GESCHÄFTSBERICHT 2013

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1 GESCHÄFTSBERICHT 2013 Sparkassen-Finanzgruppe

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3 FI-GESCHÄFTSBERICHT 2013 Die Finanz Informatik (FI) mit Sitz in Frankfurt am Main ist der IT-Dienstleister der Sparkassen- Finanzgruppe. Zu ihren Kunden gehören 417 Sparkassen, 8 Landesbanken, die DekaBank, 10 Landesbausparkassen, öffentliche Versicherer sowie weitere Unternehmen der Sparkassen- Finanzgruppe und der Finanzbranche. Das Angebot der Finanz Informatik umfasst das gesamte IT-Spektrum von der Entwicklung und Bereitstellung von IT-Anwendungen, Netzwerken und technischer Infrastruktur über den Rechenzentrumsbetrieb bis hin zu Beratung, Schulung und Support. Mit der leistungsfähigen Gesamtbanklösung OSPlus stellt das Unternehmen heute eines der führenden IT-Systeme für den deutschen Bankenmarkt. Tochterunternehmen wie die Finanz Informatik Technologie Service, die Finanz Informatik Solutions Plus, die Star Finanz und die inasys ergänzen mit ihren Leistungsangeboten das IT-Portfolio. Die Finanz Informatik übernimmt den Service für 125 Millionen Konten; auf den Rechnern und Systemen werden jährlich mehr als 98 Milliarden technischer Transaktionen durchgeführt. Das Unternehmen beschäftigt zum Jahresende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Umsatzerlöse betragen zusammen mit den Tochtergesellschaften rund 1,5 Milliarden Euro.

4 Technischer Fortschritt und neue Geschäftsmodelle verändern Wirtschaft und Gesellschaft in rasantem Tempo. In der Informationstechnologie und Finanzwirtschaft ist dieser Wandel allgegenwärtig. Mit Fokus auf Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe ge stalten wir daran mit und leisten unseren Beitrag. Daher richten wir unseren Geschäftsbericht an drei Kerninhalten aus: WEITERDENKEN, WEITERBRINGEN, WEITERGEHEN. Informationen zum Unternehmen in der Umschlaginnenseite

5 FI-GESCHÄFTSBERICHT 2013 Unternehmen Inhalt Grußwort WEITERDENKEN Dialog Dr. Gerlach / Neumann Geschäftsführung WEITERBRINGEN Vertrieb Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck / Dr. Weimer WEITERGEHEN Mitarbeiter Persönliche Erfolge sind wichtig Tochterunternehmen Gremien Konzernabschluss Ausblick Organigramm App Store ipad-app»fi-geschäftsbericht 2013«gratis downloaden Internet QR-Code scannen und PDF downloaden

6 Unternehmen Inhalt 06 Grußwort Sehr geehrte Damen und Herren, Fridolin Neumann Vorsitzender der Geschäftsführung, Finanz Informatik die Finanz Informatik blickt auf ein anstrengendes, aber erfolgreiches Jahr 2013 zurück. Im Multikanalvertrieb, in der Abwicklung und in der Steuerung unterstützen wir die Sparkassen mit vielen Neuerungen. Gleichzeitig bilden wir auch die zahlreichen gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben in den Systemen ab eine stetige und wachsende Herausforderung für uns und die Institute. Durch striktes Kostenmanagement tragen wir zur Wettbewerbsfähigkeit der Sparkassen bei. Im Jahr 2013 haben wir trotz gegenläufiger Kosten- und Mengeneffekte die IT-Kosten für die Sparkassen mit circa 965 Mio. stabil gehalten. Besonders freut mich, dass wir in 2013 unsere Leistungen und Erlöse im Verbund gemeinsam mit unseren Tochterunternehmen FI-TS und FI-SP deutlich d. h. um circa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausbauen konnten. Insgesamt haben wir in diesem mit großen Potenzialen verbundenen Geschäft rund 360 Mio. Umsatz erreicht. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist, dass wir unsere in der bisherigen Konsolidierung der IT in der Sparkassen-Finanzgruppe erlangte Kompetenz nutzbringend einsetzen können. Gleichzeitig zahlen sich die Investitionen in unsere Gesamtbanklösung OSPlus noch besser aus. Bei der internen Bündelung unserer Kräfte haben wir einen weiteren wichtigen Schritt vollzogen und nach intensiver Vorbereitung zum Ende des Jahres wie geplant alle Aktivitäten auf drei Standorte konzentriert. Der reibungslose Umzug von mehr als Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war eines von vielen Projekten, die wir in den letzten zwölf Monaten erfolgreich umgesetzt haben. Von Frankfurt, Hannover und Münster aus können wir der Sparkassen-Finanzgruppe nun unsere Leistungen noch effizienter anbieten, während unser Vertrieb mit seinen bundesweiten Büros nah beim Kunden bleibt. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Finanz Informatik und ihrer Töchter, die mit ihrem Engagement und ihrem Knowhow entscheidend zu dem erfolgreichen Jahr 2013 beigetragen haben! Unser Geschäftsbericht für das Jahr 2013 soll nicht nur Rück- sondern auch Ausblick sein. Daher finden Sie interessante Beiträge unter den Rubriken»Weiterdenken«,»Weiterbringen«und»Weitergehen«. Unsere Kunden, die Sparkassen, die Landesbanken und die weiteren Verbundpartner, bringen wir durch unsere Lösungen und Dienstleistungen im täglichen Geschäft weiter. Wir selbst, die Finanz Informatik, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre Tochterunternehmen, bleiben dabei nicht stehen, sondern gehen und entwickeln uns auf vielfältige Art und Weise weiter. Gemeinsam denken wir mit unseren Kunden und Gesellschaftern weiter wie man in Zukunft Technologien noch besser und innovativer einsetzen und das Beste für die Kunden erreichen kann. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine spannende Lektüre. Fridolin Neumann Vorsitzender der Geschäftsführung

7 FI-GESCHÄFTSBERICHT 2013 Finanz Informatik auf einen Blick 1) Betriebswirtschaftliche Daten Bilanzsumme in Mio. EUR Umsatzerlöse in Mio. EUR Leistungsdaten Unterstützte Sparkassen 2) 417 2) ) 2) DBS der unterstützten Sparkassen in Mrd. EUR 3) Buchungsposten in Mrd. 11,2 10,9 11,1 11,1 10,8 Technische Transaktionen in Mrd. 98,1 90,5 89,7 84,1 72,8 Unterstützte Geldautomaten Unterstützte Kontoauszugsdrucker Unterstützte Selbstbedienungsterminals Konten in Mio. 125,0 126,1 126,9 130,3 130,8 Online-Konten in Mio. 39,7 37,2 35,1 33,3 30,7 Mitarbeiter 4) ) Inklusive der fünf Tochterunternehmen Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG, Finanz Informatik Solutions Plus GmbH, FinanzIT Servicegesellschaft mbh, inasys Gesellschaft für Informations- und Analysesysteme mbh und Star Finanz Software Entwicklung und Vertriebs GmbH 2) Rückgang auf Grund von Sparkassen-Fusionen 3) kumuliert 4) FI KG (Mutterunternehmen), Werte in Vollzeitstellen Techn. Transaktionen in Mrd. Umsatzerlöse in Mio. Euro Bilanzsumme in Mio. Euro 90,5 98,

8 08 Dialog Dr. Gerlach/Neumann Geschäftsführung WEITER DENKEN

9 WEITERDENKEN Faszination Zukunft: Innovationen sind unser Motor für qualitatives Wachstum. Auch wir müssen wie jedes Unternehmen weiterdenken, um die eigene Zukunft zu sichern. Zentrale IT-Kosten der Sparkassen in Mio. Euro Unterstützte Konten in Mio. Online-Konten in Mio ,1 125,0 37,2 39,

10 10 Dialog Dr. Gerlach/Neumann Geschäftsführung WEITERDENKEN TECHNIK BLEIBT TREIBER IT soll dazu beitragen, Kosten zu reduzieren, Erträge zu steigern und Synergien zu erschließen. Was die Sparkassen-Finanzgruppe auf diesem Weg bereits erreicht hat, welche Rolle dabei der Finanz Informatik als IT-Dienstleister zukommt und wo künftig neue Herausforderungen zu erwarten sind, erläutern Dr. Rolf Gerlach, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Finanz Informatik, und Fridolin Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Finanz Informatik.

