Betriebskunde: Inhaltsverzeichnis

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2 Betriebskunde: Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Seite 2 Einführung Seite 3 Unternehmungsmodell Seite 4 Markt-/Produktziele und Produktionsmittel Seite 5 Organisation Seite 6 7 Absatzverfahren Seite 8 9 Unternehmungsfinanzierung Seite Wertpapiere Seite Bankkredite Seite Versicherungen Seite BR: Zusammenfassungen Seite 2 von 27

3 1. Verschiedene Tätigkeitsbereiche Lernender.ch Das Infoportal für Lernende Betriebskunde: Kapitel Einführung 1. Wirtschaftssektor 2. Wirtschaftssektor 3. Wirtschaftssektor Rohstoffgewinnung Fabrikation Dienstleistungen z.b. Bauernhof z.b. Strassenbau z.b. Bank, Versicherung Betriebe: 21% Betriebe: 18% Betriebe: 61% Beschäftigte: 6% Beschäftigte: 32% Beschäftigte: 62% 2. Verschiedene Eigentumsverhältnisse Private Unternehmungen: Die meisten Unternehmungen sind Privatunternehmungen Beispiele: Mövenpick, Migros Staatliche Unternehmungen: Auch öffentliches Interesse genannt Durch die Absicherung des Staates weniger Konkursrisiko Beispiele: SBB, SF DRS Gemischtwirtschaftliche Unternehmungen: Wird vom Staat und von Privatpersonen geführt Beispiele: Swissair, Schweizerische Nationalbank 3. Verschiedene Rechtsformen Was spricht für welche Rechtsform? Einzelunternehmung Steuern Nachfolgeregelung Gründungskosten Gewinnverteilung Aktiengesellschaft Risikoverteilung Anonymität Kapitalbeschaffung 4. Verschiedene Betriebsgrössen Kleinbetriebe Mittelbetriebe Grossbetriebe 1-9 Beschäftigte Beschäftigte über 200 Beschäftigte BR: Zusammenfassungen Seite 3 von 27

4 Betriebskunde: Das Unternehmungsmodell (Kapitel 1) 1. Ein Modell auch für Sie! Leistung Finanzen Soziales Ziele Abschlussnote: 5 Lohn: Fr Handballclub: Aufstieg Mittel Zeit für Aufgaben Arbeitsverdienst Zeit für Training Verfahren Arbeitstechniken Budgetplan mehr üben 2. Die Bestandteile des Unternehmungsmodells Nehmen wir an, wir besitzen eine Fabrik. Dabei haben verschiedene Leute Ansprüche an uns. Dazu gehören: Lieferanten, Kapitalgeber, Konkurrenz, Staat, Institutionen, Kunden sowie Mitarbeiter Dabei können auch Zielkonflikte auftreten. Hier einige Beispiele: Mitarbeiter Lohn Staat Wachstum Kapitalgeber Gewinn Institutionen Keine zusätzliche Umweltbelastung Was ist der Unterschied zwischen einer Unternehmungsstrategie und einem Leitbild? Unternehmungsstrategie Vertraulich Nur für oberste Führungskräfte Konkrete, langfristige Ziele Leitbild öffentlich allgemein formuliert Die Umweltsphären Technologische Umweltsphäre Herstellungsverfahren Ökonomische Umweltsphäre Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen Soziale Umweltsphäre Zusammenleben der Menschen Ökologische Umweltsphäre Zusammenhänge Natur/Mensch/Unternehmung Rechtliche Umweltsphäre Rechtsvorschriften BR: Zusammenfassungen Seite 4 von 27

5 Betriebskunde: Markt-/Produktziele und Produktionsmittel einer Unternehmung (Kapitel 2) 1. Drei Fragen zu den Marktzielen Bedürfnisse: Was wollen die Leute? Marktsegment: Wem wollen wir es anbieten? (z.b. jungen Leuten) Marktanteil: Wie viel Anteil am Markt wollen wir? z.b. Total Herstellung Ski: 10'000 Herstellung Rossignol Anteil am Markt: 10% 2. Drei Fragen zu den Produktzielen Art von Produkten: Sortiment: Was kann man im Bereich Hobby anbieten? Wie soll das Sortiment aussehen: Verschiedene Produktgruppen Artikel innerhalb der Gruppe Schmal = wenige flach = wenige Breit = viele tief = viele Produktionsmengen: Wie viele Angestellte müssen wir zusätzlich einstellen? 3. Immer neue Markt- und Produktziele sind gefragt Phase 1 Phase 2 Phase 3 Phase 4 Phase 5 Einführungsphase Wachstumsphase Reifephase Sättigungsphase Ausstieg 4. Wechselwirkungen zwischen Zielen und Mitteln Beispiel 1: Chemie-Konzern: Chemie-Konzerne geben viel Geld für Forschung aus. Ihnen sind die Markt- und Produktziele am wichtigsten. Um diese zu erreichen, müssen auch Arbeitsplätze abgebaut werden. Auf die Finanzen legen keinen grossen Wert. Beispiel 2: Gründung eines Kleinunternehmens Bei einer Gründung eines Unternehmens muss viel Geld ausgegeben werden. Dadurch schaut diese Unternehmung vorerst nur aufs Geld. Beispiel 3: Fortgeschrittenes Unternehmen Diese Unternehmung setzt sich sehr ein, dass keine Arbeitsplätze verloren gehen. BR: Zusammenfassungen Seite 5 von 27

