend ausgestatteten neuen Schulgebäude beginnen kann. Die Zweifachturnhalle wird in Zukunft sicher auch von vielen Anwohnern in den verschiedenen Sportvereinen genutzt werden. Den Jugendlichen kann man dort ein noch besseres Sportangebot bieten und so hoffentlich auch weiterhin sportliche Erfolge erzielen. Die moderne EDV-Ausstattung und die mobil eingerichteten Klassenzimmer bieten einen wunderbaren pädagogischen Rahmen, der schon bald mit viel Leben gefüllt wird. Auch für die Ganztagesbetreuung und die Schulsozialarbeit ist die Schule optimal ausgestattet. Blick auf die neue Mittelschule Die Hauptschule der Freiheit im Jahr 2009 Das große Ferienprogramm für München & Bayern SchülerInnen und Lehrkräfte freuen sich darauf, die neue Umgebung kennen zu lernen, und hoffen auf eine gute, nachbarschaftliche Zusammenarbeit. /Ursula Schneider Erster Kreativ-Hobby-KünstlerMarkt in Schwabing Am Samstag, den 7. Mai 2011, von 11 bis 17 Uhr, Gemeindehaus der Kreuzkirche, Hiltensbergerstr Schöne Geschenke, besonderes für den Muttertag! Schmuck, Perlen, Filz, Papier, Lampen, Mützen und allerlei mit Liebe Gemachtes von unseren HobbyKünstlern. Der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen kommt der Kindertagesstätte der Kreuzkirche zugute. LILALU 2011 Sport, Zirkus, Theater, Tanz & Musik für Kinder und Jugendliche Ticketverkauf bei München Ticket ab Ostern ESV München & Käthe-Kollwitz-Gymnasium sofort Pfingsten ESV München & Riem sofort Sommerfest LILALU am Schlosspark Sommer LILALU am Schlosspark (ESV & Zelte) sofort Herbst Kongresshalle & Berufsbildungszentrum Wintergala Circus Krone Winter Käthe-Kollwitz-Gymnasium Karten bei München Ticket unter 0180 / oder (14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz) Infotelefon: / (4,6 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz) Förderer und Unterstützer Europäischer Integrationsfonds (EIF) Europäischer Flüchtlingsfonds (EFF) Stiftungen und Mäzene Medienpräsentatoren und -partner Schirmherr: Christian Ude, Oberbürgermeister der LH München Initiator & Förderer: Bezirksausschuss 9 Neuhausen-Nymphenburg, LH München Ackermannbote Ausgabe 16, 6 Augabe_16_Version10.indd 9 April :22:47 Uhr

10 VORGESTELLT SALON F E R E L L FÜR DAMEN, HERREN UND KINDER Engagement mit langer Tradition: Der Frauenbund St.Benno Fotos: Frauenbund HERZOGSTRASSE MÜNCHEN TELEFON Wie stellt man eine Gruppe engagierter Frauen vor, deren Name zunächst altbacken klingen mag? Kein Wunder, der Katholische Frauenbund Zweigverein St. Benno München ist ja auch schon 100 Jahre alt. Seine Ziele aber sind noch heute aktuell: etwa sich für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit von Frauen und Männern in der Kirche einzusetzen. Der Zweigverein St. Benno ist ein Zusammenschluss von ca. 120 Frauen, die im Umfeld der Pfarrei St. Benno wohnen und ehrenamtlich wirken, sich überkonfessionell in Gruppen und zu Veranstaltungen treffen, sowie kirchliche und pfarrliche Feste mitgestalten. Die Gemeinschaft und das Miteinander stehen dabei im Vordergrund. Der Frauennachmittag bietet bei Kaffee und Kuchen Gelegenheit zu Gesprächen und zum Knüpfen neuer Kontakte. Der Frauenbund Club beschäftigt sich mit aktuellen Themen aus Kirche und Politik. Die Gruppe Frauen engagiert organisiert Ausflüge, Besinnungsabende und Englischkurse. Für Eltern mit Kleinkindern bis 3 Jahren bieten wir Eltern- Kind-Gruppen, die sich auch zum Turnen und zur Musikwiese treffen können. Die Angebote sind offen für alle Interessierten. Mit einem Jahresbeitrag von 30 Euro können Sie auch Mitglied werden. Unsere Termine finden Sie im Internet unter (Gruppen - Frauenbund). Der Zweigverein ist Teil eines landes- und bundespolitischen Verbandes. Frauenbundfrauen sind in zahlreichen Gremien vertreten und setzen sich für gesellschaftspolitische Belange ein. Damit Sie uns kennenlernen können, kommen wir zu Ihnen und stellen uns vor: Am Samstag, , findet im Raum RAB9 der Nachbarschafts- Börse von 15 bis 17 Uhr ein Info-Nachmittag statt. Vielleicht gelingen nachbarschaftliche Kontakte vom Bennoviertel zum Ackermannbogen. Wir würden uns freuen, Sie kennenzulernen! /Für den Frauenbund St. Benno München Ihre Bernadette Hörmann 10 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

11 Lebensqualität bis ins hohe Alter VORGESTELLT Wie lässt sich das Netzwerk für ältere Menschen am Ackermannbogen verwirklichen? Information der Projektgruppe ÄlwA Foto: Günter Hörlein Älter werden am Ackermannbogen (ÄlwA) ist ein Zusammenschluss von 25 älteren Menschen (60 bis 75 Jahre) am Ackermannbogen, die seit einem Jahr als Projektgruppe des Ackermannbogen e. V. organisiert sind. Die Gruppe bildete sich vor vier Jahren als Selbsthilfeansatz mit regelmäßigen Treffen, Gesprächen ums Alt- und Älterwerden und gegenseitiger Unterstützung im Krankheitsfall. Der Ackermannbote berichtete in seiner Ausgabe Nr. 14/2010 bereits darüber. Stadtratsbeschluss 2004 führte eine Initiative des Bezirksausschusses unter Mitwirkung des Sozialreferates zu dem Stadtratsbeschluss, ein Netzwerk für ältere Menschen am Ackermannbogen zu planen. Ziel des Netzwerks ist es, verschiedene Wohn- und Versorgungsangebote für ältere Menschen und Menschen mit Demenz unter einem Dach zusammenzufassen, wobei folgende konzeptionelle Bausteine das Projekt beschreiben: Wohn- und Pflegeangebot für (demenzerkrankte) ältere Menschen in überschaubaren Einheiten wie z.b. Betreutem Wohnen, Wohngruppen und Hausgemeinschaften Tages-, Nacht- und Kurzzeitpflege Behandlungsräume für eine geriatrische und gerontopsychiatrische Versorgung Integration eines ambulanten Pflegedienstes Pflegemix: Neben ausgebildetem Pflegepersonal gibt es die Einbeziehung von Ehrenamtlichen und Angehörigen Nutzerbeteiligung und Einbeziehung bürgerschaftlichen Engagements aus dem Stadtteil bei der weiteren Projektentwicklung und Konzeptumsetzung. Bedeutung für unser Quatier Für ÄlwA ist dieser Stadtratsbeschluss eine