Volkswirtschaftliche Grundlagen des Bankgeschäfts. Skriptum. Management Akademie. effizient - kompetent - ergebnisorientiert

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1 effizient - kompetent - ergebnisorientiert Bankenkolleg Leasingkolleg Versicherungkolleg 1 st Business Certificate 1 st Social Competence Certificate Management Akademie Volkswirtschaftliche Grundlagen des Bankgeschäfts Skriptum

2 Inhaltsverzeichnis 1 Volkswirtschaftliche Grundbegriffe Volkswirtschaft Unterschied zur Betriebswirtschaft Volkswirtschaftliches Kreislaufmodell Preisbildung am Markt Kritik Konjunkturpolitik Wirtschaftswachstum & Außenhandel Budgetpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt Volkswirtschaft als Grundlage für die Preisentscheidung Zusammenfassende Fragen Kapitel Grundlagen der Geld- und Währungspolitik Wirtschaftliche Zusammenhänge Wirtschaftspolitik Geldmenge und Wechselkurs Theoretische Positionen zur Geldpolitik Wirkungsweise der Geldpolitik Zusammenfassende Fragen Kapitel Funktionen des Geldes Transaktionsfunktion Wertaufbewahrungsfunktion Recheneinheitsfunktion Zahlungsmittelfunktion Die Geldmenge Geldmengenkonzepte Rolle der Geschäftsbanken Geldschöpfungsprozess Geldmenge und Inflation Zusammenfassende Fragen Kapitel 3 und Bankenstruktur Die Notenbank Universalbanken Spezialbanken Copyright Management Akademie 1

3 6 Die Österreichische Nationalbank Die Geschichte und Bedeutung der Österreichischen Nationalbank Aufbau und Organisation der OeNB Generalversammlung Der Generalrat Das Direktorium Unabhängigkeit der OeNB Aufgaben der OeNB Zahlungsbilanz Klassische Instrumente der Geldpolitik Zusammenfassende Fragen Kapitel 5 und Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) Entwicklung der EWWU Stabilitäts- und Wachstumspakt Vorteile der Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) Nachteile der Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) ESZB - Das Europäische System der Zentralbanken Aufgaben des ESZB Unabhängigkeit des ESZB Aufbau der EZB Geldpolitik im ESZB Offenmarktgeschäfte Ständige Fazilitäten Mindestreserve Feinsteuerungsoperationen Strukturelle Operationen Sicherheiten im ESZB Zusammenfassende Fragen Kapitel 7 und Finanzmärkte Der Geldmarkt Der Kapitalmarkt Zusammenfassende Fragen Kapitel Betriebs- und volkswirtschaftliche Bedeutung des Geschäftsbankensystems Fristentransformation Copyright Management Akademie 2

4 10.2 Die Marktzinsmethode Risikotransformation Zusammenfassende Fragen Kapitel Literaturverzeichnis Anhang: Musterlösungen Musterlösungen zu den Kontrollfragen Musterlösungen zu den Aufgabenstellungen Copyright Management Akademie 3

5 1 Volkswirtschaftliche Grundbegriffe 1.1 Volkswirtschaft Als Volkswirtschaft wird die Gesamtheit aller in einem Wirtschaftsraum (üblicherweise ein Land / ein Staat oder ein Staatenverbund) verbundenen und gegenseitig abhängigen Akteure (Haushalte und Unternehmen oder Konsumenten und Produzenten) bezeichnet, sprich die Summe aller Wirtschaftseinheiten. Man kann die Volkswirtschaftslehre von einem mikroökonomischen und von einem makroökonomischen Standpunkt aus betrachten. 1.2 Unterschied zur Betriebswirtschaft Da sich die Leistungserstellung einer Volkswirtschaft in einzelnen Betrieben vollzieht, ist die Summe der eingesetzten Faktoren in einer (Zeit-)Periode volks- und betriebswirtschaftlich gleich. Der Betriebswirt hat die Aufgabe die bestmögliche Führung seines Betriebes (und nicht der ganzen Volkswirtschaft) im vorgegebenen gesetzlichen Rahmen zu gewährleisten. Die einzelbetriebliche Betrachtung erfordert eine genauere Begriffsanpassung für die Produktionsfaktoren an das Betriebsgeschehen, muss aber ebenso lückenlos und vollständig sein. Inzwischen kann die 1951 von ERICH GUTENBERG vorgenommene Gliederung als allgemein akzeptiert angesehen werden. Er untergliedert den Faktor Arbeit in dispositive Arbeit (Planung, Organisation, Kontrolle u.ä.) und in objektbezogene Arbeit (Arbeit am Erzeugnis). Die volkswirtschaftlichen Faktoren Boden und Kapital werden zusammengefasst und betriebswirtschaftlich gegliedert in Betriebsmittel (Grundstücke, Gebäude, Anlagen, Maschinen, Einrichtungen und als Joker Geldmittel) und Werkstoffe (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). 1.3 Volkswirtschaftliches Kreislaufmodell Die reale Volkswirtschaft dient der Volkswirtschaftslehre als Vorbild zur Konstruktion vereinfachter Darstellungen in Form von Modellen. Die volkswirtschaftlichen Modelle enthalten je nach Erklärungsziel zwei oder mehrere Akteure. Copyright Management Akademie 4