6 Betriebskunde: Organisation einer Unternehmung (Kap. 3) Jede Unternehmung ist ein künstliches Gebilde, das von Menschen bewusst oder z.t. auch unbewusst geschaffen worden ist. 1. Die Unternehmung ist eine Organisation. 2. Die Unternehmung hat eine Organisation. 3. Die Unternehmung wird organisiert. Eine Stelle ist die kleinste organisatorische Einheit. Sie setzt sich aus verschiedenen Teilaufgaben zusammen (telefonieren, schreiben, etc.) Werden mehrere Stellen, welche gemeinsame oder direkt zusammenhängende Aufgaben erfüllen, zu einer Stellengruppe zusammengefasst und einer Instanz (Leitungsstelle) unterstellt, so spricht man von einer Abteilung. Je nach Grösse der Abteilung kann diese in Unterabteilungen aufgeteilt werden. Aufbauorganisation Abteilung Unterabteilung Gesamtunternehmung 1. DIE AUFBAU- UND ABLAUFORGANISATION Während die Aufbauorganisation sich mit der Strukturierung der Unternehmung in organisatorische Einheiten (Stellen, Abteilungen) beschäftigt, steht bei der Ablauforganisation die Festlegung der Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung von Raum, Zeit, Sachmitteln und Personen im Mittelpunkt. 2. DAS ORGANIGRAMM a) Gliederung nach Funktionen Gliederung nach Funktionen Unternehmungsleitung Produktion Marketin Rechnungswesen Materialwirtschaft Personal BR: Zusammenfassungen Seite 6 von 27

7 b) Gliederung nach Produkten Gliederung nach Produkten Unternehmungsleitung Motorräder Personenwagen Lastwagen Schiffe Mofas c) Gliederung nach Religionen Gliederung nach Regionen Unternehmungsleitung Schweiz Europa USA Asien Übrige d) Matrixorganisation Flugzeuge Mofas Schiffe Personenwagen Forschung Beschaffung 1 Produktion Marketing 2 1 = Beschaffung von Mofas 2 = Marketingabteilung von Personenwagen Die Matrixorganisation ist eine Mehrlinienorganisation. Die Stellenbildung auf der gleichen hierarchischen Stufe erfolgt gleichzeitig nach zwei oder mehreren Kriterien, also z.b. nach Produkten, Funktionen, Religionen. Der Produktmanager bestimmt das was? und das wann?, der Funktionsmanager das wie?. BR: Zusammenfassungen Seite 7 von 27

8 Betriebskunde: Absatzverfahren einer Unternehmung (Kap. 4) Kapitel 4: Absatzverfahren einer Unternehmung 1. ÜBERBLICK Mit Absatz bezeichnen wir alles was mit dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen zusammenhängt. Diese gliedern wir in 4 Gruppen: 1. Produktgestaltung (Product) Produkteigenschaften Gestaltung des Markennamens Design Verpackung 2. Vertrieb (Place) Absatzwege Lagerbestandspolitik Transport 3. Preis (Price) Festsetzung des Verkaufspreises Rabatte Zahlungsbedingungen 4. Werbung (Promotion) Information Gestaltung der Werbung Vermittlung der Werbung Diese vier Gruppen werden auch als die 4-P s bezeichnet. Sie sind die Grundlage des Absatzverfahrens einer Unternehmung. Für die Einsetzung dieser Gruppen ist eine optimale Mischung herauszufinden. Dies bezeichnen wir als Marketing-Mix. 2. ENTSCHEIDUNGEN ZUR PRODUKTGESTALTUNG Hier werden die genauen Entscheidungen zur Produktgestaltung getroffen. Hier einige Beispiele: Produkteigenschaften: Zustandsform (fest, flüssig), Farbstoffe, Wirkstoffe, etc. Markenname: Markierung (Markenartikel, No Name), Name, Symbol Design: Form (rund, eckig), Farbe, Schriftart Verpackung: Grösse, Material, Entsorgung 3. ENTSCHEIDUNGEN ZUM VERTRIEB Es gibt zwei Arten von Absatzwegen: Direkter Absatzweg: Produzent ê Konsument Indirekter Absatzweg: Produzent ê evtl. Grosshandel ê Detailhandel ê Konsument Vorteile Direkter Absatzweg Vorteile Indirekter Absatzweg - tiefere Verkaufspreise - muss sich weniger um Ware kümmern - kein Kontakt mit Vermittler - weniger Arbeit - Kontakt mit Verbrauchern - nur bestimmte Anzahl Kunden - kein Kapital zum Aufbau BR: Zusammenfassungen Seite 8 von 27

