>2/13. Treffpunkt BA TRANSFER WISSEN TECHNOLOGIE. Zeitschrift der Berufsakademie in Dresden. 7. Jahrgang

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1 Treffpunkt BA Zeitschrift der Berufsakademie in Dresden >2/13 7. Jahrgang WISSEN TECHNOLOGIE TRANSFER 06_ Qualitätsnetzwerk Duales Studium des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft: Studienakademien Dresden und Leipzig für das Projekt ausgewählt 07-38_ Vorstellung ausgewählter Bachelorthesen

2 Editorial / Inhalt Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Hänsel Liebe Leserin, lieber Leser, mit diesem Heft möchten wir Ihnen als Schwerpunkt eine Reihe von Abschlussarbeiten des Immatrikulationsjahrgangs 2010 vorstellen. Vielleicht stellen Sie sich die Frage: Ist eine solche Publikation notwendig? Nun: der Wissens- und Technologietransfer ist neben der Lehre eine Kernaufgabe der Berufsakademien. Wir sehen deshalb die Kommunikation der Leistungsfähigkeit unserer Absolventen, die Praxisrelevanz ihrer Arbeiten und deren wissenschaftliches Niveau auch als wichtige Argumente für die Gewinnung geeigneter Studienbewerber und weiterer Praxispartner. Insofern stellen wir uns damit auch durchaus selbstbewusst - dem Vergleich mit anderen Hochschulen. Die Struktur unserer Praxispartner im sächsischen Raum ist wesentlich von kleinen und mittelständischen Unternehmen geprägt, die wiederum in der Mehrzahl der Fälle von einem Inhaber geführt werden. Dessen unmittelbare Marktnähe ergibt immer neue Aufgabenstellungen und Herausforderungen, an deren Lösungen unsere Studierenden und Dozenten vom ersten Studientag an mitarbeiten. Effektivere Prozesse, neue Produkte und eine hohe Geschwindigkeit bei der Umsetzung von Ergebnissen helfen, die Stellung der Unternehmen am Markt zu sichern und auszubauen sowie Arbeitsplätze zu erhalten. Neben der direkten Wirksamkeit zwischen Studienakademie und Praxispartner verstehen wir uns jedoch in zunehmendem Maße auch als Motor und Drehscheibe regionaler Innovationen, indem durch die bestehenden Kontakte zu anderen Firmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen die notwendigen Netzwerke vermittelt und unterstützt werden können. Das Jahr 2013 hat die Folgen des demographischen Wandels bei den meisten Verantwortungsträgern nachdrücklich in Erinnerung gerufen. Sollen die oben genannten Aufgaben künftig - zumindest auf dem bisherigen Niveau - gelöst werden, dann ist dazu das nunmehr knapp werdende geeignete Personal zu entwickeln und weiter zu qualifizieren. Dies gilt für alle Firmengrößen, trifft aber naturgemäß mittelständische Unternehmen unmittelbarer als große Firmen. Hier sind neue Ideen gefragt. So ist z.b. eine Kooperation zwischen Studienakademie auf der einen Seite und einem Konsortium von Praxispartnern aus Wirtschaft und Forschung auf der anderen Seite eine Option, um Studierende auf ganz spezielle Aufgaben nach Abschluss des Studiums vorzubereiten und sie gleichzeitig zu wichtigen Spezialisten heranzubilden. Lassen Sie mich abschließend den bisherigen Stand der Evaluation durch den Wissenschaftsrat kommentieren. Die Kommission zeigte sich in hohem Maße beeindruckt von der Qualität der haupt- und nebenberuflichen Lehrkräfte sowie der Verzahnung theoretischer und praktischer Lehrinhalte. Mein besonderer Dank gilt hier den Deutschen Werkstätten Hellerau sowie der Sparkassenversicherung Sachsen, die dies bei den Vor-Ort-Begehungen mit Begeisterung zu vermitteln verstanden. Die vorhandene Infrastruktur unserer Einrichtung wurde als durchaus hochschuladäquat eingeschätzt. Der Bericht der Arbeitsgruppe und seine Verabschiedung durch den Wissenschaftsrat wird Mitte Januar 2014 erwartet. Daraus gilt es, die notwendigen Schlussfolgerungen zu ziehen, um die Studienakademie Dresden weiter zu profilieren und attraktiv auszurichten. Alle Dozenten und Professoren werden sich dazu im Februar bei einer 2-tägigen Klausurtagung mit dem Bericht auseinandersetzen und Entwicklungslinien für die einzelnen Studiengänge sowie die gesamte Studienakademie ableiten. Besonders freuen wir uns, dass es gelungen ist, dazu kompetente Unterstützung durch das Centrum für Hochschulentwicklung zu erhalten. Selbstverständlich werden im Nachgang alle Ideen mit unseren Praxispartnern und den Gremien der Berufsakademie diskutiert. Aber auch hier gilt: gute Ideen reichen nicht, es kommt auch auf die Schnelligkeit ihrer Umsetzung an. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen und eine frohe Weihnachtszeit. Ihr Andreas Hänsel Prof. Dr.-Ing. habil. Andreas Hänsel Direktor der Staatlichen Studienakademie Dresden

3 INHALT Tipps und Termine 04_ Studium Universale 05_ Empfehlungsbund Stifterverband für deutsche wissenschaft 06_ Gemeinsam Zukunft gestalten Vorstellung Bachelorthesen Wirtschaftsinformatik 07_ Ausarbeitung eines Kennzahlenkataloges zur Messung der Codequalität in Softwareentwicklungsprojekten Robert Lohan 10_ Analyse des Nutzungspotenzials eines SAP Solution Managers im Rahmen der Basisbetreuung von unterschiedlichen SAP Systemlandschaften im Bereich Healthcare Anne Freitag 11_ Aufnahme und Analyse der Anforderungen an ein Customer Relationship Management System der Little John Bikes Franchisegruppe Matthes Schubert finanzwirtschaft Bank 14_ Bewertung von Ertrag und Risiko bei Erweiterung des Anlageuniversums für Unternehmensanleihen im Eigenhandel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Michael Drong informationstechnik 16_ Entwicklung und Evaluierung einer Methode zur automatischen Messung von Körpermerkmalen bei Rindern durch den Einsatz von Computer Vision Mario Vogler 18_ Konzeption einer optimierten Netzwerklandschaft auf Grundlage von Leitungs- und Durchsatzmessungen bei Implementierung einer neuen Generation der Client- / Serverarchitektur in der Dresden Papier GmbH Alexander Schwab 20_ Möglichkeiten und Grenzen der Erkennung von Hindernissen für ein Wasserfahrzeug unter Verwendung von Computer Vision Patrick Richter Steuern, prüfungswesen und consulting 21_ Möglichkeiten der Sanierung durch das Schutzschirmverfahren gem. 270b InsO unter besonderer Berücksichtigung ertragsteuerlicher Folgen eines Sanierungsgewinns Alexander Schreyer Holz- und Holzwerkstofftechnik 24_ Untersuchungen zur Optimierung der Klebefugen zwischen 3D-Furnieren Jakob Sporbert MEDIENINFORMATIK 26_ Untersuchungen zum didaktischen Optimierungspotential der Lernplattform profasi.de Beatrix Förster 28_ Akustische Markenführung am Beispiel der Agentur Weise Raik Syring Betriebswirtschaft industrie 30_ Untersuchung der Anwendbarkeit von neuartigen Supply Chain Controlling Instrumenten Stefan Pfau Finanzwirtschaft versicherung 32_ Analyse von alternativen Garantiemodellen in der deutschen privaten Altersvorsorge unter kritischer Betrachtung der Garantieerzeugungskosten Markus Hüttner 34_ Erarbeitung einer Entscheidungsmatrix zur Implementierung des Produktes Reverse Mortgage in das Altersvorsorgeproduktportfolio auf dem deutschen Versicherungsmarkt unter Berücksichtigung empirischer Potenzialanalysedaten Trang Nguyen 35_ Erarbeitung einer strategischen Untersuchung zur Bestimmung der Marktumfeldfaktoren für die Implementierung einer fondsbasierten betrieblichen Altersversorgung in das Produktportfolio der Sparkassen-Versicherung Sachsen Dorien Knigge Agrarmanagement 37_ Analyse der gemeinsamen Grünlandbewirtschaftung in der Betriebsgemeinschaft Budissa Agrar GmbH Kubschütz und Agrarprodukte GmbH Budissa Niederkaina mit Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zur Optimierung der Futterproduktion im Hinblick auf die Nutzung in der Milchwirtschaft Cathleen Diener Termine 40_ Programmhighlights _ Sächsischer Hochschultag > 02/13 Treffpunkt BA 3

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5 Studium Universale im Jahre 2014 Termine Ein Studium Universale an der Berufsakademie kann nicht nur der besseren Allgemeinbildung dienen, sondern ergänzt das Fachwissen und verbessert damit auch berufliche Chancen. Im Rahmen einer solchen Veranstaltungsreihe sollen Inhalte ganz unterschiedlicher Gebiete vermittelt werden, um durch die breitere Allgemeinbildung die Fähigkeit des Denkens in vernetzten und strategischen Dimensionen zu erhöhen. Teilnehmen kann jeder, der Interesse hat. Vorläufig geplante Termine: Mi, Multimedia Revue Mi, Nachhaltigkeitsfaktor Mi, Nanotechnologie Mi, Computerkriminalität Mi, Vertrieb Mi, MRT Geplante Veranstaltungen im Jahre 2014: Multimedia Revue Nicht alles war lecker: Das Leckermäulchen und wie es in der DDR gewesen ist Nachhaltigkeitsfaktor Wie wird die Rente bestimmt Nanotechnologie Die Wunderwelt der Mikrowelt Computerkriminalität Es kann jeden treffen Vertrieb Höhen und Tiefen MRT Ein Blick in den Menschen Für die Zukunft wäre eine Zusammenarbeit mit der Hochschule für bildende Künste und der Evangelischen Hochschule anzustreben, um einen noch breiteren Synergieeffekt zu erreichen. Ziel: Studium Universale am Campus Johannstadt. Prof. Dr.-Ing. Lutz Zipfel Leiter Studienbereich Technik Studiengangsleiter Informationstechnik Foto: fotolia Kandidaten für ein duales Studium an der BA-Dresden jetzt einfacher gewinnen mit ITsax.de, MINTsax.de und OFFICEsax.de Vergrößern Sie durch innovative Methoden der Personalgewinnung Ihre Sichtbarkeit als attraktiver Arbeitgeber mit Angeboten zum dualen Studium an der BA Dresden und damit die Anzahl der Bewerbungen auf Ihre Bildungsangebote in Sachsen. Empfehlungsbund.de, mit den angeschlossenen Community-Portalen OFFICEsax.de, MINTsax.de und ITsax. de, bietet Ihnen die Möglichkeit, überregional duale Studienplätze auszuschreiben. Die Portale, worüber sich die Kommunikation und Beziehungen zwischen Bewerbern und Unternehmen intensivieren, stehen dabei für Ihre Branche in Sachsen! Den Partnern der BA-Dresden möchten wir als spezielles Sonderangebot die Mitgliedschaft in unseren Communitys zum halben Preis anbieten, um ihre Angebote für BA-Studenten, Diplomanden, Masteranden, Bacheloranden oder Praktikanten auszuschreiben. Um direkt die Sonderkonditionen zu erhalten, können Sie Ihren Aktionscode BA-Dresden-Special unter oder oder einlösen. Über 200 Partner machen sich für die Region Sachsen stark, indem wir uns gute Kandidaten für ein duales Studium empfehlen. Oft sind es nur Nuancen, die zu einer Absage führen. Letztes Jahr haben sich Kandidaten mit einer Empfehlung der Partner in unserer Community erneut beworben. > 02/13 Treffpunkt BA 5

