Zentrale Fragen standen im Fokus der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion:

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1 Ihr Ansprechpartner Pressemitteilung Daniel Rosenauer Telefon +43 (0) Jänner 2015 Nationale und internationale Experten diskutierten am über die Rolle der pharmazeutischen Industrie in einem stagnierenden Europa. Gastgeber waren Merck und die WKO. Zentrale Fragen standen im Fokus der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion: Stimmen die Rahmenbedingungen für den medizinischen Fortschritt in Europa noch? Haben uns die USA und Asien in Bezug auf Innovationskraft abgehängt? Dazu diskutierten: o Karin Kadenbach, Abg. z. EU Parlament o Christoph Zielinski, Vorstand der Klinik für Innere Medizin I, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie, AKH Wien o Martin Gleitsmann, Leiter der Abteilung Gesundheits- und Sozialpolitik, WKO o Hubert Thole, Head of Medical Affairs, Europe, Merck Wien, 26. Jänner Merck Österreich und die WKO luden am 26. Jänner 2015 in das Palais Festetics in Wien zur Diskussion Braucht Europa Pharma, braucht Pharma Europa? Das Rezept Österreich. Merck GmbH Zimbagasse Wien Seite 1 von 5 Telefon ++43 (0)

2 Aktuelle Themen im Brennpunkt Gesundheit wird von vielen als der Wachstumstreiber der kommenden Jahrzehnte gesehen, Biotech-Aktien boomen. Innovative Arzneimittel tragen wesentlich zur Steigerung der Lebenserwartung bei. Welchen Stellenwert aber hat die pharmazeutische Industrie in der europäischen Wirtschaft? Verschiedene Indikatoren belegen, dass die USA der EU an Innovationskraft den Rang ablaufen so stammen derzeit fast 60% aller neuen chemischen Wirkstoffe aus den USA. Die Anzahl der klinischen Studien in der EU ist rückläufig. Die pharmazeutische Industrie wird allzu oft nur als Kostenfaktor im Gesundheitswesen betrachtet, die positiven volkswirtschaftlichen Effekte werden ausgeblendet. Martin Gleitsmann weist auf Folgendes hin: Die gesamte Gesundheitswirtschaft leistet einen entscheidenden Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung in Österreich und ist ein starker Wachstumsmotor. Jeder siebte Beschäftigte arbeitet in der Gesundheitswirtschaft im engeren Sinn, zu der auch die Pharmabranche zählt. Die jährliche Brutto-Wertschöpfung aufgrund pharmazeutischer Produkte liegt bei 3,06%, das ist die höchste Rate im gesamten Kernbereich der Gesundheitswirtschaft. Damit liegt die Pharmabranche über 2 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen BIP- Wachstum! Die reale jährliche Wachstumsrate der Vollzeitäquivalente liegt bei 2,71%. Damit leistet die Pharmabranche einen gerade dieser Tage nicht zu unterschätzenden Beitrag zu Beschäftigung und Wachstum in unserem Land! Entscheidende Gesundheitsprämissen EU-weit fallen zwei Indikatoren ins Auge: Die durchschnittliche Lebenserwartung innerhalb der EU-28 divergiert stark, zudem nimmt die Anzahl der nicht-gesunden Lebensjahre zu. Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des Seite 2 von 5

