1. Vorwort 2. Die 5 Gründe warum privat Anleger an der Börse scheitern Die falsche Gier

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2 Inhalt: 1. Vorwort 2. Die 5 Gründe warum privat Anleger an der Börse scheitern Die falsche Gier Der falsche Einstiegszeitpunkt 2.3 Die fehlenden Informationen 2.4 Falsche Zieldefinition 2.5 Kein Limit gesetzt 3. Die 10 goldenen Regeln für Erfolg an der Börse 3.1 Der Kapitaleinsatz 3.2 Risikostreuung 3.3 Informationssammlung 3.4 Limits setzten 3.5 Trends beachten 3.6 Absichern durch Stop/Loss 3.7 Eigene Vorgaben beachten 3.8 Weitblickendes Handeln 3.9 Lerne aus deinen Fehlern 3.10 Habe ein Ziel

3 4. Anhang Grundlagen Börsenwissen 1. Börse was ist das und welche Arten gibt es? 1.1 Rentenbörse 1.2 Warenbörse 1.3 Terminbörse 1.4 Aktienbörse 2. Aktien und Aktienkurse eine Einführung 3. Investmentfonds eine Einführung 3.1 Rentenfonds 3.2 High Yield oder Junk Bonds 3.3 Aktienfonds 3.4 Indexfonds 4. Dax, Dow & Co, was ist ein Börsenindex und was sagt er aus? 5. Schlusswort

4 Vorwort: Hallo lieber Leser, mein Name ist Rüdiger Dalchow, ich beschäftige mich schon seit über 15 Jahren mit dem Börsengeschäft. Neulich saß ich abends mit einem guten Bekannten (grüß dich Mike), den ich leider viel zu selten sehe, zusammen und unser Gespräch ging irgendwann über unsere Jobs und wie wir unser Geld verdienen und was wir damit machen. Nach ein paar Sätzen über das Geschäft an der Börse merkte ich, dass Mike mir zwar noch zuhörte, aber sein Verständnis, wohl durch die große Wolke an Fragezeichen die seinen Kopf umgab, eingeschränkt wurde. Auf die Frage ob ich ihm das Ganze mit der Börse und den Aktien vielleicht auch etwas einfacher erklären könnte, stockte ich erst, für mich ist das ja täglich Brot. Aus dieser Überlegung und der Erklärung für einen Freund, entstand die Idee, dies Thema einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und so mehr Menschen vor grundlegenden Fehlern zu schützen, einen Plan zur Vermeidung von Verlusten aufzustellen und so den Zugang zum Aktienhandel auch für Einsteiger zu erleichtern. Denn ganz ehrlich, wenn Geld für 2% auf dem Sparbuch gegen die Inflation ankämpft ist dies Verschwendung und das muss nicht sein.

5 Hier also das erste E-Book in dem Sie die 5 Gründe kennenlernen warum Privatanleger an der Börse immer wieder scheitern, die 10 goldenen Regeln für Erfolg an der Börse und noch über 20 Seiten Grundlagenwissen zur Börse und zum Aktienhandel. Dieses Buch soll ihnen dabei ein Werkzeug sein, Ihren Erfolg an der Börse zu planen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen Rüdiger Dalchow

6 2. Die 5 Gründe warum privat Anleger an der Börse scheitern. Die Börse ist der Ort wo Geld, Geld verdient. Viele Menschen wünschen sich das und wollen auch teilhaben an dieser, wie es scheint, wundersamer Geldvermehrung. Doch viele private Anleger machen schon zu Beginn ihres Handelns an der Börse einige schwerwiegende Fehler. Diese Fehler führen zu Verlusten und dann zu der Meinung, dass die Börse nur etwas für Zocker und eh schon reiche Leute ist und man selber sein Geld doch lieber weiter auf der Bank für einen kaum erkennbaren Zinssatz parkt. Doch das ist Blödsinn. Wenn man bereit ist sich zu informieren, zu lernen und Grundregeln zu beachten kann jeder an der Börse gewinnbringend agieren. Als erstes gilt es die grundlegenden Fehler der meisten Anleger beim Start zu vermeiden. Hier folgen die 5 Gründe warum ein Großteil der Privatanleger schon am Anfang scheitert und dann meint die Börse wäre ein großes unverständliches Geheimnis. Vermeiden Sie diese Fehler und es wird Ihnen viel an Verlust und Ärgernis ersparen.

7 2.1 Die falsche Gier Nicht das Sie mich falsch verstehen, Gier ist nötig, es ist der Grundantrieb unser Vermögen zu vermehren, doch muss sie kontrolliert werden. Gier ist wie ein Raubtier im Zirkus und Sie sind der Dompteur Ihrer eigenen Gier. Wenn Sie die Gier kontrollieren wird es dazu führen Ihr Vermögen zielstrebig zu vermehren. Verlieren Sie aber die Kontrolle, in dem Sie mehr erreichen wollen als mit Ihren Möglichkeiten erreichbar ist, den Überblick über die Chancen und Risiken endet dies meist tragisch. Der Fehler hier ist, dass viele Anleger gerade zu Beginn meinen man müsste an der Börse den ganz großen Wurf mit einem Mal machen. Diese falsche Gier lässt einen träumen mit einem einzigen guten Geschäft sofort zum Club der superreichen und überlegenen Zockern an der Börse zu gehören.!!!dies ist die Mutter aller Fehler!!! Hieraus resultieren die weiteren Fehler die dann zum großen Teil mit viel Verlust und noch mehr Ärger enden. Die Gier muss kontrolliert werden, sonst frisst sie den Geschäftssinn auf. Schwindlige Berater nutzen dies immer wieder, um mit Versprechen wie: Garantierte 150 % in 6 Monaten oder ähnlichen Schwachsinn zu locken.

8 Es müssen nicht 10% oder 20 % an einem Tag gemacht werden. Wir müssen realistisch sein, Ziele setzten. Diese Ziele kurz wie langfristig verfolgen und so über das Jahr gesehen eine Performance erreichen mit der wir zufrieden sein können. Wenn es am Ende 10% im Jahr sind ist dies schon weit besser als das Geld auf der Bank zu lassen und wenn es 15% oder mehr sind (was nicht unrealistisch ist), können wir zufrieden sein und haben gutes Geld verdient. 2.2 Der falsche Einstiegszeitpunkt Dieser falsche Zeitpunkt wird durch die Gier bedingt. (Vorab dies ist nur ein Beispiel weil es sich gerade Anbietet und keine grundlegende Wertung des aufgeführten Unternehmens.) Als Beispiel sei die Deutsche Telekom genannt die, am 18 März 2011 nach Vermelden des Verkaufs der amerikanischen Tochter, einen lustigen 17% Hüpfer machte.

