Bewertung versicherungstechnischer Verpflichtungen

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1 Zweite Untersuchung zu den quantitativen Auswirkungen von Solvabilität II (Quantitative Impact Study 2 QIS 2) Bewertung versicherungstechnischer Verpflichtungen Seite 1 von 40

2 Aufgabenstellung 1. Unter Solvabilität II sollen die versicherungstechnischen Rückstellungen einem einheitlichen expliziten Sicherheitsniveau genügen. Zu ihrer Berechnung wird der Zeitwert der zukünftigen Zahlungsströme der Versicherungsverhältnisse stochastisch bewertet. Die Europäische Kommission hat als Arbeitshypothese des zukünftigen Sicherheitsniveaus 75% angegeben, d.h. die Rückstellungen sollen das 75%-Quantil der zukünftigen Zahlungsströme sein In der QIS 2 sind der Erwartungswert und das 75%-Quantil der zukünftigen Zahlungsströme zu bestimmen. Diese stochastischen Kennzahlen sollen in mehreren Varianten (in der Nichtlebensversicherung z.b. diskontiert und undiskontiert) berechnet werden. 3. Zum Vergleich soll auch eine Rückstellung berechnet werden, die dem Marktwert der Verpflichtungen entspricht. Diese Rückstellung setzt sich aus dem oben genannten Erwartungswert der zukünftigen Zahlungsströme und einer Marktwertmarge zusammen. Die Marktwertmarge wird über einen Kapitalkostenansatz (Cost of capital approach) bestimmt. 4. Die von den Teilnehmern für die Berechnungen gewählte Methodik soll beschrieben werden. 5. Die neuberechnete Rückstellung ist nicht nur für sich betrachtet ein wichtiges Ergebnis, sie wird in der QIS 2 auch zur Bestimmung der Kapitalanforderungen SCR und MCR sowie der Eigenmittel herangezogen. Beziehung zur QIS 1 6. Die Teilnehmer, die schon an der QIS 1 mitgewirkt haben, können für die Erwartungswertrückstellung und die Rückstellung zum 75%-Quantil grundsätzlich auf ihre damaligen Ergebnisse zurückgreifen. Dabei ist jedoch folgendes zu beachten: Die Teilnehmer sollten ihre Ergebnisse erneut auf Korrektheit und bestmögliche Einhaltung der Vorgaben überprüfen. Die schon in der QIS 1 gegebenen Hinweise zur Rückstellungsberechnung sind überarbeitet worden, um Mißverständnisse zu vermeiden. Für die QIS 2 weichen die Vorgaben des CEIOPS zur Rückstellungsberechnung hinsichtlich bestimmter Aspekte (siehe z.b. Ziffer 14ff) von den Vorgaben der QIS 1 ab. Dies könnte in Einzelfällen eine Neubewertung der Rückstellungen erforderlich machen. 1 Genauer: die Rückstellung soll das Maximum aus 75%-Quantil und der Summe aus Erwartungswert und halber Standardabweichung sein. In der QIS 2 wird diese Nebenbedingung aus praktischen Gründen nicht beachtet. Nur für stark rechtsschiefe Verteilungen, die hauptsächlich in der Schaden-/Unfallversicherung angetroffen werden, wird der letztere Wert angenommen. Seite 2 von 40

3 In der QIS 2 wird die Bewertung des Gesamtbestands erforderlich sein, um die Kapitalanforderungen und die Eigenmittel bestimmen zu können. 2 Über die Ergebnisse der Rückstellungsbewertung ist in der QIS 2 anders zu berichten als in der QIS 1. Zum Beispiel ist für die Lebensversicherung nun eine grobe Segmentierung des Bestandes in Risikogruppen vorgegeben. Technical Specification 7. Die Bewertung der versicherungstechnischen Verpflichtungen wird in Kapitel 2 und 3 der von CEIOPS bereitgestellten Testbeschreibung QIS 2 Technical Specification erläutert. In den folgenden Abschnitten werden diese im Hinblick auf die Besonderheiten des deutschen Versicherungsmarktes ergänzt und ausgelegt. Verweise auf Randnummern in eckigen Klammern, z.b. [2.33], beziehen sich auf die Technical Specification. Grundlegende Modellvorstellung der Bewertung 8. Zur Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen ist der Zeitwert der sich aus den zugrundeliegenden Verpflichtungen ergebenden zukünftigen Zahlungsströme zu betrachten. 9. Die Zahlungsströme umfassen alle ein- und ausgehenden Zahlungen, die dieser Verpflichtung wirtschaftlich zuzuordnen sind. Für einen Lebensoder Krankenversicherungsvertrag sind somit in der Regel die Prämien, die Versicherungsleistungen einschließlich Überschußbeteiligung 3, Abschluß- und Verwaltungsaufwendungen im Zahlungsstrom zu berücksichtigen. Für eine Verpflichtung aus einem Schaden-/Unfallvertrag sind in der Regel die Zahlungen für die Erfüllung der Verpflichtung und die Schadenregulierungskosten zum Zahlungsstrom zu zählen. 10. Zahlungsströme aus Neugeschäft sind in die Bewertung nicht einzubeziehen. Für die Modellierung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb ist aber grundsätzlich von einem gleichbleibenden Neugeschäft auszugehen. Das bestehende Geschäft ist grundsätzlich bis zu seiner vollständigen Abwicklung zu modellieren. 11. Zur Bewertung der Verpflichtungen werden die Beträge der zukünftigen Zahlungen als Zufallsvariablen betrachtet. Grundsätzlich alle Umstände, die den Zahlungsstrom beeinflussen können, sind in seine stochastische Betrachtung einzubeziehen, insbesondere auch Vertragsänderungen wie Kündigungen und Beitragsanpassungen. Soweit wie möglich sind zukünftige demographische, juristische, medizinische, technologische, soziale oder ökonomische Entwicklungen bei der Modellierung zu berücksichtigen. 2 Hinweise wie vorgegangen werden kann, wenn nicht der Gesamtbestand gemäß den Vorgaben des CEIOPS bewertet werden kann, finden sich unter den Ziffern 59f, 93 und 119f. 3 Vgl. aber abweichend davon Ziffer 39. Seite 3 von 40