6 Foto: Simon Bierwald/Stifterverband Gemeinsam Zukunft gestalten Die Staatlichen Studienakademien Dresden und Leipzig arbeiten im Qualitätsnetzwerk Duales Studium des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft an der Weiterentwicklung des Dualen Studiums in Deutschland. Im Juli hatte die erfreuliche Nachricht die Staatlichen Studienakademien Dresden und Leipzig erreicht: der gemeinsam eingereichte Projektantrag hatte überzeugt und beide Studienakademien wurden neben neun weiteren Hochschulen aus 61 Bewerbungen ausgewählt, im Qualitätsnetzwerk Duales Studium mitzuwirken. Das vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft initiierte Qualitätsnetzwerk Duales Studium wird sich im Wesentlichen mit Empfehlungen zur Weiterentwicklung des dualen Studiums und der optimalen Verzahnung von Wissenschaft und Praxis befassen. Im Fokus stehen dabei neben der Frage, was Duales Studium ausmacht und für Studierende und Unternehmen definiert, die Gewinnung neuer Zielgruppen, die Empfehlung von Qualitätsstandards, das Schnittstellenmanagement sowie die Eignung verschiedener Studienmodelle. Jeder Projektpartner erarbeitet dabei eine Expertise zu einem ausgewählten Projektvorhaben und beteiligt sich bei Arbeitstreffen auch an der Diskussion zu übergreifenden Themen. Das Konsortium aus Staatlicher Studienakademie Dresden und Leipzig wird sich in diesem Rahmen mit der Erarbeitung von Qualitätsstandards zur inhaltlichen, organisatorischen, aber auch hochschuldidaktischen Einbindung der nebenberuflichen Lehrkräfte im dualen Studium beschäftigen und wissenschaftlich fundierte, Herr Dr. Volker Meyer-Guckel (rechts im Bild), stellv. Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft überreicht den Vertretern der Staatlichen Studienakademie Dresden und Leipzig die Urkunden (v.l.n.r.: Frau Direktorin Prof. Dr. habil. Ulrike Gröckel (Leipzig), Frau Referentin Franziska Wels, M.A. (Dresden) und Frau Birgit Walther (Leipzig). Foto: Simon Bierwald/Stifterverband praxisrelevante Empfehlungen für Anbieter dualer Studiengänge erarbeiten. Für die Berufsakademie Sachsen bietet sich mit dieser Arbeit eine hervorragende Möglichkeit, ihre langjährige Expertise etablierter und institutionalisierter Kooperation zwischen beruflicher und akademischer Bildung in das Netzwerk mithilfe von Best-Practice- Empfehlungen einzubringen und gleichzeitig die Qualitätssicherung weiter zu vervollkommnen. Der Startschuss zur gemeinsamen Arbeit fand am 14. Oktober 2013 in Essen statt. Vertreter der ausgewählten Hochschulen darunter auch die Staatlichen Studienakademien Dresden und Leipzig trafen sich gemeinsam mit Vertretern des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft und des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) zu einem Kick-off-Workshop. Neben dem Kennenlernen der anderen Projektteilnehmer und Projektthemen in aufschlussreichen Projekt- Speed-Datings diente das Treffen im Tagungszentrum der Philharmonie Essen auch der inhaltlichen Einführung in die Netzwerkarbeit, die Herr Dr. Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär und Leiter des Bereiches Programm und Förderung des Stifterverbandes, übernahm. Auf fünf geplanten Arbeitstreffen des Netzwerkes wird die inhaltliche Arbeit der beteiligten Hochschulen über das kommende Jahr diskutiert und begleitet. Im September 2014 freuen wir uns besonders, den Stifterverband sowie die Projektpartner an der Staatlichen Studienakademie Dresden zu einem der Workshops begrüßen zu dürfen. Im September 2015 sollen die Ergebnisse des Qualitätsnetzwerkes in einem praxisorientierten Handbuch präsentiert werden und zukünftig sowohl Unternehmen als auch Studieneinrichtungen mit Best-Practice-Empfehlungen und Qualitätsstandards für Duales Studieren in Deutschland zur Verfügung stehen. 6 > 02/13 Treffpunkt BA

7 Wirtschaftsinformatik Ausarbeitung eines Kennzahlenkataloges zur Messung der Codequalität in Softwareentwicklungsprojekten Wieso, warum und weshalb? You cannot control what you cannot measure [DEMARCO, T. (1982)] sagte einst Tom DeMarco und trifft damit noch heute den Nerv der Zeit. Wir können nur das richtig steuern und lenken, was wir auch wirklich verstehen. Erst wenn wir ein Objekt in Zahlen ausdrücken können, erhalten wir ein exaktes Verständnis darüber, bis dahin ist es nur oberflächlich und fachlich unzulänglich. Die zwischenmenschliche Kommunikation ist geprägt von Missverständnissen und Fehlinterpretationen und stößt an ihre Grenzen, wenn komplexe technische Gebilde wie Software exakt beschrieben werden sollen. Um den Zustand eines Steuerungsobjektes exakt beschreiben zu können, müssen wir es vermessen. Dazu bilden wir Kennzahlen. [vgl. KÜTZ, M. (2011)] Sei im vorliegenden Sachverhalt das zu steuernde Objekt ein Softwareentwicklungsprojekt nach dem agilen Vorgehensmodell Scrum und das Messobjekt der darin entwickelte Quellcode. Die Saxonia Systems AG, ein mittelständiges IT-Beratungshaus, stellte sich die folgenden Fragen: Wie lässt sich die Qualität des Softwareentwicklungsprozesses kontinuierlich verbessern? Wie lässt sich der Softwareentwicklungsprozess transparent gestalten, damit die Auswirkungen getroffener Entscheidungen direkt nachvollziehbar werden? Wie kann der Entstehung von Fehlern im Quellcode aktiv und konstruktiv entgegengewirkt werden, damit diese nicht erst während der analytischen Qualitätssicherung wie Integrationstests, Systemtests usw. festgestellt werden? Aus dieser Problemstellung heraus ergab sich das Thema der Bachelorarbeit Ausarbeitung eines Kennzahlenkataloges zur Messung der Codequalität in Softwareentwicklungsprojekten. Wir benötigen diese Kennzahlen, damit wir objektive Ergebnisse erhalten. Denn Kennzahlen erfassen Sachverhalte quantitativ sowie in konzentrierter Form und dienen der Verdichtung großer Datenmengen zu wenigen, aussagefähigen Kenngrößen. [vgl. KÜTZ, M. (2011)] Abbildung 1 verdeutlicht, wie die kontinuierliche Prozessverbesserung mit Hilfe der Erhebung von Kennzahlen und der Messung der Codequalität für die Saxonia Systems AG erreicht werden soll. Durch den grün dargestellten Kreislauf lässt sich die geforderte Transparenz erzielen. Infolgedessen können wir Vergleichswerte bilden und Abweichungen, Entwicklungen und Trends werden über definierte Zeiträume ersichtlich. Dadurch wird das Projekt besser planbar bzw. wird auf Grundlage objektiver Informationen die Möglichkeit einer besseren Projektsteuerung erreicht. Was ist Codequalität? Es ist nicht zielführend, ins Blaue hinein zu messen. Bevor mit der Erhebung der Kennzahlen begonnen werden kann, ist zunächst festzulegen, was genau gemessen werden soll. Daraus resultiert die Frage: Was macht einen guten Quellcode aus bzw. wodurch wird dieser charakterisiert? Betrachtet man ein Softwaresystem aus Sicht seiner Benutzung, kann man zwei Basisrollen abgrenzen. Zum einen die des Entwicklers und zum anderen die des Benutzers. Beide Rollen haben unterschiedliche Ansprüche bzw. Erfordernisse an ein Softwaresystem. Diese Erfordernisse lassen sich als unterschiedliche Qualitäten definieren. Während Benutzer primär die funktionale und fachliche Qualität des Systems fokussieren, ist für Entwickler im Sinne ihrer täglichen Arbeit vielmehr die technische Qualität des Systems von Interesse. [vgl. SIMON, F./SENG, O./MOHAUPT, T. (2006)] Diese grobe Eingrenzung galt als Grundlage für eine umfangreiche Analyse vorhandener, akzeptierter und standardisierter Qualitätsmodelle für Softwaresysteme. Darin wurden traditionelle Modelle wie die Modelle von Boehm oder McCall aus den 80er Jahren, aber auch aktuelle wie das der ISO/IEC 25010:2011 betrachtet. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit diesen Modellen sowie einer Umfrage innerhalb der Saxonia Systems AG wurden die folgenden fünf Eigenschaften für Codequalität definiert: Ein qualitativ hochwertiges Softwareprodukt ist unter anderem gekennzeichnet durch qualitativ hochwertigen Quellcode. Der Quellcode wiederum ist das direkte Resultat bzw. Erzeugnis eines definierten Softwareentwicklungsprozesses. Das bedeutet, hohe Produktqualität setzt hohe Prozessqualität voraus. [vgl. WALLMÜLLER, E. (1990)] Doch wie gut ist ein Softwareentwicklungsprozess tatsächlich? Und wie gut ist der darin entwickelte Quellcode wirklich? Damit wir diese Fragen beantworten können, müssen Messungen durchgeführt werden, die uns aussagekräftige Kennzahlen über jene Codequalität liefern. Abbildung 1 > 02/13 Treffpunkt BA 7

8 Wirtschaftsinformatik Analysierbarkeit, Lesbarkeit, Verständlichkeit Testbarkeit Wiederverwendbarkeit, Portabilität Stabilität Modifizierbarkeit, Anpassungsfähigkeit, Änderbarkeit Diese Eigenschaften bedingen schmale und klare Abhängigkeiten, hohe Kohäsion, lose Kopplung, einen hohen Grad an Modularisierung, ausreichende und verständliche Kommentierung, einen klaren und strukturierten Aufbau (Einrücken, Ein Statement pro Zeile, usw.), sprechende Namen für Variablen, Methoden und Klassen sowie eine geringe strukturelle Komplexität der einzelnen Methoden. Jede ermittelte Kennzahl wurde anhand dieser fünf Qualitätseigenschaften bewertet und gewichtet (der Bewertungsschlüssel ist in Abbildung 2 einzusehen). Somit erhält man eine Zuordnung, welche Kennzahlen gegenüber welchen konkreten Qualitätseigenschaften eine besonders deutliche Aussagekraft besitzen bzw. welche Kennzahlen sich für die Beurteilung einer konkreten Qualitätseigenschaft weniger gut eignen. Und die Dokumentation? Damit Sachverhalte in vollstem Umfang und korrekt erfasst werden können, reichen Einzelkennzahlen nicht aus. [vgl. BEHEIM, M. (2010)] So auch bei der Bewertung der Codequalität. Kennzahlen sind häufig nur in Verbindung mit anderen Kennzahlen oder anderen unternehmensspezifischen Informationen verständlich und nützlich. Die isolierte Interpretation einzelner Kennzahlen ist nicht sachgerecht und zielführend. Das bedeutet einerseits, die erhobenen Kennzahlen müssen für Vergleiche geeignet sein, andererseits müssen die Kennzahlen mit Hilfe eines Kennzahlensystems zusammengefasst werden. Der im Rahmen dieser Arbeit erstellte Kennzahlenkatalog stellt solch ein System dar. Mit Hilfe des Kennzahlenkataloges werden die Kennzahlen strukturiert und geordnet abgelegt. Außerdem werden Abhängigkeiten der Kennzahlen untereinander aufgezeigt. Um den Einsatz und den Vergleich der Kennzahlen zu unterstützen, werden diese nach einer unternehmensweit einheitlichen Definition dokumentiert. Diese Standardisierung wird durch die Verwendung eines Kennzahlensteckbriefes erreicht. Dieser Kennzahlensteckbrief ist in tabellarischer Form aufgebaut und enthält die folgenden Merkmale:.. Eindeutige ID Beschreibung Bezeichnung bzw. Name der Kennzahl Qualitätseigenschaft Abbildung 2 Richtwert/Zielwert Berechnung Abhängigkeiten Anmerkungen Evtl. Quellenangabe Jede einzelne Kennzahl wird in Form dieses Steckbriefes erfasst und im Kennzahlenkatalog dokumentiert. Das Merkmal Qualitätseigenschaft repräsentiert den Bewertungsschlüssel hinsichtlich der fünf definierten Qualitätseigenschaften. Diese Bewertung wird in Form eines Kiviat-Diagrammes visualisiert. In Abbildung 2 ist der Bewertungsschlüssel einer Kennzahl beispielhaft abgebildet. Die gewichtete Aussagekraft einer Kennzahl zu einer konkreten Qualitätseigenschaft erfolgt in der Staffelung 0%, 25%, 50%, 75% und 100%. Im Beispiel der Abbildung 2 ist diese Kennzahl sehr gut zur Beurteilung der Stabilität, Modifizierbarkeit und Portabilität des Codes geeignet. Hinsichtlich Testbarkeit und Analysierbarkeit dagegen hat sie keine bzw. nur eine geringe Aussagekraft. Durch dieses Vorgehen erreichen wir eine konsistente, einheitliche Dokumentation. Mit Hilfe der Kennzahlensteckbriefe wird die Ermittlung bzw. das Zustandekommen der Kennzahlen nachvollziehbar und deren Bedeutung und Aussagekraft deutlich dargestellt. Was und wie wird gemessen? Kennzahlen werden mit Hilfe von Metriken erhoben. Eine Metrik ist eine Funktion zur Quantifizierung eines spezifischen Attributes. D.h., durch eine Metrik wird eine spezifische Eigenschaft der Software in unserem Fall des Codes durch einen Zahlenwert abgebildet. Daraus geht hervor, dass Software-Metriken dem Projekt- und Qualitätsmanagement quantitative Angaben über das Softwareprodukt zur Verfügung stellen. Diese Angaben tragen zur Kontrolle der Qualität und Produktivität des Erstellungsprozesses sowie des Produktes bei. Zudem können durch den Einsatz von Metriken Vergleiche, Vorhersagen und Planungen erleichtert bzw. verbessert werden. Im Folgenden ist eine Auswahl der Metriken aufgelistet, die in den Kennzahlenkatalog einfließen: McCabes zyklomatische Komplexität Halstead s Softwarescience Objektorientierte Metriken nach Lorenz und Kidd Objektorientierte Metriken nach Chidamber und Kemerer Kopplung, Stabilität und Abstraktheit nach Martin Lines-of-code-Metriken Function-Points, Data-Points Informationsflusskomplexität nach Henry und Kafura Code-Quality-Index nach Simon Maintainability Index 8 > 02/13 Treffpunkt BA