hervorragende Grundlage für die Umsetzung eines Grundanliegens älterer QuatiersbewohnerInnen: Sie wollen auch bei steigender Hilfebedürftigkeit in ihren Wohnungen leben können und bei Bedarf von einem Pflegedienst unterstützt werden, der im Notfall bei Tag und Nacht innerhalb sehr kurzer Zeit zur Verfügung steht. Da alle Häuser innerhalb des Ackermannbogens weniger als 800 m (Fußläufigkeit) von der geplanten Einrichtung entfernt liegen, könnten sie Bestandteil eines Konzepts Wohnen im Viertel sein, d. h. der Betreiber des Netzwerkes organisiert nicht nur die stationäre Pflege, sondern er integriert auch einen ambulanten Pflegedienst. Mit dieser Organisationsform haben z. B. die Städte Bielefeld und Bremen hervorragende Erfahrungen gemacht. Laufende Ausschreibung Gegenwärtig läuft ein europaweites Ausschreibungsverfahren, bei dem ein Investor/Betreiber für das Netzwerk gesucht wird. Im kommenden letzten Bauabschnitt am Ackermannbogen sollen für 120 pflegebedürftige Menschen 50 betreute Seniorenmietwohnungen, 70 vollstationäre Pflegeplätze und Räumlichkeiten für Tagespflege, Kurz- und Nachtzeitpflege gebaut werden. Ergänzt wird dieses Raumprogramm durch weitere 300 m2 für das ärztliche und therapeutische Angebot (Physiotherapie, Ergotherapie, sozialpsychologischer Dienst), für Begegnungsräume und einen ambulanten Pflegedienst. Leider wird in den Ausschreibungsunterlagen der ambulante Pflegedienst nur kurz im Raumprogramm erwähnt, weder in der Leistungsbeschreibung noch bei den Bewertungskriterien wird er explizit genannt. Da neben ÄlwA auch der Bezirksausschuss sehr stark an einer Vernetzung von stationärer und ambulanter Pflege interessiert ist, wird demnächst ein runder Tisch im Sozialreferat stattfinden, um gemeinsam die vorhandenen Vorstellungen für das Netzwerk zu diskutieren und zusammenzuführen. Wir hoffen, dass es mit vereinten Kräften gelingen wird, die große Chance, die der Bau des Netzwerkes bietet, optimal für ein altersgerechtes Wohnen in den eigenen vier Wänden zu nutzen. /Günter Hörlein Kontakt: Fit am PC Computer-Sprechstunde hat eröffnet Wann? Jeden Montag von 15 bis 17 Uhr Kosten: 25 /Doppelstunde. Anmeldung bei Christl Karnehm, Tel oder Was Du immer schon über Deinen Computer wissen wolltest (und die KreativGarage immer schon mal organisieren wollte): Endlich gibt s eine Computer-Sprechstunde im Medienraum der KreativGarage (Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, im UG des Café Rigoletto). Jetzt kann man Ordnung in den eigenen Computer bringen, verblasste Kenntnisse updaten, Neues dazu lernen und auch dumme Fragen stellen, so viel man will! Keine Vorkenntnisse nötig. Man kann (muss aber nicht) den eigenen Laptop mitbringen. /Christl Karnehm Z A H N A R Z T P R A X I S DR. MED. DENT. ISA RAIT Moderne Zahnheilkunde Prophylaxe Implantatversorgungen Winzererstr. 47 / Ecke Herzogstr. Tel Ackermannbote Ausgabe 16, April

12 VORGESTELLT Juze - Das Jugendzentrum Schwabing-West Ohne Freiwillige ginge es nicht: Einrichtungen, die auch am Ackermannbogen aktiv sind, stellen sich vor Am Ackermannbogen sind mittlerweile viele Einrichtungen tätig, die zum Teil in Kooperation mit der NachbarschaftsBörse, zum Teil eigenständig Angebote für alle Zielgruppen im Quartier machen. Anläßlich des Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011 stellen sich einige dieser Einrichtungen hier vor. Für alle gilt: Ohne die Unterstützung von vielen, vielen Freiwilligen könnten diese Angebote so nicht stattfinden bzw. wären unbezahlbar. Wenn Sie sich bei einer der Einrichtungen aktiv engagieren wollen, nehmen sie einfach direkt Kontakt auf. /Heidrun Eberle Kinder und Jugendliche sind bei uns herzlich willkommen! Das Jugendzentrum Schwabing-West, kurz Juze, ist für alle Kinder und Jugendlichen von 8-16 Jahren offen, ebenso am Freitag für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 14 bis 21 Jahren beim Nightball. Wichtig ist uns, dass alle willkommen sind, jeder mitmachen darf und alle satt werden können. Ebenso möchten wir von unserem Glauben an den Gott der Bibel erzählen. Neben der Spielzone, also Billard und Co., gehen wir 2 x täglich in die Sporthalle und es gibt jeden Abend ein warmes Abendessen zu Taschengeldpreisen. Und das ist geboten: Mittwoch und Donnerstag von 14:30-20 Uhr, Freitag von Uhr (13:45 Mittagessen für 2 ) und Uhr Nightball, einmal im Monat Samstag von 14:30-20 Uhr Dienstag Sport im Maßmannpark von Uhr Donnerstag Spielen am Bauwagen an der Therese-Studer-Str. Nordende, von Uhr An einigen Grund- und Hauptschulen im Stadtviertel sind wir monatlich in der großen Pause DauerPower, ein Daycamp für Kinder von 9-12 Jahren, während der Pfingstferien ( ) Anmeldung erforderlich Basketballcamp, ebenfalls ein Daycamp für Kids und Teens in den Sommerferien ( ) Anmeldung erforderlich Jugendzentrum Schwabing-West/CVJM München e.v., Theo-Prosel-Weg 16, München, Tel.: , Haus am Schuttberg Eine Einrichtung der regionalen offenen Kinderund Jugendarbeit - Träger: Haus am Schuttberg e.v. - Dachverband: Der Paritätische Finanzierung: LH München, Sozialreferat, Jugendamt Angebote: Der Abenteuerspielplatz (ASP), eine Spielstadt aus selbstgebauten Holzhütten für Mädchen und Jungen im Alter von 6 13 Jahren. Mo-Fr Uhr Das Jugendcafé ROTOR, ein Cafébetrieb für Teenies im Alter von Jahren Treffpunkt ohne Verzehrzwang. Di., Do.und Fr Uhr Die Kurse sind offen für alle Menschen, die sich von den vielfältigen Themen angesprochen fühlen. Die Spielbauwagen am Ackermannbogen, ein Spielangebot für alle Kinder aus dem Neubaugebiet. Mo und Mi 15-18Uhr Parkstadt aktiv nachbarschaftliche Aktionen in der Parkstadt Schwabing. Schulklassenprojekte zu Umweltschutzthemen, Verbesserung des Klassenklimas, politischer Bildung Haus am Schuttberg, Belgradstr. 