6 Volkswirtschaftlicher Kreislauf Ausgangspunkt ist die Analyse der arbeitsteiligen Herstellung von Gütern und Leistungen, welche die Grundlagen des materiellen Wohlstandes einer Gesellschaft bilden. Hierbei bedient man sich der Abbildung einer Volkswirtschaft als Kreislauf. Die in einem solchen Kreislauf fließenden Ströme sind ihrer Art nach entweder Realströme (Güter, Dienst- und Faktorleistungen) oder Geldströme. Man kann zeigen, dass jeder Realstrom einen umgekehrt gerichteten Geldstrom "als Partner" hat, der dem Realstrom wertgleich ist, z.b. Güterkäufe und Geld für Güterkäufe oder Faktorleistungen und Faktorentgelte. Diese enge Zuordnung und die Wertgleichheit erlauben es, in den Darstellungen auf eine Stromart zu verzichten und nur die andere, in der Regel den Geldstrom, abzubilden. Die Wirtschaftssubjekte, zwischen denen die Ströme fließen, werden Pole genannt. Je nachdem wie detailliert man eine Volkswirtschaft betrachtet, werden die Pole untergliedert. In einer allgemeinen Darstellung unterscheidet man zunächst zwischen Unternehmen, Haushalten und dem Staat (öffentliche Haushalte) sowie den sog. Kapitalsammelstellen (Banken und Versicherungen) und dem Ausland ( übrige Welt ). Abbildung 1: Vereinfachtes Kreislaufmodell Copyright Management Akademie 5

7 1.4 Preisbildung am Markt Als Markt bezeichnet man allgemein den Ort und den Zeitpunkt des Zusammentreffens zwischen Angebot und Nachfrage des Informationsaustausches zwischen den Marktteilnehmern der Preisbildung des Handels zum Marktpreis des Ausschlusses vom Markt für die Anbieter, deren Preisvorstellungen über dem Marktpreis liegen und des Ausschlusses vom Markt für die Nachfrager, deren Preisvorstellungen unter dem Marktpreis liegen. Grundlage der mikroökonomischen Theorie ist eine abstrakte Vorstellung von einem idealtypischen Markt, ein Marktmodell. Dieses wird im Folgenden kurz dargestellt. Homogenität der Güter: völlige Gleichartigkeit der Güter auf dem Markt (z.b. Beschaffenheit, Aussehen, Verpackung etc.) Keine Regulierung des Marktes durch die Regierung Markttransparenz: Vollständiger marktrelevanter Informationsaustausch zwischen allen Marktteilnehmern z.b. Informationen über Preise der anderen Anbieter, über Merkmale der Güter etc. Keine Präferenzen: Marktteilnehmer dürfen keine räumlichen, zeitlichen oder persönlichen Präferenzen haben dürfen niemanden bevorzugen und aus keinem dieser Gründe bereit sein einen höheren Preis zu bezahlen Freier Marktzutritt und Marktaustritt möglich Flexibles & rationales Marktverhalten: Nachfrager handeln im Sinne ihrer Nutzenmaximierung und Anbieter handeln im Sinne ihrer Gewinnmaximierung. Unter den oben angeführten Annahmen lassen sich das idealtypische Anbieter- und Nachfrageverhalten in einem Preis-Mengen-Diagramm darstellen. Die Nachfragekurve der folgenden Abbildung geht von links oben nach rechts unten und gibt an, welche Mengen des Gutes die Nachfrager bei einem bestimmten Preis zu kaufen bereit sind. Die Copyright Management Akademie 6

