Strom sparen 38% Bringt eher wenig.

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1 Strom sparen 38% Bringt eher wenig.

2 EFFIZIENTES ENERGIEMANAGEMENT IM STROMBEREICH Energieeinsparpotenzial Symposium im Rahmen des Moduls Versorgungswirtschaft Betreuung: Prof. Dr. Hoffmann-Berling 02. Dezember, 2013 Buket Sipahioglu Florian von der Ahe Nico Ulrich

3 AGENDA 1 Einflussfaktor Mensch 2 3 im Bereich 4 im Bereich Industrie und Gewerbe 5 3

4 1 EINFLUSSFAKTOR MENSCH Aktualität der Thematik Energieeffizienz Energieeinsparpotenzial beim Menschen - Ansätze

5 EINFLUSSFAKTOR MENSCH Wieso Energieeffizienz? Menschen handeln unbewusst Verschwendung der Energie im Alltag (z.b. Haushaltsgeräte, Licht, usw.) Begriff Energieeinsparung zu abstrakt Fehlende Motivation Folge: Überhöhte finanzielle Ausgaben für Energie Energieeinsparpotenzial vorhanden! Mensch als Ausgangsfaktor für jegliche Effizienz Quelle: Marx, G. (o.j.): Kann Nutzenverhalten Energieeinsparung bewirken? 5

6 EINFLUSSFAKTOR MENSCH Erreichung des Energieeinsparpotenzials beim Menschen? durch Überzeugung zur Verhaltensänderung Einsatz der IMI-Formel zur erfolgreichen Nutzeransprache Information Flyer, Aufkleber, Türhänger, Poster Energiespartipps Energieberatung Motivation Persönliche, direkte Ansprache der Nutzer (Bürorundgänge, Schulungen, Mentoring) Rückmeldung von Erfolgen Betonung der Auswirkung eigener Verhaltensänderung Schaffung von Anreizsystemen Förderung der Eigenverantwortung zur bewussten Energieeinsparung Identifikation Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an Energieagentur NRW, Block, H.-J. (2013): Energieeffizienz: Wie lässt sich das Potenzial heben? Aktives Einbeziehen des Nutzers Wertschätzung des Mitarbeiters Stärkung des Eigenantriebs Förderung des Wir-Gefühls 6

7 EINFLUSSFAKTOR MENSCH Erreichung des Energieeinsparpotenzials beim Menschen? durch Information und Beratung Einsatz des Energieeffizienz-Dienstleistungsportfolio Inhalte dieses Portfolios: Beratung: Energieeffizienzanalyse, Energieberatung, Energieeffizienz-Service-Hotline Energiebewusst handeln: Energieverbrauchsrechner, Energieeffizienz-Service-Hotline, Energieeffizienzshop Sensibilisierung: Energiespartipps, Energieeffizienz-Flyer Quellen: -Eigene Darstellung in Anlehnung an Energieagentur NRW, Block, H.-J. (2013): Energieeffizienz: Wie lässt sich das Potenzial heben? -Marx, G. (o.j.): Kann Nutzenverhalten Energieeinsparung bewirken? 7

8 2 STROMEINSPARUNG IN DEUTSCHLAND Studie Stromsparen in deutschen Haushalten Ergebnisse der AG Energiebilanzen Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes Bereich Strom

9 STROMEINSPARUNG IN DEUTSCHLAND Deutsche wollen mehr Energie sparen Studie Stromsparen in deutschen Haushalten Einsatz folgender Maßnahmen zur Energieeinsparung: 1. Abschalten von ungenutzten Geräten 82 % 2. Anwendung von Haushaltstricks 75 % 55 % 74 % 45 % 2/3 55 % Quellen: - (2012), aufgerufen am aufgerufen am

10 STROMEINSPARUNG IN DEUTSCHLAND Deutsche wollen mehr Energie sparen - Ergebnis der AG Energiebilanzen Seit 1990: Verbesserung der Energieeffizienz Effizienz des Stromverbrauchs mit 1,44% jährlichem Zuwachs 2011: Verbesserung der privaten Energieeffizienz um 6% 0,8% Effizienz bei Stromeinsatz 2013: IPSOS-Studie der CreditPlus Bank Verbraucherindex Februar 2013 Kompensieren zunehmender Stromkosten über Energiesparmaßnahmen 54 % Einschränkung von Ausgaben für Konsumgüter und Freizeitaktivitäten zur Ausgleichung der Mehrbelastung ¼ Besserverdiener Investieren in modernere Haushaltsgeräte mit niedrigerem Energieverbrauch Quellen: - (2013), aufgerufen am aufgerufen am