169, München, fon , fax , de, MOP - Das integrative Jugendzentrum Im MOP können alle Jugendliche ihre Freizeit mit Spaß und Sinn verbringen. Ob Junge oder Mädchen, aus Deutschland oder einem anderen Land, egal welchen Glaubens, egal ob mit oder ohne Behinderung: Alle Jugendliche von Jahren sind bei uns herzlich willkommen. Die Ziele des MOP: Inklusion Förderung der ganzheitlichen Entwicklung (Sozialkompetenz) Jugendliche haben Spaß an der Gestaltung ihrer Freizeit (Partizipation) Angebote: Jugendcafé Öffnungszeiten: Mo-Mi Uhr, Do Uhr, Freitag Uhr /Einmal im Monat Late- Night bis 22 Uhr Freizeiten und Ferienprogramm Theatergruppe, Workshops, Projekte und Bands Alle Aktionen finden Sie in unserem Monatsprogramm auf Aktuell: Jugend mit Style Kunstprojekt (immer freitags) Kooperationsveranstaltung: AktivFerien am Ackermannbogen vom 14.Juni bis 18. Juni Langer Turnierabend im Café am 27. Mai bis 22 Uhr Großes Sommerfest am 1. Juli bis 22 Uhr MOP Integrativer Jugendtreff, Fallmerayerstr. 2, München, Tel. 089 / , Fax 089 / , Internet: oder Facebook MOP Jugendcafe oder Lokalisten imop 12 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

13 PA/Spielkultur e.v. Der Verein Pädagogische Aktion/ Spielkultur e.v. organisiert in seinen Veranstaltungsräumen an der Münchner Freiheit der LEO 61 sowie stadtweit Kultur-, Natur- und Medienprojekte für Kinder, Jugendliche und Familien. Seit über 30 Jahren konzipieren und gestalten wir im Auftrag des Stadtjugendamtes Spiel-, Lern- und Erfahrungsräume. Dabei liegt uns die Kulturelle Bildung besonders am Herzen. Immer sonntags von Uhr gibt es LEOs Sonntagszeit in der LEO 61 (außer in der Ferienzeit). Bei diesem kostenlosen Angebot ohne Anmeldung ist für alle etwas dabei: Basteln, Forschen, Malen, Spielen, Entdecken, Gestalten... Unter der Woche können uns auch Schulklassen und KiTas zu verschiedenen Themen besuchen heißt es z.b. Europa entdecken!, Brücken bauen u.a. In der Jugendkunstschule bieten wir Wochenend- und Ferienkurse für Kinder und Jugendliche - nähere Infos im Internet, Anmeldung erforderlich! Im Sommer sind wir mit verschiedenen Projekten stadtweit vertreten: als Mitveranstalter der Maibaumaktion entlang der Grünen Achse Schwabing (7.5.) mit Beiträgen auf dem Kinderkultursommer-Festival 2011 (www.kiks-muenchen.de) im Mitspieltheater Live on stage in Milbertshofen ( ) im Urban Art Projekt iz-art (www.iz-art.de) bei den Bienen im Nymphenburger Schlosspark (www.bienen-leben.de) rund um die Schafherde im Englischen Garten (www.schafe-im-netz.de) mit einem Naturspielraum in Feldmoching ( ) Ein Highlight des Jahres 2011 ist die Veranstaltungsreihe kunstwerk- Stadt mit Aktionen im Stadtraum und einer Ausstellung in der Rathausgalerie im Oktober (www.kunstwerk-stadt.de). Pädagogische Aktion/ Spielkultur e.v., Leopoldstraße 61, München, Tel , Fax , VORGESTELLT PA/Spielen in der Stadt e.v. PA/Spielen in der Stadt e.v. ist ein gemeinnütziger und nach 75 KJHG anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der seit 2002 im Auftrag der Landeshauptstadt München spiel- und kulturpädagogische Projekte und Maßnahmen für Kinder, Jugendliche und Familien veranstaltet. 250 Veranstaltungstage im Jahr an 50 Orten mit über aktiv teilnehmenden Kindern und Jugendlichen. Projekte: - Münchner SommerSpielAktion mit fünf thematisch ausgerichteten Spielbussen Kostenfreies Programm für Münchner Kinder und Familien von Mai bis September - größere Spielräume umsonst & draußen (Eröffnungsspielfest Power of Play im Olympiapark, Zirkuslust im Westpark, Naturspielraum und Luftschloss & Pappburg ) - Mitveranstalter des Kinder-Kultur-Sommers München - Kurse für Kinder und Jugendliche (Zirkuskurs Zisch, Tanzund Theaterensemble Bühnenstürmer) - langfristige Kooperation mit Schulen im gebundenen Ganztag und theoretischer Diskurs zum Thema Ganztagsbildung - Angebote für Schulklassen ( Architektur unter der Lupe, Zirkusprojektwochen) Finanzierung durch Mittel der Landeshaupstadt München/Sozialreferat, Spenden, projektbezogenen Drittmitteln (Sponsoren, Stiftungen) und selbst erwirtschafteten Einnahmen durch Veranstaltung von Kinderprogrammen für verschiedenste Auftraggeber Aktionen 2011 rund ums Viertel: Eröffnungsspielfest Power of Play im Olympiapark, , Uhr Zirkus Pumpernudl auf der großen Wiese am Ackermannbogen, , Uhr Wasserspielbus im Luitpoldpark, , Uhr Das gedruckte Programm gibt es ab 20. April in der NachbarschaftsBörse oder im Internet: PA/Spielen in der Stadt e.v., Ute Haas, Romanstr. 74, München, 089/ , www. spielen-in-der-stadt.de Ackermannbote Ausgabe 16, April

14 VORGESTELLT Hausaufgaben, Hilfe! Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe München Erhalt der bedrohten Artenvielfalt im Großraum München damit hat sich der LBV ein großes und wichtiges Ziel gesetzt. Und daran arbeiten wir mit vollem Einsatz: ob in Arbeitskreisen und Artenschutzprojekten, in der Umweltbildung oder bei der fachgerechten Pflege seltener Lebensräume wie Moor- oder Heideflächen. Natürlich sind wir auch naturschutzpolitisch aktiv und vertreten die Interessen der Natur, z.b. in Fragen der Stadtentwicklung. Der LBV München - das sind derzeit rund Mitglieder, denen die Natur in und um München am Herzen liegt. Zahlreiche ehrenamtlich Aktive setzen sich in ihrer Freizeit für Mauersegler, Fransenenzian und Co ein. Zu unseren Projekten und Angeboten gehören: 11 Arbeitskreise im Natur- und Umweltschutz Jährlich über 100 Veranstaltungen rund um die Natur Münchens Artenschutz an Gebäuden: Der LBV widmet sich dem Schutz von Mauerpfeffer und Königskerzen Vogel- und Fledermausarten, die mit uns unter einem Dach leben. Denn oft droht ihnen durch Gebäudesanierungen der Verlust von Nistplätzen und Wochenstuben. 