9 4. ENTSCHEIDUNGEN ZUM PREIS Lernender.ch Das Infoportal für Lernende Massgebend für die Festsetzung des Verkaufspreises ist das Preis-/Leistungsverhältnis. Möglichkeiten von Preisermässigungen: Rabatte (Wiederverkaufsrabatt, Mengenrabatt, Einführungsrabatt) Aktionen Spezialpreise Bei den Zahlungsbedingungen ist eine Frist von 30 Tagen netto üblich. Einige Unternehmungen gewähren einen Skonto bei Bezahlung innert 10 Tagen. 5. ENTSCHEIDUNGEN ZUR WERBUNG Die Werbungsmassnahmen werden im AIDA-Wirkungsmodell beschrieben: A ttention = Aufmerksamkeit erreichen I nterest = Interesse wecken D esire = Wunsch zum Kauf beim Kunden auslösen A ction = Kaufhandlung beim Kunden bewirken Preispsychologische Massnahmen: Abrunden: Fr statt Fr Multipack: Doppelpack zu Fr verkaufen sich besser als 1er-Packung für Fr Lockpreise: günstige Produkte erwecken Eindruck, das alle Produkte günstig sind Zur Verbreitung der Werbebotschaft stehen verschiedene Varianten offen. Zum Beispiel Fernsehen, Radio, Inserate, Plakate, Briefe, Vertreter, Schaufenster, etc. BR: Zusammenfassungen Seite 9 von 27

10 Betriebskunde: Unternehmungsfinanzierung (Kapitel 5) Kapitel 5: Unternehmungsfinanzierung 1. DEFINITION Mit Kennzahlen kann am Ende einer Rechnungsperiode die Erfolgsrechnung und die Bilanz analysiert werden um so einen besseren Überblick über die Finanzlage einer Unternehmung zu erlangen. Dabei unterscheidet man interne und externe Analysen. Externe sind für die Presse, Gläubiger, Konkurrenten oder Steuerbehörden bestimmt, interne lediglich für die Geschäftsleitung. Zuerst müssen sämtliche stillen Reserven aufgelöst werden. Die interne Bilanz bildet die Grundlage der Berechnung. Im Anschluss sind die Wertberichtigungskonten (Delkredere, Wertberichtigung Maschinen, etc.) den Hauptkonten zuzuschreiben. Die Bilanz ist klar zu gliedern um die Analyse zu ermöglichen. Die Aktiven sind nach Umlauf- und Anlagevermögen zu gliedern Das Fremdkapitel wird unterschieden zwischen kurzfristigem- und langfristigem Fremdkapital 2. ANALYSE Beispiel einer Bilanz und Erfolgsrechnung: Aktiven Bilanz Passiven Umlaufvermögen Fremdkapital Liquide Mittel 150 Kurzfristiges FK Forderungen 800 Kreditoren 1200 Vorräte Bank Langfristiges FK Darlehen 300 Hypotheken Anlagevermögen Eigenkapital Maschinen 1800 Aktienkapital 800 Mobilien Reserven / Gewinnv BR: Zusammenfassungen Seite 10 von 27

11 Aufwand Erfolgsrechnung Ertrag Betriebsaufwand 2500 Verkaufsertrag 3100 Personalaufwand 300 Fremdkapitalzinsen 50 Abschreibungen 150 Übriger Betriebsaufwand 50 Reingewinn FINANZIERUNGSKENNZAHLEN ( FREMDKAPITAL / EIGENKAPITAL) KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Fremdfinanzierungsgrad Fremdkapital * % % Gesamtkapital Eigenfinanzierungsgrad Eigenkapital * % % Gesamtkapital Selbstfinanzierungsgrad Zuwachskapital * 100 Eigenkapital 20 % je älter, desto höher Fremdfinanzierungsgrad und Eigenfinanzierungsgrad ergeben zusammen immer 100 %. Unter Zuwachskapital versteht man die Reserven und Gewinnvortrag. Das Verhältnis Fremdkapital Eigenkapital ist nicht optimal verteilt. Die Fremdkapitalrate müsste gesenkt werden, während die Eigenkapitalrate zu niedrig ist. Diese Kennzahlen dienen zur Überprüfung einer gesunden Finanzierung INVESTITIONSKENNZAHLEN (UMLAUFVERMÖGEN / ANLAGEVERMÖGEN) KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Intensität des Umlaufvermögens Umlaufvermögen * 100 Gesamtvermögen 43 % Branchenabhängig Intensität des Anlagevermögens Anlagevermögen * 100 Gesamtvermögen 57 % Branchenabhängig Die Verteilung ist von Branche zu Branche verschieden. Restaurants, Hotels beispielsweise haben eine grössere Anlageintensität. Zusammengerechnet müssen beide Kennzahlen 100 % ergeben LIQUIDITÄTSKENNZAHLEN (UMLAUFVERMÖGEN / FREMDKAPITAL) KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Liquiditätsgrad 1 Liquide Mittel * % % (Cash ratio) Kurzfristiges FK Liquiditätsgrad 2 (Liq. Mittel+Forderungen) * % ca. 100 % (Quick ratio) Kurzfristiges FK Liquiditätsgrad 3 (Current ratio) Umlaufvermögen * 100 Kurzfristiges FK 77 % % Die Unternehmung befindet sich in schweren Liquiditätsschwierigkeiten. Alle Kennzahlen liegen deutlich unter den Richtwerten. Da der Fremdkapitalanteil (s. 2.1.) bereits zu hoch ist, sind die Zukunftsaussichten dieser Unternehmung sehr schlecht. BR: Zusammenfassungen Seite 11 von 27