9 Unter Zuhilfenahme dieser Metriken kann man die drei messbaren Dimensionen eines Softwaresystems quantifizieren. Diese Dimensionen sind Quantität (Größe), Komplexität und Qualität. [vgl. SNEED, H. M./SEIDL, R./BAUMGARTNER, M. (2010)] Das bedeutet, man erhält Angaben über die Größe und den Umfang des Codes, über dessen Komplexität und schließlich auch über seine Qualität. Größenangaben sind z.b. für Aufwandsschätzungen für die Entwicklung vergleichbarer Mengen bzw. Produkte einsetzbar. Die Produkt-/Softwaregröße dient auch der Aufstellung von Aufwands-, Zeit- und Kostenplänen der Systementwicklung. Weiterhin können anhand der Menge des Codes Prognosen über Wartungs-, Sanierungs- und Migrationsaufwände getroffen werden. Die Komplexität des Quellcodes gibt Aufschluss über dessen Wartungsfreundlichkeit. Nimmt die Komplexität einer Anwendung zu, gestaltet sich die Erstellung eines wartungsfreundlichen und zuverlässigen Codes immer schwieriger. Die Komplexität bezieht sich auf die strukturelle Systemzusammensetzung (Module, Vererbung, Verzweigungen, Iterationen, Attribute, Schnittstellen, Operationen, usw.). Je dichter das Beziehungsnetz ist, desto höher ist die Komplexität des Quellcodes. Die Charakteristika der dritten Dimension Qualität wurden im Abschnitt Was ist Codequalität? beschrieben. Da die Qualitätseigenschaften (bspw. Testbarkeit oder Portabilität) nicht durch nur einen einzelnen Zahlenwert ausdrückbar sind, werden die durch Metriken erfassten Kennzahlen auch als Indikatoren bezeichnet. Aus diesen leiten wir den Zustand des Codes hinsichtlich der fünf genannten Qualitätseigenschaften mit Hilfe der Bewertungsschlüssel ab. Deshalb messen wir mit diesen Metriken eine Vielzahl von Codeeigenschaften wie z.b. die Anzahl übergebener Parameter in eine Methode oder die Tiefe einer Klasse im Vererbungsbaum, um letztendlich ein umfassendes und vollständiges Bild der konkreten Qualitätseigenschaften zu bekommen. Und die Erkenntnisse? Durch eine intensive Literatur- und Onlinerecherche konnten dreizehn Größen-, sechs Komplexitäts- Literaturverzeichnis 1. BEHEIM, M. (2010): Entwicklung von Kennzahlen und Kennzahlensystemen in der IT. (03. Juli 2013) (online) Entwicklung%20von%20Kennzahlensystemen%20-%20Ausarbeitung.pdf 2. DEMARCO, T. (1982): Controlling Software Projects - Management, Measurement, and Estimation. Upper Saddle River, NJ: Prentice Hall, 1982w 3. KÜTZ, M. (2011): Kennzahlen in der IT - Werkzeuge für Controlling und Management. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Heidelberg: dpunkt, 2011 und 33 Qualitätszahlen in dem Kennzahlenkatalog zusammengetragen werden. Jede einzelne der 33 Qualitätszahlen wurde mit dem in Abbildung 2 dargestellten Bewertungsschlüssel bewertet. Während dieser Ausarbeitung wurde die Codequalität eines Softwareentwicklungsprojektes der Saxonia Systems AG anhand dieser Kennzahlen beurteilt. Dies diente der Verifikation, ob der Katalog seinem Zweck auch gerecht wird. Das Ergebnis ist sehr zufriedenstellend. Es konnten kritische Stellen aber auch sehr positive Codeeigenschaften im System aufgedeckt werden. Die Kritikpunkte mündeten schließlich in Verbesserungsvorschläge. Zusätzlich wurde eine Priorisierung der fünf genannten Qualitätseigenschaften vorgenommen. Aufbauend auf dieser Priorisierung sowie der gewichteten Bewertungsschlüssel jeder Kennzahl wurde eine Zuteilung der Kennzahlen zu Projektklassen vorgenommen. Daraus geht allgemeingültig hervor, ab welcher Projektgröße die Verwendung welcher Kennzahlen sinnvoll und zielführend ist. Für die Erhebung der Kennzahlen werden zahlreiche Codeanalysewerkzeuge zur Automatisierung angeboten. Solche sind z.b. SonarQube, JDepend, JArchitect, Eclipse Metrics, Checkstyle, FindBugs und PMD, um nur einige zu nennen. Jedoch weisen die unterschiedlichen Softwaretools unterschiedliche Ergebniswerte auf. D.h. jedes Tool interpretiert den Code unterschiedlich. Weiterhin gibt es kein Tool, das alle Software-Metriken bzw. Kennzahlen des Kataloges vereint anbietet. Deshalb muss eine Kombination von Werkzeugen gefunden werden, bei der sich die Metriken nicht überschneiden. Damit die Erhebung der Kennzahlen zu dem angestrebten Ziel führt, muss dies innerhalb einer konsistenten Umgebung erfolgen. Um Trends und Entwicklungen abbilden zu können, sind die Kennzahlen immer von ein und demselben Tool zu ermitteln, da sonst der Vergleich zu falschen Ergebnissen führt. Die hier beschriebene Bachelorarbeit ist der Grundstein für eine Vielzahl weiterführender Überlegungen, Entscheidungen und Tätigkeiten, bis die 4. SIMON, F./SENG, O./MOHAUPT, T. (2006): Code Quality Management - Technische Qualität industrieller Softwaresysteme transparent und vergleichbar gemacht. Heidelberg: dpunkt, SNEED, H. M./SEIDL, R./BAUMGARTNER, M. (2010): Software in Zahlen - Die Vermessung von Applikationen. München: Hanser, WALLMÜLLER, E. (1990): Software-Qualitätssicherung in der Praxis. München, Wien: Hanser, 1990 Bewertung von Codequalität anhand der Erhebung von Kennzahlen tatsächlich produktiv eingesetzt bzw. Kunden angeboten werden kann. Eine manuelle Erhebung stellt aufgrund des immensen Aufwandes keine Option dar. Bei einer automatisierten Erhebung der Kennzahlen erhält die Umgebung bzw. das Messwerkzeug eine zentrale und entscheidende Rolle für den gesamten Entwicklungsprozess und alle am Prozess Beteiligten. Denn auf Basis der vom System ermittelten Messwerte werden signifikante Projektentscheidungen abhängen. Liefert das System falsche Messwerte oder werden diese falsch interpretiert, hat dies falsche Projektentscheidungen zur Folge. Eine sorgfältige Evaluation mit fundierten, begründeten Entscheidungen bzgl. der getroffenen Wahl ist als aufbauende Tätigkeit dieser Arbeit zwingend erforderlich. Der Erfolg eines Softwareentwicklungsprojektes hängt von den getroffenen Entscheidungen ab. Diese Entscheidungen sind nur so gut, wie die Informationen, auf denen sie beruhen. Sowohl Softwareentwickler, Qualitätssicherer als auch Entscheidungsträger müssen sich auf die ermittelten Kennzahlen verlassen können. Diese Anforderung wird an das Messwerkzeug gestellt und gilt es, nun umzusetzen. Autoren Verfasser Robert Lohan, B.Sc. Absolvent des Studienganges Wirtschaftsinformatik Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Saxonia Systems AG Co-Autoren Betreuer Praxispartner: Dipl.-Inf. (FH) Kay Grebenstein Senior Consultant Quality Assurance Saxonia Systems AG Betreuer Studienakademie: Prof. Dr.-Ing. Hanns-Dieter Hartmann Dozent Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: > 02/13 Treffpunkt BA 9

