IN BAYERN. Oberbayern. Ausgabe. Rückblick: Vier Jahre Einsatz für die AWO. AWOLYSIS: Da sein für psychisch Kranke

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1 67. Jahrgang des Die Zeitschrift der Arbeiterwohlfahrt in Bayern2 Ausgabe 2 Juni 2012 IN BAYERN Rückblick: Vier Jahre Einsatz für die AWO AWOLYSIS: Da sein für psychisch Kranke Kongress: Profi werden in Sachen Ehrenamt Das Haus des Vertrauens: Inge-Gabert-Preis 2012 geht nach Bosnien- Herzegowina Ausgabe Oberbayern

2 ideenraum + druckidee Werbeagentur Geiselberger Mediengesellschaft mbh Martin-Moser-Str Altötting Druckerei Gebr. Geiselberger GmbH Martin-Moser-Str Altötting

3 Editorial Liebe Leserinnen und Leser, in Sarajewo, der Hauptstadt Bosniens, beging man in den Tagen vor Ostern die Erinnerung an den Beginn des Krieges in dieser leidgeprüften Stadt vor 20 Jahren. Ich bin in diesen Tagen mit meiner Frau nach Bosnien und Herzegowina gefahren, denn auch meine eigenen Erinnerungen jähren sich zum 20. Mal. Mit vier Hilfstransporten bin ich 1992 und 1993 dort gewesen. In unserem 30-Tonner-Lkw hatten wir Lebensmittel gegen den Hunger, Medikamente aller Art und Narkosemittel für verschiedenste Operationen im Gepäck. Mitten in einem tobenden Krieg vor unserer Haustür. Vieles hat sich in diesen 20 Jahren Gott sei Dank verändert. Ungewohnt die Einfahrt in die Stadt Mostar ohne den damals ständigen Granatenbeschuss von den umliegenden Bergen, ohne das hochgefährliche Schießen der Sniper aus den Wohnblöcken gegenüber. Aus den einstigen Frontlinien, die die Städte als tödliche Grenzen teilten, wurden verbindende Straßen. Keine Toten mehr auf den Straßen, keine Menschen mehr mit abgerissenen Gliedmaßen, die nach Hilfe schreien, keine Todesangst mehr beim Überqueren der später in diesem Krieg zerstörten jahrhundertealten türkischen Brücke in den überwiegend muslimischen Stadtteil nach Ost-Mostar. Meine Erinnerungen an jene unmenschliche Kriegszeit und an die schreiende Not der Menschen aber wird bleiben. Es sind Bilder und Eindrücke, die mich auch nach dieser langen Zeit noch manchmal im Schlaf heimsuchen und verfolgen. Und auch nach zwei Jahrzehnten des Wiederaufbaus leben dort viele in Not und Armut, suchen bis heute nach Angehörigen, die getötet, vertrieben, gefoltert, verstümmelt, vergewaltigt wurden, oder die in den Kriegswirren einfach verschwunden sind. Hilfe zur Verständigung, zur Wiederannäherung der ehemaligen Kriegsparteien ist deshalb so notwendig wie eh und je. Aber auch soziale Hilfe für die Menschen, die immer noch an den schrecklichen Folgen des Krieges leiden. Ich bin froh und dankbar, dass sich die Arbeiterwohlfahrt mit ihrer AG Auslandhilfe in Bosnien engagiert. Das Haus des Vertrauens in Srebrenica, das wir am Aschermittwoch mit dem Inge-Gabert-Preis ausgezeichnet haben (s. S. 12 und S. 17), ist ein Leuchtturmprojekt unter dem Zeichen der AWO Bosnien-Herzegowina, das für Menschlichkeit und den konkret gelebten Willen zu Frieden und Versöhnung steht. AWO Hilfe mit Herz auch im Balkan. Ihr Herbert Hofauer Bezirksvorsitzender Inhalt AWO in Bayern Rückblick: Vier Jahre für die AWO 4 Interview: Thomas Beyer über sein Amt 6 Nachrichten: Aktuelles aus der AWO 7 AWOLYSIS: Insel für psychisch Kranke 8 Jugendwerk 2.Null: Online mit den Jüngsten 9 Nachruf: Doni Zagel starb mit 46 9 Kongress: Reden über das Ehrenamt AWO in Oberbayern Erzieher/innenausbildung in der Fachakademie für Sozialpädagogik 11 Für Frieden und Annäherung: Das Haus des Vertrauens in Srebrenica 12 Kreisverbände im Porträt: München Land 14 Ausflugstipps für Mitglieder 16 Nachrichten aus dem Verband 17 12

4 Solidarität mit den Schwächeren in der Gesellschaft hat auch in den vergangenen vier Jahren die Arbeit der AWO gekennzeichnet. (Foto: Fotolia) Rückblick im Konferenzjahr 2012 Gemeinsam für die AWO 4 Unser Auftrag Das soziale Bayern : Dieses Motto stand über dem Leitantrag der Landeskonferenz 2008 in Lindau am Bodensee ist für die Arbeiterwohlfahrt wieder ein wichtiges Konferenzjahr: Nach Bezirks- und Regionalkonferenzen in der ersten Jahreshälfte warten im September und November die Landes- und die Bundeskonferenz mit Neuwahlen auf. Zeit, zurückzublicken auf die vergangenen vier Jahre: Was konnte von den Beschlüssen des Jahres 2008 umgesetzt werden? Wie waren die Vorgaben der Politik? Hat sich die AWO Gehör verschaffen können? Ist Bayern sozialer geworden? Und wie ist die AWO selbst als Verband aufgestellt? Vorweg sei daran erinnert, dass sich auch die politischen Farben im Lande geändert haben. Im AWO-Wahljahr 2008 wurde auch der bayerische Landtag neu gewählt. Die CSU musste eine Koalition mit der FDP eingehen, um weiter regieren zu können. Auch im Bund wurden die Karten neu gemischt: Seit der Bundestagswahl 2009 regiert in Berlin nicht mehr Schwarzrot, sondern Schwarzgelb. Viele Appelle, wenig Bewegung Das Bayerische Sozialministerium, bis dahin von Christa Stewens geführt, ging an Christine Haderthauer, die zuvor CSU-Generalsekretärin war. Haderthauer legte 2009 endlich die lange angemahnte Fortschreibung des bayerischen Sozialberichts vor. Darin wurden viele Handlungsnotwendigkeiten belegt, auf die die AWO seit langem hinweist etwa die schwierige Situation Alleinerziehender oder die rasant steigende Zahl der Pflegebedürftigen, die von 2005 bis 2020 um über 37 Prozent in Bayern anwachsen wird. Die Bedingungen für die Pflege werden schwieriger, Verbesserungen von Seiten der Politik kommen nur in winzigen Schritten. Der Geburtsfehler der Pflegeversicherung von 1995, dass Demenzkranke nur bei körperlichen Gebrechen einen Anspruch auf Pflege haben, ist abgemildert, aber nicht behoben. Immer wieder hat die AWO auf die Schieflage hingewiesen, unter anderem mit Pressegesprächen und einer großen Plakataktion. Längst gibt es einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff, doch umgesetzt wird er nicht trotz anderslautender Ankündigen der Koalition in Berlin. Zwar wurde das Pflegegeld für Demenzkranke, auch solche mit Pflegestufe 0, erhöht. Aber es bräuchte eine grundlegende Umstrukturierung des Systems. Wie könnte man das Dilemma lösen, dass dafür viel mehr Geld notwendig wäre, die Menschen aber nicht wesentlich mehr in die Pflegekassen einzahlen müssen? In einem Gutachten für den AWO Bundesverband hat der Sozialwissenschaftler Heinz Rothgang nachgewiesen: Wenn die Pflegeversicherung als echte Bürgerversicherung ausgestaltet würde, könnte man den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff umsetzen, und der Beitragssatz müsste trotzdem bis 2050 nur auf 2,3 Prozent steigen. Zahlreiche Appelle und Aktionen gab es auch im Bereich der ambulanten Pflege, um auf die Härten der so genannten Minutenpflege aufmerksam zu machen. Für den Sommer stehen jetzt Vergütungserhöhungen an, das System bleibt jedoch unangetastet. Bedrückend ist auch der drohende Fachkräftemangel. Zwar hat Bayerns Sozialministerin selbst eine teure Imagekampagne aufgelegt, zugleich hat jedoch das Kultusministerium den Schulgeldersatz pro Schüler gekürzt. Auch gegenüber einer Ausbildungsumlage für nicht ausbildende Träger erweist sich die Politik als uneinsichtig. Die AWO geht mit gutem Beispiel voran: Ihre Ausbildungszahlen steigen stetig. Derzeit stellt die AWO rund 21 Prozent der Ausbzubildenden in der Pflege in Bayern bei einem AWO-Anteil von zehn Prozent der Pflegeplätze. Soziale Arbeit braucht mehr Anerkennung hat sich die bayerische AWO deshalb mit dem Bayerischen Roten Kreuz und der Gewerkschaft ver.di zusammengetan, um auf die Bedeutung der Sozialen Arbeit hinzuweisen, und darauf, dass diese nicht zum Nulltarif zu haben ist. Im Ja-