12 2.4. DECKUNGSKENNZAHLEN (ANLAGEVERMÖGEN / EIGENKAPITAL) KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Anlagedeckungsgrad 1 Eigenkapital * % % Anlagevermögen Anlagedeckungsgrad 2 (Eigenkapital+langfr. FK) * 100 Anlagevermögen 78 % min. 100 % Auch hier sieht es für diese Unternehmung nicht gut aus. Die goldene Bilanzregel kann nicht eingehalten werden. Die goldene Bilanzregel sieht vor, dass das Anlagevermögen mit langfristigen Mitteln zu finanzieren gedeckt werden soll RENTABILITÄTSKENNZAHLEN (BILANZ / ERFOLGSRECHNUNG) KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Eigenkapitalrendite Reingewinn * 100 5,00 % min. 8 % Eigenkapital Gesamtkapitalrendite (Reingewinn+Fremdzinsen)*100 2,50 % abhängig Gesamtkapital Umsatzrentabilität Reingewinn * 100 1,61 % min. 2 % Verkaufsumsatz Cashflow-Umsatz-Rate Cashflow * 100 Verkaufsumsatz 6,45 % 3 5 % höher als Umsatzrate Unter Cashflow versteht man die Mittel, die aus der Umsatztätigkeit entstanden sind, d.h., Abschreibungen, Rückstellungen und der Reingewinn. Die Berechnung kann auf 2 Arten erfolgen: direkt: Verkaufsertrag liquiditätswirksamer Aufwand (Betriebsaufwand, Personalaufwand, Fremdkapitalzinsen und übriger Betriebsaufwand) = 200 indirekt: Reingewinn + liquiditätsunwirksamer Aufwand (Abschreibungen) = 200 Die Rentabilität ist ungenügend. Einzig die Cashflow-Umsatzrate entspricht den Richtwerten. Diese Kennzahlen dienen zur Sicherung des langfristigen Unternehmungsfortbestandes. Alle Rentabilitätskennzahlen werden auf 2 Dezimalen angegeben AKTIVITÄTS-KENNZAHLEN KENNZAHL FORMEL ERGEBNIS RICHTWERTE Debitorenumschlag Kreditverkaufsumsatz 3,9 mal - Debitorenbestand Debitorendauer Debitorenbestand * ,9 Tage 30 Tage Kreditverkaufsumsatz Lagerumschlag Warenaufwand 3,3 mal - Lagerbestand Lagerdauer Lagerbestand * Tage - Warenaufwand Kreditorenumschlag Kreditwareneinkauf 2,1 mal - Kreditorenbestand Kreditorendauer Kreditorenbestand * ,8 Tage 30 Tage Warenaufwand Kapitalumschlag Verkaufsumsatz Gesamtkapital 0,8 mal - BR: Zusammenfassungen Seite 12 von 27