4 12. Der Zeitwert einer Zahlung wird durch Diskontierung des Zahlungsbetrags mit einem risikoneutralen laufzeitabhängigen Zinssatz ermittelt. Der Diskontierungszins ist im Gegensatz zum Zahlungsbetrag deterministisch. 13. Gemäß der oben beschriebenen Modellierung ist der Zeitwert des Zahlungsstroms, also die Summe der diskontierten Zahlungen, eine Zufallsvariable. Zu dieser Zufallsvariable sind der Erwartungswert und das 75%-Quantil zu bestimmen. 14. Abweichend von der oben beschriebenen Modellvorstellung sind hedgebare Risiken getrennt zu bewerten. Dazu sind die Zahlungsströme des Versicherers, die durch ein Finanzinstrument dupliziert werden können, aus der oben beschriebenen Modellierung auszunehmen und der Marktwert des Finanzinstruments zum Stichtag der Rückstellung (Erwartungswert und 75%-Quantil) zuzuschlagen. Ein Risiko gilt nur dann als hedgebar, wenn das zugehörige Finanzinstrument in einem tiefen und liquiden Markt gehandelt wird. Insbesondere muß demnach sichergestellt sein, daß das Finanzinstrument jederzeit erworben werden kann. 15. Ein Beispiel für ein hedgebares Risiko in der fondsgebundenen Versicherung sind die Zahlungsströme, mit denen der Wert des Fonds ausgeschüttet wird und die Prämieneinnahmen, die in den Fonds fließen. Diese Zahlungsströme können durch den Kauf entsprechender Fondsanteile bei Prämienzahlung, wie es gemäß 54b VAG auch vorgeschrieben ist, abgesichert werden. Statt die Zahlungsströme durch Zufallsvariablen zu modellieren, können diese Zahlungsströme aus der Modellierung herausgenommen und der Erwartungswert sowie das 75%- Quantil um den Marktwert der Fondsanteile zum Stichtag erhöht werden Theoretisch kann auch die Diskontierung mit risikoneutralen Zinsen (statt mit sicheren Zinssätzen) als Bewertung des hedgebaren Zinsrisikos mit dem Marktwert modelliert werden. Die oben beschriebene Bewertung der Zahlungsströme ist jedoch einfacher darstellbar und entspricht eher dem traditionellen Verfahren. Vorzunehmende Bewertungen 17. In der QIS 2 sind folgende Bewertungen durchzuführen: der Erwartungswert, das 75%-Quantil. 18. In der Nichtlebensversicherung sollen diese Werte auch für den undiskontierten Zahlungsstrom ermittelt werden. 4 Weitere Hinweise zu hedgebaren Risiken in deutschen Versicherungsverträgen enthalten die Ziffern 34ff, 65f und 101. Seite 4 von 40

5 19. In der Nichtlebensversicherung sind neben den Brutto- auch die Nettozahlungsströme zu bewerten Zusätzlich soll auch eine Rückstellung berechnet werden, die dem Marktwert der Verpflichtungen entspricht (Cost of capital approach). Informationen zu dieser Rückstellung finden sich ab Ziffer 120. Genauigkeit der Berechnungen 21. Die QIS 2 soll unter anderem dazu dienen, die jetzigen Rückstellungen gemäß HGB mit den voraussichtlich nach Solvabilität II zu berechnenden Rückstellungen hinsichtlich ihrer Größenordnung zu vergleichen. Daher ist es nicht erforderlich, einen exakten Wert der Rückstellungen zu berechnen. Das heißt, bei den Berechnungen ist es möglich, approximierende und vereinfachende Annahmen zu treffen, wenn sie das Ergebnis nicht wesentlich beeinflussen. Ebenso können Teilbestände oder Teilverpflichtungen pauschal bewertet werden, wenn sie wenig materiell sind. Methodenwahl 22. Die Vorgaben des CEIOPS zur Berechnung der Rückstellungen in der QIS 2 sind weitgehend prinzipienbasiert. Die Teilnehmer sind in der Wahl der Methodik zur Schätzung der Erwartungswerte und Quantile grundsätzlich frei. 23. Ein Großteil der deutschen Teilnehmer wird noch keine Erfahrungen mit den durchzuführenden Modellierungen und Schätzungen besitzen. Ein best practice für den deutschen Markt existiert zu vielen Fragestellungen bislang noch nicht. Oftmals werden auch die Datenbasis und die EDV-Systeme zur Durchführung der Berechnungen nicht ausreichend sein. Diese Startbedingungen der deutschen Teilnehmer sind der BaFin bewußt. Für die deutschen Teilnehmer empfiehlt sich daher in besonderer Weise eine praktikable Herangehensweise an die Berechnungen. 24. Unter diesen Umständen kann nicht an jedes Ergebnis die höchste Anforderung hinsichtlich Verläßlichkeit und Vergleichbarkeit gestellt werden. Um so wichtiger ist es, daß die Teilnehmer die Methodik ihrer Berechnungen im Fragebogen beschreiben und ihre Einschätzung zur Verläßlichkeit der Schätzungen mitteilen. Die Abfolge der QIS im Rahmen des Solvabilität-II-Prozesses ist so angelegt, daß die Qualität der Berechnungen mit jeder weiteren Berechnung zunimmt. Auch die Frage, welche Vereinfachungen bei der Umsetzung der Prinzipien zur Rückstellungsberechnung für kleine Unternehmen möglich sind, soll im Rahmen nachfolgender QIS aufgegriffen werden. 5 Für Verpflichtungen aus der selbst abgeschlossenen Lebensversicherung und Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung sind die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen nur optional zu schätzen, weil in der QIS 2 eine Bruttobilanz aufzustellen ist. Seite 5 von 40

6 25. Für Teilnehmer, die in der QIS 2 wegen der oben beschriebenen Hindernisse keine Neubewertung der Verpflichtungen vornehmen können, sind in den Ziffern 59f, 93 und 119 konservative Approximationen über HGB-Werte, sogenannte Auffanglösungen, angegeben, die es erlauben, einen größeren Teil der Berechnungen der QIS 2 sinnvoll durchzuführen. 26. Sofern im Hinblick auf die Besonderheiten des deutschen Versicherungsmarkts im Folgenden Hinweise zur Methodik gegeben werden, sind diese als unverbindlich aufzufassen. Unterscheidung von Lebens- und Nichtlebensversicherungsverpflichtungen 27. Wie in der QIS 1 wird auch in der QIS 2 zwischen Lebens- und Nichtlebensversicherungsverpflichtungen unterschieden. Die Unterscheidung richtet sich nicht nach der Sparte des Versicherers, sondern nach der Art der Verpflichtung. Für die deutschen Versicherer ist eine Verpflichtung genau dann als Lebensversicherungsverpflichtung im Sinne der QIS 2 zu betrachten, wenn das zugrundeliegende Geschäft gemäß HGB und VAG nach Art der Lebensversicherung zu betreiben ist. Das führt in der Regel zu folgender Unterscheidung für das selbst abgeschlossene Geschäft: Lebensversicherung gemäß QIS 2 Nichtlebensversicherung gemäß QIS 2 Lebensversicherer alle Verpflichtungen / Krankenversicherer Krankenversicherung nach Art der Schadenversicherung Schaden- /Unfallversicherer Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung HUK-Renten, Lebensversicherungsteil der UPR, Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung alle anderen Verpflichtungen Das in Rückdeckung übernommene Geschäft wird entsprechend klassifiziert. 28. Anders als in der QIS 1 hat diesmal die Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung eine spezielle Stellung in der wie oben definierten Lebensversicherung. Insbesondere werden die Rückstellungen getrennt berichtet. Seite 6 von 40

7 Lebensversicherungsverpflichtungen (außer Krankenversicherungsverpflichtungen) 29. Die folgenden Abschnitte geben Hinweise zur Modellvorstellung und Schätzmethodik für Lebensversicherungsverpflichtungen im Sinne der QIS 2 (vgl. Ziffer 27f) soweit sie keine Krankenversicherungsverpflichtungen sind. Die Verpflichtungen aus der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung werden gesondert ab Ziffer 61 behandelt. Welche Rückstellungen sind neu zu bewerten? 30. Von den Anteilen der HGB-Bilanzposten Beitragsüberträge, Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, RfB, sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, vt. Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird, die den Lebensversicherungsverpflichtungen zuzuordnen sind, werden die Posten Deckungsrückstellung, RfB, vt. Rückstellungen im Bereich der Lebensversicherung, soweit das Anlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird durch die neubewerte Rückstellung ersetzt. 6 Die übrigen Rückstellungen werden aus der HGB-Bilanz übernommen. 31. Eine Ausnahme hiervon ist die Behandlung der Deckungsrückstellung für die HUK-Renten des Schaden-/Unfallversicherers, die gemäß HGB in dem Posten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bilanziert wird. Sie wird ebenfalls durch eine neubewertete Rückstellung ersetzt. Hinweise zur Modellvorstellung Abgrenzung der Zahlungsströme 32. Der Abgrenzung der zukünftigen Zahlungsströme auf den Stichtag (in der Regel der ) sollte buchhalterisch erfolgen. Das heißt, es ist so abzugrenzen, daß die zum Stichtag der Bewertung bestehenden Beitragsüberträge und Rückstellungen für Versicherungsfälle bestehen bleiben können (vgl. Ziffer 30). Demnach sind im Zahlungsstrom auch 6 Im Zusammenhang mit dieser Ersetzung fallen außerhalb der versicherungstechnischen Rückstellungen die aktivierten Abschlußkosten und die Ansammlungsguthaben weg. Seite 7 von 40