9 (Quelle: ) Nun wurde in vielen Foren und auch Mails und Kommentaren in meinem Blog der Satz gesagt Wenn ich das mal früher gewusst hätte und noch schlimmer geschlussfolgert das man jetzt ganz schnell da einsteigen müsste. Dies verdeutlicht sehr gut wie der Zeitpunkt falsch gewählt wird. Die gute Nachricht ist schon raus und eingepreist und, dass jemand der vorher die Aktie schon hatte und nun nach dem Anstieg den Gewinn realisiert ist ja nur verständlich.

10 Also steigt der Kurs nicht sofort weiter sondern knickt aufgrund von Gewinnmitnahmen erst mal wieder ein. Dieses Phänomen, dass viele private Anleger (erst oder noch) zum letzten bisschen einer Aufwärtsbewegung einsteigen, hat unter den Profis zu dem unschönen Namen Dienstmädchenhausse geführt. Deshalb merken: Nicht einer Chance Nachrennen wenn sie schon eingepreist ist, die nächste kommt bestimmt. 2.3 Die fehlenden Informationen Wieder zurück zu der Frage: was wäre wenn ich das vorher gewusst hätte?. Nun ja, da müssen wir dir doch erst mal hinterfragen Wenn ich was vorher gewusst hätte?? Wenn mir als Kleinanleger vorher bekannt gewesen wäre das die Telekom den US Anteil für 39 Mrd. an AT&T verscheuert. Was wäre dann? Hätte ich überhaupt selber gewusst, was dieser Betrag in der Welt der globalen Telekommunikation bedeutet? Hätte ich direkt gewusst, dass dies für die Telekom ein gutes Geschäft ist? Oder ist 39Mrd zu wenig? Hätte ich direkt gewusst, dass ein Teil in AT&T Aktien abgewickelt wird und die Telekom damit mit über 7% zum Großaktionär bei AT&T wird?

11 Und ist das gut? Was weiß ich überhaupt über AT&T? Hätte ich gewusst wie die Situation vorher für die Aktie der Deutschen Telekom aussah und weiß ich nun wie sie sich weiterentwickelt? Wir sehen es ergeben sich eine kleine Reihe an Fragen. Diese fehlenden Informationen führen oft zu einer falschen Einschätzung der Situation und somit auch wieder zu einem falschen Einstiegszeitpunkt. Deshalb merken: Nicht ohne Informationen in einen Wert oder Markt investieren.!!!die Reihenfolge ist immer, erst informieren, dann investieren!!! 2.4 Falsche Zieldefinitionen Wir brauchen am Aktienmarkt eine Zieldefinition für unsere Geschäfte. Hört sich komisch an, ist aber so. Nun werden einige sagen: ich habe doch ein Ziel, ich will reich werden an der Börse Doch halt dies ist kein Ziel dies ist ein Wunsch. Ein Ziel hebt sich von einem Wunsch dadurch ab, dass es realistisch gesteckt und einen klaren Zeitraum zur Erreichung definiert. Also setzen wir uns Ziele. Dies kann das Erreichen von 15% auf ein Jahr mit dem gesamt Depot sein oder 10% mit Aktie XYZ auf Sicht von 6 Monaten.

12 Haben wir ein Ziel erreicht, gern auch früher als unser angestrebter Zeitraum, dann definieren wir es neu. Auch für Verluste müssen Ziele definiert sein. Zum Beispiel keine Aktie weiter zu halten wenn sie 8 % unter den Einstiegskurs fällt, oder eine bestimmte Trendlinie unterschreitet. Es hört sich sehr lapidar an, ist aber sehr sehr wichtig, denn durch das setzten solcher Ziele halten wir unseren Anlagehorizont immer im Auge und begrenzen in negativen Fällen unsere Verluste. Deshalb merken: Immer realistische Ziele setzen und diese im Auge behalten! 2.5 Kein Limit gesetzt Hier nun der Punkt, der viele Anleger schon direkt beim Einstieg viel Geld kostet. Neben dem schon erwähnten falschen Zeitpunkt zum Einstieg, kaufen viele Privatanleger und Einsteiger an die Börse unlimitiert. Das heißt, der Wert wird gekauft, egal zu welchem Preis, und hier fängt es dann an weh zu tun. Deshalb sollten Sie immer ein Limit setzten beim Einstieg in einen Wert. Dies gilt insbesondere wenn man in marktenge Werte (also Aktien mit geringem Handelsvolumen) investiert, hier sind schnell Spitzen von mehreren Prozent erreicht, und es ist wirklich ärgerlich wenn man seinen Einstiegskurs auf dem Höhepunkt des Wertes erwischt,

13 dann wird es schwerlich möglich einen Gewinn zu realisieren. Deshalb merken: Schon beim Kauf immer ein Limit setzen. Lieber mal einen Wert nicht bekommen, anstelle direkt beim Einstieg schon mehrere % minus zu machen. 3. Die 10 goldenen Regeln für Erfolg an der Börse Nun haben wir die größten Fehler kennengelernt und wollen uns dem zuwenden was Spaß macht. Hier folgen nun die 10 goldenen Regeln zum Erfolg im Aktienhandel. 3.1 Der Kapitaleinsatz Erste und wichtigste Regel ist nur, mit frei verfügbarem Kapital an der Börse arbeiten. Manchmal braucht die Börse etwas Zeit um den erwarteten Erfolg zu erreichen, daher niemals Geld investieren, das zur Lebenshaltung oder wichtigen Anschaffungen gebraucht wird. Aktuelles Beispiel ist die Katastrophe in Japan, niemand konnte dies vorhersehen und auch Werte die nichts damit zu tun haben sind kurzfristig eingebrochen.

14 Nun wäre es schlimm für den Anleger, wenn er aus Not, seine Werte unter dem Einstiegskurs verkaufen muss, nur weil er nicht die Zeit hat die Erholung abzuwarten. Ein weiterer Punkt ist die Höhe des eingesetzten Kapitals. Für jeden ist es unterschiedlich wie viel Geld er zur freien Verfügung hat. Für einige sind es für andere nur Nun ist oft zu hören oder auch zu lesen, dass eine mindest Anlagesumme von Euro erforderlich ist um an der Börse zu agieren. Ich halte das für Unsinn. Natürlich will der Bankberater, der ja prozentual an jedem Umsatz verdient, nicht 2 Stunden Beratung durchführen um dann eine Kleinanlage durchzuführen, die ihm auch nur eine keine Provision bringt. Rechnen wir doch einfach selber, wenn ich 3000 zur freien Verfügung habe und diese auf dem Sparbuch für 2% anlege ergibt dies 60 nach einen Jahr an Zinsen (die aber ja ganz ehrlich durch die Inflation schon wieder aufgefressen werden). Lege ich aber die 3000 an der Börse an und erziele einen, zurückhaltend gerechnet, Gewinn von 10%, sind dies 300, ziehen wir noch 50 (und das ist sehr hochgegriffen) für Ordergebühren ab, blieben noch immer 250 übrig also 190 mehr. Na dafür kann man schon mal schick essen gehen.