13 Mit diesen Kennzahlen lassen sich wichtige Angaben über das Umlaufvermögen herauslesen. Die durchschnittliche Kreditorendauer beträgt 172,8 Tage. Das heisst, dass die Unternehmung nicht mehr liquide genug ist, die Rechnungen pünktlich zu bezahlen. Da dies die Gläubiger nun wissen, zahlen sie die Rechnungen ebenfalls nicht fristgerecht. Die Unternehmung sollte ihr Mahnwesen verbessern. Die durchschnittliche Lagerdauer sollte weder zu hoch noch zu tief sein. Ist die Frist zu klein, kann es zu Lieferschwierigkeiten kommen. Wenn sie zu gross ist, werden die Waren schlecht bzw. gehen kaputt (je nach Branche) LEVERAGE-EFFEKT Die Verzinsung zwischen dem Fremdkapital und dem Eigenkapital ist meist verschieden. Falls die Gesamtkapitalrentabilität grösser ist als die Fremdkapitalverzinsung, wird durch die Beschaffung von zusätzlichem Fremdkapital ein höherer Gewinn auf dem Eigenkapital erzielt. Man spricht in diesem Fall vom Leverage-Effekt. Die Formel lautet: Eigenkapitalren. = Gesamtkapitalren. + FK * (Gesamtkapitalren. Fremdkapitalren.) EK 5,00 % = 2,50 % * (2,50 % - x) x = 1,67 % ABSCHLIESSENDE BEURTEILUNG Beinahe alle Kennzahlen dieser Unternehmung liegen unter den Durchschnittswerten. Die Unternehmung hat eine sehr schlechte Liquiditätslage und die Forderungen können nicht mehr rechtzeitig beglichen werden. Auch die Verschuldungsrate ist zu hoch. Möglicherweise wird die Gesellschaft in nächster Zeit Konkurs anmelden müssen. Alle 6 wichtigen Komponenten des magischen Sechseckes konnten nicht wunschgemäss vollzogen werden. 1. Rentabilität: zu tief 2. Liquidität: fast keine flüssigen Mittel 3. Sicherheit: Verschuldung zu hoch 4. Flexibilität 5. Unabhängigkeit: braucht Geldgeber 6. Finanzimage: schlecht, da Forderungen nicht pünktlich bezahlt werden können BR: Zusammenfassungen Seite 13 von 27

14 Betriebskunde: Wertschriften (Kapitel 6) 1. Die Vorteile von Wertpapieren Beispiel: Die UBS braucht für 12 Jahre 2,3 Milliarden Franken. Da sehr wahrscheinlich kein Kapitalgeber zu finden ist, der die ganze Summe übernimmt, muss der Betrag unterteilt werden (Fr , Fr , Fr oder Fr ). Damit sich diese Sache für den Kapitalgeber auch lohnt, bekommt er jährlich einen Zins. Wenn jemand das Geld wieder haben möchte, muss er die Wertpapiere an der Börse verkaufen. 2. Wie entstehen Wertpapiere? Zwischen dem Kapitalnehmer (Unternehmung) und dem Kapitalanleger (Kapitalgeber) stehen die Banken. Sie sind als Vermittler zuständig. 1. Bedingungen werden mit Banken festgelegt. 2. Banken informieren Kunden (Emissionsprojekt) 3. Kapitalanleger bestellen Wertpapiere (Zeichnungsschein) 4. Kapitalanleger erhalten Bankabrechnung. 5. Bank schreibt der Unternehmung Betrag gut. 6. Entschädigung wird gutgeschrieben und dem Kapitalnehmer belastet. 3. Verschiedene Arten von Wertpapieren Aktien Obligationen - keinen Anspruch auf Rückzahlung - wird nach bestimmter Zeit zurückbezahlt - bei einer Kapitalerhöhung kann er ein Be- - erhält festen Zins zugsrecht für neue Aktien kaufen - stellt Fremdkapital zur Verfügung - Anteil am Reingewinn (Dividende) - kein Recht auf Teilnahme an GV - wird Miteigentümer (Eigenkapitalgeber) - kein Stimmrecht - Recht auf Teilnahme an GV - Entschädigung bleibt gleich - starke Kursschwankungen - Obligationen werden zuerst zurückbezahlt - Risiko eher stärker - Risiko eher geringer 3.1. Beteiligungspapiere (Aktien) Inhaberaktie - Unternehmung kennt Aktionär nicht - Es genügt blosse Übergabe - Muss voll eingezahlt werden - Eignet sich für grosse Kapitalerhöhungen - Kapitalanleger muss sich gegenüber Unternehmung nicht zu erkennen geben Namenaktie - Aktionäre werden in Aktienregister eingetragen - Für Weitergabe Indossament (Übertragungsvermerk) nötig - Können Bedingungen für Eintrag ins Aktienregister gestellt werden, = vinkulierte Aktie - Muss nicht vollständig einbezahlt werden - Haftung für gesamten Betrag BR: Zusammenfassungen Seite 14 von 27