11 WEITERDENKEN Beginnen wir zum Einstieg mit einer Rückschau: Wie hat sich die Finanz Informatik entwickelt, was war prägend für das Jahr 2013? Sind Aufsichtsrat und Geschäftsführung zufrieden? Dr. Gerlach: Auch im Jahr 2013 hat die Finanz Informatik die Sparkassen als IT-Dienstleister hervorragend unterstützt und entscheidend zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit beigetragen. Wenn man bedenkt, dass die FI in diesem Jahr auch viele kurzfristige regulatorische Anforderungen schnell für die Lösungen der Sparkassen berücksichtigen musste, ist das eine sehr erfreuliche Leistung. Dazu hat sie auch die Strukturverbesserung planmäßig realisiert ohne Beeinträchtigung der Sparkassen und ihrer Kunden. Besonders freut mich aber auch, dass der Aufsichtsrat langfristige Weichenstellungen für die FI verabschiedet hat, die positive Auswirkungen für den Verbund haben. Ich meine zum Beispiel die Bündelung weiterer IT-Dienstleistungen der Landesbausparkassen und Landesbanken bei der FI oder die künftige Konzentration der Sparkassen-Rechenzentren auf zwei Standorte. Die FI baut ihre Position als effizienter, verbundweiter Dienstleister aus. Das zeigt sich auch bei unserer Arbeit im Aufsichtsrat, die sehr sachlich und zielorientiert ist. Obwohl die Sparkassen Gesellschafter und Kunde gleichzeitig sind, haben wir davon bin ich überzeugt eine sehr gut funktionierende Governance-Struktur gefunden. Wir legen der FI ein recht enges Korsett an, was Leistungserwartung und Kosten anbelangt. Wir geben aber den nötigen Freiraum für wirtschaftliches und innovatives Handeln und das zahlt sich aus. Die FI ist ein moderner, wettbewerbsfähiger IT-Dienstleister, der pünktlich und budgettreu liefert. Neumann: Für uns ist natürlich in erster Linie wichtig, dass Gesellschafter und Kunden mit dem Jahr 2013 zufrieden sind und da freut mich das positive Feedback von Herrn Dr. Gerlach natürlich sehr. Wir haben uns dafür aber auch ordentlich ins Zeug gelegt und 2013 wiederum über 120 Millionen Euro in die Weiterentwicklung von OSPlus investiert in neue Funktionen, die die Sparkassen in ihrem Geschäft voranbringen. Insgesamt haben die Sparkassen in den letzten zehn Jahren inzwischen mehr als eine Milliarde Euro in OSPlus investiert haben wir auch das Leistungsangebot für die Institute weiter ausgebaut, sowohl rund um OSPlus, als auch die technischen Infrastrukturleistungen. Zusätzlich hat unser Geschäft aber auch etwas anderes geprägt: Die immer häufigeren regulatorischen Vorgaben, die noch dazu oft mit kurzfristigen Änderungen verbunden sind Stichwort SEPA-Einführung oder Verbraucher-Rechte-Richtlinie. So etwas zeitnah in den Lösungen und Prozessen abzubilden, ist eine Herausforderung. Dennoch und das möchte ich betonen sind wir in 2013 in der Zeit- und der Budgetplanung geblieben, die wir mit den Gremien vereinbart hatten. Wir haben wie von Dr. Gerlach schon angesprochen in 2013 auch mit unseren Töchtern wichtige Projekte im Verbund sehr erfolgreich gestaltet; das gilt insbesondere für das IT-Outsourcing der LBBW und die Vereinheitlichung der IT-Lösung der Landesbausparkassen auf der Basis von OSPlus. Last but not least haben wir innerhalb der Finanz Informatik mit der Strukturverbesserung und der Konzentration auf drei Standorte Frankfurt, Münster und Hannover wichtige Voraussetzungen für die Zukunft geschaffen. Das alles hat den Mitarbeitern viel abverlangt, die sich in 2013 enorm für die FI und den Verbund ins Zeug gelegt haben. Daher möchte ich an dieser Stelle allen unseren Mitarbeitern ein ganz großes Dankeschön aussprechen! In welchen Rahmenbedingungen bewegen sich die Sparkassen und die FI als ihr IT-Dienstleister in der Zukunft? Dr. Gerlach: Die von Herrn Neumann genannte anhaltende, auch kurzfristige Regulation des Bankenmarktes wird uns sicher in den nächsten Jahren stark beeinflussen. Dazu kommt der anhaltende Kostendruck die Sparkassen bewegen sich in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt, der wenig Spielraum für Kostensteigerungen lässt. Ich sehe hier mittelfristig die Notwendigkeit weiterer Konsolidierungsschritte jenseits des Kundengeschäfts. Damit einhergehen muss auch eine weitere Konsolidierung der IT im Verbund.