25 LBV-Kindergruppen: Mit Freude die Natur erforschen, lachend lernen und erleben diesem Motto folgen die LBV-Kindergruppen, wenn sie durch Münchens Natur streifen, darunter die Olympiafüchse am Ackermannbogen Greenerilla: Die Naturschutzjugend des LBV München setzt sich in München und Umgebung für Umweltbelange ein. Projekt Biotoppflege: Auf rund 45 Hektar in Stadt und Landkreis München fühlen sich dank unserer speziellen Pflege auch seltene Arten wieder wohl, z. B. Fransenenzian und Idas-Bläuling im Biotop am Ackermannbogen. Frauke Lücke, 089/ , Foto: Alicia Bilang Wer hat diesen Ruf noch nicht gehört, wer kennt nicht das Gefühl, das dahinter steckt? Weil wir Erfahrung haben und mit solchen (und anderen) Nöten von Kindern und auch Eltern vertraut sind, haben wir das Hausaufgabenprojekt am Ackermannbogen ins Leben gerufen. Wir, das sind der Kinderschutz e.v. und hpkj e.v., zwei freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe in München. In Schwabing und Freimann leisten wir in Zusammenarbeit mit dem Sozialbürgerhaus ambulante Erziehungshilfe. Das heißt: Wir bieten Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern Unterstützung dabei, sich aus Stress und Schwierigkeiten herauszuarbeiten, um danach als Familie wieder ohne Unterstützung zurecht zu kommen. Die Kinder, für die wir die Hausaufgabenhilfe eingerichtet haben, brauchen besondere Förderung, die von Schule und Elternhaus nicht zu leisten ist. In der Regel wachsen die Kinder in zwei Sprachen auf; um in der Schule gut mitzukommen, benötigen sie besondere Unterstützung, vor allem auch im Deutschen. 18 Kinder, manchmal mehr, manchmal weniger, können an vier Nachmittagen, von Montag bis Donnerstag unser Angebot nutzen, das in den Räumen der Nachbarschafts- Börse stattfindet und von der Stadt finanziert wird. Besonders dankbar sind wir dafür, dass auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen uns personell so verstärken, dass die Kinder individuell unterstützt werden können. Ein Vorteil ist auch, dass das Projekt so zentral angesiedelt ist, dass wir für unsere Kinder eine Verbindung schaffen können zu den Angeboten, die von Engagierten im Ackermannbogen und insbesondere auch von MitarbeiterInnen der umliegenden Jugendtreffs gemacht werden. Das stärkt den Zusammenhalt im Viertel und schafft ein Netz für die Kinder, um die es uns geht. Unser Angebot besteht seit mehr als fünf Jahren und wird mit jedem Jahr besser. Die Aussicht ist gut, dass wir auch in den nächsten fünf Jahren die richtige Antwort geben können wenn es heißt: Hausaufgaben, Hilfe! Erreichbar sind wir am Besten über unsere MitarbeiterInnen von Montag bis Donnerstag nachmittags in den Räumen der NachbarschaftsBörse. Kontakt: und oder Bezirkssozialarbeit Tel /Ralph Gerhardt Naturheilpraxis Mein Praxisschwerpunkt liegt in manuellen Behandlungen wie der Osteopathie oder der Triggerpunkttherapie. Bei diesen Behandlungsformen ist es wichtig, mit den Händen sehen zu können. Man muss veränderte Strukturen aufspüren und diese mit der richtigen Intensität behandeln können. Deswegen habe ich als Logo für meine Praxis die Hand mit dem Auge die sehende Hand gewählt. Meine Behandlung ist ganzheitlich und auf Ihre Bedürfnisse als Patient individuell abgestimmt. 14 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011 Matthias Vorwallner Heilpraktiker Winzererstraße 47d München Tel.: (089)

15 WAS UNS BEWEGT Fotos: Michael Aussendorf Leserbrief Liebes Ackermannboten Team, dies ist ein Lesebrief zu dem Beitrag Bermuda-Dreieck auf der großen Wiese? in Ausgabe Nr.15 Provisorisch wertvoll! Jeder, der schon einmal umgezogen ist, kennt das: Zunächst richtet man sich provisorisch ein. Der beim Umzug kaputtgegangene Couchtisch wird durch zwei Umzugskisten ersetzt, Glühbirnen hängen erstmal ohne Lampenschirm von der Decke, bis der Kleiderschrank zusammengebaut ist, tut es auch ein Ikea-Regal und die Schlüssel werden mangels Alternative an einem Wandhaken aufgehängt. Komischerweise halten sich Provisorien häufig länger als man gedacht hat und manchmal gewöhnt man sich an sie und gewinnt sie lieb. So gab und gibt es auch in unserem Viertel eine Menge Provisorien, die wir liebgewonnen haben und die wir vermissen, je mehr das Viertel planmäßig fertiggestellt wird. Sei es der leicht verdreckte Ententeich im Stadtwald, der rotbraune Rodelhügel auf der großen Wiese, ein verlassenes Bienenhaus als Teenie-Treff oder die Erddeponie westlich des Rigolettos. Diese Provisorien waren und sind Abenteuerspielplätze für Kinder und Jugendliche und haben immer wieder neue Ansichten und Perspektiven eröffnet. Das letzte Provisorium, das Gelände des 4. Bauabschnittes, verschwindet gerade mit seinem wunderbaren Baumbestand, der farbenfrohen Ruderalvegetation, mit tiefen Erdlöchern und steilen Hügeln, Baumhäusern, großen Pfützen, verlassenen Straßenlaternen und glücklicherweise immer irgendwo einem Loch im Zaun. Wieso kann man wilde Ecken und Provisorien nicht einfach auch mal stehen lassen und sich das Geld für die Gestaltung sparen? Ja wir kennen schon die Antwort: Sicherheitsauflagen, DIN-Normen, Grünordnungspläne, Stadtratsbeschlüsse... Trotzdem schade! /Michael Außendorf Als direkte Anwohnerin der großen Wiese weiß ich, dass die meisten gesuchten Sachen einfach in der Sickergrube oder auf der Wiese liegen bleiben. Bei meinen allabendlichen Spaziergängen habe ich Rollerblades gesehen, die wochenlang im Baum hingen, ein Bobby-Car, diverse Schals, Mützen, Kleidungsstücke, Trinkflaschen und jetzt kommts einen Kinderwagen (!), der viele Tage auf der Wiese gammelte. Also bevor man andere mit netten Aushängen, die mit Anzeigen drohen, oder Beiträgen im Ackermannboten beschuldigt, sollten sich Eltern UND Kinder abends nach dem Spiel besinnen, was sie beim Spielen dabei hatten und es auch wieder mitnehmen. Das meiste landet (durch andere Kinder und Jugendliche in seine Einzelteile zerlegt) nach ein paar Tagen in unseren Vorgärten oder auf der Baustelle. Dabei könnte man natürlich auch gleich seinen Müll wieder mitnehmen, wie z.b. die Tüten, die zum Rutschen im Winter verwendet werden. Wenn s nicht zu viel verlangt ist... Bevor man also andere beschuldigt, sollte man sich lieber erst einmal selbst an die Nase fassen. Mit freundlichen Grüßen Veronika R. Für Leib und Seele... Essen und Trinken, Kultur und Begegnungen das Rigoletto ist das gastronomische Herzstück des Ackermannbogens. Offen für alle, von früh bis spät! Kulinarisches frische Bio-Backwaren (auch an Sonn- und Feiertagen!) Frühstücksauswahl, wechselnde Mittagsmenüs und Abendkarte hausgemachte Kuchen, Torten mit Cappuccino & Co. Kultur und Feste attraktive Kulturevents (Live-Musik, Kabarett, Theater...) Private Feste (Geburtstag, Hochzeit, Kommunion, Betriebsfeiern...) von 10 bis 110 Personen Wir kochen selbst, frisch, saisonal und mit Liebe! Speisecafé Rigoletto Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9, München, Tel. (0 89) täglich geöffnet 9 22 Uhr warme Küche Uhr Öko-Bäckerladen Mo Sa ab 6.30 Uhr, Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011 So ab 8 Uhr 15