15 Partizipationsschein Lernender.ch Das Infoportal für Lernende - Gleiche Vermögensrechte wie Aktie - Kein Recht an Teilnahme an Generalversammlung sowie kein Stimmrecht - Man kann Eigenkapital beschaffen, ohne dass sich die Mehrheitsverhältnisse ändern - Keine rechtlichen Vorschriften über Mindestbetrag, da keine eigentliche Aktie - Eignen sich für Kleinanleger Vorzugsaktien - Besitzen gewisse Vorrechte - Z.B. kann Stimmrecht unabhängig vom Wert der Aktie ausgeführt werden - Erhält grössere Stimmkraft, wie es dem Kapital entspräche - Kann auch bei Gewinnverteilung oder Bezug neuer Aktien eingesetzt werden Anteilscheine von Anlagefonds - Beteiligung an Gesellschaft, die Kapital in verschiedene Unternehmungen investiert - Kapital wird in Fonds zusammengefasst - Wird nach bestimmten Kriterien angelegt (z.b. geografisches Gebiet, Ziel der Anlage,etc.) - Das Risiko wird verteilt - Die Überwachung und Bewertung übernehmen Fachleute 3.2. Forderungspapiere (Obligationen) Anleihensobligation - Klassische Form von Obligationen - Laufzeit 8-15 Jahre - Wird in verschiedene Teilbeträge aufgeteilt - Kapitalgeber erhält jährlich bei Anlage festgelegten Zins Anleihensobligation mit variablem Zinsfuss - Zinsfuss kann aufgrund veränderter Zinsverhältnisse neu festgesetzt werden - Es werden Grenzen festgelegt (Maximal/Minimalzinssatz) - Werden bei steigenden Zinsen für Anleger interessant Obligation mit Optionsrecht - Möglichkeit, während einer bestimmten Frist zusätzlich zur Obligation Aktien zu vorher festgelegten Preisen zu kaufen - Optionen können von der Obligation abgelöst werden und selbständig an der Börse gehandelt werden Wandelobligation - Recht, Obligationen im voraus festgelegten Umtauschverhältnis (Anzahl Aktien/Obligationen) in Aktien der gleichen Unternehmung umzuwandeln - Zinssatz ist tiefer Nachrangige Anleihensobligation - Bei Konkurs wird diese Obligation als letztes zurückbezahlt - Mehr Zins Pfandbrief BR: Zusammenfassungen Seite 15 von 27

16 - Geld von Pfandbriefen wird in Grundstücke als Hypotheken investiert - Höhere Sicherheit - Längere Laufzeit (15-40 Jahre) - Zinssatz ist tiefer - Zahlt der Schuldner seine Zinsschulden nicht, so darf der Gläubiger durch sein Pfandrecht das Grundstück verwerten und seine Forderung aus dem Verkaufserlös decken Zero-Bond - Gibt 0% Zins - Haben tiefen Ausgabepreis (z.b ), werden am Ende der Laufzeit jedoch zum Nennwert (z.b. Fr. 10'000.--) zurückbezahlt Kassaobligation - Können bei Bank und Post bezogen werden - Laufzeit nur 3-8 Jahre - Wird laufend den jeweiligen Zinsverhältnissen angepasst - Werden nicht an der Börse gehandelt - Zinssatz ist niedriger 4. So funktioniert die Börse Ablauf eines Börsenauftrags 1. Anleger gibt Bank einen Börsenauftrag 2. Anlageberater der Bank gibt Auftrag ins bankeigene Computersystem ein 3. Effektenhändler, speziell Ausgebildeter der Bank, prüft Auftrag und übermittelt ihn ans Börsensystem der Elektronischen Börse Schweiz (EBS) 4. Das Börsensystem trägt den Auftrag ins Auftragsbuch ein 5. Börsensystem unterteilt in Kauf- und Verkaufsseite 6. Bei Eröffnung der Börse wird der Eröffnungskurs durch den Computer so festgelegt, dass möglichst viele Aufträge erfüllt werden können (Meistausführungsprinzip). 7. Abschlüsse werden an die SEGA (Schweizerische Effekten-Giro AG) weitergeleitet. 8. Kunde erhält nach einigen Tagen Bankabrechnung Um sich davor zu schützen, grosse Verluste zu machen, kann man Optionen kaufen. Man hat das Recht, einen bestimmten Wert in der Zukunft zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call-Option) respektive zu verkaufen (Put-Option). 5. Wertpapiere als Kapitalanlage Man unterscheidet vier Kriterien, nach denen eine Aktie oder eine Obligation ausgelesen werden kann: Rendite, Liquidität, Sicherheit und Ethik. Wichtig ist es, die richtige Mischung aus diesen vier Kriterien zu finden. 6. Theorieblatt S Termingeschäft Termingeschäft bedeutet, auf einen gewissen Zeitpunkt vorherzusehen, ob der Kurs steigt oder fällt. Der Käufer spekuliert auf einen Kursanstieg, während der Verkäufer denkt, dass der Kurs fallen wird. BR: Zusammenfassungen Seite 16 von 27

