Zukunft Wirtschaft. Herausgegeben von der WKO Oberösterreich

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1 Zukunft Wirtschaft Herausgegeben von der WKO Oberösterreich

2 Einleitung Impressum Herausgeber: WKO Oberösterreich, Linz Gesamtherstellung: COMO GmbH, Linz 2008 WKO Oberösterreich Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der Verbreitung (auch durch Film, Fernsehen, Internet, fotomechanische Wiedergabe, Bild-, Ton- und Datenträger jeder Art) oder der auszugsweise Nachdruck 1. Auflage 2008

3 Vorwort WIR GESTALTEN ZUKUNFT Die WKO Oberösterreich ist die gestaltende Kraft für die heimische Wirtschaft. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass wir uns systematisch mit langfristigen wirtschaftspolitischen Entwicklungstendenzen auseinandersetzen. Konsequent leiten wir daraus unsere Aktivitäten in der Interessenvertretung und Serviceleistungen ab. Mit der Initiative Zukunft Wirtschaft haben wir ein strategisches Zukunftsprogramm in 12 für die Wirtschaft besonders relevanten Themenfeldern entwickelt: Globalisierung, Europa, Innovation und Technologie, Verkehrsinfrastruktur, Bildung und Qualifizierung, Soziales, Arbeitswelt, Nachhaltigkeit, Regionalentwicklung und Regionalmanagement, Mittelstand, Export sowie Gründung und Selbstständigkeit. Das vorliegende Buch enthält für jedes Themenfeld neben Analysen und Szenarien umfangreiche Maßnahmenkataloge und Handlungsempfehlungen für das nächste Jahrzehnt. Das Herzstück von Zukunft Wirtschaft bilden die 12 Leitvisionen, welche die Zukunftspfade für einen wettbewerbsfähigen und dynamischen Wirtschaftsstandort Oberösterreich und einen qualitativ hochwertigen Lebensraum darstellen. Über 400 Unternehmerpersönlichkeiten, ExpertInnen und WissenschafterInnen haben dazu beigetragen, dass das Zukunftsprogramm Praxisrelevanz und ein hohes Maß an Umsetzbarkeit aufweist. Wir möchten uns bei allen Mitwirkenden, insbesondere auch bei den SupervisorInnen, für die klaren Positionen bedanken. KommR Dr. Rudolf Trauner Präsident WKO Oberösterreich Dr. Christian Hofer Direktor WKO Oberösterreich

4 InhaltSverzeichnis Inhaltsverzeichnis Einleitung 9 1 GLOBALISIERung 21 2 EuROPA 51 3 Innovation und TechnologiE 81 4 VerkehrsinfrastruktuR Bildung und Qualifizierung SozialES ArbeitsWelT NachhaltigkeiT Regionalentwicklung und RegionalmanagemenT MittelstanD ExPORT Gründung und SelbstständigkeiT 407 Abkürzungsverzeichnis / GlOSSAR 439

5 Einleitung DIE INITIATIVE ZUKUNFT WIRTSCHAFT Der österreichische EU-Beitritt, die EU-Erweiterung, der rasante technologische Wandel, die fortschreitende Globalisierung und die demografische Entwicklung verändern laufend und nachhaltig die Rahmenbedingungen für die oberösterreichischen Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Oberösterreich. Gerade für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen wird es immer schwieriger, sich zielgerichtet auf die neuen Herausforderungen einzustellen. Mit der Initiative Zukunft Wirtschaft setzt sich die WKO Oberösterreich mit langfristigen Trends und Entwicklungen aktiv auseinander. Die Zielsetzungen Die WKO Oberösterreich versteht sich als die wichtigste gestaltende Kraft für die heimische Wirtschaft. Einen breiten Raum nimmt dabei die Fokussierung auf die Zukunft ein. Aufgabe einer zukunftsorientierten Interessenvertretung ist es, sich proaktiv mit den langfristigen wirtschaftspolitischen Entwicklungstendenzen auseinanderzusetzen. Mit dem Projekt Zukunft Wirtschaft, einer der größten interessenpolitischen Aktivitäten der WKO Oberösterreich, wollen wir uns nachhaltig als Gestalter des Wandels für unsere Mitgliedsbetriebe positionieren. Die WKO Oberösterreich verfolgt mit Zukunft Wirtschaft nachfolgende Hauptzielsetzungen: Konzeption eines strategischen Zukunftsprogramms Erstellung eines langfristigen Vorschlags-/Forderungspaketes an die Politik zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich Entwicklung von Serviceprodukten und Handlungsempfehlungen für unsere Mitgliedsbetriebe zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit und damit zur erfolgreichen Bewältigung des Wandels Die Themenfelder Im Rahmen des Projektes Zukunft Wirtschaft hat sich die WKO Oberösterreich intensiv mit den entscheidenden Entwicklungen in 12 für die Wirtschaft besonders relevanten Themenfeldern auseinandergesetzt.

6 Einleitung Zukunft Wirtschaft Einleitung Die wichtigsten Unternehmens-Umwelten wurden unter ganzheitlichen Gesichtspunkten systemisch bearbeitet. Herausragende Persönlichkeiten der oberösterreichischen Wirtschaft konnten für die Rolle von SupervisorInnen gewonnen werden. Die jeweiligen Themenfelder wurden in Arbeitsgruppen mit intensiver Einbindung von über 400 Unternehmerpersönlichkeiten, ExpertInnen und WissenschafterInnen erarbeitet. Umfangreiche Begleitung erfuhr das Projekt durch das WIFO, durch die Johannes Kepler Universität Linz und durch die oberösterreichischen Fachhochschulen. Die SupervisorInnen Hauptaufgabe der SupervisorInnen war neben der aktiven Einbringung von Visionen und Zielen die Steuerung und Koordinierung der jeweiligen operativen Arbeitsgruppe. Die SupervisorInnen vertreten die von ihnen erarbeiteten Positionen in der Öffentlichkeit. 1 Globalisierung KommR Dr. Clemens Malina-Altzinger Obmann Sparte Industrie 2 Europa GD KommR Dr. Ludwig Scharinger Obmann Sparte Bank und Versicherung 2 Europa Ing. Dr. Paul Rübig EU-Abgeordneter 3 Innovation und Technologie KommR DI Günter Rübig Technologiebeauftragter Land OÖ 4 Verkehrsinfrastruktur KommR Johannes Hödlmayr MBA Obmann Sparte Transport und Verkehr 5 Bildung und Qualifizierung KommR Ing. Hermann Haslauer Vizepräsident WKO Oberösterreich

7 Einleitung 6 Soziales KommR Dr. Anna Scheurecker Vorsitzende private Krankenanstalten und Kurbetriebe 7 Arbeitswelt KommR Ing. Gerhard Buchroithner Obmann Sparte Information und Consulting 8 Nachhaltigkeit GD KommR Dr. Ferdinand Fuhrmann Vorsitzender Strategiegruppe Energie/Sparte Industrie 9 Regionalentwicklung und Regionalmanagement KommR August Oberndorfer-Wagner Obmann Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft 10 Mittelstand KommR Franz Penz Obmann Sparte Handel 10 Mittelstand KommR Ing. Günther Pitsch Obmann Sparte Gewerbe und Handwerk 11 Export Mag. Ulrike Rabmer-Koller Vizepräsidentin WKO Oberösterreich 12 Gründung und Selbstständigkeit Mag. Doris Hummer Landesvorsitzende Junge Wirtschaft Die Leitvisionen Nach einer intensiven Arbeitsphase von mehr als einem Jahr präsentiert die WKO Oberösterreich mit dem vorliegenden Buch ein umfangreiches, umsetzungsorientiertes, proaktives Zukunftsprogramm zur nachhaltigen Stärkung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich. Das Programm ist in 12 Themenfelder gegliedert und enthält neben einer Analyse der Ist-Situation Szenarien sowie umfangreiche Maßnahmenkataloge und Handlungsempfehlungen für das nächste Jahrzehnt. Für jedes einzelne