16 WAS UNS BEWEGT Foto: Ackermannbote Wird die Große Wiese eine Spielwiese bleiben? Kinder und ein Leben in der Großstadt eine schwierige Konstellation. Doch für uns und viele andere Eltern scheint diese am Ackermannbogen fast perfekt lebbar zu sein. Nicht ohne Grund wurde der Ackermannbogen zu einem der beliebtesten innerstädtischen Wohnviertel für Familien und wird und wurde von der Stadt München auch als dieses vermarktet. Wo sonst kann man selbst kleine Kinder ohne Beaufsichtigung nach draußen zum Spielen schicken, wo sonst haben sie direkt vor der Haustür große Freiflächen für Sport und Spiel zur Verfügung? Aber wie so oft im Leben ist des einen Glück des anderen Leid: es gibt nunmehr auch in unserem Viertel Mitmenschen, die spielende Kinder nicht als Belebung, sondern in erster Linie als Lärmquelle empfinden. Beim Bezirksausschuss sind Beschwerden und Anträge eingegangen, das Spielen insbesondere das Fußballspielen - auf BÜRGER AKTIV der Großen Wiese zu reglementieren und einzuschränken. Direkte Anwohner fühlen sich insbesondere durch die fußballspielenden Kinder gestört. Für uns als Eltern ist es ein Segen, dass sich unsere inzwischen halbwüchsigen Kinder direkt in der Nähe der Wohnung spontan austoben können. Es gibt im Viertel viele Spielplätze für Kleinkinder. Aber alternative Möglichkeiten für Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren sind bisher nicht vorhanden. Gerade in diesem Alter brauchen die Kinder unkomplizierte Möglichkeiten zur Bewegung, um sie von Fernseher und Computer wegzulocken - und das beste Lockmittel hierzu ist ein Stück Wiese, am besten mit ein paar Freunden oder Nachbarkindern, die bereits dem Ball hinterher rennen. Uns als Eltern ist es bisher nicht aufgefallen, dass hierbei Lärm entsteht, der angeblich Terrassen und Balkone unbenutzbar macht. Und bisher wird weder 24 Stunden am Tag gespielt, noch gibt es lautstarke Fangesänge oder ähnliches. Der Verweis der ruhebedürftigen Anwohner, die Kinder sollten zum Fußballspielen doch in den Olympiapark gehen, kann weder Eltern und noch weniger die Kinder überzeugen. Man kann 6-8jährige Kinder nicht guten Gewissens allein über die Ackermannstraße in den Olympiapark schicken, und die überwiegend berufstätigen Mütter können es zeitlich nicht leisten, ihre kickbegeisterten Sprösslinge ständig zum Spielen zu begleiten. Das Spielen der Kinder quasi vor der Tür ohne große vorherige Planung und Verabredung fast wie auf dem Land- macht für uns den Ackermannbogen zum familienfreundlichen Quartier und war für uns der Hauptgrund, hierher zu ziehen. Wir glauben auch, dass die überwiegende Mehrheit der Anwohner kein Problem mit spielenden (und dabei natürlich auch manchmal lärmenden) Kindern hat. Wir sollten uns nicht durch einige Wenige, die sich lautstark bei den Gremien beschweren, die hohe zukunftsweisende Qualität des Viertels gefährden lassen. Im Frühjahr soll ein Ortstermin mit den Beschwerdeführen und Vertretern der Stadt sowie des Bezirksausschusses zum Thema stattfinden. Wir bitten alle Mitbewohner, denen die unveränderte Nutzbarkeit der Wiese für Kinder und Jugendliche am Herzen liegt, dies bei dieser Gelegenheit deutlich zu machen. Wir hoffen, den Termin rechtzeitig zu erfahren, um ihn eventuell über die Homepage bekanntgeben zu können. /Simone Gelfort und Thomas Jebsen Neues vom Ackermann-Chor Lust auf Singen? Mit viel Freude und Begeisterung treffen sich jeden Montag ca Leute aus der Nachbarschaft und aus umliegenden Stadtteilen, um sich unter der musikalischen Leitung von Peter Gerhartz der Chormusik hinzugeben. Sowohl klassische Stücke als auch Modernes ist im Repertoire des Ackermann-Chors zu finden. Bei nachbarschaftlichen Veranstaltungen wie Flohmarkt oder Weihnachtssingen, bei Kulturevents in Schwabing oder bei eigenen Konzerten, beispielsweise in St. Barbara kann man dem Ackermann-Chor zuhören. Die nächsten Auftritte sind: 28. Mai Flohmarkt im Quartier 03. Juli Pfarrfest in St. Paul 16. Juli 100-jähriges Jubiläum Luitpoldpark 20. November Konzert in der Filialkirche St. Barbara um 17:00 Uhr Stabatmater von Joseph Haydn Übrigens: Wer gerne und gut singt, kann einfach mal zum Schnuppersingen vorbeikommen. Jeden Montag von 20:30 22:00 Uhr in der KreativGarage, Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9. /Angela Schindelhauer Foto: Ackermannbote 16 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