8 Optionen Beitragszahlungen zu berücksichtigen, die zum Stichtag schon gebucht und den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind. (Zum Ausgleich wird ein Beitragsübertrag gebildet.) Ebenso sind Zahlungen zu Versicherungsfällen aus dem Stichtag vorhergehenden Geschäftsjahren nicht zu berücksichtigen. (Für sie wird eine Rückstellung für Versicherungsfälle gebildet.) Falls bei der Schätzung der Erwartungswerte und Quantile ein anderes Vorgehen praktikabler ist, sollte anschließend eine entsprechende Korrektur des Ergebnisses vorgenommen werden. 33. Bei der Modellierung der Zahlungsströme sind die Optionen des Versicherungsnehmers zur Änderung des Vertragszustandes zu berücksichtigen ([ ] der Technical Specification). Dabei ist das voraussichtliche Verhalten der Versicherungsnehmer zugrunde zu legen. hedgebare Risiken 34. In der QIS 2 sind hedgebare Risiken mit dem Marktwert des Hedges zu bewerten. Ein Risiko gilt als hedgebar, wenn die zugehörigen Zahlungsströme sich durch ein Finanzinstrument duplizieren lassen. Insbesondere ist von einer Hedgebarkeit auszugehen, wenn Zahlungsströme nicht unabhängig von Marktindikatoren (Zinssätze, Aktienkurse, Währungskurse etc.) sind. 35. Möglicherweise hedgebare versicherungstechnische Risiken in der Lebensversicherung sind z.b. das Risiko eines Anstiegs der Stornoraten oder der Ausübungsrate von Kapitalwahloptionen bei steigendem Zins. Der BaFin liegt jedoch kein Nachweis über eine Zinsabhängigkeit der Stornorate in der deutschen Lebensversicherung vor. Bei der Kapitalwahloption läßt sich eine Zinsabhängigkeit nicht ausschließen. Angesichts der geforderten Rechengenauigkeit und der theoretischen und praktischen Schwierigkeiten, die die Bewertung des hedgebaren Risikos mit sich brächte, kann auf eine Marktpreisbewertung vermutlich verzichtet werden. Bestandsbesonderheiten sind dabei jedoch zu berücksichtigen. 36. In der Lebensversicherung könnte ein Teil der Zahlungsströme der zukünftigen Überschußbeteiligung als hedgebares Risiko modelliert werden. Wegen der damit verbundenen theoretischen und praktischen Schwierigkeiten kann im Rahmen der QIS 2 auch eine vereinfachte Abbildung der Überschußbeteiligung so sie überhaupt berechnet wird vorgenommen werden (vgl. Ziffer 39ff). fondsgebundene Lebensversicherung 37. Wie in Ziffer 15 skizziert, liegt in der fondsgebundenen Lebensversicherung ein hedgebares Risiko vor. Daher ist wie in der QIS 1 bei fondgebundenen Lebensversicherungen die Verpflichtung in Höhe des Marktwertes der sie bedeckenden Fondsanteile anzusetzen. Enthalten die fondsgebundenen Versicherungen versicherungsförmig abgedeckte Garantien (Hybridprodukte), so sind der fondsgebundene Teil und der konventionelle versicherungsförmige Teil getrennt voneinander zu Seite 8 von 40

9 betrachten, wobei der versicherungsförmige Teil entsprechend der grundlegenden Modellvorstellung zu behandeln ist. 38. Falls Zahlungen des versicherungsförmigen Teils der Fondversicherung nicht durch direkte Prämienzahlungen, sondern durch Entnahme von Fondsanteilen finanziert wird (z.b. Kosten- oder Todesfallzahlungen), dann sollten diese Zahlungen in der Modellierung unberücksichtigt bleiben. (Für die Bewertung ist es in der Regel unerheblich, wann eine Zahlung aus dem Fondsguthaben vorgenommen wird.) zukünftige Überschußbeteiligung 39. Die Zahlungsströme umfassen grundsätzlich auch die Zahlungen aufgrund zukünftiger, zum Stichtag noch nicht festgelegter Überschußanteile (zukünftige Überschußbeteiligung). (Vgl. [ ] der Technical Specification.) Dabei wird nicht unterschieden, ob die Überschüsse schon erwirtschaftet worden sind (und demnach freie RfB und Schlußüberschußanteilfonds bedecken), oder ob sie erst zukünftig entstehen werden. In einer Solvenzbetrachtung werden die zukünftigen Überschußanteile, soweit sie nicht bereits deklariert oder zugewiesen sind, wegen der im deutsche Aufsichtsrecht vorhandenen Notstandsregelung ( 56a VAG) vermutlich keine Bedeutung haben. Daher können die deutschen Teilnehmer in der QIS 2 sich auf die Bewertung der garantierten Leistungen beschränken. Nur die dabei resultierende Rückstellung wird zur Ermittlung der Kapitalanforderungen und der Eigenmittel angesetzt werden. 40. Dennoch ist die BaFin an Ergebnissen der Bewertung der zukünftigen Überschußbeteiligung interessiert. In diesem Fall sollte auch eine getrennte Bewertung nur der garantierten Verpflichtungen erfolgen. 41. Falls eine Modellierung der Überschußbeteiligung vorgenommen wird, sollte dabei hinsichtlich der Kapitalerträge möglichst von einer deterministischen Verzinsung der Kapitalanlagen in Höhe des risikoneutralen Zinses ausgegangen werden. Dabei soll hinsichtlich der Laufzeit der Kapitalanlagen möglichst angenommen werden, daß ihre Zahlungsströme auf die Zahlungsströme der Verpflichtungen abgestimmt sind. Zur Vereinfachung kann ein laufzeitunabhängiger risikoneutraler Zins über das Durationsverfahren ermittelt werden (vgl. Anhang 1). 42. Die Möglichkeit des Versicherers, eine Zuführung zur RfB über das gesetzliche oder vertraglich vereinbarte Maß hinaus vorzunehmen und die Überschußanteilsätze zu verändern, sollte gemäß dem voraussichtlichen Verhalten berücksichtigt werden. Insbesondere kann bei der Bestimmung der Risikomarge eine wahrscheinliche Verringerung der Überschußbeteiligung in adversen Szenarien berücksichtigt werden. 7 7 Dies gilt insbesondere bei der Durchführung des Streßtests für Lebensversicherungsverpflichtungen, vgl. Anhang 2. Seite 9 von 40