8 Angebotskurve verläuft von links unten nach rechts oben und gibt an, welche Mengen des Gutes bei einem bestimmten Preis angeboten werden. Grundsätzlich verhalten sich die Nachfrager bei diesem Modell nach dem Gesetz der Nachfrage, welches besagt, dass steigende Preise zu einer geringeren Nachfrage führen und umgekehrt. Die Anbieter verhalten sich nach dem Gesetz des Angebots und steigern das Angebot bei steigenden Preisen. Der Schnittpunkt der Angebots- und Nachfragekurve ist das Marktgleichgewicht, d.h. Angebot und Nachfrage sind gleich groß. Der dazugehörige Preis wird als Gleichgewichtspreis und die dazugehörige Menge als Gleichgewichtsmenge bezeichnet. Im folgenden Diagramm werden Ihnen beispielsweise die Reaktion der Anbieter und der Nachfrager auf einen steigenden Marktpreis verdeutlicht. Während die Nachfrager in der Regel die gekaufte Menge reduzieren, werden die Anbieter bestrebt sein, den hohen Preis zu nutzen und (bei fast gleichen Kosten) mehr zu verkaufen. Diese recht simplen Annahmen werden dann bei einer genaueren Untersuchung von Angebot und Nachfrage konkretisiert. Abbildung 2: Angebots-Nachfrage-Diagramm Copyright Management Akademie 7

9 1.5 Kritik In der Realität ist diese Marktform selten bzw. gar nicht anzutreffen. Der Aktienhandel an der Börse gilt als ein Beispiel, das der vollständigen Konkurrenz am nächsten kommt. Je nachdem, ob nun der Anbieter oder der Nachfrager das Monopol hält, wird zwischen Angebots- und Nachfragemonopol unterschieden. Stehen einem Monopolisten nur wenige, statt vieler Nachfrager/ Anbieter gegenüber, handelt es sich um ein beschränktes Monopol. Treten auf beiden Seiten nur ein Anbieter und ein Nachfrager auf, spricht man von einem zweiseitigen Monopol. Dies ist zu unterscheiden von einer Situation mit zwei Anbietern, dem so genannten Duopol. Der Begriff Monopol wird auch dort angewandt, wo zwar eine gewisse Konkurrenz vorhanden ist, aber der Marktanteil des Monopolisten so hoch ist, dass er als einziger aktiv in die Preisbildung eingreifen kann. Dies kann auch als unvollständige Konkurrenz gekennzeichnet werden. Angebotsmonopole: z.b. Deutsche Telekom (nach wie vor marktbeherrschende Stellung, vor allem in den Ortsnetzen und im Analogbereich) Nachfragemonopole: (meistens beschränkte Nachfragemonopole) Treten zumeist bei militärischen Produkten auf. Zulieferer für Angebotsmonopole, z.b. Güterzüge für die Bahn Copyright Management Akademie 8

10 1.6 Konjunkturpolitik Wirtschaftswachstum & Außenhandel Das magische Vieleck Die unterschiedlichen Zielsetzungen der Volkswirtschaft werden in sog. magische Vielecke symbolisch dargestellt. Es haben sich im Laufe der Zeit einige Hauptziele herauskristallisiert, die jedoch nicht alle gleichzeitig und im gleichen Ausmaß verwirklicht werden können. Man spricht aus diesem Grund auch vom "Magischen Vieleck": Abbildung 3: magisches Vieleck Zu diesen 4 Zielen sind in jüngster Zeit weitere Ziele hinzugekommen, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Als Beispiele seien an dieser Stelle der Umweltschutz und die Budgetsanierung erwähnt. Im Folgenden werden die 4 wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele kurz angerissen und in den nachfolgenden Abschnitten näher ausgeführt: Wirtschaftswachstum In jeder Volkswirtschaft soll es eine reale Vermehrung von Gütern und Dienstleistungen geben, damit der Lebensstandard verbessert wird. Messkriterium für das Wirtschaftswachstum ist die reale Zunahme des Bruttoinlandsproduktes (BIP). Das BIP ist der Wert aller in einer Volkswirtschaft jährlich erstellten Güter und Dienstleistungen. Copyright Management Akademie 9

11 Geldwertstabilität Eine Volkswirtschaft, in der sich Löhne und Preise ständig und in hohem Maße nach oben bewegen, hat zur Folge, dass das Geld entwertet wird. Ein wesentliches Ziel ist es daher, dass die Kaufkraft erhalten bleibt. Die Geldwertstabilität kann man sowohl von der Kaufkraft innerhalb der eigenen Volkswirtschaft (= Innenwert) als auch von der Kaufkraft im Verhältnis Inland zu Ausland (= Außenwert = Wechselkursentwicklung) betrachten. Das Messkriterium für die Geldwertstabilität im Inland ist der Verbraucherpreisindex. Dabei werden Preisänderungen anhand eines fixen Warenkorbes errechnet. Vollbeschäftigung Ein Ziel jedes modernen Staates ist es, dass alle Arbeitswilligen und Arbeitsfähigen auch Arbeit finden. Das Maß für die Vollbeschäftigung ist die Arbeitslosenrate. Sie gibt an, wie viel Prozent des Arbeitskräfteangebots arbeitslos gemeldet sind. Außenwirtschaftliches Gleichgewicht In der heutigen Zeit der Verflechtung des Welthandels können viele wirtschaftliche Probleme aus dem Ausland kommen. Daher ist es für jeden Staat wichtig, dass sich Importe und Exporte die Waage halten. Alle grenzüberschreitenden Zahlungen werden statistisch in der Zahlungsbilanz erfasst. Copyright Management Akademie 10

