Sünden im Alltag 2014

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1 Sünden im Alltag November 2014 n4427/30865 Hr, Ma forsa Politik- und Sozialforschung GmbH Büro Berlin Max-Beer-Str. 2/ Berlin Telefon: (0 30)

2 Vorbemerkung Im Auftrag der Gothaer Versicherung hat die forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt. Im Rahmen der Befragung sollte ermittelt werden, in welchen Bereichen die Bundesbürger sich im zurückliegenden Jahr im Alltag nicht ganz korrekt oder nicht so verhalten haben, wie sie es sich vorgenommen haben. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte, Bundesbürger ab 18 Jahre repräsentativ befragt. Die Erhebung wurde vom 5. bis 13. November 2014 als In-Home-Befragung im Rahmen des repräsentativen Panels forsa.omninet durchgeführt. Die Untersuchungsergebnisse werden im nachfolgenden Ergebnisbericht vorgestellt. 1

3 Nach ihren Sünden im Jahr 2014 im Hinblick auf ihre Gesundheit und Ernährung gefragt, gibt mehr als die Hälfte der Befragten an, zu wenig Sport oder Bewegung betrieben (57 %) oder zu viel Süßes oder Fettiges gegessen zu haben (54 %). 40 Prozent der Befragten waren im zu Ende gehenden Jahr zu viel Stress ausgesetzt. Ein Drittel (35 %) hat zu wenig Obst und Gemüse gegessen, 27 Prozent geben an, nicht alle nötigen Vorsorgeuntersuchungen, z.b. beim Haus- oder Zahnarzt, gemacht zu haben. 14 Prozent räumen ein, 2014 zu viel Alkohol getrunken zu haben. Alltagssünden im Bereich Gesundheit und Ernährung Bei folgenden Dingen haben sich insge- *) Ost West Män- Frau- 18- bis bis bis Jahre Jahr 2014 nicht ganz so verhalten, samt ner en Jährige Jährige Jährige und älter wie sie es wollten oder man es sollte: % % % % % % % % % zu wenig Bewegung oder Sport zu viel Süßes oder Fettiges gegessen zu viel Stress zu wenig Obst und Gemüse gegessen nicht alle nötigen Vorsorgeuntersuchungen gemacht zu viel Alkohol nichts davon *) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich 2

4 Das mit Abstand häufigste Vergehen im Bereich Autofahren betrifft die überhöhte Geschwindigkeit: 68 Prozent (der Autofahrer) geben zu, im zurückliegenden Jahr einmal zu schnell gefahren zu sein. 46 Prozent haben am Steuer etwas gegessen oder getrunken. 32 Prozent räumen ein, beim Autofahren telefoniert zu haben. Fast ebenso viele (31 %) haben im zurückliegenden Jahr einmal einer attraktiven Frau oder einem attraktiven Mann auf der Straße nachgeschaut. 18 Prozent der Autofahrer geben zu, im zurückliegenden Jahr bei Rot über die Ampel gefahren zu sein. Nur 15 Prozent haben nach eigenen Angaben keine der aufgeführten Sünden begangen. 3

5 Männer geben häufiger als Frauen an, im zurückliegenden Jahr zu schnell gefahren zu sein bzw. einer attraktiven Frau oder einem attraktiven Mann auf der Straße nachgeschaut zu haben. Jüngere Befragte geben in der Regel häufiger als ältere Befragte an, die genannten Dinge im zurückliegenden Jahr schon einmal begangen zu haben. Alltagssünden beim Autofahren *) Es haben bzw. sind insge- **) Ost West Män- Frau- 18- bis bis bis Jahre im zurückliegendem samt ner en Jährige Jährige Jährige und älter Jahr % % % % % % % % % zu schnell gefahren einmal beim Fahren gegessen oder getrunken einmal beim Fahren telefoniert einer attraktiven Frau oder einem attraktiven Mann auf der Straße nachgeschaut bei Rot über die Ampel gefahren nichts davon *) Basis: Autofahrer **) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich 4

6 Beim Thema Geld räumen 39 Prozent der Befragten ein, im Jahr 2014 im Alltag schon einmal zu viel Geld ausgegeben zu haben, z.b. für Restaurant- Besuche, Urlaub oder Kleidung. 32 Prozent meinen von sich, sie hätten im Alltag zu wenig Einsparmöglichkeiten genutzt, z.b. durch Preisvergleiche beim Einkaufen oder beim Stromoder Handyanbieter. 31 Prozent geben zu, einmal ihr Girokonto überzogen zu haben. 23 Prozent haben Geld in niedrig bzw. gar nicht verzinsten Anlageformen wie dem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto angelegt. 14 Prozent räumen ein, zu wenig für die private Altersvorsorge getan zu haben. Nur wenige geben an, Geld bei einem riskanten Aktiengeschäft verloren (3 %) oder einen zu teuren Kredit abgeschlossen zu haben (2 %). Frauen geben häufiger als Männer und Westdeutsche häufiger als Ostdeutsche an, dass sie im Alltag zu viel Geld ausgegeben hätten. 21 Prozent der Befragten haben nach eigenem Bekunden in keinem der genannten Bereiche gesündigt. 5