5 Demenzkranke sind in der Pflegeversicherung nach wie vor nicht angemessen berücksichtigt. Die AWO kämpft für eine Pflegereform, die diesen Namen auch verdient hätte (links). Im Bereich der Kinderbetreuung hat die bayerische AWO in den vergangenen vier Jahren weiter zugelegt. Mittlerweile werden Plätze angeboten. (Fotos: Bilderbox) nuar 2010 lud man zu einem Symposium in den Landtag, wo Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Verbänden mit Praktikern diskutierten. Als wichtiges Etappenziel wurde die Einführung eines allgemein-verbindlichen Branchentarifvertrages gesteckt. Damit sich nicht auch noch die Anbieter untereinander mit Dumpinglöhnen unterbieten. Immerhin gibt es nach langem Kampf seit 2010 einen Mindestlohn in der Pflegebranche. Treibende Kraft auch hier: AWO und ver.di. Wie die Bedingungen für die Soziale Arbeit sich angesichts der von Horst Seehofer ausgegebenen Parole Schuldenfrei 2030 entwickeln werden, ist fraglich. Man habe die Kürzungen infolge des Stoiberschen Sparkurses von 2004 noch deutlich in Erinnerung, sagt AWO-Landeschef Thomas Beyer: Da blieb kein Stein auf dem anderen. Dass die Staatsregierung das Ziel tatsächlich erreichen kann, hält er zwar für unwahrscheinlich, denn der Länderfinanzausgleich stehe bis 2019 fest, Änderungen daran, die Bayern spürbare Einsparungen brächten, seien kaum zu erwarten. Aber natürlich wird das Thema wieder ein Abwehrkampf um soziale Fragen, sagt Beyer. Die Schere zwischen Arm und Reich, zwischen Alt und Jung, Behindert und Nichtbehindert werde sich weiter spreizen. Kinderbetreuung: AWO wird noch jünger Längst ist die AWO in Bayern nicht mehr nur auf den Bereich Altenpflege festgelegt. Die AWO wird jung : Mit diesem Motto hat Thomas Beyer den Umstand beschrieben, dass Kinderbetreuungseinrichtungen mittlerweile einen großen Schwerpunkt des Wohlfahrtsverbandes bilden. Lange vor Ursula von der Leyens Vorstoß für einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz hat die AWO den gesellschaftlichen Bedarf an Betreuungsplätzen für die Kleinsten erkannt. Landesweit wird das Ziel, 2013 jedem dritten Kind unter drei Jahren einen Platz anbieten zu können, wohl nicht erreicht. Doch die bayerische AWO tut ihr Bestes und hat auch in den vergangenen vier Jahren ihr Kita-Angebot auf Plätze erweitert. Der Bundesverband der AWO hatte nach Erlass des U3-Ausbaugesetzes strategisch für ganz Deutschland dazu aufgerufen, diese Chance zu nutzen, sagt Thomas Beyer. Hier in Bayern haben wir das auch getan. Manche Kommunen fürchten jedoch die Mehrbelastung. Es wäre Aufgabe der Ministerien in Berlin und München, die Kommunen zu unterstützen und nicht durch andere Diskussionen Stichwort Betreuungsgeld im Endspurt des Krippenausbaus den Eindruck zu erwecken, dass man das Ziel eigentlich nicht weiterverfolgen will. Das vielkritisierte Betreuungsgeld bindet für den Ausbau der Betreuungsplätze dringend erforderliche Mittel. Für manche Kinder, so hat es die AWO deutlich gemacht, bedeutet es eine weitere Verringerung ihrer Bildungschancen. AWO intern Das Fundament für die Soziale Arbeit der Arbeiterwohlfahrt ist in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Die Finanzierung des Landesverbandes ist geregelt, das Budget weist ein leichtes Plus auf. Die Mitgliederzahlen lagen 2008 bei 69000, nach Zwischenhochs liegen sie wieder dort. Wir behalten die Grenze fest im Blick, sagt Thomas Beyer. Besonders erfolgreich bei der Mitgliederwerbung waren die Bezirksverbände Unterfranken und Schwaben. Die interkulturelle Öffnung der AWO brachte neue Impulse. Eine Strukturkommission soll sich in der nächsten Vorstandsperiode mit der weiteren Optimierung des Arbeitsablaufs befassen. Um einen direkteren Draht zum Landesverband einzurichten, können sich die Kreisverbände nun per über die relevanten Themen aus Sitzungen des Landesvorstands informieren lassen. 5

6 Interview mit dem AWO-Landesvorsitzenden Thomas Beyer Schulterklopfen reicht nicht 6 AWO in Bayern: Sie sind seit acht Jahren Vorsitzender des Landesverbandes. Was begeistert Sie an dieser Aufgabe? Thomas Beyer: Dass sie eine Möglichkeit bietet, für Themen, die die Menschen und die Gesellschaft unmittelbar betreffen, wirkungsvoll die öffentliche Diskussion mit beeinflussen zu können. Oft stärker, als es einem in der Politik möglich ist. Und was geht Ihnen an Ihrer Aufgabe manchmal auch auf die Nerven? Dass Soziale Arbeit gesellschaftlich zu wenig anerkannt ist, auch die ehrenamtliche Arbeit. Haben Sie da manchmal das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen? Einerseits bekommt man von Medien und Ministerien viel Schulterklopfen: Gut, dass Ihr das macht. Dass die Soziale Arbeit immer schwieriger wird, dass die Rahmenbedingungen Stichwort Pflegereform immer schlechter werden, fällt dabei aber unter den Tisch. Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände wird von Gesellschaft und Politik als etwas sehr Selbstverständliches angesehen. Wie hat sich das Verhältnis zur Staatsregierung in den vergangenen acht Jahren entwickelt? Wir werden wesentlich aufmerksamer wahrgenommen, und es gibt sehr konstruktive Gesprächsfäden in die Fachabteilungen, aber auch zur Ministerin. Das ist sozusagen eine sportliche Auseinandersetzung, die aber oftmals von ähnlichen Zielen getragen ist. Es gibt eigentlich nur in wenigen Fragen Fundamentalgegensätze. Die Gesprächskontakte sind deutlich intensiver geworden. Sie sind außer AWO-Landeschef auch SPD-Abgeordneter im Landtag und wirtschaftspolitischer Sprecher Ihrer Fraktion. Ergänzen sich diese beiden Bereiche eher oder haben Sie manchmal auch das Gefühl, das widerspricht sich? Wenn man Klischees folgt, dann wären es Gegensätze. Ich bin aber davon überzeugt, dass erfolgreiche Wirtschaft und soziale Gestaltung zwei Kehrseiten ein und derselben gesellschaftlichen Medaille sind. Und ich meine, es tut der Arbeit an der Spitze eines solchen Verbandes gut, wenn man um wirtschaftliche Zusammenhänge weiß. Hinzu kommt, dass die Wohlfahrtsverbände in Bayern zurecht auf die große wirtschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit hinweisen. Die Sozialwirtschaft ist der Bereich, der in den vergangenen Jahren am stärksten gewachsen ist, sowohl bei den Umsätzen als auch bei den Arbeitsplätzen. Wirtschaft und Soziales gehören eben unmittelbar zusammen. Wären Sie als Sozialpolitiker im Landtag nicht noch schlagkräftiger für die AWO? Das ist eine ganz bewusste Entscheidung, dass ich im Landtag diesen anderen Schwerpunkt habe, um Interessenkollisionen zu vermeiden. Darüber hinaus sind Sie derzeit auch Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und für zwei Jahre Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Wie schaffen Sie das nur, das alles unter einen Hut zu bringen? (Schnauft.) Es gibt eben einen gewissen Rhythmus, in dem ein Verband innerhalb der LAG FW den Vorsitz führt. Ich bemühe mich, mit allen Kräften diesen Aufgaben gerecht zu werden. Das bedeutet eine Arbeitswoche von 80 Stunden, nicht selten auch bis zu hundert. Das geht natürlich nur, wenn man Mitarbeiter hat, die einen tatkräftig unterstützen. Haben Sie auch Freizeit? Wenig. Wie schöpfen Sie Kraft für alle Ihre Aufgaben? Indem ich versuche, in dem, was ich tue, den Sinn zu sehen, und indem ich nur Dinge tue, die ich für sinnvoll halte. Was sind für Sie die wichtigsten Ziele für die bayerische Arbeiterwohlfahrt? Wir müssen gemeinsam mit anderen Verbänden, den Gewerkschaften und den Kostenträgern dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen für unsere Dienste und Einrichtungen besser werden. Es reicht nicht, dass sie sich nicht noch mehr verschlechtern, sie müssen besser werden. Und innerverbandlich ist das ganz große Thema, dass wir unsere vielen engagierten Helferinnen und Helfer noch stärker unterstützen. Das Stichwort Stärkung des Ehrenamtes steht für mich in den nächsten Jahren weit im Vordergrund. Interview: Anke Sauter

