F E R N U N I V E R S I T Ä T

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1 Matrikelnummer Name: Vorname: F E R N U N I V E R S I T Ä T Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik (6 SWS) Aufgabe 1 2 Summe Max. Punktzahl Erreichte Punktzahl Gesamtpunktzahl: Datum: Note: Unterschrift des Prüfers:

2 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 2 Bearbeitungshinweise: Tragen Sie auf dem Deckblatt Ihren Namen und Ihre Matrikelnummer und auf jedem Lösungsbogen Ihre Matrikelnummer ein. Bitte benutzen Sie keinen Bleistift. Kontrollieren Sie vor Bearbeitungsbeginn die Vollständigkeit Ihres Klausurexemplars. Die Klausurunterlagen bestehen aus insgesamt 18 Seiten mit 2 Aufgaben. Tragen Sie Ihre Lösung bitte auf den dafür vorgesehenen Lösungsbögen im Anschluß an die Aufgaben ein. Unterschreiben Sie Ihre Klausur auf der letzten von Ihnen bearbeiteten Seite. Falls der Platz auf den Lösungsbögen nicht ausreicht, können Sie deren Rückseiten benutzen. Als Hilfsmittel ist neben Schreib- und Zeichengeräten nur ein nicht-programmierbarer Taschenrechner zugelassen. Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.

3 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 3 Aufgabe 1 Allokationstheorie Gegeben sei eine Ökonomie mit zwei Individuen (1 und 2), zwei Konsumgütern ( X und Y ) und zwei Produktionsfaktoren (Arbeit A und Kapital K ). Der Kapitelstock K und das Arbeitsangebot A, sowie deren Aufteilung auf die Individuen seien fest vorgegeben. Für beide Individuen kann daher von dem fixen Einkommen E, i 1, 2 ausgegangen werden. Die Nutzenfunktion sei für alle Individuen identisch und laute i U x, y i 1,2. i i i Die Produktionsfunktionen seien gegeben durch X F A, K Y, Y, Y, Y, X, X und Y G A K X G A K F A K. Die Produktion im X Sektor habe einen negativen Einfluss auf die Y Produktion. Gehen Sie im Folgenden immer davon aus, dass die Marktakteure (Individuen und Unternehmen) als Preisnehmer agieren. a) Für ein Pareto Optimum müssen die folgenden drei Bedingungen erfüllt sein. U U U 1 2 x1 x2 U 1 2 y1 y2 G A G K Y X Y i F A F K Ui G xi AY G Ui F X y AX X, i 1, 2 Interpretieren Sie die drei Bedingungen ökonomisch. b) Überprüfen Sie, ob die Bedingungen für ein Pareto Optimum erfüllt sind, wenn die Güter X und Y von unterschiedlichen Unternehmen produziert werden. c) Wie ändert sich Ihre Antwort aus b), wenn beide Güter von nur einem Unternehmen (welches weiterhin Preisnehmer sein soll) produziert werden? Argumentieren Sie formal! X X

4 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 4 d) Nehmen Sie an, der Staat erhebe auf das Gut Y eine Wertsteuer mit dem dyi px Steuersatz t. Ist dann dx p eine Bedingung für das Pareto Optimum, i Y wenn p X und p Y jeweils die Nettopreise sind? Begründen Sie Ihre Antwort kurz.

5 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 5 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

6 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 6 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

7 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 7 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

8 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 8 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

9 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 9 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

10 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 10 Lösungsbogen zu Aufgabe 1

11 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 11 Aufgabe 2 Fiskalpolitik Eine kleine offene Volkswirtschaft sei durch folgendes Modell beschrieben: (1) Y C(, t Y) I() i A Ex( w) (1 z) Im( Y, w ) C t, Y (1 t) Y (2) 2 (3) M 0 M L( Y, i) (4) T( w, Y) K( i) (5) A D ty zim( Y, w ) (6) * i i (7) R M H wobei w w(1 z), e w w und das Preisniveau im In- und Ausland auf Eins normiert ist. w Ferner wird angenommen, dass TY 0 und dass die Marshall-Lerner-Bedingung gilt. a) Erläutern Sie kurz 1. Gleichung (3). Wie erfolgt innerhalb der Geldnachfrage der Übergang des Geldes von einem Verwendungszweck zum anderen? Was ist die unmittelbare Konsequenz? Wie reagiert die Geldnachfrage auf Veränderungen des Sozialproduktes und des Zinses? 2. Gleichung (4). Ist hier bei flexiblem Wechselkurs eine Ungleichung möglich, wenn der Kapitalmarkt hinreichend schnell reagiert? Begründen Sie! 3. Gleichung (6). Was ist unter dem Begriff Zinsparität zu verstehen? 4. Gleichung (7). Skizzieren Sie dabei eine Bilanz der Zentralbank!

12 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 12 Gehen Sie nun davon aus, dass die Regierung das Defizit durch eine Erhöhung des Steuersatzes bei gleichbleibenden Staatsausgaben ausgleichen will ( dd D) und die Zentralbank die Geldmenge konstant hält. Die Marktakteure erwarten zusätzlich eine stärkere Abwertungstendenz der inländischen Währung ( d 0). Nehmen Sie außerdem an, dass für den Steuersatz t 0,0.5 gelte und der Zollsatz i. H. v. Null 0 werden soll. z konstant gehalten Hinweis: Vereinfachen Sie weitestgehend, indem Sie u. a. die Definition des Netto- Außenbeitrages, T( w, Y) Ex( w) Im( Y, w ), berücksichtigen! b) Wie wirkt sich die Abwertungstendenz auf das Sozialprodukt, den Steuersatz, den Konsum und den Wechselkurs aus? c) Interpretieren Sie Ihre Ergebnisse! d) Veranschaulichen Sie Ihre Ergebnisse anhand folgender Werte: Y 75 D 5 d t 0, 2 L L 0, 25 i Y I i K 0, 2 T 1 i Y Tw 0,9

13 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 13 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

14 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 14 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

15 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 15 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

16 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 16 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

17 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 17 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

18 Klausur: Modul Allokationstheorie und Fiskalpolitik 18 Lösungsbogen zu Aufgabe 2

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