Geldanlage einfach. (Ein Aufsatz von Bertram Schaier )

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1 1 Geldanlage einfach. (Ein Aufsatz von Bertram Schaier ) Die nachfolgenden Ausführungen sind meine persönliche Meinung. Sie basieren auf meinen Erfahrungen und sollen ein Gedankenanstoß für andere sein. Es gehört zum Stiftungszweck der Bertram und Ursula Schaier Stiftung die Selbstverantwortung der Menschen zu fördern. Deshalb dieser Aufsatz zum kostenlosen Download. Gerade in der Geldanlage gehört es zur Selbstverantwortung eines jeden, sich das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen zu lassen. Wenn ich heute Geld sparen (anlegen) möchte, bin ich konfrontiert mit einer Unzahl von sog. Finanzprodukten. Ich kann (soll) auswählen unter: Zertifikaten, Optionsscheinen, Knock-out-Papieren, Bonds, Calls, Puts und, und, und. Der Finanzmarkt wird immer komplexer und damit undurchsichtiger. Es scheint, als würde der normale Anleger nicht ohne Beratung eines Finanzfachmannes auskommen. Die Bewertung, ob diese Komplexität von Banken und Versicherungen gewollt ist, überlasse ich jedem selbst. Ich persönliche bekenne, ich bin in diesem Punkt ein Schuft, der Böses dabei denkt. Ich mache es mir einfach, denn es ist einfach! Die meisten Finanzprodukte sind letztlich Ableitungen (Derivate) von: (Sparbuch) Anleihe Aktie Immobilie

2 2 Ich frage mich, warum soll ich eine Ableitung dieser Hauptprodukte kaufen? Diese Derivate können doch nur so gut sein wie das Hauptprodukt selbst. Ich persönlich halte mich an diese. Diese Hauptprodukte verstehe ich. Sie sind leicht zu begreifen. Wenn ich etwas verstehe, mache ich mich unabhängig von einem Berater. Übrigens: wenn diese bei ihren Beratungen immer so beraten würden als sei Ihr Kunde gegenüber ihr Vater, Mutter, Bruder, Schwester! Ich frage mich: Wie soll ich also mein Geld anlegen? Wo rentiert sich mein Geld am besten? Wer verdient am meisten Geld? Es sind doch Unternehmer oder Institutionen wie Banken und Versicherungen. Also versuche ich mich da dran zu hängen. Aber wie? In dem ich Miteigentümer werde oder mein Geld gegen Zinsen verleihe. Also Wenn die Geldanlage langfristig (7 Jahre und länger) ist, bevorzuge ich Aktien. Warum? Ganz einfach: Wenn ich die Statistiken über die Rendite von Geldanlagen heranziehe, schlägt die Beteiligung an Unternehmen der in den Indices der Börsen (DAX, Dow Jones etc.) gelisteten Unternehmen auf Dauer alle anderen Anlagen. Der Dax hat seit Bestehen über den Verlauf von 50 Jahren durchschnittlich rund 9% pro Jahr zugelegt. Dies verwundert nicht. Unternehmen schaffen mit ihren Produkten und Dienstleistungen Mehrwert für den die Kunden bezahlen. Außerdem werden wertvolle Sachwerte (Grundstücke, Immobilien, Patente u.a.) geschaffen. Unternehmen sind die größten Kreditnehmer von Banken. Sie zahlen die Kredite plus Zinsen zurück (sonst würden sie keine Kredite von den Banken bekommen). Das können sie aber nur, wenn sie auch Geld verdienen. Ein, wie ich finde, wichtiges Indiz für eine Firmenbeteiligung - und nicht anderes ist eine Aktie eine Unternehmensbeteiligung. Nebenbei bemerkt: wenn ich zu anderen sage ich habe ein paar Unternehmensbeteiligungen werde ich immer sehr respektiert angesehen. Wenn ich aber sage ich habe Aktien sagt er Gesichtsausdruck oh, je!, alle können