10 festgelegte Überschußanteile und Ansammlungsguthaben 43. Die Zahlungen aus zum Stichtag schon festgelegten Überschußanteilen sollten in der Rückstellung als garantierte Leistungen berücksichtigt werden. Ebenso sind Zahlungen aus Ansammlungsguthaben zu berücksichtigen. 8 Die Verzinsung des Ansammlungsguthabens muß nur soweit zu den garantierten Leistungen gezählt werden, wie eine Verpflichtung des Versicherers zur Verzinsung besteht. Neugeschäft 44. Wie bei der Berechnung der HGB-Deckungsrückstellung sind bei den Bewertungen in der QIS 2 Zahlungen aus Neugeschäft im modellierten Zahlungsstrom nicht zu berücksichtigen. Bei der Festsetzung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb kann die erreichte Kostendegression angesetzt werden, wenn davon auszugehen ist, daß sie bei geplantem Geschäftsverlauf erhalten bleibt. Segmentierung 45. Anders als in der QIS 1 ist in der QIS 2 eine Segmentierung des Lebensversicherungsgeschäfts in die folgenden vier Risikogruppen vorgegeben: 1. Verträge mit Überschußbeteiligung 2. Verträge, bei denen der Versicherungsnehmer das Kapitalanlagerisiko trägt 3. Rückversicherung 4. sonstige Verträge Diese Segmentierung kann bei den deutschen Teilnehmern dazu führen, daß nur für die erste und zweite Risikogruppe Verpflichtungen bestehen. 46. Bei der Aufteilung des Bestandes kann auf die Praktikabilität geachtet werden. Wenn ein Vertrag aus Komponenten besteht, die zwei verschiedenen Gruppen zugeordnet werden können (z.b. ein Kombinationsprodukt aus traditioneller und fondsgebundener Versicherung oder ein Produkt das nur für einen Teil der Risiken Überschußbeteiligung gewährt), dann kann er entweder gemäß der Komponenten aufgeteilt und den zwei Gruppen zugeordnet werden oder in seiner Gesamtheit der Gruppe zugeordnet werden, deren Anteil überwiegt. 47. Wenn Teilnehmer ihre Ergebnisse aus der QIS 1 wiederverwenden möchten, sollte beachtet werden, daß die Höhe der Risikomarge der Gesamtrückstellung von der Segmentierung abhängt. (Vgl. Anhang 2, Ziffer 23.) 8 Zum Ausgleich fällt in der QIS-2-Solvenzbilanz das unter den Verpflichtungen bilanzierte Ansammlungsguthaben weg. Seite 10 von 40

11 Hinweise zur Schätzmethodik Einflußgrößen des Zahlungsstroms 48. Gemäß [2.14] der Technical Specification sind alle Umstände, die den Zahlungsstrom beeinflussen können, in seine stochastische Betrachtung einzubeziehen, insbesondere auch demographische, juristische, medizinische, technologische, soziale oder ökonomische Entwicklungen. In der praktischen Modellierung werden die aufgezählten Einflüsse aber oft nicht quantifizierbar sein. Daher ist in der QIS 2 eine Beschränkung auf die wesentlichen Einflüsse empfohlen, z.b. den Langlebigkeitstrend und die Kosteninflation. Soweit keine abweichenden Erkenntnisse vorliegen, sollten die von der DAV veröffentlichen Langlebigkeitstrends (z.b. aus der Tafel DAV 2005 R) verwendet werden. Einzelvertragliche Berechnung 49. In der QIS 2 können die Schätzungen wahlweise auf einzelvertraglicher Basis oder auf verdichteten Beständen durchgeführt werden (vgl. Abschnitt [2.13] der Technical Specification). Auf die Angemessenheit der Verdichtung im Rahmen der geforderten Genauigkeit sollte geachtet werden. Optionen 50. Die Modellierung der Optionen der Versicherungsnehmer kann sich auf die für den Zeitwert der Zahlungsströme relevanten Optionen beschränken. Die Stornooption ist in der Regel zu berücksichtigen. Auch die Kapitalwahloption bei aufgeschobenen Rentenversicherungen sollte zumindest in deterministischer Weise berücksichtigt werden. Das heißt, bei der Berechnung des Erwartungswerts und des Quantils sollte zumindest die im Mittel erwartete Ausübung der Option eingehen. Die Möglichkeit zur Modellierung weiterer Optionen sollte geprüft werden. So könnten zum Beispiel Beitragsfreistellungen durch Erhöhung der erwarteten Stornierungen berücksichtigt werden können. Diskontierung 51. Die Zahlungsströme sollen mit einem risikoneutralen laufzeitabhängigen Zinssatz auf den Stichtag diskontiert werden. Für die QIS 2 werden diese Zinssätze für den Euro und die Mehrzahl der übrigen Währungen des Europäischen Wirtschaftsraums von CEIOPS in der Datei QIS 2 Zinsstruktur vorgegeben. Falls ein Teilnehmer Verpflichtungen in einer anderen Währung hat, sollte er selbst eine risikoneutrale Zinsstrukturkurve herleiten. 52. Falls die Diskontierung mit laufzeitabhängigen Diskontierungsfaktoren technisch zu aufwendig ist, kann vereinfachend auch das Durationsverfahren angewendet werden, bei dem alle Zahlungen anhand eines Seite 11 von 40

12 einheitlichen Zinssatzes diskontiert werden. Das Durationsverfahren ist in Anhang 1 erläutert. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Schadenregulierung 53. Abschnitt [2.18] der Technical Specification empfiehlt, die erwarteten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb und für Schadenregulierung explizit im Zahlungsstrom zu berücksichtigen. Die deutschen Teilnehmer können auch eine implizite Berücksichtigung dieser Aufwendungen vornehmen, wenn sie zu gleichen oder im Rahmen der angestrebten Genauigkeit vergleichbaren Ergebnissen führt. Erwartungswertschätzung in der Lebensversicherung 54. Die Schätzung des Erwartungswertes würde theoretisch eine aufwendige stochastische Simulation des Ablaufs der Verpflichtungen erfordern. Wenn die technischen Voraussetzungen für eine solche Simulation nicht gegeben sind, kann näherungsweise auch wie folgt vorgegangen werden. 55. Der Erwartungswert wird ähnlich einer Deckungsrückstellung gemäß HGB deterministisch als Barwert der erwarteten zukünftigen Leistungen und Kosten abzüglich des Barwerts zukünftiger erwarteter Prämieneinnahmen berechnet. Dabei sollte u. a. jedoch folgendes beachtet werden: Die Rechnungsgrundlagen enthalten keine Sicherheitsmargen, sondern entsprechen dem Erwartungswert der jeweiligen Zufallsvariable. Die Diskontierungszinsen für die Barwertberechnung werden gemäß der vorgegeben Zinsstrukturkurve gewählt. (Ggf. kann auch das Durationsverfahren angewendet werden.) Optionen, die sich auf Prämien und Leistungen auswirken, insbesondere die Stornierung und Kapitalwahlrechte, sind mit ihrer Ausübungswahrscheinlichkeit zu berücksichtigen. 56. Falls diese Berechnung durch jährliche Fortschreibung des Bestandes durchgeführt wird, sollte auf eine hinreichend lange Projektion geachtet werden. Falls technisch eine vollständige Abwicklung nicht zu simulieren ist, sollte ein pauschaler Ansatz für die Restabwicklung geprüft werden. Quantilsschätzung in der Lebensversicherung 57. Die Schätzung der Quantile der Zahlungsströme erfordert in der Regel eine aufwendige stochastische Simulation des Ablaufs der Verpflichtungen. Voraussichtlich können viele Teilnehmer eine solche Simulation nicht durchführen, da die technischen Voraussetzungen und die erforderliche Datenbasis zur Kalibrierung nicht vorliegen. Wie in der QIS 1 können auch in der QIS 2 die Quantile durch einen Streßtest approximativ geschätzt werden. Der Streßtest ist in Anhang 2 beschrieben. Nettorückstellungen 58. Für in Rückdeckung übernommene Lebensversicherungsverpflichtungen ist in der Regel die Schätzung der Nettorückstellungen erforderlich. Falls Seite 12 von 40