12 Abbildung 4: außenwirtschaftliches Gleichgewicht Konjunktur und Wachstumszyklen Die Konjunktur wird im normalen Sprachgebrauch häufig für eine Charakterisierung der allgemeinen Geschäftslage der Wirtschaft verwendet. Tatsächlich bezeichnet Konjunktur jedoch einen sich periodisch wiederholenden Vorgang in der Wirtschaftsentwicklung. Die Konjunktur verläuft nämlich in Zyklen, d.h. Phasen mit hohen, geringen oder negativen Wachstumsraten folgen aufeinander und wiederholen sich in bestimmten Zeitabständen. Man spricht auch von einem wellenförmig sich wiederholenden Konjunkturzyklus. Die Konjunkturzyklen werden allgemein von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Den Trend kann man als "Normalkapazität" der Wirtschaft interpretieren, d.h. jenes reale Bruttoinlandsprodukt (jenen "Output"), das (bzw. der) bei normaler Ausnutzung der Produktionsfaktoren (menschliche Arbeitskraft, Kapital sowie Grund & Boden) möglich ist. Einzelne typische "Konjunkturphasen" wiederholen sich immer wieder. Die Veränderungen der Konjunktur vom Beginn einer typischen Konjunkturphase (z.b. dem Aufschwung) bis zum Beginn der nächsten gleichartigen Konjunkturphase bezeichnet man als "Konjunkturzyklus". Ein Konjunkturzyklus dauert zwischen zwei und etwa zehn Jahren. Kürzere Zyklen sind meist saisonale Schwankungen - diese Schwankungen ergeben sich aus den Auswirkungen der jeweiligen Jahreszeit. So gehen beispielsweise im Baugewerbe die Umsätze im Winter stark zurück. Längere Zyklen sind keine Konjunkturzyklen mehr, sondern Wachstumszyklen aufgrund von Strukturveränderungen. Bei der langfristigen Betrachtung des Konjunkturverlaufs Copyright Management Akademie 11

13 seit Beginn der Industrialisierung hat man festgestellt, dass es ungefähr alle 50 Jahre einen ungewöhnlich starken Aufschwung gibt, der mit bahnbrechenden Erfindungen zusammenfällt. Diese Gesetzmäßigkeit konnte für die Jahre 1800, 1850, 1900 und 1950 festgestellt werden. Diese langfristigen Wellen (KONDRATIEFF-Wellen) werden allerdings von kurzfristigeren Wellen überlagert. In idealisierter Form besteht ein Konjunkturzyklus aus den folgenden Phasen, die als verschieden hohe, von einem Trend abweichende Bruttoinlandsprodukte dargestellt sind. Abbildung 5: Wachstums- und Konjunkturzyklen Im Aufschwung und in der Depression ist die gesamtwirtschaftliche Nachfrage (Konsum + Investitionen + Exporte - Importe) geringer als das mögliche Angebot bei Ausnutzung der Normalkapazität der Volkswirtschaft, in der Hochkonjunktur und in der Rezession jedoch größer. Die Hochkonjunktur bezeichnet man auch als "Boom", die Rezession, die Depression oder das Konjunkturtief oder alle drei Erscheinungen zusammen auch als "Krise" oder "Stagnation". Herrscht während einer Stagnation auch Inflation, spricht man häufig von einer "Stagflation". Copyright Management Akademie 12

14 Abbildung 6: Wachstumspfad 1.7 Budgetpolitik, Stabilitäts- und Wachstumspakt Staaten bedienen sich ihres Budgets, um ihre finanziellen Angelegenheiten voraus- und rückblickend kontrollieren zu können. Ein Budget weist die geplanten Ausgaben für staatliche Programme sowie die erwarteten Einnahmen aus Steuern und Abgaben aus. Im typischen Fall enthält es eine Liste konkreter Programme (Schulen, Sozialwesen, Verteidigung etc.) sowie staatlicher Steuereinnahmequellen (Einkommens- und Sozialversicherungssteuer etc.). Ein Budgetüberschuss ist gegeben, wenn alle Steuern und sonstigen Einnahmen die staatlichen Ausgaben übersteigen. Ein Budgetdefizit tritt hingegen auf, wenn die Ausgaben höher sind als die Steuereinnahmen. Sind Einnahmen und Ausgaben für einen gegebenen Zeitraum gleich hoch - was auf Bundesebene kaum je der Fall war, aber seit der Einführung des Euros und der Etablierung des Stabilitätspaktes immer wieder gefordert wird spricht man von einem ausgeglichenen Budget. Traditionell liegen die Ausgaben des Staatshaushaltes über den Einnahmen, d.h. der Staat erzeugt ein Defizit. Einnahmen minus Ausgaben ergeben das Bruttodefizit. Zieht man davon noch die Tilgungen ab, so erhält man das Nettodefizit. Wird im allgemeinen Sprachgebrauch von Budgetdefizit gesprochen, so meint man meist das Nettodefizit. In direkten Zusammenhang mit dem Kapitalmarkt wird oft das Staatsdefizit gebracht. Die Idee ist dabei, dass der Kredit des Staates von niemand anderem mehr genommen werden kann. Das ist Copyright Management Akademie 13

