SalutogeneKommunikation mit langwierig Erkrankten

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1 SalutogeneKommunikation mit langwierig Erkrankten 47. DEGAM-Kongress in München : S3-WS1: Chronisch körperlich Kranke mit depressivem Beziehungsmuster Handlungsempfehlungen für die hausärztliche Therapie Beitrag von Theodor Dierk Petzold Das Leben lässt sich nur nach vorne leben rückblickend können wir es verstehen n. Kirkegaard 1

2 Zugrundliegende Fragen Salutogene Kommunikation Pathogenetisch 1. Was ist krank am Patienten (Diagnose)? 2. Was ist die Ursache der Krankheit? 3. Wie können wir die Krankheit bekämpfen bzw. müssen mit ihr umgehen? Salutogenetisch 1. Was fehlt dem Patienten (Wohlbefinden) und wie ist es dazu gekommen? 2. Was ist o.k., gesund stimmig an ihm (Gesundheitsziele und Ressourcen)? 3. Was will und kann er (und wir) tun, damit es ihm besser geht?

3 x Pathogenetische und salutogenetische Orientierung Salutogenese Wissenschaft zur Annäherung an Gesundheit Krankheitsdiagnose Behandlung der Krankheit Anvisiertes Ziel / Gewünschtes Ergebnis? Erkrankung im Kontext der kommunikativen Selbst-/ Kohärenzregulation verstehen Kommunikative Anregung der Selbst-/Kohärenzregulation / Behandlung des Menschen

4 Kommunikative Selbstregulation im Kontext Verhalten Handeln Motivation Individuum Attraktoren Stimmigkeit Bedürfnisse Wahrnehmen was bedeutsam ist: Ist Soll Bilanzieren Lernen

5 Psyche und psychische Gesundheit Definition Die Psycheeines Menschen ist seine individuelle Ganzheitseiner Resonanzen auf seine mehrdimensionale Umgebung: körperlich, sozial, kulturell und geistig. Seine psychische Gesundheit ist seine Fähigkeit, seine Bedürfnisse in seiner mehrdimensionalen Umgebung hinreichend befriedigend zu kommunizieren.

6 Bedürfniskommunikation und Emotionen Aktivität: Erregung/Lust Dopamin Freude Oxytocin Endorphine Antwort: Befriedigend Bedürfnis Serotonin Zufriedenheit z.b. Anpassung Bedürfnis Erregung/Lust Dopamin negative Emotionen Resignation Implosion Serotonin vermindert Depression Keine direkte und eingehende Antwort 6

7 Emotion und Bedürfnis Salutogene Kommunikation Emotion Trauer Wut Ärger Angst Ekel Freude Bedürfnis Gefühl von Verbundenheit Gehört / gesehen werden Kooperation Sicherheit, Vertrauen, Mut Reinlichkeit Mehr Stimmigkeit

8 Bedürfniskommunikation und Emotionen in der Kohärenzregulation Keine eingehende Antwort: Wut, Ärger, Trauer, Angst Körpersprachliche Kommunikation des Bedürfnisses Handeln Erfolgreich: Freude, Zufrieden Motivation Individuum Attraktoren Kohärenz Grundbedürfnisse Wahrnehmen Aktuelles Bedürfnis: Ist Soll Welches Bedürfnis ist aktuell spürbar? Antwort befriedigend? Bilanzieren: Erfolgreich? Lernen Keine eingehende Antwort?

9 Abwenden der Gefahr Abwendungsziele dominieren Dynamisches Modell zum Verständnis von mit Stress assoziierten Symptomen Chronischer Stress Handeln Ressourcen Motivation: Annäherungsziele Gefahr!: Abwendungsmodus Anpassungsverhalten bricht zusammen Verhalten Attraktoren Kohärenz Soll-Zustand Bedürfnisse Wahrnehmen was bedeutsam ist: Ist Soll Depression, Somatisierung, u.a. Stress assoziierte Erkrankungen Bilanzieren: Lernen Ja: Selbstvertrauen Erfolgreich? Nein: Anhaltende Gefahr!

10 Annäherungs- und Abwendungsziele Zwei neuropsychische motivationale Systeme Annäherungsziele (oft implizit) Gesundheit Lebenswille, Freude Selbstbestimmtheit Sicherheit, Vertrauen, Mut Handlungsfähigkeit Wohlbefinden Zugehörigkeitsgefühl Lösen von Problemen Abwendungsziele (wie Warnlampen) Krankheit Resignation Ungute Abhängigkeit Angst Unfähigkeit, Lähmung Schmerz Isolation Probleme haben 10

11 Dialog schafft einen Resonanzraum Intentionaler Resonanzraum Stimm <Dialog> Stimm Gemeinsamer Attraktor - geteilte Intentionalität: Wohlbefinden, R = Reflektieren Stimmigkeit W = Wahrnehmen / Berührt-sein H = Handeln Stimm = Attraktor Stimmigkeit

12 Patient und begleitender Helfer im Dialog 3. Gemeinsame Entscheidung über nächsten Schritt, um Bedürfnisse erfolgreicher zu kommunizieren (Be-) Handeln Berater Patient Attraktor Gesundheit Kohärenz Wahrnehmen 4. Imagination der Aktivität und Wirkung: mehr Stimmigkeit? Reflektieren 1. Einstimmen: Anamnese, Zuhören Empathie auch für motivierende Attraktoren und Ressourcen 2. Ganzheitliche Diagnose: Bedürfnisse, Attraktive Gesundheitsziele, Ressourcen, Leiden, Hypothese zur gesunden Entwicklung

13 Menschen entwickeln sich gesund, wenn sie ihrem Gefühl von Stimmigkeit folgen. Salutogene Kommunikation Konsistenzregulation findet ganz überwiegend unbewusst statt und durchzieht so sehr das ganze psychische Geschehen, dass es angemessen erscheint, von einem obersten oder pervasiven Regulationsprinzip im psychischen Geschehen zu sprechen. Grawe, Klaus: Neuropsychotherapie (2004) S Lächeldialog Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

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