F E R N U N I V E R S I T Ä T I N H A G E N

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1 F E R N U N I V E R S I T Ä T I N H A G E N Matrikelnummer FAKULTÄT FÜR WIRTSCHAFTSWISSENSCHAFT Name: Vorname: MODULKLAUSUR: TERMIN: PRÜFER: Aufgabe maximale Punktzahl erreichte Punktzahl Gesamtpunktzahl: /100 Note: Datum: Unterschrift(en) der/des Prüfer(s):

2 FernUniversität in Hagen 2 Fakultät für Wirtschaftswissenschaft Modulklausur am im Modul Bearbeitungshinweise: 1. Die Klausur beinhaltet Aufgaben zu den Kursen 42061, und Beachten Sie bitte, dass die Aufgabe 1 aus mehreren Teilaufgaben besteht. In jeder Teilaufgabe wird eine Aussage angegeben, die entweder richtig oder falsch ist. Es darf nur eine Alternative (richtig/falsch) markiert werden, ansonsten gibt es für die jeweilige Teilaufgabe keine Punkte. Bei falscher Antwort erfolgt kein Punktabzug. 3. Aufgaben 1 und 2 sind Pflichtaufgaben. 4. Aufgabe 3 beinhaltet zwei Wahlaufgaben. Beantworten Sie nur eine der beiden Wahlaufgaben. 5. Insgesamt sind maximal 100 Punkte erreichbar. 6. Die Klausur besteht mit dem Deckblatt aus 15 Seiten. Prüfen Sie bitte die Vollständigkeit. 7. Die Klausur muss komplett abgegeben werden. 8. Die Heftklammern der Klausur dürfen nicht gelöst werden. 9. Für Notizen können Sie die Rückseiten der Lösungsbögen verwenden. 10. Vergessen Sie bitte nicht, die Klausur mit Ihrem Namen und Ihrer Matrikelnummer zu versehen, und unterschreiben Sie die Klausur auf der letzten Seite des Lösungsteils. Denken Sie daran: Nummerieren Sie Ihre Antworten bei den Aufgaben 2 und 3 entsprechend der Aufgabenstellungen! Begrenzen Sie Ihre Antworten bei den Aufgaben 2 und 3 auf je ca. 5 Seiten, aber: Begründen Sie Ihre Antworten! Formulieren Sie keine Stichpunkte, sondern ganze Sätze! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

3 3 Aufgabe 1 (Pflichtaufgabe) 20 Punkte Geben Sie an, welche der folgenden Aussagen richtig und welche falsch sind. richtig falsch 1. Bei ethnozentrischer Orientierung werden Mutter- und Tochtergesellschaft als weltweite Einheit gesehen; das Unternehmen entwickelt einen unternehmensspezifischen, von der Landeskultur weitgehend losgelösten Charakter. 2. Aus institutioneller Sicht lassen sich unter (dem) Management alle Positionen zusammenfassen, die in einem Unternehmen Weisungsbefugnis haben, d. h. Vorgesetztenfunktionen wahrnehmen, und sich somit die Unternehmensführungsaufgabe teilen. 3. Nach der Culture-bound-These sind Managementprinzipien und -techniken unabhängig von den kulturellen Rahmenbedingungen (kulturinvariant) und daher immer und überall in gleicher Weise einsetzbar. Vertreter dieser These werden auch als Universalisten bezeichnet. 4. Im Diamantenmodell von Porter sind zur Gewinnung von nationalen Wettbewerbsvorteilen die Faktoren am geeignetsten, die sowohl fortschrittlich als auch speziell sind. 5. Der Operations Risk Index beurteilt die Zahlungsfähigkeit eines Landes und damit das Währungsrisiko. 6. Nach der Typologie von Bartlett/Ghoshal lassen sich vier idealtypische Rollenmuster der Unternehmenseinheiten transnationaler Unternehmen unterscheiden: Ausführende Rolle, Mitwirkende Rolle, Strategische Führung und Schwarzes Loch. 7. Die Ziele, die mit einem Transfer von Mitarbeitern ins Ausland verfolgt werden, lassen sich unabhängig von der Dauer des Auslandseinsatzes in drei Gruppen zusammenfassen: Absatzmarktorientierte Ziele, Kosten- und Ertragsorientierte Ziele sowie Beschaffungsorientierte Ziele. 8. Die Vermittlung interkultureller Kompetenz ist in erster Linie notwendig, um den Kulturschock schnell zu überwinden, nicht um ihn zu verhindern. 9. Die Erwartungs- bzw. Honeymoon-Phase reicht bis etwa drei Monate nach der Ankunft im Gastland; man genießt noch eine Quasi-Urlaubsatmosphäre und sieht der kommenden Zeit optimistisch entgegen. 10. Die Wiedereingliederung des entsandten Mitarbeiters in das Heimatunternehmen bildet unabhängig von der funktionalen oder hierarchischen Position den Abschluss eines Auslandseinsatzes.