10 Wirtschaftsinformatik Analyse des Nutzungspotenzials eines SAP Solution Managers im Rahmen der Basisbetreuung von unterschiedlichen SAP Systemlandschaften im Bereich Healthcare Alle Computing-Aktivitäten, welche sich mit der Bereitstellung und dem Betrieb von SAP-Systemumgebungen befassen, werden innerhalb der T-Systems International GmbH von der Global Delivery Unit SAP Services erbracht. Zu diesem Bereich gehört auch das SAP Basis Team Healthcare, das SAP-Systemlandschaften von mehr als 100 mittelständischen Kunden aus der Branche Healthcare administrativ betreut. Innerhalb dieser Systemlandschaften nimmt der SAP Solution Manager 7.0 eine zentrale Rolle ein. Im Rahmen der Bachelorarbeit sollte das Nutzungspotenzial dieses zentralen Systems analysiert werden. Dabei stand besonders das Automatisieren und Erleichtern von Tätigkeiten der Systemadministration im Vordergrund der Betrachtungen. Um das gesamte Funktionsspektrum des SAP Solution Manager (SSM) überblicken zu können, wurde zu Beginn der Arbeit das Konzept der SAP hinter dem Solution Manager beleuchtet. Als Application Lifecycle Management Tool der SAP AG unterstützt der SSM die Implementierung, den Betrieb und die Überwachung verschiedener SAP-Lösungen eines Unternehmens über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Darüber hinaus dient er als Schnittstelle zum SAP Global Support Backbone, der Support Infrastruktur der SAP. Die Funktionsbereiche des SSM richten sich nach den Lebenszyklusphasen einer SAP-Lösung und bieten für jede Phase unterschiedliche Werkzeuge an. Für die Implementierung beispielsweise werden Werkzeuge zur Verfügung gestellt, die bei der Planung und Dokumentation unterstützen. Für die Phase des Betriebs liefert der SSM Tools zur Überwachung der Systeme und ihrer Komponenten sowie der abgebildeten Geschäftsprozesse. Um auch von den Erfahrungen anderer Unternehmen zu profitieren, wurden im Rahmen der Arbeit Recherchen zur Nutzung des Solution Manager in anderen Unternehmen angestellt. Da die T-Systems gegenüber der SAP AG als Systemhaus agiert, das den First-Level-Support für die Endkunden übernimmt, wären an dieser Stelle Nutzungsszenarien des SSM in Systemhäusern von Relevanz gewesen. Dazu gab es jedoch kaum Informationen, was eine eigene Analyse der potenziell nutzbaren Funktionen notwendig machte. Hierzu wurde zunächst das Nutzungsumfeld des SSM innerhalb des SAP Basis Teams betrachtet. Bei den an den SSM angebundenen SAP-Systemen handelt es sich sowohl um autonome Kundenlandschaften, die in kundeneigenen Rechenzentren stehen, als auch um Mehrmandantensysteme, die in einem Rechenzentrum der T-Systems betrieben werden. Zudem wurden die bereits in den SSM des Teams implementierten Funktionen aufgezeigt. Aktuell wird primär die Funktion des Service Desk genutzt. Diese unterstützt die Verwaltung von Störungsmeldungen im Rahmen des Incident Management Prozesses. Allerdings gestaltet sich das Nutzungsszenario dieser Funktion im SSM des Basis Teams anders als das Standardszenario bei Systemhäusern. Der Service Desk wird lediglich für das Eröffnen von Support Meldungen an die SAP genutzt und nicht für die Verwaltung von Kundenstörungsmeldungen. Dieser Prozess wird durch externe Tools abgebildet, die in der gesamten T-Systems zum Einsatz kommen. Desweiteren wird der SAP EarlyWatch Alert genutzt. Dabei handelt es sich um einen Service, der wichtige technische Daten der angeschlossenen Systeme sammelt, an den SSM sendet und auf kritische Systemzustände überprüft. Aus diesen Daten wird dann für jedes System ein Bericht generiert, der den Zustand des Systems widerspiegelt. Diese Berichte dienen den Systemadministratoren zur Langzeitüberwachung der von ihnen betreuten Systeme und werden regelmäßig an die SAP verschickt. Für eine effiziente Durchführung von Wartungsvorgängen bei SAP-Systemen bietet der SSM den Maintenance Optimizer. Dieser unterstützt beim Planen, Herunterladen und Implementieren von Erweiterungen. Vorrangig wird das Werkzeug im SAP Basis Team bei Patchaktionen zur Berechnung der aktuellen Support Packages verwendet, um ein konsistentes Aktualisieren der Systeme zu gewährleisten. Um derartige Wartungsvorgänge durchführen zu können, benötigen alle SAP-Systeme gültige Lizenzen und Wartungszertifikate. Die Zertifikate müssen regelmäßig aktualisiert werden. Dafür bietet der SSM die Möglichkeit zur automatischen Aktualisierung, indem er regelmäßig die Zertifikate der angeschlossenen Systeme prüft und ggf. erneuert. Diese Funktion ist gerade bei der Vielzahl an betreuten Systemen sehr hilfreich. Um weitere Funktionen zu ermitteln, die sich für eine Implementierung in dem SSM des Teams eignen, wurden alle zur Verfügung stehenden Funktionsbereiche darauf analysiert, ob deren Nutzung für das Team sinnvoll ist und ob bereits eine Lösung zur Umsetzung dieser Funktionen im Einsatz ist. Diese Analyse hat ergeben, dass sich die Funktionsbereiche zur Projektverwaltung von Einführungs- und Upgrade-Projekten, zum Geschäftsprozessmanagement sowie zur Jobverwaltung nicht für eine Implementierung in den SSM des SAP Basis Teams eigenen, da diese Bereiche mit dem Abbilden von Geschäftsprozessen im SAP-System in Zusammenhang stehen und die Betreuung dieser nicht Teil des Aufgabenbereichs der Basisadministration ist. Die Funktionsbereiche zur Unterstützung des Incident und Change Managements eignen sich ebenfalls nicht für eine vollständige Implementierung, da diese Prozesse, wie bereits erwähnt, durch verschiedene externe Tools abgebildet werden, die fest integriert sind und nicht ersetzt werden können. Von Interesse für das SAP Basis Team ist jedoch das Szenario der Ursachenanalyse, das im SSM als Root Cause Analysis bezeichnet wird. Dieser Funktionsbereich steht im Zusammenhang mit dem System-Monitoring und dem Incident Management und umfasst verschiedene Werkzeuge zur Identifikation von Störungsquellen. Dabei werden alle zum System gehörigen Komponenten betrachtet. Das Szenario kann die Systemadministratoren bei der Behebung von Störungen unterstützen, indem beispielsweise alle Änderungen aufgezeigt werden, die zum Zeitpunkt des Störungsbeginns am System gemacht wurden. Damit können die Störungsursachen schneller gefunden und die Lösungszeiten reduziert werden. Zudem gibt es die Funktion des Service Level Reporting, die Bestandteil des System-Monitoring Szenarios ist. Dabei erstellt der SSM regelmäßig Berichte über die im Service Level Agreement festgelegten Performancewerte und die Verfügbarkeit der Systeme. Die Implementierung dieser Funktion würde den Erstellungsprozess der Service Level Reports automatisieren und die bislang notwendigen manuellen Tätigkeiten ersetzen. 10 > 02/13 Treffpunkt BA

11 Eine weitere interessante Funktion ist die zentrale Systemvermessung. Diese ermöglicht das automatisierte Vermessen aller angeschlossenen SAP-Systeme und das direkte Weiterleiten der Ergebnisse an SAP. Die Nutzung des Werkzeugs würde bei der großen Anzahl an betreuten Systemen ebenfalls eine Erleichterung der Tätigkeiten der Systemadministratoren bedeuten. Desweiteren bietet der SSM eine Funktion, die die Administratoren dabei unterstützt die SAP-Systeme auf dem aktuellen Stand zu halten. Diese sogenannten Systemempfehlungen werden auf der Basis des aktuellen Zustands der angeschlossenen Systeme erstellt und beinhalten Hinweise, die in das System implementiert werden sollten, um Fehler zu vermeiden oder die Sicherheit permanent zu gewährleisten. Im Rahmen des Service Desk Szenarios gibt es die Möglichkeit der Benachrichtigung, sobald sich am Status einer Support Meldung etwas ändert. Die Konfiguration dieser Funktion würde das manuelle Überprüfen der Meldungen durch Anmeldung am SSM ersetzen und die Administratoren ebenfalls unterstützen. Da bereits seit 2011 der SSM in der Version 7.1 verfügbar ist und ein Upgrade für den SSM des Basis Literaturverzeichnis 1. SAP AG (o. J.): Komponenten und Werkzeuge SAP Solution Manager.( )(online) netweaver/components/solutionmanager/index.epx Teams für die nähere Zukunft geplant ist, wurden die Neuerungen dieser Version ebenfalls in die Betrachtungen der Arbeit einbezogen. Als Ergebnis der Arbeit wurden Handlungsempfehlungen ausgesprochen, in welcher Form die betrachteten Funktionen implementiert werden sollten. Diese wurden teilweise bereits im Laufe der Analysen zur Bachelorarbeit durchgeführt und müssen nur noch vollständig umgesetzt werden. Die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführten Analysen führten zu der Erkenntnis, dass, bedingt durch das beschriebene Einsatzszenario, ein Großteil der durch den SSM angebotenen Szenarien nicht für den Einsatz im Basis Team geeignet sind, da die enthaltenen Funktionen nicht benötigt werden oder bereits durch andere Tools umgesetzt werden. Die gewünschte Automatisierung und Unterstützung der Tätigkeiten eines Basisadministrators durch den SSM ist dementsprechend an die Vorgaben innerhalb der T-Systems International GmbH gebunden. Eine vollständige Integration des SSM in alle Prozesse wäre wünschenswert, ist jedoch aufgrund der bereits etablierten Tools nicht umsetzbar SCHÄFER, M.O./MELICH, M. (2009): SAP Solution Manager Enterprise Edition, 2. Auflage. Bonn. Galileo Press, 2009 Autoren Verfasserin Anne Freitag, B.Sc. Absolventin des Studienganges Wirtschaftsinformatik Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Deutsche Telekom AG Co-Autoren Betreuerin Praxispartner: Dipl.-Math. oec. Andrea Schulze-Dammert SAP Basisadministratorin Betreuer Studienakademie: Prof. Dr.-Ing. Frank Schweitzer Stellv. Direktor Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: Aufnahme und Analyse der Anforderungen an ein Customer Relationship Management System der Little John Bikes Franchisegruppe Der nachfolgende Beitrag fasst die Abschlussarbeit des Studenten Matthes Schubert zum Erlangen des Titels Bachelor of Science im Studiengang Wirtschaftsinformatik zusammen. Praxispartner des Autors ist die Little John Bikes AG, welche ihrerseits die Funktion eines Franchisegebers einnimmt. Das Little John Bikes Franchisesystem besteht aus einem Franchisegeber und derzeit 13 Franchisenehmern mit 23 Ladengeschäften, vorwiegend im ostdeutschen Raum. Abhängig von der Dauer ihrer Existenz verfügen die einzelnen Geschäfte über einen mehr oder weniger breit aufgestellten Kundenstamm, wobei einige Kunden einen regelmäßigen Kontakt zu Little John Bikes haben, andere nur einen einmaligen. Die Kunden mit regelmäßigem Kontakt haben verschiedene Gründe für ihre Bindung an das Unternehmen, welche jedoch nicht immer bekannt sind. Um diese Gründe zu ermitteln und somit die bestehenden und neue Kunden aktiv ans Unternehmen zu binden, bietet sich die Nutzung eines Customer Relationship Management (CRM) Systems an. Was aber bedeutet der Begriff CRM? LEUßNER et al. beschreiben es mit folgendem Satz Customer Relationship Management umfasst den Aufbau und die Festigung langfristiger profitabler Kundenbeziehungen durch abgestimmte und kundenindividuelle Marketing-, Sales-, und Servicekonzepte mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnologien 1. Es lassen sich drei zentrale Merkmale von CRM ableiten. 1. CRM ist ein Begriff aus dem Bereich des Marketings. 2. Bei CRM gibt es zwei Dimensionen zur Kundenbetrachtung, Zeit und Wert. Wobei der Wert eines Kunden weit mehr ist als Umsatz oder Gewinn. 3. CRM wird durch eine Software unterstützt, es ist jedoch keine Software. Der Begriff CRM wurde in der Mitte der 90er Jahre geprägt. Es wurde erkannt, dass die Gewinnung von Neukunden einen höheren wirtschaftlichen Aufwand 1 Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011), Seite 18 > 02/13 Treffpunkt BA 11

12 Wirtschaftsinformatik bedeutet, als die Pflege bestehender Kunden. So stellte MEFFERT im Jahr 1994 fest: Marketing orientiert sich heute noch überwiegend an der Realisation von Erstverkäufen. Dabei wird völlig übersehen, dass 65 Prozent des Umsatzes mit Stammkunden erfolgt. 2. Besonders im Hinblick auf diese Aussage erscheint es logisch, dass die Stammkunden beim CRM eine zentrale Rolle einnehmen. Allerdings verfügt ein Unternehmen auch über Interessenten, welche im Idealfall später zu Kunden werden. Zudem bleiben nicht alle Kunden dem Unternehmen erhalten. Eine Darstellung der eben genannten Zusammenhänge erfolgt durch das Modell des Kundenlebenszyklus. Darin ist zu erkennen, dass der Kunde verschiedene Phasen durchläuft, während derer sein Kundenwert bis zu einem Höhepunkt ansteigt und dann wieder abnimmt. Was aber ist der Kundenwert? Der Kundenwert besteht aus zwei Potentialen, dem Transaktions- und dem Relationspotential. Ersteres beschreibt den vergangenen und zukünftig zu erwartenden Wertebeitrag eines Kunden. Ein Beispiel hierfür ist das Cross Selling Potential, also die Möglichkeit, einem Kunden weitere Produkte zu verkaufen. Das Relationspotential hingegen wird allein durch die Beziehung zwischen Kunde und Unternehmen bestimmt. Kundenbeschwerden etwa fallen in dieses Potential, da dem Unternehmen damit eigene Schwächen aufgezeigt werden. 3 Um den Kundenwert zu bestimmen existieren verschiedene Modelle, wobei zwischen monetären und nichtmonetären unterschieden werden kann. Die ABC Analyse zur Einteilung des Kundenstamms in Abhängigkeit vom Wertebeitrag zum Unternehmen etwa ist, wie der Customer Lifetime Value, ein monetäres Modell. Um auch das Referenzpotential zu bewerten bietet sich ein Scoringmodell an. Ein Kundenportfolio kann zur Verknüpfung monetärer und nichtmonetärer Elemente des Kundenwertes genutzt werden. 4 Um nun die Beziehung zu einem Kunden mit spezifischem Kundenwert und einer Kundenlebenszeit zu managen, ist es sinnvoll, ein CRM System zu entwickeln. Hierbei wird zwischen dem strategischen, dem analytischen und dem operativen CRM unterschieden. Strategisches CRM Die Entwicklung einer Strategie wird als wichtige Voraussetzung für den Erfolg von CRM angesehen. Ausgehend von den Visionen, den Zielen und der Strategie einer Unternehmung wird entschieden, welche Aktivitäten im Sinne von Kundenbeziehungen durchgeführt werden. NECKEL und KNOBLOCH empfehlen, die individuelle CRM Strategie an drei Basisstrategien abzuleiten: Kundenneugewinnung zur Erhöhung der Kundenanzahl Kundenbindung/Kundenentwicklung zur Vertiefung der Kundenbeziehungen Kundenrückgewinnung zur Verlängerung der Beziehungsdauer 5 Analytisches CRM Als zentrales Ziel des analytischen CRM ist die Erhaltung von Informationen bezüglich Kundenstruktur und Kundenverhalten anzusehen. Diese Informationen unterstützen sowohl die strategische Ausrichtung der CRM Aktivitäten als auch die Umsetzung der Strategie beim operativen CRM. 6 Operatives CRM Alle Prozesse, die direkt oder indirekt einem Kundenkontakt zugeordnet werden können, sind Inhalt des operativen CRM. Desweiteren werden in einem CRM System mehrere Managementbereiche in Abhängigkeit des Kundenlebenszyklus definiert. Jeder Managementbereich hat das Ziel, den Kunden zufrieden zu stellen und somit 2 Meffert, H./Wagner, H./Backhaus, K.. (1994), Seite 1 3 vgl. Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011), Seite 26 4 vgl. Henseler, J./Hoffmann, T. (2003), Seite 24ff 5 vgl. Neckel, P/Knobloch, B. (2005), Seite 34 6 vgl. Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011), Seite 41 ff. 12 > 02/13 Treffpunkt BA