12 12 Dialog Dr. Gerlach/Neumann Geschäftsführung Generell wird die IT auch in Zukunft ein wichtiger Treiber des modernen Bankgeschäfts bleiben und auch ganz neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Gemeinsam mit der FI müssen wir daran arbeiten, in zukunfts- und leistungsfähige Lösungen zu investieren bei einem gleichzeitig stabilen oder sogar sinkenden Budget. Auch um diesen Spagat zu schaffen, müssen wir weitere Synergien bei der IT-Nutzung im Verbund verwirklichen. Neumann: Die Finanz Informatik wird sich auch in Zukunft im Rahmen des angesprochenen Budget-»Korsetts«bewegen. Wir sehen uns ganz klar in der Pflicht, aktives Kostenmanagement für den Verbund zu betreiben. Dazu kommt: Allein die Bearbeitung regulatorischer Anforderungen in OSPlus macht inzwischen 25 bis 30 Prozent des Auftragsbudgets aus mit steigender Tendenz. Und wir stellen uns darauf ein, dass solche»extras«in Zukunft häufiger kommen. Hier macht sich bezahlt, dass die FI durch die Strukturverbesserung und Konzentration auf drei Standorte reaktionsschneller und effektiver wird. Einen weiteren Trend sehe ich bei der Standardisierung von Prozessen, sowohl im Back-Office als auch im Kontakt mit dem Kunden. Die Sparkassen stehen unter Druck, auch durch den scharfen Wettbewerb. Die IT kann hier vor allem in der automatisierten Abwicklung von Standardprodukten Ressourcen freimachen, die in der Beratung bei komplexen, kundenindividuellen Lösungen eingesetzt werden können. Gesetzgeber und Wettbewerb setzen also»harte Eckpunkte«. Wie sieht es von Seiten der Sparkassenkunden aus? Dr. Gerlach: Die Ansprüche und Bedürfnisse der Sparkassenkunden ändern sich derzeit sehr stark. Hier sind verschiedene Bewegungen erkennbar, die sich teilweise überlagern: Zum einen stehen immer mehr technische Möglichkeiten und Wege der Kommunikation zur Verfügung, die von immer mehr Menschen genutzt werden. Während beispielsweise die Senioren immer aktiver im Internet unterwegs sind und Online-Shopping und -Banking für sich entdecken, erwarten die Jüngeren, dass sie möglichst alle Bankgeschäfte über ihr Smartphone machen können. Und alles soll so einfach zu bedienen sein, wie sie es von erfolgreichen Online-Anwendungen gewohnt sind. Gleichzeitig ändern sich Arbeitsund Lebensbedingungen die Leute sind mobiler, arbeiten zu anderen Zeiten und möchten bis 22 oder 24 Uhr einkaufen. Darauf müssen die Sparkassen eine Antwort haben. Wir sehen heute aktivere, besser informierte und entscheidungswilligere Kunden als früher. Sie wollen vieles selbst machen aber sie fordern auch die persönliche Beratung und den persönlichen Kontakt ein. Sie sind anspruchsvoll und erwarten von den Sparkassen, dass wir rechtlich und ethisch einwandfrei agieren, beraten und dokumentieren. Das heißt für uns auch, dass wir einen intensiven Dialog zwischen Berater und Kunde ermöglichen müssen egal über welchen Kanal. Neumann: Über die Einbindung der Sparkassen in unsere Gesellschafter- und Kundengremien haben wir das Ohr am Puls unserer Kunden und auch deren Kunden. Klar ist aber: Die Nachfrage nach neuen Technologien und Kommunikationswegen auf Kundenseite verstehen wir nicht als Selbstzweck. Sie verdeutlicht, dass sich das Verhältnis zwischen Kunde und Bank laufend verändert.

13 WEITERDENKEN Die Kunden erwarten nicht nur Technologiekompetenz, sondern auch einen professionellen Technologieeinsatz. Wenn wir beispielsweise Video-Chats in der Beratung einsetzen, dann muss die Technik stimmen, dann müssen die Berater damit umgehen können und es muss datenschutztechnisch und rechtlich einwandfrei sein. Die Sparkassen und ihre Mitarbeiter dabei zu unterstützen, solche Technologien optimal einzusetzen, wird eine immer größere Aufgabe für die FI. Wie gehen die Sparkassen und die FI mit diesen Veränderungen um? Dr. Gerlach: Die Sparkassen müssen sich weiterhin in der Fläche aufstellen diese Nähe ist unser Vorteil gegenüber den Geschäftsbanken. Das Online- und Mobilgeschäft bauen wir dabei weiter aus aber immer zum Vorteil des Kunden. Wir sehen Nähe nicht nur in der räumlichen Verfügbarkeit am Ort. Sparkassen sind auch nah dran am Kunden. Die IT hilft uns, das zu ermöglichen. Nur so können die regional und lokal verwurzelten Sparkassen den Wünschen ihrer Kunden nach räumlicher und zeitlicher Mobilität entgegen kommen. Neumann: Wir unterstützen die Sparkassen durch vielfältige mediale Vertriebslösungen, die die Institute individuell zusammenstellen können. Dazu gehören die Internet-Filiale, das Elektronische Postfach für die Kunden und verschiedene Apps, aber auch zahlreiche Lösungen, die den Kundenberater bei der digitalen Ansprache von Privat- und Firmenkunden unterstützen. Hier sind wir im Bankensektor ganz vorne mit dabei beispielsweise waren beim ibi Website Rating von Banken-Websites unter den zehn Bestplatzierten sechs Sparkassen, von denen fünf die Internet-Filiale einsetzen. Auch die Download-Zahlen unserer Apps brauchen sich mit aktuell mehr als 6,7 Millionen nicht zu verstecken. Die FI behält neue Technologien und Trends immer im Auge. Es geht uns aber nicht um reine Technologieführerschaft. Nur was dem Kunden und der Bank wirklich nützt und das Leben leichter macht, ist ein wirklicher Mehrwert und unser Maßstab. Das Thema Kosten wurde ja schon angesprochen. Was wird von der FI erwartet und wie ist die weitere Entwicklung? Dr. Gerlach: Die FI hat uns bereits in der Vergangenheit geholfen, deutliche Einsparungen zu erzielen. Die Sparkassen erwarten weiterhin einen substanziellen Beitrag zur Kostenoptimierung. Gemeinsam mit der FI müssen wir im IT-Budget aber auch weiterhin Raum für Innovationen und strategische Weiterentwicklungen schaffen, gerade angesichts der angesprochenen steigenden Kosten für regulatorische Anforderungen, die ja am Produkt selbst erst mal nichts verbessern. Ein Schritt kann die weitere IT-Konsolidierung im Verbund sein, um Skaleneffekte zu nutzen. Neumann: Die zentralen IT-Kosten für die Sparkassen können wir in den Jahren 2014 bis 2016 konstant halten. Parallel müssen wir Mengen- und Kostensteigerungen abfedern und gleichzeitig Eigenkapital zurückführen, da wir die Kosten der Standortkonsolidierung über das Ergebnis finanziert haben, um eine Sonderumlage der Sparkassen zu vermeiden. Danach schlagen sich die positiven Effekte aus der Strukturverbesserung, der Rechenzentrumskonsolidierung und der Auslagerung der Druckdienstleistungen auch in den Rechnungen an die Sparkassen nieder. Weitere Potenziale für Kostenoptimierungen sehe ich genau wie Dr. Gerlach bei der Ausweitung der Umsätze im Verbund und durch weitere Kosten- und Entwicklungssynergien, beispielsweise bei den Bausparlösungen oder der IT für Landesbanken. Wir müssen auch die Infrastrukturkosten bei der medialen Ausstattung der Filialen im Blick behalten und den FI-Kunden eine klare Kosten-/Nutzen-Relation aufzeigen. Dann wird deutlicher was»nice to have«ist und was wirkliche Vorteile im Geschäft bringt.