8 Einleitung Themenfeld wurde erstmals eine Leitvision entwickelt. Diese Leitvisionen bilden die Zukunftspfade für einen wettbewerbsfähigen und dynamischen Wirtschaftsstandort und einen qualitativ hochwertigen Lebensraum. Die 12 Leitvisionen bilden das eigentliche Herzstück von Zukunft Wirtschaft. 1 Globalisierung Wir sind global vernetzt und global aktiv Oberösterreichs Wirtschaft ist über Europa hinaus mit den großen Wirtschaftsräumen Indien, China, Russland und USA global vernetzt. Mehr und mehr mittelständische Unternehmen sind im Sog oberösterreichischer Leitbetriebe weltweit aktiv und sichern dadurch überdurchschnittliches Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in unserer Heimat. Die Erfolge auf internationalen Märkten garantieren hohe soziale und ökologische Standards in unserem Bundesland. Als Vorzeigeregion des 21. Jahrhunderts nutzt Oberösterreich die Chancen der Globalisierung zum Vorteil dieser und nachfolgender Generationen. Die positiven wirtschaftlichen Effekte der Globalisierung mildern nachhaltig die Folgen des demografischen Wandels. 2 Europa Unser Heimmarkt ist der erweiterte EU-Binnenmarkt Die Europäische Union und damit der EU-Binnenmarkt werden weiter wachsen. Die EU des Jahres 2020 umfasst alle Länder Europas in unterschiedlichen Integrationsformen. Oberösterreich positioniert sich im Herzen eines Europas der Regionen, in dem die regionale Identität ebenso im Vordergrund steht wie das Bekenntnis der BürgerInnen zur EU. Schlanke europäische Institutionen schaffen ein bürgernahes und unternehmerfreundliches Umfeld. Die Erfolgsstory EU-Erweiterung wird prolongiert. Oberösterreich festigt seine Position als Produktionsund Exportbundesland Nummer eins. Eine Gemeinsame Außen- und

9 Einleitung Sicherheitspolitik und eine starke Stimme im internationalen Handel stellen die europäischen Interessen weltweit in den Vordergrund. 3 Innovation und Technologie Wir sind ein wissensbasierter Innovationsknoten mit internationaler Vernetzung Oberösterreich investiert über 4,5 Prozent des regionalen BIP in Forschung und Entwicklung. Zusammen mit einer starken Begeisterung für Neues entwickeln wir uns zu einem europaweit führenden wissensbasierten Innovationsknoten. Oberösterreichische Betriebe können auf eine international bestens vernetzte F&E-Infrastruktur zurückgreifen. Zentrale Eckpfeiler bilden dabei eine massiv ausgebaute Technisch-Naturwissenschaftliche Fakultät an der Johannes Kepler Universität, erweiterte Fachhochschulen, leistungsstarke F&E-Kompetenzzentren sowie strategische Allianzen mit weltweit führenden Einrichtungen. Ein besonderer Fokus liegt auf den Stärkefeldern Werkstoffe, Mechatronik, Verfahrenstechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Umweltund Energietechnik. Bestens ausgebildete Menschen sowie der Einsatz neuer Innovations-Instrumente und -Methoden sichern den Know-how- Transfer in neue marktfähige Produkte und Dienstleistungen. 4 Verkehrsinfrastruktur Wir gestalten aktiv die steigenden Mobilitätserfordernisse von Personen und Gütern Mit einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur nutzt Oberösterreich die Chancen seiner zentralen Lage in Europa. Den steigenden Mobilitätsanforderungen wird durch eine optimale Vernetzung aller Verkehrsträger, intelligente Logistiklösungen und positive Anreize Rechnung getragen. Die Donau ist für die heimische Wirtschaft eine leistungsfähige und intensiv genutzte Logistikader durch ganz Europa. Eine moderne Schieneninfrastruktur bildet das Rückgrat des öffentlichen Personenverkehrs und sichert der Exportwirtschaft den Zugang zu wichtigen Märkten,

10 Einleitung insbesondere auch zu den Häfen Europas. Ein professionelles Mediationssystem beschleunigt die Errichtung von Verkehrsinfrastruktur-Projekten. Kosten- und landschaftsverträgliche Umweltschutzmaßnahmen erhöhen die Akzeptanz in breiten Bevölkerungskreisen. 5 Bildung und Qualifizierung Unsere vorhandenen Bildungs-Ressourcen sind bestmöglich ausgeschöpft Oberösterreich hat ein Bildungssystem, das die verschiedenen Begabungen frühzeitig erkennt, entwickelt und fördert. Wichtige Wesensmerkmale sind Wertorientierung, individuelle Förderung und Orientierung an Mindeststandards. Das Bildungssystem 2020 lässt Wettbewerb zu und räumt den einzelnen Schulen weitreichende budgetäre, personelle und methodisch-didaktische Kompetenzen ein. Durch eine professionalisierte Bildungs- und Berufsberatung gelingt es, Bildungsfehlentscheidungen weitgehend zu vermeiden. So konnte einerseits die Zahl höherer sowie akademischer Bildungsabschlüsse gesteigert und gleichzeitig auch das Fachkräftepotenzial bestmöglich ausgeschöpft werden. Bei der Umsetzung des Konzeptes des lebenslangen Lernens werden über die erleichterte Anerkennung informell und nonformal erworbener Kompetenzen verstärkt bildungsferne Zielgruppen für den Arbeitsmarkt als Fachkräfte erschlossen. 6 Soziales Wir verwirklichen durch Effizienzsteigerung und ein Mehr an Eigenverantwortung einen leistbaren Sozialstaat Bereits bis 2020 steigt in Oberösterreich der Anteil der SeniorInnen um rund ein Fünftel. Dieser signifikante demografische Wandel, der mit einer dramatischen Veränderung der Familienstrukturen Hand in Hand geht, führt zu großen Finanzierungsengpässen im Sozialsystem. Um den Faktor Arbeit unter dem Gesichtspunkt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit nicht noch weiter zu belasten, liegen die Lösungen 10

