STEINHOF PFLEGEHEIM PFLEGE- UND BETREUUNGSVEREINBARUNG. Liegt ein Vorsorgeauftrag vor? Liegt eine Patientenverfügung vor?

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1 1 PFLEGE- UND BETREUUNGSVEREINBARUNG Die Pflege- und Betreuungsvereinbarung kann vom urteilsfähigen Bewohner oder von der natürlichen oder juristisch beauftragten Person des nicht urteilsfähigen Bewohners ausgefüllt werden. Die Vereinbarung kann jederzeit neu besprochen werden. Vereinbarung für: Geburtsdatum Zimmer Liegt ein Vorsorgeauftrag vor? Urteilsfähige Personen, welche einen Vorsorgeauftrag abgeschlossen haben, können die entsprechenden Angaben in der Pflege- und Betreuungsvereinbarung einfügen. Bitte eine Kopie des Vorsorgeauftrages beilegen. Bei urteilsfähigen Personen: Ich habe keinen Vorsorgeauftrag und wünsche von der Heimleitung mehr Informationen: Liegt eine Patientenverfügung vor? Wenn ja: bitte eine Kopie der Patientenverfügung beilegen. Download Patientenverfügung: www. Wenn nein: besteht für den urteilsfähigen Bewohner die Möglichkeit, dass eine natürliche Person bezeichnet wird, die im Falle seiner Urteilsunfähigkeit mit dem behandelnden Arzt die medizinischen Massnahmen bespricht und im n des urteilsunfähig gewordenen Bewohners entscheiden kann. Bitte den n und die Adresse der beauftragten Person angeben: Strasse Telefon P PLZ / Ort Telefon G Bei urteilsfähigen Personen: Ich habe keine Patientenverfügung und wünsche von der Heimleitung mehr Informationen:

2 2 Besteht eine Beistandschaft mit Vertretungsberechtigung in medizinischen Fragen? Bitte den n und die Adresse der beauftragten natürlichen oder juristischen Person angeben: Strasse PLZ / Ort Telefon P Telefon G Die Pflege- und Betreuungsvereinbarung tritt dann in Kraft, wenn die folgenden Inhalte weder in einem Vorsorgeauftrag noch in einer Patientenverfügung festgehalten sind. (Beim Ausfüllen der Pflege- und Betreuungsvereinbarung steht Ihnen unser Fachpersonal gerne beratend zur Verfügung). Informationen an beauftragte Personen Wir informieren beauftragte Personen: bei besonderen Ereignissen und/oder akuter Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Bewohners die Informationen erfolgen tagsüber oder auf Wusch auch nachts an die erste erreichbare Adresse. Dabei halten wir uns an die untenstehende Reihenfolge Bitte listen Sie die wichtigsten Personen auf und setzen Sie nach Wunsch hinten ein Kreuz, falls Sie nachts keinen Anruf wünschen. / Telefon P Telefon P KEINE Informationen in der Nacht

3 3 Entscheidungsfindung bei nicht urteilsfähigen Personen durch die von ihr beauftragte Person oder vom Gesetz vorgesehenen vertretungsberechtigten Personen Der Autonomieanspruch jedes Menschen verpflichtet die beauftragte Person, die Erhebung nach dem mutmasslichen Willen des nicht mehr urteilsfähigen Bewohners vorzunehmen. Folgende Fragen helfen, den mutmasslichen Willen des Bewohners zu erheben: Frage Besitzt der Bewohner eine Patientenverfügung? Bemerkung Die Patientenverfügung hat umso mehr Gewicht, je mehr sie in Kenntnis der möglichen Umstände, je näher sie beim Ereignis und je detaillierter sie verfasst worden ist. Was für Auskünfte geben die Bezugspersonen des Bewohners (Lebenspartner, Kinder, Freunde, Hausarzt, Seelsorger, Nachbarn, etc.) über den mutmasslichen Bewohnerwillen? Ist eine dieser Personen explizit in einem Vorsorgeauftrag oder einer Patienten-verfügung genannt worden, so werden deren Informationen einbezogen. Wie hat sich der Bewohner bisher in vergleichbaren Situationen entschieden und/oder verhalten?