14 14 Dialog Dr. Gerlach/Neumann Geschäftsführung Ist denn noch viel Raum vorhanden für Synergien und Vereinheitlichungen? Dr. Gerlach: Ja. Ich habe mich immer für Bündelung, Standards und klare Zuständigkeiten in der Sparkassenorganisation ausgesprochen. Die weitere Bündelung der IT hat zwei Stoßrichtungen. Erstens werden noch immer viele IT- oder IT-nahe Leistungen dezentral in den Sparkassen erbracht. Da gibt es noch ein großes Potenzial, das in einer Hand gebündelt werden könnte. Aktuell gehen fast eine Milliarde Euro an IT-Kosten an die FI. Der gleiche Betrag fällt noch einmal in den einzelnen Instituten an. Ausgehend von IT-Kosten in Höhe von knapp zwei Milliarden Euro bei Landesbanken und Verbundpartnern gibt es auch dort noch in einigen Bereichen Potenzial. Davon sind derzeit erst rund 25 Prozent bei der FI als dem zentralen IT-Dienstleister der Gruppe gebündelt. Dabei geht es nicht nur um eine reine Kostenbetrachtung: Sparkassen und ihre Verbundpartner stehen nicht im Wettbewerb miteinander, sondern mit dem übrigen Finanzsektor. Daher profitieren sie enorm von gemeinsamem Wissen und der Standardisierung von Prozessen. Diese»Best Practice«- und»best of Breed«- Ansätze müssen wir auch in der IT weiter vorantreiben. Neumann: Unsere Lösungen erlauben eine große Vielzahl unterschiedlicher Produktvarianten beispielsweise mehrere Dutzend verschiedene Kontomodelle und Prozesse. Einerseits ist OSPlus so flexibel, diese unterschiedlichen Anforderungen abzubilden. Andererseits würde eine schlankere Umsetzung der bankfachlichen Anforderungen die damit verbundenen IT-Entwicklungs- und IT-Betriebskosten senken. Hier gibt es vielversprechende Ansätze für die Zukunft. In Zusammenarbeit mit den Verbänden werden Musterprozesse mit Standardadministrationen umgesetzt und auf einem Musterinstitut bereitgestellt. Auf dieser Grundlage können Sparkassen dann entscheiden, ob und in welcher Tiefe sie einen solchen Standard einsetzen wollen. Für einen schnellen Einsatz können die Standardadministrationen in die produktive Umgebung der Sparkasse automatisiert überführt werden. Wir erhalten von den Sparkassen sehr positive Rückmeldungen zu diesen standardisierten Ansätzen, weil sie viel Arbeit und Aufwand auch auf Seiten der Institute einsparen können. Steht Standardisierung nicht im Widerspruch zum Wunsch vieler Sparkassen, sich regional, aber auch über ihr Portfolio, ein eigenes individuelles Profil zu geben? Dr. Gerlach: Das eine schließt das andere nicht aus. Profilierung sollte aber nicht zu Lasten der IT-Kosten gehen. Die Standardisierung von großen Kernkomponenten unserer IT beispielsweise OSPlus als die eine Gesamtbanklösung ist der einzige Weg, die IT-Budgets der Sparkassen im Zaum zu halten. Ohne diese Standardisierung gäbe es schon heute an vielen Stellen die regionalen Angebote in ihrer Qualität und Tiefe nicht mehr. Dazu kommt, dass man für viele Innovationen und Verbesserungen eine kritische Größe benötigt, die nur die FI für die Sparkassen haben kann. Neumann: Vieles von dem, was wir vereinheitlichen wollen, hat keinen oder wenig Einfluss darauf, wie sich eine Sparkasse ihren Kunden gegenüber aufstellt. Mit der Standardlösung OSPlus können auch kleinere und mittelgroße Sparkassen auf ein Gesamtbanksystem zurückgreifen, das zu den besten Lösungen im Markt gehört und konstant weiterentwickelt wird. In dem wir Komplexitäten und Redundanzen abbauen und damit Kosten senken, schaffen wir uns und den Sparkassen überhaupt erst den Spielraum für Neues, für Innovationen. Wir müssen mit unseren Ressourcen ja haushalten und haben keine milliardenschwere»spielgeld«-kasse wie Google oder Facebook. Innovationen wurden ja schon angesprochen. Sind die Sparkassen und die FI denn Innovatoren im Bankmarkt? Dr. Gerlach: Wir sind keine Branche, in der man alle Jahre das Etablierte einfach hinwegfegen kann damit würden wir Vertrauenskapital bei den Kunden verspielen. Aber: Business as usual ist auch keine Option für die Zukunft, dafür verändern sich Markt und Kunden zu stark. Wie Herr Neumann schon gesagt hat: Nur wenn Innovationen dem Kunden nutzen, sind es echte Innovationen. Die FI sehe ich auch nicht als»hippes«start- Up. Aber als Dienstleister, der mit uns auch immer wieder etwas Neues wagt und uns herausfordert, neue Wege zu gehen.

15 WEITERDENKEN Innovation ist wichtig aber nicht zu Lasten der Grundlagen des heutigen Geschäfts. Bankenkrise, NSA-Skandal und IT-Sicherheitslücken verunsichern viele Menschen. Dem setzen wir als Sparkassen erfolgreich Werte wie Verlässlichkeit, Nähe oder Sicherheit entgegen. Unsere Kunden vertrauen darauf, dass die Technik funktioniert, nutzerfreundlich und sicher ist. Dieses Vertrauen in die Sparkassen und die FI dürfen wir nicht enttäuschen. Unsere Kunden dürfen keine Versuchskaninchen sein. Wir analysieren ganz genau, wann eine Technik die nötige Reife, Akzeptanz und vor allem Sicherheit hat, dass wir sie einsetzen können. Apple ist dafür ein gutes Vorbild: Das Unternehmen hat weder den ersten PC noch den ersten MP3-Player oder das erste Smartphone entwickelt. Aber es hat als Erstes diese Produkte für den großen Markt perfektioniert und Technologien in einer Form zusammengebracht, die mehr als die Summe ihrer Teile war. Nicht der Erste, sondern der Beste auf dem Markt zu sein das ist unser Anspruch. Neumann: Genau als solch einen Wegbereiter sehen wir uns. Angesichts der Millionen Online-Konten und installierten Apps sieht man, dass die Sparkassen-Kunden genauso technik-affin sind, wie Kunden anderer Banken. Aber für sie zählen auch die Werte, die die Sparkassen vermitteln und die uns einen Handlungsrahmen vorgeben. Die Sparkassenkunden vertrauen darauf, dass die Technik funktioniert, nutzerfreundlich und sicher ist. Dieses Vertrauen dürfen wir nicht enttäuschen. Die FI-Geschäftsführung (Abb. von links): Andreas Schelling, Willi Bär, Fridolin Neuman (Vorsitzender), Michael Schürmann, Franz-Theo Brockhoff (stv. Vorsitzender)

16 16 Vertrieb Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck / Dr. Weimer WEITER BRINGEN

17 WEITERBRINGEN Die Anforderungen unserer Kunden bestimmen unser Denken und Handeln. Sie sind Schlüssel zu neuen Chancen. So erarbeiten wir Lösungen, die uns gemeinsam erfolgreich weiterbringen. Unterstützte Sparkassen Geschäftsstellen der unterstützten Sparkassen Unterstützte SB-Geräte

18 18 Vertrieb Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck /Dr. Weimer