11 Einleitung vor allem in der Stärkung der Eigenverantwortung und in der Effizienzsteigerung. Im Gesundheitswesen werden die Leistungen dort erbracht, wo es am wirtschaftlichsten ist. Ein angepasstes Pensionsrecht motiviert zu einem längeren Verbleib im Erwerbsleben, zudem stärken positive Anreize die betriebliche und individuelle Pensionsvorsorge. Ein innovatives Pflegesystem ermöglicht den Menschen in Oberösterreich ein Altern in Würde. Regelmäßige ganzheitliche Wirkungsanalysen durch ExpertInnen sichern unser Konzept der sozialen Marktwirtschaft auch in einer globalisierten Welt. 7 Arbeitswelt Wir sichern mit einer ausreichenden Anzahl von Fachkräften Wachstum und Vollbeschäftigung In Oberösterreich herrscht Vollbeschäftigung. Die ausreichende Verfügbarkeit von Fachkräften ist ein entscheidender Wachstumsfaktor. Mittels einer zielgerichteten aktiven Arbeitsmarktpolitik gelingt es, uns im Wettbewerb um die besten Köpfe auf dem internationalen Arbeitsmarkt erfolgreich zu behaupten. Die Bewusstseinsbildung und begleitende betriebliche Maßnahmen haben zu einer Anhebung der Beschäftigungsquote älterer ArbeitnehmerInnen auf deutlich über 50 Prozent geführt. Der Arbeitsmarkt setzt auf einen hohen Anteil erwerbstätiger Frauen. Ein wirtschaftsorientiertes Einwanderungs- und Integrationskonzept stellt sicher, dass eine ausreichende Anzahl von ausländischen Fachkräften oberösterreichische Betriebe als attraktive Arbeitgeber empfindet. Ein modernes Arbeits- und Sozialrecht verbindet Flexibilität und soziale Verantwortung. 8 Nachhaltigkeit Wir räumen der Energieeffizienz absoluten Vorrang ein Die Entkoppelung von Wachstum und Ressourcenverbrauch macht Oberösterreich zu einer der energieeffizientesten Regionen Europas. Neben konventionellen Energieträgern führen zunehmend erneuerbare 11

12 Einleitung Energieformen zu wettbewerbsfähigen Preisen bei hoher Versorgungssicherheit. Oberösterreich festigt durch die Entwicklung, die Anwendung und den Export fortschrittlichster Produktionstechnologien seine Position als Kernindustrieland und Produktionsstandort. Eine enge Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft im Einklang mit massiven Investitionen, insbesondere im Bereich Energie- und Umwelttechnik, führt zu einem rasanten Wachstum dieses Sektors. Der erworbene Know-how-Vorsprung bei Clean Technologies eröffnet enorme Wachstumspotenziale auf den internationalen Märkten und sichert eine hohe Lebensqualität in Oberösterreich. 9 Regionalentwicklung UND Regionalmanagement Wir haben dynamische Regionen durch einen gestärkten Zentralraum und grenzüberschreitende Kooperationen Durch eine moderne Infrastruktur und eine leistungsfähige internationale Verkehrsanbindung wird der oberösterreichische Zentralraum zu einem der wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsstandorte Europas. Mit einer vernetzten Vorgangsweise aller regionalpolitischen Akteure werden deren Kräfte gebündelt und eine Ausgewogenheit zwischen dem urbanen und dem ländlichen Raum erreicht. Spezifische Teilkonzepte forcieren Kooperationen sowie interkommunale Zusammenarbeit und sichern die regionale Lebensqualität. Oberösterreich nutzt seine geografische Lage zur Kooperation mit den benachbarten Ländern. Gemeinsam mit Niederbayern und Südböhmen wird ein starker gemeinsamer Wirtschaftsraum umgesetzt. 10 Mittelstand Unser neuer Mittelstand ist stark durch seine Nähe zum Menschen Der neue mittelständische Unternehmer verbessert seine Wettbewerbsfähigkeit durch die Nähe zu seinen KundInnen und die Kenntnis ihrer Bedürfnisse. Er befriedigt die gestiegene Nachfrage nach mehr Authen- 12

13 Einleitung tizität, Dienstleistungsorientierung, Regionalität und Umweltkonformität. Dieser moderne Unternehmertyp tritt immer mehr als Wegbegleiter und Coach seiner KundInnen und MitarbeiterInnen in Erscheinung. Alternative Finanzierungsformen, Wachstum und verstärktes Engagement auf Auslandsmärkten sind weitere Erfolgsstrategien für den neuen Mittelstand. Die Politik trägt der weiterhin hohen Bedeutung des Mittelstandes als standorttreuer Arbeitgeber, Ausbildner und Steuerzahler Rechnung. 11 Export Wir erhöhen unseren Wohlstand durch den Fokus auf weltweite Märkte Oberösterreich profitiert von einer wachsenden Weltwirtschaft. Wir setzen dabei auf den Export hochqualitativer Produkte und die Forcierung des Dienstleistungsexports. Gepaart mit gezielten Direktinvestitionen im Ausland werden qualifizierte Arbeitsplätze im Inland geschaffen und der heimische Wirtschaftsstandort gesichert. Während sich Europa zum Heimmarkt für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt, realisieren heimische Leitbetriebe ihre Chancen auf boomenden Überseemärkten. Insbesondere durch Kooperationen, Netzwerkbildung und die Bündelung von Know-how verdoppelt sich die Anzahl der oberösterreichischen Exporteure auf rund Die Internationalisierungsoffensive ist damit der Wohlstandsbringer. 12 Gründung und Selbstständigkeit Wir sind als Netzwerkland das Gründerzentrum Europas Freiheit, Selbstbestimmung, Selbstverwirklichung, Selbstfindung und Flexibilität prägen die Menschen. Das Unternehmertum hat in Oberösterreich einen hohen, noch nie da gewesenen gesellschaftlichen Stellenwert. Die WKO Oberösterreich durchbricht die Schallmauer von Mitgliedern. Verbunden mit vereinfachten Verfahren, gezielten Finanzierungen und einer gründerfreundlichen Infrastruktur wird der Weg in die Selbstständigkeit unterstützt und begleitet. Eine verstärkte 13

14 Einleitung Gründungsdynamik gibt es in wissensbasierten Dienstleistungsbereichen und in Gesundheitsbranchen. Etwa zwei Drittel der UnternehmerInnen in Oberösterreich haben keine MitarbeiterInnen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Förderung der nachhaltigen Netzwerk-Initiierung und -Entwicklung. Gezielte Initiativen motivieren zu verschiedensten Formen der Kooperation von UnternehmerInnen untereinander sowie mit wissenschaftlichen Einrichtungen. Oberösterreich wird dadurch zum Netzwerkland und Nährboden für Unternehmensgründungen. 14

15 1 Globalisierung 1 globalisierung Supervisor: KommR Dr. Clemens Malina-Altzinger Themenfeldleiter: Mag. Robert Leitner MBA Ing. Dr. Heinz Moosbauer 20

16 1 Globalisierung INHALTSVERZEICHNIS 1 Themenfeld-Definition 22 2 Die aktuelle Situation 23 Tabelle 1: Österreichs Position in internationalen Globalisierungs-Rankings 23 3 Die wichtigsten Einflussfaktoren 27 4 Das Zukunftsszenario 30 Abbildung 1: Einschätzung oö. ExpertInnen zur Entwicklung der Weltwirtschaft bis Abbildung 2: BIP-Entwicklung Abbildung 3: Energiebedarf weltweit 34 Abbildung 4: Entwicklung der Anteile einzelner Regionen an der Weltbevölkerung 35 Abbildung 5: Expertenmeinung zur Konkurrenzfähigkeit des österreichischen B bildungssystems 37 5 Die Handlungsempfehlungen 40 6 Anhang 43 21