3 3 mitreden und wissen, dass das etwas sehr schlechtes ist Mit Aktien und wie man eine Bundesligamannschaft trainieren muss, kennen sich alle aus. Aktien sind Unternehmensbeteiligungen! Punkt! Wenn ich mich an Unternehmen, die Geld verdienen beteilige, verdiene ich auch Geld! Punkt! So einfach ist es! Wenn ich heute eine Aktie zum Kurswert von 100 Euro kaufe und diese Aktie morgen einen Kurswert von 98 Euro hat, habe ich doch nur einen Buchverlust. Einen echten Verlust habe ich nur dann, wenn ich morgen zu 98 Euro verkaufe! Durch regelmäßigen Nachkauf über einen längeren Zeitraum habe ich den Vorteil, dass ich die Aktien bei unterschiedlichen Kaufpreisen zu einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis ( Cost Average-Effekt ) kaufe. Gerade bei einem langfristigem Anlagezeitraum (Anlagezeitraum: 7 bis x Jahre) können größere Kursschwankungen so unter dem Strich sogar zu einer Verbesserung der Rendite führen. Ach ja, da ist ja auch noch das alte Vorurteil um Aktien zu kaufen muss man reich sein und große Geldbeträge haben. Falsch! Genau genommen kann ich auch nur eine Aktie kaufen. Allerdings ist zu empfehlen, wegen der anfallenden Kaufspesen mind. 500, besser Euro pro Wert zu investieren. Bei einer langfristigen Anlage ist das Thema Kaufspesen zu vernachlässigen, weil diese sich ja auf die Jahre verteilen. Welche Unternehmen haben also in der Vergangenheit ständig Geld verdient und werden deshalb vermutlich auch in der Zukunft Geld verdienen, werden größer und machen durch Investitionen das Unternehmen wertvoller? Da wiederum hilft mir die Frage: Wer stellt die Produkte her, die ich und andere Menschen in den Supermärkten hier und auf der ganzen Welt kaufen und verbrauchen? Tag für Tag!?

4 4 Wenn ich in meinen Einkaufswagen schaue, finde ich dort Produkte von PROCTER & GAMBLE, COLGATE (gehört zu Procter und Gamble), JOHNSON & JOHNSON, UNILEVER (gehören Marken wie Knorr, Langnese, Rama, Becel, Lätta, Bertolli u.a.). Unilever hat ,9 Mrd. Euro Gewinn gemacht. Gehe ich mal zum Spaß auf die Internetseite von NESTLÉ (www.nestle.de), finde ich mind. ein Produkt dieses Konzerns, das ich immer wieder kaufe. Es gibt viele Produkte die ein Supermarkt unbedingt haben muss! Jeden Tag wird irgendwo auf der Welt eine McDONALD s-filiale eröffnet. Denke ich an meinen letzen Krankenhausaufenthalt, fallen mir die folgenden Firmennamen immer wieder auf: Verbandsstoffe von BEIERSDORF, medizinische Geräte von SIEMENS, MEDTRONIC, GENERAL ELECTRIC. Auf was verzichten Frauen, auch in der größten Krise, nicht? auf Kosmetik. Von L OREAL zum Beispiel hat, so glaube ich, jede Frau mind. ein Produkt im Bad oder in der Handtasche. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit einem NOKIA-Handy telefoniert, ist sehr hoch. Kein Wunder, Nokia ist Weltmarktführer. (Update : Heute trifft dieser Satz nicht mehr zu. Nokia spielt am Handymarkt nur noch eine kleine Rolle. Hin und wieder muss man sich schon um seine Firma kümmern. Wenn die Kursrückgänge über einen größeren Zeitraum zurückgehen, sollte schon mal nachgefragt werden warum das so ist.) Vermutlich nutzen die meisten Menschen täglich ein Produkt von MICROSOFT (deshalb wurde der Firmengründer Bill Gates einer der reichsten Menschen der Welt) oder APPLE, haben an Ihrem Arbeitsplatz ein Netzwerk von CISCO oder ein ERP- Programm von SAP oder ORACLE. Wenn jemand einen Herzschrittmacher trägt, ist er mit hoher Wahrscheinlichkeit von MEDTRONIC. Hand aufs Herz: Wer will glauben, dass, Krisen hin oder her, in der