13 eine verläßliche Schätzung über die Zahlungsströme nicht möglich ist, kann auch folgende Approximation angewandt werden: Netto - Erwartungswert HGB - Nettodeckungsrückstellung = Brutto - Erwartungswert HGB - Bruttodeckungsrückstellung Netto - Quantil HGB - Nettodeckungsrückstellung = Brutto - Quantil HGB - Bruttodeckungsrückstellung Auffanglösung 59. In der QIS 2 ist eine Neubewertung aller versicherungstechnischen Verpflichtungen erforderlich, um die Kapitalanforderungen SCR und MCR sowie um die Eigenmittel zu berechnen. Falls zum Gesamtbestand oder zu einem Teilbestand Erwartungswert und Quantil nicht bestimmt werden können, dann kann eine konservative Approximation des Erwartungswerts und des Quantils des restlichen Bestandes in folgender Weise aus HGB-Werten zusammengesetzt werden: Erwartungswert = Quantil = HGB-Deckungsrückstellung + Fondsrückstellung aktivierte Abschlußkosten + festgelegte Anteile der RfB + Ansammlungsguthaben Anhand einer Analyse der Rechnungsgrundlagen der HGB-Deckungsrückstellung, insbesondere des Zinses, sollte dabei sichergestellt werden, daß es sich um eine konservative Approximation handelt. 60. Falls es technisch möglich ist, sollte dabei eine Neudiskontierung der HGB-Deckungsrückstellung mit der vorgegebenen Zinsstrukturkurve oder einem festen Zinssatz (vgl. Anhang 1) vorgenommen werden, um die Approximation zu verbessern. Seite 13 von 40

14 Verpflichtungen aus der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung 61. Die folgenden Abschnitte geben Hinweise zur Modellvorstellung und Schätzmethodik für Verpflichtungen aus der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung. Verpflichtungen aus der Krankenversicherung nach Art der Schadenversicherung sind Nichtlebensversicherungsverpflichtungen im Sinne der QIS 2 und sollten wie ab Ziffer 95 beschrieben bewertet werden Welche Rückstellungen sind neu zu bewerten? 62. Von den Anteilen der HGB-Bilanzposten Beitragsüberträge, Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, RfB, sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, die den Krankenversicherungsverpflichtungen nach Art der Lebensversicherung zuzuordnen sind, werden die Posten Deckungsrückstellung, RfB durch die neubewerte Rückstellung ersetzt. Die übrigen Rückstellungen werden aus der HGB-Bilanz übernommen. Hinweise zur Modellvorstellung Abgrenzung der Zahlungsströme 63. Der Abgrenzung der zukünftigen Zahlungsströme auf den Stichtag (in der Regel der ) sollte buchhalterisch erfolgen. Das heißt, es so abzugrenzen, daß die zum Stichtag der Bewertung bestehenden Beitragsüberträge und Rückstellungen für Versicherungsfälle weiterhin zu bilden sind (vgl. Ziffer 62). Demnach sind im Zahlungsstrom auch Beitragszahlungen zu berücksichtigen, die zum Stichtag schon gebucht und den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen sind. (Zum Ausgleich wird ein Beitragsübertrag gebildet.) Ebenso sind Zahlungen zu Versicherungsfällen aus dem Stichtag vorhergehenden Geschäftsjahren nicht zu berücksichtigen. (Für sie wird eine Rückstellung für Versicherungsfälle gebildet.) Falls bei der Schätzung der Erwartungswerte und Quantile ein anderes Vorgehen praktikabler ist, sollte anschließend eine entsprechende Korrektur des Ergebnisses vorgenommen werden. Optionen 64. Bei der Modellierung der Zahlungsströme sind die Optionen des Versicherungsnehmers zur Änderung des Vertragszustandes zu Seite 14 von 40

15 berücksichtigen ([ ] der Technical Specification). Dabei ist das voraussichtliche Verhalten der Versicherungsnehmer zugrunde zu legen. hedgebare Risiken 65. In der QIS 2 sind hedgebare Risiken mit dem Marktwert des Hedges zu bewerten. Ein Risiko gilt als hedgebar, wenn die zugehörigen Zahlungsströme sich durch ein Finanzinstrument duplizieren lassen. Insbesondere ist von einer Hedgebarkeit auszugehen, wenn Zahlungsströme nicht unabhängig von Marktindikatoren (Zinssätze, Aktienkurse, Währungskurse etc.) sind. 66. Nachweise zur Hedgebarkeit krankenversicherungstechnischer Risiken liegen der BaFin nicht vor. Allerdings könnte ein Teil die Zahlungsströme aus der zukünftigen Überschußbeteiligung als hedgebares Risiko modelliert werden. Wegen der damit verbundenen theoretischen und praktischen Schwierigkeiten kann im Rahmen der QIS 2 auch eine vereinfachte Abbildung der Überschußbeteiligung vorgenommen werden (vgl. Ziffer 84). Beitragsanpassung 67. Zukünftige Beitragsanpassungen sind grundsätzlich durch die Modellierung der dabei ausgelösten Veränderungen der Zahlungsströme zu berücksichtigen. Überschußbeteiligung und gesetzlicher Zuschlag 68. Der Einfluß der Überschußbeteiligung und des gesetzlichen Zuschlag auf die zukünftigen Zahlungsströme sind grundsätzlich in der Modellierung zu berücksichtigen. Dies betrifft sowohl die in der Vergangenheit angesammelten (erfolgsabhängige RfB, erfolgsunabhängige RfB, Anteile der Alterungsrückstellung gemäß 12a Abs. 2 und Abs. 3) als auch die zukünftig entstehenden Überschüsse. Ebenso sind der aus dem gesetzlichen Zuschlag gebildete Teil der Alterungsrückstellung und der zukünftige eingenommene gesetzliche Zuschlag zu berücksichtigen. Neugeschäft 69. Zahlungen aus Neugeschäft sind im modellierten Zahlungsstrom nicht zu berücksichtigen. Bei der Festsetzung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb kann die erreichte Kostendegression angesetzt werden, wenn davon auszugehen ist, daß sie bei geplantem Geschäftsverlauf erhalten bleibt. Segmentierung 70. Für die Rückstellungen aus der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung ist in der QIS 2 ein eigenes Segment vorgesehen (vgl. [2.9] der Technical Specification). Eine weitere Unterteilung des Bestandes ist nicht erforderlich. Seite 15 von 40