13 ans Unternehmen zu binden. Wie in der Abbildung des Kundenlebenszyklus zu erkennen ist, widmet sich das Lead Management der Gewinnung von Neukunden. Ein neu gewonnener Kunde wird nach dem Erstkauf an das Kundenbindungsmanagement übergeben. Innerhalb dieses Bereiches existieren untergeordnete Aufgaben, wie Zufriedenheitsmanagement, Beschwerdemanagement und Kündigungspräventionsmanagement. Hat ein Kunde das Unternehmen verlassen, wird versucht, ihn im Rahmen des Rückgewinnungsmanagements wieder in das Kundenbindungsmanagement zu überführen. 7 Es stellt sich nun die Frage, welche Anforderungen an ein solches System innerhalb der Little John Bikes Gruppe existieren und inwiefern diese erfolgreich implementiert werden können. Um diese Frage zu beantworten, versuchte der Autor ein CRM System auf Grundlage des Istzustandes und von Anforderungen seitens des Franchisegebers und einiger Franchisenehmer zu entwickeln. Die Entwicklung des Systems geschah mithilfe der von LEUßNER et. al. vorgestellten Fragen zur Entwicklung einer CRM Strategie: 4. Was sind die Ziele? (strategische Zielsetzung) 5. Wie ist die Kundenstruktur? (strategische Analyse) 6. Was sind die eigenen Stärken und Schwächen bei Kundenbeziehungen? (strategische Analyse) 7. Wie können die Ziele unter Beachtung von 2. und 3. erreicht werden? (strategische Konzeption) 8. Was wird für die Umsetzung benötigt? (Strategieumsetzung) 8 Besonders die Kundenstrukturanalyse brachte einige wichtige Informationen zur späteren Nutzung eines CRM Systems hervor. Die eigentliche Analyse der Anforderungen erfolgte durch die Beantwortung von Frage 2 im Rahmen einer SWOT Analyse. Es zeigte sich, dass Little John Bikes bereits über eine Vielzahl von Eigenschaften verfügt, welche beim CRM genutzt und ausgebaut werden können. Auch wurde deutlich, dass eine CRM Software für die Implementierung eines solchen Systems nicht unbedingt eingekauft werden muss. Vielmehr sollte darauf geachtet werden, die bestehende IT Infrastruktur zu nutzen und auszubauen. Das Ergebnis dieser Arbeit bestand im LJB CRM System, welches schematisch dargestellt ist. Eine genaue Darstellung der einzelnen Elemente des CRM Systems erfolgt hier nicht. Es sei jedoch zu erwähnen, dass die verschiedenen Elemente im Bezug zum Kundenlebenszyklus eingesetzt werden sollten. So macht beispielsweise eine Werbeanzeige in einer großen Tageszeitung nur im Rahmen des Interessenmanagements Sinn. Auch sind die Kundenanalysen auf den jeweiligen Managementbereich abzustimmen. Bei allen hier aufgezeigten Inhalte von CRM im allgemeinen und der Darstellung eines möglichen Systems für die Little John Bikes Gruppe ist jedoch auch anzuerkennen, dass nicht jeder Kunde Inhalt eines solchen Systems werden möchte. Daher ist folgender Satz MARTINS besonders bei der Entwicklung eines CRM Systems zu beachten: Es ist jedes Mal zu hinterfragen, ob man als Kunde wirklich so behandelt werden möchte! 9 Autoren Verfasser Matthes Schubert, B.Sc. Absolvent des Studienganges Wirtschaftsinformatik Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Little John Bikes AG Co-Autoren Betreuer Praxispartner: Dipl. Kaufmann René Schramm Vorstand Little John Bikes AG Betreuer Studienakademie: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Sachse Studiengangleiter Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: Die LITTLE JOHN BIKES AG bildet regelmäßig über das duale Prinzip in der Berufsakademie Dresden aus. Uneingeschränkt waren alle bisherigen Abschlüsse und Studenten ein besonderer und vor allem qualita-- tiver Schritt auch und vor allem für Little John Bikes. In der hier vorgestellten Arbeit Aufnahme und Analyse der Anforderungen an ein Customer Relationship Management System der Little John Bikes Gruppe sieht man besonders die Praxisrelevanz von Themen, deren Aufarbeitung und teils parallel zur Bachelorarbeit teils danach die Umsetzung im Betrieb. Die erarbeiteten Statement Praxispartner Grundlagen von Herrn Schubert sowie die Lösungsansätze haben nicht nur alle nötigen wissenschaftlichen Erfordernisse erbracht, sondern auch einen nahtlosen Übergang in die Praxis und die dortige Nutzbarkeit. Nicht zuletzt zeigt das seine Gesamtnote von 1.0 auf, die uns als Praxisbetrieb auch mit Stolz erfüllt. Wir bilden nicht für die Quote aus, sondern für unsere gemeinsame Zukunft so freuen wir uns besonders, auch Herrn Matthes Schubert in unsere operative Welt zu übernehmen und dort sein besonderes Know How nutzen zu können bzw. ihm eine klare Zukunftsperspektive bieten zu können. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Ausbildungen und danken auch der BA Dresden, die uns als Mittelstandsunternehmen solch eine Qualifizierung bietet. René Schramm, Dipl. Betriebswirt BA Vorstand Little John Bikes AG Ullrich Meier, Geschäftsführer der System GmbH & Co. KG Literaturverzeichnis 11. Henseler, J./Hoffmann, T. (2003): Kundenwert als Baustein zum Unternehmenswert. Hamburg: Verlag Dr. Kovac, Hauk, J. (2007): Kundeninformationen effektiv nutzen: Eine solide Basis für Entscheidungen sichern In: Hubschneider, M./ Sibold, K. (2007): CRM - Erfolgsfaktor Kundenorientierung. 2. Auflage. Planegg: Rudolf Haufe, Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011): CRM - Grundlagen, Konzepte und Prozesse In: Hippner, H./Hubrich, B./Wilde, K. (2011): Grundlagen des CRM - Strategie, Geschäftsprozesse und IT-Unterstützung. 3. Auflage. Wiesbaden: Gabler, Martin, W. (2007): CRM - das Thema für mein Unternehmen In: Hubschneider, M./Sibold, K. (2007): CRM - Erfolgsfaktor ˇ Kundenorientierung. 2. Auflage. Planegg: Rudolf Haufe, Meffert, H./Wagner, H./Backhaus, K. (1994): Beziehungsmarketing - neue Wege zur Kundenbindung - Dokumentation des Workshops vom 24. Juni unbekannt: Wissenschaftliche Gesellschaft für Marketing und Unternehmensführung e.v., Neckel, B./Knobloch, P. (2005): Customer Relationship Analytics - Praktische Anwendungen des Data Mining im CRM. Heidelberg: dpunkt.verlag, vgl. Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011), Seite 42 8 vgl. Leußner, W./Hippner, H./Wilde, K. (2011), Seite 40 9 Martin, W. (2007), Seite 30 > 02/13 Treffpunkt BA 13

14 Finanzwirtschaft Bank Bewertung von Ertrag und Risiko bei Erweiterung des Anlageuniversums für Unternehmensanleihen im Eigenhandel der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Im Rahmen der institutionellen Anlage in Wertpapieren in der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien stellte sich unter anderem aufgrund des aktuell niedrigen Zins- und Renditeniveaus die Frage, ob es sinnvoll ist, das unternehmensintern festgesetzte Mindestrating für Unternehmensanleihen von aktuell BBB in das Non-Investment-Grade abzusenken. Zur Beantwortung dessen sind vor allem die dabei realisierbaren Mehrerträge in Zusammenhang mit den dabei einzugehenden Risiken analysiert worden. Um sich einen Überblick über die aktuelle Aufstellung des Depot A der Sparkasse zu verschaffen, untersuchte der Autor die Risikoreports der vergangenen Jahre. Dort wird ersichtlich, dass die Sparkasse in den Anlageklassen Staatsanleihen, Pfandbriefe, Unternehmensanleihen und Schuldscheindarlehen investiert. Diese Papiere lassen sich als sehr konservativ einstufen. Durch Jahresvergleiche zeigte sich, dass das aktuelle Depot A hinsichtlich der Branchenverteilung und bezüglich der Besicherung sehr diversifiziert aufgestellt ist. Die Wertpapiere der unbesicherten Non-Financial- Unternehmensanleihen machen derzeit einen eher geringen Anteil am Gesamtvolumen des Depot A aus. 1 Laut der aktuellen Risikostrategie, die die Sparkasse herausgegeben hat, soll dieser Anteil in den kommenden Jahren ausgeweitet werden. Auch wird die Relevanz der Untersuchung ersichtlich, um weiterhin eine ausreichende Diversifikation zu gewährleisten. Des Weiteren erlässt die Risikostrategie Anlagerichtlinien für den Erwerb von Wertpapieren für den Eigenbestand. Genannt werden soll hier die gleitend-10-jahre-struktur. Diese impliziert, dass das Depot A der Sparkasse langfristig aufgebaut 1 vgl. Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien: Risikoreports Dezember 2008, 2009, 2010, 2011, vgl. Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien (2013): Risikostrategie 2015, S. 6 ff. 3 vgl. Deutsche Bundesbank (2013): Monatsbericht Februar Frankfurt am Main: Deutsche Bundesbank, 2013, Seite 1 4 vgl. Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien: Risikoreports Dezember 2008, 2009, 2010, 2011, vgl. Krones, J., Cremers, H. (2012): Eine Analyse des Credit Spreads und seiner Komponenten als Grundlage für Hedge Strategien mit Kreditderivaten. Frankfurt am Main: Frankfurt School of Finance & Management, 2012, Seite 3ff.; Pape, U., Schlecker, M. (2010): Analyse von Credit Spreads in Abhängigkeit des risikofreien Referenzzinssatzes. Berlin: ESCP Europe, 2010, Seite 5f. Spread/Adressenausfallrisiko ist und weniger auf kurzfristige Ertragserzielung ausgerichtet ist. Diese gilt allerdings nicht für Unternehmensanleihen, so dass hier kürzere Laufzeiten denkbar sind. Aus dieser Struktur heraus leitet sich eine passive Buy-and-Hold-Strategie ab, die besagt, dass in der Regel gekaufte Papiere bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Kursgewinne spielen eine untergeordnete Rolle, auf ordentliche Erträge, also Zinserträge, wird abgezielt. In der Risikostrategie zeigt sich ebenfalls, dass aktuell keine Papiere mit einem Rating schlechter als BBB gekauft werden dürfen. 2 Bei der Betrachtung der letztjährigen Entwicklungen auf den Rentenmärkten wird deutlich, dass das Zins- und Renditeniveau auf historisch niedrige Werte gefallen sind. 3 Einerseits bedeutet dies für das Depot A der Sparkasse schwebende Gewinne. Diese sind aber nicht relevant. Stattdessen wird durch heute notwendige Wiederanlagen ein Niedrigzinsportfolio eingekauft, welches aufgrund der langfristig ausgelegten Anlagestrategie lange im Anlagebuch stehen wird. Des Weiteren ist zu verzeichnen, dass auf der Seite der Kundeneinlagen, die den Hauptteil der Refinanzierung der Sparkasse ausmachen, kaum weitere Zinssenkungen möglich sind, was die Zinsspanne zusätzlich einengt. 4 45,00% 45,00% 40,00% 40,00% 35,00% 35,00% Spread/Adressenausfallrisiko 30,00% 30,00% 25,00% 25,00% 20,00% 20,00% 15,00% 15,00% 10,00% 10,00% 5,00% 5,00% Um die Zinserträge zu erhöhen und gleichzeitig die Diversifikation des Portfolios voranzutreiben, ist es sinnvoll, den High-Yield-Anleihen-Markt zu betrachten. Grundsätzlich unterscheiden sich High- Yield-Unternehmensanleihen von Investment-Grade- Unternehmensanleihen durch eine höhere Rendite und ein höheres Adressenausfallrisiko. Ausschlaggebend ist hierbei das Rating des Emittenten bzw. der Emission. Je schlechter dieses ist, desto schlechter die Bonität, desto höher das Risiko und demzufolge desto höher die Rendite, die der Investor fordert. 5 Um eine sinnvolle Handlungsempfehlung zu geben, schickt es sich, die in diesem Markt realisierbaren Erträge und Spreads den einzugehenden Risiken gegenüberzustellen, also zu prüfen, ob das eingegangene Risiko auch bezahlt wird. Dazu wurden die von den Ratingagenturen historisch gemessenen kumulierten Adressausfallwahrscheinlichkeiten den historisch durchschnittlichen kumulierten Spreads in den Ratingstufen BBB und BB je Laufzeitband gegenübergestellt. Der Spread ist der Anteil der Rendite, der über der risikofreien Rendite von Swaps oder Staatsanleihen liegt und dient dazu, den Investor für das in Kauf genommene Adressenausfallrisiko zu entschädigen. Bei der Gegenüberstellung zeigte sich, dass in beiden Ratingstufen Spreads und Adressausfallrisiko im Crossover-Bereich Spreads und Adressausfallrisiko im Crossover-Bereich 0,00% 0,00% Laufzeit Laufzeit in Jahren in Jahren Abbildung 1: Vergleich der Spreads und Adressausfallrisiken im Crossover-Bereich (unter Verwendung von: Reuters; MOODY S INVESTORS SERVICE (2013): Annual Default Study: Corporate Default and Recovery Rates, New York: Moody s Investors Service, ) kum. Ausfallrisiko BBB kum. Ausfallrisiko BBB kum. Ausfallrisiko BB kum. Ausfallrisiko BB durchschn. kum. Spread durchschn. kum. Spread BBB BBB durchschn. durchschn. kum. kum. Spread Spread BB BB 14 > 02/13 Treffpunkt BA