17 6.2. Put-Option Put-Option bedeutet, dass man das Recht dazu hat, eine Aktie zu verkaufen, falls der Kurs sinkt. Beispiel: Ich habe eine Aktie für Fr gekauft. Weil ich keinen grossen Verlust erleiden möchte, kaufe ich eine Put-Option für Fr Wenn der Kurs steigt, kann ich allerdings erst bei Fr Gewinn machen. Falls der Kurs fällt, verliere ich höchstens die Fr , die meine Put-Option gekostet hat. 7. Theorieblatt Übung 10 (S. 232) 7.1. Prämiengeschäfte Beispiel: Ein Anleger kauft am 1.1. Partizipationsscheine von der Muster AG. Er schliesst dabei ein Prämiengeschäft ab. Je nach Kursentwicklung kann er Ende März entscheiden, ob er kaufen will oder gegen Bezahlung einer Prämie vom Geschäft zurücktreten will. Er kann also zuerst abwarten und dann entscheiden, ob er die Partizipationsscheine definitiv kaufen möchte. 8. Fachbegriffe Börse Wertpapiere Effekten Effektenbörse Emission Dividende Emissionsprospekt Zeichnungsschein Forderungspapiere Beteiligungspapiere Vermögensrechtliche Wertpapiere Mitgliedschaftsrechtliche Wertpapiere Indossament Bezugsrecht Liquidationserlös Obligationenzins Laufzeit Stimmrechtsaktie Stammaktie Auftragsbuch Meistausführungsprinzip Matching SEGA SWX SOFFEX Kassageschäft Marktplatz, an dem Wertschriften gehandelt werden Urkunden, die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen genügen Wertpapiere, die sich zum Handel an der Börse eignen Anderes Wort für Wertpapierbörsen Ausgabe von Wertschriften Anteil am Reingewinn (Gewinnausschüttung) Information der Banken an die Kunden über die geplante Kapitalbeschaffung Schein, der vom Kapitalanleger ausgefüllt wird. Er erklärt darin, wie viele Wertpapiere er kaufen möchte. Obligationen (Fremdkapital) Aktien (Eigenkapital) Recht auf eine Rückzahlung (Obligationen) Recht, an einer Generalversammlung teilzunehmen und man hat ein Stimmrecht. Übertragungsvermerk für die Namenaktie Recht, bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien zu beziehen. Erlös bei einer Auflösung einer Unternehmung Jährlicher Zins, der der Kapitalanleger erhält Dauer einer Obligation (normal 8-15 Jahre) Aktien, bei denen man ein Stimmrecht unabhängig vom Wert der Aktie erhält. Inhaberaktie, Namenaktie Dort werden alle Aufträge vor der Eröffnung der Börse gesammelt und später abgerufen. Eröffnungskurs, wo möglichst viele Aufträge erfüllt werden können Kursbildungsmechanismus (wird bei jedem Auftrag ein neuer Kurs festgelegt) Schweizerische Effekten-Giro AG (ist für Umbuchungen vom Verkäufer zum Käufer zuständig) Schweizer Börse Swiss Options and Financial Futures Exchange AG (eigene Börse für Optionen und Futures) Geschäft wird per heute getätigt BR: Zusammenfassungen Seite 17 von 27

18 Termingeschäft Derivate Call-Option Put-Option Future Kotierung Stückkurs Prozentkurs Indizes SPI SMI Rendite Liquidität Sicherheit Ethik Sachwertcharakter Nominalwertcharakter Geschäft wird erst einige Zeit später getätigt Finanzinstrumente, die mit dem Basiswert zusammenhängen Recht, eine Aktie zu kaufen Recht, eine Aktie zu verkaufen Verpflichtung von zwei Parteien, ein Wertpapier zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem festen Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Wertpapiere, die an der Börse gehandelt werden dürfen Betrag wird in Franken pro Aktie angegeben Die Kurse werden in Prozent des Nennwertes angegeben Kursveränderungen einer bestimmten Wertpapiergruppe im Zeitablauf Swiss Performance Index (Wertentwicklung aller kotierten Beteiligungspapiere) Swiss Market Index (umfasst nur die bedeutendsten Titel mit sehr viel Eigenkapital) Kurs-Gewinn-Verhältnis Schnelligkeit, wenn ich mein Geld so schnell wie möglich wieder haben möchte Wenn man keinen Gewinn erleiden will Moralische Entscheide (z.b. Chemiekonzern) Anleger sind an Sachwerten und Wachstum beteiligt Bei Obligationen. Am Ende der Laufzeit wird der Nominalwert zurückbezahlt BR: Zusammenfassungen Seite 18 von 27