17 Foto: Ackermannbote Nachbarschaft interkulturell Es wird ja immer so viel geredet von Integration, neuerdings gar von Inklusion. Beides ist im Alltag oft nicht so einfach und es bedarf bewusster, lang anhaltender und wiederholter Anstrengung von allen Seiten, Nachbarschaft im Alltag wirklich interkulturell zu leben. Ein kleines Beispiel, wie das aussehen könnte? Eine Mutter aus Afghanistan fragt bei der Nachbarschafts- Börse nach, ob wir nicht jemanden wüssten, der ihren 8jährigen Sohn im Fach Deutsch etwas unterstützen könnte. Zufällig wussten wir von der Tochter einer türkischen Nachbarin, dass sie sowas gut und gerne macht. Der Kontakt war schnell hergestellt und nun gibt also eine türkische Gymnasiastin einem afghanischen Jungen Nachhilfe in Deutsch. Wunderbar! Haben Sie auch ein kleines Beispiel für Nachbarschaft interkulturell? Schreiben Sie s uns! Kontakt: /Heidrun Eberle Wir schenken Ihnen was! Besuchen Sir uns am Bio-Obst- und Gemüsestand am Ackermannbogen Immer mittwochs von Uhr Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9 vor Café Rigoletto Gültig bis BÜRGER AKTIV Gutschein für 1 Kilo Äpfel für Ihren Einkauf ab 5 Euro " Das NachbarschaftsNetzwerk vermittelt Unterstützung im Alltag Hallo Nachbar, kannst Du das? Haben Sie schon mal überlegt, wer Ihnen die schicke neue Lampe an die Decke dübeln könnte? Wie sich Ihre große Tochter ein paar Euro dazuverdienen könnte? Oder wie Ihr kleiner Sohn den Mathestoff nachholen könnte, den er in den letzten Wochen wegen Krankheit verpasst hat? Fragen dieser Art werden immer wieder an das Team der NachbarschaftsBörse herangetragen, manchmal im Büro, manchmal einfach auf der Straße, immer nach dem Motto Ihr kennt doch so viele hier im Viertel. Das stimmt auch, manchmal können wir da ganz schnell helfen und zwei Leute zusammenbringen. Um das nun noch professioneller zu gestalten, haben wir Anfang diesen Jahres das sogenannte NachbarschaftsNetzwerk ins Leben gerufen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um drei Teilbereiche, in denen wir Menschen zusammenführen können, die etwas brauchen oder anbieten. Die drei Bereiche sind: 1. Das NachhilfeNetzwerk, bei dem sich Eltern und Kinder melden können, wenn sie in einem bestimmten Fach oder generell bei den Hausaufgaben Hilfe brauchen. Wir nehmen dann auf, für welche Klassenstufe oder Schulart die Unterstützung nötig ist. Außerdem können sich Erwachsene und ältere Schüler melden, die gerne Nachhilfe geben würden. 2. Das BabysitterNetzwerk, bei dem es darum geht, dass Eltern von kleinen Kindern kurzfristig einen Babysitter oder eine längerfristige Betreuung für ihre Kinder finden. Hier können sich erfahrene große Geschwister ebenso melden, wie z.b. Großeltern, deren eigene Enkelkinder viel zu weit weg wohnen und die trotzdem gerne regelmäßig mit einem Kindergartenkind auf den Spielplatz gehen würden. 3. Das AlltagshilfeNetzwerk, bei dem es um kleine Dienste und Handgriffe im Alltag geht, z.b. um einen Gang zum Supermarkt, wenn sich jemand den Fuß gebrochen hat, die schon erwähnten Bohr- oder Dübelarbeiten, Blumengießen und Briefkasten leeren, wenn man im Urlaub ist oder der Nachbarin mit Sehbehinderung regelmäßig aus der Zeitung vorlesen. Und wie funktioniert s? Anbieter und Nachfrager schicken uns eine Mail an: oder rufen bei uns im Büro an, Tel , Mo-Fr 9-13 Uhr, wir notieren uns den Bedarf oder das Angebot und schauen, ob es dazu schon einen passenden Eintrag gibt. Je mehr Leute mitmachen, desto besser wird das gelingen. Wir vermitteln den Kontakt zwischen den Menschen, die in Frage kommen, die genauen Absprachen treffen die Beteiligten dann selbst. /Marcia Zieglmeier LOGOPÄDISCHE PRAXIS HAAS/BRENNER TELEFON / LERCHENAUER STR. 18 RGB, MÜNCHEN LOGOPÄDIE Karin Heese Traductrice et interprète jurée Français Allemand Français Droit et économie Marketing et publicité Documents officiels Assermentée et agréée pour la langue française en Bavière Therese-Studer-Str Munich Tél Télécopie Courriel : Ackermannbote Ausgabe 16, April

18 ACKERMANNBOGEN E.V. Die Website des Ackermannbogen ev Informationen, Termine, Angebote auf einen Klick: Die diesjährige Mitgliederversammlung des Ackermannbogen e.v. findet statt am Donnerstag, den 5. Mai 2011, von Uhr in der Elisabeth- Kohn-Str. 15/UG. Auch Nicht-Mitglieder sind willkommen (jedoch nicht stimmberechtigt). Sehr übersichtlich und klar strukturiert Zu welcher Uhrzeit beginnt gleich wieder der Yoga-Schnupperkurs? Wann kommt mein Kind vom Chor zurück? Welche Fitnessangebote gibt es in der Nachbarschaft? Für die Antworten auf all diese Fragen, die das Alltagsleben in unserem Quartier umrunden, muss man eigentlich nicht lange herum telefonieren. Sie finden sich per Mausklick auf unserer Vereinsplattform ganz einfach! Vor ein paar Monaten wurde die Seite neu gestaltet und stellt sich seitdem attraktiv und übersichtlich dar. Der Verein und seine Projektgruppen, die NachbarschaftsBörse mit ihrem umfangreichen Kursprogramm, die mit Fotos anschaulich präsentierten Gemeinschaftsräume am Rosa-Aschenbrenner-Bogen und in der Elisabeth-Kohn- Straße, dazu die jeweiligen Belegungspläne - ein Kinderspiel ist es, sich über sämtlichen Aktivitäten und Veranstaltungen die gewünschten Informationen zu beschaffen. Das Büro der NachbarschaftsBörse gibt regelmäßig die aktuellen Termine ein, so dass man nicht befürchten muss, mit veralteten Infos zu stranden. Wussten Sie beispielsweise, dass man Spiel-, Handwerks- und Gartengeräte, aber auch Seminarausstattung ausleihen kann? Auch aus der KreativGarage, sowohl aus dem Medienraum wie aus dem Techniklager, können z.b. Lautsprecher, Tonanlage oder Scheinwerfer für eine Party oder wii-spiele 18 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011 für ein Familienfest ausgeliehen werden. Ein USB-Plattenspieler, Netbooks, Beamer und Laptops stehen gegen eine moderate Gebühr zur Verfügung. Nachdem der Ackermannbogen dank einer großzügigen Förderung im Rahmen des ExWoSt-Programms (Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) des Bundesbauministeriums diese tolle Ausstattung erwerben konnte (wir berichteten), soll sie schließlich von den Bewohnern auch fleißig genutzt werden. Dazu wollen wir ausdrücklich ermutigen. Alle unsere Projektgruppen würden sich freuen, wenn sich noch weitere Leute aus der Umgebung beteiligen würden, so dass sich das Engagement auf ein paar mehr Schultern als bisher verteilen könnte. Auch hier informiert man sich zunächst am besten auf der Website, welche Möglichkeiten diese Projektgruppen bieten und in welchen gesellschaftlichen Bereichen sie sich engagieren. Das Schöne dabei ist: Man muss nicht immer alles unter dem Gesichtspunkt mehr Arbeit sehen, denn