7 Alltagssünden beim Thema Geld Es haben persönlich insge- *) Ost West Män- Frau- 18- bis bis bis Jahre im Jahr samt ner en Jährige Jährige Jährige und älter % % % % % % % % % im Alltag zu viel Geld ausgegeben im Alltag zu wenig Einsparmöglichkeiten genutzt das Girokonto überzogen Geld auf dem Sparbuch oder einem Tagesgeldkonto angelegt zu wenig für die private Altersvorsorge getan Geld bei einem riskanten Aktiengeschäft verloren einen zu teuren Kredit abgeschlossen nichts davon *) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich 6

8 Nach möglichen Vergehen in ihrer Partnerschaft gefragt, wird von den Befragten (mit Partner) am häufigsten genannt, dass sie ihrem Partner bzw. ihrer Partnerin 2014 zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder zu wenig Komplimente gemacht hätten (44 %). 37 Prozent räumen ein, dass sie insgesamt zu wenig Zeit mit dem Partner oder der Partnerin verbraucht hätten. 11 Prozent geben zu, 2014 einmal mit jemand anderem geflirtet zu haben, jeweils 2 Prozent räumen ein, dass sie einmal fremdgeküsst haben oder fremdgegangen sind. 6 Prozent haben im zurückliegenden Jahr den Geburtstag ihres Partner oder ihrer Partnerin vergessen. 33 Prozent geben an, 2014 keine der genannten Sünden begangen zu haben. Insbesondere Männer und die unter 30-Jährigen geben zu, in ihrer Partnerschaft zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder Komplimente gemacht zu haben. Dass sie mit jemand anderem geflirtet haben, geben überdurchschnittlich häufig Befragte aus Ostdeutschland und die unter 30-Jährigen an. 33 Prozent hat nach eigenen Angaben keines der genannten Dinge getan. 7

9 Alltagssünden beim Thema Partnerschaft *) Folgende Dinge sind insge- **) Ost West Män- Frau- 18- bis bis bis Jahre 2014 in der Partnerschaft samt ner en Jährige Jährige Jährige und älter vorgekommen % % % % % % % % % dass sie zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt oder Komplimente gemacht haben dass sie zu wenig Zeit mit dem Partner / der Partnerin verbracht haben dass sie mit jemand anderem geflirtet haben dass sie den Geburtstag oder Hochzeitstag des Partners / der Partnerin vergessen haben dass sie fremdgegangen sind dass sie sich mit jemandem innig geküsst haben, der nicht ihr Partner / ihre Partnerin war nichts davon *) Basis: Befragte mit Partner **) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich 8

10 Abschließend wurden die Befragten nach weiteren Verhaltensweisen gefragt, die das Thema Ehrlichkeit betreffen. Hier räumen 34 Prozent ein, sie hätten sich im zurückliegenden Jahr einmal am Telefon verleugnen lassen. 11 Prozent (der Erwerbstätigen) haben 2014 nach eigenen Angaben schon einmal krankgefeiert. 9 Prozent geben zu, einmal in öffentlichen Verkehrsmitteln schwarzgefahren zu sein, 8 Prozent geben an, sie hätten einmal nicht auf zu viel herausgegebenes Wechselgeld hingewiesen. 4 Prozent räumen ein, bei der Steuererklärung geschummelt zu haben und jeweils 2 Prozent geben zu, sie hätten einmal etwas im Laden nicht bezahlt oder bei einem Versicherungsfall gemogelt. 51 Prozent haben 2014 nach eigenem Bekunden keines der genannten Vergehen begangen. Häufiger als der Durchschnitt haben sich Ostdeutsche und die Gruppe der 45- bis 59-Jährigen am Telefon verleugnen lassen. Bei der Arbeit krank gefeiert, zu viel herausgegebenes Wechselgeld mitgenommen oder schwarz gefahren sind überdurchschnittlich häufig die unter 30-Jährigen. 9

11 Sünden beim Thema Ehrlichkeit Es haben im zurück- insge- *) Ost West Män- Frau- 18- bis bis bis Jahre liegenden samt ner en Jährige Jährige Jährige und älter Jahr 2014 % % % % % % % % % sich am Telefon verleugnen lassen sich einmal bei der Arbeit krank gemeldet, obwohl sie nicht wirklich krank waren **) einmal ohne Fahrkarte Bus oder Bahn genutzt nicht auf zu viel herausgegebenes Wechselgeld hingewiesen bei der Steuererklärung nicht ganz wahre Angaben gemacht einmal im Laden etwas nicht bezahlt einmal bei einem Versicherungsfall gemogelt nichts davon *) Prozentsumme größer 100, da Mehrfachnennungen möglich **) Basis: Erwerbstätige 14. November 2014 n4427/30865 Hr, Ma 10

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