15 3.2 Risikostreuung Ein alter Börsenspruch besagt: Lege nie alle Eier in einen Korb, fällt der Korb runter sind alle Eier kaputt Will sagen, das bei einem noch solide recherchierten Wert kann es zu unvorhergesehen Kursbewegungen kommen. Daher sollte man das Risiko immer auf mehrere Branchen und, so es möglich ist, Länder verteilen. Dies gilt nicht nur für Aktien sondern auch für Fonds. So können wenn ein Wert abfallen sollte, die anderen diesen Verlust wieder ausgleichen. Jedoch sollte man auch nicht soweit streuen das man selber den Überblick verliert. Also nicht alle Eier in einen Korb aber auch nicht mehr Werte halten als man Hühner im Augen behalten könnte. Für den Einsteiger sind hier im Regelfall zwischen 3 und 10 verschieden Fonds und Aktien ein Wert der das Risiko gut streut aber den Überblick noch gewährleistet.

16 3.3 Informationssammlung Wie schon erwähnt gilt immer der Grundsatz:! Erst informieren, dann investieren! Nun ist es aber am Anfang gerade schwer seine Quellen für gute Informationen zu finden und dann auch noch zu Entscheiden welche Informationen wichtig und vor allem richtig sind. Da gibt es Newsletter (gerade im Umlauf) die eine sehr Marktenge Aktie mit der Schlagzeile Kursziel drastisch erhöht - weitere 150% Kurs-Gewinn erwartet anpreisen. Ist dies eine nützliche Information? Nein!!! Der Informationsgehalt und Nutzen solch übertriebener Kursversprechen ist Null, hier könnte genauso gut bekannt gemacht werden, dass das Verbrennen von Bargeld zu einer geringfügigen Erhöhung der Raumtemperatur führt. Solche Pseudo - Newsletter gibt es viele und sie vermitteln teilweise auch noch den Eindruck als wäre sie von seriösen Tests empfohlen. Bitte, Bitte, Bitte liebe Leser fallt auf so etwas nicht rein. Dann gibt es sehr gute und hilfreiche Aktienboards und Foren, in denen Profis und solche die sich dafür halten über die Feinheiten der einzelnen Oszillatoren und Volumenänderungen zur Aktie einer südamerikanischen Kupfermine austauschen. (verzeiht die kleine Übertreibung ). Dies hilft dem Anfänger sicher auch nicht weiter.

17 Aber wo gibt es nun gute Informationen? Und wie kann ich diese nutzen? Zunächst müssen wir uns Fragen wie viel an Information kann ich selber überhaupt verarbeiten und welche Informationen helfen mir bei meinem Wissensstand auch weiter. Also als Anfänger gilt es zuerst sich mit regelmäßigen Informationen zu Marktgeschehen, also dem Großen und Ganzen, zu versorgen, und dann, bei Interesse an einem einzelnen Wert, mehr Informationen zu diesem Wert zu Sammeln. Klingt kompliziert oder? Ist es aber gar nicht! Eine gute Quelle an Grundinformationen ist zum Anfang die Börse im Ersten kurz vor der 20 Uhr Tagesschau. Hier werden die aktuellen Trends und Aussichten, relativ leicht verständlich, in 5 Minuten zusammengefasst. Die folgende Tagesschau informiert dann über das Welteschehen, was ja nun auch noch Einfluss auf die Märkte haben kann. (Einfaches Beispiel: Dass die Entwicklung der Unruhen in verschiedenen arabischen Ländern auch Schwankungen für den Ölpreis bedeuten, ist dann doch vorhersehbar) Auch die Seite der Börse im Ersten ist eine gute Quelle für Grundlegende Infos. ( ) Wenn das Interesse auf einen bestimmten Markt oder Wert fällt, gilt es diese Grundinfos vor einer Entscheidung zu vertiefen.

18 Für mich ist hier immer noch oft genutze Quelle die Plattform wallstreet:online ( ) Dann sind da auch die Informationen, die die Onlinebank bei der Ihr Euer Depot oder Musterdepot habt bereithält. Hier sind News und Ad-hoc Meldungen zu den Unternehmen aufgeführt genau wie die Bilanzen und Kennzahlen, Orderbuch und Empfehlungen und vieles mehr. 3.4 Limits setzten Bei der Order (dem Kauf) von Werten und ganz besonders von marktengen Werten oder Werten die gerade ganz heiße News vermelden, immer Limits setzten. Dies verhindert, wenn aufgrund einer guten Meldung ein Wert gekauft werden soll, dieser dann aber durch eine sehr rasche Kursexplosion zum Höchstkurs eingekauft wird. Denn das macht dann keinen Spaß und die Wahrscheinlichkeit auf den erhofften Gewinn ist dahin. Da ist es dann besser durch ein Limit eine Bremse eingebaut zuhaben. Hierzu noch einmal der Chart der Deutschen Telekom im Zeitraum vom bis

19 ( Quelle: ) Hier sieht man leicht dass es zwar toll wäre am für 9,50 Euro eingestiegen zu sein, wer aber den Zuschlag dann bei 10,40 Euro bekommt ist schon nicht mehr ganz so erfreut. Daher immer Limits beim Kauf von Aktien setzen. 3.5 Trends beachten Überall und immer wieder wird es erwähnt, eine der Grundregeln im Börsengeschäft, The trend is your friend oder Folgen sie den Trends. Aber was ist ein Trend und was sagt uns das? Ein Trend ist ein Verlauf in eine Richtung die sich mit großer Sicherheit innerhalb Ihrer Grenzen fortsetzt.

20 Hier als Beispiel ein 2 Jahres Chart des DAX in dem ein anhaltender Aufwärtstrend sichtbar ist. Es gibt Aufwärts-, Seitwärts- und Abwärtstrends. Zu Anfang sollten nur Aufwärtstrends beachtet werden. Wenn wir in einen Wert investieren sollte dieser sich in einem Aufwärtstrend befinden. Sobald der Wert die untere rote Linie des Trendkanals nach unten durchbricht, sollten wir diesen Wert verkaufen. Dies begründet sich in den Grundlagen der Charttechnik, die wir später noch genauer unter die Lupe nehmen. Im Moment ist wichtig, dass sollte diese unter rote Linie durchbrochen werden, ist das Risiko relativ hoch das der Wert noch weiter fällt, also Verkauf. Dies führt uns direkt zur nächsten goldenen Regel.