15 in jedem Laufzeitband der realisierbare Spread das eingegangene Risiko übersteigt, das Risiko wird also bezahlt. Die Differenz aus beiden Größen, hier Überrendite genannt, ist bei Anleihen des Ratings BBB also auch des Ratings BB bei Laufzeiten bis fünf Jahre gleich groß. Erst in langen Anlagehorizonten, ab sieben Jahre, fällt die Überrendite zugunsten der Unternehmensanleihen mit Rating BB aus. 6 Dieser Zusammenhang ist im Diagramm ersichtlich. Hier zeigt sich der Vorteil des schlechteren Ratings, und zwar, dass das Risiko statistisch überkompensiert wird und der Investor einen höheren Nettoertrag erzielen kann. Für die konservative Anlagestrategie der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien bietet es sich somit an, in das Laufzeitband Sieben Jahre zu investieren. Dies ist auch insofern sinnvoll, als dass in diesem Laufzeitband das kumulierte Adressenausfallrisiko gegenüber einer Anlage im Laufzeitband Zehn Jahre noch geringer ausfällt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos weisen High-Yield-Unternehmensanleihen keine Unterschiede gegenüber Investment-Grade-Anleihen auf. Im Bereich des Liquiditätsrisikos, also der Gefahr Papiere während der Laufzeit nicht oder nur zu unattraktiven Konditionen verkaufen zu können, ist festzustellen, dass dieses Risiko vor allem von der Emission abhängt, beispielsweise der Größe und der Restlaufzeit der Emission und auch vom Umfeld des Emittenten und dessen Branche. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass eine Investition in High-Yield-Unternehmensanleihen unter der Betrachtung von Ertrag und Risiko sinnvoll ist. Des Weiteren tragen solche Investments zur weiteren Diversifikation des Depot A bei. Ein weiteres wichtiges Betrachtungsfeld für solche Geschäfte stellen auch die unternehmensinternen Prozesse und Gegebenheiten der Sparkasse selbst dar. Hier ist es wichtig, Untersuchungen anzustellen, inwieweit Änderungen in der Organisation selbst und auch aufsichtsrechtlicher Natur notwendig sind. Dabei wurde zuvorderst die aktuelle Risikostrategie dahingehend betrachtet, inwieweit die derzeitigen Limite angepasst werden müssen. Es erscheint sinnvoll, für Papiere mit Rating BB ein Emittentenlimit mit ungedecktem Anteil von 3 Mio. einzuführen. Des Weiteren ist es wichtig, die kumulierten Limite für die Berechnung des Risikodeckungspotenzials ebenfalls anzupassen und das Rating BB mit der entsprechenden Einjahresausfallwahrscheinlichkeit zu hinterlegen. Dabei wurde ein Gesamtlimit von 30 Mio. vorgeschlagen, was zehn Geschäfte zu je 3 Mio. abdeckt. Anschließend wurde das dafür nötige Risikodeckungspotenzial bestimmt. Dazu wurden Szenariorechnungen durchgeführt, im Speziellen das Plan- und Risikoszenario, die beide steuerungsrelevant sind. In beiden Szenarien zeigt sich, dass Engagements von insgesamt 30 Mio. nur sehr geringen Einfluss auf die benötigte Risikodeckungsmasse haben. In riskanteren Szenarien, die auch als Stressszenarien bezeichnet werden, war die zusätzliche Inanspruchnahme höher, teilweise reichte das aktuelle Risikodeckungspotenzial nicht mehr aus. Hier muss revidiert werden, dass diese Szenarien von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sehr unwahrscheinlich sind. Der letzte große Punkt, der betrachtet wurde, ist die zusätzlich benötigte Sachund Personalkapazität. Bezüglich der Sachkapazität ist mit keinen weiteren Kosten zu rechnen, da sich High-Yield-Unternehmensanleihen technisch nur gering von Investment-Grade-Anleihen unterscheiden. Sie können damit ohne Einschränkung in den Systemen der Sparkasse abgebildet werden. Andere Ergebnisse lieferte die Betrachtung der Personalkapazität. Angesichts der höheren Ausfallrisiken wurde vorgeschlagen, in den Bereichen Researchprozess und regelmäßige Bonitätsüberprüfung höhere Anforderungen als bisher zu stellen. Dies steigert den Arbeitsaufwand der Mitarbeiter insgesamt um 0,1 Vollbeschäftigteneinheiten bei zehn Geschäften zu je 3 Mio.. Diese verhältnismäßig geringe Mehrbelastung rechtfertigt allein keine neue Stellenschaffung. Die kalkulatorischen Kosten werden auf pro Jahr beziffert. Angesichts des erwarteten Mehrertrages im Vergleich zu BBB-Anleihen und unter Berücksichtigung der höheren Ausfallrisiken sowie der kalkulatorischen Personalkosten ergibt sich ein Überschuss von pro Jahr bei der Investition von 30 Mio. in Unternehmensanleihen mit dem Rating BB. Angenommen wurde dabei eine durchschnittlich erzielbare Spreaddifferenz von 150 Basispunkten. Das heißt, bezüglich des Nettoergebnisses sind solche Engagements zu rechtfertigen. Nicht zuletzt durch die Erreichung eines höheren Diversifikationsgrades des Depot A sind sie zu empfehlen. Auf Basis des Portefeuilles und der Anlagestrategie der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien werden High-Yield-Unternehmensanleihen als Anlagealternative identifiziert und deren Charakteristika, insbesondere das Marktumfeld, dargestellt und kritisch gewürdigt. Mit der Untersuchung empirischer Risikoprämien und Zahlungsausfälle gelingt es dem Autor, 6 vgl. Reuters; Moody s Investors Service (2013): Annual Default Study: Corporate Default and Recovery Rates, New York: Moody s Investors Service, Autoren Statement Praxispartner Verfasser Michael Drong, B.Sc. Absolvent des Studienganges Finanzwirtschaft Bank Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Co-Autoren Betreuer Praxispartner: Dipl.-Kfm. Carsten Schmidt Abteilungsleiter Controlling Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Betreuer Studienakademie: Dipl.-Soziologe Joachim Hanke Nebenberuflicher Dozent Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: die Vorteilhaftigkeit einer Investition quantitativ nachzuweisen. Vervollständigt werden die Befunde durch die Einbeziehung interner Kosten und Ausführungen zur Risikotragfähigkeit. Carsten Schmidt, Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Bereich Unternehmenssteuerung > 02/13 Treffpunkt BA 15

16 Informationstechnik Entwicklung und Evaluierung einer Methode zur automatischen Messung von Körpermerkmalen bei Rindern durch den Einsatz von Computer Vision Abstrakt Diese Arbeit behandelt den interdisziplinären Entwurf und die versuchsweise Umsetzung eines kostengünstigen und robusten Systems zur Messung von Körpermerkmalen bei Rindern. Hierfür wurden Algorithmen und Methoden der Stereo- und Computer- Vision eingesetzt. Es wurde gezeigt, dass der Entwurf und die verwendeten APIs (OpenCV, AAM-API) einen hohen Grad an Parallelisierung sowie Möglichkeiten zur Reduzierung der Rechenzeit bieten. Somit kann die Onlinefähigkeit einer zukünftigen Implementierung erreicht werden. Im Rahmen dieser Arbeit ist dank der Holztechnik der BA Dresden ein prototypisches Stereokamera-Messgerät entstanden, das bereits erfolgreich in den Tierproduktionsprozess integriert werden konnte. Bei der versuchsweisen Erprobung der Kamerakalibrierung wurde ein durchschnittlicher Fehler von unter 0,5 erreicht. Die Anwendung des Active Appearance Model zur Messstellenfindung erwies sich allerdings als sehr schwierig und fehleranfällig. Identifiziert wurde eine Vielzahl an Stör- und Fehlerquellen. Vor allem die systematischen Fehler der Kamera konnten erfolgreich durch die Kamerakalibrierung gemindert, andere Fehler müssen in einer zukünftigen Arbeit genauer betrachtet und analysiert werden. Für die Implementierungen, die in der Zukunft entstehen, wurden Evaluierungsvorschläge erbracht. Mit dieser Arbeit konnte durch die Erkundung von Grundlagen ein erster Impuls in Richtung eines robusten Messsystems gesetzt werden. Motivation und Zielstellung Körpermerkmale von Rindern haben vor allem bei der wissenschaftlichen Betrachtung von Zusammenhängen in der Tierproduktion eine große Bedeutung. Beantwortung von Fragen zur Dynamik der körperlichen Entwicklung bei unterschiedlicher Fütterung und Haltung der Tiere durch die Betrachtung von Merkmalen sind dann möglich. Die Definition von Grenzwerten zur Gesundheits- und Stoffwechselkontrolle werden ermöglicht. Die Merkmale könnten in Beziehung zu Nutzungs- und Lebensdauer bzw. Nutzungseffektivität gesetzt werden. Nicht nur im wissenschaftlichen Bereich, sondern auch im Bereich der Tiergesundheit nimmt das Messen von Körpermerkmalen einen wichtigen Platz ein. Wird z.b. eine Rückenkrümmung festgestellt, so kann das ein Hinweis auf eine Erkrankung im Fundament der Kuh sein. Die Erfassung solcher Daten erfolgt meist manuell durch das Anlegen eines Maßbandes bzw. eines Messstabes. Das ist zeitaufwendig, kostenaufwendig und bedeutet Stress für das Tier. Hinzu kommt, dass die Messungen meist ungenau sind. Daher besteht der Wunsch nach einem System, das diese Daten zuverlässig und automatisch erfasst. Ziel dieser Arbeit war es daher, Grundlagen für einen Systementwurf zu schaffen, welcher folgende Eigenschaften aufweist: robust vollautomatisch zuverlässig kostengünstig einfach onlinefähig berührungslos Dabei soll erreicht werden, dass die Messung stressfrei für das Tier ist und der normale Produktionsablauf nicht gestört wird. Für das berührungslose Messen soll die Stereoskopie unter Verwendung kostengünstiger Webcams eingesetzt werden. Um die oben genannten Forderungen, vor allem die nach Robustheit, zu erreichen, ist es notwendig eine genaue Betrachtung der Fehler- und Störquellen bzw. Einflussfaktoren durchzuführen. Die visuelle Erfassung stellt einige Anforderungen an die Messstellen. Sie sind daher genauer definieren. Anforderungen an die Messstellen Durch den Einsatz eines visuellen Verfahrens mit den oben genannten Eigenschaften ergeben sich folgende Anforderungen an die Messstellen, um einen stabilen Messwert zu erreichen: eindeutig messbar (Längen/Winkel) eindeutig visuell erkennbar (nicht durch Tasten) nicht durch Hindernisse, wie andere Körperteile oder Stallbauten verdeckt muss unter verschiedenen Lichtbedingungen gut erkennbar sein Schmutz darf die Erkennung nicht negativ beeinflussen Bewegung darf das Messergebnis nicht verfälschen muss von oben und von hinten erkennbar sein. u.v.m. Von vornherein lassen sich nicht alle Anforderungen erfüllen. Vor allem Lichtbedingung, Schmutz und Bewegung lassen sich durch die Wahl der Messstelle nicht vermeiden. Aus den 19 Typmerkmalen, die der Deutsche Holstein Verband e.v. (DHV) beschreibt[1], kommen die drei Merkmale Kreuzbeinhöhe, Beckenbreite und Beckenneigung den Anforderungen am nächsten. Diese Merkmale werden durch die Messstellen Hüftbeinhöcker und Sitzbeinhöcker definiert. Stör- und Fehlerquellen identifizieren und analysieren Auf dem Weg von der Messgröße bis hin zum Messwert wirken viele Stör- und Fehlerquellen. Diese lassen sich in vier Bereiche einteilen: Tier Umwelt Kamerasystem Rechnersystem Im Rahmen dieser Arbeit konnten nicht alle Störgrößen eliminiert bzw. gemindert werden. Allerdings hat sich gezeigt, dass der Umweltfaktor Beleuchtung/Licht als maßgebende Störgröße zu identifizieren ist. Dieser kann nur mit großem Aufwand beherrscht werden. Als Beispiel aus dem Bereich Tier sei hier die Bewegung genannt, welche durch eine Mehrfachmessung über einen längeren Zeitraum gemindert werden kann. Bei dem Kamerasystem sind vor allem die tangentiale und radiale Verzerrung ein Problem. Diese können allerdings durch eine Stereokamerakalibrierung behoben werden. Nicht betrachtet wurden systematische Fehler des Rechensystems, die aus algorithmischen Schwächen herrühren. Der Messprozess Abbildung 1 zeigt das Messsystem, welches auf Basis der Anforderung und der Analyse von Fehler- und Störquellen entworfen wurde. Die Webcams, die sich in einem definierten Abstand T zueinander befinden, liefern einen stereoskopischen Videostream vom Beckenbereich der Kuh, wie es in Abbildung 2 zu sehen ist. Diesen Stream zu verarbeiten würde eine enorme Rechenkapazität erfordern. Daher wählt der Filter ein geeignetes Stereopaar aus, welches in den weiteren Prozess geschickt wird. Dabei kann der Filter von einem Sensor ein Signal erhalten, was angibt, dass sich das Tier in der richtigen Position befindet. Im weiteren Verlauf werden Teilprozesse der Stereovision abgearbeitet. Im Remap werden dabei alle Kamerafehler beseitigt. Das 16 > 02/13 Treffpunkt BA