7 * Nachrichten * Nachrichten * Nachrichten * Nachrichten * Nachrichten * Nachrichten Eine Konferenz über Armut Die Bayerische Armutskonferenz findet am Donnerstag, 12. Juli, in der Katholischen Stiftungsfachhochschule München statt. Veranstalter ist die LAGFW, deren Vorsitz in diesem Jahr der AWO-Landesverband innehat. Zentrales Thema der Konferenz ist Langzeitarbeitslosigkeit. Bislang haben unter anderem Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, Grünen-Landeschefin Theresa Schopper und Professor Gerhard Trabert, stellvertretender Sprecher in Bambako keinen Grund für einen Rückzug. Im Gegenteil: Angesichts der drohenden Hungerkatastrophe im Sahel sei die Hilfe notwendiger denn je. Inzwischen wurde eine Interimsregierung eingesetzt. Wir beobachten die Entwicklung genau, so Kahl. Ab April starten vier neue Projekte der LAG Mali. Spendenkonto: RaiffeisenVolksbank Fürth, Konto 59005, BLZ Auch der Jubiläumsgeburtstagskalender (Foto: LAG- Vorsitzender Stephan Schuster) ist nun erhältlich, Info: bildet aber mehr als 21 Prozent des Nachwuchses aus. Ich danke allen AWO-Trägern dafür, dass sie trotz schwierigster Rahmenbedingungen überproportional intensiv ausbilden, so AWO-Landeschef Thomas Beyer. Von der Staatsregierung fordert Beyer, ihre Verweigerungshaltung hinsichtlich einer Ausbildungsumlage aufzugeben. Die Steigerungen bei der AWO gehe auf die erfolgreiche eigene Ausbildungskampagne zurück. Pflege im Fokus Infos aus der AWO der Nationalen Armutskonferenz und Regionalkonferenz Süd Mediziner, ihre Teilnahme zugesagt. Den Auftakt des Konferenzjahres 2012 Mali: Hilfe muss weitergehen hat am 23. März die Regionalkonferenz Süd gemacht, die im Münchner Stadtteil Hasenbergl stattfand. Auf Einladung des Bundesverbandes beschäftigten sich der Landesverband und die Bezirksverbände Bayerns Die politischen Unruhen im westafrikanischen Staat Mali beeinträchtigen die Entwicklungsprojekte der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mali bislang nicht. Dies teilte Projektreferentin Gudrun Kahl auf Nachfrage mit. Im Norden des Landes kämpfte seit Januar eine Unabhängigkeitsbewegung der Tuareg ein Teil war bewaffnet aus dem Libyen-Krieg zurückgekehrt mit modernsten Waffen gegen die malische Armee. Unzufrieden mit der Tatenlosigkeit ihres Präsidenten gegenüber den Rebellen, putschten im März malische Soldaten und Offiziere. Schon bei meinem letzten Besuch Ende Januar gab es Protestmärsche gegen den Präsidenten, sagt Kahl, der das Geschehen nur aus der Ferne verfolgt hat. Die Projekte der LAG Mali haben ihren Standort im Süden, weit weg von den Ereignissen. Da man nur mit Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeite, gebe es auch nach Ansicht des deutschen Botschafters sowie die Bezirksverbände Baden und Württemberg unter anderem mit der Weiterentwicklung sozialpolitischer Grundsatzpositionen der AWO und Eckpunkten zum Thema wertegebundenes AWO-Unternehmen. Diskutiert wurde über Möglichkeiten der Mitgliederentwicklung, insbesondere, wie junge Menschen für die Mitarbeit gewonnen werden können. In sehr konzentrierter Atmosphäre wurden wesentliche Punkte für die Bundeskonferenz vorbereitet, berichtet AWO-Landeschef Thomas Beyer. Steigerung Ausbildung Die Zahl der Auszubildenden in Altenpflegeeinrichtungen der bayerischen Arbeiterwohlfahrt konnte im Ausbildungsjahr 2011/12 weiter gesteigert werden und zwar um stolze neun Prozent. Damit erlernen derzeit 761 junge Menschen bei der AWO einen verantwortungsvollen Beruf in der Altenpflege. Seit 2009 hat die AWO zusätzlich 305 Ausbildungsplätze in der Pflege geschaffen. Sie stellt in Bayern rund zehn Prozent der Plätze in der stationären Altenpflege, Die Pflege in Deutschland braucht mehr Freiraum, das forderte Thomas Klie, Professor an der Evangelischen Hochschule in Feiburg beim AWO-Fachtag Brennpunkt Pflege in Nürnberg. Klie beschrieb das ethische Dilemma im Pflegealltag: Gute Pflege lebe hauptsächlich von der ethischen Selbstmotivation der Beteiligten. Gute Pflege sei eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart, betonte AWO-Landesvorsitzender Thomas Beyer. Grundvoraussetzung dafür sei aber eine adäquate Pflegereform. Der vorliegende Gesetzentwurf enttäuscht, weil er die entscheidenden Fragen nicht aufgreift, so Beyer. Die frühere Bundesmininsterin Edelgard Bulmahn legte dar, dass personenbezogene Dienstleistungen wie Pflege in Deutschland noch immer wenig geschätzt würden. Hier bedürfe es auch einer neuen Konzeption in der Personalentwicklung, bei der praktische und theoretische Kompetenzen gleich stark berücksichtigt würden. (Foto: AWO) 7

8 Die Leiter der AWOLYSIS-Beratungszentren Stefan Galgon aus Augsburg (von links), Dorothee Frenz aus Nürnberg und Johannes Winklmair aus München mit Werner Weishaupt, dem Geschäftsführer der AWOLYSIS GmbH. Freundlicher Empfang: Elke Krist vom Vincentro Augsburg. Links: die Aufenthaltsecke im Vincentro-Rückzugsbereich. (Fotos: AWOLYSIS) AWOLYSIS GmbH in Augsburg, München und Nürnberg Individuelle Betreuung für psychisch Kranke 8 Psychisch kranke Menschen wohnortnah ambulant zu versorgen, dieses Ziel hat sich die AWOLYSIS GmbH gesetzt, eine Managementgesellschaft der Arbeiterwohlfahrt in Augsburg, München und Nürnberg sowie des Münchner Projektevereins. In den drei bayerischen Ballungsräumen konnten Verträge mit mehreren Krankenkassen abgeschlossen werden. Schon nach zwei Jahren werden rund 830 Menschen in den drei Betreuungszentren der AWOLYSIS GmbH, Vincentro genannt, versorgt. Der Patient steht im Mittelpunkt Der rasche Erfolg führt den Bedarf vor Augen: Als das Projekt im Januar 2010 in Augsburg und München an den Start ging, war in den beiden Vincentros jeweils eine Person beschäftigt. Das reichte schnell nicht mehr aus. In Nürnberg, das erst im vergangenen November die Arbeit aufnahm, startete man gleich mit zwei Kräften. Ich weiß noch, wie ich an meinem ersten Arbeitstag am Telefon saß und dachte, das dauert jetzt bestimmt, erinnert sich Dorothee Frenz, Vincentro-Leiterin in Nürnberg. Doch dann ging es gleich in die Vollen: Viele schienen geradezu auf ein solches Angebot gewartet zu haben. Und so wurde auch in Nürnberg personell aufgestockt. In den drei Vincentros zusammen gibt es inzwischen 20 Vollzeitstellen für Fachkräfte aus dem sozialpsychiatrischen Bereich. Needadapted ist ein Schlüsselwort in der integrierten Versorgung psychisch kranker Menschen, und das bezieht sich nicht nur auf die Zahl der Stellen: Jeder Patient wird hier individuell betrachtet, gemeinsam mit ihm werden Lösungen gesucht, ein Behandlungsplan wird erarbeitet. Je nach Krankheitsbild zahlt die Kasse bestimmte Fallpauschalen an die Gesellschaft. Die Mitarbeiter sind allesamt erfahrene Kräfte, sie arbeiten eng mit Haus- und Fachärzten, Pflegediensten und anderen Beratungsstellen zusammen. Wartezeiten gibt es nicht und auch kaum Bürokratie. Das ist eine sehr spannende und innovative Sache, sagt Johannes Winklmair, Leiter des Vincentros in München. In psychischen Krisen kann der Patient jederzeit jemanden erreichen, selbst mitten in der Nacht. Oft genüge schon das Wissen um die Möglichkeit der Kontaktaufnahme, damit sich der Patient sicherer fühlt, sagt Dorothee Frenz vom Nürnberger Vincentro. Und für Menschen in seelischen Notlagen gibt es in jedem Vincentro auch die Möglichkeit, für ein paar Tage eine Auszeit zu nehmen. Möglich machte dies alles ein neuer Passus im Sozialgesetzbuch, wonach die Krankenkassen Verträge über eine verschiedene Leistungssektoren übergreifende Versorgung der Versicherten oder eine interdisziplinär-fachübergreifende Versorgung abschließen können. Die Techniker Krankenkasse in Augsburg war die erste, die sich auf diese Weise mit der AWOLYSIS GmbH zusammentat, München und Nürnberg zogen nach. Man muss ja nicht überall das Rad neu erfinden, meint Werner Weishaupt, Geschäftsführer der AWOLYSIS. Diese Form der integrierten Versorgung ist das, was wir schon immer erreichen wollten, sagt Jürgen Salzhuber, Vorsitzender der AWO München. Der Vertrag mit der TK habe dieser Arbeit neue Triebkraft gegeben. Inzwischen gibt es auch Verträge mit anderen Kassen. Doch bislang funktioniert das Konzept vor allem in Ballungsräumen. Und hier profitieren alle: Die Patienten, die sich auf Anraten ihrer Kasse an ein Vincentro wenden, haben die Sicherheit, in jeder Situation einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben. Die Kassen wiederum hoffen langfristig auf Kostenersparnis, da durch die individuelle Betreuung mancher Klinikaufenthalt unnötig werden dürfte. Wir verstehen uns aber nicht als Klinikverhinderer um jeden Preis, stellt Stefan Galgon vom Vincentro Augsburg klar.