21 3.6 Absichern durch Stop/Loss Ein weiterer sehr wichtiger Punkt. Schon beim Kauf einer Aktie sollten wir neben dem Limit auch einen Stop/Los setzten, sobald die Aktie in unserem Depot ist. Was ist ein Stop/Loss? Hiermit sagen wir unserer Depotbank, dass sie unseren Wert beim Erreichen einer bestimmten Untergrenze verkaufen soll. Es kann immer vorkommen, das zum Zeitpunkt des Kaufs ein Detail übersehen wurde, oder eine nicht so gute Nachricht für den Wert nachkommt die wir nicht einkalkuliert haben. Anderseits sind gewisse Schwankungen, z.b. durch Gewinn mitnahmen auch normal und sollten uns nicht beunruhigen. Deshalb setzten wir einen Stop/Loss. Meist wird dieser in einem Rahmen zwischen 3% bis 10% unter dem Einkaufswert. Das heißt kleine Schwankungen werden nicht beachtet, jedoch bei größeren Ausschlägen nach unten schütz der Stop/Loss uns vor höheren Verlusten. Er macht unser Risiko kalkulierbar!

22 Weiterhin ist es wichtig, und wird leider von vielen oft vergessen, den Stop/Loss im laufenden Trend mit nach oben zuziehen. So sichern wir entstandene Gewinne ab! Allein diese kleine, aber sehr sehr wichtige Regel, hätte bei den Crashs nach den Höhenflügen an der Börse, oder nach der Immobilien und Bankenpleite davor bewahrt sein Geld komplett zu verlieren. Den meisten privat Anlegern, wäre durch einen gut gesetzten Stop/Loss, anstelle einer totalen Pleite, sogar noch ein Gewinn übergeblieben. 3.7 Die eigenen Vorgaben beachten Dies hört sich sehr belanglos an, ist es aber nicht. Es gibt immer wieder an der Börse psychologische Effekte denen auch Profis nur schwer widerstehen. Ein einfaches Beispiel ist, dass viele Menschen sich, wenn sie sich lange mit einem einzelnen Wert beschäftigen und in diesen investiert sind, auf einmal anfangen ihre Regeln zu dehnen. Sie verkaufen den Wert nicht obwohl er die gesetzte Marke unterschreitet. Hört sich doof an oder? Aber glauben Sie mir, dies passiert immer wieder und auch Profis. Sollten Sie einmal 10 Jahre im Börsengeschäft sein und Ihnen ist das nie passiert, bitte sagen Sie mir Bescheid, dann sind Sie sehr außergewöhnlich gut und diszipliniert.

23 Dies ist nur ein kleines, aber sehr oft vertretenes, Beispiel. Dies genauer zu erörtern würde uns hier schon zu weit in die Marktpsychologie bringen. Wichtig ist zum Anfang nur: Halte dich an deine Vorgaben. Verkaufe einen Wert wenn er deine Vorgaben unterschreitet und Kaufe keinen Wert der direkt vorher einen nicht einplanten Höhensprung gemacht hat. Und vor allem Realisiere deine Gewinne (das heißt hast du ein Ziel erreicht mit einem Wert, und es ist nicht abzusehen, dass dieser weiter steigt, so verkauf die Aktie und nimm deine Gewinne mit). 3.8 Weitblickendes Handeln Achten Sie immer darauf ihre Prognosen und Schlussfolgerungen aus den zur Verfügung stehenden Informationen möglichst weitsichtig zu machen. Ein zeitnahes Beispiel ist die schreckliche Katastrophe in Japan. In verschieden Aktienforen wurde schon nach ein paar Tagen wild diskutiert welche Aktien am japanischen Markt wohl am schnellsten wieder steigen könnten. (Teilweise wurde das sogar von Leuten diskutiert, die meinten der Nikkei hätte 100 und nicht 225 Werte, soviel zu Kompetenz mancher Beiträge in solchen Foren) Dies ist der Blick auf das schnelle aber auch sehr unsichere und riskante Geschäft. Ein guter und gelassener Anleger denkt anders.

24 Er hinterfragt die Situation und überlegt zum Beispiel: Wie wird sich das auf den Markt der erneuerbaren Energie aus? Welche großen Firmen weltweit werden wohl beim Wiederaufbau tätig werden? Wie wirkt sich dies auf die Konkurrenz japanischer Hersteller aus? Diese Fragen werden dann zu Antworten führen, die die entsprechenden Werte nachhaltiger beeinflussen wird als ein kurzes Strohfeuer. 3.9 Lerne aus deinen Fehlern Die meisten Menschen neigen dazu mit Ihrem Erfolg zu prahlen, was ja auch OK ist. Aber viele vergessen dabei leider die Fehler, die sie gemacht haben und das wird schnell zum größten Fehler, weil sich so die kleinen Fehler immer wiederholen. Jeder Mensch macht Fehler und das ist auch nicht schlimm. Nur man sollte sie sich merken. Jedes Mal wenn wir einen Fehler machen, sollten wir ihn uns einrahmen und an die Wand hängen. Nur damit wir das nächste Mal z.b. auf unsere Vorgaben achten und nicht schon wieder zu spät verkaufen und vorher den Gewinn zu realisieren (und glauben sie mit ich habe selber Fehler eingerahmt die teurer waren als ein schönes Bild).

25 3.10 Habe ein Ziel Dies ist sozusagen das Gegenstück zu einem der Hauptfehler. Wir sollten uns immer ein Ziel setzten. Dieses Ziel muss einen realistischen Rahmen und ein klar definiertes Zielfenster haben. Habe ich mein Ziel erreicht, wird ein neues Ziel definiert oder Gewinn realisiert und Pause gemacht. Kein halbgares das lass ich mal so weiter laufen, ohne Ziel. Dies würde unweigerlich dazu führen, dass wir unsere Investition nicht mehr ernst nehmen und dann zum Misserfolg führen. Darum immer Ziele setzten und bei Erreichung ein neues Ziel setzten. Dies mag sich sehr einfach und allgemein anhören, aber glauben Sie mir, es ist sehr wichtig. Sonst passiert es nur allzu leicht, dass man als Anleger zuhause sitzt und sich über den Blaubeerfleck auf der 50 Euro Krawatte ärgert, aber nicht weiß was die Euro die in Wert XYZ angelegt sind gerade machen.