17 1 Globalisierung 1. Themenfeld-DEFINITION 1.1 Aufgabenstellung Ziel der Arbeitsgruppe war es, globale, für die (Welt-)Wirtschaft bestimmende Entwicklungen zu analysieren und deren Auswirkung auf die oberösterreichische Wirtschaft darzustellen. Davon ausgehend wurden Ziele, Maßnahmen, Handlungsempfehlungen und Forderungen aus der Sicht der oberösterreichischen Wirtschaft abgeleitet. Den Hauptschwerpunkt bilden dabei jene Einschätzungen und Aussagen, die von den Experten der WKO Oberösterreich und befragten externen ExpertInnen in das Projekt eingebracht wurden. 66 VertreterInnen der oberösterreichischen Wirtschaft, insbesondere aus international agierenden Leitbetrieben, und zahlreiche ExpertInnen aus Wissenschaft, Politik, Kirche und Landesverteidigung wurden anhand standardisierter Fragebögen zu den künftigen Entwicklungen befragt. Ihre Aussagen und Prognosen wurden umfassend eingearbeitet und bilden zusammen mit verschiedenen Sekundärdaten (Studien, Berichte etc.) den Fokus der Betrachtung. 1.2 Sechs Dimensionen von Globalisierung Es wurden sechs Dimensionen der Globalisierung identifiziert, die aus wirtschaftlicher Sicht besonders relevant sind: Entwicklung neuer Welthandelsmärkte und -mächte Rohstoff- und Energiemärkte und ökologische Rahmenbedingungen Demografie und Humanressourcen Information und Kommunikation Sicherheit Politischer und gesetzlicher Rahmen 1.3 Abgrenzung zu anderen Themenfeldern Globalisierung im Sinne einer zunehmenden Vernetzung der Welt über ökonomische, politische, soziale, ökologische, kulturelle und kommunikationstechnische Interdependenzen 1 umfasst ein breites Spektrum an Fragestellungen und Inhalten. Aus diesem Grund ist die Behandlung des Themenfelds nicht abschließend zu sehen, sondern soll als Basis für die nachfolgenden Themenfelder und für weiterführende Aussagen dienen. 22

18 1 Globalisierung 2. Die aktuelle situation Die Globalisierung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Im Folgenden werden der Einfluss der Globalisierung auf die österreichische Wirtschaft dargestellt und die Gründe dafür erläutert. 2.1 Globalisierungs-Gewinner Österreich Österreich zählt als kleine, offene Volkswirtschaft heute zu jenen Ländern, die am stärksten von der Teilnahme am weltweiten Handel und der zunehmenden real- und finanzwirtschaftlichen Verflechtung von Märkten und Wirtschaftsräumen profitieren. Österreich gehört zu den Gewinnern der Globalisierung. Grund dafür sind die fortschreitende Integration in größere, global agierende Wirtschaftsräume (EWR, EU, WWU) und die daraus resultierenden Vorteile für die heimische Wirtschaft (Teilnahme am EU-Binnenmarkt, gemeinsame EU-Handels- und Zollpolitik, Teilnahme am Euro, EU-Nachbarschaftspolitik und -Entwicklungshilfe, Abkommen der EU mit Lateinamerika, ASEAN, USA). Die folgenden Fakten belegen dies auf eindrucksvolle Weise. Österreich liegt im Globalisierungs-Spitzenfeld Wie internationale Rankings 2 belegen, gehört Österreich zu den am stärksten globalisierten Ländern der Welt. Verschiedene Globalisierungsindizes weisen darauf hin, dass Österreich im Spitzenfeld liegt: sowohl in politischer Hinsicht (Zusammenarbeit mit anderen Ländern, Mitgliedschaft in internationalen und supranationalen Organisationen etc.) als auch wirtschaftlich (Exportquote, Direktinvestitionen, Kapitalverkehrsfreiheit usw.) und sozial (Verbreitungsgrad von Informationen und Ideen z. B. via Internet und Telefon). Index Quelle Rang Global Competitiveness Index World Economic Forum (WEF) 17 World Competitiveness Scoreboard Institut für Managemententwicklung (IMD) 13 Business Competitiveness Index World Economic Forum (WEF) 12 Globalization Index AT Kearney 9 KOF Globalisierungsindex Konjunkturforschungsstelle Swiss Institute for Business Cycle Research KOF/ETH Zürich Overall Lisbon Performance Centre for European Reform (CER) 5 6 Tabelle 1: Österreichs Position in internationalen Globalisierungs- Rankings Quelle: In Anlehnung an Schneider (2007) 23

19 1 Globalisierung Wirtschaftlich gesehen ist dies insofern erstaunlich, als Österreich nur über wenige große multinationale Unternehmen, dafür aber über eine klein- und mittelbetrieblich strukturierte, stark diversifizierte Wirtschaft verfügt. Der wirtschaftliche Radius dieser Unternehmen ist überwiegend auf den Heimmarkt bzw. auf die unmittelbaren Nachbarstaaten beschränkt. Österreichische Exporte und Handelsbilanz auf Erfolgskurs Österreich weist in der EU-15 mit einer durchschnittlichen Zunahme der realen Warenexporte von 6,6 Prozent pro Jahr das zweithöchste Exportwachstum im Zeitraum auf. 3 Mit einem Exportvolumen von 103,7 Mrd. Euro (2006) und einem über dem EU-Durchschnitt liegenden Exportwachstum von 9,5 Prozent 4 haben österreichische Unternehmen die Chancen auf den Exportmärkten eindrucksvoll genutzt: Die Warenexportquote (Verhältnis Warenexporte zum gesamten BIP) ist seit 1994 um 88 Prozent gestiegen. 5 Diese ausgezeichnete Entwicklung hat sich auch 2007 mit einem Exportwachstum von 10,1 Prozent und einer Steigerung der Gesamtexporte auf 114,26 Mrd. Euro erfolgreich fortgesetzt. 6 Der Vergleich von Exporten und Importen zeigt, dass sich die Handelsbilanz dadurch sehr positiv entwickelt hat. So konnte 2007 zum zweiten Mal in der Geschichte der Zweiten Republik (erstmals: 2002) ein Außenhandelsbilanzüberschuss erzielt werden. Auch dies ist ein Indikator für die globale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft. Oberösterreich profitiert von der regionalen Globalisierung: Europa als Exportdestination Nummer eins Besonders stark konnte Österreich von den neuen Märkten der EU in Mittel- und Osteuropa profitieren, wie der Handelsbilanzüberschuss im Jahr 2007 von rund 5,9 Mrd. Euro mit den 12 neuen EU-Mitgliedsstaaten beweist. 7 Damit hat Europa als wichtigste Exportdestination noch mehr an Bedeutung gewonnen. Auf den außereuropäischen Märkten mit Ausnahme des US-amerikanischen Marktes sind österreichische Unternehmen hingegen noch schwach vertreten: Unter den Top 20 der heimischen Exportmärkte im Jahr 2006 finden sich neben den USA auf Rang 3 lediglich Russland auf Platz 11 sowie China und Japan auf den Plätzen 18 und 19. Im Vergleich mit den Exportwerten der EU bzw. einzelner EU-Mitgliedsstaaten in Drittstaaten 8, insbesondere nach Asien, liegt Österreich (28,08 Prozent Exporte in Nicht-EU-Staaten bzw. 24