4 Aufgabe 2 (Pflichtaufgabe) 40 Punkte 4 Die Frage nach der Art und Weise, wie ein Unternehmen in einen ausländischen Markt eintritt, stellt eine strategische Schlüsselentscheidung dar. Setzen Sie sich vor diesem Hintergrund mit den unterschiedlichen Markteintrittsformen auseinander, indem Sie folgende Teilaufgaben bearbeiten. 1. Erläutern Sie die unternehmensexternen und unternehmensinternen Einflussfaktoren, welche die Vorteilhaftigkeit einer Markteintrittsform beeinflussen? 2. Die Markt- und Standortanalyse stellt eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für die Wahl der Markteintrittsform dar. Stellen Sie die Vorgehensweise der Markt- und Standortanalyse dar und skizzieren Sie dafür die wesentlichen Analyseschritte. 3. Will ein Unternehmen auf dem ausländischen Markt nicht direkt mit dem Kunden in Verbindung treten, bieten sich für die Vertretung durch Dritte neben dem Franchising grundsätzlich zwei weitere Formen. Nennen Sie zunächst diese zwei Formen. Erläutern Sie das Franchising und seine möglichen Chancen und Risiken. 4. Die Kooperation im engeren Sinne (Strategische Allianz) stellt eine Grundform des kooperativen Markteintritts dar. Nennen Sie die weiteren Grundformen des kooperativen Markteintritts. Erläutern Sie die Kooperation im engeren Sinne (Strategische Allianz) und anschließend deren Risiken.

5 Aufgabe 3 (Wahlaufgabe) 40 Punkte 5 Hinweis: Sie müssen nur eine Wahlaufgabe auswählen und bearbeiten! Aufgabe A B gewählte Aufgabe (bitte ankreuzen) Wahlaufgabe A: Die vergleichsweise hohe Komplexität des internationalen Managements erfordert eine differenzierte theoretische Analyse. Angesichts dessen existiert ein erhebliches Spektrum an Theorien zum internationalen Management, die auf ganz unterschiedliche Aspekte fokussieren. Setzen Sie sich mit der Vielfalt theoretischer Grundlagen internationaler Unternehmenstätigkeit auseinander, in dem Sie folgende Teilaufgaben bearbeiten. 1. Definieren Sie zunächst den Theoriebegriff, nennen Sie anschließend wesentliche Aufgaben betriebswirtschaftlicher Theorie und erläutern Sie kurz, wozu eine anwendungsorientierte Wissenschaft in der Lage sein sollte. 2. Stellen Sie die Gründe für Wettbewerbsnachteile dar, die der Theorie des monopolistischen Wettbewerbsvorteils der Direktinvestition als Annahmen zugrunde liegen. Erläutern Sie außerdem die in dieser Theorie genannten wesentlichen Ursachen monopolistischer Vorteile. 3. Die Einführung des Netzwerkgedankens durch Johanson/Mattsson stellt eine echte Weiterentwicklung des ursprünglichen Uppsala-Modells dar. Erläutern Sie zunächst die von diesen Autoren genannten Möglichkeiten der Internationalisierung, d. h. des Auf- und Ausbaus von Positionen in ausländischen Netzwerken. Stellen Sie anschließend die typischen Internationalisierungsprozesse für Internationalisierungssituationen dar, in denen der Internationalisierungsgrad der Branche (Degree of Internationalization of the Market) niedrig ist. 4. Nehmen Sie zu folgender Aussage Stellung: Die zwei grundlegenden empirischen Regelmäßigkeiten, auf denen das ursprüngliche Uppsala-Modell aufbaut, lassen sich nicht den Entscheidungen in der zeitlichen Strategiedimension internationaler Unternehmen zuordnen.

6 Wahlaufgabe B: 6 In funktionaler Perspektive ist Organisation eine Tätigkeit bzw. deren Ergebnis und dient der Steuerung des in hohem Maße arbeitsteiligen Leistungsprozesses. Im internationalen Management kommt ihr eine erhöhte Bedeutung zu. Setzen Sie sich mit der Organisation internationaler Unternehmen auseinander, in dem Sie folgende Teilaufgaben bearbeiten. 1. Skizzieren Sie zunächst Arbeitsteilung als Basisaufgabe der Managementfunktion Organisation und nennen Sie die korrespondierende zweite Aufgabe. Grenzen Sie anschließend Selbstabstimmung von Fremdorganisation ab. 2. Erläutern Sie die Holdingformen Finanz- und Managementholding. Nennen Sie Vorteile der Holdingorganisation und skizzieren Sie ihre Probleme. 3. Definieren Sie den Projektbegriff und stellen Sie Probleme dar, die im internationalen Kontext bei Projekten auftreten können. 4. Nehmen Sie zu folgender Aussage Stellung: Virtuelle Unternehmen können gegenüber anderen virtuellen Unternehmen Wettbewerbsvorteile realisieren, die sich anhand der Kulturdimensionen Hofstedes begründen lassen.

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