Ablauf von Materialeffizienzanalysen in produzierenden Unternehmen

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1 Ablauf von n in produzierenden Unternehmen Betriebliche Instrumente zur Steigerung der Ressourceneffizienz in KMU und bestehende Beratungsmöglichkeiten - interner AK Mittelstand Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin Seite 1

2 Übersicht I. Vorgehensweise zur II. Ansätze für Unternehmen zur Durchführung einer III. Ergebnisse und Begleiteffekte von n? IV. Erfahrungen mit dem Förderprogramm Seite 2

3 I. Vorgehensweise zur Projektvorbereitungen: Projektabgrenzung - Zu untersuchende Unternehmensbereiche - Ansprechpartner - Zeitplanung Potentialabschätzung - Erste Abschätzung der entstehenden Materialverluste - Mengen- und Wertbetrachtung Antragstellung - Zusammenstellung der benötigten Unterlagen - Beantragung der Förderung Seite 3

4 I. Vorgehensweise zur Projektdurchführung: Prozessanalyse - Multimomentaufnahmen in der Produktion - Gespräche mit Prozessinhabern - Prozessbeschreibung und Validierung zusammen mit den Mitarbeitern Datenabgleich - Vergleich von Realwerten und Momentaufnahmen mit den Unternehmenszahlen Potentialermittlung/Umsetzungsbetrachtung - Erarbeitung von Optimierungspotentialen mit Funktionsinhabern und Spezialisten - Bewertung der Optimierungspotentiale Dokumentation und Handlungsempfehlungen - Erstellung des Abschlussberichts - Formulierung von Handlungsempfehlungen inkl. Zeit- und Investitionsbedarfen Seite 4

5 I. Vorgehensweise zur Prozessbeschreibung - Materialfluss - Verladung Kommissionierung Fertigung (Große Linie + STF) Fertigung (Export Linie) Sortierung Trocknung (Kammern) Trocknung (Kanal) Lager (Hallen) Stapelung Entladung Lager (Hallen) Lager (außen) Lager (außen) Seite 5

6 Prozessbeschreibung - Prozessstufen und Verlustquellen - I. Vorgehensweise zur XXX XXX Seite 6

7 I. Vorgehensweise zur Datenvalidierung Abgleich der Verlustquellen und Bewertungen: - Rohmaterialeinkauf - Stücklisten - Ausschusserfassungen - Entsorgungsmengen und werten - Ausschuss-/Verschnittanfall in der Produktion (eigene Stichprobenerfassungen) - Lagerbestände (Systeme und physische Mengenstichproben) Seite 7

8 I. Vorgehensweise zur Potentialermittlung/ Umsetzungsplanung Bereich / Prozess: Auftragsdurchlauf Thema: Verschnitt reduzieren durch Verkürzung der Durchlaufzeit IST-Situation: Maßnahmen / Ansatz: Fixierung von Tages- und Wochenpaketen für die Fertigung Lagerbestand an Stangenmaterial definieren und sicherstellen (Berücksichtigung max. Wochenverbrauch, Wiederbeschaffungszeiten) Arbeitsvorbereitung plant bei der Auftragsanlage den gesamten Durchlauf durch die Fabrik inkl. Sägen. (Wegfall der Schleife Rückläufer nach zwei Tagen für Kommissionierungspositionen des Auftrags.) Vorschlag zur Prüfung: Ist es möglich, das Tagesprogramm für die Folgetage ab einer "Deadline" einzufrieren? Ist Expresszuschlag (wenn wirklich dringend) dem Kunden zumutbar? (Plausibilitätsprüfung für Dringlichkeit) Beschreibung: Optimierung der Sägepläne (Zuschnittoptimierung) nur in kleinem Zeithorizont möglich, dadurch wird viel Verschnitt erzeugt. Ziel / Ergebnis: Verdopplung bzw. Verdreifachung des zeitlichen Horizonts für die Zuschnittoptimierung reduziert den anfallenden Verschnitt drastisch. Seite 8

9 I. Vorgehensweise zur Potentialermittlung/ Umsetzungsplanung Bereich / Prozess: Ungenauigkeit der Kappsäge nach Keilzinke (Durchlaufpresse) Thema: Reduzierung der Toleranzen IST-Situation: Maßnahmen / Ansatz: Positioniergenauigkeit beim Ablängen verbessern Auftrag an Sondermaschinenbauer mit Forderung einer Toleranz kleiner 1 cm Überarbeitung der Steuerung ist für 08/2010 geplant. Ergebnis ungewiss Als umfassende Lösung wäre eine Erneuerung der Hydraulik nötig. Investaufwand: ca Ziel / Ergebnis: Eine schrittweise Reduzierung von deutlich mehr als 5 cm auf weniger als 1 cm sollte realisierbar sein und bringt eine jährliche Einsparung: von ca (große Linie) Dadurch sollten sich auch entsprechende Investitionen rechnen. Beschreibung: Als Toleranzen beim Ablängen nach Keilzinke werden 50 mm geplant (und aufgeschlagen ). In der Realität sind es deutlich mehr. Rechenweg: Überschlag für 1 cm ca Lmtr. = Lagen a 15 m in Presse = 26 m/tag = 0,17 m³/tag = 40 m³/jahr a 400 (~ 1 LKW) = (Quelle: Herr Leppin) Seite 9