20 1 Globalisierung 6,18 Prozent nach Asien) sowohl hinter der EU insgesamt (31,77 Prozent bzw. 8,36 Prozent) als auch hinter vergleichbaren Ländern wie Dänemark (29,09 Prozent bzw. 7,46 Prozent). Für viele Branchen und Unternehmen ist das Wachstum im Ausland notwendiger Bestandteil der Unternehmensstrategie geworden. Österreich zählt heute zu den Top-Investoren in den benachbarten EU-Erweiterungsländern und -Beitrittskandidaten, was nicht zuletzt auf die Internationalisierungserfolge zahlreicher oberösterreichischer Unternehmen zurückzuführen ist. Aufgrund der überragenden Investitionstätigkeit österreichischer Unternehmen auf den neuen EU-Nachbarmärkten haben die Auslandsinvestitionen seit dem Jahr 2003 jene der ausländischen Direktinvestitionen im Inland übertroffen. 9 Österreich steigert seine Wettbewerbsfähigkeit Nicht nur in den Bereichen Internationalisierung und Export stellt sich die Ist-Situation sehr positiv dar. Auch insgesamt hat sich Österreichs Wettbewerbsfähigkeit verbessert, wie verschiedene Studien belegen. Im Ranking des World Competitiveness Scoreboard 2007, welcher das unternehmerische Umfeld bzw. die Rahmenbedingungen für Unternehmen nach insgesamt 323 Kriterien untersucht, konnte sich Österreich von Rang 13 (2006) auf Rang 11 (2007) unter insgesamt 55 Ländern verbessern. 10 Auch innerhalb der EU schneidet Österreich bei der Bewertung der Wachstums- und Beschäftigungspolitik im Rahmen der Frühjahrsberichte der vergangenen Jahre zu den Lissabon-Zielen sehr gut ab. Analysiert man die konkreten Verbesserungsfortschritte, so ist festzustellen, dass dafür primär steuerliche Anreize im Bereich der Internationalisierung maßgeblich waren. Diese sind in Zukunft nur bedingt fortschreibbar, weshalb strukturelle Verbesserungen im Bildungsbereich, bei Forschung & Entwicklung (F&E) oder Produktinnovationen noch stärker in den Vordergrund rücken. 2.2 Vorzeige-Bundesland Oberösterreich Für Oberösterreich treffen die oben angeführten Fakten und Entwicklungen in besonderem Maße zu. Als stärkstes österreichisches 25

21 1 Globalisierung Industrie- und Exportbundesland verfügt Oberösterreich über eine Vielzahl an Unternehmen, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit im In- und Ausland unter Beweis stellen. Mit einem Exportwert von 26,8 Prozent im produzierenden Bereich ist Oberösterreich führend. 11 Rund ein Drittel des Handelsbilanzüberschusses mit den neuen EU-Mitgliedsstaaten in Mittel- und Osteuropa stammt von oberösterreichischen Unternehmen. Bei der Investitionstätigkeit auf den neuen EU-Nachbarmärkten nehmen oberösterreichische Unternehmen eine Spitzenposition ein. Oberösterreich weist seit dem Jahr 2000 die niedrigsten Arbeitslosenraten aller Bundesländer auf. Mit einer Arbeitslosenrate (nach österreichischer Berechnung, d. h. registrierte Arbeitslose lt. AMS bezogen auf unselbstständig Erwerbstätige) von 3,6 Prozent im Jahresschnitt 2007 nimmt Oberösterreich abermals die Spitzenposition ein. Gleiches gilt auf Bezirksebene, wo die Arbeitsmarktbezirke Eferding mit 2,6 Prozent, Grieskirchen mit 3,1 Prozent, Freistadt und Linz mit je 3,4 Prozent sowie Traun mit 3,5 Prozent unter den Top Ten der Bezirke mit der österreichweit niedrigsten Arbeitslosenquote liegen. 12 Im Vergleich zu anderen Bundesländern bzw. zum Österreichschnitt war der Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen in Oberösterreich mit rund 11 Prozent seit 1995 überproportional hoch. 13 Oberösterreich kann ein dichtes Innovationsnetzwerk (Technologiezentren, Fachhochschulen, Universitäten etc.) vorweisen. Oberösterreich verfügt seit mehreren Jahren über ein funktionierendes Netzwerk von Clustern (Clusterland Oberösterreich), während in anderen Regionen (z. B. in Bayern) erst damit begonnen wurde. Mit 588 Patentanmeldungen und 351 erteilten Patenten im Jahr 2006 ist Oberösterreich das Erfinderland Nummer eins in Österreich. 14 Oberösterreich führt seine Infrastruktur an die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts heran. Dazu zählt der Ausbau aller hochrangigen Verkehrsträger ebenso wie die Erweiterung der Energie- und IKT- Infrastruktur (Breitband). Auch in ökologischer Hinsicht liegt Oberösterreich an der Spitze aller Bundesländer. Nicht weniger als 41 Prozent der gesamten 26

22 1 Globalisierung Umweltausgaben der österreichischen Unternehmen (in Höhe von 522 Mio. Euro) im Jahr 2005 wurden in Oberösterreich investiert Resümee Österreich und Oberösterreich im Besonderen haben sich in einem immer globaler werdenden Umfeld wirtschaftlich hervorragend behauptet. Das Beispiel Oberösterreich zeigt, dass auch in einer mehr und mehr globalisierten Welt hohe ökologische und soziale Standards mit wirtschaftlichem Erfolg vereinbar sind. Entsprechende Weichenstellungen zur Steigerung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und damit zur Absicherung und zum Ausbau dieser Standards sollen daher auf Bundes und auf Landesebene oberste Priorität erhalten. 3. Die wichtigsten EINFLUSSFAKTOREN Mehrere Einflussfaktoren bestimmen nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung auf globaler Ebene und in der Folge auch die heimische Wirtschaft. Diese werden im Folgenden näher erläutert. 3.1 Entwicklung neuer Welthandelsmärkte und -mächte Als bestimmende Einflussfaktoren sind zunächst die Entwicklung der Wechselkurse vor allem des Euro gegenüber dem Dollar und jene der Energie- und Rohstoffmärkte zu nennen. Darüber hinaus werden, abgesehen vom amerikanischen und europäischen Wirtschaftsraum, vor allem die Entwicklungen auf den Wachstumsmärkten China und Indien die Weltwirtschaft nachhaltig bestimmen. Oberösterreich wird jedoch mittelfristig vom Wachstum auf den benachbarten Märkten in der EU, insbesondere in den neuen EU-Mitgliedsstaaten, wesentlich beeinflusst. Langfristig sind die Entwicklungen auf den BRIC-Märkten (Brasilien, Russland, Indien und China) bzw. den Märkten der E7 (BRIC plus Indonesien, Mexiko und Türkei) von ebenso entscheidender Bedeutung wie jene auf den entwickelten Märkten der G8 (USA, Kanada, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Russland). Aufgrund der Nähe und der wirtschaftlichen Verflechtung spielen die 27

23 1 Globalisierung Märkte Russlands und der Türkei eine besondere Rolle. Neben der realwirtschaftlichen Interdependenz der Märkte, welche bei weitem nicht so stark und so fortgeschritten ist wie jene auf den Finanzmärkten, sind zunehmend auch die Dienstleistungsmärkte weltweit vernetzt. Aus der globalen Entwicklung leiten sich auch die bestimmenden Determinanten für den ländlichen Raum und die regionale Gewerbeund Handelsstruktur ab. Kooperationen, insbesondere im Verhältnis Dienstleistung zu Produktion, sind dabei ebenso entscheidend wie ganz allgemein die Frage der Kaufkraft und des Lebensstandards. 3.2 Rohstoff- und Energiemärkte und ökologische Rahmenbedingungen Weltweit steigt die Nachfrage nach Öl, Gas und Elektrizität. Die zukünftige Verfügbarkeit fossiler Energieträger sowie die Rahmenbedingungen ihrer Gewinnung und Nutzung (Umsetzung des Kyoto-Protokolls, v. a. CO 2 -Problematik) werden die Weltwirtschaft nachhaltig beeinflussen. Ebenso sind neue Energieformen auf regionaler Ebene, innovative Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz und der ordnungspolitische Rahmen (Förderungen einzelner Energieträger, z. B. im Hinblick auf geringere Umweltbelastung oder regionale Aufbringung, Frage der Durchleitung und Normierung) als Einflussfaktoren miteinzubeziehen. In Bezug auf Rohstoffe gewinnen sowohl angebots- als auch nachfrageseitig Aspekte der Effizienz, Steuerung und Verteilung besonders für die rohstoffintensive Industrie weiter an Bedeutung. 3.3 Demografie und Humanressourcen Das Bevölkerungswachstum ist ein zentraler Faktor für die globale gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung. Die demografischen Entwicklungen in Teilen der Welt bzw. in einzelnen Regionen wirken sich ebenso auf das Wachstum einer Wirtschaft aus wie die Frage des insgesamt verfügbaren Arbeitskräftepotenzials und der Qualifikation der Arbeitskräfte. Migration, zunehmende Urbanisierung und Pendlerströme spielen hier eine entscheidende Rolle. Aber auch die Schaffung und der Erhalt von qualifizierten Humanressourcen vor Ort durch lebenslanges 28