11 STROMEINSPARUNG IN DEUTSCHLAND Deutsche sparen wie noch nie: Statistisches Bundesamt: Rückgang des Stromverbrauchs seit 2005 um 2% Unterstützung der Energieeinsparung durch Energiesparlampen sparsame Waschmaschinen umweltbewusstes Heizen steigendes Umweltbewusstsein steigende Energiepreise knappes Geld Anstieg des Stromverbrauchs bei Unterhaltungsgeräten um 6% Quelle: (2012), aufgerufen am

12 Strom sparen 40% Ärgern sich über die Stromrechnung. vs. 100% Machen etwas für das Stromsparen.

13 3 EINSPARPOTENZIAL IM BEREICH PRIVATE HAUSHALTE Energie-/Strombedarf Aufteilung der Verbrauchergruppen Handlungsempfehlungen & Aussicht

14 PRIVATE HAUSHALTE Energiebedarf nach Verbrauchern Energiebedarf im Haushalt 29% 27% Haushalte 24% Industrie Strom Gewerbe, Handel Heizenergie 15% 29% Verkehr 76% Quelle: 1 Quelle: 2 Kosten für 4-Personen Haushalt: Tarif: Stadtwerke Kiel 24sieben o Strom (4500kWh/a): (48%) o Gas (18000kWh/a): (52%) Quelle: 1 Eigene Darstellung, Daten: AG Energiebilanz Eigene Darstellung, Daten: Statistisches Bundesamt Wiesbaden

15 PRIVATE HAUSHALTE Stromverbrauch der privaten Haushalte nach Anwendungsarten PJ 492 PJ Starker Anstieg im Bereich der Multimedia-Geräte Führt zu einem Anstieg der Verluste durch Stand-by Quelle: Eigene Darstellung in Anlehnung an EEFA Auswertung NRW.STROMcheck

16 PRIVATE HAUSHALTE Einsparpotenzial durch: o 1. Komplettes Abschalten der Geräte o 2. Modernere Geräte mit geringerem Stand-by-Verbrauch Quelle: EEFA Auswertung NRW.STROMcheck

17 PRIVATE HAUSHALTE Ausgaben für Strom 0% 1% 2% 3% 4% 5% 6% Haushaltseinkommen bestimmt Ausgaben für Strom Geringverdiener müssen höchsten Anteil am Einkommen für Strom ausgeben unter Ausgaben für Strom Anteil am Einkommen Quelle: Eigene Darstellung, Daten: Statistisches Bundesamt

18 PRIVATE HAUSHALTE Anreize zum effektiven Energieeinsatz Verbraucher mit geringerem Einkommen Verbraucher mit höherem Einkommen Beratungsangebot Verständliche Stromabrechnungen mit Ampelverbrauch Zuschüsse für neue Geräte Prestige/Amortisationszeit von modernen stromsparenden Geräten aufzeigen Smartphone APP zur Anzeige des Stromverbrauchs/Steuerung der Geräte Nutzung des intelligenten Stromnetzes zum effektiven Stromeinsatz (z.b. automatisches Lichtschalten beim Betreten/Verlassen des Raumes) 18

19 PRIVATE HAUSHALTE Effizienz in Haushalten Grün : Effiziente, top ausgestattete Haushalte Orange : Durchschnittlicher Haushalt Gelb : Ineffizienter Haushalt mit geringem Verbrauch wenige aber ineffiziente Geräte und ungünstige Nutzung Rot : Ineffizienter Haushalt mit hohem Energieverbrauch viele ineffiziente Geräte, schlechtes Nutzungsverhalten Quelle: EEFA Auswertung NRW.STROMcheck

20 PRIVATE HAUSHALTE 1750,0 1700,0 1650,0 Stromverbrauch der priv. Haushalte je Einwohner Beim Stromverbrauch macht sich die bessere Ausstattung der Haushalte nicht im gleichen Maße bemerkbar 1600,0 1550,0 Grund hierfür könnte der Rebound-Effekt sein 1500, Quelle: Eigene Darstellung, Daten: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie

21 4 EINSPARPOTENZIAL IM BEREICH INDUSTRIE & GEWERBE Energie- und Strombedarf Studie zum Einsparpotenzial Querschnittstechnologien Beispiele

22 - Energiebedarf nach Verbrauchern Stromverbrauch nach Verbrauchern 29% 27% Privathaushalte Industrie 28% 3% 27% Privathaushalte Industrie 15% 29% Gewerbe, Handel Verkehr 42% Gewerbe, Handel, DL Verkehr Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.v. (2012) Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.v. (2011) 22

23 - Studie Energieeffizienz: Potenziale, volkswirtschaftliche Effekte und innovative Handlungsund Förderfelder für die Nationale Klimaschutzinitiative Einsparung von rund 44 Mrd. kwh Strom in den Sektoren Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen bis 2020 möglich Größte Einsparpotenziale durch effizientere Pumpen (5 Mrd. kwh) Beleuchtung (9 Mrd. kwh) Druckluftsysteme (7 Mrd. kwh) Lüftungssysteme (5 Mrd. kwh) Keine Ausschöpfung dieses Energieeinsparpotenzials: 1. Mangel an Informationen und finanzielle Einschränkungen 2. Investitionen vorrangig ins Kerngeschäft elektrische Antriebe für ca. 70% des Stromverbrauchs verantwortlich Quellen: - abgerufen am Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) 23

24 - Querschnittstechnologien als Basis des Einsparpotenzials: Technologien, deren Anwendungsgebiet sich nicht auf eine bestimmte Industrie beschränkt, sondern die über alle Branchen hinweg Verwendung finden. Sind die großen Energiekonsumenten in einem Unternehmen. Quelle: abgerufen am

25 - Pumpensysteme Erhöhung des Wirkungsgrades durch die Wahl des richtigen Typs für die jeweilige Anwendung bessere Gestaltung der Saugstutzen Mehrfachpumpen-Verwendung effizientere Gestaltung der Rotorblätter richtige Wahl der Motor-Drehzahl Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) 25

26 - Pumpensysteme Beispiele: Infracor GmbH Ersatz von 40 alten Pumpen durch 40 neue energieeffizientere Pumpen Stromkosteneinsparung: ca pro Jahr Amortisation: 3,4 Jahre Veolia Wasser GmbH Energieeffizienzprogramm, angepasste Größe der Pumpen Stromkosteneinsparung: pro Jahr Amortisation: 3,1 Jahre Quellen: - am abgerufen am

27 - Beleuchtung bis zu 80% Halogen-Metalldampflampen 50% höhere Licht-Ausbeute in Hallen: T12-Leuchtstoffröhren durch T8- oder T5-Röhren ersetzen herkömmliche Vorschaltgeräte für Leuchtstofflampen durch elektronische ersetzen ca. 20% geringerer Stromverbrauch Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder in Bereichen, die nur zeitweise genutzt werden tageslichtabhängige Steuerung verwenden 5-40% geringerer Stromverbrauch Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) 27

28 - Beleuchtung Beispiele: Automobilzulieferer Hallenbeleuchtung: Ersetzen von Standardleuchtstoffröhren mit konventionellem Vorschaltgerät durch 750 Leuchtstoffröhren mit elektronischem Vorschaltgerät Stromkosteneinsparung: pro Jahr ThyssenKrupp Stahl Modernisierung der Beleuchtung Stromkosteneinsparung: pro Jahr Amortisation: 1,4 Jahre Quellen: -Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) -Ziesing, H.-J. (2013): Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) 28

29 5 FAZIT

30 FAZIT Der Mensch ist die Basis für das Sparen! aktiver kommunizieren Einsparpotenzial vorhanden aufklären (z.b. über Technologien, Fördermittel) einzelne Gruppen individuell ansprechen 30

31

32 LITERATURVERZEICHNIS 1 Marx, G. (o.j.): Kann Nutzenverhalten Energieeinsparung bewirken? Bremerhaven. 2 Kunz, U. (o.j.): Stromeinsparung durch Einsatz von Hocheffizienzpumpen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009): Energieeffizienz Die intelligente Energiequelle. 2. Auflage. Berlin H.-J. (2013): Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktionssicherheit (2009) 13

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