17 RFID Reader Abbildung 1 Abbildung 2 left camera right camera Tier-ID left frames right frames Filter (geeignetes Bildpaar wählen) Schachbrettbilder Links Schachbrettbilder Rechts Trainigsbilder left frame right frame Stereokamerakalibrierung Modelltraining Finden der Messstellen wird durch ein modellbasiertes Verfahren realisiert. Der Messprozess ist als Pipeline konstruiert, wodurch eine Parallelisierung erreicht werden kann. Das Finden der Messstellen mit Hilfe des Active Appearance Models Das Finden der Messstellen hat sich unter Anwendung der Stereovision als große Herausforderung erwiesen. Das Active Appearance Model (AAM) nach einer Implemetierung von Stegmann [2] ist eine modell- und texturbasierte Möglickeit, um Objekte in Bildern zu finden. Er zeigt in seinen Arbeiten [2] und [3] eindrucksvoll, dass sich das AAM für verschiedene Zwecke, wie z.b. Gesichtserkennung oder das Finden von Knochen in Röntgenbildern, einsetzen lässt. Die Handhabung des Active Appearance Models umfasst zwei Prozesse. Erstens das Training, also die Modellerstellung und zweitens die Modellanwendung (siehe Abbildung 2). Im Trainingsprozess wird ein Satz von Bildern mit manuell gesetzten Punkten (Landmarken) zu einem Durchschnittsshape mit Hilfe der Hauptkomponentenanalyse reduziert. 19 Landmarken beschreiben dabei die markanten Bereiche um die Hüftbein- und Sitzbeinhöcker. Hierbei sind die Positionen der Punkte Literaturverzeichnis 1. Deutscher Holstein Verband e.v.: Tierbeurteilungsbogen Deutsche Holsteins. Bonn, Oktober Stegmann, M. B.: Active Appearance Models: Theory, Extensions and Cases. Richard Petersens Plads, Building 321, DK-2800 Kgs. Lyngby, Informatics and Mathematical Modelling, Technical University of Denmark, DTU URL dk/ aam/main/ Präprozessor Präprozessor Präprozessor (Bilder (Bilder optimieren) (Bilder optimieren) optimieren) Remap Remap Remap (Bilder (Bilder rektifizieren) (Bilder rektifizieren) rektifizieren) Korrekturmaps Features Features extrahieren Features extrahieren extrahieren (Messtellen (Messtellen (Messtellen finden) finden) finden) Modell left features right features Tiefendaten/ Tiefendaten/ Messwert Tiefendaten/ Messwert berechnen Messwert berechnen berechnen Messwertstack tierspezifischer Messwert nach Bewley [4] definiert. Bei der Anwendung wird das Modell an das Bild angepasst. Stegmann [2] zeigt in seiner Arbeit, dass mit seiner Implementierung eine geringe aber akzeptable Abweichung von 3 bis 6 Pixel vom eigentlichen Punkt erreicht werden kann. In dieser Arbeit wurde allerdings eine Abweichung von durchschnittlich 90 Pixeln festgestellt. Ursache hierfür ist u.a., dass das AAM für Training und Anwendung eine konsistente und möglichst invariante Umgebung benötigt. Eine solche Umgebung ist im Stall nicht oder nur sehr aufwendig realisierbar. Daher ist das Modell mit aktuellem Kenntnisstand ungeeignet für das Finden der Messstellen. Eine Alternative muss daher noch gefunden bzw. das Schaffen einer relativen konsistenten Umgebung angestrebt werden. Schlussfolgerungen und Ansatzpunkte für weitere Untersuchungen In dieser Arbeit konnten erste Grundlagen für ein automatisches Messsystem gelegt werden. Eine Vielzahl von Stör- und Einflussgrößen wurde identifiziert und ihre Auswirkungen auf die Messgröße beschrieben. Vor allem die systematischen Kamerafehler sind fast vollständig mit der Stereokamerakalibrierung 3. M. B. Stegmann: Analysis and Segmentation of Face Images using Point Annotations and Linear Subspace Techniques. Richard Petersens Plads, Building 321, DK-2800 Kgs. Lyngby, Bewley, J.M. ; Peacock, A.M. ; Lewis, O. ; Boyce, R.E. ; Roberts, D.J. ; Coffey, M.P. ; Kenyon, S.J. ; Schutz, M.M.: Potential for Estimation of Body Condition Scores in Dairy Cattle from Digital Images. In: Journal of Dairy Science 91 (2008), Nr. 9, S behoben. Auf Basis der mathematischen Beschreibung des Messverfahrens konnte sogar ein prototypisches Messgerät gebaut werden, mit dem erste Versuchsaufnahmen angefertigt wurden. Als Hauptfehlerquelle wurde das Licht identifiziert. Vor allem sind es Über- oder Unterbelichtung, Reflexionen, Schattenwurf und Streulichter. Das alles wirkt sich negativ auf das Erkennungsverfahren aus und ist Hauptgrund für das Scheitern des AAMs. Daher muss in diese Richtung noch geforscht werden. Eine Möglichkeit ist es, für das Messverfahren eine konsistente Umgebung mit definierten Lichtquellen zu schaffen und alles andere auszuschalten. Unbedingt sollte dem Ansatz der Tiefenmessung mit Hilfe von strukturiertem Licht nachgegangen werden. Microsoft bietet hierfür mit der Kinect eine kostengünstige Hardware. Der Systementwurf und die Analyse der verwendbaren APIs haben ergeben, dass ein onlinefähiges System realisierbar ist. Mit Hilfe von Assistenzsystemen und einem hohen Grad an Automatisierung ist die Einfachheit und Integrierbarkeit in den technologischen Prozess möglich. Das hat der Test mit dem Prototypen gezeigt. Es konnten allerdings noch nicht alle Fehlerquellen und Störgrößen identifiziert werden. Dadurch können noch keine Aussagen über die Robustheit des Systems gemacht werden. Allerdings wurden Vorschläge erbracht, wie das geprüft werden kann. Mit dieser Arbeit wurde der Grundstein für weitere interdisziplinäre Arbeiten gelegt. Ist einmal ein funktionsfähiges und robustes Messsystem entstanden, ist es noch Aufgabe der Agrarwissenschaften, den Zusammenhang und die Bedeutung der Messwerte zu ermitteln. Autoren Verfasser Mario Vogler, B. Eng. Absolvent des Studienganges Informationstechnik Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Data Service Paretz GmbH Co-Autoren Betreuer Praxispartner: Dipl.Ing. Peter Paschold Softwareentwickler Betreuer Studienakademie: Dipl.-Softwaretechnologe, Dipl.-Ing (BA) Thomas Nindel Leiter des Rechenzentrums Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: > 02/13 Treffpunkt BA 17

18 Informationstechnik Konzeption einer optimierten Netzwerklandschaft auf Grundlage von Leitungs- und Durchsatzmessungen bei Implementierung einer neuen Generation der Client- / Serverarchitektur in der Dresden Papier GmbH Mehr Leistung, höherer Datendurchsatz, schnellere Übertragungsraten, zuverlässigere Verbindungen, geringe Dämpfungen, geringe Ausfallraten - dies alles sind Anforderungen an ein modernes Netzwerk im 21. Jahrhundert, mit denen sich sämtliche Bereiche der Gesellschaft, so auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen konfrontiert sehen. Fiber-to-the-Desk Start Analyse Stand der Technik State-of-the-Art Der Praxisbetrieb, die Dresden Papier GmbH, ist ein traditionsreiches, mittelständisches Unternehmen mit Sitz in Heidenau, Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge. Die Dresden Papier GmbH ist Weltmarktführer im Bereich der Tapetenvliesherstellung mit weltweiten Handelsbeziehungen. Das Unternehmen beschäftigt derzeit ca. 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Jahresumsatz betrug 2012 ca. 110 Mio.. Bis zum 30. April 2013 war die Dresden Papier GmbH eine Konzerntochter der Unternehmensgruppe Fortress Paper Ltd. mit Sitz in Vancouver, Kanada. 10GBBh/GEEth Strukturierte Verkabelung SAN Drahtlose Links (WLAN) Entwicklung Optimierungsvorschläge Physische Projektierung NEIN Kontrolle der Anforderungen erfolgreich? JA Zum 1. Mai 2013 wurde die Dresden Papier GmbH in die Glatfelter Company mit Sitz in York, Pennsylvania, USA als ein Tochterunternehmen integriert. Die Bachelorarbeit untersuchte, inwieweit das bei der Dresden Papier GmbH vorhandene Netzwerk diesen hohen Anforderungen gewachsen ist. Das praxisorientierte Thema der Bachelorarbeit harmonierte dabei optimal mit den vermittelten Studieninhalten, indem es bspw. Aspekte aus den Themengebieten New Generation Networks, Datensicherheit und Datenschutz, Softwareentwurfsmethoden sowie Informationsmanagement umfasste [1]. Mobile MA/ Gäste weitere IPv4- Aufrechterhaltung Virtualisierung Logische Projektierung NEIN Kontrolle der Anforderungen erfolgreich? JA Aufbauend auf den theoretischen Grundlagen und gestützt von Analysen und Testverfahren wurden Handlungsempfehlungen zur physischen und logischen Projektierung der Netzwerkstruktur im Sinne der oben genannten Zielstellung abgeleitet. Zudem wurde validiert, ob eine Implementierung einer neuen Generation der Windowsserver und Windowsclientbetriebssysteme problemlos möglich ist. Im Ergebnis wurden konzeptionelle Optimierungsvorschläge für die künftig zu etablierende Netzwerklandschaft unterbreitet und ein Optimierungsworkflow entwickelt, der auch in anderen klein- und mittelständischen Unternehmen Anwendung finden kann. Dieser Workflow beschreibt den Weg zu einer optimalen Netzwerkinfrastruktur. Er deckt dabei die Aspekte der physischen und logischen Projektierung, die Validierung und die Kostenbetrachtung ab. Der Workflow ist somit universell einsetzbar für die Optimierung eines bestehenden, aber grundsätzlich auch für die Konzeption eines neuen Netzwerkes [2]. Serverarchitektur Server- Betriebssysteme Kostenanalyse der einzelnen Optimierungspositionen Client- Betriebssysteme Diensteplanung Clouds weitere Testszenarien/ Validierung NEIN NEIN NEIN Erfolgreich? JA Genehmigung durch Geschäftsleitung Schwerpunkte der physischen Projektierung waren insbesondere die Betrachtung der verschiedenen LAN-Technologien, die verschiedenen Verkabelungsarten, die Überprüfung der Auslastung der Switche sowie der Einsatz von Storage Area Networks. Optimierter Stand der Netzwerkinfrastruktur Abbildung 1: Entwickelter Optimierungsworkflow für eine praxisorientierte Client-Server-Netzwerk-Architektur JA 18 > 02/13 Treffpunkt BA