9 Früh übt sich: Das Projekt Jugendwerk 2.Null unter Leitung von Julia Kraus (rechtes Bild) führt schon Elfjährige an den richtigen Umgang mit dem Internet heran. Viele wissen schon mehr, als ihre Eltern ahnen. (Fotos: Kraus/LJW) Jugendwerk 2.Null macht Kinder in Nürnberg fit fürs Netz Das Internet nicht wegignorieren Julia Kraus stand schon in den Startlöchern, als sie von der Anfrage des Elternbeirats hörte: Ob man nicht ein Projekt zur Medienbildung anbieten könne, war der Wunsch ans Bezirksjugendwerk Ober- und Mittelfranken, den Träger der Offenen Ganztagsschule am Nürnberger Melanchthon-Gymnasium. Damit konnte Julia Kraus dienen. Die 34-jährige Kultur- und Medienpädagogin hatte die Konzepte für ein solches Angebot praktisch schon in der Tasche. Auch wenn viele Eltern sich wünschen: Wir können das Internet nicht wegignorieren, sagt sie. Um die Gefahren, die Kindern und Jugendlichen im Netz drohen können, einzudämmen, hält sie es mit Maria Montessori: Hilf mir, es selbst zu tun. Deshalb kam sie mit Schule und Elternbeirat überein, dass ein medienpädagogisches Projekt sich ruhig an die jüngsten Gymnasiasten wenden darf. So lernen am Melanchthon- Gymnasium schon die Fünftklässler, wie man sich im Internet zurechtfindet, wie man es gewinnbringend nutzen kann, aber auch, wo Gefahren drohen. Damit alle Kinder davon profitieren, findet der Kurs in jeweils fünf Doppelstunden anstelle von Intensivierungsstunden in Deutsch und Latein statt, nicht am Nachmittag. Schnell war klar: Selbst Zehnjährige haben schon mehr Erfahrung mit dem Internet, als ihre Eltern glauben. Ich zeige den Kindern nichts völlig Neues, ist Julia Kraus überzeugt. Viele wüssten schon ganz gut, wo es die besten Spiele gibt, die sie über eine Suchmaschine finden können. Aufschlussreich waren für die Medienpädagogin auch die Ansichten darüber, wer den Kindern eigentlich den Umgang mit dem Internet beibringen soll: Die Eltern sehen die Schule in der Pflicht, die Schüler hingegen ihre Eltern. Damit die zumindest mitreden können, bietet Kraus am Ende des Projekts einen Elternabend an und zeigt, was die Kinder gelernt haben. Wie der Umgang mit dem Netz zu Hause geregelt ist, müsse letztlich jeder selbst entscheiden. Alles außer Totalverbot und komplettem Gewährenlassen sei denkbar, so Kraus, die sich das Projekt Jugendwerk 2.Null auch als Angebot an anderen Schulen wünscht. 9 Viel zu früh Der Schock war groß, als die Nachricht von seinem viel zu frühen Tod bekannt wurde: Mit nur 46 Jahren ist Doni Zagel am 29. Februar in seiner Neuhauser Wohnung gestorben. Zeitlebens hat sich der Spross einer Münchner Arbeiterfamilie in Jugendarbeit und Politik engagiert. Nach dem Geschichtsstudium in München und einigen Jahren in Stuttgart, wo er schon im Vorstand des Landesjugendrings war, kam er 1999 als Geschäftsführer zum Landesjugendwerk der AWO in München, ein Amt, das er bis zu seinem Ausscheiden im Jahr 2010 engagiert ausfüllte. Ehenamtlich war er auch nach 2010 für das Bezirksjugendwerk Oberbayern und das Kreisjugendwerk München tätig. Er stellte die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen stets an die erste Stelle und hat im Verband Strukturen geschaffen, die es ihnen erlauben, gleichberechtigt zu partizipieren, sagt Thomas Schwarz, Zagels Nachfolger als Landesgeschäftsführer. Zagel sei nie bequem gewesen, sondern immer engagiert für Anton Doni Zagel die gute Sache. So saß er auch seit 18 Jahren für die SPD im Bezirksausschuss Neuhausen- Nymphenburg. Der streitbare Sozialdemokrat galt als Münchner Original, so manche Runde belebte er mit seinem Humor und seinen Geschichten. Er war leidenschaftlicher 60er-Fan und durch und durch ein Genussmensch.

10 Buch zum Kongress Wie können auch in Zukunft Freiwillige für die Soziale Arbeit gewonnen werden? Wie ist die Zusammenarbeit mit Freiwilligen zu organisieren? Um Fragen wie diese geht es auch in dem Buch Freiwilligenarbeit, das im Juli in zweiter, völlig neu bearbeiteter Auflage erscheint. Darin auch ein Beitrag Ob im Seniorenheim oder im Kindergarten Freiwillige sind gern gesehen. Im Juli befasst sich eigens ein Kongress in Nürnberg mit dem Thema Ehrenamt. (Fotos: Fotolia) Ehrenamtskongress zur Arbeit mit Freiwilligen Das Potenzial ist riesig des AWO-Landesvorsitzenden Thomas Beyer sowie ein Text von Kaspar Apfelböck über Rechtsfragen. Doris Rosenkranz, Angelika Weber (Hgg.): Freiwilligenarbeit. Einführung in das Management von Ehrenamtlichen in der Sozialen Arbeit. Weinheim: Beltz/Juventa Bürgerschaftliches Engagement ist ein wichtiges Zukunftsthema, sagt Doris Rosenkranz. Die Soziologieprofessorin an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg hat hier einen Schwerpunkt ihrer Forschung. Was alles getan werden kann, um den Einsatz von Freiwilligen professioneller zu organisieren, damit beschäftigt sich am 6. und 7. Juli der Ehrenamtskongress in Nürnberg, den das Bayerische Sozialministerium gemeinsam mit der Hochschul-Kooperation Ehrenamt, deren Sprecherin Doris Rosenkranz ist, erstmals veranstaltet. Attraktiv werden für Freiwillige Erfreulicherweise steigt auch in Deutschland die Zahl derer, die das gesellschaftliche Leben mitgestalten wollen. Zugleich wandelt sich jedoch die Motivation: Gutes tun soll einem selbst auch etwas bringen. Und hier müsse man anknüpfen, sagt Doris Rosenkranz. Eine großangelegte Studie in Unterfranken ergab, dass ein Viertel der Verantwortlichen keinerlei Werbung um Ehrenamtliche betreiben frei nach dem Motto: Wenn jemand käme, würden wir uns natürlich freuen. Dabei gäbe es erheblich mehr einsatzbereite Freiwillige: Das Potenzial ist riesig, so Rosenkranz. Viele dieser Menschen wüssten aber einfach noch nicht, wohin sie sich wenden müssen. Um den Einsatz attraktiv zu machen, müsse man je nach Altersgruppe unterschiedliche Vorteile herausstellen. Junge Menschen fragen zum Beispiel, was bringt mir das für die Zukunft, für meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?, sagt Rosenkranz. Kompetenzen wie Team- oder Kommunikationsfähigkeit auch schriftlich zu bescheinigen, sei ein weiterer wichtiger Baustein. Der Bayerische Ehrenamtsnachweis sei in diesem Sinn ein Schritt in die richtige Richtung. Wer es ernst meint mit dem Ehrenamt, müsse sich darüber im Klaren sein: Ehrenamtliche sind kein Ersatz für Hauptamtliche, keine Sparmaßnahme, sagt Rosenkranz. Im Gegenteil: Wer ein Freiwilligenmangement aufbauen will, muss erstmal investieren. Das A und O sei die Betreuung und Koordinierung der Freiwilligen, ein zuverlässiger Ansprechpartner. Es müsse klar definiert sein, in welchen Bereichen man mit Freiwilligen arbeiten will. Weil sich insbesondere Verantwortliche aus der Praxis mit diesen neuen Themen Doris Rosenkranz beschäftigen, haben vor vier Jahren drei bayerische Hochschulen die Hochschul- Kooperation Ehrenamt gegründet. Sie bieten eine Weiterbildung zum Freiwilligenmanager an eine Rosenkranz zufolge bundesweit auf Hochschulebene einmalige Sache. Wir sind seit dem ersten Tag immer wieder ausgebucht, sagt Rosenkranz. Teilnehmer von der AWO seien bislang aber selten, bedauert sie. Es sei ein besonderes Anliegen der Bayerischen Staatsregierung, durch entsprechende Rahmenbedingungen ehrenamtliches Engagement optimal zu ermöglichen, heißt es aus dem Sozialministerium. Der Ehrenamtskongress, der künftig alljährlich stattfinden soll, stelle eine Plattform dar für die Vernetzung der Akteure aus den verschiedensten Engagementbereichen. Mit praxisorientierten wissenschaftlichen Fachvorträgen, Exkursionen und einer Podiumsdiskussion, an der u.a. auch die Schauspielerin Uschi Glas teilnimmt, geht der Ehrenamtskongress den wichtigsten Fragen rund ums Ehrenamt auf den Grund. Auch die AWO wird stark vertreten sein: Eine Exkursion hat die Nürnberger AWOthek zum Ziel, AWO Landeschef Thomas Beyer diskutiert mit auf dem Podium. Die Teilnahmegebühren für den zweitägigen Kongress betragen inklusive Verpflegung 75 Euro, Ehrenamtliche zahlen 25 Euro. Information und Anmeldung zum Kongress unter

