Dyskalkulie. Clarissa do Valle da Silva Lima Dozentin: Dr. Hannah Perst Seminar: Entwicklungsstörungen

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1 Dyskalkulie Clarissa do Valle da Silva Lima Dozentin: Dr. Hannah Perst Seminar: Entwicklungsstörungen

2 Gliederung 1. Definition a. Diagnostische Kriterien nach ICD-10 und DSM-IV b. Differentialdiagnostik 2. Störungsbild 3. Subtypen 4. Ursachen 5. Epidemiologie 6. Komorbidität

3 Definition - Verzögerte oder abweichende Reifung des ZNS. - Teilleistungsstörung im mathematischen Bereich. - Schwierigkeiten im Erfassen rechnerischer Sachverhalte, im Umgang mit Zahlen und in der Bewältigung von Rechentechniken.

4 Kriterien nach ICD-10 F81 - Diese Störung besteht in einer umschriebenen Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine unangemessene Beschulung erklärbar ist. - Das Defizit betrifft vor allem die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten, weniger die abstrakteren mathematischen Fertigkeiten.

5 Kriterien nach DSM-IV A. Die mathematischen Fähigkeiten liegen wesentlich unter denen, die zu erwarten wären. B. Die unter A. beschriebene Störung behindert die schulischen Leistungen oder Aktivitäten des täglichen Lebens. C. Liegt ein sensorisches Defizit vor, sind die Schwierigkeiten beim Rechnen wesentlich größer als die damit verbundenen Beeinträchtigungen.

6 Diagnostische Kriterien - Diskrepanzannahme: Rechenleistung deutlich unter dem Niveau der Altersgruppe und der allgemeinen geistigen Leistungsfähigkeit. - Normalitätsannahme: IQ 70 und keine Sinnesschädigung.

7 Differentialdiagnostik - Rechenstörungen: infolge mangelnden bzw. schlechten Unterrichts infolge einer psychischer Störung aufgrund einer neurologischen Erkrankung

8 Störungsbild - Fehlendes Mengen- und Größenverständnis - Transkodierungsfehler - Fehlendes Verständnis des Stellenwertsystems - - Zählfehler - Rechenfehler

9 Subtypen - Subtypenbildung nach von Aster: tiefgreifender Subtyp, sprachlicher Subtyp und arabischer Subtyp.

10 Ursachen Abb. 1 8 Mul ti kau sa les Ent ste hungs mo dell für die Dys kal ku lie, mo di fi ziert nach Ja cobs u. Pe ter mann [4]

11 Epidemiologie - Prävalenz im deutschsprachigen Raum: zwischen 4,4% und 6,7%. - Verlauf: wenige gesicherte Erkenntnisse. Hinweise auf ein stabiles Störungsbild. Prädikatoren: Schweregrad und familiäre Häufung. - Mädchen häufiger betroffen als Jungen.

12 Komorbidität Aufmerksamkeitsstörungen Visuell-räumliche Störungen Gedächtnisstörungen Störung exekutiver Funktionen Lese-Rechtschreibstörungen (= kombinierte Störungen schulischer Fertigkeiten - F81.3)

13 Komorbidität - Der Teufelskreis: Misserfolge bei Matheaufgaben Lernbarrieren negative Rückmeldung durch Eltern und Lehrer Versagensängste Vermeidung von Rechenaufgaben weitere Misserfolge bei Matheaufgaben

14 Komorbidität - Der Teufelskreis: Misserfolge bei Matheaufgaben Lernbarrieren Versagensängste Depression Angststörung negative Rückmeldung durch Eltern und Lehrer Vermeidung von Rechenaufgaben weitere Misserfolge bei Matheaufgaben

15 Fallbeispiel Tim ist 8,5 Jahre alt und besucht die 2. Klasse. Seine Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik seien deutlich unter dem Klassendurchschnitt. Er mache viele Fehler beim Zahlenschreiben und Zahlenlesen und könne im Zahlenraum bis 100 nicht sicher addieren und subtrahieren. Beim Schreiben mache Tim viele Regelfehler. In den letzten Monaten zeige er zunehmend Leistungsängste und klage oft vor der Schule über Kopfschmerzen und wolle zu Hause bleiben. Auf die Frage Was fehlt bei der Aufgabe = 38? antwortete er 1.

16 Fallbeispiel Tim ist 8,5 Jahre alt und besucht die 2. Klasse. Seine Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik seien deutlich unter dem Klassendurchschnitt. Er mache viele Fehler beim Zahlenschreiben und Zahlenlesen und könne im Zahlenraum bis 100 nicht sicher addieren und subtrahieren. Beim Schreiben mache Tim viele Regelfehler. In den letzten Monaten zeige er zunehmend Leistungsängste und klage oft vor der Schule über Kopfschmerzen und wolle zu Hause bleiben. Auf die Frage Was fehlt bei der Aufgabe = 38? antwortete er 1. Abb. 49 Pro to koll bo gen S. 16 aus dem RZD 2 6, Un ter test Fle xibles An wen den (FA)

17 Fallbeispiel Irma, ein überdurchschnittlich begabtes und sehr fantasievolles Kind wuchs als Einzelkind zweier Akademikereltern auf. Bereits mit 4 1/2 Jahren begann sie, sich eine Spielgeschichte zu erschaffen, in der die handelnden Personen die Namen von Zahlen erhielten. So erlebte Drei ein blonder frecher Knabe, mit Neun, seinem Freund, allerlei Abenteuer, und es bestanden vielerlei Beziehungen zu Fünf, Sechszehn, Acht und vielen Anderen aus der Bullerbü-artigen Nachbarschaft, von deren Biographie und Eigenschaft Irma zahlreiche Einzelheiten zu berichten wusste.

18 Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

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