24 1 Globalisierung Lernen, neue Ausbildungsformen sowie Bildungsstandards insgesamt sind wichtige Einflussfaktoren, wobei in Österreich auf beruflicher Ebene dem dualen System ein besonderer Stellenwert zukommt. Global gesehen ist vor allem das Angebot an spezialisierten Fachkräften und TechnikerInnen ein Erfolgsfaktor der Zukunft. 3.4 Information und Kommunikation Wachsende Bedeutung haben in Zukunft jene Bereiche, die als Querschnittsmaterien zum Funktionieren wirtschaftlicher Beziehungen beitragen und ein immer wichtigerer Bestandteil der Wertschöpfungskette werden. Der weltweite Zugang zu Informationen über das Internet und die dadurch veränderte Nachfrage nach Gütern und Leistungen (Auslagerung von IT-Serviceleistungen, Trend zum E-Shopping etc.) beeinflussen nachhaltig die bisherigen Strukturen in vielen Teilen der Welt und zahlreichen Branchen (Finanzdienstleistungen, Reisebranche etc.). Weitere Einflussfaktoren bilden in diesem Zusammenhang auch der Zugang zu Informationen, die Verfügbarkeit von IT-ExpertInnen und die rasante Verbreitung und Entwicklung der Mobiltelefonie. 3.5 Sicherheit Aufgrund seiner enormen Verflechtung wird das System der Weltwirtschaft anfälliger für Störereignisse, die sich aus Bedrohungen und Auseinandersetzungen (militärische Konflikte, Terroranschläge etc.) ergeben. Die steigenden Mobilitätsbedürfnisse im Personen- und Güterverkehr rücken zudem das Thema Sicherheit im Bereich Transport oder die Frage der Reglementierung von Verkehrsketten in den Vordergrund. Generell geht die Zunahme des Terrors auch mit der medialen Verflechtung der Welt einher. 3.6 Politischer und gesetzlicher Rahmen Die Frage nach einem weltweiten gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Ordnungsrahmen für die Zukunft ergibt sich nicht nur aus den Entwicklungen in den oben angeführten Einflussbereichen. Der ordnungspolitische Rahmen war und ist bis heute Teil der weltwirtschaftlichen Verflechtung, aus der sich auf internationaler, auf nationaler und zum Teil 29

25 1 Globalisierung sogar auf regionaler Ebene konkrete Regelungen bzw. Empfehlungen für das wirtschaftliche Handeln und die internationale Arbeitsteilung ergeben haben (WTO, EU, innerstaatliche Rahmenbedingungen etc.). Dadurch wird der Entscheidungsspielraum der Nationalstaaten ebenso beeinflusst wie standortpolitische Weichenstellungen (Frage der Headquarters usw.). Ordnungspolitische Regelungen wie der Schutz bestimmter Industrien und neue Entwicklungen wie das Aufgreifen der Globalisierungsthematik mit dem Ziel, Stimmung für die Anliegen bestimmter Gruppen zu machen, beeinflussen die Berichterstattung und damit auch die Einstellung zur Globalisierung (als Chance bzw. Bedrohung). Ebenfalls sichtbar ist die Tendenz zur Renationalisierung, wie sie zum Beispiel von Seiten der USA betrieben wird, wobei gerade die globale Dimension vieler Probleme (Klimawandel, Asylwesen etc.) eine stärkere globale Lösungskompetenz (z. B. auf Ebene der G8) erfordert. 4. das ZUKUNFTSSZENARIO Die Weltwirtschaft wird sich bis 2020 rasant weiterentwickeln. Verschiedenste Einflussfaktoren werden die Entwicklung der heimischen Wirtschaft und ihrer Unternehmen langfristig prägen. Im Folgenden sollen die möglichen Szenarien und Herausforderungen mit den damit verbundenen Auswirkungen dargestellt werden. 4.1 Entwicklung neuer Welthandelsmärkte und -mächte Die rasante Entwicklung der Weltwirtschaft wird bereits heute von sehr unterschiedlichen Entwicklungen in einzelnen Teilen der Welt geprägt. Noch können die USA und die EU allerdings ihre Position als die führenden Volkswirtschaften erfolgreich behaupten, die Globalisierung wird das Bild der führenden Wirtschaftsgiganten in Zukunft aber nachhaltig verändern. Neue global player Wie Abbildung 1 verdeutlicht, sehen die befragten ExpertInnen den asiatischen Raum als den am stärksten wachsenden Wirtschafts- 30

26 1 Globalisierung raum bis 2020, gefolgt von Europa und, mit einigem Abstand, den USA. Diese Einschätzung hängt unter anderem damit zusammen, dass das Wachstum in den neuen EU-Mitgliedsstaaten und bei möglichen Beitrittskandidaten in Europa (z. B. Türkei) mittelfristig überdurchschnittlich hoch eingeschätzt wird. Die EU wird auch weiterhin als wichtigster Absatzmarkt gesehen, während die USA nur für einen Teil der Befragten relevant sind und deren Entwicklung eher verhalten gesehen wird. Damit stimmen die Aussagen der oberösterreichischen Wirtschaftsvertreter- Innen zur mittel- und langfristigen Entwicklung weitgehend mit den Ergebnissen internationaler Studien überein. 16 Asien 12 % 86 % Abbildung 1: Einschätzung oö. ExpertInnen zur Entwicklung der Weltwirtschaft bis 2020 Europa 4,5 % 79 % Quelle: WKOÖ (2008) USA 8 % 48 % stark wachsend (> 5 %) wachsend Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die oberösterreichischen Top-ManagerInnen und WirtschaftsvertreterInnen Indien und nicht China als den am stärksten wachsenden Wirtschaftsraum der Zukunft erachten. Begründet wird dies u. a. mit der noch fehlenden Stabilität bzw. der noch jungen politischen Kultur in China, während Indien aufgrund einer gefestigteren Demokratie und anderer Faktoren (Amtssprache Englisch etc.) in einer besseren Position gesehen wird. Auch PricewaterhouseCoopers und die Deutsche Bank Research 17 (siehe auch Abbildung 2) kommen zu dem Ergebnis, dass Indien und nicht China die größten Zuwächse bis 2020 generieren wird. 31