11 Freuen sich über neue Seminarräume: (von li.) Andreas Niedermeier, Geschäftsführer AWO Oberbayern, Mona Frommelt, Direktorin HWA, Jürgen Salzhuber, Vorstand AWO München, Ulrich Konrad, Schulleiter. Eigene Ausbildung von Erzieher/-innen Die Fachakademie für Sozialpädagogik in München Ein Thema treibt zurzeit alle um in Bayern - den Freistaat, die Städte und Gemeinden, die Träger von Kindertagesstätten und nicht zuletzt die betroffenen Eltern: der eklatante Mangel an Erzieherinnen und Erziehern. Der wird sich noch einmal verschärfen, sollte 2013, wie geplant, bundesweit ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter dreijährige Kinder in Kraft treten. Bislang haben nur die Eltern von Drei- bis Sechsjährigen gesetzlich Anspruch auf einen Kindergartenplatz für ihr Kind. Selbst wenn es die Kommunen schaffen sollten, bis 2013/14 ausreichend Krippen zu bauen, fehlt möglicherweise das Personal, um die Kitas zu betreiben. Mancherorts ist die Personalknappheit inzwischen so gravierend, dass sogar bestehende Gruppen geschlossen werden müssen. Beim AWO-Kreisverband München etwa gibt es zurzeit rund 40 offene Stellen für Erzieher/-innen, weshalb der Verband dort zurzeit keine weiteren Trägerschaften mehr übernimmt. Um dem Engpass zu begegnen, haben die AWO München und die AWO Oberbayern zusammen mit der Hans- Weinberger-Akademie (HWA), einem Bildungsinstitut der bayerischen Arbeiterwohlfahrt, bereits 2009 eine eigene Fachakademie für Sozialpädagogik in München-Aubing gegründet. Dort werden zurzeit 150 junge Frauen und Männer zu staatlich geprüften Erzieher/-innen ausgebildet. Trotz der verhältnismäßig langen Vorlaufzeit die Vollzeitausbildung dauert zwei und die Teilzeitausbildung vier Jahre hoffen die Träger, so die Lücke auf dem Fachkräftemarkt wenigstens teilweise schließen zu können. Überdies werden bei der Ausbildung in der Fachakademie pädagogische Schwerpunkte berücksichtigt, die der AWO - über den staatlichen Lehrplan hinaus - wichtig sind, z. B. die Integrationsförderung. Dafür sind die drei Gesellschafter erheblich in Vorleistung gegangen und haben jeweils Euro, also insgesamt 1,5 Millionen Euro Eigenmittel zur Verfügung gestellt. Anfang 2012 konnte die Fachakademie nach einigen Jahren Asyl in der Altenpflegeschule der HWA in neue eigene Räume umziehen. HWA-Direktorin Mona Frommelt und Schulleiter Konrad Ulrich betonten bei der Einweihungsfeier mit Gästen aus der Politik die intensive Kooperation der Bildungseinrichtung mit der Praxis, sprich den AWO-Kitas in der Region. Die staatliche Anerkennung der Ausbildung sei nach der üblichen Probezeit ebenfalls in Sichtweite. Andreas Niedermeier, Geschäftsführer des AWO-Bezirksverbands Oberbayern, erinnerte an die Pflicht des Staates, die Fachkräfteausbildung zu finanzieren. Allgemein forderte er, die Attraktivität der Sozialwirtschaft zu steigern, damit sich junge Leute im Wettbewerb für Sozialberufe entscheiden. Das möchte auch der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Hans-Ulrich Pfaffmann. In seinem Grußwort regte er neben einer besseren Bezahlung und guten Arbeitsbedingungen auch an, über kürzere Ausbildungszeiten nachzudenken. Jürgen Salzhuber, ehemals Geschäftsführer und jetzt Vorsitzender des AWO-Kreisverbands München Stadt, freute sich aber zunächst einmal darauf, dass mit der in Aussicht stehenden staatlichen Genehmigung die Vorlaufzeit ein Ende haben wird und eine dauerhafte Finanzierung der Fachakademie sichergestellt werde. Mehr Infos über die Fachakademie für Sozialpädagogik und die Erzieher/-innenausbildung in Voll- oder Teilzeit finden Interes senten unter 11

12 Haus des Vertrauens im Zentrum der Stadt Einmal im Jahr: Woche der Frau Humanitäre Hilfe beim Wiederaufbau AWO engagiert sich für Bosnien-Herzegowina Inge-Gabert-Preis 2012 für das Haus des Vertrauens in Srebrenica 12 Im Zuge des Bosnienkrieges wurden 1995 in der Gegend von Srebrenica über bosniakische Männer und Buben zwischen 12 und 77 Jahren von serbischen Eingreiftruppen systematisch und brutal ermordet. Mitten in Europa und unter den Augen der UN-Truppen. Rund Menschen, vor allem Frauen und Kinder, gelten seitdem als vermisst. Der größte Teil der Stadt war zerstört: demographisch, ökonomisch und sozial. Und noch lange nach dem Krieg hat das als Massaker von Srebrenica in die Geschichte eingegangene Kriegsverbrechen seine Spuren hinterlassen. In den Straßen und Häusern der Umgebung, vor allem aber in den Köpfen und Herzen der Hinterbliebenen. Auch derjenigen, die damals flüchten konnten und die später wieder an den Ort des Schreckens - ihre Heimatstadt zurückkehrten. Nur langsam erwachte die Stadt nach dem Krieg wieder zum Leben. Doch wenngleich der Alltag allmählich wieder einkehrte, blieb das Misstrauen zwischen den einst befreundeten und später so verfeindeten Bevölkerungsgruppen spürbar und noch immer sind viele Menschen traumatisiert von den schrecklichen Erlebnissen der Kriegsjahre. In dieser Situation wollte die AWO Bremerhaven, die sich stark in der internationalen Arbeit und in der Flüchtlingshilfe engagiert, möglichst gezielt Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ergebnis war das Haus des Vertrauens, eine Art Bürgerhaus, das am 24. Juni 2005 mitten in Srebrenica im Gebäude der ehemaligen Arbeiteruniversität eröffnete. Bis heute werden dessen Aktivitäten größtenteils von der AWO Bremerhaven, aber auch von anderen AWO-Gliederungen und Organisationen finanziert. Oberstes Ziel des Hauses war und ist, wie der Name schon sagt, verlorengegangenes Vertrauen wieder aufzubauen und den freiwilligen Rückkehrern in erster Linie Witwen mit ihren Kindern - die Reintegration in die Heimat zu erleichtern. Dabei entfaltete die Einrichtung in der Vergangenheit ein so beeindruckendes und außergewöhnlich erfolgreiches Engagement, dass der Vorstand des AWO-Bezirksverbands Oberbayern nach einem Informationsbesuch des Vorsitzenden Herbert Hofauer in Srebrenica beschloss, dem Haus des Vertrauens den Inge-Gabert-Preis 2012 zu verleihen. Das erste Mal, dass ein ausländisches Projekt diesen wichtigen und mit Euro dotierten Preis der oberbayerischen AWO erhielt. Tatsächlich ist die Bilanz der Aktivitäten beachtlich, die von konkreter wirtschaftlicher Hilfe für die örtliche Bevölkerung bis hin zur Veranstaltung von Kursen und gemeinsamen Festen reichen. So organsierte die Einrichtung zum Beispiel Fortbildungen für junge Menschen verschiedener Nationalitäten beim deutschen EUFOR-Kontingent und unterstützte selbständige Handwerker bei der (Wieder-) eröffnung ihrer Betriebe. Es wurden PC- sowie Deutschkurse für Erwachsene und Jugendliche durchgeführt und darüber hinaus Englischunterricht für Schülerinnen und Schüler aller Grundschulen der Umgebung angeboten. Zahlreiche Familien auf dem Land erhielten Hilfe bei der Instandsetzung ihrer zerstörten Häuser. Mit Unterstützung durch Internisten und Psychologen des Belgrader Zentrums für Folteropfer fanden kostenlose ärztliche Untersuchungen im Haus des Vertrauens statt und Menschen ohne Krankenversicherung wurden mit notwendigen Medikamenten versorgt. In Kooperation mit der örtlichen Ambulanz in Srebrenica wurde ein Projekt zur Zahn- und Mundhöhlenprophylaxe für Kinder unter 15 Jahren und

13 Tage von Srebrenica: Kinderfest Unterstützung für eine Autowerkstatt Melika Malesevic nimmt den Inge-Gabert-Preis 2012 entgegen Schwangere gestartet. Niederländische Reiki-Therapeuten boten im Haus des Vertrauens Therapien zur Behandlung von posttraumatischen Störungen an. All das erhielten die Betroffenen umsonst. Im Gegenzug sorgte die Einrichtung für die Arbeitsmaterialien, Unterkunft und Verpflegung der holländischen Gäste. Neben solchen konkreten Hilfsmaßnahmen organisierten die Mitarbeiter des Hauses eine Vielzahl gut besuchter und erfolgreicher Arbeitsgruppen und Gesprächsrunden über aktuelle Themen wie z. B. häusliche Gewalt, Suchtprävention u. ä. Auch an Veranstaltungen zur Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung sowie am interreligiösen Dialog der verschiedenen Glaubensgemeinschaften besteht bis heute großes Interesse. Die ersten Schülerzeitungen nach dem Krieg wurden ebenfalls im Haus des Vertrauens geschrieben und gedruckt. Bis heute finden jährlich eine Veranstaltungswoche speziell für Frauen, regelmäßige Kinoabende, Ausstellungen, Kurse und Seminare statt. Ein reges Austausch- und Besuchsprogramm für ausländische Gäste ergänzen das vielfältige Angebot im Haus des Vertrauens. Wenngleich die Themen und Arbeitsschwerpunkte im Laufe der Jahre wechseln und die Kriegserfahrungen zugunsten neuer guter Erfahrungen in den Hintergrund treten, bleibt das Haus des Vertrauens eine wichtige Kontakt- und Anlaufstelle für die Bürgerinnen und Bürger Srebrenicas. Und entsprechend ist man dort auch weiterhin auf die großzügige finanzielle Unterstützung aus dem Ausland angewiesen. Das kam auch bei der Verleihung des Inge-Gabert-Preises im oberbayerischen Teisendorf zum Ausdruck. So stolz die Leiterin des Hauses, Melika Malesevic, über die lobenden Worte des Bezirksvorsitzenden Herbert Hofauer war, besonders freute sie sich über das mit dem Preis verbundene Preisgeld in Höhe von Euro, weil es wieder neue Aktivitäten ermöglicht und zur Existenzsicherung beiträgt. Der ebenfalls zur Verleihungsveranstaltung nach Teisendorf angereiste stellvertretende Bürgermeister von Srebrenica, Senad Subasic, zeigte sich gerührt über die Auszeichnung und die Würdigung der Arbeit des Hauses des Vertrauens: Srebrenica ist unsere große Hoffnung, sagte er auf Deutsch, bitte lassen Sie uns niemals allein. Von links: Amela Omic, Katharina Wurm, Regina Besch, Wolfgang Schindele, Robert Jekel, Erwin Schnürch, Edis und Haris Rasavac und Adi Renoth Besuch aus Bosnien bei der AG Auslandshilfe der AWO-Oberbayern Seit vielen Jahren gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen der AG Auslandshilfe der oberbayerischen AWO und verschiedenen Hilfsorganisationen und Projekten in Bosnien-Herzegowina. Normalerweise erfolgt der Austausch von Deutschland Richtung Bosnien, z. B. in Form von Hilfsgütertransporten. Doch im Sommer letzten Jahres kamen einige Vertreter/-innen aus Bosnien für mehrere Tage nach Oberbayern, um Projekte und Einrichtungen der AWO zu besichtigen. Amela Omic vom Projekt NADA (Förderung und Integration von behinderten Kindern) sowie Haris und Eddi Rasavac vom Altenheim Sanski Most in Bosnien wurden zunächst vom Koordinator der AG Auslandshilfe, Adi Renoth, in Bischofswiesen empfangen. Danach besuchten sie die Sozialtherapeutischen Einrichtungen, die Gärtnerei Horizont und das Seniorenzentrum der AWO in Traunreut. Am Abend wurden die Gäste in Altötting von Bürgermeister und AWO-Bezirksvorsitzenden Herbert Hofauer zu einem Gedankenaustausch beim Abendessen erwartet. 13