vor allem macht es Spaß, sich mit Gleichgesinnten regelmäßig zu treffen, etwas zu entwickeln und zu gestalten, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und so im unmittelbaren Umfeld etwas Sinnvolles auf die Beine zu stellen. Dabei ist der Ackermannbogen nicht quartiersblind, sondern steht dank seiner rührigen Vereinsarbeit bestens vernetzt mit einer Vielzahl von Institutionen aus der nahen und ferneren Umgebung in Kontakt: Kinder- Jugend, Sozialarbeit, politische, kulturelle, kirchliche Träger, Wohnungsbaugesellschaften wir sind mit allen im Dialog und auch hierzu gibt die Website Ideen, Informationen und Anregungen. Eigentlich wollen wir hier gar nicht alles vorbeten, sondern neugierig machen. Nehmen Sie sich also mal Zeit und geben Sie auf Ihrer Tastatur ein: Sie werden aus dem Staunen nicht mehr rauskommen! /Christl Karnehm Lange Tafel Tischlein deck dich unter freiem Himmel! Samstag Abend, 21 Uhr, außen: Fröhliche Menschen sitzen auf der Wiese unter Bäumen an einer langen Tafel und unterhalten sich angeregt. Sie laben sich an den leckeren Speisen und Getränken, die jeder mitgebracht hat. Stoßen auf das Leben an und genießen gemeinsam den schönen Sommerabend. Bunte Tischdecken geben jedem Tisch eine individuelle Note. Wie ein Puzzle fügen sich die Tische mit Ihren Menschen zusammen zu einem einzigartigen Bild. Die Lampions und Windlichter scheinen diffus und tauchen alles in ein magisches Licht. Urlaubsgefühle kommen auf! Das ist nicht die Kulisse eines Italienischen Films. Das sind Sie! Alle Nachbarinnen und Nachbarn aus dem Ackermannbogen! Am Samstag, dem 23. Juli, stellt der Nachbarschaftsverein Ackermannbogen e.v. abends allen Nachbarinnen und Nachbarn, Tische und Bänke zur Verfügung, die auf der großen Wiese zu einer langen Tafel aufgereiht sind. Kommen Sie mit Ihren Freunden und Nachbarn und decken Sie Ihren persönlichen Tisch nach Herzenslust! Um 20 Uhr findet in der Kulturpassage ein Konzert der TT Big Band statt. Danach können die Tische auf der großen Wiese selbst gedeckt werden. Bitte auch eigenes Geschirr mitbringen wie bei einem Picknick. Zu später Stunde werden wir noch das Sommernachtstraum - Feuerwerk im Olympiapark erleben dürfen. Diejenigen, die vorzeitig müde werden, können auch neben dran ein Zelt aufschlagen. Bei bedenklichem Wetter können wir in die KulturPassage ausweichen. Wer sich musikalisch mit oder ohne Instrument einbringen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Viel Spaß bei der Langen Tafel! /Kalliopi Garouba Weitere Infos unter:

19 NACHBARSCHAFTSBÖRSE Von der Vision zum Projekt Neue Vorhaben von Verein und NachbarschaftsBörse in 2011 Mit Visionen ist es so eine Sache: Sie werden entweder als unrealistische Träumerei belächelt oder sie sind so faszinierend, dass sie auf Anhieb viel Unterstützung bekommen. Was es für Visionen immer braucht, sind Menschen, die gegen viele Widerstände an ihren Ideen festhalten und die wissen, welche Wege beschritten werden müssen, damit Vision zur Realität wird. Das gilt im Großen für die aktuelle globale Vision vom Wandel diktatorischer Regime in Demokratien, das gilt aber auch im Kleinen für unsere Vision einer offenen, toleranten, inklusiven und engagierten Nachbarschaft, in der sich alle wohlfühlen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter, Status und Geldbeutel. In 2011 wollen wir uns auf zwei Visionen konzentrieren: Für beide bildet die über Jahre gewachsene Vielfalt an Projekten, Veranstaltungen und UnterstützerInnen die Basis, die es zu sichern gilt. Gleichzeitig sollen sich mit diesen Vorhaben neue Horizonte auftun, neue Zielgruppen angesprochen, neue Handlungsmöglichkeiten geschaffen und neue Potenziale entfaltet werden. Foto: Katharina Wildemann Das Team der NachbarschaftsBörse Kalliopi Garouba, Ayse Ardahan, Heidrun Eberle, Marcia Zieglmeier Interkultureller Nachbarschaftsgarten Das ist die eine Vision, die wir für den Ackermannbogen haben. Die Idee dahinter: Auf einer geeigneten und entsprechend ausgewiesenen Fläche im vierten Bauabschnitt entsteht ein bunter, blühender, offener, multikultureller und intergenerationeller Nachbarschaftsgarten, in dem v.a. NachbarInnen aus dem geförderten Wohnungsbau die Chance haben, im wahrsten Sinn des Wortes Wurzeln zu schlagen, ihre Fähigkeiten einzubringen und über gemeinsames Garteln andere NachbarInnen kennen zu lernen. Der Garten bietet die Möglichkeit vielfältiger Kooperationen, z.b. mit der künftigen Hauptschule oder dem geplanten Netzwerk für ältere Menschen; das dort angebaute Gemüse könnte in einem Bistro am neuen Stadtplatz erntefrisch zu leckerem Gerichten verarbeitet werden, etc. Unser Wunsch: Das Planungsreferat widmet eine ausreichend große Fläche der geplanten öffentlichen Grünanlagen um und überlässt diese dem Verein Ackermannbogen e.v. pachtfrei für mehrere Jahre zum Aufbau und Betrieb eines Interkulturellen Nachbarschaftsgartens, ganz nach dem Motto eines gleichnamigen Films: Eine bessere Welt ist pflanzbar! Aktueller Stand: Bezirksausschuss, Sozialreferat, mehrere Kooperationspartner und zahlreiche Nachbarn befürworten explizit die Idee. Unterstützen Sie uns!? KulturNachbarschaft Schwabing-West So lautet der Arbeitstitel der Vision des Ackermannbogen e.v. und seiner Projektgruppen. Die Idee dahinter: Die Fülle, Qualität und Vielfalt der über die Jahre unter dem Dach des Quartiersvereins entstandenen Angebote in den Bereichen Kultur, Bildung, Gesundheit und Partizipation sind ohne weiteres vergleichbar mit dem Programm eines soziokulturellen Zentrums, in München auch Kulturhaus oder Bürgerzentrum genannt. Doch anstatt unter einem Dach finden am Ackermannbogen die Aktivitäten an verschiedenen Standorten im Quartier statt: im SchauRaum, in der Kulturpassage, in der KreativGarage, in den verschiedenen Gemeinschaftsräumen und natürlich auch im Café Rigoletto. Dieses dezentrale Raumkonzept bietet viele Chancen und Nutzungsmöglichkeiten, bedeutet