5 5 Zukunft weniger Herzschrittmacher implantiert werden, weniger Windeln von Procter & Gamble verbraucht werden, oder sich die Menschen weniger waschen und pflegen werden? Ah ja von wem ist eigentlich der Kaugummi den ich gerade kaue? WRIGLEY gibt es bestimmt schon 100 Jahre. Ich rasiere mich mit GILETTE- Rasierklingen - das ist Procter und Gamble. Andere bevorzugen die Trockenrasur mit BRAUN: Das ist wiederum Gillette, also wieder Procter& Gamble. Statt mich über die Spritpreise zu ärgern, habe ich Aktien einer der großen Mineralölfirmen gekauft, um so am Gewinn teilzuhaben oder statt über die steigenden Krankenkassenbeiträge zu jammern, habe ich mich an einem Pharmakonzern beteiligt. Ich kenne eine Frau, die benutzt nur Niveaprodukte. Vor Jahren hat sie sich auf meinen Tipp hin Aktien von Beiersdorf gekauft und verdient nun mit der Wertsteigerung mehr, als sie für ihre Niveaprodukte ausgibt. Das sind nur einige Beispiele und weitere Indizien mich an solchen Unternehmen zu beteiligen. Unternehmen die Verbrauchsprodukte des täglichen Bedarfs herstellen oder Geräte bzw. Dienstleistungen die jeder braucht. Wenn ich Langzeitcharts von den oben genannten Unternehmen anschaue (ist heutzutage per Internet leicht einsehbar), stelle ich fest, dass der Chartverlauf seit Jahrzehnten nach oben geht. Und Krisenzeiten in denen der Buchwert nach unten ging, gab es immer wieder. Aktien dieser Weltmarktführer kaufe ich und lasse sie im Depot liegen. Investition statt Spekulation! Der Chartverlauf muss nicht ständig überprüft werden solche Aktien machen also keine Arbeit. Ja, aber so höre ich die Profis, die genau wissen, dass Aktien gefährlich sind, auch diese Firmen können einmal Bankrott gehen. Ja, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist gering. Trotzdem würde ich nie alles Geld in ein Unternehmen investieren, sondern aufteilen auf mehrere (5-10 Werte). Wenn von zehn Weltmarktführern einer Bankrott gehen sollte, gleiche ich das mit den anderen neun leicht wieder aus.

6 6 Und nicht zu vergessen ist, dass ich diese Geldanlage, sei es teils oder ganz, von heute auf morgen flüssig machen kann. Für Marktführer gibt es immer zig tausende Abnehmer an der Börse. Außerdem macht es Spaß von seiner Firma Produkte zu kaufen das ist wie Rabatt bekommen. Ich bin Miteigentümer (Aktionär) von Coca-Cola und freue mich bei jedem Bistro- oder Restaurantbesuch wie viele Menschen meine Produkte konsumieren. Zusammengefasst halte ich die langfristige Geldanlage mittels Aktien für die rentierlichste und, so wie oben beschrieben praktiziert (auf Globalplayer setzen und auf mehrere Marktführer die Anlage verteilen das Depot gewinnt, nicht der Einzelwert), für eine der sichersten! Ich investiere in Unternehmen. Und die sind es, die letztendlich Geld verdienen. Investieren, sich an einem Unternehmen beteiligen, bedeutet langfristig anlegen und hat nichts mit heute kaufen und morgen verkaufen zu tun. Am rein und raus verdienen nur die Banken egal ob die Kurse sinken oder steigen. Literaturhinweis zum Thema Aktien: Joachim Brandmaier, Alles über Aktien. Zu beziehen über Börse Aktuell, Postfach , Stuttgart, 9 Euro, Ein weiteres, leicht zu verstehendes Grundprodukt ist die Anleihe. Ein Land, eine Einrichtung oder ein Unternehmen (Schuldner) sucht Geldgeber (Gläubiger) um z. B. ein bestimmtes Projekt oder eine Investition realisieren zu können. Geboten wird dafür ein Zinssatz der zwischen dem gebotenen Sparzins und dem marktüblichen Kreditzins liegt. Eine Anleihe hat einen festen Zinssatz (der sog. Kupon) und eine feste Laufzeit. Die Zinsen werden jährlich ausbezahlt. Der Anteilschein wird täglich an der Börse gehandelt. Der Preis für einen Anteilschein ist (meistens) 100 Euro wert und wird am Ende der Laufzeit zu diesem Preis zurückbezahlt. Währen der Laufzeit wird der Handelswert den Marktzinsen angepasst. Gehen die Marktzinsen rauf, wird