14 Serie Engagierter Vorstand: (von links) Ingrid Lenz-Aktas, Max Wagmann, Cornelia Pfaffinger, Werner Landmann und Anni Steigenberger mit Geschäftsführer Michael Wüstendörfer Über 100 Teilnehmer/innen auf der Zukunftskonferenz Spatenstich für eine 6-gruppige Kinderkrippe in Neubiberg Die AWO im Landkreis München 14 Für die Zukunft gerüstet sein das ist der größte Wunsch und das erklärte Ziel von Max Wagmann für seine AWO: den Kreisverband München-Land. Und der Verband ist auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen, wenngleich dieser Weg bislang nicht ganz einfach war. Denn als Wagmann am 18. Oktober 2003 in einer außerordentlichen Kreiskonferenz zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde, hatte der AWO-Kreisverband München-Land nur wenige Einrichtungen und wirtschaftliche Probleme. Auf Seiten der Mitgliedschaft bestand eine große Unzufriedenheit, die den damaligen Vorstand zwang, zurückzutreten und den Weg für Neuwahlen frei zu machen. Allerdings nur widerwillig, erinnert sich Wagmann noch lebhaft an die spannende Versammlung. Erst in letzter Minute habe der alte Vorstand dem Druck der Delegierten auf der eigens einberufenen Kreiskonferenz nach- und seine Ämter aufgegeben, so dass er mit einem neuen Team das Ruder übernehmen konnte. Ein für alle Beteiligten schmerzhafter Übergang, sagt er, der dennoch überfällig war. Als Wagmann und die neuen Vorstandskollegen 2003 an den Start gingen, mussten sie beinahe bei Null anfangen. Da war es nicht nur von Vorteil, dass der Bauingenieur zugleich Vorsitzender des Ortsvereins Höhenkirchen-Siegertsbrunn war und dort bereits einen Waldkindergarten und eine Mittagsbetreuung eröffnet hatte. Er konnte sogar einschlägige Erfahrungen als Kreisvorsitzender vorweisen, da er vor seinem Umzug von Trostberg in den Landkreis München über zehn Jahre den AWO-Kreisverband Traunstein geleitet hatte. Trotzdem folgte eine lange und schwierige Durststrecke. Eine mühevolle Anlaufphase, in der sich der engagierte Vorsitzende nicht zu fein war, bei den Gemeindeverwaltungen Klinken zu putzen. Ich war bei jedem Bürgermeister der 29 Kommunen im Landkreis und beim Landrat persönlich, um die AWO als sozialen Kooperationspartner vorzustellen und uns für Kita- oder andere Trägerschaften zu bewerben, erinnert sich Wagmann. Aufgrund der Heterogenität des Landkreises München und der großen Konkurrenz ein mühsames Unterfangen mit vielen Rückschlägen. Ab 2005 ging es aber endlich aufwärts. Startschuss war die Trägerschaft eines Kinderhorts in Riemerling. Dann ging es Schlag auf Schlag und es kamen jedes Jahr neue Einrichtungen und Dienste dazu. Heute betreibt der Kreisverband München-Land über 50 Einrichtungen und kann mehr als 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Arbeitsplatz bieten. Dazu kommen weitere Angebote der zwölf AWO-Ortsvereine im Landkreis München, von der Nachbarschaftshilfe Ottobrunn, Hohenbrunn, Neubiberg bis zum Seniorenclub in Ismaning. Obwohl Wagmann ein engagiertes und routiniertes Vorstandsteam zur Seite steht, das überdies politisch gut vernetzt ist mit Anni Steigenberger aus Planegg, Ingrid Lenz-Aktas aus Aschheim und Werner Landmann aus Garching gehören gleich drei AWO-Vorstandsmitglieder dem Kreistag an kann ein Dienstleistungsunternehmen dieser Größenordnung auf Dauer nicht ausschließlich ehrenamtlich geführt werden. Deshalb hat der Kreisvorstand 2009 Michael Wüstendörfer als professionelle hauptamtliche Unterstützung an Bord geholt. Die Hälfte seiner Arbeitszeit ist der Dipl. Sozialpädagoge zwar noch als Fachberater für die Einrichtungen tätig, doch sobald der Kreisverband genug erwirtschaftet, soll Wüstendörfer sich ganz auf die Geschäftsführung konzentrieren können. Bis der ab 2013 geltende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige umgesetzt werden kann, wird auch im Landkreis München der Ausbau von Kindertagesstätten im Vordergrund stehen. So wird beispielsweise derzeit in Eigenregie eine 6-gruppige Kinderkrippe in Neubiberg gebaut. Doch allein aufgrund der demographischen Entwicklung hält Wagmann diesen Unternehmenszweig für endlich. Deshalb baut der

15 Kreisverband gezielt auch andere Dienstleistungsbereiche auf und betreibt z. B. mehrere Mittagsbetreuungen und Einrichtungen der Jugend- oder Schulsozialarbeit. Ferner bietet er Babysitter-Kurse an und vermittelt Mutter-Kind-Kuren. Besonders stolz ist Wagmann auf die Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit (FOL), die 2007 eröffnet wurde und zu hundert Prozent vom Landkreis finanziert wird. Gerade im Ballungsraum München mit seinem knappen Wohnungsangebot und den hohen Mieten ist dieses Beratungs- und Unterstützungsangebot von größter Bedeutung. So hält die Fachstelle in sieben Gemeinden Sprechstunden für Menschen ab, die von einer Zwangsräumung bedroht oder sogar schon obdachlos geworden sind. Immerhin tausend Fälle pro Jahr werden von den sechs Mitarbeiter/innen bearbeitet. Geplant ist nun, dass drei eigene Wohnungen als Not- und Übergangsunterkunft für bis zu zwölf Menschen vermietet werden. Eine weitere Besonderheit des Kreisverbands München Land ist das Secondhand-Kaufhaus KlAWOtte in der Gemeinde Hohenbrunn, dessen Trägerschaft der Kreisverband Anfang 2011 vom Ortsverein übernommen hat. Wir sind bayernweit die einzige AWO-Gliederung, die so etwas hat, freut sich Wagmann. Ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis organisiert (über 60 Personen arbeiten hier im Bürgerschaftlichen Engagement), ist das Kleiderkammer-Projekt so erfolgreich, dass Wagmann es ebenso wie die Wohnungsnothilfe gerne in andere Landkreise exportieren möchte. Umgekehrt importiert der Kreisverband zurzeit Know-how aus dem AWO- Kreisverband Ebersberg im Bereich der Offenen Behindertenarbeit. Die Zusammenarbeit der verschiedenen AWO-Gliederungen ganz allgemein ist dem Kreisverband zudem ein großes Anliegen. Über den Tellerrand hinausschauen, Fachwissen und Erfahrungen austauschen, neue Aufgabenfelder entdecken und gemeinsam Zukunftsvisionen und -pläne entwickeln - das liegt dem temperamentvollen und ehrgeizigen Vorsitzenden ebenso wie den anderen Mitgliedern des Kreisvorstands am Herzen. Deshalb waren nicht nur die Mitarbeiter und Mitglieder des Kreisverbands München-Land und seiner zwölf Ortsvereine, sondern auch zahlreiche Gäste aus anderen Kreisverbänden zur ersten großen Zukunftskonferenz geladen, die der Kreisverband am 19. November 2011 im Haus für Weiterbildung in Neubiberg veranstaltete. Professionell moderiert und begleitet erarbeiteten die mehr als hundert Teilnehmer in fach- und gliederungsübergreifenden Workshops die Strategie und Arbeitsschwerpunkte der nächsten Jahre: von der Öffentlichkeitsarbeit bis hin zur Mitgliederwerbung. Sowohl was die Motivation der Teilnehmer als auch die Arbeitsergebnisse betrifft, war die Zukunftskonferenz ein Riesenerfolg, freuen sich Wagmann und Wüstendörfer. Jetzt geht es daran, diese Ergebnisse umzusetzen, damit die AWO fit für die Zukunft wird. Und wie sieht Wagmann seine eigene Zukunft? Rund 30 ehrenamtliche AWO-Stunden pro Woche neben seinem Ingenieurbüro sind schließlich kein Pappenstiel für einen 63-Jährigen selbst wenn es sich um ein Energiebündel wie ihn handelt. Auf der Kreiskonferenz im Mai hat er sich noch einmal für vier Jahre zur Wahl gestellt. Aber danach, beteuert Wagmann, ist Schluss und bis dahin flutscht der Laden! Steckbrief: Kreisverband München-Land Mitglieder: 860 Kreisvorsitzender: seit 2003 Max Wagmann 12 Ortsvereine (Vorsitzende) Ortsverein Garching (Werner Landmann) Ortsverein Höhenkirchen-Siegertsbrunn (Max Wagmann) Ortsverein Ismaning (Markus Schwab) Ortsverband Kirchheim-Aschheim- Feldkirchen (Gerhard Steffen) Ortsverein Neubiberg (Hans Kopp) Ortsverein Oberschleißheim (Marianne Riedelbauch) Ortsverband Ottobrunn-Hohenbrunn (Helene Nestler) Ortsverein Planegg (Anni Steigenberger) Ortsverein Taufkirchen (Marion Hussmanns) Ortsverein Unterföhring (Christine Weingärtner) Ortsverein Unterhaching (Gunther Decker) Ortsverein Unterschleißheim-Lohhof (Peter Schmid) Geschäftsstelle: AWO KV München-Land e.v. Michael Wüstendörfer Balanstraße München Tel 089 / Fax 089 / Einrichtungen (ohne BV Obb): 1 Kurberatung, über 30 Kindertagesstätten, mehrere Einrichtungen der Jugend- und Schulsozialarbeit, 1 Secondhand-Kaufhaus (Klawotte), 1 Erziehungsberatungsstätte, 1 Fachstelle zur Verhinderung von Obdachlosigkeit, 1 Wohnungsnotfallhilfe, mehrere Ganztagsklassen, Schulbegleitungen, Babysitterkursprojekte, Ferienspiele u.a. 15