26 4. Anhang Was ist Börse? Also was ist Börse? Für viele ein Platz an dem sich, wie in dem Film Wallstreet, übermächtige und schwer reiche Menschen mit 2 sauteuren Designerschuhen, einer Seidenkrawatte und null Skrupeln, darum bemühen, mit möglichst viel Gewinn, Firmen kaputt zu machen. Das ist natürlich Blödsinn! Börsen sind Handelsplätze, Plattformen, an denen Anteilsscheine von dort notierten Aktiengesellschaften gehandelt werden. Wobei nicht jede Aktiengesellschafft ihre Anteile an der Börse handelt. Dieser Handel unterliegt strengen Regeln, was die Zulassung zu diesen Plattformen sowie auch den Handel darauf betrifft. Auch und gerade was die in Filmen so gern genannten, Insidertipps betrifft. Doch viele Menschen glauben an solche Mythen und Gerüchte, was dazu führt das die Börse von Anfängern oft wie ein Gebrauchtwagenmarkt betrachtet wird. Das ist sie aber nicht. Und komischer Weise informieren sich viele Menschen vor dem Kauf eines gebrauchten Autos weit besser, als bei der Investition ihres hart verdienten Geldes. Also sollen hier ein paar Grundlegende Informationen zum Marktplatz Börse gegeben werden um einen Überblick zu erlangen und zu verstehen, dass es sich nicht um den Wilden Westen handelt, sondern um ein gut organisiertes System, dessen Grundstruktur man kennen sollte.

27 (Zum Vergleich beim Autokauf will man sich ja auch vorher klar sein, ob es ein Diesel oder ein Benziner sein soll). Nun also zuerst eine kurze Zusammenfassung welche Börsen es gibt, wobei wir uns im Folgenden erst und hauptsächlich mit der Aktienbörse beschäftigen werden. Rentenbörsen: Renten sind festverzinsliche Wertpapiere (zumeist Anleihen), die an der Börse handelbar sind. Im Gegensatz zu Bundesschatzbriefen oder Sparbriefen, die nicht zum Handel an der Börse zugelassen sind, können Bundesanleihen, Bundesobligationen, aber auch Anleihen von Bundesländern, Kommunen oder Unternehmen an den Rentenmärkten gehandelt werden. Dies gilt auch für die Rentenmärkte im Ausland, nur heißen die Anleihen dort Gilts, Bonds usw. Auf einige der wichtigsten Rentenmärkte werden wir später noch zu sprechen kommen. Warenbörsen: An der Warenbörse werden keine Aktien und Finanzprodukte, sondern reale Güter gehandelt. Zu den Handelsobjekten zählen Rohstoffe, Nahrungsmittel oder landwirtschaftliche Produkte. Die Geschäfte an der Warenbörse werden entweder als sogenannte Lokogeschäfte (zur sofortige Erfüllung) oder als Warentermingeschäfte abgeschlossen.

28 Hier hat der Privatanleger nix verloren, es sei denn sie wollen sich 500 Tonnen Zucker in den Keller legen und auf Wertsteigerung hoffen. Dennoch kann auch der Privatanleger an Warenterminbörsen mit dem Auf und Ab der Warenpreise spekulieren. (Davor möchte ich aber schon hier am Anfang warnen, das ist ein Pflaster auf dem sich auch sehr gern die ganz, ganz großen eine blutige Nase holen. Also Finger ganz weit weg davon.) Terminbörsen: Dieses Börsensegment hat gewaltige Umsätze, hier werden Optionen und Futures gehandelt. (Einfach gesagt es wird geschätzt wie viel der Kurs einer Aktie in der Zukunft wohl Wert sein wird). Hier wird viel Geld verdient aber auch sehr viel Geld vernichtet.!!! Also wer nicht Vollprofi ist, Finger weg davon!!! Bisweilen werden diese Instrumente als Teil von Aktienoder Rentenbörsen geführt, darüber hinaus gibt es aber einige sehr große, reine Terminbörsen. Allen voran sind hier die Chicago Board oft Trade (CBOT), die Londoner LIFFE und die deutschschweizerische Terminbörse EUREX zu nennen. Während die bislang aufgeführten Börsen der Zusammenführung von Anlegern dienen, die von außen geschaffene Produkte unter dem Dach der Börsen handeln, ist dies an den Terminbörsen anders.

29 Die hier gehandelten Segmente Futures und Optionen werden nicht von der Industrie oder dem Staat herausgegeben, sondern repräsentieren künstliche Produkte, auch Derivate genannt. Sie werden von den jeweiligen Terminbörsen, die ja ebenfalls keine Institutionen sondern Unternehmen darstellen, entworfen und zum Handel angeboten. Die Derivate sind nichts anderes als eine vertragliche Absprache zwischen zwei Privatleuten, getroffen und vermittelt nach den Regularien der Terminbörsen, die sich dabei wie die anderen Börsen auch um das Zusammenführen der beiden Vertragsparteien und die korrekte, regelgerechte Abwicklung dieser Verträge bemühen. Was nun Future und Optionen sind und welchem Zweck sie dienen, (z.b. in der Analyse eines Wertes) werden wir später besprechen. Die Aktienbörse: (endlich, dass was uns in der Hauptsache interessiert) Jedes entwickelte Land, und sei es auch noch so klein, verfügt über zumindest eine solche Institution. In Deutschland gibt es momentan acht Aktienbörsen, von denen die Frankfurter Börse und der elektronische Xetra Handel jedoch den Löwenanteil der Umsätze auf sich vereinigt.

30 An diesen Aktienbörsen werden Aktien, also Anteilsscheine an Aktiengesellschaften (AG) gehandelt. Und wenngleich nur ein kleiner Teil der tatsächlich existierenden Aktiengesellschaften auch tatsächlich zum Börsenhandel zugelassen ist es ist dennoch eine außerordentlich beträchtliche Anzahl. Immerhin waren in Deutschland Ende 2000 von rund Aktiengesellschaften ca börsennotiert. Anleger, die Aktien einer Gesellschaft besitzen, können diese über die Börse wieder in Geld verwandeln. Genauso kann sich jedermann, der sein Kapital in die Beteiligung an einer Aktiengesellschaft investieren will, über die Börse mit den gewünschten Anteilen versorgen so diese denn auch tatsächlich zum Börsenhandel zugelassen sind. An einer Aktienbörse werden Aktien gehandelt. Alle dort zugelassenen Werte unterliegen dabei denselben, von der jeweiligen Börse erlassenen Regularien. Dabei ist es aber durchaus möglich, dass auch Anteile von Unternehmen gehandelt werden, die ihren Sitz in einem anderen Land als die jeweilige Börse haben. In diesem Fall unterliegt der Handel dieser Aktien aber trotzdem den gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes in dem der Börsenstandort ist. (Kleiner Ausflug in die Vergangenheit und etwas aus meinem Nähkästchen nach so viel Theorie: Jeder der bis hier gelesen hat, sollte schon jetzt dem Internet und seinen Möglichkeiten danken. Heutzutage gibt man seine Order online auf und sie wird in Bruchteilen von Sekunden eingestellt.