3 Europäischen Parlaments, sagt: Es geht mir nicht um Pharma ja oder nein', sondern darum, wie die Regeln und Aufgaben der pharmazeutischen Industrie gestaltet werden. Mit der zunehmenden Lebenserwartung steigen auch die Herausforderungen an geeigneten Arzneimitteln, der Impfschutz wird ein immer wichtigeres Thema. Entscheidend ist bei all dem aber, dass die Herstellung von Medikamenten mit einem Höchstmaß an Sicherheit und Ethik begleitet wird. Dazu braucht es klare europäische Regeln und Vorschriften. Innovation in diesem Bereich stärkt den Forschungsstandort Europas gleichermaßen, wie es der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hilft. Als Sozialdemokratin werde ich aber immer darauf achten, dass Gesundheitsleistungen gerecht für alle zur Verfügung stehen. Krebs ist mittlerweile die Krankheit, die weltweit die meisten Todesfälle verursacht und damit auch die höchsten Folgekosten. Dementsprechend ist es auch das Forschungsgebiet, in das die pharmazeutische Industrie am meisten investiert. Merck investiert jährlich weltweit ca. 1,2 Mrd. Euro in die pharmazeutische Forschung, mit Schwerpunkt auf Onkologie und Immuno-Onkologie. Entwicklung und Zulassung von Medikamenten, gerade in der Onkologie, werden immer schwieriger und langwieriger, umso mehr brauchen wir stabile Rahmenbedingungen vonseiten der Politik. Die derzeit sehr uneinheitliche Nutzenbewertung von neuen Arzneimitteln ist beispielsweise ein Hemmschuh beim Zugang von Patienten zu neuen Therapien, erläutert Hubert Thole, Head of Medical Affairs, Europe, Merck. Christoph Zielinski ergänzt: Der Fortschritt in der onkologischen Behandlung war in den letzten Jahren enorm. So konnte beispielsweise das mediane Gesamtüberleben bei Darmkrebs durch neue Therapien von acht auf 25,1 Monate gesteigert werden. Als Arzt wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft daran arbeiten, diese Fortschritte auch beim Patienten ankommen zu lassen. Seite 3 von 5

4 Der Standort Österreich Österreich schneidet im europäischen Vergleich nicht schlecht ab. So blieb die Anzahl der klinischen Studien in den letzten Jahren relativ gleich. Einige der Biotech-Startups feiern erste Erfolge, auch Merck kooperiert mit kleinen österreichischen Forschungsunternehmen wie s-target in Wien. Merck setzt auf den Standort Österreich wie der Ausbau unseres Produktionsstandortes in Spittal zeigt, sagte Elisabeth Prchla, Geschäftsführerin von Merck Österreich. Aber auch im Bereich der klinischen Onkologieforschung sind die österreichischen Zentren für uns von großer Bedeutung. Hier werden wir in den nächsten Jahren weitere Studien starten. Darüber hinaus ist Merck auch ein bedeutender Hersteller von Life Science Tools, angefangen von Reagenzien bis hin zum Bioreaktor. Österreich ist für dieses Segment mittlerweile ein wichtiger Markt geworden. In Wien alleine gibt es laut dem Vienna Life Science Report 378 Life Science bzw. Medizintechnikunternehmen. Hubert Thole stellt abschließend fest, warum Tradition in der Pharmabranche durchaus eine Rolle spielt: Merck als ältestes pharmazeutisch-chemisches Unternehmen der Welt hält nicht nur an den europäischen Standorten fest, sondern investiert derzeit auch massiv in ein Innovationszentrum in Darmstadt. Als Familienunternehmen sind wir unserem Stammsitz natürlich verbunden und wir wünschen uns weiterhin ein konkurrenzfähiges und innovationsfreudiges Europa. Seite 4 von 5

5 Merck Merck ist ein führendes Unternehmen für innovative und hochwertige Hightech-Produkte in Healthcare, Life Science und Performance Materials. Das Unternehmen hat sechs Geschäfte Merck Serono, Consumer Health, Allergopharma, Biosimilars, Merck Millipore und Performance Materials und erwirtschaftete im Jahr 2013 Gesamterlöse von rund 11,1 Mrd. Rund Mitarbeiter arbeiten für Merck in 66 Ländern daran, die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, den Erfolg seiner Kunden zu steigern und einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen zu leisten. Merck ist das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt seit 1668 steht das Unternehmen für Innovation, wirtschaftlichen Erfolg und unternehmerische Verantwortung. Die Gründerfamilie ist bis heute zu rund 70 Prozent Mehrheitseigentümerin des Unternehmens. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Ausnahmen sind Kanada und die USA, wo das Unternehmen unter den Marken EMD Serono, EMD Millipore und EMD Performance Materials bekannt ist. Merck beschäftigt in Österreich an den Standorten Spittal/Drau und Wien über 450 Mitarbeiter. Seite 5 von 5

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