10 I. Vorgehensweise zur Potentialermittlung/ Umsetzungsplanung Bereich / Prozess: Innerbetrieblicher Transport Thema: Transportschäden vermeiden IST-Situation: Maßnahmen / Ansatz: Konstruktive Änderungen der Abstreifer am Kettenschutz Beschreibung: Auflagepunkt große Anlage: Untere Lagen werden am Aufsetzpunkt durch Kettenschutz und Stapler beschädigt (Mittel und Decklage). Ziel / Ergebnis: Aufgabepunkte analog der Japan-Linie gestalten Keine Materialbeschädigungen! Seite 10

11 I. Vorgehensweise zur Umsetzungsempfehlungen Hauptthemen Nötige Investition Ergebnis Einrichtung eines Auftragszentrums Umstellung des Stangenlagers auf ziehende Bestandssteuerung Optimierung des Auftragsdurchlaufes Drastische Reduzierung der Toleranzen (Kappung/ Hobeln/ Stapelbildung) Keine möglich durch Umverteilung der Aufgaben Gering ggf. zusätzliche überdachte Lagerfläche Keine neutral für benötigte Lagerflächen gering (Endanschlag) bis mittel (Überholung Kappsägen) - Auftragssteuerung vom Wareneingang bis zur Verladung - Bestandsverantwortung für Fertigware - Qualitätssicherung - Kennzahlenaufbereitung - Ständige Verfügbarkeit von Standardware ohne gesonderte Steuerung - Kein Zukauf um Kundenaufträge zu erfüllen - Garantierte, kurzfristige Reaktionsfähigkeit - Vermeidung des Umhobelns durch Lagermangel - Fixierung von Tages und Wochenpaketen zur Vergrößerung des zeitlichen Horizontes zur Zuschnittsoptimierung - Einmalige Auftragsbearbeitung (Presse+Kommisionierung) somit Wegfall der Rückläufer - Halbierung der Durchlaufzeit für kombinierte Aufträge (Presse/Kommissionierung) - Materialeinsparung Seite 11

12 Kostenperspektive: - Unternehmen haben alle Potentiale zur Kostensenkung bei Personalkosten ausgeschöpft, II. Ansätze für Unternehmen zur Durchführung einer - Materialkosten liefern einen weiteren/neuen Ansatz zu Erreichung einer höheren Produktivitätsstufe Mehr schaffen ohne mehr zu brauchen, - Erfahrungen sammeln in der Zusammenarbeit mit Externer Unterstützung mit minimiertem Risiko und abgegrenzter Aufgabenstellung Technologie / Interne Organisation: - Branchenübergreifende Inputs für Technologien und Prozesse, - Unterstützung bei der Entwicklung unternehmensspezifischer Lösungen, - Eine Diagnose aller produktionsrelevanten Prozesse (inkl. Planung, Produktion, Qualität, Instandhaltung). Seite 12

13 III. Ergebnisse und Begleiteffekte von n Ergebnisse einer : - Bewertung der Potentiale im Materialeinsatz - Handlungsempfehlungen zur strukturierten Hebung der identifizierten Potentiale - Ein frischer Blick von außen gegen die eigene Betriebsblindheit - Aufnahme von Potentialen aus Sicht der Mitarbeiter inkl. Bewertung Darüber hinaus gehende Ergebnisse einer : - Analyse aller zur Wertschöpfung beitragenden Prozesse - Untersuchung der Planungsprozesse - Validierung der im Unternehmen genutzten Daten und Kennzahlen Seite 13

14 IV. Erfahrungen mit dem Förderprogramm Wie können Unternehmen für das Förderprogramm gewonnen werden?: - Kalt-Akquise ist der schwerste Weg Unternehmen für Materialeffizienzberatungen zu gewinnen. - Die Analyse sollte vom Unternehmen aus eigenem Interesse angestoßen werden. - Erprobte, positiv wahrgenommene Methoden zur Gewinnung von Unternehmen: - Netzwerk-Treffen, - Regionale Stammtische, - Regionale Treffen initiiert von den lokalen Wirtschaftsförderungen. - Gute Projektbespiele mit praktischen Erfahrungen sind die beste Werbung! - Speziell in kleineren Unternehmen besteht stellenweise Angst vor der Zusammenarbeit mit externer Unterstützung ( Das ist zu teuer! Unsere Prozesse sind zu speziell!, Wie sollen DIE wissen was WIR brauchen? ) Seite 14

15 IV. Erfahrungen mit dem Förderprogramm Prozessablauf im Förderprogramm: - Sollte für alles Prozessbeteiligten (Unternehmen/Berater) so einfach wie möglich sein - Berater sollte in der Lage sein die Formalitäten zur Erlangung der Förderung möglichst eigenständig abzuwickeln - Kurze Reaktionszeiten in der Abwickelung sorgen für hohe Akzeptanz bei Unternehmen und Beratung Seite 15

16 Kontakt ZORN Prozessmanagement Tobias A. Zorn Dipl.-Wirtschaftsing. (FH) Registrierter Materialeffizienzberater Grellstr. 60 D Berlin Web: Mobile: +49 (0) Phone: +49 (0) Seite 16

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