15 zwar richtig, aber wäre er denn von jemand anderem genommen worden? Und wenn ja, hätte ihn ein anderer sinnvoller verwendet? Das sind Fragen nach einer möglichen Nachfragelücke und nach der effizienten Kapitalverwendung. Damit werden wiederum die Probleme der Konjunktursteuerung und der Strukturpolitik des Staates angesprochen. Für beide Bereiche sind staatliche Kredite zu rechtfertigen und können die Kraft der Volkswirtschaft sogar langfristig stärken, aber es gibt keine Möglichkeit ein bestehendes Defizit in Bezug auf seine Kapitalmarktwirkung zu beurteilen. Dazu bedarf es einer genauen Analyse des konjunkturellen Umfeldes, der begleitenden Maßnahmen - insbesondere des Verhaltens der Notenbank und der mit dem Kredit finanzierten Ausgaben. Auch darf bei einem Defizit nicht vergessen werden, dass der Kapitalmarkt selbst auf die Staatsverschuldung zurückwirkt. Einen bedeutenden Teil des Budgets der Gebietskörperschaften stellen heute die Zinszahlungen dar. Damit verursachen steigende Zinsen auch wachsende Ausgaben, die oft nicht aufzufangen sind. Außerdem gibt es im Steuersystem "built-in stabilizers", die konjunkturelle Schwankungen abfedern sollen. Steigende Zinsen aber dämpfen die Nachfrage, was zu Steuerausfällen und Ausgabenanstieg im sozialen Bereich führt. Auch dies bedeutet Zinswirkung auf den Staatshaushalt. Damit soll nicht gesagt werden, dass ein Staatsdefizit keinen Einfluss auf den Kapitalmarkt hat, aber diese Möglichkeit der Rückwirkung ist kurzfristig nicht eindeutig feststellbar. Das Budget als Instrument der Konjunkturpolitik: Stabilitäts- und Wachstumspakt Ohne staatliche Einflussnahme (Intervention) weist der konjunkturelle Verlauf starke Ausschläge auf. Letztere werden automatisch dadurch verstärkt, dass der Staat z.b. bei rückläufigen Staatseinnahmen aus falsch verstandener Furcht vor Defiziten seine Ausgaben kürzt und damit der Wirtschaft weitere (staatliche) Nachfrage entzieht. Dieser Automatismus war vor dem 1. Weltkrieg und insbesondere in der Zwischenkriegszeit unter anderem dafür mitverantwortlich, dass aus einer Rezession 1930 eine hartnäckige, lang andauernde Depression wurde. (Das reale BIP sank damals in Österreich zum Beispiel um 22,5 % und jeder 4. Erwerbstätige war ohne Beschäftigung). Unter Fiskalpolitik versteht man den Teil der Finanzpolitik eines Staates, mit der der Konjunkturverlauf einer Volkswirtschaft bewusst fördernd oder dämpfend beeinflusst wird. Will ein Staat beispielsweise die Konjunktur stützen oder beleben, wird er meist Steuern und Abgaben senken. Im Gegenzug wirken sich Steuererhöhungen auf Wachstum und Beschäftigung meist negativ aus. Viele der ersten begeisterten Anhänger des keynesianischen Ansatzes glaubten, die Copyright Management Akademie 14