16 Hinweise zur Schätzmethodik 71. Um die Modellvorstellung für die Erwartungswertschätzung ideal umzusetzen, wird in der Regel eine aufwendige Bilanzprojektion erforderlich sein. Zur Bestimmung des Quantils sind diese Bilanzprojektionen in einer stochastischen Simulationen vielfältig zu variieren. Die Ergebnisse der QIS 1 haben gezeigt, daß derartige Berechnungen für fast alle Teilnehmer aus zeitlichen und technischen Gründen nicht möglich sind. 72. In der QIS 2 werden den Teilnehmern deshalb folgende unverbindliche Vereinfachungen bereitgestellt: Eine einfache Approximation des Quantils für die Teilnehmer, die keine Bilanzprojektionen durchführen können. Ein Streßtest zur Ermittlung des Quantils für die Teilnehmer, die Bilanzprojektionen durchführen können. Die folgenden Abschnitte gliedern sich wie folgt: Erwartungswertschätzung über Bilanzprojektionen (ab Ziffer 73), Quantilsschätzung über Bilanzprojektionen (Ziffer 87), Approximation der Quantilsrückstellung über die Alterungsrückstellung (ab Ziffer 89), Auffanglösung (Ziffer 93). Erwartungswertschätzung über Bilanzprojektionen Einflußgrößen des Zahlungsstroms 73. Gemäß [2.14] der Technical Specification sind alle Umstände, die den Zahlungsstrom beeinflussen können, in seine stochastische Betrachtung einzubeziehen, insbesondere auch demographische, juristische, medizinische, technologische, soziale oder ökonomische Entwicklungen. In der praktischen Modellierung werden die aufgezählten Einflüsse aber oft nicht quantifizierbar sein. Daher ist in der QIS 2 eine Beschränkung auf die wesentlichen Einflüsse in pauschaler Weise empfohlen, z.b. den Trend in den Kopfschäden, den Langlebigkeitstrend und die Kosteninflation. Einzelvertragliche Berechnung 74. In der QIS 2 können die Schätzungen wahlweise auf einzelvertraglicher Basis oder auf verdichteten Beständen durchgeführt werden (vgl. Abschnitt [2.13] der Technical Specification). Auf die Angemessenheit der Verdichtung im Rahmen der geforderten Genauigkeit sollte geachtet werden. Seite 16 von 40

17 Optionen 75. Die Modellierung der Optionen der Versicherungsnehmer kann sich auf die für den Zeitwert der Zahlungsströme relevanten Optionen beschränken. Zumindest die Stornooption sollte berücksichtigt werden. Diskontierung 76. Die Zahlungsströme sollen mit einem risikoneutralen laufzeitabhängigen Zinssatz auf den Stichtag diskontiert werden. Für die QIS 2 werden diese Zinssätze für den Euro und die Mehrzahl der übrigen Währungen des Europäischen Wirtschaftsraums von CEIOPS in der Datei QIS 2 Zinsstruktur vorgegeben. Falls ein Teilnehmer Verpflichtungen in einer anderen Währung hat, sollte er selbst eine risikoneutrale Zinsstrukturkurve herleiten. 77. Falls die Diskontierung mit laufzeitabhängigen Diskontierungsfaktoren technisch zu aufwendig ist, kann vereinfachend das Durationsverfahren angewendet werden, bei dem alle Zahlungen anhand eines einheitlichen Zinssatzes diskontiert werden. Das Durationsverfahren ist in Anhang 1 erläutert. Beitragsanpassung 78. Das Auslösen der Beitragsanpassung sollte möglichst entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und der vorhandenen tariflichen Toleranzbereiche modelliert werden. 79. Sollte dieses Verfahren zu aufwendig sein, so kann zur Vereinfachung der Zeitraum zwischen zwei Beitragsanpassung vorgegeben werden. Wenn möglich, sollte der Zeitraum zeitlichen von der Entwicklung des vorgegebenen Trends der Kopfschäden abhängen. 80. Sollte es nur möglich sein, jährliche Beitragsanpassungen zu simulieren, so sollten die in den Rechnungsgrundlagen 1. Ordnung angesetzten Sicherheitsmargen daran angepaßt niedriger ausfallen. Überschußbeteiligung und gesetzlicher Zuschlag 81. Die Überschußbeteiligung sowie der gesetzliche Zuschlag sollten möglichst entsprechend der gesetzlichen Vorgaben und der Planungen im Versicherungsunternehmen modelliert werden. 82. Sollte sich dies für die Verwendung der RfB als zu komplex erweisen, könnten die Mittel im Modell ausschließlich zur zeitnahen Beitragsrückerstattung verwendet werden. Dabei sollte jedoch möglichst sichergestellt sein, daß dies eine konservative Vereinfachung ist. 83. Soweit es erforderlich ist, könnten auch für die Mittel aus der Direktgutschrift und dem gesetzlichen Zuschlag vereinfachte Annahmen getroffen werden. Möglicherweise führen Verfahren mit früherer Verwendung der Mittel zu einer konservativen Abschätzung der Erwartungswertrückstellung. Zusammen mit Ziffer 82. wäre in diesem Seite 17 von 40

18 Fall zum Beispiel der Verzicht auf die Modellierung der speziellen Verwendung möglich, wenn der Zinsüberschuß (unter Einhaltung der Mindestzuführung von 90%) der erfolgsabhängigen RfB zugeführt würde. 84. Bei einer Modellierung der Überschußbeteiligung kann dabei hinsichtlich der Kapitalerträge von einer deterministischen Verzinsung der Kapitalanlagen in Höhe des risikoneutralen Zinses ausgegangen werden. Dabei soll hinsichtlich der Laufzeit der Kapitalanlagen möglichst angenommen werden, daß ihre Zahlungsströme auf die Zahlungsströme der Verpflichtungen abgestimmt sind. Zur Vereinfachung kann auch ein laufzeitunabhängiger risikoneutraler Zins über das Durationsverfahren ermittelt werden (vgl. Anhang 1). Verwendete Rechnungsgrundlagen und Trends 85. Um den Teilnehmern, die keine unternehmensindividuelle Schätzung der Rechnungsgrundlagen vornehmen können, eine Hilfestellung zu geben und um die Ergebnisse verschiedener Versicherungsunternehmen möglichst vergleichbar zu machen, werden im folgenden unverbindlich einige Rechnungsgrundlagen und Trends vorgegeben werden. Die mit VU gekennzeichneten Rechnungsgrundlagen sollten jedoch möglichst vom Versicherungsunternehmen anhand der eigenen Beobachtungen bzw. der Ausführungen in den technischen Berechnungsgrundlagen festgelegt werden: Rechnungsgrundlage 1. Ordnung 2. Ordnung Trend Kopfschäden VU VU anfangs Steigerung um 3% pro Jahr, in 10 Jahren linear auf 2% fallend, danach 2% 9 Sterblichkeit VU Wahrscheinlichkeiten für 2004 können aus der Herleitung der PKV 2007 entnommen werden. 10 Trend der PKV Storno VU VU VU Kosten VU VU VU Diskontierungszins VU ergibt sich aus ohne Trend Zinskurve Sicherheitszuschlag VU - ohne Trend 86. Da in der Krankenversicherung keine Verwaltungskostenrückstellung gebildet wird, kann man davon ausgehen, daß die einkalkulierten Kosten 9 Es handelt sich um eine versuchsweise und vorläufige Kalibrierung zu Testzwecken, um in der QIS 2 Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu gewährleisten. 10 Siehe Datei QIS 2 Sterbetafel Kranken. Sterblichkeitsunterschiede z.b. zwischen Beamten und Normalversicherten werden in der QIS 2 vorerst nicht betrachtet. 11 Siehe Datei QIS 2 Sterbetafel Kranken. Falls altersabhängige Trends nicht modellierbar sind, kann auch ein gemittelter altersunabhängiger Trend verwendet werden. Seite 18 von 40

