Traumata erleben und überleben

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1 Traumata erleben und überleben Traumasensible Hilfen im Alltag durch Sicherheit und Bindung Ulrike Held psych. Psychotherapeutin

2 Gliederung 1. Traumata: eine wichtige Ursache psychischer Krankheiten 2. Definition Traumata 3. Die traumatische Zange 4. Fallbeispiel 5. Ideen aus der Traumapädagogik 1. Konzept des guten Grundes 2. Bindung 3. Sicherheit Ulrike Held psych. Psychotherapeutin

3 Ursachen psychischer Erkrankungen

4 1. Ursachen Studie über gesundheitliche Folgen nach schlimmen Kindheitserlebnissen Eine amerikanische Krankenversicherung hat 1995 eine Studie mit Daten von Versicherten bzgl. des Zusammenhangs zwischen belastenden Kindheitserfahrungen (Adverse Childhood Experiences, kurz ACEs) und dem aktuellen Gesundheitszustand begonnen.

5 1. Ursachen Belastende Kindheitserlebnisse Sexuelle Gewalt Psychische und körperliche Gewalt Kriminalität Emotionale und/oder körperliche Vernachlässigung Alkoholismus/Drogen in der Familie Trennungen/Verluste durch Tod Psychische Störungen eines Elternteils

6 1. Ursachen Ergebnisse der ACE-Studie: Je mehr belastende Kindheitserfahrungen auftraten, desto mehr körperliche und seelische Störungen waren bei den Erwachsenen zu finden. Das waren: Übergewicht, Alkoholismus, Drogenmissbrauch, Rauchen, Depressionen, Konsum von Antidepressiva, Halluzinationen, unerklärliche körperliche Symptome, Herz- Kreislauferkrankungen, Selbstmord, verringerte Arbeitsfähigkeit, geringere Lebenserwartung usw.

7 1. Ursachen Schlussfolgerungen: Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang zwischen frühen Erlebnissen und der späteren körperlichen k und psychischen Gesundheit von Menschen. Die belastenden Kindheitserlebnisse überfordern die Verarbeitungsmöglichkeiten glichkeiten des Körpers K und des Gehirns. Diese Überforderung führt f zu Schädigungen des Immunsystems, verhindert eine gesunde Entwicklung des Gehirns und führen f zu psychischen und körperlichen k Erkrankungen.

8 Gliederung 1. Traumata: eine wichtige Ursache psychischer Krankheiten 2. Definition Traumata 3. Die traumatische Zange 4. Fallbeispiel 5. Ideen aus der Traumapädagogik 1. Konzept des guten Grundes 2. Bindung 3. Sicherheit

9 Definition Trauma: PSYCHOLOGISCHES TRAUMA Diskrepanzerlebnis Bedrohliche Situation Individuelle Bewältigungsmöglichkeiten (nach Fischer/Riedesser) Gefühle von Hilflosigkeit - Schutzloser Preisgabe Erschütterung Selbst- und Weltverständnis

10 2. Definition Merkmale von Traumata Plötzlichkeit Heftigkeit Ausweglosigkeit Dauer ( aus heiterem Himmel ) (zerstörerische Kräfte / Gewalt Natur, Verkehr, Kriege, Folter, körperliche & sexuelle Gewalt in Familie u. Gesellschaft) (hilflos, ohnmächtig, ausgeliefert) (zeitl. Ablauf: einmalig, wiederholt, sequentiell) Nach Lutz Besser

11 2. Definition Trauma-Reaktion Ziel: Hypervigilanz Schutzsuche Kampf Flucht Erstarrung Unterwerfung Ziel: Überleben des Einzelnen

12 Gliederung 1. Traumata: eine wichtige Ursache psychischer Krankheiten 2. Definition Traumata 3. Die traumatische Zange 4. Fallbeispiel 5. Ideen aus der Traumapädagogik 1. Konzept des guten Grundes 2. Bindung 3. Sicherheit

13 3. Die traumatische Zange Keine Bindungsperson Keine Fluchtmöglichkeit No Flight Existenziell bedrohliches Ereignis Verzweiflung, Angst, Schmerz, Ekel Körperalarmsystem Bindungssystem No Fight Kein Kampfmöglichkeit Freeze Ausgeliefert sein Trauma Hilflosig- keit Unterwerfung Submission Ohn- macht Dissoziation Fragmentierung Nach Michaela Huber/Lutz Besser

14 Traumafolge: Fragmentierung Kognitionen Körper" sensationen Bindung Verhalten Emotionen Bilder Existentiell bedrohliches Ereignis Traumatische Zange Dissoziation & Amnesie für r Ursache (Trauma) und Wirkung (Symptomatik) Trauma

15 Traumafolge: ter: Bindungsstörungen: Fragmentierung Ich bin in Lebensgefahr, Später: Unsicher"ambivalent Unsicher"vermeidend Unsicher"desorganisiert Promiskuitiv usw. Bindung Bilder Bedrohliches..., Gewalt in Blicken, Taten, Zerstörung, rung, Blut, Tod. hilflos, ausgeliefert, ich sterbe, Kognitionen Später: Ich bin schlecht, (selber) schuld, Versager, nutzlos, böse, b unfähig, Verhalten Fluchtimpuls, (Weglaufen, Verstecken,) Kampfimpuls (Strampeln, Beißen..) en..) Unterwerfungsverhalten, Mitmachen, Aufpassen, Existentiell sex.erregung bedrohliches herstellen Ereignis Traumatische Zange Dissoziation & Amnesie für r Ursache (Trauma) und Wirkung (Symptomatik) Trauma Herzrasen, Zittern, Unruhe, Übelkeit, Körper" Schwindel, sensationen Schmerzen, Darmtätigkeit tigkeit Emotionen Angst, Panik, Verzweif" lung,, Wut, Schmerz, Hass, Misstrauen, Liebe"Idealisierung..