16 Fiskalpolitik sei eine Art Schalter zur Steuerung der Wirtschaftsentwicklung. Ein größeres Budgetdefizit bedeutete demnach eine zusätzliche Stimulierung des Wirtschaftswachstums, das die Arbeitslosigkeit vermindern und die Wirtschaft aus der Rezession führen würde. Ein geringeres Budgetdefizit oder ein Budgetüberschuss sollten demnach in der Lage sein, eine überhitzte Wirtschaft abzukühlen und der Inflation entgegenzuwirken. Der Stabilitäts- und Wachstumspakt (kurz Euro-Stabilitätspakt) ist eine Vereinbarung, welche die Neuverschuldung der einzelnen Mitgliedsstaaten der europäischen Gemeinschaft begrenzen soll. Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (in der Fassung: Vertrag von Nizza) sieht in Artikel 121 vier Konvergenzkriterien vor, die EU-Mitglieder erfüllen müssen, wenn sie der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion beitreten und den Euro einführen wollen (auch Maastrichtkriterien genannt). Im Vorfeld war vor allem umstritten, wie eng die Konvergenzkriterien auszulegen seien, da bei der Festlegung des Vertragstextes nicht alle Mitgliedstaaten die Kriterien erfüllten. Preisstabilität Die Inflationsrate darf maximal 1,5 Prozentpunkte über der der drei preisstabilsten Mitgliedsländer des Vorjahres liegen. Finanzlage der öffentlichen Hand Das jährliche öffentliche Defizit (Nettoneuverschuldung) darf nicht mehr als 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Dieses Kriterium wurde bei den bisherigen Euro einführenden Mitgliedsländern sehr strikt ausgelegt. Der öffentliche Schuldenstand darf nicht mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ausmachen - es sei denn, es ist eine deutlich rückläufige Tendenz ersichtlich. Copyright Management Akademie 15

17 Wechselkurs Die in der zweiten Stufe erlaubte Schwankungsbreite der Wechselkurse im europäischen Währungssystem (bzw. jetzt innerhalb der festgelegten Grenzen des EWS II) darf seit mindestens zwei Jahren nicht überschritten worden sein. Außerdem darf der Mitgliedstaat in diesem Zeitraum seine Währung nicht gegenüber der eines anderen Mitgliedstaates abgewertet haben. Langfristige Zinssätze Der langfristige Nominalzinssatz darf maximal zwei Prozentpunkte über jenem der drei preisstabilsten Länder des Vorjahres liegen. Nach dem Beitritt Die Konvergenzkriterien, wie sie oben beschrieben sind, müssen nur beim Eintritt in die dritte Phase der Europäischen Währungsunion erfüllt werden. Doch da auch nach dem Eintritt Stabilität und Wachstum wichtig sind, wurden auf Initiative des damaligen deutschen Finanzministers Theo Waigel (CSU) zwei dieser Kriterien auch über den Euro-Eintritt hinaus im Stabilitäts- und Wachstumspakt festgeschrieben. Dieser fordert von den Euroländern in wirtschaftlich normalen Zeiten einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt, damit in wirtschaftlich ungünstigen Zeiten Spielraum besteht, durch eine Erhöhung der Staatsausgaben die Wirtschaft zu stabilisieren (Neuverschuldung maximal drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts, Staatsverschuldung unter 60% des Bruttoinlandsproduktes). Copyright Management Akademie 16

18 1.8 Volkswirtschaft als Grundlage für die Preisentscheidung Abbildung 7: Volkswirtschaft als wesentlicher Baustein zur Investitionsentscheidung Erwiesen ist, dass im langjährigen Vergleich der Konjunkturzyklus in Abhängigkeit von Aktien- und Zinsseite steht. In Abb. 8 wird der systematische Zusammenhang der drei wesentlichsten Zyklen Aktien, Konjunktur und Zinsen dargestellt. Diese Darstellung basiert auf einer Untersuchung des US Investmenthauses Merrill Lynch für den US-Markt aus Sicht der letzten 50 Jahre. Gemäß der tatsächlichen Wertentwicklung in diesem Zeitraum wird folgender Zusammenhang ersichtlich: Wenn das Tief in einem Börsenzyklus d.h. an den Aktienmärkten erreicht ist, folgt mit einer Zeitverzögerung von in etwa 6 bis 9 Monaten eine erste Erholung im Wirtschaftswachstum. Auf das aus dem Tiefpunkt anziehende Bruttoinlandsprodukt reagiert mit einer zeitlichen Verzögerung von ca. 6 Monaten der Geldmarktbereich. Copyright Management Akademie 17

19 Abbildung 8: Zyklus: Börsen-, Konjunktur- und Zinsentwicklung Der Zusammenhang zwischen Konjunktur und Aktienkursen ist aus der Literatur auch wie folgt bekannt und wird in unterschiedliche Wirtschaftsphasen eingeteilt. Wirtschaftsboom Das Wirtschaftswachstum ist gesund, Kapazitäten sind voll ausgelastet, es herrscht Knappheit an Arbeitskräften, Rohstoffpreise steigen und die Inflationsrate beginnt zu steigen. Situation an der Börse: Die Kurse sind hoch, aufgrund der laufend veröffentlichten günstigen Unternehmensdaten herrscht Euphorie. Börsenstrategie: halten/sukzessive verkaufen, denn die Notenbanken werden versuchen, durch das ihnen zur Verfügung stehende Instrumentarium die Wirtschaftsentwicklung etwas einzubremsen, um verstärkte Preissteigerungen zu unterbinden. Liquidität wird verknappt, die Zinsen steigen. Die Aussichten für die Wirtschaft und die Unternehmen verschlechtern sich. Rezession (= zwei Quartale mit schrumpfender Wirtschaft) Das Wirtschaftswachstum verringert sich, die Nachfrage geht zurück, Konsumenten und Unternehmen sind verunsichert und bei den meisten Unternehmen sinken die Gewinne. Handlung: kaufen, es wird wieder besser, denn die Notenbanken und Regierungen werden versuchen, das Copyright Management Akademie 18