31 Als ich angefangen habe gab es noch kein wirklich funktionierendes Online -Banking oder -Broking (die älteren Leser werden das Wort BTX noch kennen), das heißt neben der Mühsamen Beschaffung von Informationen die auch noch aktuell sein müssen, kam es durchaus vor das ich kurz vor Börsenschluss noch eine Order ausführen wollte, aber der Telefonanschluss meiner Bank war besetzt und mein Broker nicht erreichbar. Ich denke auch ohne großes Fachwissen, lässt sich vorstellen, dass eine solche Situation mehr als ärgerlich sein kann. Also freut euch schon vorab, dass diese Probleme heute nicht mehr auftreten ) Platz für Notizen und Fragen:

32 Aktien und Aktienkurse eine Einführung Aktien was ist das und wie bildet sich ein Kurs? Eine Einführung. Also versuchen wir zuerst zu klären was eine Aktie eigentlich ist. Also wieder ein kurzer Blick ins Börsenlexikon: Eine Aktie ist ein Anteil an einer Aktiengesellschaft ( ach was *Anmerkung von mir), der entsprechende Mitgliedschaftsrechte verbrieft. Die Aktie dient der Aktiengesellschaft zur Beschaffung von Eigenkapital. Soweit so gut. Dass man mit einer Aktie einen Anteil an einem Unternehmen erwirbt scheint klar und muss nicht weiter erläutert werden denke ich. Ein kurzer Satz soll aber zu dem Wort Eigenkapital in der Erläuterung fallen. Es ist so, dass nicht etwa einem Unternehmen Geld geliehen wird, dies wären Schulden und somit Fremdkapital, sondern man sich beteiligt, ist also für den Zeitraum des Aktienbesitzes Mitinhaber des Unternehmens und das Unternehmen somit über mehr Eigenkapital verfügt. (historische Aktie der Maschinenfabrik Kappel aus Chemnitz)

33 Als Beispiel (nicht nur für die Aktie sondern auch für das Zustandekommen von Aktienkursen ) gehen wir doch auf unseren Obstmarkt. Hier hat der Apfelverkäufer einen Stand der einen Wert von hat. Wenn dieser nun (wofür auch immer also neue Plane um den Stand, neue Waage oder anderes) Kapital benötigt aber keine Schulden machen will, so gibt er Aktien aus. Sagen wir er will 30% seines Standes an Aktionäre abtreten umso Eigenkapital für Investitionen zu erzielen. Dann gibt er 3000 Aktien mit einem Nennwert von je einem Euro aus. Kaufen kann diese Aktien jeder, der meint eine Investition in den Apfelstand wäre eine gute Sache. Nun ist es aber nicht so, dass der Apfelhändler 3000 in der Tasche hat und erst mal Urlaub damit machen kann, weit gefehlt, er hat nun Mitunternehmer denen er auch erklären muss was und weshalb er das mit dem Geld machen will. Also je mehr der 3000 Anteilsscheine man besitzt desto mehr darf man mitentscheiden was mit dem Apfelstand in Zukunft gemacht wird. (Ok als Privatanleger hat man bei großen AGs keinen direkten Einfluss auf die Entscheidungen des Unternehmens, aber man hat Stimmrechte auf Aktionärsversammlungen aber wie das genau läuft kommt später). So nun haben wir also 3ooo Anteile mit einem Nennwert von einem Euro, das heißt aber nicht, dass der Kurs bei der Emission der Aktie (also wenn Sie an den Markt gebracht wird) auch 1 betragen muss. Warum? Nun wenn viele Menschen denken das eine Investition ins Apfelgeschäft gerade eine gute Sache ist, wird der Kurs höher liegen. Bedeutet: in dem Fall Leute gibt die davon ausgehen, das ein Anteil von 1 an dem Stand mehr Wert ist als 1, weil gute Geschäfte zu erwarten sind und somit mehr für einen Anteil daran bezahlen (Wichtig, dies ist eine der Grundlagen an der Börse, die Anleger kaufen und verkaufen nicht, was

34 etwas tatsächlich im Moment Wert ist sondern, was sie meinen, dass es in Zukunft Wert ist, oder auch nicht mehr Wert ist). Also finden sich in der Masse der Apfelfreunde genügend Leute die bereit sind, z.b. 1,10 für einen Anteil am Stand zu bezahlen wird dies der erste Kurs, was gut für den Besitzer ist, da er mehr Kapital bekommt als er an Wert abgibt( in diesem Fall bekäme er 3300 Euro dafür das seine neuen Miteigentümer 3000 Euro seines Standes besitzen). Bekommt er allerdings weniger als 1 je Aktie so ist der Start schon mal nicht so gut da er mehr Anrecht an seinem Unternehmen abgibt als er an Kapital dafür bekommt. Nach dieser Emission bildet sich der Kurs durch den Markt (Aktienmarkt nicht Obstmarkt in diesem Fall), sprich will ein Anteilseigner seine Anteile verkaufen zu einem bestimmten Preis (sagen wir mal 1,15) und jemand anderes ist bereit diesen Preis dafür zu bezahlen so wird hierdurch ein neuer Kurs von 1,15 ermittelt. Der Kurs steigt also. Andersrum gilt dasselbe. Also will jemand (z.b. weil er glaubt Äpfel wären kein so gutes Geschäft mehr oder der Stand wäre nun nicht mehr so attraktiv für Obstkunden) seine Anteile Verkaufen und ist bereit diese für einen Preis von 1,05 abzugeben und sie werden auch zu diesem Preis von jemanden gekauft, so fällt der Kurs der Apfelstand Aktie. Dies alles funktioniert auch so an der Börse, durch Ihre Kauf und Verkauf Orders. Früher tatsächlich noch mit rumschreienden und wild mit den Amen winkenden Händler auf dem Parkett, heute in Sekundenbruchteilen und Millionenfach am Tag durch elektronischen Handel.