16 Serie Bayerische Schlösserverwaltung Isarblick bei Baierbrunn Schloss Schleißheim Fahren Sie doch mal in den Landkreis München Das Gebiet der 27 Gemeinden und zwei Städte, die den Landkreis München bilden, liegt wie ein Kragen um die Landeshauptstadt. Nicht nur die Landkreisbürger, sondern viele Städter besuchen gerne die Sehenswürdigkeiten und Naherholungsgebiete in unserem Land- Anni Steigenberger AWO Planegg kreis. Viele Ausflugsziele können mit öffentlichen Verkehrsmitteln, meist mit der S-Bahn, erreicht werden. Leider kann ich hier nur einige Beispiele nennen. Im Norden von München liegt die Schlössergemeinde Oberschleißheim. Neben dem Alten Schloss, einer Gründung Herzog Wilhelms V. aus dem 16. Jahrhundert, sind dort auch Schloss Lustheim und das Neue Schloss mit seiner barocken Gartenanlage zu besichtigen. Aber auch Technikinteressierte kommen bei einem Besuch des Luftfahrtmuseums, einer Zweigstelle des Deutschen Museums München, auf ihre Kosten. Unterföhring verfügt gleich über zwei gern besuchte Badeseen und mit dem Speichersee, der auf dem Gebiet der Gemeinden Aschheim und Ismaning liegt, haben wir eines der großen Vogelschutzgebiete Europas. Zu allen Jahreszeiten lohnt es sich, zahlreiche Vogelarten zu beobachten. Pullach mit der Jugendbegegnungsstätte Schwaneck, Grünwald mit der Burg und dem Burgmuseum, Schäftlarn mit der Benediktinerabtei und Baierbrunn mit dem Klettergarten gehören zu den Isartalgemeinden. Durch gut markierte Rad- und Fußwege sind die Orte im reizvollen Isartal miteinander verbunden. Zu erwähnen ist auch noch die Bavaria-Filmstadt in Grünwald. Dort sind u.a. Original-Kulissen verschiedener Filme zu besichtigen. Das Schönste an München, sagt man, sei der Weg nach Aying. In der kleinen Gemeinde im Südosten von München gibt es nicht nur eine moderne, ökologisch ausgerichtete Brauerei sondern auch ein kleines Heimatmuseum, den Sixthof, zu besichtigen. Liebevoll wurden hier Dinge zusammengetragen, die früher zum alltäglichen Leben auf dem Land gehörten. Nach einem Museumsbesuch oder einer kleinen Wanderung schmecken eine Brotzeit und ein kühles Bier im nahen Bräustüberl besonders gut. Eine kleine Wallfahrtskirche lädt nahe der S-Bahn zur Besinnung. Der Baumstamm, in den einst ein Hirte eine Marienfigur stellte, worauf sich dann die Wallfahrt entwickelte, ist noch zu sehen. Sehenswert ist aber auch das Augustinerkloster Maria Eich in Planegg, wo es ebenfalls eine Wallfahrtskirche gibt. Den Besuch dort kann man gut mit einem Wald-Spaziergang verbinden. Auf der anderen Seite der Bahnlinie gibt es in Gasthöfen und Cafés Gelegenheit zur Stärkung. Sie sehen, äußerst vielfältig ist das Angebot an Kunst und Kultur im Landkreis München. Sich auch einmal im Landkreis München umzusehen ist also lohnend! Bayerische Schlösserverwaltung v.o. Burg Grünwald, Saal Schloss Schleißheim

17 Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet Kurz gemeldet Nachrichten aus dem Verband Bundesverdienstkreuz für Josef Pölt München/Benediktbeuern. Der langjährige AWO-Vorsitzende von Benediktbeuern und ehemalige Kreisvorsitzende von Bad Tölz- Wolfratshausen, Josef Pölt, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bei der Verleihungszeremonie in München lobte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer Pölt für seine großartigen Verdienste und seine Vorbildfunktion für die Gesellschaft. Nachdem 1954 der Vater von Josef Pölt verunglückt und seine Mutter mit zehn Kindern von der Arbeiterwohlfahrt unterstützt worden war, trat er 1963 der AWO bei, übernahm 1970 den Ortsvorsitz und engagiert sich seitdem auf vielfältige Weise für den Verband. Aber nicht nur in der Arbeiterwohlfahrt, auch im Gemeinderat und im Seniorenbeirat setzte sich der fünffache Familienvater unermüdlich für benachteiligte und in Not geratene Menschen, für die Jugend, für Familien und alte Menschen in seiner Heimatgemeinde und im Landkreis ein. Wir gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung! Sozialpolitischer Aschermittwoch 2012 Teisendorf. Professor Dr. Josef Weidenholzer, Europaabgeordneter und Präsident der Volkshilfe Österreich, war Hauptredner beim traditionellen Sozialpolitischen Aschermittwoch des AWO-Bezirksverbands Oberbayern. Die Veranstaltung fand dieses Jahr in Teisendorf im Berchtesgadener Land statt und wurde zugleich mit der Verleihung des Inge-Gabert-Preises 2012 an das bosnische Haus des Vertrauens (s. S. 12) und der Ehrung verdienstvoller Mitglieder der AG Auslandshilfe verknüpft (s. u.). Dazu passte der beeindruckende Vortrag von Josef Weidenholzer über die Zukunft Europas. Er bedauerte, dass die Gier zur universellen Triebfeder in Europa und allgegenwärtig geworden sei. Zumindest treibe sie die spekulativ agierenden Finanzmärkte an. Ein vorrangig an ökonomischen Vorteilen ausgerichtetes Europa sei in Verbindung mit zunehmender sozialer Ungleichheit und wachsender Verunsicherung in der europäischen Bevölkerung ein Nährboden für allerlei nationalen Populismus. Er plädierte dagegen für ein gemeinsames soziales Europa. Den Vortrag im Wortlaut finden Sie unter Ehrenmedaille für Adi Renoth, Karin Benzing und Max von Heckel Teisendorf/München. Herbert Hofauer, AWO Bezirksvorsitzender, zeichnete beim Sozialpolitischen Aschermittwoch in Teisendorf zwei besonders verdiente AWO-Mitglieder mit der Ehrenmedaille des Bezirksverbands aus: Zum einen Adi Renoth vom Ortsverein Bischofswiesen- Berchtesgaden, der seit 1983 aktives AWO-Mitglied ist und seit 1997 ehrenamtlich Hilfstransporte u. a. nach Sanski Most in Bosnien- Herzegowina, nach Nitchidorf in Rumänien sowie nach Serbien Vojvodina organisiert. Zum anderen Karin Benzing, die seit 1990 dem AWO-Ortsverein Reischach im Landkreis Altötting angehört und seit acht Jahren im oberbayerischen Fachausschuss Mitgliederorganisation mitarbeitet. Benzing engagiert sich nicht nur für das Mehrgenerationenhaus Altötting, sondern gehört ebenfalls der von Adi Renoth initiierten Arbeitsgruppe Auslandshilfe der AWO Oberbayern an. Sie beteiligt sich an Hilfsgütertransporten nach Rumänien und in die Partnerstadt des Ortsvereins Magyarboly in Ungarn. Mit Max von Heckel (Bild unten rechts) bekam Anfang März in München ein weiterer prominenter und verdienter AWO-Vertreter die Ehrenmedaille vom Vorsitzenden Herbert Hofauer verliehen: Max von Heckel ist seit über 40 Jahren Mitglied der AWO, leitete seit 1983 als stellvertretender Vorsitzender und seit 1989 als Vorstandsvorsitzender bis März 2012 die Geschicke des AWO-Kreisverbands München Stadt. Seit Juli 2000 gehört er ferner dem Vorstand des Bezirksverbands Oberbayern an. Unter seiner Mitwirkung stieg die AWO u.a. zum größten Kita-Träger der Landeshauptstadt auf und konnte wichtige sozialpolitische Impulse setzen. 17 Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet +++ Kurz gemeldet