19 Betriebskunde: Kapitalbeschaffung mit Hilfe von Bankkrediten (Kapitel 7) 1. Der Ablauf eines Kreditgeschäftes 1. Kreditgesuch (Vorstellung) Projektbeschreibung (Darstellung der Ziele, Budget) Bilanz/Erfolgsrechnung Persönliche Angaben und Referenzen 2. Beurteilung des Kreditgesuches (Kreditwürdigkeit) Geschäftstüchtigkeit, Führungsqualitäten, Ausbildung Persönliche Situation (Familie, etc.) 3. Entscheid Entscheid der Bank aufgrund der Unterlagen Konditionen werden in einer Offerte vorgeschlagen 4. Durchführung Konditionen werden schriftlich festgelegt Konto wird eingerichtet Allfällige Sicherheiten werden überreicht 5. Überwachung Investition muss auf Erfolgsaussichten überprüft werden Zahlungsfähigkeit wird beobachtet 2. Die wichtigsten Kreditarten Betriebskredit: Eine Unternehmung kauft z.b. Ware ein, wofür sie einen Kredit aufnimmt. Sobald sie die Waren verkauft haben, zahlen sie den Kredit zurück. (kurzfristiger Kredit) Investitionskredit: Dient zum Einkauf von Anlagevermögen wie Maschinen oder Mobilien (langfristiger Kredit, da sie länger benutzt werden können) Baukredit: Wird dann beansprucht, wenn man eine Liegenschaft bauen möchte. Sobald die Liegenschaft fertiggestellt ist, wechselt der Baukredit in einen Hypothekarkredit. Hypothekarkredit: Da es für Privatpersonen sehr schwierig ist, ein ganzes Haus zu kaufen, beansprucht man einen Hypothekarkredit. Privatkredit: Dient für Privatpersonen. Weisen einen grossen Zinssatz auf, da sie Blanko herausgegeben werden. Oft werden Privatkredite zum Kauf eines Autos oder für Ferien benutzt. Wird in monatlichen Raten zurückbezahlt. 3. Verschiedene Kreditformen Gedeckte und ungedeckte Kredite Blanko: Es werden keine Sicherheiten verlangt. Der Bank steht es frei, den Kredit jederzeit zu kündigen und die Schulden müssten sofort bezahlt werden. Beispiele: Privatkredit, Betriebskredit. Faustpfand: Als Sicherheit dient der Bank bewegliche Sachen wie z.b. Sparhefte, Wertpapiere, Edelmetalle, Schmuck, etc. Wenn der Kredit ausschliesslich von Wertschriften besteht, ist es ein Lombardkredit. Grundpfand: Als Sicherheit dient der Bank Land oder Gebäude. Falls der Kredit nicht bezahlt wird, kann das Grundstück verpfändet werden. Beispiele: Baukredit, Hypothekarkredit. Forderungen: Unternehmen können ihre Kundenguthaben als Sicherheit hinterlassen. Bürgschaft: Als Sicherheit dient der Bank das Vermögen mehrerer Personen. BR: Zusammenfassungen Seite 19 von 27

20 Kontokorrent und Darlehen Lernender.ch Das Infoportal für Lernende Kontokorrentkredit: Beim Kontokorrentkredit wird eine Kreditlimite festgesetzt. In dieser Spanne kann der Konsument selber entscheiden, wieviel Kredit er beanspruchen möchte. Es ist auch möglich, Einzahlungen zu tätigen. Die Zinssätze sind jedoch unterschiedlich: Habenzinssatz ca. 0,5%, Sollzinssatz ca. 6%. Darlehen: Beim Darlehen wird ein Kredit gewährt, der dann in Raten oder im gesamten Betrag zurückzuzahlen ist. 4. Woher stammt das Kapital eigentlich? Wer, wie die Banken, Geld ausleihen will, muss sich dieses Geld zuerst beschaffen. Die Passivseite der Bankbilanz zeigt die Herkunft der finanziellen Mittel. Die wichtigsten Passivgeschäfte: Kontokorrentkreditoren, Privatkonten, Spareinlagen, Kassen- und Anleihensobligationen, Pfandbriefdarlehen. 5. Die Bankgeschäfte im Überblick Bankgeschäfte Kreditvermittlung Zinsdifferenz, Zinsmarge Kommissionsgeschäfte Indifferentes Geschäft bilanzneutral Aktivgeschäft Passivgeschäft Zahlungsvermittlung Zahlungsverkehr Devisenhandel Effektengeschäft Emissionsgeschäft Effektenhandel Anlageberatung Kreditvermittlung: Die Banken nehmen Gelder von Privaten und Unternehmungen entgegen und geben sie an Unternehmungen und Private weiter. Als Entschädigung für diese Vermittlungstätigkeit erhalten die Banken die Differenz zwischen den bezahlten und erhaltenen Zinsen (Zinsdifferenz, Zinsmarge). Kommissionsgeschäfte: Die Banken bieten verschiedene Dienstleistungen im Zusammenhang mit Geld an. Dabei erzielen sie in der Regel selber keine Handelsgewinne, sondern sie erhalten für die gebotene Dienstleistung eine Entschädigung. Beispiele: Zahlungsverkehr, Devisenhandel, Emissionsgeschäft, Effektenhandel, Anlageberatung. 6. Die verschiedenen Bankengruppen Schweizerische Nationalbank Der Kunde kann nicht direkt mit der Schweizerischen Nationalbank in Kontakt treten Gemischtwirtschaftliche Unternehmung Geldgeber von anderen Banken Grossbanken UBS, Credit Suisse Grosser Kundenkreis Auch international tätig BR: Zusammenfassungen Seite 20 von 27

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