19 direkt verbraucht werden. Zusammen mit 82. könnte dann auf die Modellierung der Rechnungsgrundlage Kosten aus Gründen der Vereinfachung verzichtet werden. Dabei ist jedoch zu beachten, daß für die Modellierung des Sicherheitszuschlages und des gesetzlichen Zuschlages die Bruttoprämien erforderlich sind. Quantilsschätzung über Bilanzprojektionen 87. Zur Bestimmung der Quantilsrückstellung ist in der Regel eine Vielzahl von Bilanzprojektionen stochastisch zu simulieren. Voraussichtlich können viele Teilnehmer eine solche Simulation nicht durchführen, da die technischen Voraussetzungen und die erforderliche Datenbasis zur Kalibrierung nicht vorliegen. Daher können in der QIS 2 die Quantile ersatzweise durch auch einen Streßtest approximativ geschätzt werden. Der Streßtest ist in Anhang 3 beschrieben. 88. Von der Quantilrückstellung kann ein Betrag in Höhe der ungebundenen RfB 12 bei der Bestimmung des SCR risikomindernd angerechnet werden. (Vergleiche [ ] der Technical Specification.) Approximation der Quantilsrückstellung über die Alterungsrückstellung 89. Falls Erwartungswert und Quantil nicht über Bilanzprojektionen ermittelt werden können, kann ersatzweise auch in folgender Weise eine Approximation der Quantilsrückstellung vorgenommen werden. Die HGB-Alterungsrückstellung wird mit der vorgegebenen risikoneutralen Zinsstrukturkurve neu diskontiert. Die sich ergebende Rückstellung wird um die erfolgsunabhängige und erfolgsabhängige RfB erhöht. Der resultierende Wert kann als Approximation verwendet werden. 90. Der ungebundene Teil der RfB 13 ist dabei der Teil des Approximationswertes, der auf die zukünftige Überschußbeteiligung entfällt. Er kann in der Berechnung des SCR risikomindernd angerechnet werden. (Vergleiche [ ] der Technical Specification.) 91. Falls die Diskontierung mit der Zinsstrukturkurve technisch nicht möglich ist, kann ersatzweise auch das Durationsverfahren angewendet werden (vgl. Anhang 1). 92. Dieses Vorgehen ist konsistent mit dem Diskussionsbeitrag für einen zu Solvency II kompatiblen Standardansatz des GDV. 12 Der gebundene Teil der RfB besteht aus den für die folgenden Geschäftsjahre verbindlich festgelegten Entnahmebeträgen nach 21 Abs. 2 S. 2 Nr. 3 KStG. Hierzu zählen Entnahmebeträge zur Beitragsreduzierung, Milderung von Beitragsanpassungen, Finanzierung von Mehrbeiträgen in Verbindung mit Leistungserhöhungen und Beitragsrückerstattungen. 13 Zur ungebundenen RfB siehe Fußnote zu Ziffer 88. Seite 19 von 40

20 Auffanglösung 93. In der QIS 2 ist eine Neubewertung aller versicherungstechnischen Verpflichtungen erforderlich, um die Kapitalanforderungen SCR und MCR sowie um die Eigenmittel zu berechnen. Falls für den Gesamtbestand oder einen Teilbestand das Quantil weder durch eine Bilanzprojektion noch durch die in Ziffer 89ff beschriebene Approximation bestimmt werden kann, dann kann eine konservative Approximation des Quantils in folgender Weise aus HGB-Werten zusammengesetzt werden: Quantilsrückstellung = HGB-Deckungsrückstellung + erfolgsunabhängige RfB + erfolgsabhängige RfB Anhand einer Analyse der Rechnungsgrundlagen der HGB-Alterungsrückstellung, insbesondere des Zinses, sollte dabei sichergestellt werden, daß es sich um eine konservative Approximation handelt. 94. Der ungebundene Teil der RfB 14 ist dabei der Teil des Approximationswertes, der auf die zukünftige Überschußbeteiligung entfällt. Er kann in der Berechnung des SCR risikomindernd angerechnet werden. (Vergleiche [ ] der Technical Specification.) 14 Zur ungebundenen RfB siehe Fußnote zu Ziffer 88. Seite 20 von 40

21 Nichtlebensversicherungsverpflichtungen 95. Die folgenden Abschnitte geben Hinweise zur Modellvorstellung und Schätzmethodik für Nichtlebensversicherungsverpflichtungen im Sinne der QIS 2 (vgl. Ziffer 27f). HUK-Rentenverpflichtungen, Verpflichtungen aus dem Lebensversicherungsteil der UPR und übernommene Lebensversicherungsverpflichtungen sollten gemäß dem Abschnitt ab Ziffer 29 bewertet werden. Verpflichtungen aus der Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung werden ab Ziffer 61 behandelt. Welche Rückstellungen sind neu zu bewerten? 96. Von den Anteilen der HGB-Bilanzposten Beitragsüberträge, Deckungsrückstellung, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, RfB, Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen, sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, die den Nichtlebensversicherungsverpflichtungen zuzuordnen sind, werden die Posten Beitragsüberträge, Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, sonstige versicherungstechnische Rückstellungen, soweit sie Drohverlustrückstellungen sind, durch neubewerte Rückstellungen ersetzt. Der Posten Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen entfällt ersatzlos. Die übrigen Rückstellungen werden aus der HGB-Bilanz übernommen. Hinweise zur Modellvorstellung Schadenrückstellung 97. In der Nichtlebensversicherung ist eine Schadenrückstellung (provision for claims outstanding, vgl. Abschnitt [ ] der Technical Specification) zu berechnen. Dazu sind die Verpflichtungen der HGB- Schadenrückstellung mit Ausnahme der HUK-Rentenverpflichtungen zu bewerten, also die Verpflichtungen aus bekannten Versicherungsfällen, Spätschäden und Schadenregulierung unter Berücksichtigung der RPT- Forderungen. Prämienrückstellung 98. In der Nichtlebensversicherung ist zudem eine Prämienrückstellung (premium provision, vgl. Abschnitt [ ] der Technical Specification) zu berechnen. Diese Rückstellung besteht aus den Beitragsüberträgen und gegebenenfalls einer Drohverlustrückstellung. Seite 21 von 40

22 Sie bezieht sich auf Zahlungen, die aus zukünftigen Schadenfällen aus dem zum Stichtag vorhandenen Versicherungsbestand 15 entstehen. 99. Die Beitragsüberträge (als Teilkomponente der Prämienrückstellung) sind deterministisch und gemäß HGB anzusetzen Die Drohverlustrückstellung ist in der QIS 2 genauso wie gemäß HGB für Verluste zu bilden, mit denen nach dem Abschlußstichtag aus bis zum Ende des Geschäftsjahres abgeschlossenen Verträgen zu rechnen ist. Der Verlust ist für die QIS 2 aber als Zufallsvariable in Höhe des Zeitwertes der zukünftigen Zahlungsströme zu modellieren. Diese Zufallsvariable ist dann zu den oben genannten Bewertungsniveaus zu bewerten. Negative Drohverlustrückstellungen sind nicht zu bilden. hedgebare Risiken 101. In der QIS 2 sind hedgebare Risiken mit dem Marktwert des Hedges zu bewerten. Ein Risiko gilt als hedgebar, wenn die zugehörigen Zahlungsströme sich durch ein Finanzinstrument duplizieren lassen. Insbesondere ist von einer Hedgebarkeit auszugehen, wenn Zahlungsströme nicht unabhängig von Marktindikatoren (Zinssätze, Aktienkurse, Währungskurse etc.) sind. Nachweise zur Hedgebarkeit versicherungstechnischer Risiken in der Schaden-/Unfallversicherung liegen der BaFin jedoch nicht vor. Segmentierung 102. Für die Nichtlebensversicherung ist wie in der QIS 1 die folgende Segmentierung vorgegeben: 1. Unfall- und Krankenversicherung 2. Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 3. sonstige Kraftfahrtversicherung 4. Feuer- und Sachversicherung 5. Haftpflichtversicherung 6. Transport- und Luftfahrtversicherung 7. Kredit- und Kautionsversicherung 8. Rechtsschutzversicherung 9. Beistandsleistungsversicherung 10. sonstige Versicherungen 11. Rückversicherung 103. Diese Segmentierung aus der europäischen Rechnungslegungsrichtlinie (91/674/EWG) entspricht der in 51 Abs. 4 RechVersV aufgelisteten. Zudem ist ein Segment für übernommene Rückversicherung vorgesehen. Rückversicherer sollten ihr Nichtlebensversicherungsgeschäft jedoch auch in die Versicherungszweige gemäß 51 Abs. 4 RechVersV aufgliedern. 15 Es sind nur Schadenfälle zu betrachten, die bis zum juristischen Vertragsablauf gedeckt sind. Seite 22 von 40