35 Investmentfonds eine Einführung Einführung Investmentfonds und Aktienfonds: Was ist das und welche Arten gibt es? Nachdem wir schon ein wenig über Börse und Aktien gesprochen haben, kommen wir nun zur Anlageform der Investmentfonds. Diese bieten gerade für Einsteiger und Anfänger ins Börsengeschäft eine gute Möglichkeit der Geldanlage mit höherer Risikostreuung und Absicherungsmöglichkeiten. Gerade beim Einstieg in den Wertpapierhandel bieten Investmentfonds eine gute Alternative zur Direktanlage in Aktien, da hier langfristige Ziele verfolgt werden und, durch die Verwaltung von Profis, eine etwas höhere Bequemlichkeit für den Anleger erreicht wird, da er nicht so viel Aufwand mit der Marktbeobachtung und Analyse betreiben muss. Die Grundidee eines Investmentfonds ist zuerst einmal, das Kapital vieler Anleger zu Bündeln und es nach definierten Grundsätzen Anzulegen. So ergibt sich eine breitere Aufstellung und Risikoverteilung, als bei der Anlage in Einzelwerten. Als kleines Beispiel kommen wir wieder zu unserem Obstmarkt. Wenn wir in den schon erwähnten Apfelstand am Markt investieren, wäre es denkbar schlecht, wenn die Apfelernte in einem Jahr sehr sehr schlecht ausfällt. Dies würde einen weitest gehenden Verlust unserer Investition zur Folge haben. (das wollen wir ja nun nicht).

36 Wenn wir aber unser Geld mit vielen anderen zusammenlegen, somit viel mehr Kapital zum Einsatz bringen können, und einen Profi beauftragen kann er für uns das Risiko streuen. Er wird nicht nur in Äpfel sondern auch in Birnen, Bananen, Kirschen und so weiter investieren. Fällt nun die Apfelernte ins Wasser, können die Verluste in diesem Bereich durch Zugewinne in anderen Bereichen minimiert und bestenfalls sogar mehr als nur ausgeglichen werden. Der Umstand das ein Profi für uns den Markt beobachtet verringert zu dem noch die Wahrscheinlichkeit das wir Neuigkeiten über die Lage am Obstmarkt verpassen oder nicht auf sie reagieren können, denn das ist sein Job. Es gibt tausende von Investmentfonds und somit auch unzählige Risikoklassen. Hier ist wie immer zu beachten das höhere Rendite- (also Gewinn-) Chancen zumeist auch mit einem höheren Risiko verbunden sind. Es gilt also auch hier sich vor der Geldanlage gut zu Informieren und seine eigene Zielsetzung und Risikobereitschaft festzulegen und sich da jeweilige Fondsprospekt durchzulesen und zu verstehen. Rentenfonds: Nicht gerade die Popstars unter den Fonds, dafür aber besonders risikoarm. Rentenfonds investieren überwiegend oder ausschließlich in festverzinsliche Wertpapiere. Sie erwirtschaften ihren Wertzuwachs durch die Zinszahlungen und den Handel mit den gehaltenen Wertpapieren (diese sind zum Beispiel Staatsanleihen, Kommunalobligationen oder Pfandbriefe). Rentenfonds gelten als sehr sicher sind dabei bei Anlegern sehr beliebt die langfristig orientiert sind. Diese Sicherheit bietet dafür meist aber eine nicht sonderlich attraktive Rendite.

37 Euro Rentenfonds: Die Wertpapiere in diesen Fonds sind ausschließlich in Euro, daher gibt es hier kein Währungsrisiko. Sehr sichere Anlagemöglichkeit zur Absicherung, aber keine große Renditechancen. Fremdwährung Rentenfonds: Sie investieren in Anleihen in fremder Währung. Hierdurch lässt sich an den höheren Zinsen fremder Länder partizipieren, dafür ist aber auch ein Risiko durch schwankende Wechselkurse. Es gibt Mischfonds oder Fonds die sich auf bestimmte Währungen wie Yen, Pfund oder Dollar spezialisieren. High Yield oder auch Junks Bonds: Hier macht der Name es schon. High Yield (großer Ertrag) oder Junk Bonds (SchrottBonds), hier werden Anleihen deren Emittenten (also Herausgeber) durch Rating Agenturen schlechte Bewertungen bekommen und nicht alle notwendigen Bonitätserfordernisse erfüllen benannt. Diese hohe Risiko wird versucht mit einem möglichst hohen Zinskupon abzugelten. Es gibt Fonds die auf von Junkbonds als Hauptschwerpunkt haben. Ich persönlich halte diese Form der Investmentfonds für sehr kritisch, da ein sehr hohes Risiko unter dem Sicherheitsmantel von Fondsgesellschaften vermittelt wird.

38 Aktienfonds: Die Klassiker unter den Investmentfonds, wie der Name sagt investieren diese Fonds in Aktien und werden hier auch im weiteren Verlauf am meisten behandelt werden. Sie sollten für den Einsteiger am Aktienmarkt die Basisanlage in seinem Depot sein. Aktienfonds gibt es in den unterschiedlichsten Risikoklassen und Ausrichtungen. Hier geht es von Fonds die sich auf bestimmte Länder konzentrieren über Branchen und Nebenwerte bis zu Ökofonds. Hier kann der Anleger entscheiden ob er sein Investment in Richtung nachhaltiger Energiegewinnung (z.b. Ökofonds) ausrichten will, oder lieber in internationale Banken oder auch in bestimmte Branchen(Automobile, Internet, Bau und und ). Da es in eigentlichen allen Bereichen, Aktienfonds mit unterschiedlicher Risikostruktur gibt, lege ich Anfängern an der Börse nahe, sich zuerst mit Aktienfonds auf einem Gebiet zu beschäftigen, welches auch sonst sein Interesse hat. Dies bietet mehrere Vorteile. Zum ersten lässt sich für den Einsteiger der Gesamtmarkt dieser Branche besser einschätzen (zum Beispiel wird jemand der sich eh gern über Autos informiert eher einschätzen können wie ein neues Fahrzeugmodel einer Firma sich am Markt entwickeln wird, wie jemand der sich überwiegend mit Smartphones beschäftigt) und er wird Neuigkeiten und Nachrichten aus diesem Bereich schneller und mit größerem Interesse aufnehmen. Zum anderen führt dieses, schon vorhandene Interesse, dazu, das sich die daraus resultierenden Entwicklungen am Wertpapiermarkt leichter nachvollziehen und erlernen lassen. Aktienfonds werden im weiteren Verlauf hier auch einer der Hauptbestandteile von Musterdepots und weiterem werden.

39 Indexfonds: oder ETFs (Exchange Traded Funds) Eine Sonderform der Aktienfonds. Sie bilden, wie der Name auch hier sagt die Indizes der Börse nach. In den letzten Jahren finden diese Fonds mehr und mehr Zulauf und Aufmerksamkeit. Diese Fonds werden auch als passive Fonds bezeichnet, weil sie sich in Ihrer Zusammensetzung an den jeweiligen Index halten und somit nicht aktiv gemanagt werden. Platz für Notizen und Fragen zu den Punkten 3. und 4. Aktien und Fonds.