19 DEN KUNDEN ÜBERALL UND JEDERZEIT ERREICHEN WEITERBRINGEN SPARKASSEN-VERTRIEB HEUTE DIE NÄHE ZUM KUNDEN UND DER PERSÖNLICHE KON- TAKT IN ALLEN FINANZANGELEGENHEITEN SIND WESENT- LICHE STÄRKEN DER SPARKASSEN, DIE STETS IM FOKUS STEHEN. Das Maß an räumlicher und medialer Nähe ist dabei so auszutarieren, dass es das Institut sowie dessen Marktposition im regionalen Wettbewerb stärkt und das Geschäftsmodell optimal unterstützt. Jedem Institut dabei aus technischer Sicht die notwendigen Voraussetzungen für die bedarfs- und situationsgerechte Nutzung stationärer und medialer Vertriebskanäle zu bieten, ist eine wesentliche Aufgabe der Finanz Informatik. Sie stellt ein breites Portfolio zur Verfügung, aus dem die einzelnen Institute ihr maßgeschneidertes Angebot für die verschiedenen Kanäle zusammenstellen können. So kann jede Sparkasse ihre individuelle Strategie verfolgen, passend zu ihrer Region, ihrem Kundenportfolio und ihrem Leistungsspektrum. Die Finanz Informatik arbeitet an vielen Stellen daran, den Beratungsund Vertriebsprozess der Sparkassen noch besser zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei stets der ganzheitliche Dialog mit dem Kunden egal ob im persönlichen Gespräch in der Filiale, im digitalen Austausch oder bei Self-Service-Angeboten in der Internet- Filiale. Wissen, was ist: Vertriebssteuerungs-Cockpit Der Multikanal-Vertrieb moderner Ausrichtung verlangt nach umfassenden Informationen zur Messung und Steuerung der Aktivitäten. Die Daten sind die Basis für klar definierte Vertriebsstrategien und eine zielgruppengenaue Kundenansprache. Als Fundament bietet das OSPlus-Vertriebscontrolling im Zusammenspiel mit dem»flexiblen Reporting«einen reichlich bestückten Wissenspool. Das Vertriebssteuerungs-Cockpit führt diese Informationen bedarfsgerecht zusammen. Damit verschaffen sich die nutzenden Institute die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen im Vertrieb rechtzeitig zu erkennen, richtig zu bewerten und schnell zu handeln. Von hier werden alle Vertriebskanäle gesteuert sei es der direkte Kontakt mit Privat- und Firmenkunden oder auch die Online-Angebote. epostfach als Kommunikationsdrehscheibe Das Kontaktmanagement mit dem Kunden wird dabei durch das Elektronische Postfach (epostfach) der Internet-Filiale deutlich vereinfacht. Es ermöglicht die gebündelte und kostengünstige Bereitstellung von Nachrichten und Dokumenten. Über die Anbindung der Internet- Filiale an das zentrale OSPlus-Kampagnenmanagement lassen sich auch hier die Kunden personalisiert ansprechen. In enger Zusammenarbeit mit den Sparkassen, den Gremien des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) und weiteren Verbänden entwickelt die Finanz Informatik als IT-Dienstleister das epostfach kontinuierlich weiter. Es wird damit Zug um Zug zur Kommunikationsdrehscheibe, bündelt die Kommunikation zum Online-Banking-Nutzer in der Internet-Filiale und ermöglicht im Gegensatz zur normalen die Übermittlung von sensiblen und sicherheitsrelevanten Dokumenten. Sämtliche bisher als Papierdokumente erstellte Nachrichten sollen künftig im epostfach zur Verfügung gestellt werden, so dass diese sicher, nachvollziehbar und rechtsverbindlich sind und kein postalischer Versand mehr erforderlich ist. Beratungsprozess Anlageberatung Regulatorische Auflagen tragen unter anderem zu steigenden Anforderungen an das Anlage- und Wertpapiergeschäft bei. Der»Beratungsprozess Anlageberatung«bringt mehr Sicherheit für die Berater und letztendlich auch für die Institute: Er baut auf der Anlage- und Wertpapierstrategie einer Sparkasse auf, ist so die Beratungsbasis für Privat- und Individualkunden. Durch die neue Anbindung der Research-Partner (Landesbanken und DekaBank) werden die Berater noch zielgenauer unterstützt. So können jetzt direkt im Beratungsprozess Kauf-/ Halten- oder Verkaufs-Empfehlungen der Research-Partner im Rahmen der Handlungsempfehlung berücksichtigt werden.

20 20 Vertrieb Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck /Dr. Weimer Internet-Filiale vernetzte Informationen und Funktionen Für den Internetkanal als elementarem Bestandteil des Multikanalvertriebs stellt die Finanz Informatik mit der Internet-Filiale eine leistungsfähige und tief in OSPlus integrierte Vertriebsplattform bereit. Nahezu 40 Mio. Online-Konten der Sparkassen werden in der Internet-Filiale geführt. Mehr als 800 Mio. Seiten werden pro Monat aufgerufen. Wie erfolgreich sich das Angebot etabliert hat, zeigt auch das aktuelle ibi Website Rating. Hierbei rangieren auf den ersten vier Plätzen Institute, die die Internet-Filiale als zentrale Anlaufstelle in der digitalen Welt nutzen. Auch in 2013 ist die Internet-Filiale weiter ausgebaut worden, um Sparkassenkunden online noch besser zu erreichen und mehr Funktionen zu bieten. So besteht jetzt die Möglichkeit, via Online-Chat mit Support- beziehungsweise Call-Center- Mitarbeitern einer Sparkasse zu kommunizieren und sich zu Produkten und Dienstleistungen beraten zu lassen. Neben der Integration in die Internet-Filiale wird die neue Chat-Lösung auch in die interaktive Service-Plattform (ISP) der Finanz Informatik eingebunden. Ebenfalls neu in der Internet-Filiale wurde ein Kontowecker eingeführt, der Kunden auf Wunsch (per SMS, oder Push-Nachricht) über Veränderungen des Kontostands oder auch darüber informiert, ob Saldogrenzen unter- beziehungsweise überschritten wurden. Derzeit läuft ein strategisches Projekt unter Einbeziehung von Sparkassen und Verbänden, welches grundsätzliche und umfangreiche Weiterentwicklungen der Internet-Filiale zum Inhalt hat. Sie bietet zum einen künftig noch mehr Möglichkeiten für die zielgruppenspezifische automatische Kundenansprache. Zum anderen kommen weitere Funktionen für einen direkten Online-Abschluss von wenig beratungsintensiven Produkten hinzu. Weiteres Augenmerk liegt auf der erweiterten Barrierefreiheit, um auch körperlich beeinträchtigten Kunden ein umfassendes Online-Angebot machen zu können. Um die einzelnen Institute zu entlasten und den Online- Auftritt der Sparkassen-Finanzgruppe zu harmonisieren, werden auch neue Pflegewerkzeuge bereitsgestellt und neue Gestaltungsrichtlinien erarbeitet. Ein innovativer Styleguide deckt sowohl klassische Desktop-/Notebook-Oberflächen als auch Tablets und Smartphones ab, so dass das Online-Angebot auf allen Geräten optimal funktioniert. Zusammen mit einer neuen, einfacher zu bedienenden Redaktionsumgebung werden Pflege und Aktualisierung der Internet-Filiale deutlich vereinfacht. pushtan Sicherheit im mobilen Online-Banking Online-Banking ist beliebt und mit hohen Sicherheitsstandards hinterlegt. Um insbesondere den mobilen der rund 16 Millionen Online-Banking-Nutzern ein weiteres modernes und auch mobil einsetzbares Sicherheitsverfahren zur Verfügung zu stellen, hat die Finanz Informatik in Abstimmung mit dem DSGV und gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Star Finanz das Verfahren pushtan konzipiert. Hierbei werden dem mobilen Online-Banking Nutzer analog zum smstan-verfahren, welches in den mobilen Lösungen nicht genutzt werden kann eine TAN und Informationen zum eingereichten Auftrag übermittelt. Anders als bei smstan erfolgt die Übermittlung von TAN und Auftragsdaten jedoch nicht über eine kostenpflichtige Kurznachricht, sondern mit einer vom Nutzer auf dem Smartphone zu installierenden, kostenfreien Smartphone-App. Vor Bestätigung der Transaktion kann der Nutzer seine Auftragsdaten erkennen und ist somit vor Manipulationen geschützt. Die eigentliche Datenübertragung erfolgt verschlüsselt zwischen dem Rechenzentrum und der pushtan- App und damit in einem zweiten logischen Kanal getrennt von der eigentlichen Online-Banking-Nutzung. Nach erfolgreicher Verprobung für Nutzer des Apple- Betriebssystems ios steht seit Ende 2013 auch eine Androidversion zur Verfügung.