aber auch erhöhten Aufwand in der Koordination. Vor allem das seit Jahren rein ehrenamtlich agierende Kulturteam braucht mittelfristig mehr Planungs- und Finanzierungssicherheit, nicht zuletzt für die notwendige organisatorische Professionalisierung. Unser Wunsch: Eine regelmäßige Sockelfinanzierung v.a. aus Mitteln des Kulturreferats, die für den Verein im Zusammenspiel mit der zunächst bis 2013 befristeten Förderung der NachbarschaftsBörse durch das Sozialreferat eine ausreichende Grundlage bietet, eine kreative und engagierte Stadtteilkultur in und für Schwabing-West zu sichern und weiter auszubauen. Aktueller Stand: Der Bezirksausschuss unterstützt die Idee, Anfang Mai findet ein gemeinsames Gespräch mit Vertretern aus Kultur- und Sozialreferat statt. Unterstützen Sie uns!? /Heidrun Eberle Büro der NachbarschaftsBörse: Rosa-Aschenbrenner-Bogen München Tel. (089) Fax (089) Öffnungszeiten Mo, Di, Do, Fr 9.00 Uhr bis Uhr, und nach Vereinbarung Nachbarschaftsräume: RAB 9: großer und kleiner Gruppenraum Rosa-Aschenbrenner-Bogen 9 EKS 15: Gruppenraum und große Küche Elisabeth-Kohn-Straße 15/UG Ackermannbote Ausgabe 16, April

20 KUNST UND KULTUR Kultur im Ackermannbogen Internationales Programm im Frühling und Sommer 2011 Die langen, warmen Nächte können kommen und mit ihnen auch ein reichhaltiges und spannendes Kulturprogramm am Ackermannbogen, mit zwei Kulturwochenenden am Mai und Juli. Der erste große Spielfilm aus Afghanistan seit dem Untergang der Taliban Osama (2003) Nach der Machtübernahme durch die Taliban stehen in Afghanistan tausende Witwen und alleinstehende Frauen vor einem unüberwindlichen Problem: Wie sollen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, wenn sie nicht allein aus dem Haus gehen dürfen? Siddiq Barmaks Hauptdarstellerin schlägt sich als Junge verkleidet unter dem Namen Osama durch eine von Männern dominierte Welt. Für Mut und Poesie gab es internationale Filmpreise. In unserer Kellerkino-Reihe Frauen im Islam am Sonntag 17. April um 20 Uhr. Am Sonntag 26. Juni um 20 Uhr zeigen wir Persepolis, den genialen Zeichentrickfilm von 2007! Friedensfrau aus dem Iran Wie bleibt man seinen Idealen treu? Am 8. April hält Edeltraud Dobias in der KreativGarage einen Vortrag über Shirin Ebadi, die iranische Friedensnobelpreisträgerin des Jahres Sie gehörte zu den Protagonisten der Iranischen Revolution vor mehr als zwanzig Jahren. Seitdem hat sich ihr Leben vollkommen verändert: Sie war Richterin, wurde abgesetzt, hat aber nie aufgegeben. Persische Chansons Arash Sasan & Geoff Goodman Eine Mischung aus Flamenco und orientalischen Klängen, aus Jazz und politischen Protestsongs das zeichnet das Duo Arash Sasan und Geoff Goodman (Gitarre) aus. Samstagabend, 16. April auf der Bühne im Speisecafé Rigoletto. Anmeldung empfohlen! teilen statt kriegen Wie Bilder des Krieges schrecklich normal werden Die Schrecken des Krieges sind allgegenwärtig. Im Schau- Raum zeigt Wolfram P. Kastner ab Samstag, 16. April seine immer wieder provokanten Bilder dazu. Er untersucht unsere Sehgewohnheiten und die schleichende Gewöhnung an Militär und Waffengewalt. Mit Kurzfilmen und Vortrag, Lesung und Spielfilm von 1961 nach Alfred Anderschs Buch Sansibar oder der letzte Grund. Irisches Tagebuch Dialog mit Heinrich Böll Er ist Fotograf und Filmliebhaber: Dieter Hinrichs. Er war oft unterwegs in Irland und fotografierte über Jahrzehnte hinweg sein persönliches Irisches Tagebuch, in schwarz-weiß, mit ganz besonderen Eindrücken von der Grünen Insel. Die Bilder kombiniert Hinrichs mit Texten aus Bölls gleichnamigem Werk, ab Sonntag, 8. Mai. im SchauRaum. 1. Kulturwochenende im Mai Tanz, Ritter Rost und mehr Sie sind eingeladen zu Tanz und Performance mit Martin Siegler, zum Musical Ritter Rost von Kindern für Kinder, zum Film von Margarethe Hentze über die Monolog-Würfelperformance von Jakob Hentze, die uns 2010 im SchauRaum zum Staunen brachte, zu einer Radltour am Tag der Schwabinger Hofflohmärkte und zu einem Dokumentarfilm zum Biotop Ackermannbogen. Freitag, 20. Mai bis Sonntag, 22. Mai in der KulturPassage und der KreativGarage. Olympiadorf Ausgewürfelt Die legendären, buntbemalten Fassaden der Studentenwohnungen im Olympiadorf heute sind sie abgerissen, aber Bernhard Betancourt hat sie fotografiert und ermöglicht uns einen besonderen Blick zurück: Eröffnung am Freitag, 1. Juli im SchauRaum, im Rahmen des zweiten Kulturwochenendes. Jazz und Tango aus Finnland Tuija Komi Eine Finnin in Schwabing singt Jazz, Latin, Blues und Tango am Freitag, 1. Juli, im Rahmen des Kulturwochenendes in der Kultur- Passage. Die sinnlich-raue Stimme von Tuija Komi bezaubert das Publikum, gemeinsam mit ihrem Quartett an Piano, Kontrabass und Schlagzeug. Theaterworkshop Wenn Träume fliegen lernen Sie wollten schon immer mal ausprobieren, wie sie sich anfühlen, diese Bretter, die für manche die Welt bedeuten? Dann kommen Sie vorbei zu einem Theater-Workshop im Herbst und Winter mit der Theaterpädagogin Yvonne Maier. Ab Anfang Oktober. Für Anfänger und Fortgeschrittene. Mehr als viel Spielfreude und ein bisschen Abenteuerlust ist nicht nötig! Bilder und Zeichen, Töne und Figuren All das ist nur ein kleiner Einblick in das Kulturprogramm des KulturTeams im Ackermannbogen e.v. Weitere Veranstaltungen können Sie unserem Frühjahrs-Kulturprogramm entnehmen, die Sommerausgabe erscheint im Juni. Es wird an alle Haushalte verteilt und liegt zum Mitnehmen in der NachbarschaftsBörse und im Rigoletto aus. Aktuelle Infos im Internet. Lust und Laune Wir freuen uns auf Publikum! Nur dank städtischer und privater Kulturförderung und viel ehrenamtlicher Mitarbeit können wir dieses Programm anbieten, an vielen Wochenenden, oft bei freiem Eintritt. Wir freuen uns auf Sie! /Yvonne Maier KulturTeam im Ackermannbogen e.v. Kontakt: www. ackermannbogen-ev.de 20 Ackermannbote Ausgabe 16, April 2011

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