20 Wirtschaftswachstum durch geldpolitische (Zinssenkungen) und fiskalpolitische Maßnahmen (Steuersenkungen) zu stimulieren. Vorlaufende Indikatoren Bei den volkswirtschaftlichen Kennzahlen steht für den Investor letztlich eines im Mittelpunkt: Er sucht Märkte, die bei geringer Inflation starkes Wirtschaftswachstum aufweisen. Vorlaufende Indikatoren helfen dem Investor, sich ein Bild über die künftige wirtschaftliche Entwicklung zu machen. Letztlich ist immer von Interesse, wie sich eine veröffentlichte Zahl auf Inflation und Wachstum auswirkt. Vorlaufende Indikatoren sind bevorzugt zu verwenden, da sie dem Anleger einen Zeitvorsprung geben. Mit vorlaufenden Indikatoren bekommt man bereits heute einen Hinweis darauf, wie sich die Wirtschaft in Zukunft entwickeln wird. Befindet sich die Wirtschaft in einer Hochkonjunktur, so besteht die Gefahr, dass ein zu rasantes Wirtschaftstempo zu einer Überhitzung führen könnte. Dies bedeutet, dass die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen das Angebot übersteigen könnte. Dies würde zu steigenden Produktionskosten (Löhne, Energie etc.) führen. In letzter Konsequenz würden dann auch die Konsumentenpreise steigen. Eine steigende Inflation wäre aber Gift für die Börse, weil steigende Inflationsraten die realen Renditen verzehren, und vor allem weil steigende Zinsen die Folge wären. Besteht nämlich die Gefahr einer steigenden Inflationsrate, so wird die Notenbank die Zinsen erhöhen, um die Wirtschaft zu bremsen. Die Folge von höheren Zinsen wäre dann verteuerte Kredite für Unternehmen und Konsumenten. Das würde zu weniger Produktion und Konsum führen. Außerdem bedeuten höhere Zinsen eine größere Attraktivität von Anleihen gegenüber den Aktien. Als letzter Punkt führen höhere Zinsen auch noch zu einer niedrigeren Bewertung der Aktien, weil die zukünftigen Cash Flows der Unternehmen mit höheren Zinsen abgezinst werden müssen. Die Folge all dessen ist, dass Anzeichen einer starken Konjunktur in einem bereits sehr guten Wachstumsfeld als negativ angesehen werden müssen, insofern sie auf eine höhere Inflation hinweisen. Copyright Management Akademie 19

21 Effiziente Märkte Eine Aktie ist dann effizient bewertet, wenn der gegenwärtige Preis der Aktie alle Informationen über die Aktie widerspiegelt. In den letzten Jahren wurden unzählige Studien und Bücher verfasst, die sich mit dem Thema der Informationseffizienz der Finanzmärkte beschäftigen. Immer wieder wurde die hohe Effizienz der Märkte bestätigt und durch andere Studien wieder widerlegt. Ein Markt wird dann als effizient betrachtet, wenn die Preise alle auf den Markt vorhandenen Informationen widerspiegeln. Dies wird dann der Fall sein, wenn sich viele Investoren und Analysten mit einer Aktie auseinandersetzen, um ihren inneren Wert zu berechnen und um danach zu trachten, dass die Aktie zu ihrem inneren Wert notiert. Hat nun aber eine Aktie diesen Zustand erreicht, so kann ein besonders guter Analyst keinen Gewinn mehr lukrieren, weil die Aktie ja zu ihrem korrekten inneren Wert notiert. Erst wenn die Aktie wieder davon abweicht, sprich, wenn sie ineffizient bewertet ist, dann tritt wieder ein Analyst auf den Plan, um von der Fehlbewertung zu profitieren. Somit entsteht ein Kreislauf, indem sich die schlauen Börsenteilnehmer selbst im Wettbewerb sich so lange die Gewinne gegenseitig wegschnappen, bis keine größere Gewinnmöglichkeit als bei anderen Aktien mehr vorhanden ist, also bis die Aktie effizient bewertet ist. Investmentansätze Der Investmentansatz Bottom-up bezeichnet die Analyse "von unten nach oben": Erst werden die einzelnen Unternehmen ausführlich untersucht, bevor die Aussichten ganzer Branchen und Marktregionen betrachtet werden. Top-down bezeichnet die Analyse "von oben nach unten": Dabei werden zunächst das makroökonomische und das Branchenumfeld betrachtet, bevor einzelne Unternehmen analysiert werden. Gegenstrom bedeutet eine Mischung aus Bottom-up und Topdown. Zuerst wird ein Rahmenplan für das Unternehmen erstellt, welcher dann unterteilt wird. Später folgt eine Überprüfung auf Realisierbarkeit dieser Teilpläne anhand der unteren Ebenen des Unternehmens. Anschließend erfolgt der Rücklauf der korrigierten Pläne, sowie die Zusammenfassung zum übergeordneten Rahmenplan. Copyright Management Akademie 20

