Strategie - Partner - Kompetenzen. Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation

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1 Strategie - Partner - Kompetenzen Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation

2 Editorial Liebe Leserinnen, liebe Leser, Goportis ist bereits ein wichtiger Teil der nationalen Informations- und Forschungsinfrastruktur. Durch die Ausweitung unserer strategischen Kompetenzen werden wir künftig gemeinsam noch besser in der Lage sein, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Arbeit zu unterstützen. Für die Goportis-Partner ist es dabei ein wesentliches Anliegen, dass alle Innovationen und Forschungsarbeiten auf das Engste mit dem bibliothekarischen Kernauftrag verknüpft sind. Unsere Bibliotheken sind Teil einer technisch, organisatorisch und politisch vernetzten Welt. Durch Kooperationen stärken sie ihren Verbund und sich selbst wie auch die externen Kooperationspartner. Essenziell ist eine Zusammenarbeit auch bei Projekten auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei spielt die Mitgliedschaft der Bibliotheken in der Leibniz-Gemeinschaft eine besondere Rolle. Die vorliegende Broschüre stellt den Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation Goportis vor. Wer sind die drei Goportis-Bibliotheken, wofür stehen wir, wo liegen unsere Kompetenzen und wie sieht die Praxis im Verbund tatsächlich aus? Wir laden Sie ein, sich hier einen Überblick zu verschaffen! Der Steuerkreis von Goportis Uwe Rosemann Direktor der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Ulrich Korwitz Direktor ZB MED - Leibniz- Informationszentrum Lebenswissenschaften Prof. Dr. Klaus Tochtermann Direktor ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft

3 Wer sind die drei Zentralen Fachbibliotheken? TIB - Technische Informationsbibliothek Die TIB ist die Deutsche Zentrale Fachbibliothek für Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik. Sie versorgt Wissenschaft, Forschung und Lehre mit Literatur und Information. Die Basis ihrer Dienstleistungen bildet ein exzellenter und weltweit einmaliger Bestand an grundlegenden und hoch spezialisierten technisch-naturwissenschaftlichen Fach- und Forschungsinformationen. Zugang zu den mehr als 160 Millionen Datensätzen bietet GetInfo, das Portal für Technik und Naturwissenschaften der TIB. Zusätzlich sind verschiedene Wissensobjekte wie AV-Medien, 3D-Modelle und Forschungsdaten integriert. Durch die Vergabe von Digital Object Identifier (DOI) sichert die TIB Qualität, dauerhafte Verfügbarkeit und Referenzierbarkeit von Forschungsdaten. TIB in Hannover

4 ZB MED Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften Die ZB MED Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften ist die zentrale Informationsinfrastruktureinrichtung für Fachinformationen und Forschungsunterstützung in den Lebenswissenschaften. Sie hat die weltweit größte Bibliothek der Fächerkombination Medizin, Gesundheitswesen, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften. Hauptziel der ZB MED mit ihren Standorten Köln und Bonn ist es, die Forschenden und Studierenden in diesen Disziplinen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dazu bietet die ZB MED Literatur und Fachinformationen in digitaler und gedruckter Form vor Ort und über ihre semantikbasierten Suchportale MEDPILOT und GREENPILOT an. Die ZB MED besitzt mit German Medical Science (gms) ein fachlich anerkanntes eigenes Open-Access-Portal. Zur dauerhaften Auffindbarkeit von Aufsätzen und Forschungsdaten vergibt sie Digital Object Identifier (DOI). ZB MED in Köln ZB MED in Bonn

5 ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft Die ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft ist das weltweit größte Informationszentrum für wirtschaftswissenschaftliche Literatur. Die Einrichtung beherbergt rund 4 Millionen Bände und ermöglicht den Zugang zu Millionen wirtschaftswissenschaftlichen Online-Dokumenten. Allein 2013 wurden 3,8 Millionen digitale Volltexte heruntergeladen. Daneben stellt die ZBW eine rasant wachsende Sammlung von Open- Access-Dokumenten zur Verfügung. EconStor, der digitale Publikationsserver, verfügt aktuell über frei zugängliche Aufsätze und Working Papers. Mit EconBiz, der Suchmaschine für wirtschaftswissenschaftliche Fachinformationen, können Studierende oder Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in über 9 Millionen Datensätzen recherchieren. Zudem gibt die ZBW die beiden wirtschaftspolitischen Zeitschriften Wirtschaftsdienst und Intereconomics heraus. ZBW in Hamburg ZBW in Kiel

6 Wofür steht Goportis? Exzellenz in Wissenschaft und Forschung erfordert kompetente Unterstützung im wissenschaftlichen Arbeitsprozess. In Goportis entwickeln wir neuartige Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Informationsversorgung für Wissenschaft und Praxis. Im Verbund führen wir diese Lösungen nachhaltig in die Informationslandschaft ein und stärken damit den Wissenschaftsstandort Deutschland.