19 Im Ergebnis der physischen Projektierung wurden zahlreiche Optimierungsvorschläge zur Modifikation der vorhandenen Architektur entwickelt, die zu einer erheblichen Leistungssteigerung und Verbesserung der Ausfallsicherheit und der Netzqualität führen werden. Im Rahmen der logischen Projektierung, deren Schwerpunkte in der Virtualisierung [3] mittels Hyper-V, der Implementierung eines neuen Serverbetriebssystems inklusive einer AD-Migration, der Modifizierung der Clients und der Diensteplanung bestanden, und die durch die Durchführung von Testszenarien validiert wurden, konnte unter anderem ein Leitfaden für die AD-Migration entwickelt werden, der ebenfalls anderen mittelständischen Unternehmen als Hilfe bei der Migration einer AD dienen kann. Dieser Leitfaden enthält die wichtigsten Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der Abklärung der aktuellen AD-Umgebung (State-of-the-Art) auftreten und die im Hinblick auf eine erfolgreiche Migration zu beachten und zu beantworten sind. Dabei geht die Arbeit unter anderem auf die Vorteile der AD-Migration, beispielsweise eine bessere Nutzung der optimierten GPOs, eine Steigerung der Leistungsfähigkeit der Netzwerkinfrastruktur und eine Erhöhung der Sicherheit durch aktualisierte Sicherheitsrichtlinien ein. Daneben wurde im Rahmen der Bachelorarbeit die Datensicherheit und der Datenschutz näher betrachtet und evaluiert und schlussendlich die Umsetzbarkeit der Optimierungsempfehlungen einer Kostenbetrachtung unterzogen. Die Bachelorarbeit wird einen Beitrag leisten, die Dresden Papier GmbH und die Glatfelter Company bei der Erschließung neuer Technologien, Produkten, Kunden und Märkte durch eine zukunftsgerichtete Ausgestaltung der dafür notwendigen IT-Infrastruktur zu unterstützen. Besonders erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass sich ein erster Nutzen der Bachelorarbeit bereits gezeigt hat, da die Dresden Papier GmbH in den vergangenen Wochen damit begonnen hat, eine Reihe von Optimierungsansätzen umzusetzen. Dies verdeutlicht, dass der Technologie- und Wissenstransfer zwischen Studium und Praxis im Rahmen der Bachelorarbeit gelungen ist und zeigt, dass das Konzept des Studiums an der Berufsakademie insbesondere auch für den Praxisbetrieb einen hohen Nutzen birgt. Es konnte bei der Erstellung der Bachelorarbeit nicht nur auf erlerntes, theoretisches Breitenwissen auf vielen Feldern der Informationstechnik zurückgegriffen werden, sondern auch auf hoch spezialisiertes Wissen, welches ohne weitere Aufbereitung im Unternehmen angewandt werden kann, was durch die stetigen Praxiserfahrungen im Betrieb befördert wurde. Durch diese optimale Mischung aus theoretischem Wissen und dessen unmittelbarer Anwendbarkeit in der Praxisphase bietet das Studium an der Berufsakademie neben den Vorteilen für das Unternehmen eine sehr gute Grundlage für den späteren Berufsstart des Absolventen. Abbildung 2: Leitfaden für eine erfolgreiche AD-Migration Autoren Verfasser Alexander Schwab, B. Eng. Absolvent des Studienganges Informationstechnik Matrikel 2010 (Abschlussjahrgang 2013) Praxispartner: Glatfelter Dresden GmbH Co-Autoren Betreuer Praxispartner: Diplom-Betriebswirt Ralf Löffler IT-Manager Glatfelter Dresden GmbH Betreuer Studienakademie: Prof. (Min. BWJS Ukraine) Dr. habil. Andriy Luntovskyy Dozent Kontakt zum Studiengang Tel.: Fax: Literaturverzeichnis 1. TANENBAUM, Andrew S., WETHERALL, David J. (2012): Computernetzwerke. München: Pearson, LUNTOVSKYY, Andriy et al. (2011): Planung und Optimierung von Rechnernetzen - Methoden, Modelle, Tools für Entwurf, Diagnose und Management im Lebenszyklus von drahtgebundenen und drahtlosen Rechnernetzen. Wiesbaden: Vieweg+Teubner Verlag/ Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH, FISCHER, Marcus (2008): Xen Das umfassende Handbuch. Von den Grundlagen bis zur Administration. Bonn: Galileo Press, > 02/13 Treffpunkt BA 19

20 Informationstechnik Möglichkeiten und Grenzen der Erkennung von Hindernissen für ein Wasserfahrzeug unter Verwendung von Computer Vision Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Finden von möglichen Hindernissen anhand der Erfassung der Szene durch eine oder zwei Kameras und dem Einsatz von Computer Vision. Unter Computer Vision versteht man computergestützte Algorithmen, die es ermöglichen, verschiedene Formen projektiver Abbildungen1 (z.b. farbige Bilder einer handelsüblichen Digitalkamera) auszuwerten und so Informationen über die reale Szene zu gewinnen. Die Algorithmen orientieren sich dabei am Prinzip des menschlichen Sehens und der damit einhergehenden kognitiven Verarbeitung der von den Augen stammenden "Bilddaten" durch das Gehirn. Im Rahmen der Arbeit wurden zwei verschiedene Ansätze untersucht. Der erste Ansatz beschäftigte sich mit der Erfassung der Szene mithilfe einer einzelnen Kamera. Möchte man Objekte (bzw. Hindernisse) erkennen, erlaubt dieser Ansatz nur einige unvollständige Aussagen über die vorliegende Szene. So kann beispielsweise versucht werden, einen Fluchtpunkt anhand paralleler Linien zu finden, Gegenstände anhand von Farben oder Formen auszumachen oder den (zweidimensionalen) Ort einiger abgebildeter Objekte, jedoch ohne eine Tiefeninformation, zu bestimmen. Denn durch die Abbildung einer realen (dreidimensionalen) Szene anhand eines Kamerasystems (vgl. Digitalkamera) gehen diese Informationen durch die Projektion verloren, so dass aus den ursprünglichen dreidimensionalen Koordinaten zweidimensionale werden. Nutzt man jedoch den Ansatz mit zwei Kameras, die ähnlich den menschlichen Augen einen definierten Abstand besitzen und auf einen gemeinsamen Punkt gerichtet sind, können durch die Parallaxe auch Informationen über die Entfernungen zurückgewonnen werden. Die Parallaxe beschreibt die scheinbare Veränderung des Ortes von Objekten bei Veränderung der Perspektive. Im Fall einer Stereokamera (vgl. Augenpaar) ist der Effekt leicht zu beobachten. Durch den seitlichen Versatz der beiden Linsensysteme verändert sich die scheinbare Position naher Objekte stärker als die entfernter Objekte. Dieser Versatz wird auch (Quer-) Disparität genannt und ist umgekehrt proportional zur Entfernung. Die relative Entfernung eines Objektes kann so zum Beispiel gleich einem Disparitätswert von 100 Pixeln sein. Möchte man nun die relative Entfernung in metrische Größen konvertieren, benötigt man Kenntnis über die kamerainternen (z.b. Chipgröße und Objektivbrennweite) und kameraexternen (z.b. relative Position beider Kameras zueinander) Parameter. Das Resultat einer entsprechenden Konvertierung sind absolute Entfernungen, denen metrische Einheiten zugeordnet werden können (z.b. 100 Pixel entsprechen 1 Meter, 50 Pixel entsprechen 2 Meter, 25 Pixel entsprechen 4 Meter, usw.). Anhand der erarbeiteten theoretischen Grundlagen wurden nun geeignete Verfahren ausgewählt und entsprechende Prototypen entwickelt, wobei einige bekannte, aber auch speziell vom Autor entwickelte Verfahren verwendet wurden. Für den Einsatz einer einzelnen Kamera (Monovision) wurde ein Verfahren entwickelt, welches die gute Differenzierbarkeit von Histogrammen nutzt, um Hindernisse anhand einzelner Bildbereiche (quadratische Pixelfläche; Blöcke) zu markieren. Dabei werden spezifische Eigenschaften von Histogrammen, wie z.b. Standardabweichung und Mittelwert, einzelner Blöcke ausgewertet und untersucht, ob sie in einem definierten Bereich liegen (vergleichbar mit Filterregeln). So können u.a. Hindernisse wie Boote oder meist auffällig gefärbte Objekte wie Bojen als Segment extrahiert werden (s. 1). Das Verfahren ist allerdings im Wesentlichen durch die unkontrollierbaren, natürlichen Umgebungsbedingungen fehleranfällig, so dass beispielsweise Reflexionen durch die unregelmäßige Wasserfläche die Zuverlässigkeit des Verfahrens einschränken können. Diese Fehleranfälligkeit muss bei der Weiterverarbeitung der ermittelten Segmente berücksichtigt werden. Für den Einsatz zweier Kameras (Stereovision) wurden mehrere Verfahren implementiert. Alle implementierten Verfahren nutzen ein gerichtetes Stereokamerapaar, um den Ort erkannter Objekte anhand der Disparität zu ermitteln (s. Versatz durch Parallaxe). Die Disparität wird bei allen implementierten Verfahren anhand der Koordinatendifferenz eindeutig beschreibbarer Merkmale in den überlagerten Stereobildern bestimmt, jedoch mit unterschiedlichen Methoden. Das Stereo Block Matching (SBM) beschreibt beispielsweise vollständige Blöcke und versucht anschließend, Übereinstimmungen im Stereobilderpaar zu finden. Blöcke, denen keine Übereinstimmung zugeordnet Abbildung 1 : Mögliches Ergebnis der Monovision (Segmentmaske, Anlehnung an Quelle: Delphin Schlauchboot mit 5 PS Tohatsu, werden kann, werden missachtet und erhalten somit keine Informationen über die relativen Entfernungen. Das Ergebnis ist eine stückweise stetige Disparity Map. Das anschließend implementierte Featurebased Stereo Matching (FSM) funktioniert auf einem sehr ähnlichen Prinzip. Statt den Blöcken werden einzelne Keypoints (Pixel) gesucht, deren Umgebung gut beschreib- und differenzierbar ist. Anhand der Beschreibungen (Descriptors) werden den einzelnen Punkten Übereinstimmungen im jeweils anderen Stereobild zugeordnet. Das Ergebnis ist zunächst eine Punktwolke. Abschließend ist es mit der Anwendung eines entsprechenden Algorithmus möglich, einzelne Werte der Punktwolke zusammenzufassen und damit eine mit dem SBM vergleichbare, teils flächige Disparity Map zu erzeugen. Dies wurde erneut durch die Entwicklung eines eigenen Algorithmus realisiert. Für das SFM kamen letztendlich zwei verschiedene Descriptors zum Einsatz. Der erste basierte auf dem bekannten SURF-Verfahren (speeded-up robust features) und der zweite auf einem eigenen Descriptor, welcher weniger komplex, aber unter den gegebenen Aufnahmebedingungen eines horizontal gerichtetes Stereokamerapaar vergleichbar robust ist (s. 2). Die vorliegenden Ergebnisse wurden abschließend gegenübergestellt und eine mögliche Kombination der einzelnen Verfahren in Betracht gezogen, um die Signifikanz des Ergebnisses zu erhöhen. So kam es beispielsweise zu der Überlegung, die Segmentmaske des implementierten Verfahrens auf Basis 1 zweidimensionale Bilder von einer Kamera, Radardaten (vgl. Schifffahrt), usw. 20

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