16 Traumafolge: Fragmentierung Gedanken" Bilder Alle sind böse Bindung caos Kognitionen agieren Verhalten Körper überflutung Körper" sensationen Gefühls" überflutung Emotionen Bilder Existentiell bedrohliches Ereignis Traumatische Zange Dissoziation & Amnesie für r Ursache (Trauma) und Wirkung (Symptomatik) Trauma

17 Was passiert bei einem schrecklichen Erlebnis im Gehirn? Anstieg der Stresshormone: der Körper wird fit gemacht für die Flucht oder den Kampf (Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol), später die körpereigenen Opiate) Verbindung zum Frontalhirn wird unterbrochen, Frontalhirn wird abgeschaltet Trennung der rechten und linken Hemisphäre Rechte Amygdala ist aktiv Aktivität in der linken Hirnhälfte mit Hippokampus und Brocasprachzentrum nimmt ab, bzw. fällt fast aus. Zerreißen der Wahrnehmung des Traumaerlebens durch Frontalhirnausfall (Dissoziation nach außen) Überfluten des Körpers mit Angst, Herzrasen, Zittern, Schwindel Ausschüttung körpereigener Opiate. Schließlich Umschalten auf die Aktivierung des Parasympathicus, ein slow-down der Übererregung (Dissoziation nach innen) Lutz Besser, ZPTN

18 Gliederung 1. Traumata: eine wichtige Ursache psychischer Krankheiten 2. Definition Traumata 3. Die traumatische Zange 4. Fallbeispiel 5. Ideen aus der Traumapädagogik 1. Konzept des guten Grundes 2. Bindung 3. Sicherheit

19 Gliederung 1. Traumata: eine wichtige Ursache psychischer Krankheiten 2. Definition Traumata 3. Die traumatische Zange 4. Fallbeispiel 5. Ideen aus der Traumapädagogik 1. Konzept des guten Grundes 2. Bindung 3. Sicherheit

20 Erst verstehen - dann handeln! (Paul (Paul Moor, Leiter eines Heims in der Schweiz für f psychopathische Knaben und Mädchen in den 1930er Jahren) Jedes Verhalten hat einen guten Grund wenn nicht im Heute dann in der Vergangenheit! Nach Wilma Weiß, Alice Ebel Konzept des guten Grundes

21 2. Konzept des Guten Grundes Was ist los mit Jennifer? Verhaltensorientierter Zugang Die Symptomatik ist im Fokus Abbau störenden Verhaltens z.b. durch Konsequenzen, Abmachungen, Strafen, Belohnung, Schimpfen Ziel: Aufbau funktionaler Strukturen Verstehensorientierter Zugang Die innere Not ist im Fokus Enträtseln der Symptomatik nach dem Leitsatz Hinter jedem Verhalten steckt eine positive Absicht Traumaspezifisches Symptomverstehen Stressabbau und Erarbeitung neuer Lösungen für das alte Problem

22 Aktivierung und Beruhigung des Bindungssystems Durch Angst und Trennung wird das Bindungssystem aktiviert Durch körperliche Nähe zur Bindungsperson wird das Bindungssystem wieder beruhigt Ohne Bindungsperson gibt es keine adäquate Beruhigung K.H. Brisch

23 Biphasische Traumareaktion Hyperarousal Sympathicus Übererregung Wiedererleben des Traumas (Bindungssuche,Flucht, Kampf Freeze ) Window of Tolerance Optimale Erregungszone Hypoarousal Parasympathicus Zu wenig Erregung Losgelöst st sein vom Trauma (Emotionale Betäubung, Unterwerfung) Nach Ogden and Minton (2000)

24 Jennifer hat zwei unvereinbare kognitive Schemata entwickelt Schema I: Ich kann mein Leben nicht alleine bewältigen, daher muss ich jemand Starken an mich binden. (Hilflosigkeit) Schema II: Ich kann anderen Menschen Nicht vertrauen, Andere Menschen verlassen und manipulieren mich. (Angst) Schematherapie, Roediger

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27 Ideen für Jennifer: - Gemeinschaft - Bindungsangebot ohne Erwartungen - äußere Fürsorge - Innere Fürsorge - Klare Struktur, Begleitung und Anerkennung - Liebevolle Beziehung (Beispiel Hund) Gerade Tiere können liebevolle, nicht fordernde und nicht bedrohliche Bindungsgegenüber sein.

28 Psychoedukation Die Erlebnisse sind wie Splitter in Deinem Kopf gespeichert. Diese Splitter bestehen aus Bildern, Geräuschen, Gerüchen, Emotionen, Körpergefühlen und Gedanken. Wenn dich ein Geräusch, ein Bild, ein Satz an damals erinnert, dann fühlt sich alles wie damals an. Es ist, als würde das Erlebnis wieder stattfinden. T r a u m a - F l l a s h - B a c k

29 Ideen aus der Arbeit mit traumatisierten Frauen Selbstberuhigung Dazu gehören wachsen Übungen

30 Literatur: Croos- Müller, Claudia Kopf hoch Das kleine Überlebensbuch (Kösel-Verlag) Croos- Müller, Claudia Nur Mut Das kleine Überlebensbuch (Kösel-Verlag) Croos-Müller: Schlaf gut, Viel Glück (Kösel-Verlag) Luise Reddemann/Cornelia Dehner-Rau: Trauma heilen ein Übungsbuch für Körper und Seele (Trias- Verlag) Ratgeber Trauma und Posttraumatische Belastungsstörung Ehring/Ehlers, (Hogrefe) Kontakt:

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