18 Alle 30 Jahre wieder AWO München feierte einen unvergesslichen Jahresempfang! Wer an diesem Abend anwesend war, musste zugeben, wenn sie feiert die AWO München, dann richtig! 18 AWO in München In einem sehr schönen Ambiente, im großen Festsaal am Nockherberg, hatte die Arbeiterwohlfahrt München zum Empfang geladen um ihre Führungsspitze würdig zu verabschieden und auch um Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, befreundeten Verbänden und Zuschussgebern zum Jahresempfang zu bitten. Mit sechs hochkarätigen Rednern Wilhelm Schmidt (Präsident des AWO Bundesverbandes), Dr. Thomas Bayer (Vorsitzender des AWO Landesverbandes Bayern), Dr. Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), Josef Mederer (Bezirkstagspräsident) und Christian Ude (Oberbürgermeister der LH München) wurde der Abend eröffnet. Musikalisch begleitet wurden die Redner sehr launig von der Unterbiberger Hofmusik. Nach einer kulinarischen Stärkung ging es gleich schwungvoll weiter mit einer sogenannten Elefantenrunde unter der Leitung von Franz Maget (Vizepräsident des Bayerischen Landtages), in der auf dreißig erfolgreiche Jahre zurück geblickt wurde, aber auch ein Ausblick in die Zukunft, mit der Vorstellung des neuen Geschäftsführers Christoph Frey, stattfand. Die Express Brass Band und anschließend die Bayern 3 Band füllten die Tanzfläche bis spät in die Nacht. v.l. Max von Heckel, Christian Ude, Christoph Frey, Jürgen Salzhuber Für die vielen geladenen Mitarbeiter der AWO München war es ein Dankeschön für die erfolgreichen dreißig zurückliegenden Jahre! Ein schöner Abend, an den sich sicher viele gerne zurück 30 Jahre erinnern! Christoph Frey, Jürgen Salzhuber, Max von Heckel mit Musikern der Express Brass Band Fotos: F. Holzkämper, W. Glaser

19 Jürgen Salzhuber neuer Vorsitzender der AWO München Im März fand die reguläre Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt München-Stadt e.v. statt. 83 Delegierte aus 23 Ortsvereinen der Arbeiterwohlfahrt waren aufgerufen einen neuen Vorstand für den AWO Kreisverband München-Stadt e.v. zu wählen, ein Führungsgremium, das die Geschicke des Kreisverbandes in den nächsten 4 Jahren erfolgreich gestalten soll. In Grußworten von Alexander Reissl (Fraktionsvorsitzender SPD Stadtrat), Brigitte Meier (Leitung Sozialreferat), Simone Burger (Vorsitzende DGB München) und Diana Stachowitz (Stadträtin) wurde die Arbeit von Jürgen Salzhuber und des alten Vorstandes und seines bisherigen Vorsitzenden Max von Heckel besonders gewürdigt. Der Vorsitzende des AWO Bezirksverbandes Herbert Hofauer überreichte Max von Heckel als Anerkennung für seine jahrzehntelange Tätigkeit die Ehrenmedaille des Bezirks für bürgerschaftliches Engagement. Bei neuer Vorstand AWO München der anschließenden Neuwahl sprach die überwältigende Anzahl von 92 % der Delegierten Jürgen Salzhuber das Vertrauen aus und wählte ihn zum neuen Vorsitzenden. Zum stellvertretenden Vorsitz wurden die Stadträtin Verena Dietl (89 %) sowie Kurt Damaschke (75 %) gewählt. Damit verjüngt sich die Führungsspitze des AWO KV deutlich und stellt eine wichtige Weichenstellung für die inhaltliche und organisatorische Neuausrichtung des Verbandes dar mit den sechs neu gewählten Beisitzern und vier Mitgliedern für die Revisionskommission. Starke Ortsvereine starker Verband! Beginnend mit dieser Ausgabe starten wir eine redaktionelle Rundreise durch die Ortsvereine der AWO München mit Berichten über Änderungen, Aktivitäten und den Menschen vorort. AWO Ortsverein Moosach- Hartmannshofen Im März trafen sich die Moosacher Ortsvereinsmitglieder zur jährlichen Hauptversammlung, um einen neuen Vorstand zu wählen. Elke George, die den Vorstand eines der größten Ortsvereines der AWO München über 20 Jahre inne hatte, trat am Samstag zurück. Erfreulicherweise wird die ehemalige Vorsitzende ihre Verbundenheit mit dem Arbeiterwohlfahrt Kreisverband München-Stadt e.v. als im März gewählte Revisorin weiterführen. Als neuer Vorstand wurde Gerd Wimmer (Bezirksrat SPD) einstimmig gewählt. Neu besetzt wurde auch das Amt des Kassiers mit Burkhardt Cornelsen, da Helmut Wilhelm (bisheriger Kassier) ebenfalls zurücktrat. Elke George übergab Gerd Wimmer einen sehr aktiven Ortsverein, in dem etliche jährlich stattfindende Festivitäten und Jubiläen mit den Mitgliedern und der Vorstandschaft durchgeführt werden. Zusätzlich dazu gibt es im Moosacher Ortsverein (OV) zwei feierlustige Seniorenclubs ( Alte Freundschaft und Gemütlichkeit ), die sich Freitagnachmittag im zweiwöchigen Turnus im ASZ Moosach zusammenfinden zu Informationsveranstaltungen, zum Feiern, zum Ratschen oder schlicht der Geselligkeit wegen. Die Alte Freundschaft wird von den Eheleuten Ingrid und Hans Kramer geführt. Die Gemütlichkeit wird seit Anfang des Jahres von Traudl Poschag geführt. Elfriede Schlichting, die 20 Jahre Clubleiterin war, hörte aus Altersgründen auf. Unvergessen war 2010 das 50-jährige Jubiläum, das über eine Woche gefeiert wurde, mit Begrüßung und flammender Rede von Christian Ude (OB LH München) und diversen Künstlern. Durch all die zahlreichen, gut besuchten Veranstaltungen, die meist in den Räumen des Alten- und Service Zentrums Moosach der AWO stattfinden, ist die Arbeiterwohlfahrt in Moosach eine nicht mehr wegzudenkende Institution geworden. Alter und neuer Vorstand OV Moosach-Hartmannshofen verstärkt durch Alexander Reissl (VS SPD-Stadtratsfraktion), Ute Braun (stellv. Landesvorsitzende AWO Bayern), Jürgen Salzhuber (Vorsitzender AWO München) 19 AWO in München

20 20 AWO in München Foto: AWO München Cosy Chair das Sozialzentrum Laim verbessert damit Pflege und Bequemlichkeit für die BewohnerInnen Ein Cosy Chair verbindet die Bequemlichkeit eines Sessels, die Mobilität eines Rollstuhls und den Liegekomfort eines Bettes. Er ist der ideale Pflege und Therapiestuhl. Für die immobilen Bewohnerinnen des Sozialzentrums Laim schafft er ein Stück geborgene Sicherheit und Lebensqualität. Er kann ganz individuell den Pflegebedürfnissen angepasst werden und unterstützt bei der Dekubitusprophylaxe. Durch seine einfache Handhabung kann der Liegende bequem in jeden Raum und in den Gartenbereich gefahren werden. Der Cosy Chair knüpft an das Einrichtungs- bzw. Pflegekonzept des Sozialzentrums an. Gerade für eingeschränkte oder vollständig immobile Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht dieser Stuhl eine bessere Teilhabe am sozialen Umfeld, deshalb hat sich das Sozialzentrum Laim entschlossen, den Cosy Chair in das Angebot der Hilfsmittel aufzunehmen. Lichtblick Seniorenhilfe e.v. besucht das Sozialzentrum Giesing Der Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.v. ruft auf seiner Internetseite auf, ein Lichtblick für Senioren zu sein und bedürftigen älteren Menschen zu spenden, damit der Verein sich dieser Menschen annehmen kann, um wieder etwas Lebensfreude und soziale Teilhabe in ihr Leben zu bringen. Und genau das ist im Sozialzentrum Giesing passiert! Mit der großzügigen Spende von fünf großen Flachbildfernseher mit DVD Player und zusätzlich noch einem Blue Ray Player wurde das Fenster zur Welt für die SeniorInnen farbenprächtiger, bunter und von besonderer Qualität. Auf jeder Pflegestation wurde eine Geräteeinheit aufgestellt und so mancher Nachmittag wird jetzt mit einer Wunschfilmveranstaltung verschönert. Um sich persönlich zu bedanken, haben die BewohnerInnen und Brigitte Simon-Beck, die den Kontakt initiert hat und pflegt, Lydia Staltner, Gründerin und Vorsitzende, und Monika A. Gimpel, Seniorenbeauftragte vom Verein Lichtblick Seniorenhilfe e.v. zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Nach einer kleinen Führung durch das Sozialzentrum Giesing, warteten mehr als 20 Bewohnerinnen und Bewohner im gemeinsamen Wohnzimmer, um mit den Damen ein Kaffeekränzchen zu halten. Finanzielle Hilfe ist wichtig, aber der Verein bietet mehr als das. Er versucht auch so zu helfen, z. B. indem durch die Umzugs- und Vermittlungshilfe von Lichtblick e.v. ein polnischer NS-Überlebender einen Platz im Sozialzentrum Giesing fand und Therese von Lossow, eine 98- jährige Giesingerin, durch Vermittlungshilfe ein Zimmer mit Blick auf einen Baum bekam, den sie sich so sehr gewünscht hatte. Martin Eisner, der Leiter des Sozialzentrums Giesing brachte es an diesem Nachmittag auf den Punkt: Wir bemühen uns sehr, unsere Seniorinnen und Senioren in jeglicher Hinsicht zu unterstützen und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu stillen, aber manchmal fehlen einfach die Mittel. Wenn wir aber dann Unterstützung von einem Verein wie Lichtblick Seniorenhilfe e.v. bekommen, ist das wunderbar! v.l. Kirsten Jaquiéry (Seniorenbeirätin), Martin Eisner (Leitung SZ Giesing), Brigitte Simon-Beck (Sozialdienst), Lydia Staltner, Vorsitzende Lichtblick Seniorenhilfe e.v.

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