40 DAX, Dow & Co, was ist ein Börsenindex und was sagt er aus? DAX, Dow & Co, Börsenindizes und was sie sind und aussagen. Die Begriffe DAX und Dow-Jones fallen häufig, sogar jeden Abend in den Nachrichten, aber was ist das überhaupt? Es sind Indizes für den Aktienmarkt, aber was ist ein Index? Kurzes Nachgeschlagen in einem Börsenlexikon führt zu der Antwort: Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Kursentwicklung des Aktienmarktes insgesamt und/oder einzelner Aktiengruppen (z. B. DAX). Aktienindizes sollen den Kapitalanlegern eine Orientierungshilfe für die Tendenz am Aktienmarkt bieten. Alles Klar? Nicht? Einfacher erklärt ist ein Index eine Art Barometer, eine Angabe die Entwicklungen der erfassten Werte wiedergibt. Jeder kann sich seinen eigenen Index erstellen und nicht nur am Aktienmarkt. Ein einfaches Beispiel (wieder auf unserem Obstmarkt): Sie notieren sich jeden Tag (oder einmal die Woche) auf dem Markt die Preise für 1 Kg Äpfel, Birnen, Bananen und Kirschen. Addieren die Preise und teilen sie durch 4 (da ja vier Werte erfasst werden). So haben Sie Ihren eigenen Obstmarktindex. Werden alle Sorten, oder der Großteil der Sorten teurer steigt der Index, werden mehr Sorten billiger fällt der Index. Das Problem hierbei ist, dass unser Obstmarktindex uns nicht hilft wenn wir etwas über den Preis von Erdbeeren wissen wollen. Also könnten wir den Index erweitern, oder noch besser einen Index für Südfrüchte und heimisches Obst anlegen, oder.

41 Sie sehen ein Index kann sehr hilfreich sein, allerdings nur dann wenn man weiß was er beinhaltet. Aktienindizes sind gar nicht so viel anderes (nur ist die Berechnung etwas komplexer, nach der sogenannten Laspeyresformel) als unser kleiner Obstmarktindex, nur hilft es am Aktienmarkt auch nicht, wenn man liest der Dow-Jones steigt, aber nicht weiß welche Werte in ihm vertreten sind. Gerade als Anfänger am Aktienmarkt sollte man aber wissen was diese Kennzahlen aussagen und wie sie sich zusammensetzen. Also hier eine kleine aber sinnvolle Zusammenfassung der wichtigsten Indizes, wobei ich auf den deutschen Aktienmarkt etwas genauer eingehe. Also hier die wichtigen deutschen Indizes: Der DAX: die große Kennzahl des deutschen Aktienmarkts, in ihm werden die 30 wichtigen deutschen Aktien zusammengefasst. Diese machen ca. 75% des inländischen Grundkapitals börsennotierter Unternehmen aus und 85% der Börsenumsätze. Der DAX wurde am eingeführt. Hier ein Chart des Dax der letzten 10 Jahre (Quelle: )

42 Da der DAX der Deutsche Leitindex ist und hier die deutschen Bluechips, also die größten deutschen Aktiengesellschaften versammelt sind hier eine Auflistung der DAX Werte (Stand , Quelle Wikipedia) Name Börsenwert in Mio. Indexgewichtung in % Branche Adidas 8.997,34 1,6914 Sportartikel Allianz ,74 7,1178 Versicherungen BASF ,29 7,7302 Chemie Bayer ,96 7,9377 Chemie und Pharma Beiersdorf 4.212,88 0,7920 Drogerie und Kosmetikgüter BMW ,68 2,8651 Automobilproduktion Commerzbank 4.688,73 0,8814 Banken

43 Daimler ,78 6,6434 Automobilproduktion Deutsche Bank ,71 5,3738 Banken Deutsche Börse 9.422,19 1,7713 Sonstiger Handel Deutsche Post ,58 2,0618 Gütertransport Deutsche Telekom ,81 5,7846 Telekomdienstleister E.ON ,21 7,7556 Energieversorger Fresenius Medical Care 8.314,51 1,5630 Medizintechnik Fresenius SE 4.674,08 0,8787 Medizintechnik HeidelbergCement 5.009,54 0,9417 Baumaterial und - komponenten Henkel 7.075,74 1,3302 Drogerie und Kosmetikgüter Infineon 5.025,10 0,9447 Halbleiterindustrie K+S 6.177,38 1,1613 Chemie Linde ,22 3,1088 Sonstige Energie / Rohstoffe Lufthansa 6.049,36 1,1372 Fluggesellschaften MAN 7.457,19 1,4019 Fahrzeuge und Maschinen Merck 4.638,50 0,8720 Pharma Metro 5.961,64 1,1207 Kaufhäuser Munich Re ,19 3,2746 Versicherungen RWE ,46 3,9894 Energieversorger

44 SAP ,41 6,1468 Standardsoftware Siemens ,21 9,9974 Elektro und Elektronik ThyssenKrupp 7.840,34 1,4739 Stahl Volkswagen ,80 2,2513 Automobilproduktion Der MDAX: Er umfasst 50 Werte deutscher mittelgroßer Unternehmen aus den klassischen Branchen. Mittelgroß heißt hierbei, dass ihr Marktanteil geringer ist als der der 30 DAX Unternehmen, hier befinden sich Werte wie Continental AG, Fielmann AG und ProSiebenSat1 Media AG. Zu seiner Einführung am waren noch 70 Werte im MDAX aufgeführt, dies wurde am auf 50 Werte reduziert. Hier der MDAX-Verlauf der letzten 5 Jahre (Quelle: )

45 Der TecDAX: Der Index für Technologiewerte in Deutschland. Hier sind die 30 größten zusammengefasst. Der TecDAX startete am als Nachfolger des Nemax 50, welcher durch Insidergeschäfte und Bilanzfälschungen einen nicht mehr ganz so guten Ruf genossen hat. Hier der TECDAX-Verlauf der letzten 5 Jahre (Quelle: ) Ausländische Indizes: Der Dow-Jones: Der wohl bekannteste Index den es gibt, obwohl der Dow (wie ihn seine Freude verkürzt nennen) schon recht alt ist. Er wurde 1896 von den Gründern des Wall Street Journals und des Unternehmens Dow Jones, den Herren Charles Dow und Edward Jones ins Leben gerufen und umfasst heute die 30 größten US-Unternehmen.

46 Und weil der DOW schon so lange da ist hier ein Langzeit- Chart des DOW JONES Industrial Avarage seit 1900 (Quelle: ) Der Standard & Poor s oder S&P 500: Nicht ganz so bekannt wie der Dow Jones, aber einer der meistbeachteten Aktienindizes der Welt. Er umfasst die, nach Marktkapitalisierung gemessen, 500 größten börsennotierten US-Unternehmen.

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