21 WEITERBRINGEN Apps weiter ausgebaut Mit den Apps»Sparkasse«und»Sparkasse+«können Kunden ihre mobilen Bankgeschäfte bereits seit einiger Zeit sicher erledigen. Beide Apps, die im Auftrag der Finanz Informatik von dem FI-Tochterunternehmen Star Finanz weiterentwickelt werden, gehören zu den erfolgreichsten mobilen Finanz-Applikationen für Smartphones und für das ipad. Einschließlich»S-Prepaid«, mit der sich Prepaid-Karten von Smartphones aufladen lassen, sind die Apps bis Ende April 2014 insgesamt rund 6,7 Millionen Mal von Kunden heruntergeladen worden. Damit sind die Sparkassen Marktführer. Der Schwerpunkt des künftigen Ausbaus liegt in der Erweiterung der Vertriebs- und Abschlussfunktionen. Bereits heute können die Sparkassen auch die attraktive Zielgruppe mit Produktinformationen versorgen oder die Nutzer über die bestehende Anbindung an das Kampagnenmanagement gezielt ansprechen. APP-DOWNLOADS Erfolgreich auf mobilen Plattformen mit mehr als 6,7 Mio. Downloads seit Start Mit den S-Apps sind die Sparkassen Marktführer und im mobilen Banking sehr gut aufgestellt. S-Manager S-Geldautomatensuche S-Prepaid S-pushTAN Sparkasse+ Sparkasse+ ipad Sparkasse Sparkasse ipad

22 22 Vertrieb Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck /Dr. Weimer MULTIKANAL OSPlus unterstützt die Multikanalstrategie der S-Finanzgruppe Chat Persönliche Beratung vor Ort Call-Center Beratung mit modernen Medien SB-Geldautomat Online mobiles Internet klassisches Internet Kunde Die Nähe zum Kunden und der persönliche Kontakt in allen Finanzangelegenheiten sind wesentliche Stärken der Sparkassen.

23 WEITERBRINGEN OSPlus-Vertrieb: Berater-App Die Finanz Informatik bietet aber nicht nur Lösungen für Sparkassenkunden. Auch der Ausbau mobiler Angebote für die Mitarbeiter der Institute gewinnt zunehmend an Bedeutung. Damit können sie schneller und flexibler beraten, entscheiden und steuern. Beratungsgespräche können mit dem Einsatz von Tablets noch intuitiver gestaltet werden. Der Kundenberater wird während des gesamten Beratungsprozesses durchgängig unterstützt. Mit Release 13.0 sind die Kundendaten und das S-Finanzkonzept auch mobil und unabhängig von Ort und Öffnungszeiten einsetzbar. In der ipad App unter OSPlus-Vertrieb werden alle wichtigen Kundeninformationen kompakt, schnell und übersichtlich auf nur einer Seite mit völlig neuem Layout präsentiert. Der Berater kann intuitiv weitere Details in übersichtlichen Informationsbereichen abrufen. Die Kundenübersicht wird in der ersten Ausbaustufe ergänzt um den Finanz-Check Individualkunden, der auf Basis des DSGV-Finanzkonzeptes entwickelt wurde und gleichzeitig den Einstieg in die Beratungsprozesse der ipad- BeraterApp darstellt. Mit Release 13.1 ist das Spektrum um den Finanzcheck Firmenkunden erweitert worden. Der Firmenkundenberater wird dadurch, insbesondere bei der mobilen Beratung beim Kunden, noch besser unterstützt. Mit der darüber hinaus bereitgestellten Altersvorsorgeberatung auf dem ipad lässt sich der individuelle Bedarf für den langfristigen Aufbau seiner Altersversorgung ermitteln. Zur ganzheitlichen Beratung kann der aktuelle Versorgungsstand zum Rentenbeginn herangezogen werden. OSPlus-Abwicklung: App zur Disposition Kontoüberziehungen lösen in Sparkassen und Landesbanken Dispositionsvorgänge aus. Es ist zu entscheiden, ob die kurzfristige Überziehung des Kontos zu genehmigen ist. Dies ist jetzt auch mobil möglich: Mit der ipad- App»OSPlus-Abwicklung: Disposition«kann die Überziehungsbearbeitung jederzeit, überall und fallabschließend bearbeitet werden. Die App ist mit OSPlus-Release 13.1 weiter ausgebaut worden. Seither gehört eine Überziehungs- und Vordispositionsbearbeitung inklusive der Bearbeitung einzelner Umsätze zum Leistungsspektrum. ipad als Management-Cockpit Als Reporting-System liefert das Management-Cockpit Führungskräften aus Sparkassen und Landesbanken adressatengerechte, transparente und übersichtliche Kennzahlen zur Steuerung des Instituts inklusive der Vergleichswerte der Sparkassen-Finanzgruppe. Mit der ipad-app»management-cockpit«sind die steuerungsrelevanten Informationen nun auch mobil, schnell und übersichtlich zu nutzen. IT-Management: SYS-Watch-App SYS-Watch, eine Eigenentwicklung der Finanz Informatik, überwacht permanent die technische Infrastruktur in Sparkassen, erkennt Störungen, stößt automatische Korrekturen an oder informiert die zuständigen Mitarbeiter in den Instituten. Mit der»sys-watch«-app ist das leistungsfähige Überwachungsinstrument nun auch mobil unterwegs: Sparkassenmitarbeiter können nun mittels ipad oder iphone auf bedarfsgerechte Informationen über Systemzustände, Geldbestände im Filialnetz, Verfügbarkeiten von Geräten und Service-Level zugreifen. Vertriebsunterstützung: lokal, digital, überall Mit den vielfältigen Initiativen und Weiterentwicklungen im vertrieblichen Umfeld trägt die Finanz Informatik den sich ändernden Anforderungen Rechnung: Sowohl Kunden als auch Sparkassenmitarbeiter können und wollen kanalübergreifend agieren, kommunizieren und reagieren. Mithilfe der IT kann dieser Dialog heute ohne Medienbruch geführt werden. Gleichzeitig haben die Entscheider in den Instituten einen ganzheitlichen Blick auf Kunden, Vertrieb und Portfolio. Gemeinsam mit den Sparkassen wird die FI auch künftig dieses Leistungsangebot weiter ausbauen.