22 Abbildung 9: Investmentansätze Aus Sicht eines langfristigen Investors ist insbesondere auch die demografische Entwicklung der Bevölkerung jenes Landes, in dem ein Investment getätigt wird, von Bedeutung. Die nachfolgende Grafik fasst die wichtigsten generationsbedingten Trends, ihren Einfluss auf die Wirtschaft und die Ausgabe der Konsumenten zusammen. Copyright Management Akademie 21

23 Abbildung 10: Wirtschaftliche Trends und Ausgaben der Verbraucher Die erste Phase, in der die Menschen ihre Ausbildung beenden und in die Arbeitswelt eintreten, ist gekennzeichnet von hohen Ausgaben des Staates und der Arbeitgeber, Innovationskosten und Inflationsraten. Die nächste Phase bringt dann eine Periode großen wirtschaftlichen Booms, hervorgerufen von den durch die Generation geschaffenen neuen Technologien. Einkommen steigen, die Produktivität steigt, und der Konsum nimmt zu. Nachdem die Ausgaben und die Produktivität im mittleren Alter der Generation ihre Höhenpunkte erreicht haben, sehen wir enorme wirtschaftliche Umwälzungen, da die neue Generation mit ungefähr 40 bis 60 Jahren den Zenit ihrer wirtschaftlichen Macht erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt verfügen sie auch über größere Rücklagen und wachsendem Kapital für Geldanlagen. Der nächste Chart fasst die vier wirtschaftlichen Zyklen zusammen, von der jeder einzelne eine andere langfristige Anlagestrategie erfordert. Copyright Management Akademie 22

24 Abbildung 11: Wirtschaftszyklen und Anlegerstrategie In der Stufe der Inflation und Innovation werden folgende Kapitalanlagen empfohlen: Immobilien, besonders gewerbliche Aktien kleinerer Firmen Schatzwechsel (T-bills) und Schuldenpapiere Gold In Zeiten der Inflation eignen sich niedrig kapitalisierte Firmen besser als gut kapitalisierte, da in dieser Phase neue Technologien, Produkte und soziale Trends geschaffen werden. Kleinere Firmen verfügen über die Wendigkeit solche Marktnischen auszufüllen, dahingegen sind größere Firmen schwerfällig und weniger anpassungsfähig. In der Stufe des Wachstums und Booms stehen diese Kapitalanlagen zu Verfügung: Eigentumswohnungen Aktien großer Unternehmen Internationale Aktien Immobilien in Urlaubsgegenden und generell teurere Immobilien Copyright Management Akademie 23

25 Die besten Geldanlagen in der Stufe der Deflation und Krise sind: Langfristige Staatsanleihen und Unternehmensanleihen hoher Qualität Aktien niedrig kapitalisierter Unternehmen (nach dem Crash) Immobilien außerhalb der urbanen Zentren sowie gewerbliche Immobilien (nach dem Crash) In der Phase des Reife-Booms werden folgende Geldanlagen empfohlen: Internationale Aktien sowohl von kleinen als auch großen Unternehmen Wohnhäuser Gewerbliche Immobilien 1.9 Zusammenfassende Fragen Kapitel 1 1. Was versteht man unter Volkswirtschaft? 2. Skizzieren Sie das Kreislaufmodell der Volkswirtschaft! 3. Wodurch zeichnet sich ein idealtypischer Markt aus? 4. Skizzieren Sie das Angebots-Nachfrage-Diagramm! 5. Erklären Sie den Begriff Wirtschaftsboom und dessen Gegenteil! 6. Nennen und erklären Sie die Konvergenzkriterien des Maastricht Vertrags! 7. Sind die Konvergenzkriterien nur beim Eintritt in die EU relevant? 8. Skizzieren Sie das magische Vieleck! 9. Nennen und erklären Sie die Wachstums- und Konjunkturzyklen! 10. Was sind Konjunkturzyklen und wie lange dauert einer? Copyright Management Akademie 24

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