4 4 Freiheitsbeschränkende Massnahmen Freiheitsbeschränkende Massnahmen bei unruhigen, sturzgefährdeten und verwirrten oder aggressiven Bewohnern stellen ein ethisches Dilemma dar. Dabei stehen folgende Fragestellungen im Vordergrund: Darf die Autonomie eines Bewohners verletzt werden, um Schaden zu vermeiden? Liegt eine Selbstgefährdung vor? Sind andere Bewohner oder Personal gefährdet? Mit unruhigen, sturzgefährdeten, verwirrten oder aggressiven Bewohnern wird im Steinhof Pflegeheim ein präventiver und optimaler Umgang gepflegt. Es werden wann immer möglich keine freiheitsbeschränkenden Massnahmen eingeleitet. Wird trotzdem eine freiheits-beschränkende Massnahme durchgeführt, beruht sie auf einer interprofessionell abgestützten Entscheidungsfindung (Einbezug der beauftragten Person) und wird regelmässig überprüft. Der mutmassliche Wille des urteilsunfähigen Bewohners ist eher seinem Anspruch nach Autonomie erste Priorität einzuräumen. Freiheitsbeschränkende Massnahmen nur im Notfall anwenden. Der mutmassliche Wille des urteilsunfähigen Bewohners ist eher Schaden zu vermeiden und seiner Sicherheit erste Priorität einzuräumen. Bettgitter Zevidecke PreWatch Trittmatte andere Fixationen Schmerzlinderung und Sedierung Bei Schmerzen, Atemnot und Angst Schmerz- und Beruhigungsmittel grosszügig dosieren. Allfällige Beeinträchtigung des Bewusstseins oder eine Verkürzung des Lebens werden in Kauf genommen. Schmerz- und Beruhigungsmittel nur einsetzen, um den Zustand erträglich zu gestalten. Vorübergehende Perioden mit klarem Bewusstsein sind wichtig.

5 5 Lebensverlängernde Massnahmen Bei zerebral schwerst geschädigten und sterbenden Langzeitpatienten liegt die letzte Entscheidung, welche zum Abbruch von lebenserhaltenden Massnahmen führen, beim direkt verantwortlichen Arzt). Das behandelnde Team verzichtet auf alle diagnostischen und therapeutischen Massnahmen im Dienste der Lebensverlängerung. Aussichtslos gewordene Massnahmen werden abgesetzt. Diagnostische und therapeutische Massnahmen sollen nur im Dienste optimaler palliativer Betreuung dienen. Eine Einweisung in ein Akutspital soll nur dann erfolgen, wenn Aussicht auf Verbesserung der Lebensqualität oder Linderung eines akuten Schmerzzustandes besteht. Das behandelnde Team schöpft, solange die Möglichkeit auf eine Besserung des gesundheitlichen Zustandes in absehbarer Zukunft besteht, alle angemessenen medizinisch therapeutischen Massnahmen aus. Wenn vom urteilsfähigen Bewohner oder von der natürlich oder juristisch beauftragten Person gewählt wird, wird das Formular Reanimations-/ Betreuungs-Abmachung besprochen. Künstliche Ernährung Sterbende in der letzten Lebensphase haben oft immer weniger Durst und Appetit. Das ist ein natürlicher Vorgang. Dadurch werden die Körperfunktionen langsamer und hören schliesslich ganz auf. Wird jetzt künstlich ernährt, werden das Leben und das Leiden künstlich verlängert. Der Verzicht auf Nahrung und Flüssigkeitszufuhr wird von Sterbenden in dieser Lebensphase aber nicht als unangenehm Empfunden, weil auch ihre Schmerzempfindung abnimmt. Sowohl die enterale (z.b. Magensonde) und auch die parenterale (z.b. Infusion) Ernährung wird abgelehnt, auch wenn dadurch der Sterbeprozess beschleunigt wird. Die Betreuung soll sich in dieser Situation auf Mundpflege, sowie die Haut- und Schleimhautpflege beschränken. Das Betreuungsteam soll je nach Krankheitsphase und Krankheitssituation über die Notwendigkeit und die Art einer künstlichen Ernährung/Flüssigkeits-zufuhr entscheiden.

6 6 Besondere Anordnungen: Sterbebegleitung Die Seelsorge soll durch die Barmherzigen Brüder von Maria Hilf im Steinhof Pflegeheim übernommen werden. Die Begleitung soll durch folgenden Seelsorger oder durch folgende dem Bewohner nahestehende Person erfolgen: Strasse Telefon P PLZ / Ort Telefon G Der Bewohner wünscht keine spirituelle Begleitung beim Sterben. Wünsche nach dem Tod: Ort und Datum Unterschrift Quelle: Dialog Ethik Interdisziplinäres Institut für Ethik im Gesundheitswesen Medizinisch-ethische Richtlinien / Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften

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