27 1 Globalisierung Indien 5,5 % Abbildung 2: BIP-Entwicklung Malaysia China Türkei 4,1 % 5,4 % 5,2 % Quelle: In Anlehnung an Hofmann et al. (2006) Irland 3,8 % Mexiko USA Argentinien Spanien Brasilien Kanada Frankreich Norwegen Neuseeland Österreich 3,2 % 3,1 % 3,0 % 2,8 % 2,8 % 2,4 % 2,3 % 2,1 % 2,1 % 2,1 % Deutschland 1,5 % Großes Potenzial wird auch den Wachstumsmärkten der Türkei und Russlands sowie weiteren emerging economies (E7-Ländern wie Mexiko oder Brasilien) prognostiziert, sodass langfristig eine Verschiebung des wirtschaftlichen Gewichts von den führenden Industrienationen zu diesen so genannten emerging economies erwartet wird. Fazit: Mittelfristig wächst die Weltwirtschaft auf hohem Niveau weiter, vorausgesetzt, größere Turbulenzen bleiben aus. Langfristig wird Asien zum Motor der Weltwirtschaft: Indien gilt als der Wachstumsmarkt der Zukunft. Wachstumsfelder der Zukunft Um in Zukunft mit den neuen Anbietern aus den emerging economies Schritt halten zu können, sind nach Ansicht der VertreterInnen der oberösterreichischen Wirtschaft neben den klassischen Standbeinen 32

28 1 Globalisierung Produktion und Service vor allem Hightech- und innovative Dienstleistungen zu forcieren. Technologietransfer und grenzüberschreitende Forschungskooperationen nehmen an Bedeutung zu. Der globale Konkurrenzkampf beginnt nach Ansicht vieler ExpertInnen bereits im Projektstadium. Die Projektwirtschaft im Sinne einer zeitweisen und kooperativen Vernetzung und Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg wird ein wichtiges Standbein der Wirtschaft insgesamt werden. Schnelligkeit, Flexibilität und Fremdsprachen sind die musts der Zukunft. Fazit: Hightech, unternehmensnahe Dienstleistungen und Kooperationen entscheiden im globalen Wettbewerb. Die Projektwirtschaft wird noch bedeutender und zu einem wichtigen Standbein der Wirtschaft. 4.2 Rohstoff- und Energiemärkte und ökologische Rahmenbedingungen Oberösterreichische Top-ManagerInnen und UnternehmerInnen messen der Frage der Versorgungssicherheit im Hinblick auf Energie und Rohstoffe besondere Bedeutung bei. Nicht weniger als 9 von 10 Befragten geben an, dass die Versorgungssicherheit bei Rohstoffen und Energie außerordentlich wichtig bzw. sehr wichtig ist. Gleichermaßen besteht Einigkeit über die voraussichtliche Preisentwicklung. Auch hier erwartet der Großteil der Befragten steigende Preise sowohl bei Energie als auch bei Rohstoffen bzw. höhere Kosten im Umweltbereich. Diese Einschätzung basiert vor allem auf der Zunahme der globalen Nachfrage bzw. jener in Asien und den steigenden Kosten durch den Energieverbrauch. Diese und andere Gründe finden sich auch in einer Studie der Internationalen Energieagentur (IEA), die im Bereich Energie und Rohstoffe folgendes realistisches Szenario (neben zwei weiteren) beschreibt: 18 Der weltweite Energiebedarf wird bis 2030 jährlich um 1,6 Prozent steigen und 2030 um 53 Prozent höher sein als Zwei Drittel des Bedarfszuwachses werden von den emerging economies wie Indien und China sowie den Entwicklungsländern ausgehen. 33

29 1 Globalisierung Die Reserven an konventionellen Energieträgern werden den zunehmenden Energiebedarf bis 2030 abdecken. Offen sind allerdings die Finanzierung der Förderung, Aufbereitung und Lieferung sowie die politischen Verhältnisse. Die globale Nachfrage nach Öl wird bis 2030 jährlich um 1,3 Prozent steigen das sind in 25 Jahren rund 50 Prozent. Ebenfalls stark zunehmen wird der Bedarf an Erdgas. Die Ursachen dafür liegen im höheren Verbrauch der Entwicklungsländer und im Einsatz von Gas in Kraftwerken. Der stärkste Anstieg ist allerdings beim Verbrauch von Kohle zu erwarten, insbesondere durch deren Einsatz in Kraftwerken (China). Erneuerbare Energien wie Wasserkraft und Biomasse werden Anteile gewinnen. Das Problem der CO 2 -Emissionen und der daraus resultierenden Kosten wird zunehmen. Diese Emissionen werden schneller ansteigen als der Energiebedarf. China verzeichnet mit 39 Prozent laut IEA den größten Zuwachs an Emissionen und wird noch vor 2010 die USA als größten Verursacher überholen. Coal Abbildung 3: Energiebedarf weltweit Nuclear Hydro Biomass Gas Oil Quelle: Eig. Darstellung WKOÖ (2008), Daten aus IEA (2007) Other renewables Coal Oil Hydro Nuclear Gas Biomass Other renewables Mtoe 34

30 1 Globalisierung Fazit: Die starke Zunahme der globalen Nachfrage (in Mtoe = Million tons of oil equivalent) wird zu gravierenden Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen (insbesondere bei Öl, Gas und Kohle) bzw. zu höheren Kosten im Umweltbereich führen. 4.3 Demografie und Humanressourcen Die demografische Entwicklung und das Angebot an Humanressourcen sind bereits heute zentrale Faktoren der Wirtschafts- und Wohlstandsentwicklung. Diese Entwicklungen sind daher in zukünftige Wirtschafts- und Wachstumsszenarien vorrangig einzubeziehen, um daraus entsprechende Weichenstellungen für wirtschafts-, aber auch gesellschaftspolitische Maßnahmen abzuleiten. Wachsendes demografisches Ungleichgewicht Die jüngsten Prognosen der Vereinten Nationen rechnen in ihrer mittleren Variante mit einem Anstieg der Weltbevölkerung auf knapp 9 Milliarden Menschen bis zum Jahr Hauptverantwortlich für den Zuwachs sind die am wenigsten entwickelten Regionen der Erde % 80 % 70 % 60 % 50 % 40 % 70 % 53 % 80 % 82 % 76 % 57 % 59 % 59 % Abbildung 4: Entwicklung der Anteile einzelner Regionen an der Weltbevölkerung Quelle: Eig. Darstellung WKOÖ (2008), Daten aus UNCTAD (2004) 30 % 20 % 10 % 0 % 11 % 11 % 13 % 14 % 9 % 8 % 7 % 6 % 7 % 6 % 6 % 5 % Developing countries Asien Europa Afrika Nordamerika 35