7 7 der Schein billiger, sonst würde ihn ja keiner kaufen oder umgekehrt, geht der Marktzins runter, dann wird der Schein teurer. Auch damit lässt sich natürlich spekulieren. Das sollte aber nicht das eigentliche Motiv für einen Kauf sein. Der Handel mit Anleihen hat aber den Vorteil, dass ich meine Anteilscheine jederzeit am Markt zu Geld machen kann. Wichtig bei Anleihen ist, darauf zu achten, dass der Schuldner bei Fälligkeit auch zurückzahlen kann (Bonität). Anleihen von der Bundesrepublik Deutschland, großen Versicherungen, Banken, v.a. Sparkassen und Volksbanken, sog. AAA-Schuldner sind hier zu nennen. Anleihen machen ebenfalls keine dauerndes sich dauernd mit der Anlage beschäftigen notwendig. Auswählen, kaufen, liegen lassen, Zinsen kassieren. Das gute alte Sparbuch ist eigentlich keine Geldanlage und bringt wenig Zinsen, aber erfüllt nach wie vor einen wichtigen Zweck. Auch ich habe ein Sparbuch. Ein Dauerauftrag mit einem festen Betrag sorgt dafür, dass ich immer eine kleine Reserve für nicht einplanbare Anschaffungen und Kosten zur Verfügung habe. Mein normales Monatsbudget wird so durch unvorhergesehene Reparaturen im Haushalt, wie defekte Elektrogeräte etc. nicht belastet. Ich nutze diese Reserve auch gerne für Dinge die die Welt nicht braucht. (Update : Wer Rücklagen auf dem Sparbuch hat, kann auch noch eine andere Geldanlage nutzen, nämlich Rabatt- Angebote. Kürzlich gab es bei einigen Schlecker-Märkten 30% Rabatt wegen Schließung. Ich habe mir einen Jahresvorrat an Rasierklingen gekauft eine Rendite von 30%!) Immobilien gehören auch zu den klassischen Geldanlagen. Nun, ich persönlich hatte mit dieser Anlagemöglichkeit schon immer meine Probleme. Ich meine, Immobilien werden als Geldanlage überschätzt. Bin aber, zugegeben, nicht sehr objektiv. Ich konnte immer nur die negativen Seiten einer Immobilie sehen, die da sind: sie sind immobil, d.h. ich kann sie nicht von heute auf morgen wieder zu Geld

8 8 machen. Es ist viel Kapital gebunden. Steuervorteilen, die im Zusammenhang mit Immobilien immer stark betont werden, stehe ich eher skeptisch gegenüber. Meine Lebenserfahrung lehrte mich der Staat verschenkt nicht wirklich etwas. Außerdem gehen diese sog. Steuervorteile immer einher mit dem Einkommen. Was aber wenn sich mein Einkommen verringert oder gar für einige Zeit wegfällt? Um eine Rendite zu erwirtschaften brauche ich auch Mieter. Was wenn diese nicht da sind oder, noch schlimmer, diese nicht zahlen? Bringen Sie mal einen Mieter aus Ihrem Wohneigentum! Immobilieneigentum kostet Unterhalt auch bei Leerstand. Wie ich aber schon eingangs erwähnt habe, in punkto Immobilien bin ich nicht ganz objektiv. Aus meiner, subjektiven, Sicht ist mir ein Sachwert in Form einer Unternehmensbeteiligung um Längen lieber. Zusammenfassung: So leicht und einfach ist Geldanlage! Ich lasse mir nichts anderes einreden! Aktien: Ich investiere Geld in Unternehmen, von denen ich überzeugt bin, dass diese Unternehmen etwas herstellen oder leisten, das die Menschen brauchen. Dann werde ich als Gegenleistung am Wachstum dieser Unternehmen teilhaben. (Ich werde Mitunternehmer). Anleihen: Ich verleihe Geld einem Unternehmen oder einer Einrichtung, die sich in der Vergangenheit als vertrauenswürdig erwiesen haben, d. h. ihren finanziellen Verpflichtungen nachgekommen sind und ich werde dafür Zinsen bekommen. (Ich werde Bankier ). (Ein Wertpapierdepot für die Verwaltung von Aktien und Anleihen kann man bei jeder Bank, Direktbank, Sparkasse oder Volksbank eröffnen.)

9 9 Sparbuch: Ich parke etwas Geld auf einem Sparbuch und mache mich damit unabhängig von Konsumkrediten. Wichtig: KEINE KONSUMKREDITE!!! Auch 0%-Kredite (von wegen: Ich bin doch nicht blöd! ) sind Kredite. Konsumkredite sind oft der Anfang vom finanziellen Ende und können viel Unglück bei den Menschen schaffen!!! Mit einem Kredit bin ich erpressbar. Es gibt da noch eine Geldanlage, an die ich unerschütterlich glaube: Bedingungslos Geld geben für andere Menschen, denen das Schicksal die A.karte gezeigt hat. Die Verzinsung ist unschlagbar: Zufriedenheit! Probieren Sie es aus. Wenn Sie unsere Stiftung unterstützen möchten: Treuhandstiftung BuUSS Volksbank Pforzheim BLZ Konto-Nr Im Textfeld Spende eintragen. Und ja, wenn Sie mit einer Veröffentlichung Ihres Namens auf der Spenderliste auf unserer Homepage einverstanden sind bzw. nein, wenn Sie nicht einverstanden sind.

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