23 Hinweise zur Schätzmethodik 104. Die Schätzung der Erwartungswerte und Quantile ist für Schadenrückstellung und Prämienrückstellung getrennt vorzunehmen. Erwartungswertschätzung für die Schadenrückstellung 105. Für die Schadenrückstellung sollen sich die Bewertungen auf die bekannten Versicherungsfälle, die Spätschäden und Schadenregulierungsaufwendungen unter Berücksichtigung von RPT- Forderungen, aber nicht auf die HUK-Renten 16 beziehen Die Erwartungswertschätzungen sollen anhand angemessener aktuarieller Reservierungsverfahren vorgenommen werden. Zielsetzung solcher Verfahren ist es, die Erfahrung zu bezahlten und angefallenen 17 Schäden vergangener Jahre auf zukünftige Jahre zu übertragen. 18 Falls eine statistische Betrachtung nicht möglich ist, z.b. bei einzelnen Großschäden, können auch Einzelfallreserven geschätzt werden Gängige aktuarielle Schätzverfahren (bspw. das Chain-Ladder Verfahren) liefern nicht nur eine Schätzung des Erwartungswert der Endschadenlast, sondern auch Schätzwerte für die in den einzelnen Folgejahren erwarteten Zahlungen. Eine Anwendung solcher Verfahren ermöglicht es daher in der Regel, eine Diskontierung der Zahlungen anhand der vom CEIOPS vorgegebenen Zinsstrukturkurve vorzunehmen. Ersatzweise kann zur Diskontierung auch das einfachere Durationsverfahren (vgl. Anhang 1) verwendet werden. Schätzung des Quantils der Schadenrückstellung 108. Für eine Reihe üblicher aktuarieller Erwartungsschätzverfahren wurden Schätzungen über die Genauigkeit der Punktschätzung für den Erwartungswert hergeleitet. 19 Diese Schätzungen können für die Ermittlung der Standardabweichung herangezogen werden. Dabei werden nur Schätz- und Zufallsfehler der Punktschätzung berücksichtigt Falls der Erwartungswert und die Standardabweichung der ausstehenden Zahlungen schon geschätzt worden sind, können die Quantile in der Regel über eine Verteilungsannahme zum Zahlungsstrom berechnet werden. Eine übliche Verteilungsannahme ist dabei die Lognormalverteilung. Soweit möglich, sollte die Angemessenheit der Verteilungsannahme geprüft werden. 16 Diese sollen in der QIS 2 möglichst als Lebensversicherungsverpflichtungen gewertet werden, siehe Ziffer Daß in der QIS 2 die zukünftigen Zahlungen geschätzt werden müssen, bedeutet nicht, daß zur Schätzung auch nur vergangene Zahlungen herangezogen werden dürfen. Vielmehr wird es oft sinnvoll sein, auch HGB-Aufwandsdaten zu analysieren. 18 Siehe T. Mack, Schadenversicherungsmathematik, Schriftenreihe angewandte Versicherungsmathematik DGVM, Karlsruhe, 2. Auflage 2002; siehe auch M. Radtke u. K.D. Schmidt (Hrsg.), Handbuch zur Schadenreservierung, Karlsruhe Für eine umfassende Bibliographie zu diesem Themengebiet siehe K.D. Schmidt, A Bibliography on Loss Reserving, 2005, abrufbar unter: 19 Siehe z.b. T. Mack a.a.o, M. Radtke u. K. D. Schmidt a.a.o. Seite 23 von 40

24 110. Zur Berechnung der Quantile der diskontierten Zahlungsströme kann dann vereinfachend angenommen werden, daß das Verhältnis Quantil/diskontiertes Quantil mit dem einfacher zu berechnenden Verhältnis Erwartungswert/diskontierter Erwartungswert übereinstimmt Einige aktuarielle Schätzverfahren (bspw. das Bootstrapping- Verfahren 20 ) liefern auch die gesamte (empirische) Verteilung der ausstehenden Zahlungen. In solchen Fällen kann das Quantil auch direkt anhand der empirischen Verteilung geschätzt werden. Datenbasis für die Schätzung der Schadenrückstellung 112. Es kann vorkommen, daß die Daten für die Schätzung der Schadenzahlungen nicht in der Form vorliegen, wie sie für die Berechnungen benötigt werden. (Z.B. weil sie nicht um HUK-Rentenzahlungen bereinigt sind oder weil Schadenregulierungskosten nicht berücksichtigt sind.) Falls die erforderliche Datenaufbereitung in solchen Fällen nicht oder nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist, kann auch von den vorgegebenen Anforderungen abgewichen werden. (Das heißt z.b., die Schadenrückstellung einschließlich Renten wird geschätzt.) Auf Konsistenz mit den Angaben zu den HGB-Rückstellungen sollte dann geachtet werden. Die Abweichungen sollten im Fragebogen angegeben werden Oftmals werden die betrachteten Schadendreiecke nicht genügend Abwicklungsjahre umfassen, um alle Zahlungen bis zur vollständigen Abwicklung direkt zu schätzen (d.h. es gibt einen Tail außerhalb des Abwicklungsdreiecks). Die Tailreserve zu den nicht geschätzten Zahlungen sollte jedoch nur vernachlässigt werden, wenn sie nicht materiell ist. Ansonsten ist eine Schätzung des Tails, z.b. durch Extrapolation von Zahlungsmustern oder durch einen pauschalen Ansatz, erforderlich. Drohverlustrückstellung 114. Für die Berechnung der Drohverlustrückstellung genügt es in der Regel, eine pauschale Verteilungsannahme über den Zeitwert der Zahlungsströme (also des drohenden Verlustes) zu machen. Falls die Drohverlustrückstellung im Vergleich zur Schadenrückstellung wenig materiell erscheint, kann der Verlust auch ohne Verteilungsannahme und überschlägig geschätzt werden Wenn im Mittel bzw. mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% kein Verlust zu erwarten ist, besteht die Prämienrückstellung zum Erwartungswert bzw. zum 75%-Quantil nur aus den Beitragsüberträgen gemäß HGB. 20 Siehe z.b. England, P.D. & Verrall, R.J., Analytic and bootstrap estimates of prediction errors in claims reserving in Insurance: Mathematics and Economics, 25, (1999) pp Seite 24 von 40

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