24 Vertrieb 24 Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck / Dr. Weimer

25 POTENZIALE ERSCHLIESSEN UND VORSPRUNG SICHERN ABWICKLUNG WEITERBRINGEN SINKENDE MARGEN UND STEIGENDER KOSTENDRUCK STELLEN FINANZINSTITUTE VOR DIE AUFGABE, IHRE WERT- SCHÖPFUNGSKETTE STÄNDIG WEITER ZU OPTIMIEREN. Eine Schlüsselrolle kommt dabei einer intelligenten Arbeitsteilung zwischen Markt und Marktfolge und einer automatisierten Abwicklung des Zahlungsverkehrs zu. Eine effiziente IT-Unterstützung durch OSPlus mit neuen und weiterentwickelten Komponenten erschließt weitere Optimierungspotenziale. IT für SEPA gerüstet Eine wichtige Aufgabe im Jahr 2013 bestand darin, in enger Abstimmung mit DSGV und Regionalverbänden die technischen Voraussetzungen zu schaffen, um alle OSPlus-Anwendungen von den nationalen Zahlverfahren auf die SEPA-Zahlverfahren umzustellen. Die neuen Richtlinien betreffen über den reinen Zahlungsverkehr hinaus die gesamte OSPlus-Anwendungslandschaft und machten daher umfassende und tiefgreifende Anpassungen erforderlich. So musste der gesamte bankfachliche Prozess (Produktverkauf, Umsatzgenerierung, Buchung, Auszugschreibung) sowie die Datenhaltung (Bestandserweiterungen um beispielsweise IBAN, BIC und Mandatsinformationen) angepasst werden. Mit Release 13.1 wurden diese Arbeiten im Wesentlichen abgeschlossen. Für den ursprünglichen Stichtag 1. Februar 2014 waren die Finanz Informatik und somit die Institute gut gerüstet. Zur Unterstützung der Kunden der Institute bei der SEPA-Umstellung hat die Finanz Informatik Unterstützungsleistungen entwickelt. So wurden beispielsweise die Einreicherwege bei Firmenkunden und Vereinen analysiert und den Sparkassen-Beratern die erforderlichen Daten über den Umstellungsgrad der einzelnen Kunden zur Verfügung gestellt. Zu Jahresbeginn 2014 haben sich Europaparlament und Mitgliedstaaten darauf verständigt, die Übergangsfrist für SEPA bis zum 2. August 2014 zu verlängern. Kunden können bis dahin weiter Dateieinreichungen im DTA-Format vornehmen. Die Finanz Informatik hatte durch diese kurzfristige Änderung der Vorgehensweise zusätzlichen Aufwand und hat abweichend vom geplanten Vorgehen, DTA-Dateieinreichungen ohne Konvertierung auch nach dem 1. Februar 2014 ermöglicht. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die SEPA-Dateieinreichungen und das Zusammenspiel der verschiedenen Leitwegpartner (Landesbanken, Bundesbank, Europäische Bankenaufsichtsbehörde, Privatbanken) noch nicht die Qualität erreicht, wie diese (über Jahre gewachsen) im Inlandszahlungsverkehr besteht. In den Instituten und bei den Kunden ist das Wissen über die SEPA-Prozesse noch nicht umfassend ausgeprägt, so dass hoher Unterstützungsbedarf das Support-Volumen bei der Finanz Informatik im Zahlungsverkehr deutlich erhöht hat. Weitere Optimierungen im Processing der SEPA-Transaktionen wurden bereits durch den Anwendungsplanungsausschuss beauftragt und werden derzeit umgesetzt. Weitere Verbesserungen im Auslandszahlungsverkehr und für das Auslandsgeschäft Die Weiterentwicklungen von OSPlus im Auslandszahlungsverkehr und für das Auslandsgeschäft führten zu einer weiteren Abrundung des Produktportfolios. Die Verbesserungen umfassen vor allem die Abwicklung über das Sparkassen-Verbundsystem im Auslandszahlungsverkehr (S-ViA) und das Zusammenspiel mit der Weiterentwicklung der Mehrwährungsfähigkeit in OSPlus. Neben der Optimierung der Funktionalität wurde darüber hinaus der Rollout der Mehrwährungsfähigkeit unter OSPlus sowie von S-ViA bei weiteren fast 50 Instituten durchgeführt. Mit der neuen Integration der Anwendung Treasury im Basisangebot können Institute Auslandsprodukte künftig effizienter und umfassender anbieten. Treasury bietet eine komplett durchgängige und automatisierte Abwicklung von Handelsgeschäften für den Geld- und Devisenhandel.

26 Vertrieb 26 Abwicklung Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck /Dr. Weimer Kosten senken durch Optimierung von Prozessen Durch Optimierung von Prozessen lassen sich wesentliche Einsparungen in den Instituten erzielen. Vor diesem Hintergrund stellt die Finanz Informatik über OSPlus mit den Verbänden abgestimmte Mustergeschäftsprozesse zur Verfügung, die mit geringem Administrationsaufwand eingesetzt werden können. Technologische Basis für die arbeitsteilige Abwicklung von Geschäftsprozessen ist die Geschäftsprozesssteuerung (GPS)-Technologie. Diese Geschäftsprozesssteuerung zählt zu den strategischen Infrastrukturkomponenten von OSPlus. Seit 2013 ist GPS auch bei privaten und gewerblichen Finanzierungen einsetzbar. Alle notwendigen bankfachlichen Abläufe sind in OSPlus abgebildet und führen den Mitarbeiter schrittweise durch die Arbeitsabläufe. Kundenorientierte Serviceprozesse (KSP) als Ergebnis des DSGV-Konzepts»Modell P«(Effizienz- und Servicesteigerung im Passiv- und Dienstleistungsgeschäft) haben sich nicht nur im Kreditgeschäft, sondern auch im Vertrieb fest etabliert. So nutzen bereits mehr als 400 Institute die kundenorientierten Serviceprozesse»Heirat«,»Vollmachten verwalten«und»kk-kontoauflösung«. Insgesamt stellt die Finanz Informatik fast 20 Modell-P basierte KSP-Prozesse zur Verfügung, darunter seit jüngstem»mietkaution anlegen«,»onlinebanking bearbeiten«und»lebensphasenwechsel«. KSP bietet eine durchgängige Unterstützung im Vertrieb mit weitgehend automatisierter Hintergrundverarbeitung und fallabschließenden Abläufen. Dies erhöht die Beratungsqualität und die Datensicherheit, verringert gleichzeitig Prozesskosten und -risiken. KSP wird in enger Abstimmung mit Sparkassen und Verbänden stetig weiterentwickelt. OSPlus-Kredit noch leistungsfähiger Der Leistungsumfang von OSPlus-Kredit wurde im vergangenen Jahr optimiert. Die Inhalte und der Aufbau des modularen Beratungsergebnisses werden kundenfreundlich gestaltet. Die Prozessunterstützung für die Bestandskreditbearbeitung unter anderem für nichtund teilvalutierte Darlehen wurde weiter ausgebaut. In den freien Textfeldern, die für den Kreditbeschluss genutzt werden, gibt es zusätzliche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten, wie die Abbildung von Tabellen und Grafiken. Ein weiterer Schwerpunkt ist die nachhaltige Kostenreduzierung von OSPlus-Kredit. Durch neue Backend-Strukturen können beispielsweise verstärkt technische Optimierungen genutzt werden. Dadurch verringern sich die Anzahl der aufzurufenden Prozesse und damit die Transaktionskosten. Kurs- und Berechtigungssystem: Mehr Transparenz Aufgrund der aufsichtsrechtlichen Anforderungen gemäß der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) muss jedes Kreditinstitut Prozesse einrichten, die die angemessene IT-Berechtigungsvergabe nach dem Minimalprinzip sicherstellen. Für die ganzheitliche Benutzer- und Berechtigungsverwaltung wurden in OSPlus standardisierte Workflows für die»mitarbeiter-neuanlage«, die»mitarbeiter-umsetzung«und den»mitarbeiter-austritt«zur Verfügung gestellt. Des Weiteren wurden die Voraussetzungen für die anwendungsübergreifende Beantragung von Basis- und Sonderberechtigungen im Sinne der»single point of documentation«und die Passwortverwaltung geschaffen. Durch die bereitgestellten Workflows wird das ganzheitliche Benutzermanagement im OSPlus nunmehr vollständig unterstützt. Es besteht keine Notwendigkeit mehr für den Einsatz entsprechender Software von Drittanbietern.