7 Als überregionale Akteure in der nationalen Bibliothekslandschaft ergänzen die drei Zentralen Fachbibliotheken besonders die Hochschul- und Landesbibliotheken. Sie sind auf dem Weg zu internetbasierten Informationsdienstleistern, speziell vor dem Hintergrund der Herausforderungen der digitalen Informationsbereitstellung. Der Erwerb, die Bereitstellung und die Vermittlung von wissenschaftlichem Content sind die Hauptaufgaben der Deutschen Zentralen Fachbibliotheken. Ihr gemeinsames Ziel ist auch die Bestandserhaltung von Print- und digitalen Beständen, beispielsweise durch Retrodigitalisierung und digitale Langzeitarchivierung. Die drei Zentralen Fachbibliotheken TIB, ZB MED und ZBW sind forschungsbasierte Bibliotheken. Die interdisziplinären Forschergruppen, zusammengesetzt zum Beispiel aus Informatikern, Informationswissenschaftlern und Soziologen, arbeiten an der Entwicklung neuer verbesserter Online-Services für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland. Damit ist Goportis unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Wissenschaftslandschaft. Die drei Goportis-Partner internationalisieren ihre Aktivitäten. Sie engagieren sich verstärkt auf Programmebene bei der EU. Neben den klassischen Bibliotheksaufgaben haben die Zentralen Fachbibliotheken ihr Spektrum erweitert, etwa im Bereich Science 2.0. Hier untersuchen die Bibliotheken beispielsweise, wie Web-2.0-Anwendungen Forschungs- und Publikationsprozesse in der Wissenschaft verändern. Überschneidungen in den Arbeitsfeldern machen ein gemeinsames Arbeiten unter Berücksichtigung der jeweiligen fachspezifischen Ausrichtung der einzelnen Partner zu einem sinnvollen strategischen Instrument. Goportis wird als strategischer Verbund der forschungsbasierten Bibliotheken ZB MED, ZBW und TIB geführt, die alle Mitglieder der Leibniz-Gemeinschaft sind.

8 Unsere Kompetenzen Versorgung mit wissenschaftlichem Content Interessenvertretung: Goportis ist in verschiedenen Organisationen, Arbeitsgruppen und Ausschüssen aktiv. Dazu zählen unter anderem nestor, DataCite und die Arbeitsgruppen der Allianz- Initiative. Volltextversorgung Gemeinsame Lizenzverhandlungen Forschungsdatenmanagement/Open Data Digitale Langzeitarchivierung Gemeinsame Lösungen für nationales Hosting Retrodigitalisierung von ausgewählten Printbeständen Vorantreiben von Open Access Infrastruktur für wissenschaftliches Publizieren

9 Forschung und Innovation Erschließung von Forschungsdaten Um Forschungsdaten auffindbar, zitier- und nachnutzbar zu machen, konzipieren die Goportis-Partner ein effektives und sachgerechtes Serviceangebot. Semantische Anwendungen/Retrieval (inklusive Text- und Data Mining) Unter Verwendung semantischer Technologien bauen die Goportis-Partner zum Beispiel Zugangsportale zu wissenschaftlicher Literatur auf, um ihre Kunden bestmöglich bei der Informationsrecherche zu unterstützen. Nicht-textuelle Materialien (insbesondere AV-Medien) In Goportis werden Methoden zur Suche und zum Zugang zu wissenschaftlichen Informationen aller Art wie Textdokumente, wissenschaftliche Filme, 3D-Modelle oder Computeranimationen entwickelt und in die bestehenden Angebote integriert. Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0 Im Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0, beschäftigen sich die Partner anwendungsorientiert mit der Frage, wie Social Media Forschungs- und Publikationsprozesse verändern. Die Herausforderungen hierbei sind die Erforschung neuer Arbeitsgewohnheiten, neuer Technologien und die Nutzerforschung.

10 Goportis in der Praxis Wissenswerte Forum für Wissenschaftsjournalismus 2013 in Bremen: Auf der Wissenswerte präsentiert Goportis jedes Jahr Ergebnisse von aktuellen Studien. Lebendige Politikberatung: Goportis auf dem Parlamentarischen Abend der Leibniz-Gemeinschaft 2011 in Berlin

11 GoportisCamp 2013 zum Thema Science 2.0 in Köln: Das GoportisCamp bietet den drei Bibliotheken ein Forum zum Knowhow-Transfer und zur Weiterentwicklung des Verbunds.

12 Auch international ist Goportis vertreten - hier auf der IFLA 2012 in Helsinki Science 2.0 Conference 2014 in Hamburg. Begegnungen auf fachlicher und menschlicher Ebene

13 Goportis-Konferenz zum Thema Nicht-Textuelle Materialien 2013 in Hannover Social-Media-Typen in der Wissenschaft: Ergebnisse einer bundesweiten Studie

14 Die Goportis-Partner sind Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft Exzellente Forschung braucht exzellente Forschungsunterstützung. Dazu setzen die drei großen Spezialbibliotheken in Deutschland bei der Entwicklung ihrer Dienstleistungen konsequent auf anwendungsorientierte Forschung sowie international renommierte Kooperationspartner. Dieser Weg stärkt nicht nur die Leibniz-Gemeinschaft, sondern den gesamten Wissenschaftsstandort Deutschland. Prof. Dr. Karl Ulrich Mayer, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft

15 Kontakt: Birte Lindstädt

16 Leibniz-Bibliotheksverbund Forschungsinformation Mitglied der

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