31 1 Globalisierung Abbildung 4 verdeutlicht die prognostizierte demografische Entwicklung: Die developing countries werden bereits mittelfristig bis 2010 ihren Anteil an der Weltbevölkerung von 70 Prozent (1960) auf 82 Prozent steigern, ebenso die asiatischen Länder von 53 Prozent auf 59 Prozent sowie Afrika von 9 Prozent auf 14 Prozent. Europas Anteil an der Weltbevölkerung wird hingegen aufgrund der ungünstigen demografischen Entwicklung von 11 Prozent auf 6 Prozent (!) zurückgehen. Österreich und Oberösterreich sind ebenfalls mit einer ungünstigen demografischen Entwicklung konfrontiert, die sich ab 2010 in einem zum Teil dramatischen Fachkräftedefizit niederschlagen wird. 76 Prozent der Befragten geben an, dass die Humanressourcen in Zukunft nicht ausreichen werden. Hinzu kommt die globale Entwicklung im Bereich des Humankapitals (Wissen und Fähigkeiten der Bevölkerung), die in den Wachstumsmärkten Chinas und Indiens, aber auch in anderen Ländern eine rasante Zunahme der Qualifizierung und der Ausbildungsjahre erwarten lässt. Verknappung der Humanressourcen Aufgrund der ungünstigen demografischen Entwicklung und anderer Faktoren erwarten die heimischen Unternehmen für die Zukunft eine Verknappung der Humanressourcen. Damit verbunden ist die Frage nach der internationalen Konkurrenzfähigkeit des heimischen Bildungssystems. Diese Konkurrenzfähigkeit wird insbesondere im schulischen Bereich von nahezu der Hälfte der Befragten verneint. Aber auch im Bereich der universitären Ausbildung werden Defizite geortet (z. B. zu geringe Bedarfs- und Praxisorientierung). Hingegen wird der Bereich der dualen Ausbildung auch weiterhin als jener Schlüsselfaktor im internationalen Wettbewerb eingestuft, in dem Österreichs Stärken liegen. Dementsprechend hoch mit fast 80 Prozent wird daher auch die internationale Konkurrenzfähigkeit beurteilt. 36

32 1 Globalisierung Ist unser Bildungssystem international konkurrenzfähig in Bezug auf schulischen Bereich (Grundschule, Sekundärschule) akademischen Bereich (Unis, FHs) 52 % 45 % 3 % 71 % 26 % 3 % Abbildung 5: Expertenmeinung zur Konkurrenzfähigkeit des österreichischen Bildungssystems Quelle: WKOÖ (2008) FacharbeiterInnen, duales System (Berufsschule, betriebliche Ausbildung) 79 % 21 % ja nein keine Angabe Fazit: Das demografische Ungleichgewicht nimmt zu, die Verknappung der Humanressourcen als zentrales Problem in Österreich und Oberösterreich bedingt neue Strategien und Maßnahmen auf allen Ebenen (beruflicher, schulischer, akademischer Bereich). Im Bildungsbereich müssen angesichts der globalen Herausforderungen internationales Denken, das Verstehen fremder Kulturen und Sprachkenntnisse ebenso verstärkt vermittelt werden wie Persönlichkeitsentwicklung und soziale Fähigkeiten. 4.4 Information und Kommunikation Als zukünftige Trends werden vor allem die zunehmende Digitalisierung und Mobilisierung sowie der Ausbau der Übertragungskapazitäten, insbesondere durch die Glasfasertechnologie, gesehen. So werden bereits heute in Indien 6 Mio. Mobiltelefone pro Monat angemeldet, bei den Übertragungskapazitäten wird im Jahr 2020 ein Petabit (= 1 Mio. Gigabits) erreicht werden können. Damit verbunden ist ein Wandel in der Bedürfnisstruktur der Gesellschaft, die in vielen Ländern einen immer größeren Teil ihres Einkommens für Information und Kommunikation aufwenden wird. Dieser Prozess unterstützt auch die Entwicklung zu einer noch mehr wissensbasierten Gesellschaft. Er kann aber auch zu einer noch stärkeren Verlagerung von 37

33 1 Globalisierung Geschäftsprozessen von den Industrieländern hin zu den so genannten Schwellenländern führen, die ihre Ressourcen massiv ausbauen, um die Chancen im Bereich Information und Kommunikation optimal zu nutzen. Insgesamt wird die Informations- und Kommunikationstechnologie als einer der wesentlichen Treiber der globalen Wirtschaft und Arbeitsteilung stark an Bedeutung gewinnen. Fazit: Mobile und digitale Weiterentwicklungen führen zu Wachstumsprozessen im Personen-, Güter- und Nachrichtenverkehr (Chance). Damit verbunden ist aber auch eine zunehmende Verlagerung von Geschäftsprozessen und Wertschöpfung (Risiko). 4.5 Sicherheit Dem Thema Sicherheit wird bei nahezu allen Prognosen der weltwirtschaftlichen Entwicklung nur insofern Bedeutung beigemessen, als von einer Fortschreibung der aktuellen stabilen Verhältnisse ausgegangen wird. Dabei zeigt sich jedoch, dass durch die weltweite wirtschaftliche Verflechtung einzelne militärische Konflikte oder Terrorakte Störereignisse ersten Ranges darstellen, die die wirtschaftliche Entwicklung weltweit beeinflussen. Betrachtet man die Anzahl der Konflikte in der Welt 20, so ist seit 1945 ein stetiges Anwachsen festzustellen. Verschärfend kommt hinzu, dass sich die Krisenherde der Welt in rohstoffreichen Regionen, insbesondere in Nahost, befinden und damit über die Entwicklung der Erdölpreise nachhaltig auf die (Welt-)Wirtschaft wirken. Darüber hinaus nehmen der Terror und dessen Bekämpfung sowie die allgemeine Sicherheitsproblematik auch in den entwickelten Ländern zu, sodass sich daraus Kosten in Milliardenhöhe für die Volkswirtschaften der Industrieländer und damit für deren Unternehmen ergeben. Trotz dieser Entwicklungen sind die meisten ExpertInnen und WirtschaftsvertreterInnen der Meinung, dass die Wahrscheinlichkeit einer nachhaltigen Störung der Weltwirtschaft durch Krieg und Terror eher als gering bis mittel einzustufen ist. Fazit: Fragen der Sicherheit gewinnen an Bedeutung, eine nachhaltige Störung der Weltwirtschaft durch Krieg und terroristische Aktivitäten wird jedoch nicht befürchtet. 38

34 1 Globalisierung 4.6 Politischer und gesetzlicher Rahmen Weitgehende Übereinstimmung besteht darin, dass die Welthandelsorganisation in naher und ferner Zukunft die handelspolitischen Entwicklungen in der Welt entscheidend beeinflussen wird. Fraglich ist hingegen, ob die Positionen der führenden Handelsmächte USA und EU mit den Interessen der emerging economies und der Entwicklungsländer in folgenden Punkten vereinbar sind: Agrarhandel (Abbau der Exportsubventionen, Zugang zu den US- und EU-Märkten) Dienstleistung (verbesserte Angebote hinsichtlich der weiteren Liberalisierung) Industrieprodukte (weitere Liberalisierung, Abbau Spitzenzölle etc.) Schutz geistigen Eigentums Insgesamt sollte sich in der Grundtendenz eine kontinuierlich fortschreitende Handelsliberalisierung ergeben, wobei vor allem die oberösterreichische Industrie einen stärkeren Schutz des geistigen Eigentums und dessen einheitliche Normung auch auf weltweiter Ebene fordert. Problematisch wird für die Zukunft die weltweite Umsetzung des Kyoto- Protokolls gesehen. Dies vor allem deshalb, weil die Hauptverursacher von Treibhausgasen die USA und China nur Absichten geäußert haben und Österreich so wie die EU insgesamt nur begrenzt zur Lösung des Problems beitragen kann. Dieser Beitrag wird jedoch primär auf Kosten der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber den Hauptverursachern und Schwellenländern geleistet. In Zukunft sollte daher ein stärkerer Know-how-Transfer von den EU-Ländern zu den emerging economies erfolgen, der konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bzw. Emissionsvermeidung beinhaltet. Fazit: Ein schneller Wandel des globalen Umfelds und divergierende Positionen der führenden Handelsmächte führen zum Wunsch nach globalen Rahmenbedingungen und deren Durchsetzung gegenüber den emerging economies. 39

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