27 WEITERBRINGEN OSPlus für das Personalmanagement Mit OSPlus unterstützt die Finanz Informatik Sparkassen bei der Planung, Auswertung und Steuerung des Personaleinsatzes. Unter dem Namen OSPlus-Personalmanagement entsteht bis 2015 eine Plattform zur Optimierung des Personalmanagements in den Instituten. Als ersten von insgesamt fünf Bausteinen hat die Finanz Informatik mit OSPlus-Release 13.0 das Modul zur strategischen Personalplanung bereitgestellt. Damit lässt sich die Entwicklung des Personalbestands analysieren, in die Zukunft berechnen und planen. Mit Release 14.0 stellt die Finanz Informatik das Modul»Personalinformationen online«zur Verfügung. Damit haben Personalreferenten, Führungskräfte und Mitarbeiter die Möglichkeit, sich über Organisationsdaten sowie aktuelle Termine zu informieren. Mitarbeiter haben zudem Zugriff auf ihre Gehaltsabrechnungen, die somit nicht mehr manuell verteilt werden müssen. Mehr als 100 Sparkassen haben sich bereits zu den Einführungsworkshops für»personalinformationen online«angemeldet. Als weitere Schritte beim Ausbau von OSPlus zu einem noch effizienteren Portal für das Personalmanagement sind Workflow-Unterstützungen für Dienstreisen sowie im Jahr 2015 für Mitarbeitergespräche (Gesprächsterminierung, -vorbereitung, Auswertung und Analyse) sowie für Qualifizierungsmaßnahmen vorgesehen. Mehr als 100 Sparkassen haben sich bereits zu den Einführungsworkshops für»personalinformationen online«angemeldet.

28 Vertrieb Abwicklung 28 Banksteuerung und Regulierung Ergänzende Dienstleistungen Verbund Dialog Prof. Dr. Dueck /Dr. Weimer

29 ALLES UNTER KONTROLLE BEHALTEN BANKSTEUERUNG UND REGULIERUNG WEITERBRINGEN BANKEN UND DAMIT AUCH DIE SPARKASSEN MÜSSEN SICH IMMER STÄRKEREN KONTROLLEN UND REGULATO- RISCHEN VORGABEN UNTERWERFEN DIESEN TREND HAT DIE FINANZKRISE NUR NOCH VERSCHÄRFT. Gerade Führungskräfte müssen sich neben dem Tagesgeschäft intensiv mit Dokumentation, Reporting und Risikomanagement beschäftigen. Die Finanz Informatik unterstützt Sparkassen und Verbundgesellschaften in der Banksteuerung und der Erfüllung regulatorischer Anforderungen mit leistungsfähigen IT-Lösungen. Gute Übersicht mit dem Management-Cockpit Die Finanz Informatik hat in Zusammenarbeit mit Sparkassen, dem DSGV und den Regionalverbänden das Management-Cockpit von OSPlus als zentrales Management-Reporting-System für die Sparkassen-Finanzgruppe entwickelt. Die IT-Lösung stellt alle managementrelevanten Kennzahlen transparent, übersichtlich und zeitnah bereit. Die Darstellung der Informationen erfolgt in Form von Reports und modernen Cockpits. Vorstände und Führungskräfte erhalten so die Möglichkeit, die Informationen auf einen Blick zu analysieren und auch mit Benchmark-Werten aus der Sparkassen-Finanzgruppe zu vergleichen. Außerdem kann aus den Informationen des Management-Cockpits auch das Gremien-Reporting für den Verwaltungsrat in einer Standardpräsentation auf Knopfdruck aktualisiert werden. Zahlreiche Institute haben bereits ihr bisheriges, individuelles Reporting zugunsten des OSPlus-Produkts abgelöst. Dieses bietet verschiedene Vorteile. Dazu gehören die automatisierte Datenanlieferung, -haltung und -historisierung in OSPlus, die manuelle Aufwände reduzieren. Neue betriebswirtschaftliche, gesetzliche und aufsichtsrechtliche Kennzahlen können aus den angebundenen OSPlus-Liefersystemen zentral als Steuerungsgrößen Führungskräften, Geschäftsführung und Gremien in deren Reports zur Verfügung gestellt werden. Mit der automatisierten Anpassung an neue regulatorische Anforderungen wie etwa Basel III kommt das Management-Cockpit auch der Bankenaufsicht entgegen, die einen verstärkten Fokus auf Datenhaltung, -qualität und -management sowie interne Berichterstattung legt. Und mit der ipad-app Management-Cockpit können die steuerungsrelevanten Informationen auch mobil genutzt werden. Einfache Visualisierungstools bringen die aktuelle Situation sowie Entwicklungen auf den Punkt. Betriebliches Rechnungswesen neu ausgerichtet Über das Betriebliche Rechnungswesen werden die Kostenrechnung, Finanzbuchhaltung, Anlagenbuchhaltung und Materialwirtschaft abgewickelt sowie das Controlling dazu durchgeführt. Mit der Neuausrichtung im Betrieblichen Rechnungswesen mit den Anwendungen Anlagenbuchhaltung, S-Datawarehouse Kostenrechnung (S-DWH KORE) und Geschenkebuch wird die Produktvielfalt reduziert. Neben der einfacheren Gestaltung der Produkte können so auch Kostensynergien (z. B. Reduzierung von Betriebskosten) erzielt werden. Die Institute erhalten mit dem neuen Betrieblichen Rechnungswesen eine in OSPlus integrierte Lösung. Bis Ende 2013 wurden alle bisher genutzten CS/2-Module im Basisund Zusatzangebot abgelöst. Effizientere Nutzung von SimCorp Dimension Für SimCorp Dimension (SCD) wurden funktionale Erweiterungen umgesetzt, die die Bedienung der Anwendung vereinfachen und verbessern. Hierzu gehören die Anpassung der KAG-Schnittstelle (Kapitalanlagegesellschaft), die Optimierung der Anbindung an die Finanzbuchhaltung sowie die Verschiebung des Betrachtungszeitraums im»value at Risk«. Für eine höhere Datenqualität der Eingaben und stärkere Transparenz in den Geschäftsprozessen wird die Erfassung von freien Codes verbessert. Der höhere Grad der Standardisierung ermöglicht eine effizientere und vereinfachte Nutzung von SCD. Die fachlichen Erweiterungen erhalten die Institute automatisch. Bei der Erfüllung der Anforderungen aus EMIR (European Market Infrastructure Regulation) werden die Institute zu den aufsichtsrechtlich geforderten Terminen unterstützt.

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